AGRAVIS plädiert für Technologieoffenheit im Schwerlastverkehr

AGRAVIS plädiert für Technologieoffenheit im Schwerlastverkehr

Um bei der Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs zeitnah wirkliche Fortschritte zu erreichen, braucht es entschlossenes politisches Handeln zur Förderung alternativer Kraftstoffe. „Biogene Kraftstoffe wie CNG und LNG aus Biomethan oder HVO sind aktuell die beste Alternative zu fossilen Energiequellen für den Güterverkehr“, unterstreicht Johannes Joslowski, bei der AGRAVIS Raiffeisen AG (https://www.agravis.de/de/unsere-leistungen) in Münster für neue Energie (https://www.agravis.de/de/unsere-leistungen/energie/neue-energien) verantwortlich.

Nicht nur Elektro und Wasserstoff im Fokus

Zum Portfolio der AGRAVIS gehören unter anderem Tankstellen. Daher ist sie als sogenannter Inverkehrbringer von fossilen Kraftstoffen im Rahmen der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) dazu verpflichtet, die CO2-Emissionen ihrer Produkte zu reduzieren.
Um die Klimaziele zu erreichen, sei eine Technologieoffenheit im Verkehrssektor notwendig, fordert Joslowski. „Denn der reine Fokus auf Elektro und Wasserstoff ist für die nächste Dekade technologisch nicht umsetzbar“, ist der Energiefachmann überzeugt. Deshalb müsse die EU ihre ideologisch getriebene Zero-Emission-Strategie überdenken, die ausschließlich auf Elektro- und Wasserstofffahrzeuge setze.

Kritik an Gesetzesvorschlag der EU-Kommission

Leider greife daher auch der jüngste Gesetzesvorschlag der EU-Kommission zur Mautbefreiung von Lkw zu kurz. Laut Brüsseler Behörde sollen bis 2031 weiterhin nur Elektro- oder Wasserstoff-Lkw davon profitieren. Biogene Kraftstoffe blieben hingegen ausgeklammert. Dabei seien die Antriebstechnologien mit Bio-LNG oder Bio-CNG im Schwerlastbereich seit Jahren erprobt und ausgereift. Eine Mautbefreiung oder gezielte Investitionszuschüsse analog zu Elektro- und Wasserstofffahrzeugen würden den Markthochlauf für Gasfahrzeuge befördern und rasch einen messbaren Beitrag für die Kraftstoffwende liefern. Joslowski fordert daher die Parlamente in Berlin und Brüssel dazu auf, sich für Lösungen im Sinne des Klimaschutzes stark zu machen.

Markt für alternative Kraftstoffe sichern

Zudem müsse alles getan werden, um den THG-Quotenpreis zu stabilisieren und den Markt für alternative Kraftstoffe zu sichern. Dazu gelte es, jetzt schnell die Lehren aus dem betrügerischen Missbrauch von Treibhausgaszertifikaten zu ziehen, der zu einem massiven Preisverfall der THG-Quoten geführt habe. Außerdem plädiert die AGRAVIS laut Johannes Joslowski dafür, die Mehrfachanrechnung für fortschrittliche Kraftstoffe abzuschaffen und die THG-Minderungsverpflichtung deutlich zu erhöhen und bis 2040 zu verlängern. So steht es auch im aktuellen Referentenentwurf der Bundesregierung.

Der Bundesverband EnergieMittelstand e.V. hatte sich jüngst ebenfalls dafür stark gemacht, neben Elektro- und Wasserstoffantrieb auch weitere alternative Kraftstoffe für die Verkehrswende stärker zu berücksichtigen.

Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen in den Segmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie und Raiffeisen Märkte einschließlich Baustoffhandlungen sowie im Projektbau. Die AGRAVIS-Gruppe erwirtschaftet mit über 7.000 Mitarbeitenden rund 8,5 Mrd. Euro Umsatz und ist als ein führendes Unternehmen der Branche mit mehr als 400 Standorten überwiegend in Deutschland tätig. Internationale Aktivitäten bestehen über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in mehr als 20 Ländern und Exportaktivitäten in mehr als 100 Ländern weltweit. Unternehmenssitz ist Münster.
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AGRAVIS auf der Tarmstedter Ausstellung

AGRAVIS auf der Tarmstedter Ausstellung

75 Jahre Tarmstedter Ausstellung: Zu diesem besonderen Jubiläum begrüßt die Fachmesse ihre Gäste vom 11. bis 14. Juli 2025. Auf Norddeutschlands größter Freilandausstellung sind auch die AGRAVIS Raiffeisen AG (https://www.agravis.de/de/unsere-leistungen) und die Raiffeisen-Genossenschaften aus dem Elbe-Weser-Dreieck wieder mit dabei.
Gemeinsam mit den Partnern präsentiert das Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmen Produkte und Lösungen im Bereich Tierhaltung und Technik und lädt zu Aktionen auf dem Freigelände sowie zum „Treffpunkt Raiffeisen“ (Stand E2.02) ein.

Welche Raiffeisen-Genossenschaften dabei sind, welche Produkte und Lösungen die AGRAVIS bietet und viele weitere Informationen erfahren Sie unter agrav.is/tarmstedt (https://www.agravis.de/de/unternehmen/veranstaltungen/tarmstedter-ausstellung).

Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen in den Segmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie und Raiffeisen Märkte einschließlich Baustoffhandlungen sowie im Projektbau. Die AGRAVIS-Gruppe erwirtschaftet mit über 7.000 Mitarbeitenden rund 8,5 Mrd. Euro Umsatz und ist als ein führendes Unternehmen der Branche mit mehr als 400 Standorten überwiegend in Deutschland tätig. Internationale Aktivitäten bestehen über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in mehr als 20 Ländern und Exportaktivitäten in mehr als 100 Ländern weltweit. Unternehmenssitz ist Münster.
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Neue Podcast-Folge der AGRAVIS zur Herbstaussaat

Neue Podcast-Folge der AGRAVIS zur Herbstaussaat

AGRAVIS-Experte Stefan Bobbert (li., AGRAVIS Westfalen-Hessen GmbH) und Moderatorin Janna Riering

In der aktuellen Podcast-Folge „Ackern & Ernten“ der AGRAVIS Raiffeisen AG (https://www.agravis.de/de/unsere-leistungen) dreht sich alles um die bevorstehende Herbstaussaat auf den landwirtschaftlichen Feldern. Die AGRAVIS-Experten Dag Hahne und Stefan Bobbert geben praxisnahe Empfehlungen zu Sortenwahl, Fruchtfolge und aktuellen Herausforderungen wie Unkrautdruck und Rostbefall.
Dabei fließen auch echte Fragen von Landwirtinnen und Landwirten ein – gesammelt auf Feldtagen in Hohenwepel und Eldagsen.

Die aktuelle Folge finden Sie hier: agrav.is/podcast (https://www.agravis.de/de/unternehmen/newsroom-und-presse/podcast) und überall, wo es Podcasts gibt.

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AGRAVIS-Geschäft in 2025 verläuft bislang planmäßig

Vorstand mit Blick auf angestrebte Zahlen bei Ergebnis und Umsatz optimistisch

AGRAVIS-Geschäft in 2025 verläuft bislang planmäßig

Vorstand und Aufsichtsratsvorsitzender der AGRAVIS bei der Hauptversammlung 2025

Der AGRAVIS-Konzern (https://www.agravis.de/de/unsere-leistungen) erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz von 8,1 Mrd. Euro und ein Ergebnis vor Steuern von 60,2 Mio. Euro. Nach den ersten vier Monaten sieht der Vorstand diese Eckwerte weiter als „absolut realistisch und erreichbar“ an.
„Mit einem Ergebnis vor Steuern in den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres von 12,9 Mio. Euro – Plan 12,5 Mio. Euro – und einem Umsatz von 2,8 Mrd. Euro – Plan 2,6 Mrd. Euro – liegen wir im Korridor unserer Erwartungen und im Vergleich zum Vorjahr auf ähnlichem Niveau“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Dr. Dirk Köckler während der Hauptversammlung des Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmens, die in diesem Jahr in Berlin durchgeführt wurde. Neben den wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten richtete Köckler gleichwohl den kritischen Blick auf den aktuellen Markt- und Witterungsverlauf. „Währungsturbulenzen und Druck auf die Energiepreise lassen uns konsequent auf Sicht fahren, um unverantwortliche Marktrisiken zu vermeiden“, hob er vor den rund 500 anwesenden Aktionärinnen und Aktionären hervor.

Ziele erreicht und AGRAVIS zukunftssichernd nach vorn entwickelt

„Abermals solide und positiv“, so hatte zuvor Finanzvorstand Hermann Hesseler das Geschäftsjahr 2024 eingeordnet. „Trotz eines herausfordernden Marktumfeldes haben wir unsere Ziele erreicht und die AGRAVIS zukunftssichernd weiter nach vorn entwickelt“, betonte Hesseler. Die solide Performance in den operativen AGRAVIS-Sparten belege ein Ergebnis vor Steuern von 65 Mio. Euro, mit dem das Niveau des Vorjahres zukunftssichernd bestätigt worden sei. Auch der Konzernumsatz bewegte sich laut Hesseler auf einem stabilen Level. Der leichte Rückgang von 8,8 auf 8,5 Mrd. Euro sei ausschließlich auf gesunkene Preise zurückzuführen gewesen. Dennoch wurden Marktanteile hinzugewonnen.

Verantwortung im genossenschaftlichen Verbund

„Mit unseren Kennzahlen senden wir ein klares Zeichen in den Markt: Wir bekennen uns zu unseren Kernfunktionen und unserer Verantwortung im genossenschaftlichen Verbund. Denn wir stehen zur Landwirtschaft, zur Nutztierhaltung und zum intensiven Pflanzenbau. Zugleich wollen wir auch in Zukunft aktiv daran mitwirken, den ländlichen Raum zu stärken – sowohl als Wirtschaftsfaktor als auch als attraktives Lebensumfeld“, unterstrich der Finanzvorstand.

Eigenkapitalquote stieg auf 30,5 Prozent

Weiter positiv entwickelte sich im Geschäftsjahr 2024 auch das Eigenkapital. Es erhöhte sich auf 692 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote stieg auf 30,5 Prozent. Hinsichtlich ihrer Finanzstruktur sei die AGRAVIS breit, zukunftssicher und vor allem solide aufgestellt, stellte Hesseler heraus. Mit fast 114 Mio. Euro erreichten die AGRAVIS-Investitionen ein sehr hohes Niveau. Ein wesentlicher Grund: das neue Distributionszentrum in Nottuln/NRW mit einer Investitionssumme von 60 Mio. Euro. Es wurde im September 2024 in Betrieb genommen.

Systemrelevanz für die Versorgung und die Ernährungssicherheit

Insgesamt, so Hesselers Fazit, habe sich die AGRVIS im Geschäftsjahr 2024 „mit Klarheit, Kompetenz, Kundennähe und Verlässlichkeit als Lösungsgeber für eine innovativ-nachhaltige Landwirtschaft positioniert.“ Gemeinsam mit dem genossenschaftlichen Verbund habe die AGRAVIS ihre Systemrelevanz für die Versorgung und die Ernährungssicherheit der Menschen unterstrichen.

Alle Infos rund um die Hauptversammlung, Berichte zum vergangenen und aktuellen Geschäftsjahr, zu den Gremien, zur Dividende sowie viele Bilder finden Sie hier: agrav.is/hv (https://www.agravis.de/de/unternehmen/investor-relations/hauptversammlung)

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Neue Veranstaltungsreihe der AGRAVIS: Pig on Tour

Neue Veranstaltungsreihe der AGRAVIS: Pig on Tour

Die AGRAVIS Raiffeisen AG (https://www.agravis.de/de/) bietet eine neue Veranstaltungsreihe namens “ Pig on Tour (https://www.agravis.de/de/tierhaltung/fuettern/schweine/pig-on-tour.html)“ an. Sie richtet sich an Sauen- und Ferkelhalter:innen sowie Schweinemäster:innen. Fachleute der AGRAVIS und der Tochtergesellschaft Livisto referieren zu spannenden und innovativen Lösungen, um gemeinsam mit Schweinezüchter:innen erfolgreicher zu wirtschaften.
Unsere praxisorientierte Reihe veranstalten wir gemeinsam mit genossenschaftlichen Partnern vor Ort. Alle Teilnehmenden erhalten im Anschluss an die rund zweistündige Veranstaltung ein Teilnehmerzertifikat.

In drei Vorträgen geht es um die Themen Hygienekonzepte zur Verbesserung der Stall- und Tränkewasserhygiene (Referent: Christian Twehues, AGRAVIS Raiffeisen AG), Herausforderung Tierarzneimittel im Tiergesundheitsmanagement (Dr. Hendrik Eismann, Livisto) und Darmgesundheit als Schlüssel zu mehr Tierwohl und Leistung im Stall (Dr. Sandra Vagt, AGRAVIS Raiffeisen AG).

Bisher gibt es folgende Termine (weitere sind geplant):

22. Februar, 10 bis 12 Uhr
Gaststätte Mersbäumer, Ostbevern
Mitveranstalter: Raiffeisen Münster Land eG

23. Februar, 10 bis 12 Uhr
Raiffeisenstraße 12, 26427 Esens
Mitveranstalter: AGRAVIS Ems-Jade GmbH

23. Februar, 14.30 bis 16.30 Uhr:
Geschäftsstelle Westerstede-Klamperesch, Sternkamp 4 26655 Westerstede
Mitveranstalter: RWG Ammerland-OstFriesland eG

3. März, 10 bis 12 Uhr
Alte Schule in Ringe, Emlichheimerstr. 36, in 49824 Ringe
Mitveranstalter: Raiffeisen-Waren Ringe-Wielen-Georgsdorf eG

3. März, 14 bis 16 Uhr
Raiffeisengrill Lünner Stube, Lingenerstraße 20, 48480 Lünne
Mitveranstalter: Genossenschaft Emsland Süd

Weitere Infos unter agrav.is/pig-on-tour (https://www.agravis.de/de/tierhaltung/fuettern/schweine/pig-on-tour.html)

Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen in den Segmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie und Raiffeisen-Märkte einschließlich Baustoffhandlungen soüberwie im Projektbau. Die AGRAVIS-Gruppe erwirtschaftet mit über 6.300 Mitarbeiter:innen 7,3 Mrd. Euro Umsatz und ist als ein führendes Unternehmen der Branche mit mehr als 400 Standorten überwiegend in Deutschland tätig. Internationale Aktivitäten bestehen über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in mehr als 20 Ländern und Exportaktivitäten in mehr als 100 Ländern weltweit. Der Unternehmenssitz ist Münster.
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Hauptversammlung – Agravis legt Priorität auf Versorgungsauftrag

Hauptversammlung - Agravis legt Priorität auf Versorgungsauftrag

Vertreter des Aufsichtsrates und des Vorstandes vor der virtuellen Hauptversammlung der AGRAVIS.

Die AGRAVIS Raiffeisen AG (https://www.agravis.de/de/) ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2022 gestartet. Nach den ersten vier Monaten wurde ein Umsatz von 2,94 Mrd. Euro erreicht, und das Ergebnis vor Steuern liegt aktuell bei 7,7 Mio. Euro. Angesichts einer anhaltenden Preishausse bei Agrarrohstoffen, Dünger, Energie und vielen weiteren Produkten passte der Vorstandsvorsitzende Dr. Dirk Köckler in der virtuellen Hauptversammlung des Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmens die Erwartungen mit Blick auf das gesamte Geschäftsjahr an. Demnach rechnet der AGRAVIS-Konzern bis Ende 2022 nun mit einem Umsatz von 7,3 Mrd. Euro (bisher 6,8 Mrd. Euro) und einem Ergebnis vor Steuern auf Höhe des Niveaus von 2021, als 33,2 Mio. Euro erreicht wurden. Bisher war man von 31,1 Mio. Euro ausgegangen.

Für Ernährungssicherheit sorgen

„Wir hatten im November 2021 – also weit vor den gerade marktprägenden Ereignissen – bewusst konservativ geplant“, erklärte Dr. Köckler und hob dabei auf den Krieg in der Ukraine ab, der seit dem 24. Februar über Nacht alles verändert hat. „Unsere Gedanken sind in diesen Tagen vor allem bei den Menschen, die Angst um ihr Leben haben, Hab und Gut verlieren oder in der Sehnsucht nach Frieden auf der Flucht sind“, sagte der AGRAVIS-Vorstandschef. „Die kriegerischen Auseinandersetzungen haben fundamentale Auswirkungen auf unser Geschäft und auch auf die Struktur der heimischen Landwirtschaft. In diesen Zeiten ist es unsere Aufgabe, mit für Ernährungssicherheit zu sorgen. Diese ist neben der freiheitlich-rechtlichen Grundordnung, der Sicherheit durch Verteidigung, der Energieversorgung ein elementarer, systemrelevanter Grundpfeiler unserer Gesellschaft“, unterstrich Dr. Köckler.

Versorgung mit Betriebsmitteln sichergestellt

Aktuell seien die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine für den Agrarhandel und damit auch für den AGRAVIS-Konzern weiterhin beherrschbar. „Sie sind aber dennoch maximal fordernd angesichts stark steigender Preise, knapper Verfügbarkeiten und volatiler Marktverläufe.“ Als systemrelevantes Unternehmen komme die AGRAVIS ihrem Versorgungsauftrag gegenwärtig vollumfänglich nach. Aufgrund abgeschlossener Kontrakte und Vorverkäufe mit der Industrie und der Landwirtschaft sei die Versorgung mit Betriebsmitteln für die nächsten Monate sichergestellt. Das gelte auch für die Rohkomponenten, die für die Futtermittelherstellung benötigt werden.

Fehlende Mengen bei Bio-Soja und Rapssaat

Aber, so fügte Dr. Dirk Köckler einschränkend hinzu: „Produktzusagen wie Gentechnikfreiheit oder Bio sind nicht für das Gesamtsortiment aufrechtzuerhalten.“ Ursache hierfür seien fehlende Mengen beispielsweise an Bio-Soja und Rapssaat aus der Ukraine. Angesichts der Produktionsausfälle in der Ukraine werde sich die Versorgungslage verschärfen. „Wir bieten der Bundesregierung und weiteren Entscheidungsträgern deshalb den konstruktiven Austausch zur Gestaltung der Lagerhaltung, Exportpolitik und dem Umgang mit Produktionsverfahren an. Wir sind zuversichtlich, dass wir hier mit unserer Expertise zu einer realistische Neueinschätzung und Bewertung der Lage kommen.“

Fairer Interessenausgleich zwischen Ökonomie und Ökologie

Die aktuelle Situation verlange eine neue Priorisierung. Die Versorgungssicherheit habe absoluten Vorrang. Dennoch betonte der AGRAVIS-CEO mit Blick auf den Klimawandel: „Deshalb stellen wir die Transformation der Landwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz bei einem gleichzeitigen fairen Interessenausgleich zwischen Ökonomie und Ökologie nicht infrage.“ Die enormen Preisrisiken in Verbindung mit engen Versorgungsbilanzen richteten deshalb das Scheinwerferlicht noch ein bisschen intensiver als ohnehin schon auf das Thema Nachhaltigkeit. Als Beispiele für markttaugliche, ganzheitliche Konzepte, die die AGRAVIS ihren Kund:innen biete, nannte er das MX-Konzept für Rinderfutter (https://www.agravis.de/de/tierhaltung/fuettern/rinder-und-kaelber/methanreduktion-mit-dem-mx-konzept.html), das zu einer deutlichen Methanreduktion führe, und den Einsatz von Feldrobotik. Hier starte in diesem Jahr der Vertrieb von zwei Maschinen im Zusammenspiel der Bereiche Landtechnik, Pflanzenbau und Digitalisierung. „Wir denken voraus und suchen aktiv nach Lösungen für unsere Kundschaft, gemeinsam mit innovativen Entwicklern und Herstellern. Auch das verstehen wir unter ‚Gemeinsam stark'“, führte Dr. Köckler aus.

Alternativen zu fossiler Energie

Angesichts der galoppierenden Energiepreise arbeitet der AGRAVIS-Konzern in zunehmendem Maße auch an Alternativen zu fossiler Energie. „Biomethan für den Kraftfahrzeugmarkt steht ebenso auf unserer Agenda wie die CO2-Neutralität unserer Standorte“, informierte der Vorstandsvorsitzende. Erste Schritte seien gemacht: CO2-Bilanzen für die Futtermittelstandorte würden erstellt, um konkrete Handlungsansätze für Produktion, Sortiment und Logistik zu bekommen. An verschiedenen AGRAVIS-Standorten werde eigener Solarstrom produziert, der größtenteils selbst genutzt wird. An weiteren seien Photovoltaik-Anlagen in Bau. Darüber hinaus erhalten 312 Standorte bilanziell grünen Strom.

Genossenschaftlicher Verbund als Kraftspender

Der AGRAVIS ist laut Köckler bewusst, dass die enormen Preisvolatilitäten Chance und Risiko gleichermaßen bedeuten. Die hohe Inflation aus dem vergangenen Jahr werde so schnell nicht wieder verschwinden, wie die jüngste Preisentwicklung im März und April nochmal deutlich zeigte. Dazu kämen fragile Lieferketten und anhaltend hohe Frachtkosten in der Logistik. „Wir stellen uns dieser Situation mit maximaler Fokussierung auf eine konsequente Kostendisziplin. Dies beschleunigt die Straffung von Strukturen und Prozessen und fordert die gleichzeitige konsequente Ausrichtung auf die Bedarfe unserer Kundinnen und Kunden.“ Die dafür erforderliche Kraft schöpfe die AGRAVIS aus dem genossenschaftlichen Verbund. „Gemeinsam mit den Raiffeisen-Genossenschaften haben wir die Infrastruktur und das Know-how, haben wir die Kundennähe und die konsequente Kundenorientierung, um der starke Partner für die Landwirtschaft zu sein.“

Brückenbauer und Digitalisierungstreiber

Dieser Verbundgedanke werde bereits proaktiv an vielen Stellen gelebt. Aktuelle Beispiele seien die geplanten gemeinsamen Logistikstandorte in Cloppenburg und Nottuln oder auch die Übernahme des Warengeschäftes von der Raiffeisen Warenhandel GmbH in Rosdorf durch unsere Konzerngesellschaft AGRAVIS Niedersachsen-Süd GmbH zum 1. Januar dieses Jahres. „Dem scharfen Wettbewerb in der Agrarbranche stellen wir uns auch 2022 mit Demut – um stets ein bisschen besser zu werden und mit den Anforderungen zu wachsen. Dabei füllen wir gern weiterhin proaktiv unsere Rolle als Brückenbauer und Digitalisierungstreiber aus“, blickte der Konzernchef zum Abschluss trotz aller Herausforderungen optimistisch nach vorn.

Weitere Berichte unter agrav.is/hv (https://www.agravis.de/de/ueber-agravis/investor-relations/hauptversammlung)

Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen in den Segmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie und Raiffeisen-Märkte einschließlich Baustoffhandlungen soüberwie im Projektbau. Die AGRAVIS-Gruppe erwirtschaftet mit über 6.300 Mitarbeiter:innen 7,3 Mrd. Euro Umsatz und ist als ein führendes Unternehmen der Branche mit mehr als 400 Standorten überwiegend in Deutschland tätig. Internationale Aktivitäten bestehen über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in mehr als 20 Ländern und Exportaktivitäten in mehr als 100 Ländern weltweit. Der Unternehmenssitz ist Münster.
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