InfectoPharm sendet weitere Arzneimittel in die Ukraine

InfectoPharm sendet weitere Arzneimittel in die Ukraine

Die siebte Medikamenten-Hilfslieferung an die Ukraine auf 18 Paletten. © InfectoPharm

Heppenheim, 13. Februar 2024 – Die bereits siebte Hilfslieferung von InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH (https://www.infectopharm.com)im Wert von rund 730.000 Euro* und mit einem Gesamtgewicht von 3,7 Tonnen ging am 12. Februar 2024 auf ihren mehrtägigen Weg nach Kiew. Sie wird dort auch verbleiben.

In Abstimmung mit der städtischen Verteilstelle und dem Bürgermeisterbüro der Stadt liefert der hessische Hersteller von Kinderarzneimitteln 38.000 Medikamentenpackungen zur Behandlung von Parasitenbefall wie Krätzmilben und Kopfläuse, Präparate zur Mund- und Hautgesundheit sowie ein flüssiges Kortikoid mit vielen Anwendungsmöglichkeiten. Seit Beginn des Krieges hat das mittelständische Unternehmen aus Heppenheim damit Medikamente im Wert von 5,7 Millionen Euro der Ukraine zur Verfügung gestellt.

Die Arzneimittel sind geeignet für die meist extremen humanitären und hygienischen Bedingungen in Kriegs- und Krisengebieten. InfectoPharm hat Medikamente gegen Parasitenbefall auch bereits in die Erdbebengebiete der Türkei und nach Syrien geschickt. Läuse und Milben werden schnell übertragen, wenn Menschen beengt und notdürftig zusammenleben müssen. Ebenso wichtig sind die Pflege empfindlicher Haut und die Behandlung von Wundstellen im Mund.

Realisiert wurden der Transport und die Übernahme in Kiew erneut von Winfried Rothermel, Inhaber und Geschäftsführer vom Heidelberger abcVerlag GmbH, und seinem ausgedehnten Netzwerk.

*Herstellerabgabepreis

Über InfectoPharm
Die InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH ist auf die Neu- und Weiterentwicklung von Arzneimitteln für Kinder spezialisiert. Seit mehr als 30 Jahren profiliert sich das familiengeführte deutsche Unternehmen als mutiger Vorreiter der Branche. Das Portfolio umfasst aktuell rund 130 Präparate mit zahlreichen Innovationen für die Bereiche Pädiatrie, Infektiologie, Pneumologie, Dermatologie und Allergologie, die zunehmend international Beachtung finden. Der Service consilium steht als produktneutrales Beratungs- und Wissensvermittlungsangebot Fachkreisen kostenlos zur Verfügung.

Zur InfectoPharm-Gruppe gehören Niederlassungen in Österreich und Italien sowie die beiden deutschen Tochterunternehmen Pädia GmbH und Beyvers GmbH. Mit mehr als 350 Mitarbeitenden erzielt die Gruppe einen Jahresumsatz von rund 250 Mio. Euro (2022), bei einem durchschnittlichen Wachstum von 15 Prozent. Regelmäßig erhält InfectoPharm Auszeichnungen aus der Ärzteschaft, wie die „Goldene Tablette“ oder als „Krisensicherster Arbeitgeber 2022“ und „Krisensicherstes Unternehmen 2023“ von Creditreform.

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Das E-Rezept: Keine Angst vor der neuen Technik

Apotheken bleiben Anlaufstelle für jedes Rezept

Das E-Rezept: Keine Angst vor der neuen Technik

Das E-Rezept kommt mit der Versichertenkarte ganz einfach in die Apotheke vor Ort (Bildquelle: © ABDA)

Stuttgart – Seit dem Jahreswechsel bekommen Patient:innen immer öfter ein E-Rezept mit ihren verordneten Arzneimitteln in der Arztpraxis ausgestellt. Denn mit dem 1. Januar wurde das elektronische Rezept auch für Ärzt:innen verpflichtend eingeführt. „Apotheken konnten die E-Rezepte seit dem Herbst 2022 verarbeiten und haben so in den letzten Monaten schon einige Erfahrungen gesammelt“, berichtet Friederike Habighorst-Klemm, Mitglied des Vorstandes und Patientenbeauftragte des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg.

Drei Wege stehen für das E-Rezept zur Verfügung
-Wer will, kann weiterhin einen Papierausdruck seiner Verordnung als sogenannten Token bekommen. Das ist ein Papierausdruck mit verschiedenen Codes, die wie ein Schlüssel funktionieren. Wenn diese Codes in der Apotheke gescannt werden, kann die Apotheke auf das vom Arzt ausgestellte Rezept zugreifen und die Arzneimittel abgeben.
-Seit dem Sommer 2023 kann das E-Rezept ganz einfach auch mittels der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) in der Apotheke eingelöst werden. Dabei fungiert auch die Versichertenkarte als Schlüssel. Das E-Rezept ist aber nicht auf der Versichertenkarte gespeichert, wie viele glauben. Wenn die Versichertenkarte in der Apotheke ins Lesegerät eingesteckt wird, erhält das Apothekenteam über diesen Schlüssel Zugriff auf die ausgestellte Verordnung und kann wie gewohnt die verschriebenen Arzneimittel abgeben.
-Ansonsten kann das E-Rezept über die E-Rezept-App der gematik empfangen werden. Hierzu müssen Patient:innen sich die App auf ein Smartphone herunterladen und sich mit ihrer Versichertenkarten und einem separaten PIN anmelden.

Apotheken helfen beim E-Rezept weiter
Friederike Habighorst-Klemm betont: „Niemand muss vor der neuen Technik Angst haben. Wer kein Smartphone und keine App für das E-Rezept nutzen will oder kann, bleibt einfach beim Papierausdruck oder nutzt die Versichertenkarte.“ Bei der Versichertenkarte benötigt man keine PIN oder sonstige Dokumente zur Autorisierung. So können auch Familienmitglieder für ältere oder bettlägerige Angehöre die Medikamente besorgen und ihnen helfend zur Seite stehen. Die Apothekerin weiter: „Die bestehenden drei Einlösewege erlauben es allen Menschen, auch im neuen Jahr, die Methode auszuwählen, die jeweils am bequemsten ist. Das E-Rezept – egal, welcher Einlöseweg gewählt wird – gehört einfach in die Apotheke vor Ort!“

Am einfachsten über die Gesundheitskarte
Im praktischen Leben hat sich der Einlöseweg über die Gesundheitskarte als der praktikabelste erwiesen. Mittels der Gesundheitskarte sind seit August 2023 die Zahlen an E-Rezepten deutlich angestiegen. Allein im August 2023 wurden im Schnitt rund 100.000 E-Rezepte pro Woche in den Apotheken eingelöst. Die Zahl stieg dann rasch an: Bis zum Jahresende 2023 waren bereits rund 18 Millionen E-Rezepte eingelöst worden. Dies berichtet die gematik, welche als Nationale Agentur für Digitale Medizin mit der Umsetzung dem E-Rezeptes und weiterer digitaler Anwendungen für das Gesundheitswesen betraut ist.

Wer sich als Patient:in weitergehend zum Thema E-Rezept informieren will, kann folgenden Link nutzen: www.das-e-rezept-ist-da.de/

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patienten, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es rund 2.300 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patienten kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015.

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InfectoPharm importiert Salbutamol-Dosieraerosole aus Spanien

InfectoPharm importiert Salbutamol-Dosieraerosole aus Spanien

Heppenheim, 16. Januar 2024 – Für Salbutamol-haltige Arzneimittel in pulmonaler Darreichungsform hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) am 15. Dezember 2023 einen Versorgungsmangel in Deutschland festgestellt. Damit trägt es der potenziell lebensrettenden Bedeutung von Salbutamol-Inhalativa Rechnung, die zudem als Arzneimitteltherapie nicht gleichwertig zu ersetzen sind. Um diesem folgenschweren Mangel auf dem deutschen Markt zeitnah entgegenzuwirken, wird der mittelständische Arzneimittelhersteller InfectoPharm zunächst 50.000 Packungen Salbutamol-Dosieraerosole aus Spanien über eine gesetzliche Ausnahmegenehmigung als Import-Arzneimittel zur Verfügung stellen. Ab dem 1. Februar 2024 kann das Produkt über den Großhandel bezogen werden, Kliniken können sich im Vorfeld direkt bevorraten und wurden bereits von InfectoPharm informiert.

Bei den 50.000 Packungen Salbutamol-Dosieraerosol handelt es sich um Salbutamol Aldo-Union 100 ug/Sprühstoß Spanien (PZN 19196980). Beim vorgesehenen Import greift § 79 Absatz 5 des Arzneimittelgesetzes(AMG) (https://www.gesetze-im-internet.de/amg_1976/__79.html), nach dem die Landesbehörden im Falle eines Versorgungsmangels erlauben dürfen, importierte Arzneimittel in fremdsprachiger Aufmachung in den Verkehr zu bringen. Aufgrund der vorliegenden Ausnahmeregelung können sie zu Lasten der Gesetzlichen und Privaten Krankenkassen an die Anwender abgegeben werden und werden bis zur Höhe des Festbetrages erstattet. Die Übersetzung der spanischen Fachinformation und der Gebrauchsinformation stehen zum Download auf der firmeneigenen Homepage von InfectoPharm und ab dem 1. Februar auch in der Lauer-Taxe zur Verfügung.

„Seit dem Sommer beobachten wir wiederholt Engpässe bei Salbutamol-haltigen Inhalativa“, sagt Dr. Markus Rudolph, Mitglied der Geschäftsführung von InfectoPharm. „Wir freuen uns, die kritische Versorgungslage auf dem deutschen Markt durch den zügig initiierten Import zeitnah abmildern zu können“.

Weblink
Zur Übersetzung der Fachinformation (deutsch) (https://data-storage.live/data/unsec/fi-salbutamol-aldo-union-de.pdf)
Zur Übersetzung der Gebrauchsinformation (deutsch) (https://data-storage.live/data/unsec/pb-salbutamol-aldo-union-de.pdf)
Meldung des Versorgungsmangels im Bundesanzeiger am 15.12.2023 (https://www.bundesanzeiger.de/pub/publication/H1aWsThpahcCabCRfQ1?0)
§ 79 Absatz 5 des Arzneimittelgesetzes (AMG) (https://www.gesetze-im-internet.de/amg_1976/__79.html)

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Die InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH ist auf die Neu- und Weiterentwicklung von Arzneimitteln für Kinder spezialisiert. Seit mehr als 30 Jahren profiliert sich das familiengeführte deutsche Unternehmen als mutiger Vorreiter der Branche. Das Portfolio umfasst aktuell rund 130 Präparate mit zahlreichen Innovationen für die Bereiche Pädiatrie, Infektiologie, Pneumologie, Dermatologie und Allergologie, die zunehmend international Beachtung finden.
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Zur InfectoPharm-Gruppe gehören Niederlassungen in Österreich und Italien sowie die beiden deutschen Tochterunternehmen Pädia GmbH und Beyvers GmbH. Mit mehr als 350 Mitarbeitenden erzielt die Gruppe einen Jahresumsatz von rund 250 Mio. Euro (2022), bei einem durchschnittlichen Wachstum von 15 Prozent. Regelmäßig erhält InfectoPharm Auszeichnungen aus der Ärzteschaft, wie die „Goldene Tablette“ oder als „Krisensicherster Arbeitgeber 2022“ und
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Husten ist nicht gleich Husten

Apotheken helfen bei der richtigen Arzneimittelwahl

Husten ist nicht gleich Husten

Mit dem richtigen Medikament kann Husten gut behandelt werden (Bildquelle: © ABDA)

Mainz – Erkältungskrankheiten werden sehr oft auch von Husten begleitet. Dabei gibt es unterschiedliche Hustenarten, die individuell behandelt werden sollten. Denn die richtige Wahl des Hustenmedikaments kann den Heilungsprozess beschleunigen oder aber zumindest die Krankheitssymptome für die Betroffenen erträglicher machen. Hierbei spielt die persönliche Beratung durch Apotheken eine wichtige Rolle, wie Petra Engel-Djabarian, Mitglied im Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV, erklärt: „Patienten müssen sensibilisiert werden, dass Husten nicht gleich Husten ist. Ein trockener Reizhusten muss anders behandelt werden als ein Husten, bei dem aktiv Sekret abgehustet wird. Nur mit einer maßgeschneiderten Behandlung, können die Symptome rasch gemildert werden. Auch der Einnahmezeitpunkt verschiedener Arzneien muss beachtet werden.“

Husten ist zu Beginn einer Erkrankung häufig festsitzend, bellend und schmerzhaft. In den Atemwegen sammelt sich zäher Schleim. „Besonders nachts ist dieser Reizhusten sehr belastend“, so Engel-Djabarian, „weil der Hustenreiz die Menschen nicht schlafen lässt“. Hier können sogenannten Hustenstiller Linderung bringen, die Wirkstoffe wie Dextromethorphan oder Pentoxyverin enthalten. Sie unterbrechen im Gehirn den Hustenreflex. „Als Nebenwirkung können diese Hustenstiller müde machen. Vor dem Zubettgehen schadet das nicht. Aber bei einer Einnahme tagsüber muss das beachtet werden, wenn ich Auto fahre oder Maschinen bediene“, so die Apothekerin. Es gibt auch gut wirksame pflanzliche Alternativen, die den Hustenreiz abmildern. Diese enthalten oft Spitzwegerich, Efeu, Süßholzwurzel und auch Eibisch.

Im Laufe der Erkältung bildet sich in der Lunge mehr Schleim, der abgehustet werden sollte. Dabei können schleimlösende Medikamente beispielsweise mit dem Wirkstoff Acetylcystein helfen. „Wichtig ist, dass Schleimlöser nicht gemeinsam mit Hustenstillern genommen werden. Denn diese beiden Medikamentengruppen passen nicht zusammen. Der Schleim, der abgehustet werde sollte, bliebe durch den Hustenstiller in der Lunge und setzt sich dort ab. Das wäre dann dort ein unerwünschter Nährboden für Bakterien“, macht Engel-Djabarian die Zusammenhänge deutlich. Auch pflanzliche Schleimlöser stehen für Patient:innen zur Verfügung. Sie werden auf Heilpflanzen-Extrakten unter anderem von Primeln, Thymian, Eukalyptus oder Schlüsselblumen angeboten. Wichtig ist, dass die schleimlösenden Medikamente von reichlich Flüssigkeit begleitet werden. „Nur wenn der Patient viel trinkt, kann der Körper den Schleim verflüssigen und abgeben. Besonders geeignet ist heißer Tee, gerne auch mit Salbei, Anis oder Fenchel“, rät die Apothekerin. In der Regel ist ein einfacher Husten gut in der Selbstmedikation zu behandeln. Wenn der Husten aber länger als zwei Wochen anhält oder sich anhaltende Pfeif- und Rasselgeräusche einstellen, sollte der Husten beim Arzt abgeklärt werden.

Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz e. V. – LAV vertritt die Interessen der selbstständigen Apothekerinnen und Apotheker in Rheinland-Pfalz. Er ist Vertragspartner der Krankenkassen und schließt mit diesen Verträge ab. Von den knapp 850 Apothekenleitern sind rund 95 Prozent freiwillige Mitglieder im Verband.

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Süddeutscher Protesttag der Apotheken sendet lautes Signal nach Berlin für Erhalt der Versorgungsstrukturen

Rund 5.000 Apotheker:innen bei Großkundgebung in Stuttgart

Süddeutscher Protesttag der Apotheken sendet lautes Signal nach Berlin für Erhalt der Versorgungsstrukturen

Eindrucksvolle Kulisse: Tausende Apotheker:innen bei Großkundgebung (Bildquelle: @ Lichtgut/Max Kovalenko)

Stuttgart – Am gestrigen Mittwoch (22. November) haben geschätzt etwa 5.000 Apothekerinnen und Apotheker aus ganz Bayern und Baden-Württemberg ab 12:05 Uhr auf dem Stuttgarter Schlossplatz demonstriert. Apothekerliche und politische Rednerinnen und Redner sowie Vertreter der Ärzteschaft machten eindrücklich auf die bedrohliche Situation der Apotheken und des Gesundheitssystems aufmerksam. Die Präsidentin des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg (LAV) Tatjana Zambo und der 1. Vorsitzende des Bayerischen Apothekerverbandes (BAV), Dr. Hans-Peter Hubmann führten die Rednerliste an.

Als Gastgeberin eröffnete Zambo die Großkundgebung mit aufrüttelnden Worten: „Im letzten Jahr haben bundesweit bereits 400 Apotheken für immer geschlossen. In diesem Jahr werden es Richtung 600 Schließungen sein. Das sind 1000 Apotheken weniger in nur zwei Jahren! Damit muss Schluss sein. Diese Talfahrt muss gestoppt werden!“ Zambo machte selbstbewusst klar, dass die Zeit des Bittstellens für die Apothekerschaft vorbei sei, „wir fordern nun unsere gerechte Honorierung mit Blick nach Berlin ein. Wir stehen hier in überwältigender Masse, wir stehen hier mit erhobenem Haupt und einem Sack voll guter Argumente, die zeigen was jetzt nötig ist: Apotheken stärken. Jetzt! Wir kämpfen heute für unsere eigene Zukunft und für die Zukunft einer guten Arzneimittelversorgung.“ Die jüngsten Pläne Lauterbachs zu Schein-Apotheken, denen Zambo eine klare Absage erteilte, stünden diesem Ziel diametral entgegen.

Auch Dr. Hans-Peter Hubmann, 1. Vorsitzender des Bayerischen Apothekerverbandes, machte verfehlte politische Entscheidungen für die dramatische Situation der Apotheken verantwortlich: „Seit vielen Jahren machen wir auf die völlig unzureichende Honorarsituation aufmerksam, auf das moderne Raubrittertum in Form von Nullretaxationen durch Krankenkassen und auf die aberwitzigen Präqualifizierungsanforderungen. Wir warnen seit Jahren und zuletzt immer stärker vor den Auswirkungen zunehmender Lieferengpässe.“ Bei den kompletten Teams in den Apotheken sei nun „der Punkt erreicht, der das Fass endgültig zum Überlaufen bringt“, so Hubmann weiter mit Blick auf tausende Demonstrierende. Sowohl die neue bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention Judith Gerlach hielt eine emotionale Grußbotschaft und versprach, sich deutlich für die „völlig berechtigten“ Forderungen der Apotheken in Bayern und Baden-Württemberg einzusetzen. Ebenso mit großer Solidarität begrüßte in einem Einspieler Bernhard Seidenath (CSU) als Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im bayerischen Landtag die Demonstrierenden beider Bundesländer auf dem Schlossplatz und hob die Wichtigkeit der Apotheker:innen hervor.

Die gesundheitspolitischen Sprecher der Fraktionen von Grünen, CDU, FDP und SPD aus dem Stuttgarter Landtag betonten im Rahmen der Kundgebung die Unverzichtbarkeit der Vor-Ort-Apotheke. Petra Krebs für die Grünen bekundete, dass man die Apothekenschließungen nicht still hinnehmen wolle und aktiv etwas dagegen unternehmen wolle. Dr. Michael Preusch, Arzt und gesundheitspolitischer Sprecher im baden-württembergischen Landtag für die CDU machte klar, dass es wichtig und gut sei, dass die Apothekerschaft heute laut und hörbar für ihre Forderungen auf die Straße gegangen sei. Er erklärte, dass die Stärkung der Vor-Ort-Apotheken das primäre politische Ziel zu sein habe. Als gesundheitspolitischer Sprecher der FDP/DVP-Fraktion im Landtag Jochen Haußmann forderte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach dazu auf, seinen Turbo einzuschalten, denn „Es ist 5 nach 12 für die Apotheken! Die Forderungen der Apotheken sind bekannt. Es ist an der Zeit, dass man in den Dialog geht.“ Zuletzt sprach Florian Wahl von der SPD, der Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im baden-württembergischen Landtag ist. Er lobte die Apothekerschaft für ihre „ganz wichtige Lotsenfunktion“ innerhalb des Gesundheitswesens. Er versprach, die Bilder aus Stuttgart nach Berlin zu tragen.

Auch die Ärzteschaft in Baden-Württemberg zeigte sich solidarisch mit dem Protest der Apothekerinnen und Apotheker. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth als Vorsitzende des Hausärzteverbands Baden-Württemberg hob in ihrer Rede hervor, dass „unsere Patientinnen und Patienten wissen, was sie wollen: ihre Arztpraxen und ihre Apotheken.“ Die Gesundheitsversorgung sei der falsche Ort für Experimente, warnte sie in Richtung des Bundesgesundheitsministeriums. Dr. Norbert Smetak, Vorsitzender der Ärztevereinigung MEDI Baden-Württemberg zeigte erneut auf, dass der Protest auch den Teams in Praxen und Apotheken gelte. Denn ohne die Teams gehe nichts. Die Ärzte zogen nach dem Protest mit einem Trauerzug zum baden-württembergischen Sozialministerium.

LAV-Chefin Tatjana Zambo und der BAV-Vorsitzende Dr. Hans-Peter Hubmann beendeten die Veranstaltung und zogen ein positives Fazit: „Wir haben heute mit überwältigender Solidarität gezeigt, wie ernst es um unsere Apotheken steht und wie entschlossen wir sind, für eine auch in Zukunft gute und sichere Arzneimittelversorgung und ein angemessenes Honorar zu kämpfen.“

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patienten, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es rund 2.300 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patienten kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015.

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Apotheken in Bayern und Baden-Württemberg bleiben am 22. November geschlossen

Gemeinsamer Protest mit Großkundgebung in Stuttgart für Erhalt der Versorgungsstruktur

Apotheken in Bayern und Baden-Württemberg bleiben am 22. November geschlossen

LAV-Präsidentin Tatjana Zambo: Das Apothekensterben verschlechtert die Versorgung der Menschen.

Stuttgart – Tausende Apotheken in Baden-Württemberg und Bayern werden am 22. November geschlossen bleiben. Hintergrund ist eine große Protestkundgebung ab 12:05 Uhr an diesem Tag auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Apothekerinnen und Apotheker aus den beiden Bundesländern protestieren an diesem Tag gemeinsam mit ihren Teams für den Erhalt der apothekerlichen Versorgungsstrukturen, für wirtschaftliche Planungssicherheit und eine gesicherte Zukunft für Apotheken mit ihren Angestellten. Am Protesttag werden apothekerliche und politische Redner:innen erwartet. Ebenso sollen Vertreter der Angestellten, der Ärzteschaft und von Patientenorganisationen auf der Kundgebung zu Wort kommen.

„Für uns Apothekerinnen und Apotheker ist es wirklich fünf nach Zwölf. Viele meiner Kolleginnen und Kollegen stehen mit dem Rücken zur Wand. Die aktuellen Arbeitsbedingungen mit Lieferengpässen Personalsorgen und massiv gestiegenen Kosten haben dazu geführt, dass bis zur Jahresmitte schon knapp 400 Apotheken deutschlandweit schließen mussten“, beschreibt Tatjana Zambo, Präsidentin des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg, die aktuelle und bedrohliche Situation. Bis zum Jahresende werden vermutlich insgesamt 600 Apotheken weniger für die Versorgung der Menschen in Deutschland zur Verfügung stehen. Hinzu komme, dass die apothekerliche Vergütung seit über zehn Jahren nicht mehr angepasst wurde. „Hieraus wird klar ersichtlich, dass das Kostengefüge für die Apotheken nicht mehr passt. Kein Mensch kann die heutigen Kosten mit einem „Gehalt“ von vor zehn Jahren bestreiten.“ Die Apothekerschaft fordert deswegen die Politik mit ihrem Protest auf, hier rasch und angemessen zu handeln. Mit jeder Apotheke, die aufgeben müsse, verschlechtere sich die Versorgungssituation für alle Bürgerinnen und Bürger.

Die protestierenden Apothekerinnen und Apotheker aus Bayern und Baden-Württemberg bemängeln, dass die Politik keine geeigneten Maßnahmen ergriffen hat, um die akuten Lieferengpässe in den Griff zu bekommen und die Arzneimittelversorgung in den Apotheken zu erleichtern. Genauso wenig sei die Politik ihrem Versprechen nachgekommen, die Apotheken zu stärken, wie es im Koalitionsvertrag vereinbart wurde. „Darum lautet unsere Forderung „Apotheken stärken. Jetzt!“. Mit den auf dem Tisch liegenden Plänen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach passiert genau das Gegenteil“, klärt Zambo auf. „Mit seiner Idee von „Schein-Apotheken“ ohne Apotheker:in, ohne Labor für Rezepturen und ohne Nacht- und Notdienst verschlechtert er die Versorgung der Menschen in der Fläche. Wenn die Politik jetzt nicht handelt, wird in den kommenden Jahren rund ein Drittel aller Apotheken schließen müssen. Es kann nicht politischer Wille sein, die gute bestehende Struktur zu zerstören“, machte Zambo deutlich.

Am Protesttag sollen die Apotheken im Land geschlossen bleiben Die Versorgung der Menschen mit Arzneimitteln wird durch die Notdienstapotheken gesichert. „Wir raten unseren Patientinnen und Patienten planbare Arzneimittel schon vor dem Protesttag oder am Donnerstag danach zu holen“, erläutert LAV-Präsidentin Tatjana Zambo.

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patienten, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es rund 2.300 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patienten kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015.

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Mehr als Hälfte aller Deutschen kauft Medikamente online

Die Verbraucher geben online pro Warenkorb durchschnittlich 36 Euro aus.

Karlsruhe, 09. November 2023_ Fragen Sie Ihren Arzt oder Onlinehändler: Der Branchenreport der E-Commerce-Experten von solute zeigt, dass die Arzneimittelbranche sich seit 2019 vom klassischen stationären Geschäft zunehmend in Richtung Onlinehandel verlagert.

Durchschnittlicher Warenkorbwert für Arzneimittel für 36 Euro

Ein Blick in das solute-Netzwerk zeigt zudem, dass die Konsumenten durchschnittlich online 36 Euro pro Warenkorb ausgeben.

Immer mehr Kunden sind nicht mehr bereit, höhere Ausgaben für Apothekerpreise zu tätigen, und erwerben Arzneimittel stattdessen im Internet. Zu diesem Zweck tendieren viele Konsumenten zu einem aktiven Preisvergleich – allein im Jahreszeitraum zwischen 2019 und 2020 wuchs der Online-Umsatz in diesem Segment um 54 Prozent.

Hohe Angebotsdichte und ausgeprägter Konkurrenzdruck

Allgemein zeichnet sich das Sortiment Arzneimittle durch verhältnismäßig viele Advertiser im gleichen oder einem ähnlichen Segment aus. Bernd Vermaaten, Geschäftsführer der solute GmbH, erklärt: „Da die Angebotsdichte hier sehr hoch ist, ist es für Händler umso wichtiger, immer dort mit eigenen Listungen aktiv zu sein, wo auch die Konkurrenz aktiv ist. Gelingen kann das besipielsweise mithilfe von Shopping Ads in Suchmaschinen oder auf Preisvergleichsportalen.“

Unterschiedliche Purchase Rate je nach Kanal

Der Report zeigt auch, dass die Konsumentengruppen je nach Kanal ein unterschiedliches Kaufverhalten an den Tag legen – ein wichtiges Ergebnis für Onlinehändler. So erreichen Shopping Ads über Microsoft Advertising eine kaufkräftigere Zielgruppe. In Zahlen: Verglichen mit Google Shopping weist Microsoft Ads eine um den Faktor 1,7 höhere Purchase Rate auf. Zurückzuführen ist dies wahrscheinlich auf Faktoren wie das höhere Durchschnittsalter sowie den höheren Bildungsgrad. Betrachtet man das Traffic-Volumen insgesamt, erweist sich Google Shopping mit einem um das 7,7-fache höherem Suchvolumen noch immer als der wichtigste Shopping-Ad-Channel.

Grippesaison im Herbst kurbelt die Verkaufszahlen an

Darüber hinaus sind die Online-Umsatzzahlen ebenfalls an die Saisonalität gekoppelt. Je nach Jahreszahl und allgemeinem gesundheitlichen Zustand steigt die Nachfrage nach Arzneimitteln im Internet. Besonders stark fällt hierbei der Oktober mit dem Beginn der Grippesaison ins Gewicht. Dieser hohe Wert bleibt bis in den Februar hinein konstant und fällt erst ab April allmählich wieder ab.

Vermaaten kommentiert: „Wollen Händler diese „Verkaufs-Fieberkurve“ für sich nutzen, sollten sie diese jahreszeitlichen Schwankungen unbedingt berücksichtigen und auch Marketing-Aktivitäten rund um den eigenen Webshop entsprechend einplanen. Gerade die Sommermonate sind dafür ideal.“

Über den Branchenreport

Die E-Commerce-Experten von solute haben in ihrem Branchenreport das hiesige Online-Produktsegment der Arzneimittel im Jahreszeitraum zwischen 2019 und 2022 untersucht. Gegenstand der Untersuchung bildete das solute-Netzwerk, welches sich aus 155 Onlineshops und 60.000 Produkten zusammensetzt.

Über die solute GmbH
Mit über 18 Jahren Erfahrung im E-Commerce ist solute ein umfassender Dienstleister rund um den Kaufabschluss im Internet. Mit dem Netzwerk soluteNet verbindet das Unternehmen Advertiser und Publisher und vermittelt so alle 0,25 Sekunden einen potenziellen Neukunden an einen Online-Shop. Das Netzwerk umfasst nicht nur den bekannten Preisvergleich billiger.de, sondern auch mehr als 100 angeschlossene Partnerportale, darunter etwa die PC Welt oder t-online oder namhafte Shopping-Ads-Services via Google CSS oder das Microsoft Advertising Netzwerk.
Für das Marktplatz-Universum hält das solute-Portfolio leistungsfähige Tools bereit. So unterstützt die selbstlernende KI-Lösung Adspert Seller durch vollautomatisiertes Bidding, Kampagnenmanagement und eine umfangreiche Keyword-Pflege-Funktion bei der Optimierung der eigenen PPC-Werbekampagnen. Dadurch senkt Adspert die Kosten und leistet aus der Sicht klassischer Online-Shops oder Marketplace-Seller-Plattformen einen maßgeblichen Beitrag, profitabel zu wirtschaften.
solute beschäftigt rund 150 Mitarbeiter an den Standorten in Karlsruhe und Plovdiv, Bulgarien.
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Zukunft Medizialcannabis nach GACP-Zertifizierung

Zukunft Medizialcannabis nach GACP-Zertifizierung

Die MABEWO PHYTOPHARM AG revolutioniert die Produktion von pflanzlich hergestellten Arzneistoffen. Standardisierte und zertifizierte Prozesse stellen die Produktqualität (Blüte, Extrakt, Wirkstoff) sicher. Die Herausforderungen liegen im Produktionsprozess, um eine hohe Qualität und Wirksamkeit von pflanzlich hergestellten Arzneistoffen sicherzustellen.

Die MABEWO Unternehmensgruppe setzt hierbei auf modulare und skalierbare Lösungen. Mit einer professionellen Herstellung unter Verwendung innovativer Prozesse, mit Indoor Farming Technologien bis zur Verarbeitung von Phytopharmaka und medizinischem Cannabis, positioniert sich die schweizerische MABEWO Unternehmensgruppe als führendes Technologieunternehmen. „Die Anforderungen an medizinisches Cannabis sind hoch: Gleichbleibend hohe Qualität, Hygiene, Vermeidung von Pestiziden und stabile Wirkstoffgehalte sind nur einige wichtige Parameter, die es zu erfüllen gilt. Wir sind als Lieferant von modularen und skalierbaren Anlagen der Partner von Unternehmen, die hochreine und stabile Wirkstoffe (zum Beispiel Cannabinoide) für die Pharmaindustrie herstellen“, erklärt CEO und Verwaltungsrat Jörg Trübl der MABEWO AG.

Qualitätssicherung und Gewährleistung durch GACP und GMP

Die EU-Vorschriften zur Produktion von Cannabis zu medizinischen Zwecken sind sehr streng und müssen sichergestellt werden. Zu den Vorgaben und Inhalten der Guideline vom Good Agricultural and Collection Practice („Gute Praxis für die Sammlung und Anbau von Arzneipflanzen“, Akronym: GACP) und denen der Good Manufacturing Practice (GMP) gehören die Sicherstellung einer möglichst hohen und gleichbleibenden Qualität beim Anbau von Arzneipflanzen, die Vermeidung von Qualitätsrisiken entlang der Wertschöpfungskette, sowie eine lückenlose Dokumentation und Rückverfolgbarkeit (Kennzeichnung) für die Gewährleistung.

Der erste Schritt bei der Herstellung von pflanzlichen Arzneimitteln ist die Sammlung oder Kultivierung des Pflanzenmaterials. Mit der GACP-Richtlinie nach der European Medicines Agency (EMA) werden die Unterschiede zwischen den Aktivitäten auf dem Feld, im Gewächshaus und Indoor Farmen mit industrieller Verarbeitung, die gemäß den Grundsätzen der GMP-Richtlinien, der guten Herstellungspraxis, durchgeführt werden muss, sichtbar. „Ziel ist, die Verfügbarkeit von Cannabis für medizinische Zwecke in reproduzierbarer Qualität und nach arzneimittelrechtlichen Vorgaben zu sichern“, erklärt Dr. Stefan Gall, CEO der MABEWO PHYTOPHARM AG. In entwickelten Produktionsanlagen erforscht die MABEWO PHYTOPHARM mit wissenschaftlichen und industriellen Partnern die Grundlagen zur Pflanzengenetik und zu standardisierten Prozessen für die Erzeugung von Arzneipflanzen und Cannabis nach Maßgabe von GACP und GMP.

Wachstumsräume mit Lüftungs- und Klimatechnik

Die Anlagenpalette von MABEWO umfasst Wachstumsräume, Nebenräume und die erforderliche Betriebsausstattung, bestehend aus Lüftungs- und Klimatechnik, Bewässerung und Nährstoffversorgung, Beleuchtung, Steuerungstechnik und Datenmanagement. „Unsere Anlagen sind als modulare und skalierbare Lösungen, die rasch umgesetzt werden können, konzipiert“, erklärt Jörg Trübl. Die standardisierten MPP-Indoor-Growing-Campartments (IGCs) sind als Indoor Lösung auch für den Einbau in bestehende Hallen und Gebäude geeignet.

Die schlüsselfertigen Anlagen bieten effiziente Kühlung und Entfeuchtung mit Lüftungs- und Klimatechnik, die für eine konstante und angemessene Temperatur und Luftfeuchtigkeit das ganze Jahr über sorgen. Dr. Stefan Gall gibt zu bedenken, dass die Kontrolle dieser Parameter eine wichtige Maßnahme zur Minimierung der Gefahr von Schimmelbefall darstellen. Damit werden das Wachstum und die Gesundheit der Pflanzen gefördert und die optimal benötigten Nährstoffe zur Ernährung der Pflanzen mit definierten Nährlösungen standardisiert bereitgestellt. Die Gewährleistung einer konstanten und angemessenen Umgebung ist von entscheidender Bedeutung für die pflanzlichen Prozesse und die Herstellung von Arzneimitteln.

Modernste Beleuchtungstechnologien – optimierte LED-Beleuchtung

Das Unternehmen setzt bei der Herstellung von Arzneimitteln auch moderne Beleuchtungstechnologien ein, die speziell auf die Bedürfnisse der Pflanzen abgestimmt sind. Stefan Gall erläutert, dass das MPP-IGC Konzept ausschließlich auf spezifisch für die Pflanzenzucht entwickelte LED-Beleuchtung mit definierter oder variabler Beleuchtungsstärke setzt. Diese Technologien sind in der Lage, das Wachstum und die Qualität der Pflanzen maßgeblich zu beeinflussen. „Während im Gewächshaus eine Mischung aus Kunst- und Sonnenlicht zur Anwendung kommt, erfolgt die Verwendung in klimakontrollierten geschlossenen Indoor Farmen reines Kunstlicht“, erklärt Dr. Gall. Vorteile sind, dass die spektrale Zusammensetzung des Lichtes sich definieren und reproduzieren lässt. Die richtige Beleuchtung trägt dazu bei, dass Pflanzen effizient und schnell wachsen und die benötigten Nährstoffe aufnehmen. Die Steuerungstechnik ermöglicht diese Faktoren optimal zu überwachen und zu konfigurieren, um eine hohe Effizienz und gleichbleibende Qualität zu erzielen.

Datenmanagement bei MABEWO PHYTHOPHAM

Zukunftsfähigkeit für standardisierte und modulare Indoor Farmen setzt Hightech voraus. Geschlossene Produktionsanlagen bieten den Vorteil, mit Schleusensystemen und entsprechenden Qualitätssicherungssystem die hohen Hygienestandards einzuhalten. „Gefahren, wie Kontamination oder Ausbreitung von Pflanzenschädlingen und Krankheiten, werden in geschlossenen Räumen erheblich verringert, wie auch der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, die auf ein Minimum reduziert, beziehungsweise ganz entfallen“, erklärt Dr. Gall. Neben der physischen Umgebung werden ständig Echtzeitdaten zu Temperatur, Feuchtigkeit, Sauerstoffversorgung, Nährstoffzufuhr, Beleuchtung, Gesundheit und Wachstum der Pflanzen ins Datenmanagement aufgezeichnet und analysiert, um nach GACP und GMP Richtlinien zu produzieren. Dr. Gall erklärt, dass durch die genaue Überwachung dieser Daten identifizierte Schwachstellen behoben werden können, um eine kontinuierliche Verbesserung der Produktion zu gewährleisten. Darüber hinaus ermöglichen diese Daten MABEWO, den gesamten Produktionsprozess zu kontrollieren und zu verbessern.

Schlüsselfertige Anlagen für die Produktion von Medizinalcannabis

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die MABEWO Unternehmensgruppe durch die maßgeschneiderte MPP-IGC Anlagen mit innovativen Indoor Farming Technologien die hohe Qualität von pflanzlich hergestellten Arzneimitteln gewährleisten kann. Sämtliche Umweltfaktoren lassen sich in klimakontrollierten Pflanzenkulturräumen messen und steuern. Damit lassen sich Anbaubedingungen komplett unabhängig vom Klima des Standortes kontrollieren. Jörg Trübl ergänzt, dass die Verwendung von geschlossenen Produktionsanlagen mit Steuerungstechnik, modernen Beleuchtungs- und Bewässerungstechnologien sowie ein effektives Datenmanagement, eine kontrollierte und optimierte Anbauumgebung für Pflanzen darstellen. Der Produktionsprozess für medizinisches Cannabis kann hierdurch sichergestellt und ein Höchstmaß an Qualität erreicht werden.

V.i.S.d.P.:
Agnes von Weißenburg
Bloggerin

„Gutes Tun und darüber schreiben“ – Wie die Welt verbessern? Diese Frage stellt alle vor Herausforderungen. Seit 2011 ist Agnes Bloggerin und seit 2022 bei ABOWI-Reputation.com. Der Blog schreiber-bildung.de bietet die Themen rund um Bildung, Weiterbildung und Karrierechancen. Das Tun kritisch hinterfragen, ob im Alltag, lokal, global und nachhaltig, mit tiefer Überzeugung durch die Macht der Worte, Kommunikation und Recherchen. Du erreichst uns unter contact@abowi.com.

Die MABEWO AG steht für Nachhaltigkeit. „Make a better world“ investiert in die Zukunft und entwickelt innovative Technologien, um die größten Herausforderungen unserer Zeit zu lösen: Klimaschutz, Energiewende, Ressourcenschonung und Lebensmittelversorgung. Herr Jörg Trübl ist ausgebildeter Umweltingenieur und verfügt über 20 Jahre praktische wirtschaftliche Erfahrung in der Unternehmensführung als Berater, Coach und CEO von KMUs in Europa.

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NextPharma übernimmt hochmoderne Takeda Produktionsstätte für Kautabletten in Asker (Norwegen)

NextPharma übernimmt hochmoderne Takeda Produktionsstätte für Kautabletten in Asker (Norwegen)

Luftaufnahme der hochmodernen Produktionsstätte für Kautabletten in Asker (Norwegen).

NextPharma, einer der führenden europäischen pharmazeutischen Lohnhersteller für die Herstellung und Entwicklung von Arzneimitteln („CDMO“), freut sich, den Abschluss der Übernahme einer hochmodernen Produktionsstätte für Kautabletten von Takeda in Asker, Norwegen, bekannt zu geben.

Das Werk in Asker zählt rund 170 Mitarbeitern, verfügt über einen hohen Grad an Produktionsautomatisierung und ist seit mehr als 50 Jahren in Betrieb. Am Standort wird ein breites Portfolio an Stärken und Geschmacksrichtungen von Calcium/Vitamin D3-Kautabletten produziert. Dieses Werk wird das NextPharma „Centre of Excellence“ (Exzellenzzentrum) für die Entwicklung und Herstellung von Kautablettenformen sein und NextPharma“s bestehendes Portfolio von Exzellenzzentren ergänzen, die sich jeweils auf unterschiedliche Technologien und Produkttypen spezialisiert haben. Mit seinen einzigartigen Fähigkeiten und dem fundierten Fachwissen der Mitarbeiter ist der Standort sehr gut positioniert, um neue Kunden sowohl mit der Produktentwicklung als auch mit der kommerziellen Herstellung zu gewinnen.

Bjørn Lie, Leiter des Produktionsstandorts in Asker, kommentiert: „Wir sind zuversichtlich, dass Takeda mit NextPharma einen Käufer ausgewählt hat, der dazu beitragen wird, den Standort Asker zu erhalten und auszubauen. Wir freuen uns alle, dem Team von NextPharma beizutreten, und sehen unserer Zusammenarbeit entgegen, um die langfristige Entwicklung und das Wachstum des Unternehmens und unserer Mitarbeiter voranzutreiben.“

Peter Burema, CEO von NextPharma, hierzu: „Wir freuen uns über die Aufnahme einer erstklassigen Produktionsstätte und eines neuen Kompetenzzentrums für Kautabletten in unser operatives Netzwerk, die es uns ermöglicht, unser Technologieangebot sowohl für bestehende als auch für neue Kunden zu erweitern. Diese Technologien, kombiniert mit dem Know-how und dem Fachwissen der Mitarbeiter des Standorts, werden weiterhin Patienten auf der ganzen Welt zugutekommen. Im Namen von NextPharma heiße ich unsere neuen Kolleginnen und Kollegen herzlich willkommen und bin zuversichtlich, dass wir NextPharma gemeinsam weiterentwickeln und zu einem führenden und angesehenen europäischen CDMO machen werden.“

NextPharma bietet spezialisierte Lohnfertigungsdienstleistungen für orale und topische (einschließlich sterile ophthalmologische) fertige Darreichungsformen für eine breite Basis von globalen Pharmakunden. Mit dieser Übernahme wird NextPharma den bestehenden Kunden des Standorts weiterhin ein hervorragendes Maß an Qualität und Dienstleistungen bieten und sein Technologieangebot auf Kautabletten entwickeln und erweitern. Die Teams von NextPharma und Takeda haben in den vergangenen Monaten eng zusammengearbeitet, um einen reibungslosen und erfolgreichen Übergang sicherzustellen.

Eduardo Montanha, Senior Vice President, Head of Small Molecules Operating Unit, Takeda, führt an: „Wir freuen uns, das Asker-Werk an NextPharma verkauft zu haben, zu dem alle unsere Mitarbeiter in der Asker-Produktion gewechselt sind. Wir glauben, dass wir mit NextPharma den am besten geeigneten Eigentümer für den Standort gefunden haben, der hervorragend zum Team und dem Werk Asker passt. Wir danken dem Team von Asker aufrichtig für seine Arbeit und Engagement in den vergangenen Jahren und dafür, dass es unsere Kunden und Patienten stets in den Mittelpunkt seines Handelns gestellt hat. Wir wünschen ihnen und NextPharma viel Erfolg.“

Weitere Informationen unter: https://www.nextpharma.com

Über NextPharma:
NextPharma ist einer der führenden europäischen pharmazeutischen Lohnhersteller für die Herstellung und Entwicklung von Arzneimitteln (CDMO) mit derzeit fünf Standorten in Deutschland, zwei in Frankreich und jeweils einem in Finnland, Norwegen und Schottland und mit Healthcare Logistikzentren in der DACH Region. NextPharma agiert weltweit, neun der zehn Standorte sind u.a. von der FDA zugelassen. Mit Expertise in den Bereichen Feststoffe, Halbfeststoffe und sterile und nicht-sterile Flüssigkeiten bietet das Unternehmen Dienstleistungen von der pharmazeutischen Entwicklung über klinische Prüfmuster, Scale-Up und Prozessvalidierung bis hin zur kommerziellen Herstellung einer Vielzahl von Darreichungsformen, darunter Tabletten, Kapseln, Granulate, Pulver, Pellets, Gele, Cremes, flüssigkeitsgefüllte Kapseln, Softgels, Sprays und Trockensäfte. Darüber hinaus bietet NextPharma eine breite Palette an Verpackungslösungen, u.a. Verblisterung, Flaschen, Dosen, Sachets, Stick Packs, Röhrchen und BFS. Das Know-how und die Exzellenzzentren von NextPharma ermöglichen es, ausgewählte Services in bestimmten, sehr spezifischen Bereichen wie Hormonen und halbfesten Darreichungsformen, Cephalosporinen, Penicillinen, Betäubungsmitteln, Kautabletten, Retard-Arzneiformen, Formulierungen auf Lipidbasis (einschließlich hormoneller und hochwirksamer Produkte) sowie Kinderarzneimittel anzubieten.

Kontakt
NextPharma
Peter Burema
Suite 612/613, Victoria Street 83
SW1H 0HW London

https://www.nextpharma.com

Entzündungen der Mundwinkel

Schmerzhafte Risse sanft behandeln

Entzündungen der Mundwinkel

Apotheken raten: Bei eingerissenen Mundwinkeln nach Ursachen suchen (Bildquelle: © pixabay)

Stuttgart – Sie verursachen Schmerzen, sie brennen und bei jedem Lachen, Gähnen oder beim Essen können sie erneut einreißen: Unter dem Fachbegriff Mundwinkel-Rhagaden versteht man kleine, oft entzündliche Risse in den Mundwinkeln. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) erklärt zum Weltmundgesundheitstag am 20. März 2023, die verschieden Ursachen und was Betroffenen dagegen tun können.

„Die Ursachen für Mundwinkel-Rhagaden sind sehr unterschiedlich. Sie reichen von einer sehr trockenen Haut, über Hautinfektionen durch Pilze, Bakterien oder Viren, schlecht sitzenden Zahnersatz bis hin zu einem Vitamin- und Mineralstoffmangel“, erklärt Friederike Habighorst-Klemm als Vorstandsmitglied und Patientenbeauftragte des LAV. „Weil die Risse im Mundwinkel ganz unterschiedliche Ursachen haben, sollten Betroffene sich in der Apotheke beraten lassen. Es ist wichtig, den Auslöser zu erkennen, diesen zu beseitigen und dann die richtige Salbe oder das richtige Gel für die Abheilung zu verwenden.“ Denn welches Mittel man zur Behandlung heranzieht, ist sehr individuell und wird erst in der direkten, persönlichen Beratung sichtbar. Die Apothekerin veranschaulicht: „Ist der Senior mit neuem Gebiss betroffen, hilft es ihm nicht langfristig, wenn er sich einfach eine Salbe kauft und diese verwendet. Ich rate ihm in dem Fall zu einem Zahnarztbesuch, um das Gebiss besser anzupassen. Für die aktuellen Beschwerden kann er ein desinfizierendes Gel auftragen.“ Habe eine junge Frau die Risse, könne eine vegane oder vegetarische Ernährung ein Hintergrund sein, oder starke Monatsblutungen führten zu einem Eisenmangel. Hier sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen, so Habighorst-Klemm, damit wirklich die Ursachen behandelt werden können.

Wichtig ist aber generell, dass die Stelle nicht trocken wird, denn sonst reißt sie immer wieder ein. „Aber bitte auf keinen Fall mit der Zunge und dem Speichel feucht halten“, rät Habighorst-Klemm, „denn im Speichel sind Bakterien, die die Wunde infizieren können und die Salze im Speichel trockenen die Haut zusätzlich aus!“ Auch ein herkömmlicher Lippenpflegestift ist bei eingerissenen Mundwinkeln wenig hilfreich, da die enthaltenen Wachse nicht tief genug in die Haut eindringen. Linderung schaffen desinfizierende Gele oder pflegende Salben. „Ist die offene kleine Wunde desinfiziert, empfehle ich gerne eine Heilsalbe mit Hamamelis oder Panthenol. Diese Wirkstoffe sorgen dafür, dass sich die Haut regeneriert, Feuchtigkeit speichert und die Stellen schnell wieder zuwachsen. Wer im Winter häufiger unter trockenen und rissigen Lippen leidet, kann diese Heilsalben auch präventiv als Schutz verwenden“, so der Tipp der Apothekerin.

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patienten, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es rund 2.400 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patienten kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015.

Weitere Informationen unter www.apotheker.de
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