Grippeimpfung schützt mich und meine Liebsten

Influenza: Apotheken beraten und impfen

Grippeimpfung schützt mich und meine Liebsten

Grippe: Apotheken beraten und impfen (Bildquelle: © ABDA)

Stuttgart- Der Herbst ist nicht mehr weit und mit ihm kommt auch die Erkältungs- und Grippezeit. Um gegen das Influenzavirus gewappnet zu sein, bietet die Grippeschutzimpfung, die in den Hausarztpraxen angeboten wird, den besten Schutz. Auch in diesem Jahr impfen daneben wieder viele Apotheken in Baden-Württemberg gegen die Grippe. In den kommenden Wochen ist die beste Zeit, um sich dort unkompliziert, schnell und ohne langwierige Wartezeit, den Piks mit der Grippeschutzimpfung abzuholen. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) ruft darum auch in diesem Jahr alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Impfung wahrzunehmen und so einen wertvollen Beitrag zur eigenen Gesundheit sowie zum Schutz der Allgemeinheit zu leisten.

„Die Grippeschutzimpfung“, so LAV-Präsidentin Tatjana Zambo, „reduziert ganz deutlich das Risiko, an Grippe zu erkranken oder mildert einen schweren Krankheitsverlauf. Ganz besonders wichtig ist das für ältere Menschen, chronisch Kranke und Schwangere. Wer Menschen aus diesen Gruppen um sich herum hat, sollte sich selbst auch impfen lassen! Denn: Je mehr Menschen geimpft sind, desto schwerer kann sich das Virus in der Grippesaison verbreiten.“ Eine hohe Impfquote kann auch dazu beitragen, dass Arztpraxen und Kliniken in der Erkältungszeit und während Grippewellen nicht überlastet werden – und genügend Ressourcen für andere Notfälle bleiben.

„Aber trotz dieser deutlichen Vorteile liegt die Impfquote bei uns in Baden-Württemberg leider anhaltend unter dem bundesweiten Durchschnitt. Es wäre toll, wenn sich dies auch durch den Einsatz der Apothekerschaft nach und nach ändern ließe“, appelliert Apothekerin Zambo. Viele Apotheken im Land beraten rund um die wichtige Influenza-Impfung und viele Apotheker:innen bieten selbst auch die Schutzimpfung an. „Bereits seit 2018 ruft der Landesapothekerverband Baden-Württemberg alljährlich im Herbst mit der informativen Kampagne Impfopoint die Menschen dazu auf, sich gegen die Grippe impfen zu lassen.“

Auf der Webseite www.impfopoint.de sowie in den sozialen Medien werden umfassende Informationen rund um die Grippeschutzimpfung bereitgestellt. Insgesamt trägt die Impfopoint-Kampagne durch ihre Sichtbarkeit vor allem in den Sozialen Medien und der fachlichen Kompetenz der Apotheken zur Erhöhung der Impfbereitschaft und damit zum besseren Schutz der Bevölkerung gegen die Grippe bei. Durch die Beteiligung von Apotheken wird die Grippeschutzimpfung für die Bevölkerung leichter zugänglich, betont die LAV-Präsidentin. „Menschen können sich spontan und ohne große Wartezeiten, zum Teil auch abends oder an Samstagen impfen lassen. Das ist besonders für diejenigen von Vorteil, die beruflich oder privat stark eingespannt sind und vielleicht gar keinen Hausarzt haben.“

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patienten, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es rund 2.200 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patienten kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015.

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Nur traurig oder schon depressiv?

Psychische Erkrankungen ernst nehmen

Nur traurig oder schon depressiv?

Apotheken raten: Bewegung an der frischen Luft kann gegen Traurigkeit helfen (Bildquelle: © pixabay)

Mainz – Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland. Trotzdem herrscht in der Bevölkerung oft Unklarheit darüber, was genau eine Depression ausmacht und wie sie sich von normaler Traurigkeit unterscheidet. Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV möchte diese Unklarheiten beseitigen und gleichzeitig aufzeigen, wie Apotheken bei leichten Depressionen unterstützend wirken können.

„Traurigkeit ist eine ganz natürliche Reaktion auf belastende oder schmerzhafte Ereignisse im Leben, wie beispielsweise den Verlust eines geliebten Menschen oder persönliche Rückschläge“, erklärt Petra Engel-Djabarian, Mitglied im Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV. „Diese Gefühle sind meist vorübergehend und verbessern sich mit der Zeit. Eine Depression hingegen ist eine ernsthafte psychische Erkrankung, die weit über so eine vorübergehende Traurigkeit hinausgeht.“ Charakteristisch für eine Depression sind demnach anhaltende Gefühle von Leere, Hoffnungslosigkeit und Wertlosigkeit, die oft über Wochen oder Monate anhalten. Betroffene verlieren das Interesse an Aktivitäten, die ihnen früher Freude bereitet haben, und fühlen sich oft durch Schlafstörungen, Appetitverlust und Konzentrationsschwierigkeiten belastet.

„In der Apotheke sind wir oft die erste Anlaufstelle für Menschen, die Unterstützung bei seelischen Beschwerden suchen“, so die Apothekerin. „Bei leichten Depressionen können bestimmte rezeptfreie und pflanzliche Arzneimittel wie Johanniskraut helfen. Dieses hat zum Beispiel eine stimmungsaufhellende Wirkung und kann bei leichteren Formen helfen.“ Hier sollten sich Betroffene auf jeden Fall in der Apotheke beraten lassen, da es auch bei pflanzlichen Arzneimitteln zu Wechsel- und auch zu Nebenwirkungen kommen kann.

Zusätzlich zu Johanniskraut gibt es weitere pflanzliche Mittel, die unterstützend wirken können. „Pflanzliche Arzneimittel wie Baldrian, Lavendel oder Passionsblume können bei Schlafstörungen, die oft mit Depressionen einhergehen, besonders hilfreich sein“, so die Apothekerin weiter. „Baldrian wirkt beruhigend und kann helfen, die Einschlafzeit zu verkürzen, während Lavendel entspannend wirkt und sowohl die Schlafqualität als auch die allgemeine Stimmung verbessern kann. Die Passionsblume kann das Gefühlsleben positiv stärken.“

Darüber hinaus können Apotheken beraten, welche unterstützende Maßnahmen bei depressiven Verstimmungen hilfreich sein können: „Regelmäßige Bewegung, Yoga, Pilates oder Autogenes Training, eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung und geregelter, ausreichender Schlaf werden von Betroffenen oftmals als Linderung erlebt. Ebenso unterstützen Verabredungen mit netten Menschen und Treffen in Gruppen. Gerade zu den guten Effekten von Bewegung gibt es auch etliche Studien“, berichtet Engel-Djabarian.

Während leichte Depressionen durch die Unterstützung der Apotheke und Änderungen im Lebensstil behandelt werden können, ist es bei schwereren Symptomen unerlässlich, einen Arzt aufzusuchen. „Wenn die depressive Stimmung über mehrere Wochen anhält, die Lebensqualität stark eingeschränkt ist oder womöglich schon Selbstmordgedanken auftreten, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden“, betont die Apothekerin. In solchen Fällen kann nur ein Arzt eine umfassende Diagnose stellen und gegebenenfalls eine Therapie mit verschreibungspflichtigen Antidepressiva oder eine psychotherapeutische Behandlung einleiten.

Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz e. V. – LAV vertritt die Interessen der selbstständigen Apothekerinnen und Apotheker in Rheinland-Pfalz. Er ist Vertragspartner der Krankenkassen und schließt mit diesen Verträge ab. Von den rund 800 Apothekenleitern sind rund 95 Prozent freiwillige Mitglieder im Verband.

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Apothekerschaft engagiert bei Grippeschutzimpfung

Siebte Auflage der „Impfopoint“-Kampagne will die Impfbereitschaft und Durchimpfungsraten erhöhen

Apothekerschaft engagiert bei Grippeschutzimpfung

Apotheken werben vielfältig für die Grippeschutzimpfung im Herbst

Stuttgart – Die Apothekerschaft setzt auch in diesem Herbst und Winter die seit 2018 etablierte und erfolgreiche „Impfopoint“-Kampagne fort. Die Apothekerverbände aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Nordrhein, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Saarland und Westfalen-Lippe rufen ihre insgesamt über 12.500 Mitgliedsapotheken auf, mit Beginn der Impfsaison die Bevölkerung über die wichtige Grippeschutzimpfung zu informieren. Durch Aufklärung, Beratung und eigene Impfangebote soll so zur Steigerung der Impfbereitschaft und damit zu einer höheren Durchimpfungsrate beigetragen werden.

„Die Apotheken sind für viele Menschen erste Anlaufstelle in Gesundheitsfragen. Das gilt auch und vielleicht sogar besonders in der Prävention. Mit unserer Kampagne wollen wir mit vereinten Kräften in den Apotheken im Herbst und Winter über die Bedeutung der Grippeschutzimpfung aufklären und so die Anzahl der Impfungen erhöhen“, erklärt Tatjana Zambo, Präsidentin des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg, der die Kampagne federführend begleitet.

Breites Angebot an Informationsmaterialien
Die Apotheken in den teilnehmenden Bundesländern werden für ihre Aufklärungsarbeit mit einem umfangreichen Aktionspaket ausgestattet. Dieses Paket enthält Plakate, Flyer, Aufkleber und weitere Impfopoint-Materialien für die Nutzung in der Apotheke. Den an der Kampagne teilnehmenden Apotheken stehen darüber hinaus zahlreiche Materialien zur individuellen Nutzung zur Verfügung. Dazu gehören Posting-Vorschläge für Social Media, Text-Bild-Animationen, Erklärvideos und Flyer, die im Downloadbereich der Kampagnenseite www.impfopoint.de kostenfrei erhältlich sind. Sämtliches Material ist dabei so gestaltet, dass es sowohl von beratenden als auch von solchen Apotheken, die ein konkretes Impfangebot machen, eingesetzt werden kann. So können Apotheken ihre Beratungs- und Impfangebote gezielt hervorheben und die Kommunikation mit ihren Kunden vor Ort und online stärken. Insbesondere bei den Vorlagen für die Social-Media-Arbeit wechseln sich wissenschaftlich fundierte Fakten und motivierende Botschaften ab. Die Zielaussage ist dabei immer gleich: „Lass dich impfen!“

Modernes und innovatives Design
Das Design der gedruckten Materialien des letzten Jahres wurde für die aktuelle Kampagne leicht überarbeitet und setzt weiterhin auf auffällige Neon-Farben, um eine starke Aufmerksamkeit zu erzielen. Darüber hinaus wird die Kampagne durch eine starke Online-Präsenz unterstützt. Auf den zur Kampagne gehörenden Social-Media-Kanälen bei Facebook und Instagram werden über den gesamten Kampagnenzeitraum, der weit in das Jahr 2025 hineinreicht, zahlreiche Informationen zur Grippeschutzimpfung in einer motivierenden und anschaulichen Art präsentiert. Dafür wurden neben statischen Informationskacheln auch viele dynamische Inhalte und Bewegtbilder vorbereitet, die in einer kontinuierlichen Frequenz auf den Kanälen ausgespielt werden. In diesem Jahr wird es darüber hinaus zusätzlich einen Service für Patienten- und Selbsthilfeorganisationen geben. In speziell für diese Dialoggruppen zugeschnitten Informationen, die als Newsletter oder Briefe durch die teilnehmenden Verbände verschickt werden, sollen insbesondere chronisch erkrankte Menschen angesprochen und zur für sie besonders wichtigen Grippeschutzimpfung motiviert werden.

Gemeinsam für eine gesunde Zukunft
Die beteiligten Verbände sind überzeugt, dass die Impfopoint-Kampagne und ihre anhaltende Kontinuität einen wertvollen Beitrag zur Erhöhung der Durchimpfungsraten leisten wird. „Sobald wir in unseren Apotheken dieses Thema setzen, die Plakate raushängen, die Flyer auslegen, merken wir, wie aufmerksam unsere Patientinnen und Patienten reagieren“, weiß Apothekerin Tatjana Zambo aus den Erfahrungen der vergangenen Impfopoint-Kampagnen. „Sie fragen nach – für sich selbst und oft auch für ihre Angehörigen. Und wir können die wichtige Botschaft setzen: Lass dich impfen!“

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patienten, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es rund 2.200 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patienten kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015.

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Hitzewelle schadet auch Medikamenten

Wenn es Zäpfchen und Pillen zu heiß wird

Hitzewelle schadet auch Medikamenten

Apotheken raten: Arzneimittel auf Reisen ins Handgepäck (Bildquelle: © pixabay)

Mainz – Sehr hohe sommerliche Temperaturen sorgen nicht nur für körperliche Einschränkungen wie Kreislaufschwäche oder Abgeschlagenheit. Hohe Temperaturen können auch Arzneimittel beeinträchtigen oder ihre Wirkung im Körper verändern. Deshalb rät der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV, auch Salben, Pillen oder Zäpfchen vor zu hohen Temperaturen zu schützen. Petra Engel-Djabarian, Mitglied im Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV erklärt zusätzlich, dass Hitzewellen die Wirksamkeit von Medikamenten im Körper verändern können.

Wer mit Medikamenten unterwegs ist, für den gilt: Arzneimittel sollten im Auto, im Zug oder im Ferienflieger so transportiert werden, dass sie vor direkter Sonneneinstrahlung und großer Hitze (oder Kälte) geschützt werden. Sie können sonst in ihrer Wirksamkeit eingeschränkt oder gar unbrauchbar werden. „Was genau auf Ihre Medikamente zutrifft, können Sie ganz genau im Beipackzettel oder auf der Medikamentenschachtel nachlesen“ so Petra Engel-Djabarian. Beim Transport im Auto sollten Arzneimittel nicht auf der Hutablage oder dem Armaturenbrett liegen. „Das sind die heißesten Stellen im PKW. Legen Sie Medikamente besser unter den Vordersitz oder unter das Gepäck im Kofferraum. Im Flieger nehmen Sie die Medikamente im Handgepäck bitte in die Kabine. Im Frachtraum wird es während des Fluges zu kalt“, rät die Apothekerin.

Auch Laien können erkennen, wenn Arzneimittel zu großer Hitze ausgesetzt waren: Zäpfchen schmelzen bei solchen Temperaturen komplett und auch medizinische Salben oder Cremes können sich bei zu großer Hitze in ihre einzelnen Bestandteile trennen. Hier gilt der pharmazeutische Grundsatz, dass geschmolzene Medikamente nicht wieder verwendet werden sollen – auch wenn sie später wieder fest werden. Zur Vorsicht rät die Apothekerin auch bei Asthmasprays und hohen Temperaturen: „Wenn der Sprühbehälter überhitzt war, ist nicht mehr sicher, ob bei der Benutzung dann noch die korrekte Menge an Wirkstoff abgegeben wird.“

Arzneimittel reagieren aber auch im Körper anders, wenn die Temperaturen sehr hoch sind. Ein weit verbreitetes Beispiel sind Blutdrucksenker. Diese wirken durch Hitze stärker, da sich die Blutgefäße zusätzlich zur Arzneimittelwirkung erweitern und der Blutdruck stark abfallen kann. Auch Diuretika, also entwässernde Medikamente, sind zu nennen. „Die Betroffenen verlieren durch die Einnahme ohnehin mehr Wasser- und Elektrolyte. Schwitzt man dann noch stark, weil es sehr heiß ist, wird dieser Wasser- und Elektrolytmangel weiter verstärkt. Dann kann es zu Nierenproblemen, einer Austrocknung des Körpers und im schlimmsten Fall sogar zu Herz-Rhythmus-Störungen kommen“, warnt Engel-Djabarian.

Besonders dramatisch können die Folgen bei Betroffenen sein, die „Schmerzpflaster“ gegen sehr starke Schmerzen nutzen müssen. Diese Pflaster geben ihre Wirkstoffe – in der Regel Opiate wie beispielsweise Fentanyl oder Buprenorphin – über die Haut ab und wirken im gesamten Körper. Bei heißem Wetter kann es bei Schmerzpflastern zu teilweise gefährlichen Überdosierungen kommen, weiß die Apothekerin: „Durch eine erhöhte Hauttemperatur und die erweiterten Gefäße werden die schmerzstillenden Wirkstoffe viel schneller durch die Haut hindurch ins Blut aufgenommen. Wenn Patienten merken, dass sie schläfrig werden, sich benommen und verwirrt fühlen, sollten Sie das Schmerzpflaster sofort entfernen und Kontakt mit dem Arzt oder der Apotheke aufnehmen.“

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Die Leber leidet still

So schützen Sie sich auf Reisen vor Hepatitis-Infektionen

Die Leber leidet still

Hepatitis: Rohes Obst und Meeresfrüchte können im Süden Krankheitserreger übertragen (Bildquelle: © pixabay)

Stuttgart – Bei Fernreisen nach Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika, aber auch rund um das Mittelmeer (Italien und Spanien, Ägypten, Marokko, Tunesien und die Türkei) kann es zu Erkrankungen mit Hepatitis A kommen. Unter Hepatitis versteht man generell eine Entzündung der Leber. Erste Anzeichen dieser Virus-Erkrankung sind Übelkeit, Erbrechen oder Bauchschmerzen. Gelegentlich kann erhöhte Temperatur auftreten. Es kann im Weiteren zu einer Gelbsucht mit der typischen Gelbfärbung von Haut und Bindehaut, dunklem Urin, entfärbtem Stuhl und starkem Juckreiz der Haut kommen. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) gibt im Vorfeld zum Welt-Hepatitis-Tag einfache Tipps, wie sich auf Reisen das Risiko einschränken lässt, an einer Hepatitis A zu erkranken.

Häufig werden Hepatitis-A-Viren durch den Verzehr von verunreinigten Speisen übertragen. Deshalb sollte man Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich mit abgekochtem Wasser waschen und rohe Speisen vermeiden. Ebenso können auch Eiswürfel oder Speiseeis gefährlich sein, erklärt Friederike Habighorst-Klemm, Patientenbeauftragte des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg: „Hepatitis A wird über Fäkalien übertragen. Muscheln oder Fische filtern das Virus aus dem Wasser und tragen ihn dann in sich. Bei Obst, Salat und Eis ist es so, das mit Fäkalien verunreinigtes Wasser mit den Lebensmitteln in Kontakt kommt und die Erkrankung so auslösen kann. Verunreinigtes Trink- oder Badewasser kann ebenfalls eine Ansteckungsquelle sein.

Viele Menschen wissen nicht, dass das nicht nur in Asien oder anderen Fernzielen wie Südamerika passiert, sondern auch im Mittelmeerraum relativ häufig anzutreffen ist.“ Die Erkrankung verlaufe bei Kleinkindern symptomlos, so Apothekerin Habighorst-Klemm weiter: „Im Süden hatte fast jeder schon als Kind mit dem entsprechenden Virus Kontakt und ist dadurch quasi lebenslang immun. Es sind eher die über 40jährigen Nordeuropäer, die von schlimmen Symptomen betroffen sind.“

Eine Hepatitis A ist heimtückisch, weil die ersten Wochen symptomlos verlaufen. Habighorst-Klemm: „Das Gute ist, dass Hepatitis A wieder spontan völlig ausheilt. Wichtiger als eine Behandlung der Symptome wie beispielsweise Bauchschmerzen ist in dieser Zeit der Schutz der Familie oder Mitmenschen durch strikte Händehygiene. Während der Erkrankung und in der Rekonvaleszenz-Zeit müssen die Betroffenen zudem auf Alkohol streng verzichten. Denn Alkohol belastet die Leber zusätzlich.“ Wer verreist, tut gut daran sich vorbeugend gegen Hepatitis A impfen zu lassen. Die Deutsche Leberstiftung hat erst Anfang Juni geraten, den Impfschutz zu überprüfen. „Den Check des Impfbuches übernehmen wir gerne in der Apotheke“, erklärt Friederike Habighorst-Klemm.

Besonders empfohlen wird die gleichzeitige Impfung gegen Hepatitis B, so die Apothekerin: „Das ist sozusagen die böse Schwester der Hepatitis A. Sie verläuft chronisch und wird häufig durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, aber auch bei Tätowierungen oder Piercings in nicht sterilen Verhältnissen übertragen. Diese Form der Hepatitis lässt sich zwar behandeln, kann aber bis zur Leberzirrhose führen. Wichtig ist, sich frühzeitig um den Impfstoff zu kümmern, da es auch hier immer mal wieder zu Lieferschwierigkeiten kommen kann.“ Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erwähnt auf seiner Seite www.infektionsschutz.de auch die Ansteckung mit Hepatitis A über nach Deutschland eingeführte Lebensmittel. Beispiele sind gefrorene Beeren und daraus hergestellte Smoothies, Kuchen oder Desserts, sowie getrocknete Datteln und Tomaten.

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Durchatmen – Asthma-Patienten brauchen Beratung

Pharmazeutische Dienstleistung: Inhalationssprays richtig anwenden

Durchatmen - Asthma-Patienten brauchen Beratung

Apotheken erklären: Asthmasprays wirken nur bei richtiger Anwendung (Bildquelle: © ABDA)

Stuttgart – Menschen mit Asthma können mit ihrer Erkrankung besser leben, wenn sie ihre Medikamente wie Inhalationssprays regelmäßig und korrekt anwenden. Bereits seit anderthalb Jahren (Juni 2022) gibt es für Patient:innen die Möglichkeit, sich in einer Apotheke individuell und ausführlich an ihrem Asthmaspray schulen zu lassen. Viele Apotheken bieten Betroffenen diese pharmazeutische Dienstleistung an – die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen. Darüber informiert der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) im Vorfeld des Welt-Asthma-Tages am 7. Mai 2024.
Asthmatiker:innen haben einen Anspruch auf die Schulung, erklärt Friederike Habighorst-Klemm, Patientenbeauftragte im Vorstand des LAV, wenn sie ein Medikament erstmalig verordnet bekommen haben oder ein Medikamentenwechsel stattgefunden hat. „Diese pharmazeutische Dienstleistung zielt darauf ab, die Anwendung von sogenannten inhalativen Asthma-Medikamenten zu verbessern und den Patient:innen eine größere Sicherheit im Umgang zu geben.“ Denn nur wenn Patient:innen das Medikament richtig anwenden, gelangt der benötigte Wirkstoff bis tief in die Lunge und kann so das Atmen erleichtern. Die Apothekerin erläutert: „Werden Asthma-Medikamente nicht korrekt angewendet, verschlechtern sich die Krankheitssymptome, die Lebensqualität lässt nach und es kann auch vermehrt zu Krankenhausaufenthalten kommen, wenn die Atembeschwerden sich verstärken.“
Habighorst-Klemm weiter: „Immer wieder erlebe ich in meiner Apotheke in Beratungsgesprächen, dass Asthmatiker:innen ihre Inhalationssprays nicht korrekt anwenden.“ Denn es gebe unterschiedliche Asthmamedikamente, die als Inhalator, als sogenannte Haler oder auch Pulverspender verordnet werden. „Bei jeder dieser Darreichungsformen ist eine andere Atemtechnik erforderlich, damit das Medikament seine bronchien-erweiternde und oft auch antientzündliche Wirkung entfaltet und die Betroffenen wieder gut Luft bekommen“, so die Apothekerin.
Bei der pharmazeutischen Dienstleistung wird den Patient:innen ab 6 Jahren die Anwendung des Inhalations-Medikaments zunächst erklärt und gezeigt. Anschließend haben die Betroffenen selbst die Möglichkeit, die Anwendung mit „Dummy-Geräten“ zu üben, bis die Anwendung inklusive der Atemtechnik fehlerfrei klappt. Friederike Habighorst-Klemm: „Ich möchte Asthma-Patient:innen ermutigen, die Inhalationstechnik überprüfen zu lassen. Je sicherer Sie mit Ihrem Medikament umgehen, desto besser können Sie mit der Asthmaerkrankung leben.“

Apotheken, die die pharmazeutische Dienstleistung rund um die korrekte Anwendung von Asthmasprays anbieten, findet man auf der Webseite www.apoguide.de. Dort zunächst die entsprechende Serviceleistung „Inhalationstechnik“ auswählen und dann über Postleitzahl- oder Ortssuche eine passende Apotheke finden. „Für die pharmazeutische Dienstleistung bitte unbedingt einen Termin mit der ausgewählten Apotheke vereinbaren, damit das Team Zeit und Ruhe für die individuelle Beratung und Schulung hat“, rät die Patientenbeauftragte des LAV.

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E-Rezept-Ausfälle: „So langsam nervt“s gewaltig!“

Wiederholte Ausfälle der technischen Strukturen zur Abwicklung von E-Rezepten sind für Apotheken zunehmend belastend

E-Rezept-Ausfälle: "So langsam nervt"s gewaltig!"

Ärgerlicher Stolperstein: Wiederholte Störung bremst viele E-Rezepte aus (Bildquelle: © pixabay)

Stuttgart – Häufige Ausfälle der sogenannten Telematikinfrastruktur, die für die Übermittlung von E-Rezepten aus der Arztpraxis in die Apotheke sorgt, machen Patient:innen, Ärzt:innen und Apotheker:innen das Leben schwer. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) fordert deshalb die zuständige Gematik als Betreiber dieser Technologie dringend auf, unverzüglich für verlässliche Stabilität zu sorgen.

Tatjana Zambo, Präsidentin des LAV, teilt den Ärger vieler Apothekerinnen und Apotheker: „Es ist zum Verrücktwerden: Da stehen die Patienten in der Apotheke und brauchen ihr Medikament, und die Technik der Gematik verhindert, dass wir die entsprechenden E-Rezepte abrufen können. Und das in schöner Regelmäßigkeit!“ Die Patienten verlassen dann natürlich die Apotheke – oft ärgerlich und in der Annahme, die Apotheke wäre Schuld an dem Problem. Zambo weiter: „Viele dieser Kundinnen und Kunden sehen wir dann nie wieder, weil sie meinen, ihre Apotheke arbeite unzuverlässig. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern ein effektiver Imageverlust und auch ein wirtschaftlicher Schaden für die einzelne Apotheke.“

Verantwortung liegt bei der Gematik
Die Gematik trägt als nationale Agentur für Digitale Medizin nach eigenen Angaben die Gesamtverantwortung für die zentrale Plattform für digitale Anwendungen im deutschen Gesundheitswesen, die Telematikinfrastruktur (TI). Der sicher derzeit wesentlichste Dienst, der über diese Plattform abgewickelt wird, ist das E-Rezept. Wenn alles funktioniert, wird das E-Rezept nach Ausstellung in der Arztpraxis sicher und verschlüsselt in der TI abgelegt. In der Apotheke wird das E-Rezept dann mit Hilfe des zum Rezept gehörenden Schlüssels, den Patienten in aller Regel mit ihrer Gesundheitskarte übergeben, wieder abgerufen. Wenn die TI allerdings nicht erreichbar oder in ihren Prozessen gestört ist, funktioniert dieses System nicht. Entweder können dann gar keine E-Rezepte eingestellt werden – oder/und sie sind nicht abrufbar.
„Störungen am zentralen System wirken wie eine Handbremse“, erklärt Tatjana Zambo, Präsidentin des LAV, „denn entweder kann die Arztpraxis erst gar kein E-Rezept erzeugen oder in der Apotheke kann ein hinterlegtes Rezept nicht abgerufen werden – oder beides. Den Patientinnen und Patienten ist das meist gar nicht zu erklären.“

Fehler mit Regelmäßigkeit
Allein an vier der letzten 10 Tage war die TI zumindest zeitweise nicht oder nur eingeschränkt erreichbar – meist in den Morgenstunden. Aktueller Grund: Wer als Arztpraxis oder Apotheke eine bestimmte technologische Komponente, z. B. den elektronischen Heilberufeausweis oder eine sogenannte SMC-B-Karte des von der Gematik zertifizierten Diensteanbieters „medisign“ nutzt, kann Probleme beim Schreiben oder Lesen von E-Rezepten haben. Das zumindest meldet die Gematik auf ihrer eigens eingerichteten Störungsseite https://fachportal.gematik.de/ti-status/stoerungen. Zambo: „Ohne eine entsprechende Zertifizierung, die die verantwortliche Gematik selbst erteilt, darf kein Dienstleister am zentralen E-Rezept-Dienst teilnehmen. Man muss sich schon fragen, was eine solche Zertifizierung und damit das ganze System wert ist, wenn ein so geprüfter und zugelassener Dienst mit schöner Regelmäßigkeit ausfällt.“

LAV fordert Entschädigung
„Wenn uns in den Apotheken nur der kleinste Formfehler unterläuft, ist das Geschrei der Krankenkassen groß und uns wird gnadenlos Geld abgezogen. Wenn aber die E-Rezept-Technologie grundsätzliche Fehler aufweist und damit sowohl die Versorgung der Patienten ins Stocken gerät als auch den einzelnen Apotheken ein effektiver Schaden entsteht, kommt nicht einmal eine Entschuldigung“, resümiert LAV-Präsidentin Zambo. „Es wird Zeit, dass wir Apothekerinnen und Apotheker für diese Ausfälle, für unsere tote Arbeitszeit während dieser Ausfälle und für die auch darüber hinaus zu leistende Aufklärung der Patientinnen und Patienten angemessen entschädigt werden. Hier sehen wir das Bundesgesundheitsministerium gefordert, denn schließlich ist es der Staat, dem die Gematik mehrheitlich gehört und der diese offenbar noch nicht ausgereifte Technologie ohne Rücksicht auf Verluste durchdrückt.“

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InfectoPharm importiert erneut Salbutamol-Dosieraerosole aus Spanien

InfectoPharm importiert erneut Salbutamol-Dosieraerosole aus Spanien

Heppenheim, 12. März 2024 – Um dem anhaltenden Engpass an Salbutamol-haltigen Inhalativa effektiv zu begegnen, importiert der deutsche Arzneimittelhersteller InfectoPharm wie bereits im Januar weitere 50.000 Packungen Salbutamol-Dosieraerosole aus Spanien. Zudem stellt InfectoPharm seit der 10. Kalenderwoche mehr als einen üblichen Jahresbedarf des firmeneigenen Salbutamol-Dosieraerosols BronchoSpray novo zur Verfügung. „Wir hoffen, durch unser zügiges Handeln die kritische Versorgungslage auf dem deutschen Markt wesentlich abzumildern“, sagt Dr. Markus Rudolph, Geschäftsführer des auf Kinderarzneimittel spezialisierten agilen Mittelständlers.

Bei den insgesamt 100.000 Packungen Salbutamol-Dosieraerosol handelt es sich um Salbutamol Aldo-Union 100 ug/Sprühstoß Spanien (PZN 19196980). Da das Präparat identisch mit dem zuvor importierten ist, jedoch eine andere Chargennummer besitzt, wurde von den lokalen Aufsichtsbehörden eine weitere Gestattung für den erneuten Import erteilt. Dabei greift § 79 Absatz 5 des Arzneimittelgesetzes (AMG), nach dem die Landesbehörden im Falle eines Versorgungsmangels erlauben dürfen, importierte Arzneimittel in fremdsprachiger Aufmachung in den Verkehr zu bringen.

Aufgrund der vorliegenden Ausnahmeregelung kann dieses Import-Arzneimittel zu Lasten der gesetzlichen und privaten Krankenkassen an die Anwender abgegeben werden und wird mindestens bis zur Höhe des Festbetrages erstattet. Der GKV-Spitzenverband empfiehlt den Krankenkassen im Zeitraum des Versorgungsmangels die volle Kostenübernahme Salbutamol-haltiger Arzneimittel zur pulmonalen Applikation.

Die Übersetzungen der spanischen Fach- und Gebrauchsinformationen stehen zum Download auf der firmeneigenen Homepage von InfectoPharm und in der Lauer-Taxe zur Verfügung.

Salbutamol ist ein schnell wirkender, Bronchien erweiternder Wirkstoff, der bei akuter Atemnot in Folge reversibler Verengung der Atemwege bei chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen, wie Asthma bronchiale oder chronisch obstruktiver Bronchitis, eingesetzt wird und als potenziell lebensrettend gilt. Salbutamol ist in der Arzneimitteltherapie nicht gleichwertig zu ersetzen.

Über InfectoPharm
Die InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH ist auf die Neu- und Weiterentwicklung von Arzneimitteln für Kinder spezialisiert. Seit mehr als 30 Jahren profiliert sich das familiengeführte deutsche Unternehmen als mutiger Vorreiter der Branche. Das Portfolio umfasst aktuell rund 130 Präparate mit zahlreichen Innovationen für die Bereiche Pädiatrie, Infektiologie, Pneumologie, Dermatologie und Allergologie, die zunehmend international Beachtung finden. Der Service consilium steht als produktneutrales Beratungs- und Wissensvermittlungsangebot Fachkreisen kostenlos zur Verfügung.

Zur InfectoPharm-Gruppe gehören Niederlassungen in Österreich, Italien und Frankreich sowie die beiden deutschen Tochterunternehmen Pädia GmbH und Beyvers GmbH. Mit mehr als 400 Mitarbeitenden erzielt die Gruppe einen Jahresumsatz von rund 275 Mio. Euro (2023), bei einem durchschnittlichen Wachstum von 10 Prozent. Regelmäßig erhält InfectoPharm Auszeichnungen aus der Ärzteschaft, wie die „Goldene Tablette“ oder als „Krisensicherster Arbeitgeber 2022“ und „Krisensicherstes Unternehmen 2023“ von Creditreform.

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Erkältung oder echte Grippe?

Apotheken erklären Unterschiede und geben Behandlungstipps

Erkältung oder echte Grippe?

Apotheken raten: Nasenspray nur wenige Tage anwenden! (Bildquelle: © pixabay)

Stuttgart- Baden-Württemberg hustet, schnieft und schnäuzt: Viele Menschen leiden zurzeit unter Husten und Schnupfen. Doch ist die Erkrankung nur eine harmlose Erkältung oder doch schon eine echte Grippe? Der Landesapothekerverband erklärt, wo die Unterschiede zwischen Schnupfen und der Influenza liegen, was man dagegen tun kann und ab wann man in jedem Fall eine Arztpraxis aufsuchen sollte.

„Wer an einer echten Virus-Grippe, der Influenza, erkrankt, bekommt meist schnell hohes Fieber, Gliederschmerzen und fühlt sich fast von einem Moment auf den anderen auch richtig krank und schlapp“, berichtet Friederike Habighorst-Klemm, Mitglied des Vorstandes und Patientenbeauftragte des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg. Oft leiden die Patient:innen auch an Reizhusten sowie starken Hals- und Kopfschmerzen. „Grippepatient:innen schaffen es selten zu uns in die Apotheke, sondern hier kommen Familienangehörige. Ich empfehle bei Verdacht auf eine Grippe immer eine Rücksprache mit der Hausärztin oder dem Arzt. Denn: Länger anhaltendes Fieber bei einer Grippe kann für einen vielleicht schon vorerkrankten Körper sehr belastend sein und auch zum Beispiel das Herz angreifen. Erkrankte brauchen dann möglicherweise einen Fiebersenker zur Entlastung des Organismus oder auch weitere Medikamente, um Beschwerden wie die Gliederschmerzen zu lindern“, erklärt die Apothekerin. Gut zu wissen: Bei einer Virusgrippe ist nur unter besonderen Voraussetzungen ein Antibiotikum angesagt, denn diese helfen nicht gegen Viren.
„Ruhe, viel trinken und eine verstärkte Versorgung des Körpers mit Eiweißen, wie zum Beispiel mit leichtem Fleisch, Linsengerichten oder Milchprodukten unterstützen den Körper. Um für sich selbst Klarheit zu haben, kann man in der Apotheke Tests kaufen, die nachweisen, ob eine Influenzainfektion vorliegt oder nicht – wie bei den Coronatests“, rät Habighorst-Klemm.

„Betroffene, die unter einer Erkältung oder einem grippalen Infekt leiden, haben meist kein Fieber oder nur leicht erhöhte Temperatur“, erklärt Habighorst-Klemm. Oft ist die Nase verstopft, die Patient:innen klagen über Husten oder leiden unter Halsschmerzen. „Mit einer normalen Erkältung fühlen sich Patient:innen oft noch fit genug, um Arbeiten zu gehen und zu uns in die Apotheke vor Ort zu kommen. Das Krankheitsgefühl ist nicht so überwältigend, wie bei einer Grippe. Erkälteten Menschen empfehle ich gegen den Husten und Schnupfen schleimlösende Medikamente, die zum Beispiel ätherische Öle oder aber auch pflanzliche Arzneimittel die beispielsweise Thymian, Efeu oder Primel enthalten. Diese helfen, den Schleim aus den Nebenhöhlen und von den Bronchien zu lösen. Auch Gurgeln mit Salzwasser oder das Inhalieren mit Produkten, die Eukalyptus oder andere ätherische Stoffe enthalten, kann helfen, die Beschwerden zu lindern“, so Habighorst-Klemm. Gegen die verstopfte oder ständig laufende Nase, können kurzfristig Nasensprays helfen. Diese sollen aber maximal eine Woche angewendet werden, hebt die Apothekerin hervor, da es zu einem Gewöhnungseffekt kommen kann. „Patient:innen die über einen längeren Zeitraum, also länger als 14 Tage, unter Husten oder anderen anhaltenden Erkältungssymptomen leiden, sollten das auch ärztlich abklären lassen. Denn hier besteht die Gefahr, dass sich Bakterien angesammelt haben und ein Antibiotikum nötig wird oder die Beschwerden chronisch werden.

Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz e. V. – LAV vertritt die Interessen der selbstständigen Apothekerinnen und Apotheker in Rheinland-Pfalz. Er ist Vertragspartner der Krankenkassen und schließt mit diesen Verträge ab. Von den knapp 850 Apothekenleitern sind rund 95 Prozent freiwillige Mitglieder im Verband.

Kontakt
Apothekerverband Rheinland-Pfalz e. V. – LAV
Petra Engel-Djabarian
Terrassenstr. 18
55116 Mainz
06131 20491-0
www.lav-rp.de

E-Rezept: Aus für bunte Papier-Rezepte

ARAG Experten informieren darüber, wie das elektronische Rezept funktioniert

E-Rezept: Aus für bunte Papier-Rezepte

Seit Anfang des Jahres haben das rosafarbene sowie das grüne Papier-Rezept für gesetzlich Versicherte ausgedient. Seitdem sind Ärzte verpflichtet, ihren Patienten verschreibungspflichtige Medikamente mit einem digitalen Rezept-Code auszustellen. Frei verkäufliche OTC-Arzneimittel (engl. over the counter, deutsch „über den Verkaufstisch“) dürfen freiwillig als E-Rezept verordnet werden. Wie das Ganze funktioniert, welche Vor- und Nachteile es gibt und wie es mit der Datensicherheit aussieht, erklären die ARAG Experten.

Möglichkeiten, das E-Rezept einzulösen
Die einfachste Möglichkeit ist das Einlösen des elektronischen Rezeptes mit der elektronischen Gesundheitskarte. Die wird in der Apotheke einfach in ein Kartenlesegerät gesteckt. Eine PIN ist laut ARAG Experten nicht nötig. Wer es herkömmlich mag, kann sich in seiner Arztpraxis einen ausgedruckten Rezeptcode auf Papier mitgeben lassen. In der Apotheke wird dieser einfach gescannt und anschließend das Medikament ausgegeben.

Gesetzlich Versicherte mit einem Smartphone haben zudem die Möglichkeit, ihre E-Rezepte in einer App (https://www.das-e-rezept-fuer-deutschland.de/app) zu verwalten. Die App steht kostenlos zur Verfügung und beinhaltet zusätzliche Informationen, wie z. B. eine Übersicht der Apotheken in der Nähe und deren Öffnungszeiten. Über eine Familienfunktion mit unbegrenzten Profilen können pflegende Angehörige zudem Rezepte von Familienmitgliedern verwalten und einlösen. Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass für die Nutzung der App ein NFC-fähiges Smartphone nötig ist, mit dem man kontaktlos zahlen kann. Darüber hinaus benötigt auch die elektronische Gesundheitskarte eine NFC-Schnittstelle. Zu erkennen ist die laut ARAG Experten an der sechsstelligen Kartenzugangsnummer sowie dem Symbol für drahtlose Übertragung am oberen Rand der Karte. Wer noch ohne entsprechende Gesundheitskarte unterwegs ist, kann diese bei seiner Krankenkasse beantragen.

Übrigens: Auch nach Videosprechstunden können sich Patienten ein E-Rezept ausstellen lassen.

Welche Vorteile hat das E-Rezept?
Es ist vor allem der Aufwand, der sich für Patienten, Arztpraxen und Apotheken deutlich verringert. So müssen Patienten, sofern sie in einem Quartal bereits bei ihrem Arzt waren und ihre Gesundheitskarte eingelesen wurde, sich nicht mehr erneut auf den Weg in die Praxis machen, wenn ein Folgerezept ausgestellt werden muss. Zudem können Versicherte das Rezept per App an eine Apotheke senden, um das verschriebene Arzneimittel vorzubestellen. Und natürlich werden durch die Digitalisierung Abläufe vereinfacht und Zettelwirtschaft vermieden.

Gibt es auch Nachteile?
Auch die Nachteile des E-Rezeptes sollten genannt werden. So weisen die ARAG Experten darauf hin, dass es bei der Signatur des Rezeptes zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Patienten können also unter Umständen nicht mehr direkt von der Arztpraxis in die Apotheke gehen, um das verschriebene Medikament abzuholen, weil das Rezept von der Apotheke noch nicht abgerufen werden kann. Ein weiterer Nachteil: Obwohl das E-Rezept seit Anfang des Jahres verpflichtend ist, gibt es noch keine Sanktionen, wenn Ärzte ausschließlich Papierausdrucke aushändigen, Patienten also nach wie vor für jedes Rezept in die Praxis kommen müssen.

Ist das E-Rezept datensicher?
Das E-Rezept wird vom Arzt digital und fälschungssicher signiert und im sogenannten E-Rezept-Fachdienst, einem zentralen System, gespeichert. Durch eine Mehrfachverschlüsselung sind die Daten vor unbefugtem Zugriff geschützt. Mit der Signatur erhält das Rezept einen Code, der unmittelbar an die Gesundheitskarte oder die App des Patienten übermittelt oder ihm in Papierform übergeben wird. Dieser Code ist einzigartig und enthält alle Informationen, die für das jeweilige Rezept wichtig sind. 100 Tage, nachdem das Rezept eingelöst wurde, werden die Daten automatisch gelöscht. Auch um das Rezept abzurufen, nutzt die Apotheke den E-Rezept-Fachdienst. Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass jedes E-Rezept nur einmal eingelöst werden kann. Wie ihre Papier-Vorgänger sind E-Rezepte 28 Tage gültig. Bei technischen Problemen muss auf das rosa Papier-Rezept zurückgegriffen werden.

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/versicherungs-ratgeber/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Sie ist der weltweit größte Rechtsschutzversicherer. Aktiv in insgesamt 19 Ländern – inklusive den USA, Kanada und Australien – nimmt die ARAG über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Ihren Kunden in Deutschland bietet die ARAG neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft auch eigene einzigartige, bedarfsorientierte Produkte und Services in den Bereichen Komposit und Gesundheit. Mit mehr als 4.700 Mitarbeitenden erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von über 2,2 Milliarden Euro.

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