Intraoperatives Monitoring bei Hirntumor OP

Hirntumor effizient entfernen bei gleichzeitiger Schonung wichtiger Hirnfunktionen

SIEGEN. Die Operation eines Hirntumors (https://www.neurochirurgie-diakonie.de/hirntumor/) gehört zu den schwierigsten Eingriffen der Neurochirurgie. Während einerseits der Hirntumor (https://www.neurochirurgie-diakonie.de/intraoperatives-monitoring-bei-hirntumor-op/) möglichst vollständig entfernt werden muss, liegen andererseits oft in unmittelbarer Nähe lebenswichtige Hirnbereiche. Um während einer Operation wichtige Hirnfunktionen zu überwachen und zu schonen, wird das sogenannte intraoperative Neuromonitoring (IONM) eingesetzt. Aber auch schon vor der Operation können diese funktionellen Zentren mittels der sogenannten fMRT dargestellt werden. Dadurch können postoperative Komplikationen wie Störungen der Motorik, Sensorik oder Sprache deutlich reduziert werden.

Motorik und Sensorik erhalten während Hirntumor-OP

„Insbesondere unsere Bewegung und Wahrnehmung, die Sprache und die Funktionen der Hirnnerven wie Steuerung der Augenmuskulatur oder des Schluckakts sind für unsere Lebensqualität essenziell. Gleichzeitig ist die Anatomie des menschlichen Gehirns individuell. Wenn die Anatomie durch einen Tumor verändert ist, müssen diese Hirnfunktionen auch während einer Operation in Vollnarkose überwacht werden“, erklärt Prof. Dr. Veit Braun, Chefarzt der Neurochirurgie am Diakonie Klinikums Jung-Stilling in Siegen. Dazu werden das Gehirn oder bestimmte Hirnnerven elektrisch überwacht. Durch entsprechende Wahrnehmungselektroden an der Zielmuskulatur können die Signale registriert werden. So kann auch während der Operation immer wieder die Funktion der entsprechenden Hirnareale überprüft werden. Der Neurochirurg ist dabei auf die Mithilfe des Anästhesisten und des Neuromonitoring-Teams angewiesen.

Landkarte des Gehirns vor Hirntumor-OP

Schon vor der Operation ist es möglich, mithilfe von spezieller Bildgebung wie funktionellen MRT- Verfahren eine Art Landkarte der Gehirnoberfläche zu erstellen. Dadurch können wichtige Areale wie Sprache und Motorik örtlich dargestellt werden. Zusammen mit dem intraoperativen Monitoring erreicht der Arzt so eine sehr genaue Darstellung von wichtigen Hirnstrukturen und ihrer Lage zum Hirntumor (https://www.neurochirurgie-diakonie.de/). In der Neurochirurgie des Diakonie Klinikums Jung-Stilling werden die komplexen Eingriffe von einem sehr erfahrenen Ärzteteam in hochmodernen OP-Sälen durchgeführt. Dadurch ist sie auch über die Region Siegen hinaus ein kompetenter Ansprechpartner für neurochirurgische Interventionen, zum Beispiel für Patienten aus dem Großraum Köln / Bonn, dem Märkischen Kreis oder dem Lahn-Dill-Kreis (Region Wetzlar).

Professor Dr. med. Veit Braun ist Chefarzt an der Neurochirurgie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen. Kopfoperationen wie bei Hirntumor, Aneurysma, Angiom oder Jannetta werden in hochmodernen Operationssälen mit 3D-Bildwandler, Neuronavigation, Fluoreszenz und Neuromonitoring durchgeführt. Das gesamte Spektrum der modernen Neurochirurgie wird geboten. Das ärztliche Team der neurochirurgischen Abteilung innerhalb des Klinikums besteht aus 13 Mitarbeitern, von denen 6 Fachärzte für Neurochirurgie sind.

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Diakonie Klinikum Jung-Stilling-Krankenhaus Neurochirurgische Klinik
Prof. Dr. med. Veit Braun
Wichernstraße 40
57074 Siegen
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Neurochirurgie: Neurochirurgische Klinik in Siegen

Hirntumor: Studie zeigt, Viren können Gliom verkleinern

Pädiatrische Patienten mit Hirntumor sprechen auf Viren an – Neurochirurgie für Bonn informiert

BONN. Als Gliome bezeichnet man Hirntumoren (https://www.neurochirurgie-diakonie.de/hirntumor/), die diffus in gesundes Hirngewebe hineinwuchern und daher chirurgisch schwer zu entfernen sind. Im Kindes- und Jugendalter sind sie zwar äußerst selten, haben aber nach wie vor eine ungünstige Prognose: „Trotz Chemotherapie und Bestrahlung liegt die mittlere Lebenserwartung nach der Diagnose bei weniger als einem Jahr“, schildert Prof. Dr. med. Veit Braun, der die neurochirurgische Abteilung am Diakonie Klinikum Jung-Stilling (Siegen) leitet. An neuen Therapieoptionen für Gliome wird daher intensiv geforscht. Ein erfolgversprechender Ansatz ist die Behandlung mit sogenannten onkolytischen Viren: Dabei werden Tumorzellen gezielt mit speziell präparierten Viren infiziert. Diese töten die Krebszellen entweder direkt ab oder aktivieren das körpereigene Immunsystem, damit die tumorinfiltrierten T-Zellen die mit dem Virus infizierten Krebszellen abtöten. Gute Erfahrungen wurden mit diesem Verfahren bereits bei malignen Melanomen gemacht. Seit 2015 ist das Präparat Talimogen laherparapvec in Deutschland zur Melanom-Behandlung zugelassen.

Hirntumor Spezialist für Bonn verweist auf Studie zu Viren-Therapie bei Gliom

In einer kürzlich im New England Journal of Medicine publizierten Studie(1) hat eine spanische Forschergruppe zwölf jugendliche Gliom-Patienten einmalig mit einem Adenovirus behandelt. Im Anschluss daran erhielten elf der Patienten eine hochdosierte Bestrahlungstherapie. Die Oberfläche des Virus wurde im Rahmen der Studie mit sogenannten Integrinen angereichert. Sie helfen dabei die Krebszellen zu identifizieren. Über eine Veränderung im Genom lässt sich sicherstellen, dass sich die Viren nur in den Krebszellen vermehren. Das Virus DNX-2401 wurde nach der Biopsie des Tumors einmalig über eine dünne stereotaktisch in den Tumor (https://www.neurochirurgie-diakonie.de/hirntumor-studie-zeigt-viren-koennen-gliom-verkleinern/) vorgeschobene Kanüle injiziert. Zuvor erfolgte eine Gadoliniuminjektion, damit unter anschließender Magnetresonanztomografie die korrekte Lage kontrolliert werden konnte.

Das Ergebnis: Bei acht Patienten wurde das Tumorwachstum zumindest vorübergehend gestoppt. Bei drei Patienten ging der Tumor sogar zurück. Die mittlere Überlebensdauer konnte auf immerhin 17,8 Monate gesteigert werden. „Da die Studie ohne Vergleichsgruppe durchgeführt wurde, weiß man zwar nicht mit Sicherheit, wie sehr die Behandlung das Leben der Patienten verlängert hat. Es ist deshalb wichtig, diesen therapeutischen Ansatz in weiteren Studien zu untersuchen „, kommentiert Prof. Dr. med. Veit Braun die Ergebnisse.

Klinikum Jung-Stilling bietet gute Bedingungen für pädiatrische Hirntumor Patienten im Raum Bonn

Zur Person: Prof. Dr. med. Veit Braun gilt als international renommierter Experte für die Behandlung von Hirntumoren (https://www.neurochirurgie-diakonie.de) im Kindes- und Erwachsenenalter. Am Diakonie Klinikum Jung-Stilling führen er und sein Team in zwei Hybrid-Operationssälen jährlich rund 1.900 neurochirurgische Eingriffe durch. Die Mediziner können dabei auf eine moderne Ausstattung mit Neuronavigation, Fluoreszenz und 3D-Bildwandler zurückgreifen, was bei herausfordernden Operationen im Kopfbereich ein Vorteil sein kann.

(1) Perez-Larraya, Jaime Gállego, Garcia-Moure, Marc et. al. (2022) Oncolytic DNY-2401 Virus for Pediatric Diffuse Intrinsic Pontine Glioma. In: New England Journal of Medicine 2022, 386: 2472-2481.

Professor Dr. med. Veit Braun ist Chefarzt an der Neurochirurgie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen. Kopfoperationen wie bei Hirntumor, Aneurysma, Angiom oder Jannetta werden in hochmodernen Operationssälen mit 3D-Bildwandler, Neuronavigation, Fluoreszenz und Neuromonitoring durchgeführt. Das gesamte Spektrum der modernen Neurochirurgie wird geboten. Das ärztliche Team der neurochirurgischen Abteilung innerhalb des Klinikums besteht aus 13 Mitarbeitern, von denen 6 Fachärzte für Neurochirurgie sind.

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Hirntumor: Wie lässt sich das Rezidivrisiko senken?

Resektion mit Sicherheitsabstand kann Rezidivrisiko beeinflussen – Neurochirurgie Siegen informiert

SIEGEN. Lange ging man in der Neurochirurgie davon aus, dass Hirntumoren (https://www.neurochirurgie-diakonie.de/hirntumor/) und Hirnmetastasen lokal begrenzt seien. Doch weisen sie eine sogenannte Infiltrationszone von mehreren Millimetern auf, die über die durch bildgebende Verfahren erkennbare Tumorgröße hinausgeht. Studien weisen darauf hin, dass diese Infiltrationszonen eine Quelle für Rezidive sein können. „Wir versuchen heute, bei der Resektion von Hirntumoren (https://www.neurochirurgie-diakonie.de/hirntumor-wie-laesst-sich-das-rezidivrisiko-senken/) und Hirnmetastasen einen Sicherheitsabstand von fünf Millimetern zur berücksichtigen, wann immer dies ohne Risiko für funktionelle Ausfälle möglich ist, denn dabei gilt es darauf zu achten, dass funktionelle Hirnareale wie das Sprachzentrum unbeschädigt bleiben“, skizziert Prof. Dr. med. Veit Braun, Chefarzt in der Neurochirurgie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen, das Vorgehen. Sein Team aus Neurochirurgen führt Eingriffe am Kopf in einem modernen Hybrid-Operationssaal durch, in dem sich operative und bildgebende Verfahren besonders gut miteinander verbinden lassen.

Neurochirurgie in Siegen: Verringertes Rezidivrisiko durch radikalere Resektion bei Hirntumor

Prof. Braun verweist auf eine Studie aus Südkorea, nach der singuläre Hirnmetastasen bei 94 Patienten mit einem Sicherheitsabstand von fünf Millimetern entfernt wurden. In der danach erfolgten Radiotherapie dieser Patienten zeigt sich ein deutlich verringertes Rezidivrisiko. Auch nach Einschätzung von Prof. Veit Braun kann eine radikalere Resektion, die einen Sicherheitsabstand berücksichtigt, die Rezidivrate positiv beeinflussen.

Bei OP am Hirntumor noch im Hybrid-OP in Siegen Ergebnis überprüfen

Bei einer fluoreszensgesteuerten Operation an einem primären Hirntumor (https://www.neurochirurgie-diakonie.de) lässt sich bei passenden individuellen Voraussetzungen eine radikalere Resektion durchführen. Dazu setzen die Neurochirurgen in Siegen den Farbstoff 5-Aminolavulinsäure ein, der sich im Tumor anreichert und das bösartige Gewebe unter Fluoreszenzlicht rot leuchten lässt. So ist der Tumor gut erkennbar und kann mit dem notwendigen Sicherheitsabstand entfernen. Mit intraoperativer MRT in Siegen lässt sich dann noch während der OP das Ergebnis der Operation überprüfen und die Beeinflussung wichtiger funktioneller Hirnareale ausschließen. Die Wachkraniotomie kann heutzutage vielfach durch eine funktionelle MRT Bildgebung ersetzt werden, sodass der Eingriff für die Patienten viel weniger Stress bedeutet.

Professor Dr. med. Veit Braun ist Chefarzt an der Neurochirurgie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen. Kopfoperationen wie bei Hirntumor, Aneurysma, Angiom oder Jannetta werden in hochmodernen Operationssälen mit 3D-Bildwandler, Neuronavigation, Fluoreszenz und Neuromonitoring durchgeführt. Das gesamte Spektrum der modernen Neurochirurgie wird geboten. Das ärztliche Team der neurochirurgischen Abteilung innerhalb des Klinikums besteht aus 13 Mitarbeitern, von denen 6 Fachärzte für Neurochirurgie sind.

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Hirntumor: Meningeom-Therapie im Raum Köln / Bonn

Hirntumor-Patienten im Raum Köln/Bonn: Operation als Standard-Therapie bei Meningeomen

Hirntumor: Meningeom-Therapie im Raum Köln / Bonn

Die Behandlung eines Hirntumors wird individuell an den Patienten angepasst.

KÖLN/BONN. Das Meningeom ist ein Hirntumor (https://www.neurochirurgie-diakonie.de/hirntumor/), der sich aus den Zellen der Hirnhäute entwickelt. Es ist oft oberhalb der Großhirnhemisphären lokalisiert, kann aber auch als Falxmeningeom oder an der Schädelbasis wachsen. Seltener kommen Meningeome im Bereich des Rückenmarks vor. In der Regel sind Meningeome verdrängend und infiltrieren das Hirngewebe nicht. Viele verursachen keine Beschwerden und werden nur zufällig entdeckt. Bis zu 20 Prozent der Tumore vergrößern sich besonders schnell, infiltrieren Knochen oder umgebende Weichteile und treten trotz Behandlung wiederholt auf.

Patienten im Raum Köln/Bonn: Hirntumor (https://www.neurochirurgie-diakonie.de/hirntumor-meningeom-therapie-im-raum-koeln-bonn/) Meningeom operieren lassen?

„Bei sehr kleinen, verkalkten und asymptomatischen Meningeomen kommt eine Watch-and-Wait-Strategie infrage, bei der der Tumor zunächst ohne Behandlung regelmäßig kontrolliert wird. Standardbehandlung bei Meningeomen ist aber die chirurgische Entfernung. Sie soll verhindern, dass sich ein größerer und schwerer zu operierender Tumor entwickelt“, schildert Prof. Dr. med. Veit Braun, Chefarzt der Neurochirurgie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen. Auch der Patient kann mit zunehmendem Alter und stärkeren, tumorbedingten Beschwerden einen schlechteren Allgemeinzustand und dadurch ein höheres OP-Risiko entwickeln. Ziel der Operation ist in der Regel eine komplette Entfernung des Tumors, eingeschlossen seiner Ansatzstelle an den Hirnhäuten und eventuell befallener Knochenteile.

Therapieoptionen der Hirntumor (https://www.neurochirurgie-diakonie.de)-Behandlung im Raum Köln/Bonn

Alle Meningeome sind strahlensensibel. Eine Bestrahlung wirkt umso besser, je bösartiger der Tumor ist. Sehr bösartige Meningeome sollten postoperativ immer bestrahlt werden. Für weniger bösartige Meningeome kommt eine Bestrahlung infrage, wenn der Tumor klein oder schlecht zugänglich und damit schlecht zu operieren ist. Auch Tumorreste, die nach einer Operation verbleiben, können bestrahlt werden. Bei kleinen, operativ schwer zu entfernenden Meningeomen kann auch eine radiochirurgische Therapie infrage kommen, bei der der Tumor mit einer einmaligen, lokal konzentrierten, hohen Bestrahlungsdosis zerstört werden soll. Eine sicher wirksame Chemotherapie bei Meningeomen ist nicht bekannt.

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Hirntumor: Häufig handelt es sich um Metastasen

Neurochirurgie Raum Köln: Neue Operationstechniken verbessern Behandlung von Hirntumor-Patienten

Hirntumor: Häufig handelt es sich um Metastasen

Hirntumore sollten individuell behandelt werden.

KÖLN. Ein Hirntumor (https://www.neurochirurgie-diakonie.de/hirntumor/) ist eine Geschwulst im Gehirn. Man unterscheidet zwischen primären Hirntumoren (https://www.neurochirurgie-diakonie.de/hirntumor-haeufig-handelt-es-sich-um-metastasen/), die vom Hirngewebe selbst ausgehen und gutartig oder bösartig sein können, unterschiedlich schnell wachsen und unterschiedlich aggressiv sind. Sekundäre Hirntumore heißen Metastasen und sind Absiedelungen von bösartigen Tumoren aus anderen Organen. Primäre Hirntumore sind selten und machen etwa zwei Prozent aller Krebserkrankungen aus. Andererseits entstehen bei bis zu 30 Prozent der Patienten mit einem metastasierten Tumor auch Hirnmetastasen. Primärtumore, die besonders häufig in das Gehirn streuen sind das Bronchialkarzinom, das Mammakarzinom und das maligne Melanom.

Neurochirurgie Raum Köln erklärt: Symptome bei Hirntumor und Metastase

Die klassischen Risikofaktoren anderer Krebsarten wie Ernährung, Alkohol, Rauchen oder Umweltschadstoffe spielen beim Hirntumor keine Rolle. Meist ist die Ursache für einen Hirntumor unbekannt. Eine vorangegangene Bestrahlung oder bestimmte Erbkrankheiten können das Risiko aber erhöhen. Anhand der Symptome lässt sich nicht unterscheiden, ob ein primärer Hirntumor (https://www.neurochirurgie-diakonie.de) oder eine Metastase im Kopf wächst. Typische Beschwerden sind Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Schwindel, Krampfanfälle, Veränderungen der Vigilanz, neurologische Störungen wie Lähmungen, Gefühlsstörungen oder Gangunsicherheit, kognitive Störungen wie Konzentrationsstörungen oder vermehrte Vergesslichkeit sowie Wesens- oder Persönlichkeitsveränderungen.

Köln und Umgebung: Moderne OP-Techniken bei Hirntumoren und Metastasen

Bevor eine Operation durchgeführt wird, planen wir diese virtuell mit sog. augmented reality Brillen. Hierzu berechnet eine Mustererkennungs-KI aus regulären MRT Dünnschichtdaten die Anatomie des individuellen Gehirns incl. der funktionell wichtigen Verbindungen (z.B. Bewegungsbahn, Sprachzentrum). Diese nahezu realistische Darstellung wird in das Büro projiziert, schwebt dort im Raum und man kann mit diesen speziellen Brillen nicht nur darum herum, sondern auch hineingehen und so die OP vorab planen. Diese Information wird dann mit der Neuronavigation im OP-Saal verwendet. Die Brille wird durch das Mikroskop ersetzt und projiziert die Information in real time auf den Patienten. So weiß der Neurochirurg genau den schonendsten Weg zum Tumor. Dem Team um Chefarzt Dr. med. Veit Braun des Diakonie Klinikums Jung-Stilling steht dazu ein moderner Hybrid-OP zu Verfügung. Dadurch können Operationen verlässlich geplant und durchgeführt werden, womit gesundes Hirngewebe geschont und operationsbedingte neurologische Schäden vermieden werden können. In einigen Fällen können auch multiple Tumore in einer Sitzung entfernt werden, was eine weitere Therapieoption neben der Ganzhirnbestrahlung und der Radiochirurgie darstellt. Hirnmetastasen bedeuten eine fortgeschrittene Krebserkrankung. Je nach Allgemeinzustand des Patienten kann die Therapiewahl deshalb auch auf eine supportive, palliative Behandlung fallen.

Professor Dr. med. Veit Braun ist Chefarzt an der Neurochirurgie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen. Kopfoperationen wie bei Hirntumor, Aneurysma, Angiom oder Jannetta werden in hochmodernen Operationssälen mit 3D-Bildwandler, Neuronavigation, Fluoreszenz und Neuromonitoring durchgeführt. Das gesamte Spektrum der modernen Neurochirurgie wird geboten. Das ärztliche Team der neurochirurgischen Abteilung innerhalb des Klinikums besteht aus 13 Mitarbeitern, von denen 6 Fachärzte für Neurochirurgie sind.

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Photodynamische Therapie (PDT) 2022: Neue Forschung bestätigt u.a. hohen Therapiewert bei Kopf-Hals-Krebs, Glioblastom und Hautkrebs

Gute Heilungschancen bei Kopf-Hals-Tumoren mit PDT – PDT auch bei innenliegenden Tumoren anwendbar – Erfolgreicher Einsatz bei Glioblastomen, Hautkrebs und Aktinischer Keratose – Neuer Ansatz in der Covid-19-Forschung – PDT in der Zahnheilkunde gegen

Photodynamische Therapie (PDT) 2022: Neue Forschung bestätigt u.a. hohen Therapiewert bei Kopf-Hals-Krebs, Glioblastom und Hautkrebs

Licht gegen Krebs

Bad Homburg, 20.06.2022 – 2021 war für die Forschung der Photodynamischen Therapie ein sensationelles Jahr. So gibt es neue Erkenntnisse über die Anwendung der Photodynamischen Therapie in vielen Bereichen der Krebsforschung, bei Hautkrebs, Gehirntumoren und Urologie (Prostatakrebs), sowie Weiterentwicklungen in der Ästhetischen Dermatologie und in der Zahnheilkunde.

Bei der PDT werden in die erkrankten Körperbereiche oder Tumore spezielle lichtempfindliche Stoffe (Photosensitizer) eingebracht und mit Licht bestrahlt. Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher sogenannter Photosensitizer, die sowohl oberflächlich (topisch) oder innerhalb des Körpers (systemisch, durch eine Injektion in die Blutbahn) eingebracht werden. Nach einer Einwirkzeit werden die entsprechenden Körperbereiche mit einer Lichtquelle von innen oder außen bestrahlt. Durch die Aktivierung mit dem Licht bildet sich in den mit dem Photosensitizer angereicherten Organen Singulett-Sauerstoff, der die Krebszellen zerstört. Der Vorteil: Mit dieser Methode kann ein Tumor mit klarer Abgrenzung zum Nachbargewebe gezielt zerstört werden.

Unter dem Begriff „Kopf-Hals-Krebs“ werden unterschiedliche Tumore zusammengefasst: Das schließt zum einen verschiedene Tumorarten ein als auch deren unterschiedliche Lokalisation z.B. in der Mundhöhle, im Rachen, Kehlkopf, Nase und Schilddrüse. Kopf-Hals-Tumore im Spätstadium können mit dem PDT-Medikament Foscan® behandelt werden. Auch kann PDT beim Basalzellkarzinom-Syndrom und bei Prostatakrebs zum Einsatz kommen. Auf der Webseite Licht-gegen-Krebs.de finden Patienten Ärzte und Kliniken, bei denen sie sich mit PDT behandeln lassen können.

Auch durch die Möglichkeit des eindeutigen selektiven und fokussierten Markierens von Tumoren ist die PDT in Einzelfällen eine gute Therapie bei im Körperinneren liegenden Tumoren wie beim kleinzelligen Lungenkrebs, Speiseröhrenkrebs, lokal begrenzten Blasen- und Prostatatumoren, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Gallengangkrebs.

Bei Hirntumoren ist das Glioblastom der am schwersten behandelbare Tumor: Aufgrund ihrer Gewebestruktur lassen sich Glioblastome kaum vollständig entfernen. Laut einer in der Neurosurgery veröffentlichten Studie von Professor Walter Stummer, Direktor der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Münster, und einem Team aus Wissenschaftlern und Ärzten erzielt die sogenannte Stereotaktische Photodynamische Therapie (PDT) gute Erfolge.1
In einer Mitteilung der Universität in Münster erklärt Professor Walter Stummer die derzeitige Vorgehensweise bei der Zerstörung von Glioblastomen mit Hilfe von PDT: Zunächst muss der Tumor gegenüber Licht empfindlich gemacht werden. Dies geschieht durch den Einsatz von 5-Aminolävulinsäure. Danach werden feine Glasfasern im Tumorgewebe platziert, und der Tumor wird unter der Einwirkung vom roten Laserlicht in Verbindung mit Sauerstoff zerstört.2

In der Dermatologie wird die PDT bevorzugt bei Hauterkrankungen eingesetzt, bei denen die Neubildung von Geweben (Neoplasie) eine wichtige Rolle spielt bzw. die entzündlich und/oder infektiös sind. So können für Alters- und Sonnenflecken, über gerissene und erweiterte Blutgefäße und Rosacea bis hin zu Akne und Aktinischer Keratose hervorragende Ergebnisse erzielt werden. Auch kreisrunder Haarausfall, Warzen und Feigwarzen und Nagelpilze können behandelt werden.

Die Philipps Universität Marburg plant eine Untersuchung, bei der mittels PDT gezielt Covid-Viren in der Lunge von intubierten Patienten zerstört werden sollen. PDT zeigte sich bereits bei einer vorausgehenden Studie von Dr. med. Michael Weber und seinen Kollegen als wirksam. Diese schloss Patienten in frühen Krankheitsstadien ein.3

In der Zahnheilkunde findet die PDT Einsatz bei der Behandlung von einer mäßigen bis schweren Parodontitis und bietet unter bestimmten Umständen einen lohnenden Ersatz zu einem chirurgischen Eingriff und einer alleinigen Antibiotikatherapie. Laut einer 2021 in der zmk-aktuell veröffentlichten Untersuchung von Prof. Dr. Meisel bietet PDT gegenüber Antibiotika den Vorteil, dass durch den Einsatz von PDT eine Resistenzentwicklung unwahrscheinlich ist.4

Nachdem aufgrund der Corona-Pandemie die Konferenz „PDT-PPD 2020: Photodynamic Therapy and Photodiagnosis Update“ zuletzt 2020 mit über 450 Teilnehmern digital stattgefunden hat und im letzten Jahr ausgefallen ist, wird sie jetzt wieder als Präsenzveranstaltung vom 24. bis 28. Oktober 2022 in Nancy (Frankreich) stattfinden (http://www.pdt2022.com/). Die „PDT-PPD 2022“ informiert über die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Photodynamischen Therapie und Photodiagnostik.

Über Licht gegen Krebs
„Licht gegen Krebs“ ist die ambitionierte, private Initiative für die Photodynamische Therapie (PDT) bei Krebserkrankungen. „Licht gegen Krebs“ hat sich zum Ziel gesetzt, PDT auch einer breiten Öffentlichkeit bekannter zu machen, Betroffene und Angehörige umfangreich zu informieren und dabei zu helfen, PDT zu einer etablierten Therapieform im Einsatz gegen die Volkskrankheit Krebs zu machen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, über PDT aufzuklären und möglichst vielen Ärzten und Betroffenen die Vorteile der PDT näherzubringen.
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1 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6855932/, zuletzt 13.06.2022.
2 https://www.medizin.uni-muenster.de/fakultaet/news/mit-laserlicht-gegen-den-hirntumor-multizentrische-studie-ermoeglicht-einsatz-einer-neuen-therapie-beim-glioblastom.html, zuletzt 13.06.2022.
3 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7986140/, zuletzt 13.06.2022.
4 https://www.zmk-aktuell.de/uploads/tx_spipdfarchive/ZMK_4-21_lowres.pdf, zuletzt 13.06.2022.

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Hirntumor: Was ist ein Glioblastom? Info für Patienten in Bonn

Neurochirurgie Siegen als Anlaufstelle für Patienten mit Hirntumor aus dem Raum Bonn

Hirntumor: Was ist ein Glioblastom? Info für Patienten in Bonn

Hirntumore haben die unterschiedlichsten Symptome.

BONN. In Deutschland entwickeln etwa 4800 Menschen pro Jahr ein Glioblastom. Es ist der häufigste bösartige Hirntumor (https://www.neurochirurgie-diakonie.de/hirntumor/) bei Erwachsenen. Die größte Erkrankungswahrscheinlichkeit liegt zwischen dem 50. und 75. Lebensjahr. Der Tumor entwickelt sich aus entarteten Gliazellen, die den Schutz und die Versorgung Nervenzellen zuständig sind. Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft das Glioblastom als Hirntumor vom Grad IV ein, was einem schnell wachsenden und aggressiven Tumor entspricht. Die Anamnese ist meist relativ kurz und umfasst Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen, neurologische Ausfälle oder erstmaliges Auftreten epileptischer Anfälle.

Hirntumor-Behandlung Großraum Bonn: Operation, Chemotherapie, Bestrahlung

Die Diagnose Glioblastom wird mittels MRT oder seltener noch mit einem CT gestellt. Dort stellt es sich als sog. girlandenförmige Kontrastmittelanreicherung im Großhirn dar. Bei sog. Schmetterlingsgliomen kann es sich über den Balken auf beide Hirnhälften erstrecken. Zur Therapie erfolgt oft eine operative Resektion des Tumors. Danach schließt sich eine Chemotherapie mit begleitender Bestrahlung an. Prof. Dr. med. Veit Braun, Chefarzt der Neurochirurgie des Diakonie Klinikums Jung-Stilling in Siegen, verdeutlicht die schwierige Therapie bei Hirntumoren (https://www.neurochirurgie-diakonie.de/hirntumor-was-ist-ein-glioblastom-info-fuer-patienten-in-bonn/): Während einerseits der Tumor möglichst effektiv bekämpft werden soll, sollen die Gehirnfunktionen des Patienten, die ihn und seine individuelle Persönlichkeit ausmachen, erhalten werden.

Patienten mit Hirntumor in Bonn kompetent begleiten

Durch das aggressive Wachstum des Glioblastoms kommt es trotz optimaler Behandlung häufig zu einem Rezidiv, weshalb es einer der Hirntumoren (https://www.neurochirurgie-diakonie.de) mit der ungünstigsten Prognose ist. Inzwischen weiß man aber, dass es nicht DAS Gioblastom gibt, sondern sehr unterschiedliche Subtypen, welche immunhistologisch unterschieden werden. Auch wenn bislang die durchschnittliche Lebenserwartung mit ungefähr einem Jahr angegeben wird, scheinen einige Subtypen eine deutlich bessere Prognose zu haben. Deshalb berät das Team des Diakonie Klinikums Jung-Stilling seine Patienten, darunter auch zahlreiche Patient*innen aus Bonn bei Fragen der symptomatischen Therapie, Rehabilitation und psychologischer Begleitung. „Auch wenn das Glioblastom aktuell als nicht heilbar gilt, gibt es keinen Grund, von vorne herein „die Flinte ins Korn zu werfen“. Wir stehen Ihnen zur Seite, um den für Sie persönlich besten Weg durch das Leben mit der Erkrankung zu finden: in einer individuellen Abstimmung zwischen Ärzteteam und Patient“, betont Prof. Braun.

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