Ausblick MedTech-Branche 2025

Ausblick MedTech-Branche 2025

Darmstadt, 9. Januar 2025 – Die Medizintechnik in Deutschland gilt eigentlich als Wirtschaftsgarant. Doch die Stimmung ist getrübt und die Konjunkturschwäche im eigenen Land drückt sowohl auf die Gemüter als auch auf die Umsatzprognosen. Der EMS-Dienstleister Plexus (https://www.plexus.com/de-de/) wirft einen Blick auf die Themen, die Hersteller 2025 besonders an die Nieren gehen, und die Trends, die Hoffnung machen.

#1 Status MedTech Deutschland
Grundsätzlich muss man sagen: Im Vergleich zu anderen Industrien geht es den deutschen Medizintechnikherstellern gut. Laut BVMed Herbstumfrage 2024 (https://www.bvmed.de/verband/presse/pressemeldungen/bvmed-herbstumfrage-medtech-branche-unter-druck-branche-bleibt-aber-jobmotor) bleibt die Branche Exportweltmeister. Die erwartete weltweite Umsatzentwicklung 2024 legt um 3,5% zu. Im Inland jedoch liegt der geschätzte Anstieg bei gerade einmal 1,2%. Im Vergleich zum Vorjahr mit 4,8% ist das ein deutlicher Rückgang. Eine Rückkehr zu einem soliden Wachstumspfad ist in weite Ferne gerückt und lässt aller Wahrscheinlichkeit mehr als 12 Monate auf sich warten. Gründe für das konjunkturelle Schwächeln finden sich viele – und nicht allein in der Medizintechnik.

Wie in der Elektronikindustrie fehlt es auch im MedTech-Bereich an Aufträgen. Was in den Corona-Jahren massiv aufgestockt wurde, muss erst schrittweise abgebaut werden. Erst wenn sich damit verbundene Cashflow-Probleme und Investitionsstaus auflösen, kann auch die Auftragslage auf ihren soliden Wachstumskurs zurückkehren. Betroffen ist nicht nur der deutsche Markt, auch China schwächelt. Hinzu kommt ein protektionistisches globales Umfeld, das laut Industrieverband Spectaris (https://www.spectaris.de/verband/aktuelles/detail/nach-trumps-wahlsieg-unsicherheiten-handlungsdruck-und-chancen-fuer-deutsche-hightech-industrien) durch die neue US-Regierung droht.

#2 Agile Wege aus der Kostenkrise
Ein verstärkender Faktor für die angespannte Lage sind zudem die hohen Kosten. Während von Januar bis August 2024 der Umsatz der deutschen Medizintechnikindustrie laut Statistische Bundesamt (https://www.destatis.de/DE/Home/_inhalt.html)das Vorjahresniveau um 1,6% übertraf, stiegen im gleichen Zeitraum auch die Erzeugerpreise – und zwar um knapp 3%. Egal ob für Energie, Material oder Rohstoffe, in der Logistik und beim Transport oder beim Personal – Hersteller kämpfen schwer mit den anhaltend hohen Kosten.

Der zunehmende Druck wirkt sich auf die Investitionskraft des Standorts Deutschland aus. Fast ein Drittel (30%) haben laut BVMed ihre Investitionen gegenüber dem Vorjahr zurückgefahren. Ein weiteres Drittel der befragten Unternehmen verlagert Investitionen ins Ausland. Das Outsourcing der Produktion, aber auch anderer Aufgaben wie der Entwicklung und der Aftermarket Services, dürften dabei ganz oben auf der Liste stehen.

Klar ist: Wer sich aus der aktuellen Stagnation frei kämpfen und langfristig wettbewerbsfähig bleiben will, muss seine Prozesse weiter optimieren und versuchen intern gebundene Kapazitäten und Ressourcen freizubekommen. Der Kostendruck zwingt Unternehmen zu einem Strategiewechsel und der Verlagerung der Produktion raus aus Hochkostenländern. Die Zusammenarbeit mit Partnern bei aufwändigen und damit kostspieligen Aufgaben kann hier ein Weg sein, um die eigene Agilität und Widerstandsfähigkeit zu steigern.

#3 Schwere Compliance-Bürde
Was die Hersteller neben den Kosten plagt sind die als ausufernd empfundenen regulatorischen Vorgaben – sowohl auf nationaler wie auf EU-Ebene. Der Aufwand wächst von Jahr zu Jahr und ist besonders ärgerlich, wenn die fehlende Harmonisierung zwischen den Richtlinien zu teilweise doppelten Berichtspflichten führt (Beispiel LskG und CSRD). Die Bürokratie geht nicht nur ins Geld. Sie blockiert auch wichtige Fachkräfte, die an anderer Stelle schmerzhaft fehlen.

Die europäische Medizinprodukteverordnung (MDR) bleibt eine Langzeitbaustelle. Immer wieder forderten Verbände im letzten Jahr eine umfassende Revision der Richtlinie. Im Oktober verabschiedete das Europaparlament schließlich eine Resolution zur Änderung, die bis zum Ende des ersten Quartals 2025 Vorschläge fordert. Ob eine Novellierung tatsächlich stattfindet und wie diese aussieht, wird sich also erst noch zeigen. Ohne regulatorisches Fachwissen und externer Unterstützung wird es jedoch für Hersteller schwer mit den Veränderungen in der dynamischem Compliance-Landschaft Schritt zu halten.

#4 Nachhaltigkeits-Ecosystem
Viel Platz im Compliance-Katalog nimmt zudem das Thema Nachhaltigkeit ein. Der Green Deal der EU macht auch vor MedTech-Herstellern nicht Halt – angefangen bei der Ökodesign-Richtlinie über CSRD bis hin zum für 2026 geplanten PFAS-Verbot. Während die CO2-Bilanzierung bzw. ESG Reporting bei einigen Medizinprodukten (z. B. Zubehörmaterial) noch relativ geradlinig verläuft, steigt mit der Komplexität der Medizingeräte auch die Komplexität des Reportings. Systematische Analyseansätze wie das Product Lifecycle Assessment (LCA) liefern hier ein Framework, um wichtige Kennzahlen zu erheben und nicht nur CO2-Emissionen zu reduzieren, sondern auch Kosten einzusparen.

Insgesamt wird der Markt für grüne Technologie und Nachhaltigkeit weiter wachsen und bis 2032 ein Marktvolumen von 105 Mrd. US-Dollar (https://www.fortunebusinessinsights.com/green-technology-and-sustainability-market-102221) erreichen. Gefragt sind Technologien, Lösungen und Prozesse, um die Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten mit niedrigem CO2-Fußabdruck auch praktisch umsetzen zu können. Schon jetzt setzen Hersteller hier auf ein erweitertes Ecosystem, in dem Partner fachspezifische Expertise zur Verfügung stellen und Dienstleister nachhaltigkeitsrelevante Aufgaben übernehmen (z. B. Abfalltransport und -entsorgung).

#5 Bewährungsjahr für KI
Ein ähnliches Wachstum in der Medizintechnik verspricht der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI). Ob sich dieses Versprechen jedoch bereits im nächsten Jahr zu 100% erfüllt, ist fraglich. Zwar wird fleißig an smarten Chirurgie-Robotern, KI-Apps zur Krebserkennung und virtuellen Assistenz-Ärzten gearbeitet. In der Praxis handelt es sich jedoch in der Regel eher um KI-Features, die vor allem dort zum Einsatz kommen, wo Hersteller und Anbieter sie kontrollieren können – und wo sie im Ernstfall keinen Schaden am Menschen nehmen.

Die KI-Verordnung der EU stuft KI-basierte Medizinprodukte zu Recht als Hochrisiko-KI-Systeme ein und setzt die regulatorischen Anforderungen dementsprechend hoch an. Die Entwicklung kostet Zeit und setzt Expertise voraus, die vielerorts noch aufgebaut werden muss. Dabei ist der ROI der Investitionen beim experimentellen Charakter der KI längst nicht garantiert. Trotz aller erwarteten Vorteile äußern daher fast zwei Drittel (65%) der MedTech-Unternehmen Bedenken, was die Integration von KI in Medizinprodukte angeht.

Wo KI bereits jetzt die Effizienz maßgeblich verbessert, ist im operativen Betrieb sowie bei der Optimierung von Prozessen in der Fertigung, Entwicklung und Supply Chain. Einen weiteren spannenden Einsatzbereich stellt die Labordiagnostik dar, in der man verstärkt Deep Learning-Technologien für die Analyse nutzt.

#6 Cybersecurity ist Supply Chain-Thema
Mit KI und der zunehmenden Digitalisierung von Medizinprodukten in der Diagnostik, Konsultation und im Monitoring bleibt auch die Cybersicherheit ein Hauptthema in 2025. Hier kommt mit der NIS2-Richtlinie keine neue, allerdings eine überarbeitete und striktere Vorschrift auf Hersteller zu. Die Auflagen und Sanktionen richten sich explizit an „besonders wichtige Einrichtungen“, zu denen auch Kliniken, Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und andere Gesundheitseinrichtungen zählen.

Unternehmen müssen nach NIS2 Sicherheitsrisiken erkennen, entschärfen und dokumentieren sowie die dafür nötigen technischen wie organisatorischen Rahmenbedingungen und Tools bereitstellen. Dabei umfasst die Regelung ausdrücklich auch die Supply Chain, einschließlich EMS-Dienstleistern, Partner und Zulieferer. Eine enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Stakeholdern und Sicherheitspartnern wird damit immer wichtiger.
Nach einer Studie von Plusnet (https://www.plusnet.de/studie-umsetzung-nis2-in-deutschland)haben erst 52% der deutschen Unternehmen die NIS-Anforderungen an die Lieferketten-Sicherheit ganz oder zumindest teilweise umgesetzt. Hersteller haben im nächsten Jahr auch hier noch eine lange To-Do-Liste vor sich, um Produkte zu schützen und einen sicheren Austausch von Daten zu garantieren (Stichwort: Datenschutz, Intellectual Property).

Über Plexus:
Plexus arbeitet seit 1979 gemeinsam mit Unternehmen an Lösungen und Produkten für eine bessere Welt. Das Team von insgesamt 20.000 Experten bietet Dienstleistungen weltweit im Bereich Design und Entwicklung, Supply Chain-Lösungen, Neue Produkteinführung (NPI), Produktion und Sustaining Services. Plexus ist branchenführend bei der Realisierung komplexer Produkte, die in regulierten Umgebungen eingesetzt werden. Basierend auf Innovation und Kundenservice entwickeln die Plexus-Teams kundenspezifische End-to-End Lösungen, um selbst anspruchsvollste Produkte zuverlässig umzusetzen. Weitere Informationen unter www.plexus.com/de-de/

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Wasserqualität und Versorgungsprinzip Trinkwasser

Wasserqualität und Versorgungsprinzip Trinkwasser

Wasserpapst – Wasserfilter für reines Trinkwasser

Wie gut ist die Wasserqualität? Diese Frage diskutiert Prof. Dr. Stephan Breidenbach, prominenter Rechtswissenschaftler und Mediator, mit Dr. Axel Meier, Mediziner und Visionär im Bereich von Gesundheitsprodukten und Dr. Thomas Schulte, Rechtsanwalt mit Promotion zum europäischen Wasserrecht.

Der Umgang mit Wasser ist komplex, der traditionelle Ansatz geht von großer Selbstreinigungskraft der Gewässer aus, genauer gesagt einer hohen Schadstoff Resilienz der Menschen („die Menge macht das Gift“). „Aber wir stehen vor großen Herausforderungen und diese betreffen jeden einzelnen von uns“, ist Dr. Axel Meier, innovativer Mediziner und Visionär in der Entwicklung von Gesundheitsprodukten, überzeugt. Dr. Thomas Schulte, Rechtsanwalt aus Berlin und promoviert im europäischen Wasserrecht, geht sogar noch einen Schritt weiter: „Neue Bewertungssysteme, wie auch Sensibilisierungsmechanismen und Filtersysteme, müssen her.“

Wachsende Weltbevölkerung-Selbstreinigungskraft funktioniert nicht mehr:

Am 1. Januar 2024 wurde die Bevölkerung auf 8.147.701.969 geschätzt. Dies ist eine Zunahme von 1,25 Prozent (100.752.651 Menschen) gegenüber 8.046.949.318 Menschen im Jahr zuvor.

Nachdem der Gedanke der Selbstreinigungskraft definitiv überholt ist, hat sich der Wasserfußabdruck als ein wesentliches Instrument zur Bewertung des Wasserverbrauchs und dessen ökologischer Auswirkungen etabliert. Er teilt sich in drei Kategorien: den grünen und den blauen Wasserfußabdruck, die den quantitativen Verbrauch von Wasser darstellen, sowie den grauen Wasserfußabdruck, der die Beeinträchtigung der Wasserqualität durch Verschmutzung aufzeigt. Dieses Maß berücksichtigt ausschließlich Süßwasser und nicht die Verschmutzung der Ozeane.

Die Bedeutung des Wasserfußabdrucks liegt in seiner Fähigkeit, regionale Wasserressourcen zu analysieren und die Auswirkungen des Wasserverbrauchs in verschiedenen Gebieten zu bewerten. In wasserreichen Gebieten mag ein hoher Wasserfußabdruck vertretbar sein, doch in wasserarmen oder Wüstenregionen kann dies gravierende ökologische und soziale Konsequenzen haben. Internationale Handelsprodukte, die große Mengen Wasser verbrauchen, können in Herkunftsländern, die unter Wasserknappheit leiden, zu ernsthaften Umwelt- und sozialen Problemen führen.

Dr. Thomas Schulte erklärt, dass moderne Ansätze zum Wasserfußabdruck darauf abzielen, nicht nur den Verbrauch zu messen, sondern auch die mit Wassermangel und Verschmutzung verbundenen Auswirkungen stärker zu gewichten. „Dies erfordert eine Abkehr von der traditionellen Annahme der großen Selbstreinigungskraft der Gewässer und fordert eine verantwortungsbewusste Nutzung und Bewirtschaftung der Wasserressourcen, um sowohl ökologische als auch soziale Nachhaltigkeit sicherzustellen“, so Dr. Schulte.

Leitungswasser besser filtern?

Prof. Dr. Breidenbach stellt die kritische Frage, warum Leitungswasser gefiltert werden sollte? „Heißt es nicht, dass bspw. das Berliner Trinkwasser eine ausreichende Qualität hat und bedenkenlos trinkbar sei?“

Diskutiert wird, dass trotz der allgemein hohen Qualität von Berliner Trinkwasser das Filtern des Leitungswassers aus mehreren Gründen sinnvoll sein kann. Erstens können durch die Verwendung von Wasserfiltern etwaige Wasserbelastungen wie Chlor, Blei aus alten Rohrleitungen und andere Schadstoffe, die während der Verteilung ins Wasser gelangen können, effektiv reduziert werden.
Zweitens können individuelle Empfindlichkeiten oder Vorlieben hinsichtlich des Geschmacks und Geruchs des Wassers durch spezielle Filter verbessert werden.
Drittens bieten Wasserfilter zusätzliche Sicherheit gegenüber sporadischen Verunreinigungen und sind besonders wichtig für Haushalte mit schwachen oder älteren Rohrsystemen. Zuletzt, aufgrund der global zunehmenden Bedrohung durch persistente chemische Wasserbelastungen wie PFAS, die möglicherweise bisher nicht in allen lokalen Regulierungen berücksichtigt sind, bieten hochwertige Wasserfiltersysteme eine proaktive Maßnahme zur Risikominderung.

Prof. Dr. Breidenbach wundert sich, warum die Gesellschaft bei den Fakten rund um Wasserbelastungen durch PFAS nicht kritischer reagiert?

Dr. Thomas Schulte und Dr. Axel Meier gehen davon aus, dass die zurückhaltende gesellschaftliche Reaktion auf die Kontamination durch Stoffe wie PFAS auf mehrere Faktoren zurückgeführt werden kann:

Mangel an Bewusstsein: Viele Menschen sind sich der Existenz oder der Risiken von PFAS und anderen Belastungen nicht bewusst. Diese Chemikalien sind oft unsichtbar und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit können subtil und langfristig sein, was es schwierig macht, direkte Verbindungen zwischen Exposition und gesundheitlichen Problemen herzustellen.

Komplexe Wissenschaft: Die Wissenschaft hinter PFAS ist komplex und für Laien oft schwer verständlich. Die langfristigen Gesundheitsrisiken, wie Krebs oder hormonelle Störungen, erfordern tiefgehende und langfristige Studien, um definitiv nachgewiesen zu werden.

Wirtschaftliche Interessen: PFAS werden in einer Vielzahl von industriellen Anwendungen und Produkten verwendet, was bedeutende wirtschaftliche Interessen zur Folge hat. Industrien, die diese Chemikalien verwenden oder herstellen, haben oft erhebliche finanzielle und politische Ressourcen, um Regulierungen entgegenzuwirken oder abzuschwächen.

Regulatorische Trägheit: Die gesetzliche Regulierung von neuen chemischen Wasserbelastungen ist oft ein langsamer Prozess, der durch bürokratische und legislative Hürden erschwert wird. Selbst wenn wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, kann es Jahre dauern, bis diese in konkrete gesetzliche Maßnahmen umgesetzt werden.

Gesellschaftliche Prioritäten: Andere unmittelbare gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme, wie Erwerbslosigkeit, Bildung und Gesundheitsversorgung, können oft Vorrang vor Umwelt- und Gesundheitsrisiken haben, die als weniger dringend wahrgenommen werden.

Desinformation und Verwirrung: Gezielte Desinformationskampagnen können dazu beitragen, die öffentliche Meinung zu verwirren und Skepsis gegenüber wissenschaftlichen Erkenntnissen zu säen, was eine kritische Auseinandersetzung mit Themen wie PFAS erschwert.

Resignation oder Fatalismus: Einige Menschen mögen das Gefühl haben, dass sie wenig Einfluss auf große Umweltprobleme haben oder die Probleme zu groß sind, um von Einzelpersonen oder sogar lokalen Behörden gelöst zu werden. Dies kann zu einer Art Fatalismus führen, bei dem die Dringlichkeit der Probleme unterbewertet wird.

Dr. Thomas Schulte macht darauf aufmerksam, dass es angesichts dieser Faktoren entscheidend ist, das öffentliche Bewusstsein zu schärfen, durch Bildung und öffentliche Kampagnen, und gleichzeitig darauf hinzuarbeiten, dass wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in effektive gesetzliche Maßnahmen umgesetzt werden.

Autorin: Agnes von Weissenburg

Über das Wasserpapst-Filtersystem:

Das Wasserpapst-System adressiert die wachsenden Herausforderungen der Wasserverschmutzung, indem es Trinkwasser nicht nur reinigt, sondern es durch natürliche Mineralien auch gesundheitlich aufwertet. Durch die Wiederanreicherung des entmineralisierten Wassers mit lebenswichtigen Mineralien aus natürlichen Gesteinsschichten, stellt das System sicher, dass das Zuhause mit reinem und energetisch bereichertem Trinkwasser versorgt wird, das den natürlichen Kreislauf des Wassers nachbildet und gesundheitsfördernd wirkt. Der Wasserpapst firmiert unter der Ferment Effect GmbH aus Berlin, Ihrem Tor zu einer gesünderen und vitaleren Lebensweise. Gegründet im Jahr 2023, sind wir stolz darauf, unser bahnbrechendes Produkt MyLemmo und den Wasserpapst unter dem faszinierenden Thema effektive Mikroorganismen zu präsentieren. Weitere Informationen unter: https://wasserpapst.de/

Zu den Personen:

Prof. Stephan Breidenbach ist ein angesehener Rechtswissenschaftler und Mediator aus Berlin, bekannt für seine bedeutende Arbeit in der Mediation und alternativen Konfliktlösungsmethoden. Als emeritierter Professor für Bürgerliches Recht und Zivilprozessrecht setzt sich als Berater und Mediator in Wirtschaft und Verwaltung für effiziente Konfliktlösungsstrategien ein.

Dr. Thomas Schulte, ein renommierter Rechtsanwalt aus Berlin, ist spezialisiert auf europäisches Wasser- und Abwasserrecht. Er vertritt Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Non-Profit-Organisationen und prägt durch seine Publikationen und Fachbeiträge die rechtlichen Rahmenbedingungen im Wassersektor.

Dr. Axel Meier, ein innovativer Mediziner und Entwickler von Gesundheitsprodukten, hat seit 1990 bedeutende Fortschritte in der Wasserqualität und Gesundheit erzielt. Als Pionier des Unternehmens Wasserpapst kombiniert er medizinisches Wissen mit modernster Technologie und ist für seine zukunftsweisenden Ansätze in der Gesundheitsbranche bekannt.

Willkommen bei der Ferment Effect GmbH aus Berlin, Ihrem Tor zu einer gesünderen und vitaleren Lebensweise! Gegründet im Jahr 2023, sind wir stolz darauf, unser bahnbrechendes Produkt MyLemmo und den Wasserpapst unter dem faszinierenden Thema Effektive Mikroorganismen zu präsentieren. Weitere Informationen unter: https://ferment-effect.com

Kontakt
Ferment Effect GmbH
Anne Voelkel
Brunnenstraße 147
10115 Berlin
+49 (30) 7426666
www.ferment-effect.com

PFAS – die unsichtbare Gefahr

ARAG Experten über giftige Chemikalien, die Menschen und Tiere krank machen

PFAS - die unsichtbare Gefahr

PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen und ist eine Familie von künstlich hergestellten Chemikalien. Sie finden sich in vielen Produkten wieder, die uns alltäglich umgeben: Kosmetika, antihaft-beschichtete Pfannen, Imprägniermittel für Kleidung, Lebensmittelverpackungen, Zahnseide oder Löschschaum. Selbst in Wärmepumpen (https://www.bdh-industrie.de/presse/pressemeldungen/artikel/berichterstattung-ueber-waermepumpen-deutsche-heizungsindustrie-setzt-auf-natuerliche-kaeltemittel) sind PFAS enthalten. Die ARAG Experten informieren über das Gift und seine Verbreitung.

Was macht PFAS so gefährlich?
Da PFAS wasser-, fett- und schmutzabweisend sind, sind sie vielfältig einsetzbar und werden zur Herstellung vieler Produkte verwendet. Laut ARAG Experten sind sie persistent. Das heißt, sie können durch natürliche Abbaumechanismen wie Sonneneinstrahlung, Mikroorganismen und andere Prozesse kaum gespalten werden. So bleiben sie jahrzehntelang in der Umwelt bestehen. Bei ihrer Herstellung oder Entsorgung können sie in den Boden, das Wasser und die Luft gelangen, wodurch sie giftig für Menschen und Tiere sind. Darüber hinaus sind PFAS sehr mobil und können sich über große Entfernungen ausbreiten, so dass sie zu einem globalen Problem geworden sind.

Wo kommen PFAS vor?
Laut ARAG Experten kommen die Chemikalien überall in Europa und flächendeckend auch in Deutschland vor. „The Forever Pollution Project“ (https://foreverpollution.eu/), ein internationales Rechercheteam aus Journalisten aus 18 europäischen Medienhäusern, hat in Europa bislang mehr als 17.000 PFAS-verseuchte Orte identifiziert, 2.000 davon so stark, dass sie eine erhebliche Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen. In Deutschland wurden bisher über 1.500 Orte gefunden, die mit PFAS verschmutzt sind, davon 300 Hotspots. Vor allem in der Nähe von bestimmten Industrie-Standorten könnten die Gewässer und Böden verunreinigt sein. Eine systematische Suche gibt es in Deutschland nach Information der ARAG Experten bisher noch nicht. Allerdings gibt es einzelne Behörden, so z. B. das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen (https://www.lanuv.nrw.de/suche?tx_kesearch_pi1%5Bsword%5D=PFAS) (LANUV), die die Boden-, Wasser- und Luftqualität kontinuierlich überwachen.

Welche Krankheiten können PFAS auslösen?
Aufgenommen werden die Substanzen laut ARAG Experten hauptsächlich über Lebensmittel und das Trinkwasser. Kinder, die gestillt werden, können PFAS über die Muttermilch aufnehmen. Auch über die Luft und den Kontakt mit PFAS-haltigen Produkten können die Chemikalien in den menschlichen Organismus gelangen. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (https://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2021/28/industriechemikalien_pfas__einige_bevoelkerungsgruppen_ueberschreiten_teilweise_den_gesundheitsbasierten_richtwert-276680.html) (BfR) kann noch nicht genau abgeschätzt werden, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch PFAS zu erwarten sind. Darüber hinaus hängt die schädliche Wirkung auch von der Menge und Dauer ab, der Menschen dem Gift ausgesetzt sind. Es stehen jedoch verschiedene PFAS-Stoffe in Verdacht, die Leber, das Immunsystem und das Hormonsystem zu beeinträchtigen. Darüber hinaus könnten PFAS Krebs verursachen und zu Geburtsfehlern, Unfruchtbarkeit und anderen gesundheitlichen Problemen führen.

Wie kann man sich schützen?
Laut BfR lässt sich aufgrund fehlender Daten noch nicht feststellen, welche Lebensmittel hauptsächlich zur Aufnahme von PFAS beitragen. Besonders hohe Gehalte sind in Innereien von Wild nachgewiesen worden. Aber auch in Milch und Milchprodukten, Eiern oder pflanzlichen Lebensmitteln können PFAS enthalten sein. Die ARAG Experten verweisen in diesem Zusammenhang auf einen Verbrauchertipp (https://www.bmuv.de/themen/gesundheit-chemikalien/gesundheit/lebensmittelsicherheit/verbrauchertipp) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), wonach unter anderem Wildpilze und Innereien nur gelegentlich verzehrt und auf regionale Hinweise bei selbst geangeltem Fisch geachtet werden sollte.

Ein trauriger Ausblick
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (https://www.bmuv.de/faqs/per-und-polyfluorierte-chemikalien-pfas/) (BMUV) weist darauf hin, dass eine Beseitigung und Sanierung der mit PFAS belasteten Böden und Grundwasser kompliziert und kostspielig ist. Zudem gibt es nicht genügend Anlagen und Deponien, die den kontaminierten Abfall aufnehmen könnten. Ein Verbot der gesamten Stoffgruppe ist nach Information der ARAG Experten noch nicht in Sicht. Bisher sind lediglich zwei Stoffe der Gruppe – PFOS und PFOA – verboten.

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/sonstige/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Sie ist der weltweit größte Rechtsschutzversicherer. Aktiv in insgesamt 19 Ländern – inklusive den USA, Kanada und Australien – nimmt die ARAG über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Ihren Kunden in Deutschland bietet die ARAG neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft auch eigene einzigartige, bedarfsorientierte Produkte und Services in den Bereichen Komposit und Gesundheit. Mit rund 4.700 Mitarbeitenden erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von 2 Milliarden Euro.

ARAG SE ARAG Platz 1 40472 Düsseldorf Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Dr. h. c. Paul-Otto Faßbender
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