Verbände gegen hessische Pläne für Grundsteuer C

Gemeinsamer Appell von Haus & Grund Hessen und dem Bund der Steuerzahler Hessen

Verbände gegen hessische Pläne für Grundsteuer C

Frankfurt/Wiesbaden, 3. September 2021 – Heftige Kritik üben Haus & Grund Hessen und der Bund der Steuerzahler Hessen an den Plänen der Landesregierung, die Grundsteuer C wieder einzuführen, um damit Bauland zu mobilisieren. Der Hebesatz für baureife Grundstücke bewirke genau das Gegenteil.

„Die Grundsteuer C ist als Instrument zur Schaffung von Wohnraum völlig ungeeignet und zudem ungerecht“, sagt Christian Streim, Vorsitzender von Haus & Grund Hessen. „Sie trifft vor allem finanzschwache Eigentümer, die nur geringe Reserven haben, ihr Grundstück schnell zu bebauen.“ Er verweist auf die aktuell steigenden Preise für Baumaterialien und dass derzeit vor allem die privaten Bauherren deswegen ihre Baupläne zurückstellen.

„Als Steuerzahlerbund bezweifeln wir, dass mit einer solchen Steuer das erhoffte Ziel – Schaffung von mehr Wohnraum und weniger brachliegende Grundstücke mit Baurecht – erreicht werden kann“, sagt Joachim Papendick, Vorsitzender des Bundes der Steuerzahler (BdSt) Hessen e.V. „Der Grundsteuer C liegt die irrige Annahme aus Teilen der Politik zugrunde, wonach sich alle Probleme mit einer Steuer lösen lassen.“ Niemand solle bestraft werden, weil er ein unbebautes Grundstück sein Eigen nennt, betont er. „Schließlich können die Gründe dafür sehr unterschiedlich sein.“

Weiterer Anstieg der Baupreise
Die Grundsteuer C würde vielmehr zu einem weiteren Anstieg der Baupreise führen, so die Verbandsvertreter. Denn professionelle Bodenspekulanten wie Konzerne und Fonds könnten die Steuer ohne Weiteres aus der Portokasse bezahlen und würden sie dann bei der Veräußerung der Grundstücke auf den Verkaufspreis aufschlagen. Gemeinsam erinnern Streim und Papendick an die 1960er-Jahre, als der Hebesatz für unbebaute Grundstücke bereits schon einmal in der Bundesrepublik eingeführt wurde. Streim: „Weder hatte sich das Baulandangebot nennenswert vergrößert, noch waren die Baulandpreise durch die Steuer gesunken. Sie wurde aus gutem Grund bereits zwei Jahre später wieder abgeschafft.“ Papendick ergänzt: „Für zusätzlichen Wohnraum brauchen wir vor allem Entbürokratisierung, schnellere Genehmigungsverfahren und Entscheidungsprozesse statt neuer, zusätzlicher Steuern.“

Nach der Sommerpause wird sich der Landtag mit den Vorschlägen der Landesregierung zur Reform der Grundsteuer und den dazu eingereichten schriftlichen Stellungnahmen von Verbänden und Experten befassen. Das Gesetz soll bis Ende des Jahres beschlossen werden. Kommt die Grundsteuer C, sollen die Kommunen das letzte Wort haben. Denn sie können über den Hebesatz null auch festlegen, dass ihre Bürger die Grundsteuer C nicht zahlen müssen.

Über Haus & Grund Hessen:

Haus & Grund Hessen – Landesverband der Hessischen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer e.V. ist die Dachorganisation der 81 örtlichen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer-Vereine in Hessen mit insgesamt über 65.000 Mitgliedern. Unser Verband nimmt am politischen Geschehen teil und stärkt dadurch die Position des privaten Haus-, Wohnungs- und Grundeigentums in Hessen. Wir vertreten die Interessen der hessischen Haus- und Grundeigentümer gegenüber Politik, Behörden und Öffentlichkeit.

Bedeutung des privaten Eigentums in Hessen:

– Die privaten Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer in Hessen verfügen über rund 2,5 Millionen Wohnungen, also über mehr als 85,4 Prozent des gesamten hessischen Wohnungsbestandes.

– Sie investieren jährlich über 7,1 Milliarden Euro in ihre hessischen Immobilien.

– Unter Berücksichtigung der positiven Beschäftigungseffekte in weiteren Branchen sichern oder schaffen diese Investitionen jährlich rund 135.000 Arbeitsplätze in Hessen.

Über den Bund der Steuerzahler Hessen:

Der Bund der Steuerzahler Hessen e.V. (BdSt) mit Sitz in Wiesbaden zählt etwa 13.000 Mitglieder. Mit knapp 200.000 Mitgliedern bundesweit ist der BdSt eine der mitgliederstärksten Steuerzahlerorganisationen der Welt.

Der Bund der Steuerzahler ist ein gemeinnütziger Verein und parteipolitisch neutral. Er finanziert sich ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden und erhält keinerlei öffentliche Zuschüsse. Der BdSt kämpft für die Senkung der Steuer- und Abgabenlast, für ein einfaches und gerechtes Steuerrecht, für ein sparsames Ausgabeverhalten der öffentlichen Hand und gegen die Verschwendung von Steuergeldern.

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Innovatives und nachhaltiges Stadtquartier im Grünen

ZAPF GmbH plant attraktiven Wohn- und Gewerbepark auf ehemaligem Werksgelände

Innovatives und nachhaltiges Stadtquartier im Grünen

Wohnen im Grünen, so soll die ehemalige Industriefläche einmal aussehen. (Bildquelle: Maier Neuberger Architekten GmbH)

Es ist wohl eines der größten Immobilien-Projekte der letzten Jahre in Bayreuth: Auf dem ZAPF-Werksgelände in der Nürnberger Straße soll ein völlig neues Wohnquartier entstehen. Nachdem ehemalige Produktionshallen und verschiedenste Gebäude des Betonfertiggaragenherstellers, der ZAPF GmbH, seit Längerem anderweitig genutzt werden bzw. verpachtet sind, soll das großflächige Areal in Zusammenarbeit mit der Stadt Bayreuth in ein attraktives Wohngebiet mit gefördertem und freifinanziertem Wohnraum umgewandelt werden.

Insgesamt ist vorgesehen, auf dem rund 68.000 m² großen Areal etwa 700 Wohneinheiten zu errichten, mit einer geplanten Geschossfläche von circa 70.000 m². Das zukunftsträchtige Projekt soll weitgehend als Wohngebiet angelegt werden. Nur im Bereich Nürnberger Straße wird eine Teilfläche als Mischgebiet entstehen. Die Lage am Kreuzstein ist dafür ideal: Wichtige Vorteile, wie die Nähe zur Universität und zur Innenstadt sowie die gute Infrastruktur inklusive ÖPNV-Anschluss und eine Anbindung an das bestehende Radwege-Netz zeichnen den Standort aus, so Projektleiter Dieter Zehner von der ZAPF GmbH.

Aktuell befindet sich das Projekt im B-Plan-Verfahren. „Unser derzeitiges Ziel ist es, bis Mitte 2022 die Planreife mit einer optimalen städtebaulichen Konzeption zu erlangen. Im Anschluss werden wir uns sicher Unterstützung durch Investoren holen. Die rund 700 Wohnungen in einer angemessenen Zeit zu bauen und zu vermarkten, ist dann der nächste Schritt“, erklärt Zehner.

Industrielle Nutzung der Bestandsgebäude nicht mehr zeitgemäß

Vor dem Baubeginn auf dem ZAPF-Areal am Kreuzstein steht aktuell die Beseitigung der noch auf dem Gelände befindlichen Anlagen und Gebäude an. Nachdem der Pachtvertrag mit dem Hauptpächter, der Ehl AG, bereits 2020 ausgelaufen ist, stand die ZAPF GmbH vor der Entscheidung, den Standort als Industriegebiet weiterzuführen oder das Gelände bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. „Die meisten Bestandsgebäude sind für eine wirtschaftliche und industrielle Nutzung nicht mehr zeitgemäß und teilweise sanierungsbedürftig. Daher war schnell klar, dass es sinnvoller ist, das Gelände langfristig umzugestalten“, erläutert Zehner.

Die Ehl AG hat bereits einen neuen Produktionsstandort in Seybothenreuth bezogen. Mit weiteren Mietern bzw. Pächtern wurden ebenfalls sehr schnell einvernehmliche Lösungen gefunden.

ZAPF Firmensitz bleibt in Bayreuth

Die im Mischgebiet liegenden Büro- und Verwaltungsgebäude werden in der jetzigen Form bestehen bleiben. Das gilt ebenfalls für das Verwaltungsgebäude, in dem die ZAPF GmbH ansässig ist. „Der Kreuzstein wird auch künftig der Hauptsitz unseres Unternehmens sein“, betonen die beiden ZAPF-Geschäftsführer Emmanuel Thomas und Jörg Günther. „Wir bekennen uns klar zum Standort Bayreuth. Dazu verpflichtet uns nicht zuletzt auch die über 100-jährige Geschichte der Firma ZAPF“, so Thomas.

Naturverbundene Planung

Architekt Max Maier von der Maier Neuberger Architekten GmbH und Landschaftsarchitektin Andrea Gebhard von Mahl Gebhard Konzepte haben mit ihren kreativen Ideen, die von Nachhaltigkeit und dem ökologischen Gedanken geprägt waren, überzeugt. Sie konnten den im Vorfeld ausgerufenen Architektenwettbewerb für sich entscheiden.

Das auf ihrem Entwurf basierende Bauprojekt zeichnet sich besonders durch die Gewichtung von Wohnraum und Grünfläche aus. Die naturverbundene, ökologische Planung mit etwa 2 ha Grünfläche beinhaltet unter anderem die Freilegung des Tappert-Baches und die Anbindung an den Glasenweiher. „Diese neue grüne Oase wird das Gebiet erheblich aufwerten“, ist sich Projektleiter Zehner sicher. Weiteres i-Tüpfelchen: Ein geplanter Kindergarten mit Wasserspielplatz am Tappert.

Das Projekt soll nach der neuen Wohnbaustrategie der Stadt Bayreuth durchgeführt werden. Das Ziel: Ein sozial ausgewogenes, differenziertes und qualitativ hochwertiges Wohnungsangebot zu schaffen und zu sichern. „Der neue Wohnpark wird für alle Generationen, für Familien ebenso wie für Singles oder Senioren, attraktiven und vor allem auch bezahlbaren Wohnraum bieten. Wir sind davon überzeugt, dass dieses großartige und innovative Projekt zur positiven Stadtentwicklung in Bayreuth einen entscheidenden Beitrag leisten wird“, erklärt ZAPF-Geschäftsführer Emmanuel Thomas.

Das Areal am Kreuzstein bzw. an der Nürnberger Straße ist eng mit der Geschichte der ZAPF-GmbH verbunden. Nach den Anfängen des Traditionsunternehmens 1904 entstand 1930 die erste größere Halle zur Herstellung von Betonfertigteilen am Kreuzstein. Seither hat das Unternehmen eine stetige Entwicklung durchlaufen und konzentriert sich seit einigen Jahren auf die Herstellung von Betonfertiggaragen. Diese werden allerdings schon lange nicht mehr in der Stadt selbst produziert, sondern an mittlerweile 4 Produktionsstandorten in Deutschland: Im Stammwerk in Weidenberg bei Bayreuth, im oberbayerischen Baar-Ebenhausen, in Dülmen in Nordrhein-Westfalen und in Neuenburg am Rhein in Baden-Württemberg.

„Die Umwandlung des Industrieareals am Kreuzstein in einen Wohn- und Gewerbepark ist ein historischer Meilenstein und eine neue Herausforderung für die ZAPF GmbH. Aber durch unsere Mutter- und Schwestergesellschaft werden wir hier sehr professionell unterstützt und haben auf diese Weise die optimale Kompetenz, um das Projekt gut voranzubringen. Hauptgeschäft der ZAPF GmbH ist und bleibt aber der Garagenmarkt. In dieser Sparte haben wir uns einen hervorragenden Namen weit über die Grenzen Deutschlands hinaus gemacht“, so Emmanuel Thomas.

Mit mittlerweile mehr als 400.000 produzierten und montierten Garagen ist die ZAPF GmbH mit Sitz im Oberfränkischen Bayreuth der Experte in Sachen Betonfertiggaragen in Deutschland und Europa. 1904 als Baugeschäft gegründet, weist das Unternehmen bei der Fertigung von Garagen aus Beton bereits über 50 Jahre Erfahrung auf und hat sich mittlerweile ganz auf diesen Bereich spezialisiert. ZAPF produziert an vier Standorten in Deutschland: in Weidenberg und Baar-Ebenhausen in Bayern, in Neuenburg am Rhein in Baden-Württemberg sowie in Dülmen in Nordrhein-Westfalen. Das Liefergebiet des Traditionsunternehmens erstreckt sich über Süd-, Mittel- und Westdeutschland sowie Teile Frankreichs, Österreich und der Schweiz.
Neben der Produktion innovativer Neugaragen, hat sich ZAPF auch im Bereich Sanierung und Modernisierung von Bestandsgaragen einen Namen gemacht. Sowohl Betonfertiggaragen als auch gemauerte Garagen können von ZAPF innerhalb weniger Tage rundumerneuert werden.
Mehr über ZAPF erfahren Sie unter
www.garagen-welt.de
www.garagenmoderniserung.de

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