Schwacher Dollar – ist das Schlimmste bereits eingepreist?

Schwacher Dollar - ist das Schlimmste bereits eingepreist?

Die Märkte bleiben gelassen trotz neuer Eskalationen im US-Handelsstreit – iBanFirst sieht Zeichen für eine mögliche Trendwende beim Dollar. Was bedeutet das für den deutschen Mittelstand?

Trotz neuer Drohkulissen aus Washington – etwa durch angekündigte Mahnschreiben an Handelspartner – zeigen sich die internationalen Finanzmärkte unbeeindruckt. Der Volatilitätsindex VIX liegt mit 17,8 unterhalb der kritischen Schwelle von 20, der Dollar verliert gegenüber dem Euro auf Wochensicht rund 1,2 Prozent. Von Panik ist keine Spur. Doch wie lange noch?

„Wir sehen ein Marktumfeld, das den politischen Kurs der Trump-Regierung in weiten Teilen bereits vorweggenommen hat“, analysiert das FX-Team von iBanFirst. Viele Investor:innen haben den Dollar abgestoßen – in manchen Fällen so stark wie zuletzt während der Hochphase der Pandemie. Auch die Terminmärkte signalisieren: Der EUR/USD könnte bis Jahresende auf 1,23 steigen, langfristig sogar Richtung 1,30.

Besart Shala, Deutschland-Chef von iBanFirst, ordnet ein:
„Für den deutschen Mittelstand, insbesondere für importstarke Unternehmen, ist die aktuelle Dollar-Schwäche zunächst ein Vorteil – sie reduziert Einkaufskosten und kann Margen verbessern. Doch Vorsicht: Wenn alle auf einen schwachen Dollar setzen, könnte genau das die Wende einleiten. Unternehmen sollten jetzt ihre Währungsrisiken sorgfältig absichern und nicht auf kurzfristige Trends vertrauen.“

Technische Marke von 1,20 im Blick – aber wohin geht die Reise wirklich?
Ein Überschreiten der Marke von 1,20 EUR/USD könnte angesichts dünner Handelsvolumina in den Sommermonaten rasch Realität werden. Mittel- bis langfristig hängt die Entwicklung jedoch stark von US-Inflationsdaten und Kapitalströmen ab. Seit Mai fließt wieder mehr Kapital in US-Aktien – ein Stabilitätsfaktor für den Dollar. Auch politisch dürfte sich Washington ab Herbst vorsichtiger zeigen: Vor dem Hintergrund der Midterm-Wahlen 2026 haben die Aktienmärkte wachsende Bedeutung – immerhin machen sie fast die Hälfte des US-Privatvermögens aus.

iBanFirst, gegründet 2016, ist ein globaler Finanzdienstleister mit einer innovativen Plattform für das Fremdwährungsmanagement. Im Gegensatz zu Mitbewerbern bietet iBanFirst professionelle Unterstützung durch Devisenexperten, wodurch das Fintech insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die international tätig sind, ein zuverlässiger Partner ist. Für zusätzliche Transparenz sorgt der branchenweit einzigartige Payment Tracker, mit dem Unternehmen ihre Zahlungen in Echtzeit verfolgen können. iBanFirst ermöglicht Führungskräften und Finanzteams den direkten Zugang zu den Devisenmärkten, das Speichern, Empfangen und Versenden von Geld in über 30 Währungen sowie die Entwicklung individueller Absicherungsstrategien. Als von der Belgischen Nationalbank reguliertes Zahlungsinstitut ist iBanFirst in der gesamten Europäischen Union zugelassen. Als Mitglied des SWIFT-Netzwerks und SEPA-zertifiziert verfugt iBanFirst außerdem über AISP- und PISP-Akkreditierungen gemäß PSD2.

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Hinter dem Aufstieg des Euro: Rückt die Inflationsangst den US-Dollar ins Wanken?

Hinter dem Aufstieg des Euro: Rückt die Inflationsangst den US-Dollar ins Wanken?

Der US-Dollar setzt seine Talfahrt fort und ist gegenüber dem Euro auf 1,17 gefallen. Hintergrund dieser Entwicklung sind vor allem massive Kapitalabflüsse aus dem US-Anleihemarkt – ein klares Signal wachsender Unsicherheit. Im Zentrum der Sorgen: ein mögliches Wiederaufflammen der Inflation, begünstigt durch die Wirtschaftspolitik der Trump-Regierung, sowie Zweifel an der künftigen Handlungsfähigkeit der US-Notenbank.

Ein zentraler Treiber der aktuellen Dollar-Schwäche ist die anhaltende Kapitalflucht aus US-Staats- und Unternehmensanleihen. Zwar sind die Renditen langlaufender US-Papiere zuletzt leicht gesunken – was einem Anstieg der Anleihekurse entspricht – doch Investoren zeigen sich nach wie vor äußerst zurückhaltend, wenn es um langfristige US-Schuldtitel geht.

Zunehmend wächst die Sorge, dass protektionistische Maßnahmen wie Zölle, aber auch migrationspolitische Eingriffe der Trump-Regierung mittel- bis langfristig preistreibend wirken könnten.

Zusätzlich heizt die politische Besetzung der US-Notenbank die Unsicherheit weiter an: Präsident Trump hat angekündigt, künftig auf eine Fed-Führung zu setzen, die seiner Politik niedriger Zinsen folgt. Das nährt Zweifel, ob die Zentralbank bei steigender Inflation entschlossen gegensteuern kann.

Für Halter langfristiger Anleihen ist das ein entscheidender Punkt: Inflation schmälert real die Erträge, was US-Anleihen für internationale Anleger weniger attraktiv macht. Damit sinkt zugleich auch die Nachfrage nach dem US-Dollar.
Zwar verliert der Greenback auch gegenüber anderen wichtigen Währungen wie dem britischen Pfund oder dem chinesischen Yuan an Boden, doch besonders der Euro profitiert derzeit überproportional von dieser Entwicklung – und zeigt entsprechend auch gegenüber weiteren Währungen Stärke.

Was bedeutet das für international tätige Mittelständler in Deutschland?
„Die zunehmende Volatilität im EUR/USD-Wechselkurs erfordert von exportorientierten Unternehmen ein noch gezielteres Währungsrisikomanagement“, sagt Besart Shala, Geschäftsführer Deutschland bei iBanFirst. „Wer in US-Dollar fakturiert oder Vorleistungen in der Dollarzone einkauft, sollte seine Margen gegenüber weiteren Kursschwankungen absichern – etwa durch den strategischen Einsatz von Termingeschäften. Gleichzeitig eröffnet der starke Euro aber auch Chancen: Unternehmen mit Zukäufen außerhalb der Eurozone können derzeit von günstigen Wechselkursen profitieren.“
Sein Fazit: „Der aktuelle Währungstrend zeigt, wie eng geopolitische Entwicklungen und Finanzmärkte miteinander verknüpft sind. Mittelständische Unternehmen, die international agieren, brauchen deshalb klare Leitlinien für ihr Devisenmanagement – nicht nur zur Absicherung, sondern auch zur aktiven Steuerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit.“

iBanFirst, gegründet 2016, ist ein globaler Finanzdienstleister mit einer innovativen Plattform für das Fremdwährungsmanagement. Im Gegensatz zu Mitbewerbern bietet iBanFirst professionelle Unterstützung durch Devisenexperten, wodurch das Fintech insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die international tätig sind, ein zuverlässiger Partner ist. Für zusätzliche Transparenz sorgt der branchenweit einzigartige Payment Tracker, mit dem Unternehmen ihre Zahlungen in Echtzeit verfolgen können. iBanFirst ermöglicht Führungskräften und Finanzteams den direkten Zugang zu den Devisenmärkten, das Speichern, Empfangen und Versenden von Geld in über 30 Währungen sowie die Entwicklung individueller Absicherungsstrategien. Als von der Belgischen Nationalbank reguliertes Zahlungsinstitut ist iBanFirst in der gesamten Europäischen Union zugelassen. Als Mitglied des SWIFT-Netzwerks und SEPA-zertifiziert verfugt iBanFirst außerdem über AISP- und PISP-Akkreditierungen gemäß PSD2.

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Impulse durch Bulgariens Euro-Beitritt ab 2026

Pressemitteilung der Personalberatung Balkaninvest.eu (Bulgarien): Deutscher Geschäftsführer erwartet Impulse durch Bulgariens Euro-Beitritt ab 2026.

Impulse durch Bulgariens Euro-Beitritt ab 2026

Dirk Steffes-tun, Geschäftsfährer der Personalberatung Balkaninvest.eu EOOD

PRESSEMITTEILUNG
Sofia, 04. Juni 2026
Balkaninvest.eu: Personalberatung erwartet Impulse durch Bulgariens Euro-Beitritt ab 2026

Mit dem für 2026 geplanten Beitritt Bulgariens zur Euro-Zone sieht die in Sofia ansässige Personalberatung Balkaninvest.eu EOOD bedeutende Chancen für den Arbeitsmarkt und die internationale Zusammenarbeit.

„Der Euro-Beitritt ist ein starkes Signal für wirtschaftliche Stabilität und wird die Attraktivität Bulgariens für ausländische Investoren, gerade solche aus der Eurozone, weiter steigern“, so Dirk Steffes-tun, M.A., Gründer und Geschäftsführer der Personalberatung. „Wir erwarten, dass sich daraus auch neue Impulse für den bulgarischen Arbeitsmarkt und die grenzüberschreitende Rekrutierung ergeben.“

Die Einführung des Euro sei dabei für viele nur ein formaler Schritt, so Steffes-tun weiter:
„Die bulgarische Währung Lew ist seit fast 30 Jahren fest an den Euro beziehungsweise die Deutsche Mark gekoppelt. Damit unterscheidet sie sich von anderen Beitrittskandidaten. Es gab keinerlei Wechselkursschwankungen, und Bulgarien hat sich trotz dieses Korsetts wirtschaftlich sehr gut entwickelt. Man könnte also sagen, dass Bulgarien von Anfang an in der Euro-Zone mit dabei war.“
Auch im Alltag werde die Euro-Einführung deutliche Erleichterungen bringen:
„Bulgarien ist wirtschaftlich nahezu vollständig auf Europa fokussiert. Das ständige Geldwechseln war und ist sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen lästig und teuer. Gut, dass damit bald Schluss ist!“

***
Balkaninvest.eu unterstützt seit 2009 internationale Unternehmen bei der Rekrutierung qualifizierter Fach- und Führungskräfte – mit besonderem Fokus auf Personal mit Deutschkenntnissen. Als lizenzierte HR-Agentur berät das Unternehmen Firmen sowohl in Bulgarien als auch in anderen EU-Ländern. Darüber hinaus bietet Balkaninvest Schulungen und Beratungen im Bereich Online-Personalmarketing an.
„Gerade in einem wettbewerbsintensiven Umfeld wie dem europäischen Arbeitsmarkt wird es entscheidend sein, gezielt zu rekrutieren und moderne Methoden der Ansprache einzusetzen“, ergänzt Steffes-tun, der seit 2007 in Bulgarien lebt und zuvor für die Friedrich-Naumann-Stiftung in Brüssel und Sofia tätig war.
Die Personalberatung sieht sich gut gerüstet, ihre internationale Kundenbasis mit dem bevorstehenden Euro-Beitritt noch besser zu unterstützen.

Über Dirk Steffes-tun, M.A.
Dirk Steffes-tun lebt seit 2007 in Bulgarien. Zuvor war der Politikwissenschaftler in Brüssel im Bereich Europapolitik tätig. Kurz nach Bulgariens EU-Beitritt übernahm er eine Position als Regionalkoordinator der Friedrich-Naumann-Stiftung in Sofia. 2009 gründete er die Personalberatung Balkaninvest.eu EOOD.

Über Balkaninvest.eu EOOD
Seit 2009 bietet Balkaninvest.eu EOOD HR-Dienstleistungen aus Sofia (Bulgarien) an und verfügt über die erforderlichen staatlichen Lizenzen. Die Agentur ist auf die Vermittlung von deutschsprachigem Personal spezialisiert und begleitet Unternehmen bei der Rekrutierung in Bulgarien und dem EU-Ausland. Neben der Personalvermittlung zählen auch Schulungen und Beratungen im Bereich Online-Recruiting zum Portfolio.

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Die Zukunft der Leitwährung: Der Dollar, neue Herausforderungen und Alternativen

Die Zukunft der Leitwährung: Der Dollar, neue Herausforderungen und Alternativen

Die Zukunft der Leitwährung Dollar – EM Global Service AG

Einführung: Ein Zeitalter der Veränderungen

Der US-Dollar hat seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine dominante Stellung als globale Leitwährung eingenommen. Diese Position basiert auf der wirtschaftlichen Stärke der Vereinigten Staaten, ihrem politischen Einfluss und der Stabilität des amerikanischen Finanzsystems. Doch angesichts der sich wandelnden geopolitischen und wirtschaftlichen Landschaft stellt sich die Frage: Könnte die Ära des Dollars als unangefochtene Leitwährung bald ausklingen? Immer mehr Länder suchen nach Alternativen, während der Aufstieg Chinas und die Rolle von Edelmetallen wie Gold und Silber in neuen monetären Systemen an Bedeutung gewinnen. Dr. Peter Riedi, Finanzexperte und Geschäftsführer der EM Global Service AG aus Liechtenstein, beleuchtet in diesem Artikel die historischen Wurzeln der Leitwährung und die möglichen Entwicklungen der nächsten Jahrzehnte.

Bretton Woods: Die Geburt des Dollars als Leitwährung

Im Juli 1944 trafen sich die Delegierten von 44 Nationen im amerikanischen Bretton Woods, um eine neue weltweite Finanzordnung zu schaffen. Das Ergebnis war die Festlegung des US-Dollars als weltweite Leitwährung, gebunden an den Goldstandard. Nach dem Zweiten Weltkrieg verfügten die USA über die weltweit größten Goldreserven, und ihre Wirtschaft war die unbestritten stärkste. Dies bot den idealen Rahmen, um den Dollar als internationalen Anker zu etablieren. Gold spielte eine zentrale Rolle in diesem System – bis Richard Nixon 1971 die Goldbindung des Dollars aufhob, um den kostspieligen Vietnamkrieg zu finanzieren. Dies war ein Wendepunkt in der globalen Finanzgeschichte, da der Dollar zwar seine Golddeckung verlor, aber weiterhin als Leitwährung dominierte. Bis heute halten die Zentralbanken weltweit etwa 60 % ihrer Währungsreserven in US-Dollar.

Warum der Dollar weiterhin die globale Wirtschaft dominiert

Der Erfolg des US-Dollars basiert auf mehreren Faktoren. Einer der entscheidenden Gründe ist das Vertrauen in die USA als wirtschaftliche und politische Supermacht. Die USA haben ihre Schulden nie in der Geschichte des Landes nicht bedient – ein wichtiger Vertrauensanker für Investoren. Weiterhin agiert die amerikanische Zentralbank, die Federal Reserve (Fed), als Garant für die Stabilität des Dollars. Die Dollar-Dominanz ist auch eng mit den globalen Finanzmärkten verknüpft: Ein Großteil des weltweiten Handels und der internationalen Finanztransaktionen wird in Dollar abgewickelt.

Dennoch sind die Nachteile dieses Systems für die USA spürbar. Die hohe Nachfrage nach Dollar-basierten Vermögenswerten treibt die Immobilienpreise in die Höhe und trägt zum Leistungsbilanzdefizit der USA bei. Dies hat es den USA jedoch ermöglicht, über ihre wirtschaftlichen Verhältnisse zu leben, indem sie mehr importieren als exportieren und dennoch ihre Währung stabil halten. Dr. Peter Riedi sieht in diesem System jedoch auch Risiken. Sollte das Vertrauen in den Dollar schwinden – sei es durch wirtschaftliche Instabilität oder politische Unsicherheiten -, könnte das globale Finanzsystem in Mitleidenschaft gezogen werden.

Chinas Renminbi: Eine ernsthafte Herausforderung?

Die globale Wirtschaftsmacht Chinas hat in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch zugenommen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP), das in den kommenden Jahren die USA übertreffen könnte, ist China bestrebt, den Renminbi (RMB) zu einer ernst zu nehmenden Alternative zum Dollar zu machen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat den Renminbi 2016 in seinen Währungskorb für Sonderziehungsrechte (SZR) aufgenommen, was einen symbolischen Schritt zur Anerkennung Chinas als bedeutender Akteur im globalen Finanzsystem darstellt.

Doch trotz Chinas wirtschaftlicher Stärke bleibt der Renminbi aufgrund von Kapitalverkehrskontrollen und der mangelnden Transparenz des chinesischen Finanzsystems eine Herausforderung für internationale Investoren. Dr. Peter Riedi sieht jedoch langfristiges Potenzial im Renminbi, insbesondere für Handelsbeziehungen in Südostasien, wo Chinas wirtschaftlicher Einfluss bereits dominant ist. Viele dieser Länder könnten in den nächsten Jahrzehnten zunehmend den Renminbi für ihre internationalen Geschäfte nutzen, was die Rolle der chinesischen Währung stärken und zu einer multipolaren Währungswelt führen könnte.

Der Euro: eine verpasste Chance?

Auch der Euro hat Ambitionen, eine größere Rolle im internationalen Währungssystem zu spielen. Seit seiner Einführung im Jahr 1999 ist er zur zweitwichtigsten Reservewährung der Welt gestiegen, doch er bleibt weit hinter dem Dollar zurück. Etwa 20 Prozent der weltweiten Währungsreserven werden in Euro gehalten. Doch die Herausforderungen struktureller Schwächen der Eurozone, wie die Schuldenkrisen einiger Mitgliedstaaten und die Unfähigkeit der Europäischen Union, eine einheitliche fiskalpolitische Antwort auf wirtschaftliche Herausforderungen zu geben, haben das Vertrauen in den Euro als Leitwährung geschwächt.

Gertrud Traud, Chefvolkswirtin der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), weist öffentlich darauf hin, dass die EU, wenn sie den Euro stärken will, tiefgreifende Reformen durchführen muss. Die Herausforderung besteht darin, die Heterogenität der Mitgliedstaaten zu überwinden und die Eurozone als einheitlichen wirtschaftlichen Block zu positionieren. Dr. Peter Riedi sieht im Euro zwar Potenzial, doch angesichts der bestehenden politischen Unsicherheiten in Europa bleibt die Währung auf absehbare Zeit eher ein regionaler Akteur als ein globaler Konkurrent für den Dollar.

Gold und Silber: eine Rückkehr zu Edelmetallen als Währungsbasis?

Angesichts der Unsicherheiten im globalen Währungssystem wächst das Interesse an Edelmetallen wie Gold und Silber als mögliche Deckung für eine neue Leitwährung. Historisch gesehen spielte Gold eine entscheidende Rolle als stabilisierender Faktor im internationalen Finanzsystem. Seit der Aufhebung des Goldstandards hat kein Land mehr eine Währung vollständig durch Edelmetalle gedeckt, doch in Zeiten wachsender Inflation und wirtschaftlicher Instabilität gewinnen Edelmetalle wieder an Attraktivität.

Dr. Peter Riedi sieht in Gold und Silber eine potenzielle Absicherung gegen Währungsrisiken. „In einer Zeit, in der das Vertrauen in staatliche Institutionen und ihre Währungen schwindet, bieten Edelmetalle eine greifbare Alternative“, erklärt Riedi. Vor allen Ländern, die nach einer unabhängigen Währungsbasis suchen und sich vom Einfluss westlicher Finanzsysteme lösen möchten, könnten Edelmetalle als Grundlage für ihre eigenen Währungen in Erwägung ziehen.

Schlussfolgerung: eine Zukunft der multipolaren Leitwährungen?

Die globale Wirtschaftsordnung befindet sich im Wandel. Die Dominanz des US-Dollars steht vor neuen Herausforderungen durch aufstrebende Mächte wie China und durch alternative Ansätze, die die Rückkehr zu Edelmetallen in Betracht ziehen. Experten beobachten kritisch, ob der Dollar auch noch zeitnah die führende Währung bleibt. Einigkeit besteht darin, dass so lange die USA ihre wirtschaftliche und politische Stabilität befolgen, die Experten davon ausgehen, dass der Dollar in Führungsposition bleibt.

Dr. Peter Riedi geht jedoch davon aus, dass die Weltwirtschaft in den nächsten Jahrzehnten zunehmend von mehreren großen Währungsräumen dominiert wird, anstatt von einer einzigen Leitwährung. Diese Entwicklung könnte die Stabilität des globalen Finanzsystems stärken, da sie das Risiko mindert, das mit der Abhängigkeit von einer einzigen Währung verbunden ist. Eine Welt, in der der Dollar, der Euro, der Renminbi und vielleicht sogar durch Edelmetalle gedeckte Währungen nebeneinander existieren, könnte eine neue Ära der wirtschaftlichen Stabilität und Unabhängigkeit einläuten.

Autor:Dr. Peter Riedi, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der EM Global Service AG

Das Unternehmen EM Global Service AG im Herzen Europas gelegen konzipiert und betreut Rohstoff- und Edelmetallkonzepte. Das Leistungsspektrum der EM Global Service AG umfasst den Erwerb, die Verwahrung und Sicherheit von physischen Edelmetallen für die Eigentümer, die Käufer. Das Unternehmen mit ihrem Team baut auf wirtschaftliche Stabilität und sichern diese mit Zuverlässigkeit und Diskretion in der Vermögensverwahrung im Herzen Europas. Weitere Informationen unter www.em-global-service.li

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Der digitale Euro startet. Überwachung aller Bürger?

Der EZB Rat hat das digitale Euro-Projekt gestartet. Dadurch entsteht eine große Gefahr durch potenzielle digitale Überwachung.

Der digitale Euro startet. Überwachung aller Bürger?

2024: Wie digitales Zentralbankgeld unsere Freiheit bedroht

Der EZB-Rat gab am 18. Oktober 23 nach Abschluss der zweijährigen Untersuchungsphase zu Ausgestaltung und Bereitstellung eines digitalen Euro den Startschuss für die Vorbereitungsphase des digitalen Euros. Damit wird einer potenziell sehr gefährliches Kontroll- und Überwachungstechnologie Tür und Tor geöffnet, die einem chinesischen Social-Credits-System ähneln kann.

Lagarde versucht zu beruhigen

Christine Lagarde, Präsidentin der EZB sagte: „Wir sehen einen digitalen Euro als eine digitale Form von Bargeld, mit der sämtliche digitale Zahlungen kostenlos möglich sind und die die höchsten Datenschutzstandards erfüllt.“

Diese höchsten Datenschutzstandards schließen derzeit nicht aus, dass einzelne digitale Geldbörsen gezielt gesperrt werden oder für bestimmte Zahlungen gesperrt werden. So ist ohne Weiteres denkbar, dass bestimmte Produkte nicht mit dem digitalen Euro bezahlt werden können – das wäre eine indirekte Kontrolle der Bürger und ein direkter Eingriff in die Freiheit des Einzelnen.

Diese nicht explizit auszuschließende Szenarios würden der dystopischen Zukunft entsprechen, die in dem aufschreckenden Roman von George Orwell mit dem Titel „1984“ beschreiben ist.

„Big Brother is watching you.“

Der Buchautor Joe Martin hat anlässlich der drohenden Gefahr durch einen potenziell übergriffigen Staat der nahen Zukunft Orwells Meisterwerk mit einer Fortsetzung versehen. In dem jetzt erschienenen Buch „2024 – 1984 updated“ beschreibt er, wie es dem bisher unbekannten Sohn des Orwellschen Hauptdarstellers in seinen 40. Lebensjahr ergeht. Auch er wird überwacht und schließlich vom Regime unter Druck gesetzt. Das Mittel der Überwachung ist der digitale Euro.

Obgleich es ein spannender und fesselnder Roman ist, sind die Geschehnisse erschreckend realistisch, wenn mit dem digitalen EZB-Euro das Bankenwesen ausgehebelt wird und ein undemokratisches Regime etabliert wird.

Wir könnten überrascht werden

„In Orwells „1984“ lebt der Protagonist im Bewusstsein der allgegenwärtigen Überwachung und beginnt, leichtsinnig zu werden – während sein Sohn im Jahr 2024 vollkommen von der lückenlosen Kontrolle überrascht wird“, so der Autor Joe Martin.

Martin betont, dass Orwell für sein schreckliches Zukunftsszenario noch Technologie erfinden musste, damit sein Roman funktioniert. In seinem eigenen Werk ist das nicht mehr nötig. Die gesamte Technologie steht heute schon zur Verfügung. „Das macht mir Angst“, sagt der Schriftsteller.

2024: Wie digitales Zentralbankgeld unsere Freiheit bedroht (https://www.amazon.de/dp/B0CKR7NZN9)
Weitere Informationen (https://1984updated.com)

Winston Smith, der Protagonist aus George Orwells dystopischem Roman „1984“ hatte einen Sohn. Keiner wusste davon. Er lebt in einer heilen Welt, bis er den brutalen Überwachungstools der Mächtigen, Cyberwaffen wie „Pegasus“ und der Kontrolle durch das brutalste Exekutionstool von 2024 erliegt: digitalem Zentralbankgeld.

Dies ist seine Geschichte. Das ist 2024 – 1984 updated!

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**2024: Orwell ‘s 1984 Reimagined**

Euro am Sonntag Ranking: GoldSilberShop.de ist bester Edelmetallhändler bei Preis, Produktvielfalt und Altgoldankauf sowie „Top“ im Kundenservice

GoldSilberShop.de ist auch 2022 wieder im Ranking der Euro am Sonntag Top-Edelmetallhändler und ist führend in den Kategorien Konditionen, Sortimentsbreite, und Altgoldankauf

Euro am Sonntag Ranking: GoldSilberShop.de ist bester Edelmetallhändler bei Preis, Produktvielfalt und Altgoldankauf sowie "Top" im Kundenservice

Tim Schieferstein (Geschäftsführer von GoldSilberShop.de) (Bildquelle: @ SOLIT)

24.10.2022 Wiesbaden GoldSilberShop.de hat auch im Jubiläums-Jahr aufgrund seines erstklassigen Angebots und seines kundenorientierten Services im aktuellen Ranking der Euro am Sonntag die Bewertung als Top-Edelmetallhändler bestätigt. Das Deutsche Kundeninstitut (DKI) hat acht Edelmetallhändler in über 130 Kundenkontakten anhand von etwa 300 Einzelkriterien analysiert und entsprechend mit Punkten benotet. GoldSilberShop.de war Sieger in drei von fünf Kategorien wie zum Beispiel in dem Segment „Konditionen“. Hier wurden vor allem die Preisauf- und Preisabschläge beim Ver- und Ankauf verschiedener Edelmetalle sowie mögliche zusätzliche Kosten verglichen.

In der Kategorie Handel wurde die Sortimentsbreite und die Sortimentstiefe überprüft, auch im Hinblick auf Edelmetalle mit Fair-Trade-Siegel und Lagermöglichkeiten. Auch hier konnte GoldSilberShop.de Platz eins mit über 15 Punkten Abstand zum zweiten in der Gruppe behaupten. Im Bereich Kundenkommunikation erzielte der Wiesbadener Edelmetallhändler eine Top-Benotung in Bezug auf Kompetenz, Schnelligkeit, Erreichbarkeit und Freundlichkeit etc.

„Besonders erfreut sind wir über die Auszeichnung im Bereich Altgoldankauf“, so Tim Schieferstein. „Den Altgoldankauf haben wir erst im Frühjahr 2022 relauncht. Der Anleger kann hier nicht nur seine Barren und Münzen verkaufen, sondern sein gesamtes Altgold. Das Angebot wird von den Kunden sehr gut angenommen, weil sie die Flexibilität von GoldSilberShop.de schätzen und uns seit Jahren kennen und vertrauen, auch über unseren Vertriebspartner vor Ort, die Sparkassen. Dieses Vertrauen ist die Basis für unsere gesamte Arbeit und wir sind sehr dankbar, dass die Anleger das honorieren.“

Mehr: www.goldsilbershop.de

Über GoldSilberShop.de:
GoldSilberShop.de wurde 2012 in Wiesbaden gegründet und ist heute eine
Marke der Wiesbadener SOLIT Gruppe. Der Edelmetallhändler offeriert unter
www.goldsilbershop.de online als auch lokal, an über 100 Standorten, Direktanlagen in
Edelmetallbarren, -münzen und Diamanten sowie dazu passende Lagerlösungen. Als Mitglied
des Berufsverbandes des Deutschen Münzenfachhandels e. V. ist die Gesellschaft bestrebt,
regelmäßige Aufklärungsarbeit zum Thema Edelmetall-Investments zu leisten.

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Die Börsenmedien AG ist Reichweiten-Gewinner der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse 2022 (AWA)

Die neue Börsenmedien-Kombi DER AKTIONÄR, EURuro am Sonntag und EURuro erreicht laut AWA 710.000 Leserinnen und Leser.

Die Börsenmedien AG ist Reichweiten-Gewinner der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse 2022 (AWA)

Logo Börsenmedien AG

Die Börsenmedien AG, Deutschlands führendes Medienhaus für Finanzinformationen, weist in der kürzlich veröffentlichen Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse 2022 erstmals die Kombination der erhobenen Zeitschriften DER AKTIONÄR, EURuro am Sonntag und EURuro aus. Mit einer Nettoreichweite von 1,0 Prozent, das entspricht 710.000 Leserinnen und Lesern (LpA), positioniert sich die Börsenmedien-Kombination erfolgreich im Wettbewerbsumfeld. Die Reichweite der Börsenmedien-Kombi ist damit höher als die von „Manager Magazin“ (630.000), „WirtschaftsWoche“ (700.000) und „Focus Money“ (570.000).

„Wir bieten unseren Anzeigenkunden mit der Kombination unserer Titel eine hochinteressante Zielgruppe zu attraktiven Konditionen gebündelt aus einem Haus“, so Jacek Majewski, Head of Sales der Börsenmedien AG.

Mit der Börsenmedien-Kombination werden zahlreiche Privatanleger und Entscheider mit besonders hohem Haushaltsnettoeinkommen (Durchschnitt 4.978 Euro) erreicht. Diese interessieren sich für Börsen- und Kapitalanlagethemen (Affinität 407) und zeichnen sich ihrer Kaufkraft entsprechend durch eine hohe Ausgabebereitschaft für Konsum- und Luxusgüter aus.

„Die erfolgreiche Etablierung der Börsenmedien-Kombi sowie das Reichweitenplus der Einzeltitel (DER AKTIONÄR +40%, EURuro am Sonntag +60%, EURuro +16%, vgl. mit AWA 2020) bestätigt und unterstreicht unseren Anspruch, der führende Wirtschaftsverlag für Retail-Investoren in Deutschland zu sein. Die Übernahme des Finanzen Verlags war ein bedeutender Schritt, ein höchstattraktives Angebot für unsere Anzeigenkunden zu schaffen“, so Leon Müller, Geschäftsführer der Finanzen Verlag GmbH.

Die Börsenmedien AG zählt zu den erfolgreichsten Wirtschaftsverlagen Deutschlands. Durch die Übernahme des Finanzen Verlags ist das größte Verlagsangebot für Privatanleger in Deutschland mit drei Wochen- und zwei Monatstiteln entstanden – DER AKTIONÄR, BÖRSE ONLINE, EURuro am Sonntag sowie einfach börse und EURuro.
Zahlreiche Fachdienste und mehrere digitale Plattformen – darunter DER AKTIONÄR TV, die 2018 übernommene Website Finanztreff.de und jetzt auch boerse-online.de – verschaffen dem Medienunternehmen auch in der digitalen Welt eine Spitzenposition.

Über 100 Finanzredakteure sowie mehr als 250 Mitarbeiter an den Standorten Kulmbach, München, Frankfurt am Main und Berlin stellen Privatanlegern täglich fundierte und geldwerte Informationen zur Verfügung.

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Zinspolitik der Schweizer Nationalbank beeinflusst Miet- und Immobilienpreise

Michael Oehme erklärt, wie die Zinspolitik der Schweizer Nationalbank (SNB) Einfluss auf Miet- und Immobilienpreise nimmt

Zinspolitik der Schweizer Nationalbank beeinflusst Miet- und Immobilienpreise

Dass kaum ein anderes Land in Europa derart vom Inflationsschub verschont blieb, zeigen die veröffentlichten Daten des Schweizer Bundesamts für Statistik. So erhöhte sich der Konsumentenpreisindex im November des vergangenen Jahres gegenüber dem Vorjahr um gerade einmal 1,5 %. Deutsche Konsumenten mussten im gleichen Monat Preissteigerungen um 5,2 % hinnehmen. In den USA sind es gar 6,8 % gewesen, meint Michael Oehme.

Auch Schweiz kann sich Preissteigerungen nicht entziehen

Dass die Preissteigerungen in den genannten Ländern sowie generell noch höher ausfallen dürften, zeigt die Verschiebung des sogenannten Warenkorbs. So sind es in Deutschlands insbesondere die steigenden Mietzinsen, die ins Gewicht fallen. Von dieser Entwicklung bleib die Schweiz verschont, wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen. In der Schweiz orientieren sich Mietpreiserhöhungen maßgeblich am Konsumentenpreisindex (der Inflationsrate). Grundsätzlich stagnieren die Mietpreise daher in der Schweiz, gehen teilweise sogar zurück. Dabei kann auch die Schweiz sich Marktteuerungen nicht entziehen. Weltweit steigen die Preise – in einem gewissen Umfang auch in der Schweiz. Mit einer Inflationsrate von 0,9 % im September und Oktober ist das jedoch im internationalen Vergleich nahezu nichts. Allein in den Nachbarländern beträgt die Konsumteuerung zwischen 3,5 und 4 %.

Massiver Einfluss durch Währungspolitik

2015 kippte die SNB die Koppelung des Schweizer Franken an den Euro. Bis dahin gab es über Jahre einen festen Wechselkurs von 1,20 Schweizer Franken zu einem Euro. Prompt erwartete man eine deutliche Verstärkung des Franken beispielsweise gegenüber dem Euro. Seither nimmt die SNB massiv Einfluss auf die Währungspolitik, denn ein starker Franken schadet der Schweizer Wirtschaft. Allein im ersten Halbjahr 2021 erwarb die SNB Devisen im Gegenwert von 90 Milliarden Franken. Am Rande erwähnt sei, dass sie mit diesen Währungsgeschäften milliardenschwere Gewinne einfuhr. Das erklärte Ziel der SNB: Den Schweizer Franken schwächen, der so stark ist wie seit dem Frankenschock 2015 nicht mehr. Dabei kam ihr seit Februar 2021 eine interessante Entwicklung entgegen: Denn seither nimmt der Euro als wichtigste Handelswährung der Schweizer deutlich an Wert zu und verringert damit gleichzeitig den Druck auf die SNB, weiterhin massiv zu intervenieren, also Devisen zu kaufen, um den Franken vor einer Aufwertung zu schützen.

Auswirkungen auf die Immobilienbranche

Es liegt auf der Hand, dass die Zinspolitik der SNB, die beispielsweise auch Negativzinsen umfasst, direkten Einfluss bei der Vergabe von Krediten nimmt. So sind dank der niedrigen Zinsen die Hypothekarkosten auf einem historisch günstigen Niveau, was zu einer Erhöhung der Nachfrage und aufgrund des fehlenden Angebotes an vielen Orten zu steigenden Preisen führt. Dabei zeigen Erhebungen, dass es günstiger ist, eine Wohnung zu kaufen und zu finanzieren als Miete zu bezahlen. Auf institutioneller Seite sind Mietwohnungen dennoch der nahezu einzige Weg, wenn auch kleine, Renditen zu erzielen. Auch hier sind die niedrigen Hypothekarkosten natürlich förderlich. Dass die SNB hier preistreibende Gefahren sieht, wird sie nicht müde zu kommunizieren. Gebetsmühlenartig wiederholt sie, dass sie die Gefahr einer Immobilienpreisblase gerade im Mietwohnungsbau genau verfolge und im Zweifel dagegenhalten würde. Das allerdings würde ihrer derzeitigen Zinspolitik entgegenlaufen.

Niedrige Mieten verringern Inflationsrate

Bereits erwähnt wurde, dass sich die Mietpreise in der Schweiz an der Inflationsrate orientieren. Die geldpolitische Strategie der SNB, die nach Preisstabilität strebt, sorgt somit gleichsam für vertretbar faire Mietpreise, die überwiegend gezahlt werden müssen. Betrachtet man das Durchschnittseinkommen in der Schweiz und in Deutschland und zieht die zu bezahlenden Mieten hinzu, wird dies schnell deutlich. Wichtig ist, dass dieser – dem Anstieg der Immobilienpreise gegenläufige Effekt – auch Auswirkungen auf die für die Währungshüter so wichtige Größe hat: die Inflation. Denn ein niedriger Mietzins nimmt direkt Einfluss auf das Budget einer Durchschnittsfamilie und damit direkt auch auf den Anteil, der der Ermittlung der Inflationsrate zugrunde liegt. Vereinfacht ausgedrückt: Eine vergleichbar niedrige Miete drückt sich sofort inflationshemmend auf den Konsumentenpreisindex aus. Dass dieser Effekt in der Schweiz besonders ausgeprägt ist, zeigt eine Studie aus dem vergangenen Jahr (On the transmission of monetary policy to the housing market). Um ein Gefühl dafür zu bekommen: In den Jahren 2018 und 2019 stiegen die Mietpreise im Durchschnitt um 0,6 %. In 2020 und 2021 um 0,9 %. Das ist unterhalb der jeweiligen Inflationsraten und deutlich unterhalb der Einkommenssteigerungen der entsprechenden Jahre. Die Mieten haben also in den letzten fünf Jahren die Einkommen nicht stärker belastet als zuvor. Einen weiteren Effekt beschreibt die Studie: Danach trägt der Inflationsimpuls deshalb so deutlich bei der Ermittlung des Konsumentenpreisindexes bei, da es in der Schweiz – trotz des Immobilienbooms – einen hohen Anteil an Mietwohnungen gibt. In Deutschland, wo die Wohneigentumsquote ähnlich niedrig ist, würde dieser Effekt durch den hohen Anteil an Mietwohnungen im Staatsbesitz abgeschwächt.

Michael Oehme ist Consultant bei der CapitalPR AG, St. Gallen/Schweiz. In seine Wahlheimat Schweiz siedelte er 2011 aus – nicht erst seitdem ist er bekennender „Fan“ der Schweiz. Oehme ist Fachbuchautor und gefragter Referent u. a. mit seinem Vortrag: „Ist die Schweiz ein Vorbild, von dem Europa lernen kann?“.

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