Unterschiedliche Perspektiven im Handel: Ländervergleich zwischen Deutschland, Frankreich und Großbritannien

Stimmungsbarometer belegt: Deutsche sind optimistisch

Unterschiedliche Perspektiven im Handel: Ländervergleich zwischen Deutschland, Frankreich und Großbritannien

Düsseldorf, 20. Januar 2025 – Eine aktuelle Umfrage von iBanFirst beleuchtet die Haltungen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien zur Entwicklung von zentralen Themen des internationalen Handels. Das Stimmungsbarometer zeigt deutlich: Es gibt große Unterschiede zwischen den drei Ländern. Die Ergebnisse unterstreichen die starke Position und Offenheit der Deutschen im internationalen Handel. Mit einer breiten Zustimmung zu Exporten, Freihandel und fairen Handelsregeln hebt sich Deutschland deutlich von Frankreich und Großbritannien ab. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass es Potenziale zur Optimierung gibt, insbesondere bei der Vereinfachung von Handelsprozessen und dem Schutz von Arbeitnehmerrechten.

Wahrnehmung von Handel, Export und Import in Deutschland
Ihre Offenheit gegenüber dem internationalem Handel hebt das Stimmungsbarometer dabei besonders hervor. 83 % der befragten Deutschen sehen den internationalen Handel als „positiv“ oder „sehr positiv“ – ein deutlicher Vorsprung gegenüber den Menschen in Frankreich (43 %), in Großbritannien sind es immerhin (71 %). Auch beim Thema Freihandel sind die deutschen Umfrageteilnehmer optimistisch: Nahezu drei Viertel (72 %) bewerten das Thema als „positiv“ oder „sehr positiv“. Ein vergleichbares Ergebnis zeigt sich in Großbritannien, wo 76 % der Befragten eine positive Haltung einnehmen. Franzosen bilden hingegen mit lediglich 27 % Optimisten das Schlusslicht.
Auch beim Export spiegelt sich diese Wahrnehmung wider: 79 % der deutschen Umfrageteilnehmer bewerten den Begriff „Export“ positiv, in Frankreich sind es 76 %, während nur 60 % der britischen Befragten positiv denken. In puncto Import sind Deutsche ebenfalls optimistisch, für 61 % der Befragten ist der Begriff positiv besetzt, in Großbritannien sind 40 % der Umfrageteilnehmer dieser Meinung und in Frankreich sogar nur gut ein Fünftel (21 %).

Hoher Protektionismus in Frankreich
Die Ergebnisse zeigen, dass protektionistische Tendenzen in Frankreich stärker ausgeprägt sind. Französische Umfrageteilnehmer bewerten Protektionismus mit 45 % Zustimmung deutlich positiver als in Großbritannien (31 %). Deutsche Umfrageteilnehmer zeigen sich besonders kritisch. Lediglich 8 % der Befragten bewerten protektionistische Maßnahmen positiv – ein klarer Hinweis auf die starke Exportorientierung deutscher Unternehmen.
Im Hinblick auf die Zollgebühren ergibt sich ebenfalls ein sehr differenziertes Bild zwischen den Befragten aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland: Während fast die Hälfte (47 %) der Umfrageteilnehmer aus Frankreich den Begriff positiv besetzen, sind es in Großbritannien nur 21 % und in Deutschland gerade einmal 12 %.
Deutsche Unternehmen fordern faire Handelsregeln und einfachere Zollverfahren
Das Stimmungsbarometer verdeutlicht, dass Deutsche klare Prioritäten setzen, um den internationalen Handel zu stärken. So plädiert die Mehrheit (70 %) der Befragten für faire Handelsregelungen zwischen allen Ländern. Zudem stehen der Kampf gegen unfaire Wettbewerbspraktiken (53 %) und der Ausbau von standardisierten Arbeitnehmerrechten (35 %) im Vordergrund. Mehr als die Hälfte (54 %) spricht sich für eine Vereinfachung von Verwaltungs- und Zollprozessen aus, während ein Viertel (25 %) die Verbesserung von Umweltstandards unterstützt. Darüber hinaus fordern 39 % der deutschen Befragten internationale Kooperationen zu stärken, 10 % wollen den Geldaustausch zwischen Staaten optimieren und 21 % den Marktzugang für Entwicklungsländer verbessern, um Chancengleichheit und faire Bedingungen auf globaler Ebene zu schaffen.

Deutschland als Treiber des internationalen Handels
„Deutschland ist und bleibt ein Vorreiter im internationalen Handel. Die Studie zeigt jedoch auch, dass wir uns nicht auf unseren Erfolgen ausruhen dürfen. Es gilt, bestehende Herausforderungen aktiv anzugehen und unsere Position als Handelsnation weiter auszubauen“, resümiert Besart Shala, Country Manager Germany bei iBanFirst.
iBanFirst hat für dieses Stimmungsbarometer zum internationalen Handel in Frankreich, Großbritannien und Deutschland im Dezember 2024 und Januar 2025 die allgemeine Öffentlichkeit befragt (ohne Angaben zum Beruf der Befragten). Die Stichprobe umfasst 1.000 Personen pro Land (Frankreich, Großbritannien, Deutschland).

Über iBanFirst
iBanFirst, gegründet 2016, ist ein globaler Finanzdienstleister mit einer innovativen Plattform für das Fremdwährungsmanagement. Im Gegensatz zu Mitbewerbern bietet iBanFirst professionelle Unterstützung durch Devisenexperten, wodurch das Fintech insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die international tätig sind, ein zuverlässiger Partner ist. Für zusätzliche Transparenz sorgt der branchenweit einzigartige Payment Tracker, mit dem Unternehmen ihre Zahlungen in Echtzeit verfolgen können. iBanFirst ermöglicht Führungskräften und Finanzteams den direkten Zugang zu den Devisenmärkten, das Speichern, Empfangen und Versenden von Geld in über 30 Währungen sowie die Entwicklung individueller Absicherungsstrategien. Als von der Belgischen Nationalbank reguliertes Zahlungsinstitut ist iBanFirst in der gesamten Europäischen Union zugelassen. Als Mitglied des SWIFT-Netzwerks und SEPA-zertifiziert verfügt iBanFirst außerdem über AISP- und PISP-Akkreditierungen gemäß PSD2.

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WSM unterstützt Wirtschaftswarntag: Industrie funkt SOS

Save our small and medium-sized enterprises
Realistische Lösungen müssen her, die den Industriekahn Deutschland retten

WSM unterstützt Wirtschaftswarntag: Industrie funkt SOS

Die Wende zum Wachstum muss her: Der WSM (Foto Hauptgeschäftsführer Christian Vietmeyer) unterstützt

Düsseldorf/Hagen, 20. Jan. 2025. Der WSM unterstützt den Wirtschaftswarntag am 29. Januar 2025, an dem u. a. eine Kundgebung am Brandenburger Tor läuft. Mit rund 50 anderen Verbänden und weiteren Branchenvertretern funkt der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung lautstark „SOS“: „Die Wirtschaftswende, eine Wende zum Wachstum, muss her“, beschwört WSM-Hauptgeschäftsführer Christian Vietmeyer die Macher der künftigen Standortpolitik.

SOS: „Save our small and medium-sized enterprises“
Das Seenotsignal steht in diesem Fall eher für „Save our small and medium-sized enterprises“. Der industrielle Mittelstand schwankt wie selten oder nie zuvor. Und mit ihm allein in den WSM-Branchen rund 5.000 Unternehmen und fast 500.000 Arbeitsplätze. „Dieser Wirtschaftswarntag ist kein Probealarm. Wir haben längst Schlagseite“, so Vietmeyer.

Schlagseite: Wirtschaftswarntag ist kein Probealarm
Die Politik kennt die Probleme und macht sie auch zum Wahlkampfthema: Energieversorgung und Kostensenkung, Bürokratie- und Regulierungsabbau, Steuerreduktion, Investitionen in die Infrastruktur – die Begriffe geistern durch alle Programme. Jetzt müssen aber auch realistische Lösungen her, die den Industriekahn Deutschland tatsächlich retten.

Background WSM:
Die Stahl und Metall verarbeitende Industrie in Deutschland, das sind: rund 5.000 vorwiegend familiengeführte Betriebe, die mit über 500.000 Beschäftigten über 80 Milliarden Euro Umsatz im Jahr erwirtschaften. Die Unternehmen beschäftigen im Durchschnitt 100 Mitarbeiter und sind mit Abstand die wichtigsten Kunden der Stahlerzeuger.
Die Branche zeichnet sich durch hohe Spezialisierung und Wettbewerbsintensität aus. Die Unternehmen fertigen für die internationalen Märkte der Automobil-, Elektro- und Bauindustrie, den Maschinenbau und den Handel.
Der WSM ist Dachverband für 13 Fachverbände. Zusammen bündeln sie die Interessen einer der größten mittelständischen Branchen in Deutschland und sind Sprachrohr für deren wirtschaftspolitische Vertretung auf Länder-, Bundes- und europäischer Ebene. Sie suchen den Ausgleich mit marktmächtigen Abnehmern und Lieferanten aus Industrie und Handel. Und sie fordern bessere Rahmenbedingungen für Wachstum, Dynamik und Wettbewerb – ob bei Steuern, Abgaben, Recht, Forschung, Umwelt, Energie oder Technik.

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Deutsche Autoindustrie in der Krise: Ist die Talsohle erreicht?

Deutsche Autoindustrie in der Krise: Ist die Talsohle erreicht?

Krise, Entlassungen, Strafzahlungen – die deutsche Autoindustrie bricht ein (Bildquelle: viiksi auf Pixabay)

Die deutsche Automobilindustrie strauchelte 2024: Durch Absatzverluste, stagnierende Elektroproduktion und der drohenden Strafzahlung durch die EU geriet sie in eine Krise. Während asiatische Hersteller glänzen, kämpft die deutsche Autoindustrie mit zahlreichen Herausforderungen. Der scheinbar unausweichliche Rückstand könnte 2025 erst recht zur Bewährungsprobe werden.

Die deutsche Automobilindustrie kämpfte 2024 mit erheblichen Herausforderungen: Absatzschwächen, insbesondere auf dem chinesischen Markt, hohe Standortkosten und der zunehmende Wettbewerb im Elektroauto-Sektor machten ihr zu schaffen. Große Unternehmen wie Volkswagen, Mercedes und BMW sahen sich gezwungen, Gewinnwarnungen auszusprechen, Stellen abzubauen sowie Werksschließungen anzukündigen. Während asiatische Hersteller wie die chinesischen Marken und das japanische Unternehmen Toyota nicht nur bei der Elektroauto-Produktion erfolgreich abschnitten, blieben deutsche Hersteller hinter ihren Zielen in diesem Bereich zurück. Das könnte zu hohen Strafzahlungen führen. Für 2025 wird erwartet, dass die strengeren CO2-Flottengrenzwerte und die Notwendigkeit, sich stärker im Elektrobereich zu positionieren, weiterhin große Herausforderungen darstellen.

Der Unternehmensberater, ehemalige Aufsichtsrat der Zürcher Kantonalbank und Pilot Bruno Dobler beobachtet diese Entwicklung mit Sorge. Seiner Erfahrung nach führt dieser ständige Druck – gleich ob intern oder extern – bei Führungskräften zu einer Verengung des Blickwinkels. Vorausschauende Lösungen könnten dadurch fast unmöglich werden. Aber gerade weil diese Gefahr besteht, bietet sich jetzt ein Blick auf das Krisenmanagement (https://de.wikipedia.org/wiki/Krisenmanagement) der Luftfahrt an, um Probleme zu lösen. „Viel zu häufig wird nur von Zielen gesprochen, die zu erreichen sind. Der Weg dorthin ist allerdings ebenso entscheidend. Bei Krisen wird das oft übersehen. „Expect the Unexpected“ heißt es in der Luftfahrt. Unternehmen, denen es gelingt, sich ständig auf das Unerwartete einzustellen, haben gute Chancen, erfolgreich auch durch die größten Turbulenzen zu navigieren“, stellt der ehemalige Flugkapitän fest. Piloten werden darauf trainiert, wie es zu einer Krise kommen kann und was dann zu tun ist – bevor es zum Crash kommt. Dazu gehört eine perfekte Kommunikation inklusive Feedback. Das gelingt nur durch Übung und Vorbereitung. In seinem aufklärenden Vortrag „Wie Piloten Probleme lösen, um sicher zu landen“ (https://www.dobler.ch/keynote-pilot-crash-kommunikation) geht der Keynote Speaker in diesem Zusammenhang ausführlich auf Themen wie Risiko, Kommunikation (https://panorama-air.de/magazin/fliegersprache-fachbegriffe-aus-der-luftfahrt), Chance und die Rolle des Feedbacks ein. Er beschreibt, was Krisenmanagement in der Fliegerei bedeutet und wie sich auch erdgebundene Unternehmen vorbereiten können, bevor ein Crash eintritt.

In der Luftfahrt hat eine sichere Landung oberste Priorität – ein Crash ist keine Option. Piloten und Crews tragen Verantwortung für die Passagiere und üben täglich, mit Unvorhergesehenem umzugehen, selbst wenn es sich um einen scheinbaren „Routineflug“ handelt. Denn Routine gibt es nicht. Nichts wird dem Zufall überlassen. Jeder Flug ist anders und hat seine eigenen Besonderheiten. Einstellung und Grundsätze dieser Art sollten auch für Unternehmen gelten. „Präventive Maßnahmen, zu denen Vorbereitung und strukturierte Entscheidungsprozesse zählen, helfen, Krisen und Hektik zu vermeiden. Dazu gehört auch, Probleme rechtzeitig anzusprechen und Feedback von den Crewmitgliedern, also den Mitarbeitern, ernst zu nehmen. Hier kann die Wirtschaft sich entscheidende Punkte abschauen“, so Keynote Speaker und Pilot Bruno Dobler.

Bruno Dobler ist eine faszinierende Persönlichkeit mit einer facettenreichen Karriere, die von seinen Erfahrungen als Verkehrspilot bei der Swiss bis zu den Leistungen als CEO und Mitglied verschiedener Verwaltungsräte reicht – wie z.B. als Aufsichtsrat bei der Zürcher Kantonalbank. Während sich seine Kollegen auf ihre akademische Laufbahn konzentrierten, sammelte Dobler als Ausbilder von Militärpiloten in Uganda, Irak und Indonesien wertvolle Erfahrungen. Seine Leidenschaft für die Fliegerei führte zur Gründung der Horizon Swiss Flight Academy, wo er sein Wissen an angehende Verkehrspiloten weitergab.

Auf seine Zeit als Chefpilot der Crossair folgte eine politische Karriere, in der Dobler die Bürgerinnen und Bürger im Zürcher Kantonsrat vertrat. Als Flugkapitän der Swiss und CEO von Helvetic Airways setzte er seine Erfahrung und sein Know-how in der Luftfahrtbranche ein, um komplexe Herausforderungen in der Wirtschaft erfolgreich zu meistern und strategische Neuausrichtungen voranzutreiben. Als Mitglied des Präsidiums der Zürcher Kantonalbank trug Dobler mit seinen Kollegen zur Sicherheit des Finanzsektors bei.

Neben seinen beruflichen Verpflichtungen ist Dobler als Coach und Mentor tätig und gibt seine umfangreichen Erfahrungen und Einsichten aus der Luftfahrt und dem Geschäftsleben an Führungskräfte und Teams weiter. Seine Erkenntnisse aus der Fliegerei überträgt Bruno Dobler in seinen international gefragten Vorträgen auf die Wirtschaft, aber auch auf das private Leben. Trotz seiner beeindruckenden Karriere schätzt Dobler die Natur und verbringt gerne Zeit in Andermatt, Schweiz, wo er ständig auf der Suche nach neuen Entdeckungen ist.

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Lehrlinge finden, gewinnen und langfristig binden: Erfolgsstrategien für Lehrbetriebe

Employer Branding – Lehrbetriebe im Wandel: Lehrlinge sind die Fachkräfte von morgen – doch sie zu finden, wird für Betriebe immer schwieriger. Der Schlüssel zum Erfolg? Authentizität, klare Botschaften und eine Strategie.

Lehrlinge finden, gewinnen und langfristig binden: Erfolgsstrategien für Lehrbetriebe

Christian Meeraus, Gründer der INTELLEXI GMBH. (Bildquelle: © INTELLEXI GMBH)

Der Lehrstellenmarkt hat sich dramatisch verändert. Wo früher Lehrbetriebe aus einer Vielzahl an Bewerbern wählen konnten, kämpfen sie heute aktiv um die besten Talente. Die Anforderungen an Sichtbarkeit und professionelle Auswahlverfahren sind gestiegen. Um als attraktiver Lehrbetrieb wahrgenommen zu werden, braucht es Authentizität, klare Botschaften und effiziente Prozesse. INTELLEXI, seit über 20 Jahren führender Partner für Lehrlingsausbildung in Österreich, bietet Lösungen, die Betriebe dabei unterstützen, in diesem Wettbewerb erfolgreich zu bestehen.

Sichtbarkeit: Mit Authentizität punkten
Sichtbarkeit ist der Schlüssel, um Lehrbetriebe für Jugendliche, Eltern und Berufsberater attraktiv zu machen. „Die Rahmenbedingungen haben sich umgekehrt – heute müssen Betriebe proaktiv auf Bewerber zugehen,“ erklärt Christian Meeraus, Gründer von INTELLEXI und Autor des Buches „7 Bausteine zur professionellen Lehrlingsausbildung“. Damit ein Unternehmen aus der Masse heraussticht, sind gezielte Maßnahmen entscheidend.

Hier die wichtigsten auf einen Blick:
-Zielgruppenanalyse: Definieren Sie spezifische Zielgruppen und erstellen Sie Personas, um gezielt zu kommunizieren. „Je genauer die Zielgruppen beschrieben sind, desto wirkungsvoller sind die Botschaften,“ so Meeraus.
-Authentische Botschaften: Statt rein monetärer Anreize wie Gratis-Führerscheine sollten Unternehmen ihre Werte und Perspektiven kommunizieren. „Botschaften müssen der Realität entsprechen und zukunftsorientiert sein,“ betont Meeraus.
-Alleinstellungsmerkmale hervorheben: Emotionale und rationale Vorteile – wie ein familiäres Umfeld, individuelle Betreuung oder interne Entwicklungsmöglichkeiten – können den entscheidenden Unterschied machen.
-Kanalvielfalt: Jugendliche erreichen Sie am besten über Social Media, während klassische Medien bei Eltern effektiver sein können. „Und die gilt es ebenfalls zu überzeugen“, so Christian Meeraus.
-Innovative Ansätze: Beispiele wie Pop-up-Bewerbungsstände oder Social-Media-Botschafter unter den Lehrlingen zeigen, wie Betriebe mit kreativen Ideen erfolgreich sein können.
-Planung und Evaluation: Ein klarer Marketingplan und die kontinuierliche Überprüfung der Maßnahmen sichern den Erfolg.
„Die Sichtbarkeit eines Lehrbetriebs ist individuell – und sie erfordert einen langfristigen und ganzheitlichen Ansatz,“ fasst Meeraus zusammen.

Auswahlverfahren: Effizienz und Struktur führen zum Erfolg
Neben der Sichtbarkeit ist ein professionelles Auswahlverfahren der Schlüssel, um passende Talente zu identifizieren. „Komplizierte Prozesse oder ineffiziente Verfahren führen oft zu Bewerberverlust,“ erklärt Meeraus. Ein optimiertes Auswahlverfahren beginnt mit der Vereinfachung der Kontaktaufnahme: Digitale, barrierefreie Bewerbungswege wie minimalistische Online-Formulare oder Videobewerbungen über Messengerdienste erleichtern den Einstieg. Strukturierte, mehrstufige Prozesse – von Tests über Gespräche bis hin zu praktischen Übungen – sorgen für fundierte Entscheidungen, basierend auf klaren Kriterien. Detaillierte Anforderungsprofile helfen, die wirklich relevanten Fähigkeiten und Eigenschaften für jede Lehrstelle zu definieren. Ergänzt durch digitale Tools zur Automatisierung von Tests und Auswertungen sparen Unternehmen wertvolle Zeit und Ressourcen.

Auch die Nachbereitung ist essenziell
Eine professionelle und zeitnahe Kommunikation bei Zu- und Absagen stärkt das Image eines Betriebs und hinterlässt auch bei abgelehnten Bewerbern einen positiven Eindruck – besonders, wenn gute Kandidaten an Partnerunternehmen weitervermittelt werden. Flexible Bewerbungsprozesse, die nicht an starre Zeiträume gebunden sind, schaffen zusätzliche Chancen und fördern die emotionale Bindung zu potenziellen Lehrlingen. Authentizität und klare Alleinstellungsmerkmale sind dabei unerlässlich: Gelebte Werte, ein familiäres Arbeitsumfeld und digitale Lösungen – von Social Media bis zu automatisierten Tools – sparen Zeit und sorgen für Reichweite. Eltern als wichtige Entscheidungsträger frühzeitig einzubinden und den Erfolg regelmäßig zu messen, rundet eine erfolgreiche Strategie ab.

Buchtipp
Für detaillierte Einblicke und praktische Unterstützung wurde das Buch „7 Bausteine zur professionellen Lehrlingsausbildung“ von Christian Meeraus verfasst. Es bietet konkrete Tipps zur Erhöhung der Sichtbarkeit, Optimierung von Auswahlverfahren und langfristigen Bindung von Lehrlingen – ergänzt durch praxisnahe Selbstchecks.

Über INTELLEXI:
INTELLEXI wurde im Jahr 2004 von Christian Meeraus mit Sitz in Graz gegründet, um das Thema Lehre neu zu denken. Genau das ist auch seither das Motto des Dienstleisters rund um die österreichische Lehrlingsausbildung. Das Angebot umfasst Seminare, Trainings, Unternehmensberatung, Workshops, Lehrlingsnachhilfe und Softwarelösungen. Das primäre Anliegen von INTELLEXI ist es, Lehrbetriebe aus unterschiedlichsten Branchen dabei zu unterstützen, den modernen Herausforderungen der Lehrlingsausbildung professionell zu begegnen. Von Beginn an wurde das Angebot des Unternehmens kontinuierlich erweitert. So wurde unter anderem auch eine Lehrlingsakademien für Konzerne und jetzt der TOP-SKILLS Circle ins Leben gerufen. Als WKO-Förderpartner bietet INTELLEXI auch umfassende Fördermanagement-Dienste an, um die Leistungen finanziell attraktiv zu machen.

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Freelancer:innen deutlich zufriedener als Angestellte – aber auch mit Zukunftsangst

Randstad Arbeitsleben Studie 2024

Freelancer:innen deutlich zufriedener als Angestellte - aber auch mit Zukunftsangst

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Die aktuelle Zwischenauswertung der Randstad Arbeitsleben Studie zeigt: Bei der Jobzufriedenheit gibt es deutliche Unterschiede zwischen Freelancer:innen und Festangestellten. Aber: Wenn es um die Jobsicherheit geht, plagen beide Gruppen Zukunftssorgen, vor allem in Hinblick auf die wirtschaftliche Unsicherheit. Michel Verdoold, CEO Randstad Professional, ordnet die Ergebnisse ein.

Eschborn, Dezember 2024 – Aktuell sind 77 % der Freelancer:innen mit ihrer selbstständigen Tätigkeit zufrieden – bei Festangestellten sind es weniger als die Hälfte (47 %), 40 % von ihnen sind sogar nur „teilweise“ zufrieden. Das geht aus den Zwischenergebnissen der diesjährigen Arbeitsleben Studie von Randstad hervor, die sich schwerpunktmäßig mit dem Projektmarkt und der Arbeitsrealität der IT-, Engineering- sowie Life-Science-Branchen befasst.

Wirtschaftliche Unsicherheit und Digitalisierung bereiten Sorgen

Zwei weitere (Teil-)Ergebnisse zeigen auch: Viele Beschäftigte haben Bedenken, was neue Technologien betrifft. So gaben 43 % der Freelancer:innen und 52 % der Festangestellten an, sich Sorgen oder Gedanken zu machen, dass technologische Neuerungen ihre Tätigkeit stark verändern oder ersetzen könnten. Gleichzeitig äußerten sich 73 % der Festangestellten besorgt oder zumindest teilweise besorgt über die Auswirkungen wirtschaftlicher Unsicherheiten auf ihren Arbeitgeber. Ähnlich verhält es sich bei den Freelancer:innen: 84 % von ihnen blicken mit Sorge auf mögliche Folgen der wirtschaftlichen Unsicherheit für ihre Auftragslage. „Egal ob Freelancing oder Festanstellung: Die wirtschaftliche Lage trübt die Stimmung unter allen Talenten“, resümiert Michel Verdoold, CEO von Randstad Professional.

„Die Zwischenergebnisse unserer Studie deuten darauf hin, dass sich Freelancer:innen und Arbeitnehmende durchaus damit beschäftigen, ob ihre Arbeit irgendwann durch eine Maschine oder Automatisierung ersetzt werden könnte. Doch nur in wenigen Fällen wird dies tatsächlich geschehen. Denn auch die KI braucht Menschen, die sie nutzen und kontrollieren können. Fähigkeiten im Umgang mit neuen Technologien sind daher der Schlüssel für die individuelle wie gesamtwirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit“, ergänzt Michel Verdoold. „Das bedeutet für Unternehmen, Arbeitnehmende und Freelancer:innen gleichermaßen: Mehr denn je ist Weiterbildung Trumpf.“

Angestellte und Freelancer:innen zur Teilnahme aufgerufen

Die Befragung für die Randstad Arbeitsleben Studie ist derzeit noch offen und Interessierte können weiterhin teilnehmen. Aussagekräftig wird die Studie erst, wenn sie von so vielen Freelancer:innen und Festangestellten wie möglich mit Informationen unterstützt wird. Die Beantwortung der Fragen dauert etwa zehn Minuten, unabhängig von der Berufsgruppe. Teilnehmen können Freelancer:innen, Mitarbeitende in Festanstellung oder Zeitarbeitende (im Rahmen von Arbeitnehmerüberlassung).

Hier geht“s direkt zum Fragebogen: https://survey2.medallia.eu/?OV1b62-arbeitsleben

Über die Randstad Arbeitsleben Studie
Seit 2013 liefern Randstad Professional (vormals GULP) Studien einen Überblick über Stundensätze, Projekte und Auslastung von freien Mitarbeitenden der IT-, Engineering- und Life Science-Branche. Die Randstad Arbeitsleben Studie (vormals GULP Arbeitsleben Studie) gibt Auskunft über Überstunden und Verdienst, Arbeitsleben, Zufriedenheit, Anforderungen an Unternehmen sowie Trends. Selbstständige Arbeitskräfte und Arbeitnehmende in diesen Bereichen sind eingeladen, daran teilzunehmen. Weitere Informationen unter: https://www.gulp.de/blog/arbeitsleben-studie

Über Randstad
Randstad ist einer der weltweit führenden Personaldienstleister mit dem Ziel, so spezialisiert und so fair zu werden wie kein anderes Unternehmen in der Welt der Arbeit. Durch die Unternehmensstrategie „partner for talent“ finden, fördern und verbinden wir spezialisierte Talente mit Unternehmen – weltweit, vor Ort und immer mit hoher Geschwindigkeit. Unsere Angebote umfassen den gewerblich-technischen ebenso wie den Professional-Bereich, digitale Talentlösungen sowie End-to-End-Unternehmenslösungen. Wir schaffen leistungsfähige, vielfältige und agile Teams und unterstützen jeden Einzelnen dabei, eine erfolgreiche Karriere mit gleichen Chancen zu erreichen.

Randstad Deutschland ist mit rund 38.500 Mitarbeitenden, darunter 2.500 interne, und 500 Standorten in 330 Städten vertreten. Unser Umsatzvolumen umfasste 2023 1,843 Milliarden Euro. CEO ist Richard Jager.

Seit über 55 Jahren in Deutschland aktiv, gehört Randstad Deutschland zur 1960 in Amsterdam gegründeten und dort börsennotierten Randstad N.V. mit Sitz im niederländischen Diemen. 2023 hat Randstad mit rund 40.000 Mitarbeitenden weltweit 2 Millionen Menschen in 39 Ländern bei ihrer Suche nach einem für sie passenden Job geholfen und damit einen Gesamtumsatz von 25,4 Milliarden Euro erwirtschaftet.

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Randstad Deutschland
Bettina Desch
Frankfurter Straße 100
65760 Eschborn
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Warum Führungskräfte die falschen Fragen stellen

Warum Führungskräfte die falschen Fragen stellen

Piloten lernen, auch unter Druck die richtigen Fragen zu stellen (Bildquelle: Pete Linforth auf Pixabay)

In einer Welt des ständigen Wandels und zunehmender Turbulenzen müssen Führungskräfte schnelle Entscheidungen treffen. Doch bevor sie das tun können, geht es darum, die richtigen Fragen zu stellen. Nur so sind entscheidende Informationen zu bekommen, nur so können die richtigen Prioritäten gesetzt werden. Genau daran scheitern Führungskräfte oft. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Die richtigen Fragen zu stellen, ist Grundvoraussetzung für erfolgreiche Entscheidungen. Nicht nur in heiklen Situationen, sondern generell müssen Führungskräfte sich selbst und ihre Situation reflektieren, um eben das zu können: richtige und erfolgreiche Entscheidungen treffen. Emotionale Intelligenz, Selbstreflexion, Achtsamkeit und Resilienz sind wichtige Fähigkeiten, die es zu entwickeln gilt, damit der unternehmerische Erfolg in einer sich ständig verändernden Wirtschaftswelt gesichert ist. Diese Fähigkeiten zu trainieren, ermöglicht es sowohl dem Management als auch dem Leadership, Krisen besser zu meistern, sich den Veränderungen anzupassen und ihre Mitarbeiter effektiv zu führen. „Es ist eine Kunst, die richtigen Fragen zu stellen und es ist erlernbar. Doch wie die Schlagzeilen über Missgeschicke im Top-Management und über Firmenpleiten (https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arm-und-reich/insolvenzen-im-oktober-auf-hoechstem-stand-seit-20-jahren-110093074.html) immer wieder zeigen, scheinen diese wichtigen Aspekte des Leaderships in Führungskreisen kein vorherrschendes Thema zu sein“, sagt der ehemalige Flugkapitän, Unternehmensberater und Keynote Speaker Bruno Dobler.

In der Luftfahrt sieht das ganz anders aus. Hier lernen Piloten, in brenzligen Situationen – also unter Druck – schnell ihre Optionen aufzulisten und dann die richtige Entscheidung zu treffen. Ein Crash (https://de.wikipedia.org/wiki/Landung#Bruchlandung) ist nie eine Option. In seinem Vortrag „Rechtzeitig entscheiden heißt sicher landen“ (https://www.dobler.ch/vortrag-entscheidungen-fragen-stellen-optionen) geht Bruno Dobler auf die Chancen und Optionen in Krisensituationen ein, deren korrekte Einschätzung bei einer schnellen Entscheidungsfindung im Cockpit helfen und überträgt diese Prozesse anschaulich auf Situationen in Wirtschaft und Management. „Gerade im Flugzeug sind Ressourcen wie Treibstoff und Zeit immer knapp. Deshalb müssen notwendige Entscheidungen rasch und vor allem richtig getroffen werden. Es kommt auf jede Sekunde an, damit eine Katastrophe gar nicht erst passiert und die Passagiere sicher und gesund nach Hause kommen. Für die verantwortlichen Piloten steht immer die Sicherheit von Passagieren und Besatzung an erster Stelle“, hebt der ehemalige Flugkapitän hervor.

Auch in Unternehmen kommt es oft auf die richtige Entscheidung im richtigen Augenblick an. Hier hat man im Gegensatz zur Fliegerei oft mehr Zeit – vielleicht zu viel? Es wird viel diskutiert, es kommt zu Verzögerungen, der Fokus geht verloren. Dann werden in der Hektik oft die falschen Fragen gestellt, die schließlich in Summe zum Unglück führen. „Eine Entscheidung ist oft lebensverändernd und sollte daher immer gut überlegt sein – auch wenn man unter enormem Druck steht. Nur wer das beherzigt, wird privat und beruflich ein erfülltes Leben führen und seine Entscheidungen nicht bereuen“, so der Pilot Bruno Dobler. Die richtigen Fragen zu stellen ist nicht immer leicht, genauso wenig wie alle möglichen Optionen auszuloten, um schlussendlich die richtige Entscheidung zu treffen. Doch es ist erlernbar. Die Zeit dafür muss sich eine Führungskraft nehmen, denn auch sie trägt enorme Verantwortung – nicht nur dem Unternehmen und seinen Kapitaleignern, sondern auch der Gesellschaft und den Menschen gegenüber. Denn ein Crash trifft sie alle.

Bruno Dobler ist eine faszinierende Persönlichkeit mit einer facettenreichen Karriere, die von seinen Erfahrungen als Verkehrspilot bei der Swiss bis zu den Leistungen als CEO und Mitglied verschiedener Verwaltungsräte reicht – wie z.B. als Aufsichtsrat bei der Zürcher Kantonalbank. Während sich seine Kollegen auf ihre akademische Laufbahn konzentrierten, sammelte Dobler als Ausbilder von Militärpiloten in Uganda, Irak und Indonesien wertvolle Erfahrungen. Seine Leidenschaft für die Fliegerei führte zur Gründung der Horizon Swiss Flight Academy, wo er sein Wissen an angehende Verkehrspiloten weitergab.

Auf seine Zeit als Chefpilot der Crossair folgte eine politische Karriere, in der Dobler die Bürgerinnen und Bürger im Zürcher Kantonsrat vertrat. Als Flugkapitän der Swiss und CEO von Helvetic Airways setzte er seine Erfahrung und sein Know-how in der Luftfahrtbranche ein, um komplexe Herausforderungen in der Wirtschaft erfolgreich zu meistern und strategische Neuausrichtungen voranzutreiben. Als Mitglied des Präsidiums der Zürcher Kantonalbank trug Dobler mit seinen Kollegen zur Sicherheit des Finanzsektors bei.

Neben seinen beruflichen Verpflichtungen ist Dobler als Coach und Mentor tätig und gibt seine umfangreichen Erfahrungen und Einsichten aus der Luftfahrt und dem Geschäftsleben an Führungskräfte und Teams weiter. Seine Erkenntnisse aus der Fliegerei überträgt Bruno Dobler in seinen international gefragten Vorträgen auf die Wirtschaft, aber auch auf das private Leben. Trotz seiner beeindruckenden Karriere schätzt Dobler die Natur und verbringt gerne Zeit in Andermatt, Schweiz, wo er ständig auf der Suche nach neuen Entdeckungen ist.

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Die VW-Krise: Milliarden für Aktionäre, aber nicht für die Zukunft

Die VW-Krise: Milliarden für Aktionäre, aber nicht für die Zukunft

„Eine gelebte Fehlerkultur erhöht das Risikobewusstsein“ (Bildquelle: Go Air Brokerage auf Pixabay)

Volkswagen steht am Scheideweg: Die eigene Zukunft ist in Gefahr, weil das Management wichtige Entscheidungen falsch getroffen hat. Die Folgen sind dramatisch, denn es fehlen dem Konzern Milliarden für dringende Investitionen und Innovationen. Für die Versäumnisse des Managements muss der Konzern jetzt die Konsequenzen tragen.

Volkswagen steht vor einer Krise, die durch Fehlentscheidungen im Management verursacht wurde. Das Vorgehen des Konzerns, hohe Dividenden an die Aktionäre auszuschütten, führt nun dazu, dass Milliardenbeträge für notwendige Zukunftsinvestitionen fehlen. In den letzten zehn Jahren wurden rund 37 Milliarden Euro an Dividenden ausgezahlt, die nun für wichtige zukunftsweisende Maßnahmen wie neue Modelle, Software oder Mitarbeiterschulungen nicht eingesetzt werden können. Die Kapitalallokation, also die Entscheidung, wo die erwirtschafteten Gewinne eingesetzt werden, wurde nicht optimal genutzt. Dieser Fehler muss nun teuer bezahlt werden, denn Volkswagen braucht dringend Investitionen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Der ehemalige Flugkapitän, Unternehmensberater und Keynote Speaker Bruno Dobler verfolgt die Entwicklung des deutschen Traditionskonzerns aufmerksam.

Das Resümee des Unternehmensberaters: „Leider sind solche Fehlentscheidungen in der Wirtschaft keine Seltenheit. Es zeigt sich wieder einmal, dass das „erdgebundene“ Management mit Fehlern oder Entscheidungen anders umgeht als Piloten, die während des Fluges Entscheidungen treffen müssen und dabei die Verantwortung (https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/verantwortung/16190) für viele Menschenleben tragen. Ein laxer Umgang mit der Einschätzung von Situationen führt aber immer zu einem tragischen Crash. Das Handeln eines Piloten ist deshalb durch erhöhtes Risikobewusstsein geprägt, das während seiner Ausbildung stetig trainiert wurde.“ In seinem Vortrag „Denken / Handeln wie ein Pilot – damit aus Fehlern kein Crash entsteht“ (https://www.dobler.ch/vortrag-pilot-durch-fehlerkultur-besser-werden) spricht der renommierte Redner auch aus der Sicht des Unternehmensberaters über solche Fehler und die Herausforderungen bei der Risikobereitschaft, die zum Unglück führen. Dobler ist von einer gelebten Fehlerkultur überzeugt. Er zeigt in seinem Vortrag, wie man aus Fehlern lernt und warum eine ernsthaft gelebte Fehlerkultur (https://de.wikipedia.org/wiki/Fehlerkultur)nicht nur in der Luftfahrt, sondern auch in „erdgebundenen“ Unternehmen unerlässlich ist.

„In der Luftfahrt ist es eine Daueraufgabe, Fehlern bis ins kleinste Detail nachzugehen, um ein unter Umständen schweres Unglück zu verhindern. Der Grund dafür ist einfach: Fehler, die erkannt und beseitigt wurden, können nicht mehr Teil einer Fehlerkette sein. Gerade deshalb ist ein ausgeprägtes Risikobewusstsein so wichtig“, erklärt der Keynote Speaker. Ebenso entscheidend ist die richtige, präzise Vorbereitung. Kaum ein Crash ist auf eine einzige Fehlentscheidung zurückzuführen. Piloten wissen, dass in der Fliegerei mindestens fünf Fehler hintereinander passieren müssen, die dann, wenn sie nicht erkannt und nicht korrigiert werden, zur Katastrophe führen. Mit Blick auf die VW-Krise sagt Bruno Dobler: „Neben einem gesunden Maß an Risikobereitschaft kommt es auch auf den besonnenen Umgang mit Unsicherheiten an, auch wenn nicht alles vorhersehbar ist. Eine ernsthafte Fehlerkultur trägt dazu bei.“

Bruno Dobler ist eine faszinierende Persönlichkeit mit einer facettenreichen Karriere, die von seinen Erfahrungen als Verkehrspilot bei der Swiss bis zu den Leistungen als CEO und Mitglied verschiedener Verwaltungsräte reicht – wie z.B. als Aufsichtsrat bei der Zürcher Kantonalbank. Während sich seine Kollegen auf ihre akademische Laufbahn konzentrierten, sammelte Dobler als Ausbilder von Militärpiloten in Uganda, Irak und Indonesien wertvolle Erfahrungen. Seine Leidenschaft für die Fliegerei führte zur Gründung der Horizon Swiss Flight Academy, wo er sein Wissen an angehende Verkehrspiloten weitergab.

Auf seine Zeit als Chefpilot der Crossair folgte eine politische Karriere, in der Dobler die Bürgerinnen und Bürger im Zürcher Kantonsrat vertrat. Als Flugkapitän der Swiss und CEO von Helvetic Airways setzte er seine Erfahrung und sein Know-how in der Luftfahrtbranche ein, um komplexe Herausforderungen in der Wirtschaft erfolgreich zu meistern und strategische Neuausrichtungen voranzutreiben. Als Mitglied des Präsidiums der Zürcher Kantonalbank trug Dobler mit seinen Kollegen zur Sicherheit des Finanzsektors bei.

Neben seinen beruflichen Verpflichtungen ist Dobler als Coach und Mentor tätig und gibt seine umfangreichen Erfahrungen und Einsichten aus der Luftfahrt und dem Geschäftsleben an Führungskräfte und Teams weiter. Seine Erkenntnisse aus der Fliegerei überträgt Bruno Dobler in seinen international gefragten Vorträgen auf die Wirtschaft, aber auch auf das private Leben. Trotz seiner beeindruckenden Karriere schätzt Dobler die Natur und verbringt gerne Zeit in Andermatt, Schweiz, wo er ständig auf der Suche nach neuen Entdeckungen ist.

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Palladium Hotel Group erwartet Rekordergebnis für 2024

Erfolgreiche Sommersaison und starke Prognose für das Jahresende

Palladium Hotel Group erwartet Rekordergebnis für 2024

TRS Coral Hotel / Mexiko

-Die Hotelgruppe hat ihren RevPAR im Vergleich zu 2023 um 14 % in Europa und 4,6 % in Amerika gesteigert.
-Basierend auf den Prognosen für die letzten Monate des Jahres 2024 wird für die Hotels der Gruppe in der Region Amerika für das Gesamtjahr ein Anstieg des RevPAR um 13 % (im Vergleich zum Vorjahr) erwartet. Für die Hotels auf den Kanarischen Inseln wird dieser Anstieg 5 % betragen.
-Die starke Leistung, die die Hotelgruppe im Laufe des Jahres verzeichnet hat, lässt erwarten, dass der Rekord des Vorjahres von 1,069 Milliarden Euro deutlich übertroffen wird.

Madrid, 27. November 2024 – Palladium Hotel Group hat eine weltweit erfolgreiche Sommersaison abgeschlossen. Von Mai bis Oktober verzeichnete das Unternehmen in seinen Ferienhotels in Europa einen Anstieg des RevPAR um 14 %, was auf einen Anstieg der Übernachtungen um 8 % und einen Anstieg des Durchschnittspreises um 5 % zurückzuführen ist.
Die Sommersaison 2024 wurde zunächst von großen Sportereignissen beeinflusst, die die Reisetrends vorübergehend veränderten und die Ergebnisse im Vergleich zu den ursprünglichen Prognosen leicht senkten. Die Hotelgruppe meisterte diese Herausforderungen jedoch und schloss die Saison letztendlich mit starken Resultaten weltweit ab.
Die positiven Zahlen, die zwischen Mai und Oktober erzielt wurden, ergänzen die guten Ergebnisse aus dem Frühjahr. Sie ermöglichen es der Gruppe, mit starken Prognosen in die Herbst- und Jahresendperiode zu starten, die darauf hindeuten, dass der Rekordumsatz des Vorjahres von 1,069 Milliarden Euro übertroffen wird.

Zahlen in Europa: Stetiges Wachstum und wichtige Reiseziele
Die Ferienhotels der Palladium Hotel Group in Spanien (Balearen, Kanarische Inseln und Costa del Sol) und Italien (Sizilien) verzeichneten während der Sommersaison von Mai bis Oktober sehr positive Ergebnisse.
Zu den Top-Destinationen gehörte Italien, wo das Grand Palladium Sicilia Resort & Spa eine Steigerung des RevPAR um 15 % erzielte, unterstützt durch einen Anstieg der Übernachtungen um 6 % und einen Anstieg der ADR um 8 %. Auf den Balearen stieg der RevPAR im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10 %.

Ergebnisse in Amerika: Stabilität und RevPAR-Wachstum
In Amerika erzielten die Hotels der Palladium Hotel Group eine Steigerung des RevPAR um 4,6 %. Während die Übernachtungen im Vergleich zum gleichen Zeitraum von Mai bis Oktober 2023 um 1 % zurückgingen, stieg die Durchschnittsrate um 6 %.
Mexiko hob sich mit einer Steigerung des RevPAR um über 10 % in den 10 Hotels der Gruppe in der Region hervor, die auf einen Anstieg der Übernachtungen und der Durchschnittsrate um jeweils 5 % zurückzuführen ist. Zu diesen Ergebnissen haben Renovierungen und neue Servicekonzepte beigetragen, die in den karibischen Resorts der Gruppe eingeführt wurden. Zu den bemerkenswerten Projekten gehören die Renovierung des Grand Palladium Jamaica Resort & Spa (Montego Bay) im Jahr 2022 und die Einführung von The Signature Level an diesem Reiseziel im Jahr 2024 sowie die Renovierung des Grand Palladium Kantenah Resort & Spa (Riviera Maya) im vergangenen Jahr, einschließlich des Bravo Dinner & Dance-Unterhaltungskonzepts und Family Selection, dem VIP-Familienservice der Gruppe. Die Gruppe plant, die Hotelrenovierungen in wichtigen Destinationen wie Punta Cana mit dem Grand Palladium Bavaro Resort & Spa fortzusetzen, das Anfang 2025 fertiggestellt werden soll.

Hauptquellmärkte: Vereinigtes Königreich und Vereinigte Staaten führen
Das Vereinigte Königreich ist mit einem Marktanteil von 27 % nach wie vor der wichtigste Quellmarkt für die europäischen Hotels der Gruppe, gefolgt von Spanien und erstmals auch den Vereinigten Staaten mit jeweils 8 %. Auf den Balearen sind britische Touristen mit einem Anteil von 28 % am Gesamtmarkt ebenfalls führend, gefolgt von den Vereinigten Staaten und Deutschland mit jeweils 8 %. Auf Teneriffa ist der britische Marktanteil mit 62 % sogar noch höher, gefolgt von Irland und Spanien mit jeweils 5 %.
Auf dem amerikanischen Kontinent sind die USA mit einem Anteil von 24 % an der Gesamtzahl der Besucher der wichtigste Quellmarkt, gefolgt vom Vereinigten Königreich (14 %) und Kanada (10 %).

Ausblick und Jahresendprognosen
„Wir sind mit den in dieser Sommersaison erzielten Ergebnissen sehr zufrieden, obwohl die Sommerreisen in Amerika zurückgegangen sind und die Nachfrage in Europa aufgrund der Fußball-Europameisterschaft und der Olympischen Spiele leicht gesunken ist, sodass wir die hohen Erwartungen, die zu Beginn des Jahres gestellt wurden, nicht ganz erfüllen konnten“, kommentiert Sergio Zertuche, Chief Sales & Marketing Officer bei Palladium Hotel Group. „Die Erholung der Zahlen von Mai bis Oktober in Kombination mit einem starken Jahresauftakt und unserer Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Bedingungen ermöglichen es uns jedoch, das Ende des Jahres 2024 mit Zuversicht anzugehen und den Rekordumsatz von 1,069 Milliarden Euro aus dem Vorjahr zu übertreffen.“

Die Zahlen für die letzten Monate des Jahres 2024 werden voraussichtlich dem gleichen positiven Trend folgen und zum Hauptziel der Palladium Hotel Group, einem nachhaltigen und kontinuierlichen Wachstum, beitragen. Ein Beispiel: Prognosen zufolge wird der RevPAR im Hard Rock Hotel Tenerife auf den Kanarischen Inseln im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um 5 % steigen.

Für die Hotels in Lateinamerika und der Karibik wird ein jährlicher Anstieg des RevPAR um 13 % erwartet, der auf einen Anstieg der Übernachtungen um 10 % zurückzuführen ist, der wiederum mit einer höheren Belegungskapazität zusammenhängt.

Palladium Hotel Group ist eine spanische Hotelkette mit über 50 Jahren Erfahrung, die der Grupo Empresas Matutes (GEM) gehört. Die Gruppe betreibt mehr als 40 Hotels und über 13.000 Zimmer und Residenzen in acht Ländern: Spanien, Mexiko, Dominikanische Republik, Jamaika, Italien, Brasilien, USA und Vereinigte Arabische Emirate. Sie verwaltet zehn Marken: TRS Hotels, Grand Palladium Hotels & Resorts, Palladium Hotels, Fiesta Hotels & Resorts, Ushuaïa Unexpected Hotels, The Unexpected Hotels & Residences, Only YOU Hotels, BLESS Collection Hotels, die Hard Rock Hotels-Marke unter Lizenz mit drei Hotels auf Ibiza, Teneriffa und in Marbella und die temporäre Marke 45 Times Hotels. Die Palladium Hotel Group zeichnet sich durch ihre Philosophie aus, ihr Team zu fördern und ihren Kunden hochwertige Produkte und Dienstleistungen anzubieten. www.palladiumhotelgroup.com

Kontakt
Palladium Hotel Group
Media Contact
Avda. Bartolome Rosello 18
07800 Ibiza
0800 000 4657
www.palladiumhotelgroup.com

Interview: Holger Hagenlocher über den Einsatz der KI

Digitale Transformation gestalten: Chancen und Herausforderungen von KI und Automatisierung

Interview: Holger Hagenlocher über den Einsatz der KI

Künstliche Intelligenz (KI) und Automatisierung revolutionieren die Arbeitswelt und eröffnen Unternehmen neue Potenziale. Gleichzeitig stellen sie Unternehmen und Mitarbeitende vor erhebliche Herausforderungen. Holger Hagenlocher, Berater, Coach und Dozent sowie Geschäftsführer der Digitalagentur iccento web solutions (https://iccento.de/ki-automatisierung-und-effizienz-fuer-ihr-unternehmen-mit-iccento-web-solutions/), beleuchtet in einem aktuellen Interview mit dem Wirtschaftsspiegel Singen-Hegau die Auswirkungen dieser Entwicklungen und zeigt, wie Unternehmen erfolgreich die Balance zwischen Innovation und Menschlichkeit finden können.

Technologie als Chance für nachhaltige Unternehmensentwicklung
„Künstliche Intelligenz ist kein Ersatz für menschliche Kreativität und Empathie“, betont Hagenlocher im Gespräch. Stattdessen sieht er KI als wertvolles Werkzeug, das repetitive Aufgaben automatisiert und somit Raum für strategisches Denken und kreative Prozesse schafft. Unternehmen, die gezielt auf Automatisierung setzen, können nicht nur ihre Effizienz steigern, sondern auch ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern.

KI und Automatisierung – Treiber des Wandels
In dem ausführlichen Gespräch beleuchtet Hagenlocher die vielfältigen Auswirkungen von KI und Automatisierung auf Wirtschaft, Gesellschaft und Arbeitswelt. Er diskutiert sowohl die Potenziale dieser Technologien für Innovation und Wachstum als auch die damit verbundenen Risiken und Herausforderungen.

Transformation braucht Führung und klare Strategien
Ein zentrales Thema des Interviews ist die Frage, wie Unternehmen und Mitarbeitende den Wandel aktiv gestalten (https://www.holger-hagenlocher.de/allgemein/unternehmenskultur-als-erfolgsfaktor-in-der-digitalen-transformation/) können. Hagenlocher empfiehlt Unternehmen, frühzeitig in die Qualifikation ihrer Mitarbeitenden zu investieren und den Dialog zwischen Führungskräften und Teams zu fördern. „Die Einführung neuer Technologien funktioniert nur, wenn alle Beteiligten an Bord sind und die Vorteile verstehen“, so Hagenlocher.

Weitere Themen des Interviews:
KI als Motor der Produktivitätssteigerung: Wie kann KI Unternehmen dabei helfen, effizienter zu arbeiten und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln?
Automatisierung und der Wandel der Arbeitswelt: Welche Auswirkungen hat die Automatisierung auf die Qualifikationsanforderungen und die Beschäftigungssituation?
Ethische Aspekte der KI: Wie können wir sicherstellen, dass KI-Anwendungen verantwortungsvoll und zum Wohle der Gesellschaft eingesetzt werden?

Das vollständige Interview lesen:
Das komplette Interview mit Holger Hagenlocher wurde im Wirtschaftsspiegel Singen-Hegau veröffentlicht und steht ab sofort online zur Verfügung. Hier gibt er detaillierte Einblicke in die Trends und Herausforderungen rund um KI und Automatisierung – und wie Unternehmen die digitale Transformation erfolgreich meistern können.

Zum Interview: KI und Automatisierung – Holger Hagenlocher im Wirtschaftsspiegel 2025 (https://www.holger-hagenlocher.de/allgemein/interview-im-wirtschaftsspiegel-2025-zum-thema-ki-und-automatisierung/)

Holger Hagenlocher ist ein Experte für digitale Transformation und Unternehmenskommunikation aus Singen am Hohentwiel. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler arbeitet als Berater, Dozent und freier Journalist . Hagenlocher verfügt über fast drei Jahrzehnte Erfahrung in den Bereichen Unternehmenskommunikation, Internet, Social Media und KI.
Seit 2015 arbeitet Hagenlocher als selbstständiger Berater mit Fokus auf Marketing, PR und Unternehmenskommunikation. Er unterstützt Firmen bei der Strategieentwicklung und begleitet Start-ups. Als Dozent lehrt er an Hochschulen und Bildungseinrichtungen.
Hagenlochers Expertise umfasst die ganzheitliche Betrachtung der digitalen Transformation, wobei er technologische und menschliche Aspekte berücksichtigt. Er ist Experte für digitale Trends und soziale Medien – und legt dabei auch seinen Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit.
Neben seiner Beratertätigkeit betreibt er ein Redaktionsbüro, schreibt für verschiedene Medien und leitet die „Agentur Holger Hagenlocher“ sowie „iccento web solutions“.
Sein Engagement zeigt sich auch in der Unterstützung von Vereinen durch das Portal „PR für Vereine“.

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Erfolgreiche Unternehmensnachfolge braucht fünf Jahre Zeit

Interview in „GmbH-Chef“: Offenheit und Mut schaffen Vertrauen

Erfolgreiche Unternehmensnachfolge braucht fünf Jahre Zeit

Joachim Lang, langjähriger Unternehmer, Personalberater und Berater für Unternehmensnachfolge

Ulm, 12. November 2024 – Über 100.000 Unternehmen in Deutschland suchen aktuellen Zahlen zufolge einen Nachfolger. Wer dabei Erfolg haben will, sollte mindestens fünf Jahre vor der Übergabe mit der Suche beginnen, sagt der Unternehmensberater und Coach Joachim Lang in einem Interview, das in der aktuellen Ausgabe des Magazins „GmbH-Chef“ (https://www.gmbhchef.de/wer-einen-nachfolger-sucht-muss-frueh-mit-der-planung-beginnen-nachfolge-braucht-offenheit-und-mut/) erscheint. Der 64-Jährige hatte vor 30 Jahren einen der großen deutschen Ingenieur-Dienstleister gegründet und will im kommenden Jahr das operative Geschäft seines aktuellen Unternehmens, der cigus GmbH in Ulm, an einen Nachfolger übergeben.

Eine solche Übergabe erfolge in mehreren Phasen und hänge unter anderem von Firmengröße und Branche ab, so Lang in dem Interview. Wer sich in der ersten Phase infrage kommende Personen aus dem eigenen Betrieb oder auch externe Kandidaten anschaue, könne dabei auch feststellen, „dass Personen, die ich mir anfangs für die Aufgabe vorstellen konnte, teils überfordert waren oder ich mich in der Einschätzung von deren Persönlichkeit getäuscht hatte.“ Darum sei es so wichtig, rechtzeitig mit der Suche zu beginnen.

Außerdem müssten bisheriger Chef und potenzielle Nachfolger eine gemeinsame Basis entwickeln: „Für welche Werte stehen wir ein? Welche Philosophie und welche Ziele wollen wir verfolgen? Wie verstehen wir unseren Kundenauftrag?“, so Lang in dem Interview. Erst wenn diese Basis gefunden sei, könne man „mit der Übergabe von mehr und mehr Verantwortung“ beginnen.

Wichtig: Künftige Rolle des bisherigen Chefs klären

Dass es dabei auch Unsicherheiten, Sorgen oder Ängste gebe, sei völlig normal. Lang selbst und sein designierter Nachfolger lassen sich daher von einem externen Coach begleiten, der selber unternehmerische Erfahrung hat. Joachim Lang: „Er kennt die psychologische Sicht und weiß auch, wie ein Unternehmen erfolgreich läuft und worauf zu achten ist.“ Diese Zusammenarbeit müsse von Ehrlichkeit und Offenheit geprägt sein. Hier solle jeder der Beteiligten sagen können, was ihn bewegt und wie er die Nachfolge-Vorbereitung sieht. „Offenheit und Ehrlichkeit sind hier das Maß aller Dinge, denn nur dadurch kann Vertrauen entstehen“, betont Lang.

In aller Offenheit müsse auch geklärt werden, welche Rolle der bisherige Chef künftig spielt. Das sei eine Frage die sich „zu wenige Unternehmer und Geschäftsführer stellen“, erklärt Lang. Das könne zu Verstimmungen führen und im Extremfall die bislang erfolgreiche Übergabe „auf den letzten Metern scheitern“ lassen.

Beirat steht dem Nachfolger zur Seite

Lang selbst wird mit der Übergabe des operativen Geschäfts an seinen Nachfolger seine eigene Arbeit im klassischen Coaching und im Pferde-gestützten Coaching ausbauen und andere Unternehmen bei der Nachfolge beraten. Er werde auch einige ehrenamtliche Tätigkeiten wie zum Beispiel im Cluster Nutzfahrzeuge weiterführen und außerdem Mitglied im Beirat seines Unternehmens bleiben, sagt Lang. Dieser Beirat wurde bei cigus schon vor einigen Jahren gegründet. Ihm sollen neben Langs Familie künftig auch externe Mitglieder angehören, „die dem Nachfolger zur Seite stehen, damit er insbesondere bei strategischen Entscheidungen nicht auf sich allein gestellt ist“, so Lang in dem Interview.

Bleiben trotz aller langjährigen Vorbereitung und beratenden Gremien Zweifel an der Nachfolge, sei ein offenes Wort wichtig: „Ein paar Zweifel werden immer bleiben, das ist bei jeder Veränderung so, und das ist auch okay.“ Man müsse den Mut haben, auch Risiken einzugehen. „Auch darum ist es so wichtig, rechtzeitig mit der Nachfolge-Planung zu beginnen.“

Das gesamte Interview gibt es hier: https://www.gmbhchef.de/wer-einen-nachfolger-sucht-muss-frueh-mit-der-planung-beginnen-nachfolge-braucht-offenheit-und-mut/

Die cigus GmbH vermittelt neben Ingenieure als hochqualifizierte Berater und Entwickler vor allem an Betriebe in den Branchen Optik, Elektronik, Mechatronik, Nutzfahrzeuge und Maschinenbau. Außerdem übernehmen die Fachleute im Rahmen des Interim Management projektweise oder zeitlich begrenzt wichtige Führungsaufgaben in Industrie-Unternehmen. Im Cluster Nutzfahrzeuge (CNS) ist Geschäftsführer Joachim Lang Vorsitzender des Beirats sowie Leiter der Arbeitsgruppe Nachwuchs-Ausbildung-Personal. Er hat sich als Coach und Experte für Personalentwicklung, Unternehmensführung und Unternehmensentwicklung in technischen Branchen bundesweit einen Namen gemacht.

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