Fitnessstudio: Weihnachtskilos weggymmen

ARAG Experten mit Informationen rund um Fitnessstudio-Verträge

Fitnessstudio: Weihnachtskilos weggymmen

ARAG Experten mit Informationen rund um Fitnessstudio-Verträge

Gesund und agil oder einfach nur rank und schlank – nicht die Beweggründe für eine Anmeldung im Fitnessstudio sind entscheidend, sondern das Durchhaltevermögen. Und das sinkt erfahrungsgemäß mit den Monaten, die ins Jahr ziehen. Dabei sind die meisten Mitgliedschaften kein Schnäppchen und man sollte sich diese Investition also gut überlegen. ARAG Experten helfen mit ein paar Eckdaten.

Welches Gym passt gut zu mir?
Im Jahr 2023 erwirtschaftete die Fitnessbranche mehr als fünf Milliarden Euro (https://de.statista.com/topics/233/fitness/#topicOverview). Grund dafür waren sowohl zunehmende Mitgliederzahlen als auch jährlich steigende Beiträge (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/579332/umfrage/monatliche-verbraucherpreise-fuer-fitnessstudio-gebuehren-in-deutschland/). Der Sportbereich boomt also und mit ihm die Angebote. So hat der Sportbegeisterte die Qual der Wahl, wie er trainieren möchte: Eine weit verbreitete Fitnesskette, so dass man örtlich flexibel trainieren kann? Oder lieber das kleine persönlich geführte Studio um die Ecke? Der exklusive Club oder der Sportlertreff für jedermann? Funktionales Training oder Geräte-Zirkel? Geschlechterspezifisch oder gemischt? Die Auswahl ist groß, eins ist jedoch bei allen gleich: Man unterschreibt einen Mitgliedsvertrag. Und der ist zunächst einmal bindend. Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass beim Vertragsabschluss im Fitnessstudio selbst – im Gegensatz zu beispielsweise telefonisch oder online abgeschlossenen Verträgen – kein gesetzliches Widerrufsrecht gilt.

Auf die Vertragslaufzeiten achten
Für gewöhnlich bieten die Studios verschiedene Laufzeiten an, die unterschiedliche Beiträge nach sich ziehen: Je länger man sich bindet, desto günstiger wird es. Dieser Zeitraum darf allerdings maximal zwei Jahre betragen. Bei durchschnittlich 45 Euro pro Monat (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/6974/umfrage/mitgliedsbeitraege-fuer-fitness-studios-im-europaeischen-vergleich/) hat man dann auch schon ein gutes Sümmchen auf den Tisch gelegt. Es kann also durchaus Sinn machen, sich für eine kürzere Laufzeit zu entscheiden, auch wenn die monatlichen Konditionen ungünstiger sind.

Wie komme ich kurzfristig wieder aus dem Vertrag heraus?
Prinzipiell ist ein schneller Ausstieg aus einem frisch abgeschlossenen Vertrag aufgrund des fehlenden Widerrufrechts erst einmal nicht möglich. Eine der wenigen Chancen, den Vertrag unter Umständen vorzeitig zu beenden, kann laut ARAG Experten eine plötzliche Erkrankung oder Verletzung sein. Erfahrungsgemäß wird aber auch dann angeboten, zu pausieren und das Training nach der Genesung wieder aufzunehmen. Eine Vertragsaufhebung bleibt also eher die Ausnahme. Ein Blick ins Kleingedruckte vor der Unterzeichnung sorgt diesbezüglich für Klarheit. Dort findet man übrigens auch den Ausschluss anderer Gründe, die der Laie möglicherweise für ein Sonderkündigungsrecht heranziehen möchte, wie zum Beispiel eine Schwangerschaft oder ein Wohnortwechsel. Selbst eine Preiserhöhung kann dort bereits inkludiert sein und dient somit, anders als beispielsweise bei Krankenkassen oder Stromanbietern, ebenso wenig als Begründung für ein früheres Vertragsende. Auch der Gang vor Gericht hat wenig Aussicht auf Erfolg. Die meisten Klagen werden abgewiesen und die Urteile vom Bundesgerichtshof bestätigt (BGH XII ZR 24/22).

Wie kann ich ungewollte Vertragsverlängerungen vermeiden?
Vorsicht ist unbedingt geboten, wenn im Vertrag automatische Verlängerungen vorgesehen sind. Und das ist in der Regel der Fall. Denn auch wenn man die kürzeste Mindestlaufzeit wählt, heißt das noch nicht, dass die Mitgliedschaft dann endet. Vielmehr sehen die meisten Verträge vor, dass sie wie ein Abonnement ohne neue Absprache weiterlaufen, wenn nicht gekündigt wird. Allerdings hält sich das Übel in Grenzen, sollte man die Kündigungsfrist verpassen: Nach der ersten festen Laufzeit ist laut ARAG Experten für alle Verträge, die ab dem 1. März 2022 geschlossen wurden, eine Verlängerung nur noch auf unbestimmte Zeit mit monatlicher Kündigungsfrist erlaubt.

Was muss ich bei einer fristgerechten Kündigung beachten?
Entscheidend für eine fristgerechte Kündigung ist der richtige Termin und der wird im Vertrag festgelegt. Bestimmt dieser eine dreimonatige Frist, meint das, dass die Kündigung spätestens am letzten Werktag vor dem Beginn der besagten drei Monate vor Laufzeit-Ende beim Fitnessstudio vorliegen muss. Gut zu wissen: Wurde der Vertrag ab dem 1. März 2022 geschlossen, dürfen die AGB nur noch eine einmonatige Kündigungsfrist vorsehen. Die ARAG Experten raten, unbedingt schriftlich zu kündigen. Will man ganz sicher gehen, nutzt man ein Einschreiben mit Rückschein oder gibt das Schreiben persönlich ab und lässt sich den Erhalt bestätigen. Nur so verfügt man später über einen Nachweis, wenn es hart auf hart kommt.

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/krankenzusatzversicherung/gesundheits-ratgeber/

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https://www.arag.com/de/newsroom/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Sie ist der weltweit größte Rechtsschutzversicherer. Aktiv in insgesamt 19 Ländern – inklusive den USA, Kanada und Australien – nimmt die ARAG über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Ihren Kunden in Deutschland bietet die ARAG neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft auch eigene einzigartige, bedarfsorientierte Produkte und Services in den Bereichen Komposit und Gesundheit. Mit mehr als 5.000 Mitarbeitenden erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von über 2,4 Milliarden Euro.

ARAG SE ARAG Platz 1 40472 Düsseldorf Aufsichtsratsvorsitzender: Dr. Dr. h. c. Paul-Otto Faßbender,
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Die Schweizer Fitness-Wirtschaft im ersten Halbjahr 2021

Positive Tendenz nach der monatelangen Schliessung der Fitness-Center

Die Schweizer Fitness-Wirtschaft im ersten Halbjahr 2021

Die Schweizer Fitness-Wirtschaft

Die Schweizer Fitnessbetreiber sind von den Massnahmen im Rahmen der COVID-19 Pandemie in den vergangenen Monaten hart getroffen worden. Um den Schweizer Fitnessmarkt hinsichtlich der Auswirkungen der Pandemie zu durchleuchten, hat die swiss active – IG Fitness Schweiz gemeinsam mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) eine Erhebung zur Schweizer Fitness-Wirtschaft per Juni 2021 durchgeführt. Die Datenanalyse ermöglicht es, die ersten Entwicklungen der Branche nach dem Restart am 19. April 2021 abzubilden. In der Schweizer Fitnesslandschaft existieren seit mehreren Jahren so gut wie keine transparenten Daten, die aus Marktstudien erhoben wurden. In Deutschland dagegen werden seit vielen Jahren die zentralen Fakten des Fitnessmarktes in den „Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft“ abgebildet. Gemeinsam mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie dem Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte, verleiht der DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen der deutschen Branche mit dieser jährlichen Datenerhebung eine Visitenkarte, schafft Markttransparenz und stärkt die Akzeptanz bei Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Diese Synergien wollte man für diese Marktstudie nutzen, um wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Schweizer Fitnessbranche zu gewinnen.

Ausgereifte Sicherheits- und Hygienekonzepte in den Fitness-Centern
Das Stimmungsbild in der Branche ist seit dem Restart positiv. Die Betreiber aller Center sind sehr froh darüber, ihre Center wieder öffnen zu dürfen und können seit dem Restart im April 2021 keinen negativen Einfluss auf das Corona-Infektionsgeschehen in der Schweiz erkennen. Dazu tragen auch die etablierten Sicherheits- und Hygienekonzepte bei, die 33,3 Prozent der Betreiber als „eher ausgereift“, 66,3 Prozent sogar als „sehr ausgereift“ einstufen. Diese werden für die Mitglieder klar und gut erkennbar kommuniziert, beispielsweise über Plakate am Eingang, via E-Mail oder persönlich durch die Mitarbeiter. Dies zeigt sich durch eine hohe Bereitschaft der Mitglieder, die vorgegebenen Regelungen umzusetzen: 84,8 Prozent der Center berichten von einer eher hohen bis sehr hohen Bereitschaft der Mitglieder.
„Durch den engen und intensiven Austausch mit den Gesundheitsbehörden in der Schweiz konnten wir ausgereifte Sicherheits- und Hygienekonzepte für die Fitness-Center erstellen, die auch in der Praxis umsetzbar sind.“ – Roger Erni, swiss active – IG Fitness Schweiz

Nach Rückgang der Mitgliederzahl wird erneutes Wachstum prognostiziert
Mit Blick auf den Gesamtmarkt liegt die durchschnittliche Mitgliederzahl pro Center im Mai 2021 bei 1.130. Damit hat sie sich im Vergleich zum selben Zeitraum vor der Pandemie (Mai 2019: 1.281) um 11,8 Prozent reduziert. Für den Dezember 2021 erwarten die Betreiber der Schweizer Fitness-Center eine durchschnittliche Mitgliederzahl von 1.214 Mitgliedern pro Center. Dies entspricht im Vergleich zum Mai 2021 einer Steigerung um 7,4 Prozent. Bei den durchschnittlichen Check-in-Zahlen im Mai 2021 im Vergleich zum April 2021 zeigt sich ebenfalls ein Zuwachs von 24,0 Prozent.

Betreiber setzen auf Mitarbeiterqualifikation und dual Studierende
Das erste Jahr der Pandemie, 2020, haben 99,4 Prozent der Betriebe genutzt, um ihre Mitarbeiter weiterzubilden. In 2021 setzen die Betriebe ebenfalls auf Weiterbildung. Auch wenn der Wert (Stand Juni 2021) noch hinter dem Wert des Vorjahres liegt, geben 83,0 Prozent der Betriebe an, ihre Mitarbeiter im ersten Halbjahr 2021 weitergebildet zu haben. Dies entspricht einem Zuwachs um 10,3 Prozent. Hierbei beschäftigt ein Center im Schnitt knapp 23 Mitarbeiter, darunter 11 Festangestellte und zwei dual Studierende.
„Ähnlich wie in Deutschland setzen auch die Betriebe in der Schweiz stark auf Mitarbeiterqualifikation und Weiterbildung. Dies ist ein wichtiger Faktor für das Erreichen des prognostizierten Mitgliederwachstums.“ – Prof. Dr. Sarah Kobel, DHfPG

Fazit: Fitnessbranche ist und bleibt eine Zukunftsbranche
Trotz der Corona-Krise sind die Vorzeichen in der Schweizer Fitnessbranche positiv. Die Check-in-Zahlen bewegen sich in Richtung des Niveaus von 2019, auch die Mitgliederzahlen erholen sich langsam. Dass die Branche weiterwächst, zeigt auch die Entwicklung der Mitarbeiteranzahl. Vor dem Hintergrund der Corona- Krise hat sich die Digitalisierung als Ergänzung zum Leistungsportfolio etabliert, was die Branche weiter stärkt und den Mitgliedern durch ein differenzierteres Angebot die Integration des Fitnesstrainings in ihr Leben deutlich erleichtert. Die Betreiber blicken der Zukunft optimistisch entgegen. 61,9 Prozent erwarten, dass sich die wirtschaftliche Situation ihres Centers in den nächsten zwölf Monaten (eher) verbessern wird. Die Fitnessbranche ist und bleibt eine Zukunftsbranche – gerade auch über die Krise hinaus.

Methodik
Die Erhebung wurde per Online-Umfrage vom 4. Juni bis 9. Juli 2021 durchgeführt. Sie wurde in deutscher, französischer und italienischer Sprache angeboten. Von den rund 1.300 Fitness-Centern in der Schweiz haben 489 Betriebsstätten teilgenommen, was einer Teilnahmequote von 37,6 Prozent entspricht und den notwendigen Rücklauf für statistische Repräsentativität der Daten (über-)erfüllt.
Die gesamte Studie können Sie auf Anfrage an info@ig-fitness-schweiz.ch erhalten.

Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) qualifiziert derzeit über 8.400 Studierende zum Bachelor of Arts in den Studiengängen Fitnessökonomie, Sportökonomie, Fitnesstraining, Gesundheitsmanagement und Ernährungsberatung sowie zum Bachelor of Science Sport-/Gesundheitsinformatik. Drei Master-of-Arts-Studiengänge (Prävention und Gesundheitsmanagement, Fitnessökonomie, Sportökonomie), ein MBA-Studiengang (Sport-/ Gesundheitsmanagement) sowie ein Graduiertenprogramm zur Vorbereitung auf eine Promotion runden das Angebot ab. Mehr als 4.300 Unternehmen setzen auf die Studiengänge beim Themenführer und Testsieger der Branche. Die staatlich anerkannte und unbefristet akkreditierte Deutsche Hochschule besitzt einen Studienstandort in Zürich und gehört zu den grössten privaten Hochschulen in Deutschland.

swiss active – IG Fitness Schweiz
swiss active – IG Fitness Schweiz ist ein Verband, der sich aus Einzelcentern, Kettenbetreibern und Kursanbietern zusammensetzt. Damit vertritt der Verband mehr als 500 Standorte in der Schweiz. Die IG Fitness Schweiz hat es sich zum Ziel gesetzt, die Gesundheits- und Fitnessbranche nachhaltig und unpopulistisch in einem gemeinsamen Miteinander zu entwickeln. Als Mitglied begleitet Sie die IG Fitness Schweiz in der Gesundheits- und Fitnessbranche und definiert miteinander die Themen von morgen, welche den Alltag unserer Mitglieder prägen. Gemeinsam mit den Mitgliederinstitutionen ist die IG Fitness Schweiz für die Einzelcenter, Kettenbetreiber und Kursanbieter da. Die IG Fitness Schweiz verschafft den Mitgliederinteressen in der Politik, bei den Medien und in der Öffentlichkeit Gehör. Arbeitgeberpolitisch ausgerichtet engagiert sich der Verband für gute Rahmenbedingungen der Branche.

Kontakt
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG)
Sarah Kobel
Albisriederstrasse 226
8047 Zürich
+49 681 6855-220
schweiz@dhfpg.de
www.dhfpg.ch