Sport im Sommer: Fitness ohne Risiken

Apotheken beraten, wie Sie auch bei Hitze fit und gesund bleiben

Sport im Sommer: Fitness ohne Risiken

Apotheken empfehlen, beim Sport im Sommer Sonnenschutz zu verwenden und genug zu trinken (Bildquelle: ©pixabay)

Mainz – Bewegung im Freien macht bei gutem Wetter besonders viel Spaß. Doch hohe Temperaturen können den Körper stark belasten. Petra Engel-Djabarian, Mitglied im Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV erklärt, worauf Freizeitsportler achten sollten, um Überhitzung und Erschöpfung zu vermeiden.

„Im Sommer leistet unser Herz-Kreislauf-System Schwerstarbeit, um den Körper zu kühlen. Deshalb ist es wichtig, das Training an die Wetterbedingungen anzupassen“, sagt Engel-Djabarian. Ein erster Tipp: „Verlegen Sie das Sportprogramm in die kühlen Morgenstunden. Die Luft ist dann frischer, die Temperaturen niedriger, und auch die Ozonwerte sind zu dieser Zeit am geringsten.“ Ozon kann die Schleimhäute reizen und zu Kopfschmerzen führen, was die sportliche Leistungsfähigkeit weiter einschränkt.

Wenn das Training am Morgen nicht möglich ist, empfiehlt Engel-Djabarian schattige Wege und eine geeignete Ausrüstung: „Sonnencreme, Sonnenbrille und eine helle Kappe schützen vor Sonnenbrand und einem Sonnenstich.“ Zudem sei eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr essenziell: „Unser körpereigenes Kühlsystem funktioniert nur mit genug Wasser. Schwitzen kühlt die Haut, aber es entzieht dem Körper auch Flüssigkeit und Mineralien.“ Sie rät, schon vor dem Training genügend zu trinken, um die Wasserspeicher zu füllen, und bei längeren Sporteinheiten stets eine Wasserflasche dabeizuhaben.

Wer sich schlapp fühlt oder bereits unter Kopfschmerzen leidet, sollte das Training ausfallen lassen. „Hören Sie auf Ihren Körper“, mahnt die Apothekerin. „Bei großer Hitze sollten Sie nicht bis an Ihre Grenzen gehen. Reduzieren Sie das Trainingspensum, machen Sie häufiger Pausen und achten Sie auf Warnsignale wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe oder Herzrasen. In solchen Fällen heißt es: sofort abbrechen, in den Schatten gehen und in kleinen Schlucken Wasser trinken.“

Nach dem Sport sollte man sich ausreichend Zeit für die Abkühlung nehmen: „Gönnen Sie sich eine gute viertel Stunde, um in Ruhe nach zu schwitzen, bevor Sie unter die Dusche gehen. Vermeiden Sie eiskaltes Wasser – das könnte im schlimmsten Fall Herzrhythmusstörungen auslösen.“

Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz e. V. – LAV vertritt die Interessen der selbstständigen Apothekerinnen und Apotheker in Rheinland-Pfalz. Er ist Vertragspartner der Krankenkassen und schließt mit diesen Verträge ab. Von den rund 800 Apothekenleitern sind rund 95 Prozent freiwillige Mitglieder im Verband.

Kontakt
Apothekerverband Rheinland-Pfalz e. V. – LAV
Petra Engel-Djabarian
Terrassenstr. 18
55116 Mainz
06131 20491-0
www.lav-rp.de

Angekündigter Warnstreik bei der PenCef Pharma GmbH in Berlin-Reinickendorf

Angekündigter Warnstreik bei der PenCef Pharma GmbH in Berlin-Reinickendorf

Die PenCef Pharma GmbH ist ein Pharmahersteller in Berlin, welcher im Auftrag Dritter Antibiotika produziert.

In den Tarifverhandlungen im ersten Quartal 2025 hat die Gewerkschaft u.a. eine Entgeltanpassung von mehr als 15% gefordert. Die Geschäftsleitung hat 3% an die Belegschaft in 2025 weitergegeben, in 2024 waren es 4%.

Die fairen Einstiegslöhne für einfache Anlerntätigkeiten liegen deutlich oberhalb des Mindestlohns, aber natürlich aufgrund des Geschäftsmodells unter den Einstiegslöhnen der Originalhersteller. Die Margen eines Lohnherstellers sind auch aufgrund des Geschäftsmodells deutlich geringer als die der Originalhersteller, daher ist auch das Gehaltsniveau ein anderes. Automobilzulieferer haben ebenfalls andere Lohnmodelle als die großen Automobilhersteller in Deutschland – somit eine ganz übliche Situation, welche hier deutlich verkannt wird. Die Vertreter der Gewerkschaft wollen dies scheinbar nicht realisieren und treiben den Standort mit Forderungen von mehr als 15% Lohnerhöhung in den Ruin.

Der Standort hat in den vergangenen Jahren kein positives Ergebnis erwirtschaftet und nur durch Unterstützung aus der Gesamtunternehmensgruppe der NextPharma, einem der führenden Lohnhersteller Europas, überleben können. Die Unternehmensgruppe hat in den vergangenen drei Jahren mehrere Millionen Euro in den Standort investiert. Forderungen von mehr als 15% sind vollkommen unrealistisch und machen den Standort nicht zukunftsfähig. Der neue Standortleiter Dr. Joachim Steckelberg glaubt an den Standort und eine rosige Zukunft, für welche er gerade die Weichen stellt. Bereits im vergangenen Jahr wurde ein Bonussystem eingeführt, welches die Belegschaft an der erreichten Zielmenge mit zusätzlichen 200-500EUR brutto je Monat erfolgreich partizipieren lässt.

Für den heutigen Tag wurde ein Warnstreik durch die IGBCE angekündigt, an welchem nur ein kleiner Teil der Belegschaft teilgenommen hat.

Für Presseanfragen steht Ihnen der Standortleiter Herr Dr. Joachim Steckelberg über joachim.steckelberg@nextpharma.comzur Verfügung.

Über NextPharma:
NextPharma ist einer der führenden europäischen pharmazeutischen Lohnhersteller für die Herstellung und Entwicklung von Arzneimitteln (CDMO) mit derzeit fünf Standorten in Deutschland, zwei in Frankreich und jeweils einem in Finnland, Norwegen und Schottland und mit Healthcare Logistikzentren in der DACH Region. NextPharma agiert weltweit, neun der zehn Standorte sind u.a. von der FDA zugelassen. Mit Expertise in den Bereichen Feststoffe, Halbfeststoffe und sterile und nicht-sterile Flüssigkeiten bietet das Unternehmen Dienstleistungen von der pharmazeutischen Entwicklung über klinische Prüfmuster, Scale-Up und Prozessvalidierung bis hin zur kommerziellen Herstellung einer Vielzahl von Darreichungsformen, darunter Tabletten, Kapseln, Granulate, Pulver, Pellets, Gele, Cremes, flüssigkeitsgefüllte Kapseln, Softgels, Sprays und Trockensäfte. Darüber hinaus bietet NextPharma eine breite Palette an Verpackungslösungen, u.a. Verblisterung, Flaschen, Dosen, Sachets, Stick Packs, Röhrchen und BFS. Das Know-how und die Exzellenzzentren von NextPharma ermöglichen es, ausgewählte Services in bestimmten, sehr spezifischen Bereichen wie Hormonen und halbfesten Darreichungsformen, Cephalosporinen, Penicillinen, Betäubungsmitteln, Kautabletten, Retard-Arzneiformen, Formulierungen auf Lipidbasis (einschließlich hormoneller und hochwirksamer Produkte) sowie Kinderarzneimittel anzubieten. Weitere Informationen finden Sie unter https://nextpharma.com/ .

Kontakt
NextPharma GmbH
Kathrin Kleinhanns
Hildebrandstrasse 12
37081 Goettingen

https://nextpharma.com/

Die HPV-Impfung: Wichtiger Schutz für Jugendliche

Ein Piks, der vor Krebs schützen kann

Die HPV-Impfung: Wichtiger Schutz für Jugendliche

Apotheken betonen: Die frühzeitige Impfung von Mädchen und Jungen ist wichtig! (Bildquelle: ©pixabay)

Stuttgart – Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) ruft anlässlich des Internationalen Tags der Frauengesundheit am 28. Mai dazu auf, das Thema der HPV-Impfung stärker in den Fokus zu rücken. Humane Papillomviren (HPV) sind weit verbreitet und können verschiedene Krebsarten verursachen – insbesondere Gebärmutterhalskrebs. Eine frühzeitige Impfung kann hier gezielt vorbeugen und bietet einen wichtigen Schutz, der für Mädchen und Jungen gleichermaßen wichtig ist.

„Die HPV-Impfung ist ein Meilenstein der modernen Medizin und kann das Risiko für verschiedene Krebsarten wie Gebärmutterhalskrebs oder Rachenkrebs deutlich senken. Nutzen wir diese Möglichkeit gemeinsam, um unsere Kinder zu schützen!“, betont Friederike Habighorst-Klemm, Vorstandsmitglied des LAV und Patientenbeauftragte. „Es ist wichtig, dass wir offen über sexuell übertragbare Viren sprechen, sie enttabuisieren und aufklären, um das stille Risiko für unsere Kinder und Jugendlichen zu minimieren.“

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung für alle Jugendlichen zwischen 9 und 14 Jahren, Nachholimpfungen sind bis zum 18. Lebensjahr möglich. Die Impfung sollte idealerweise vor den ersten sexuellen Kontakten erfolgen. „Eltern, aber auch Großeltern, Verwandte oder auch Lehrkräfte spielen eine entscheidende Rolle dabei, Jugendliche für diese wichtige Schutzimpfung zu sensibilisieren“, so Habighorst-Klemm weiter. „Je höher die Impfquote, desto besser können wir die Verbreitung der Viren eindämmen und künftige Krebserkrankungen verhindern.“ Die Impfung ist sicher und wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. „Der LAV ruft darum Eltern und alle, die Verantwortung für Jugendliche tragen, auf, sich umfassend zu informieren und aktiv dazu beizutragen, dass möglichst viele Kinder und Jugendliche diesen wichtigen Schutz erhalten“, appellierte Habighorst-Klemm.

Hintergrund:
Humane Papillomviren (HPV) sind weit verbreitet und können verschiedene Krebsarten, darunter Gebärmutterhalskrebs, Rachen- und Analkrebs verursachen. Die HPV-Impfung bietet einen effektiven Schutz. Sie wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen und von den Krankenkassen erstattet.

Der LAV Baden-Württemberg unterstützt die Kampagne „ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs.“ des Unternehmens MSD, die auf die Bedeutung der HPV-Impfung aufmerksam macht und umfassende Informationen bietet. Interessierte finden weitere Informationen unter: www.entschiedengegenkrebs.de .

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patient:innen, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es rund 2.150 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patient:innen kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015.

Weitere Informationen unter www.apotheker.de
Jetzt Fan werden: Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. auf www.facebook.de

Kontakt
Landesapothekerverband Baden-Württemberg
Frank Eickmann
Hölderlinstr. 12
70174 Stuttgart
0711/22334-77
http://www.apotheker.de

Asthma sicher managen – Inhalatoren korrekt anwenden

Apotheker schulen Asthmatiker für mehr Lebensqualität

Asthma sicher managen - Inhalatoren korrekt anwenden

Richtiges Inhalieren sorgt für mehr Lebensqualität (Bildquelle: © ABDA)

Mainz – Rund vier Millionen Menschen in Deutschland leiden an Asthma bronchiale, einer ernsthaften chronischen Erkrankung der Atemwege. Sie geht einher mit Symptomen wie Atemnot, Husten und Engegefühl in der Brust. Behandelt wird die Erkrankung meist auch mit Inhalationsmedikamenten, sogenannten Asthmasprays. Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV weist rund um den Welt-Asthma-Tag am 2. Mai 2025 darauf hin, dass die korrekte Anwendung solcher Arzneimittel entscheidend für die Betroffenen ist. Bei einer falschen Anwendung riskieren Patient:innen eine Verschlimmerung der Krankheit, häufigere Notfälle und eine deutliche Einschränkung ihrer Lebensqualität. Um dem entgegenzuwirken, bieten viele Apotheken in Rheinland-Pfalz eine spezielle pharmazeutische Dienstleistung – kurz pDL genannt – an: Die professionelle Schulung zur richtigen Anwendung inhalativer Arzneimittel.

„Die korrekte Inhalationstechnik ist ganz entscheidend für den Therapieerfolg“, erklärt Petra Engel-Djabarian, Mitglied im Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV. „Viele Patient:innen machen unbewusst Fehler, die dazu führen, dass das Medikament nicht richtig bis tief in die Lunge gelangt. So können Ärzte gezwungen sein, immer wieder neue Medikamente einzusetzen, die besser helfen. Ebenso können sich die Symptome verschlechtern und im schlimmsten Fall wird ein Krankenhausaufenthalt nötig. Mit unserer Schulung, deren Kosten von den Krankenkassen übernommen wird, helfen wir, solche Probleme zu vermeiden.“

So läuft die Inhalations-Schulung ab:
– Apotheker:innen erklären bei dem Termin zunächst theoretisch die korrekte Handhabung des jeweiligen Inhalators.
– Praktische Übung: Die Teilnehmenden wenden ihre Inhalationsgeräte unter fachlicher Anleitung an.
– Fehleranalyse: Häufige Fehlerquellen, wie beispielsweise eine falsche Atemtechnik, werden aufgezeigt und gemeinsam behoben.
– Tipps für den Alltag: Zusätzliche Hinweise zur Medikamenteneinnahme und zur Verbesserung der Lebensqualität werden vermittelt.

„Wir stellen durch das Zusatzangebot der pDL sicher, dass Patient:innen ihre Asthma-Medikamente optimal nutzen, um Atemnot und akute Anfälle zu vermeiden. Das bedeutet nicht nur mehr Arzneimittelsicherheit, sondern sorgt auch dafür, dass Medikamente effizient eingesetzt werden und Betroffene im besten Fall eine bessere Lebensqualität haben“, so Engel-Djabarian weiter.

Über die Webseite www.pharmazeutische-dienstleistungen.de können Interessierte mehr über das Angebot und die Grundlagen für die Inanspruchnahme erfahren. Um eine teilnehmende Apotheke in der Nähe zu finden, bietet die Plattform www.apoguide.de eine komfortable Orts- oder Postleitzahlsuche. In vielen Fällen sogar mit der Möglichkeit zur unmittelbaren Terminbuchung oder einer ersten Kontaktaufnahme, so der LAV.

Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz e. V. – LAV vertritt die Interessen der selbstständigen Apothekerinnen und Apotheker in Rheinland-Pfalz. Er ist Vertragspartner der Krankenkassen und schließt mit diesen Verträge ab. Von den rund 800 Apothekenleitern sind rund 95 Prozent freiwillige Mitglieder im Verband.

Kontakt
Apothekerverband Rheinland-Pfalz e. V. – LAV
Petra Engel-Djabarian
Terrassenstr. 18
55116 Mainz
06131 20491-0
www.lav-rp.de

Impfpass-Check: Vorsorge für ein gesundes Jahr

Warum es wichtig ist, Impflücken zu schließen

Impfpass-Check: Vorsorge für ein gesundes Jahr

Impflücken können die Gesundheit gefährden – Apotheken machen den Impfpass-Check (Bildquelle: © ABDA)

Stuttgart – Ein lückenloser Impfschutz ist essenziell – nicht nur für die eigene Gesundheit, sondern oftmals auch zum Schutz der gesamten Gesellschaft, damit sich Krankheiten nicht übermäßig ausbreiten. Apotheken können mit einem qualifizierten Impfpass-Check helfen, fehlende oder überfällige Schutzimpfungen bei Bürgerinnen und Bürgern zu erkennen und geben individuelle Empfehlungen für notwendige Auffrischungen.

„Viele Menschen wissen gar nicht, ob ihr Impfschutz noch aktuell ist oder welche Impfungen sie tatsächlich brauchen – genau hier setzen wir mit unserem Service an“, erklärt Friederike Habighorst-Klemm, Vorstandsmitglied und Patientenbeauftragte des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg (LAV). „Ein kurzer Check mit dem gelben Impfpass in der Apotheke gibt Sicherheit und hilft, Impflücken frühzeitig zu schließen.“

Ein möglichst lückenloser Impfschutz schützt nicht nur vor schweren Erkrankungen wie Masern, Diphtherie oder Keuchhusten, sondern trägt auch dazu bei, gefährdete Personengruppen im Umfeld zu schützen, für die eine Impfung nicht möglich ist. Dazu gehören etwa Neugeborene oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Das sind beispielsweise Menschen mit Tumorleiden oder Menschen die auf ein Spenderorgan warten, oder eins bekommen haben. Für diese Gruppen kann schon eine Infektion mit einer harmlos klingenden „Kinderkrankheit“ ernste Folgen haben. „Durch hohe Impfquoten können gefährliche Infektionskrankheiten eingedämmt oder sogar ausgerottet werden“, betont Habighorst-Klemm.

Der Ablauf für den Impfpass-Check ist einfach, sagt die Apothekerin und empfiehlt, hierfür am besten einen Termin mit der Apotheke auszumachen: „Dann kommen Sie mit Ihrem Impfpass in die Apotheke und dort prüfen wir, ob alle empfohlenen Impfungen für Sie oder vielleicht auch für Familienmitglieder vollständig sind. Das geschieht auf der Basis der aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und das betrifft zunächst vor allem die Standardimpfungen. Aber auch, wenn Sie eine Fernreise planen, können wir eine Einschätzung geben, welche Impfungen hierfür zusätzlich empfohlen wären.“

Einige Schutzimpfungen, wie die Grippe- oder COVID-19-Impfung, können bereits direkt in vielen Apotheken durchgeführt werden. Für alle anderen Impfungen erhalten Kundinnen und Kunden eine gezielte Empfehlung, sich in der Hausarztpraxis beraten und impfen zu lassen.

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patient:innen, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es rund 2.150 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patient:innen kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015.

Weitere Informationen unter www.apotheker.de
Jetzt Fan werden: Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. auf www.facebook.de

Kontakt
Landesapothekerverband Baden-Württemberg
Frank Eickmann
Hölderlinstr. 12
70174 Stuttgart
0711/22334-77
http://www.apotheker.de

Apotheken leisten essenziellen Beitrag zur Versorgung von Patient:innen mit seltenen Erkrankungen

Individuelle Rezepturen unverzichtbar bei seltenen Erkrankungen

Apotheken leisten essenziellen Beitrag zur Versorgung von Patient:innen mit seltenen Erkrankungen

Apotheken stellen überlebenswichtige Rezepturen her (Bildquelle: © ABDA)

Stuttgart – Im Vorgriff auf den „Tag der seltenen Erkrankungen“, der in diesem Jahr für den 28. Februar ausgerufen wird, macht der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) auf die besonderen Herausforderungen aufmerksam, mit denen betroffene Patient:innen konfrontiert sind. Von seltenen Erkrankungen spricht man, wenn weniger als eine Person pro 2.000 Einwohner unter einer bestimmten Erkrankung leiden. Allein in Deutschland leben etwa vier Millionen Menschen mit einer solchen seltenen Erkrankung – das bedeutet, dass etwa jeder zwanzigste Deutsche betroffen ist.

Diese seltenen Krankheiten sind oft schwerwiegend, verlaufen meist chronisch und gehen nicht selten mit komplexen Symptomen einher. Ein großes Problem für Betroffene ist oft die späte Diagnosestellung: Studien zeigen, dass es bis zu acht Jahre oder länger dauern kann, bis eine seltene Erkrankung korrekt erkannt wird. Ein weiteres Problem: Da die Zahl der Patient:innen mit einer einzelnen seltenen Erkrankung meist sehr gering ist, gibt es für viele dieser Krankheiten keine industriell hergestellten Medikamente.
Hier spielen Apotheken in Deutschland eine entscheidende Rolle: Sie sind nicht nur wichtige Anlaufstellen für die Beratung betroffener Patient:innen und deren Angehörige, sondern stellen auch individuell angepasste Arzneimittel für diese Menschen her. Diese sogenannten Rezepturen sind oft die einzige Möglichkeit, betroffenen Menschen eine gezielte Arzneimitteltherapie zu ermöglichen. Apotheken setzen hierfür mit hohem Aufwand ihr pharmazeutisches Fachwissen ein, um patientenindividuelle Lösungen zu entwickeln und so diese Versorgungslücke zu schließen.
In Deutschland werden jährlich über 13 Millionen Rezepturen in Apotheken hergestellt. Diese Rezepturen sind individuell auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten abgestimmt. Kinder profitieren genauso davon wie auch Menschen mit seltenen Erkrankungen. So können beispielsweise Kapseln angefertigt werden, in denen verschiedene Wirkstoffe genau auf den Patienten hin abgestimmt kombiniert werden. Jede dieser Kombinationen ist einzigartig und wäre als Fertigarzneimittel nicht im Handel erhältlich. Dadurch erhalten Betroffene eine passgenaue Therapie, die ihnen sonst nicht zur Verfügung stünde.

„Für viele Betroffene sind Apotheken unverzichtbar, da sie maßgeschneiderte Arzneimittel herstellen, die es nicht als Fertigarzneimittel gibt. Die pharmazeutische Kompetenz in den Apotheken ist für diese Patient:innen oft lebensentscheidend“, betont Tatjana Zambo, Präsidentin des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg.

Der Tag der seltenen Erkrankungen soll das Bewusstsein für die Herausforderungen der Betroffenen und die Notwendigkeit einer zielgenauen medizinischen und pharmazeutischen Versorgung schärfen. Die ortsnahen Apotheken spielen dabei eine unverzichtbare Rolle, denn nirgendwo anders können und werden Individualrezepturen hergestellt. „Diese flächendeckende Versorgung zu bewahren und zu stärken muss deshalb Aufgabe einer zukunftsorientierten politischen Gestaltung sein – auch, um Patient:innen mit seltenen Erkrankungen bestmöglich versorgen zu können“, erläutert Zambo.

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patienten, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es rund 2.150 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patient:innen kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015.

Weitere Informationen unter www.apotheker.de
Jetzt Fan werden: Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. auf www.facebook.de

Kontakt
Landesapothekerverband Baden-Württemberg
Frank Eickmann
Hölderlinstr. 12
70174 Stuttgart
0711/22334-77
http://www.apotheker.de

E-Rezepte jetzt noch bequemer einlösen

Mit CardLink-Verfahren Medikamente von zu Hause in der Apotheke vor Ort bestellen

E-Rezepte jetzt noch bequemer einlösen

Mit CardLink E-Rezepte jetzt noch bequemer in der Apotheke vor Ort einlösen (Bildquelle: © ABDA)

Stuttgart – Das E-Rezept kann mit dem neuen sogenannten CardLink-Verfahren seit kurzem noch einfacher und bequemer in den hiesigen Apotheken eingelöst werden. Damit steht den Patientinnen und Patienten neben der Einlösung mit der Versichertenkarte in der Apotheke oder über eine E-Rezept-App ein weiterer digitaler Einlöseweg zur Verfügung, so der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV).

E-Rezepte können durch das Anhalten der Karte an ein modernes Smartphone bequem von zuhause oder unterwegs direkt an die gewünschte Apotheke gesendet werden. „Das macht die Versorgung mit Arzneimitteln noch schneller und bequemer für unsere Kund:innen. Man hält die elektronische Gesundheitskarte (eGK) an das Handy und über eine passende App gelangt der Rezeptwunsch direkt in die ausgewählte Apotheke“, beschreibt Friederike Habighorst-Klemm, Patientenbeauftragte und Vorstandsmitglied im LAV das Verfahren. Dieser neue digitale Versorgungsweg sei besonders hilfreich für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder auch im Krankheitsfall. Denn viele Apotheken im Land würden die verordneten Medikamente oft innerhalb weniger Stunden auch bis nach Hause liefern.

„Mit dem CardLink-Verfahren schaffen wir eine komfortable und sichere Möglichkeit, das E-Rezept digital und ortsunabhängig einzulösen. So bleiben unsere Apotheken vor Ort ein starker und unverzichtbarer Partner für unsere Gesundheitsversorgung“, erklärt Friederike Habighorst-Klemm. Ein weiterer Vorteil ist, dass auch Angehörige die Übermittlung der E-Rezepte für (ältere) Familienmitglieder übernehmen können.

Das brauchen Patient:innen für das CardLink-Verfahren:
-Elektronische Gesundheitskarte (eGK): Die eGK muss NFC-fähig sein (erkennbar am Funk-Symbol; NFC steht für „Near field communication“).
-Smartphone: Das Gerät benötigt eine NFC-Funktion, die aktiviert sein muss.
-App: Laden Sie eine unterstützende App wie beispielsweise „ApoGuide“ oder eine von Ihrer Apotheke benannte App herunter und melden sich als Nutzer:in an.
-Einfaches Verbinden: Halten Sie Ihre eGK an das Smartphone, bestätigen Sie mit der Card Access Number (CAN-Nummer steht auf der eGK) und einem SMS-Code. Anschließend wird das Rezept über die App direkt an die Apotheke Ihrer Wahl übermittelt.

„Fragen Sie einfach in Ihrer Apotheke nach, ob sie bereits am CardLink-Verfahren teilnimmt und welche App Sie als Kund:in brauchen. Unsere Teams vor Ort sind bestens vorbereitet, um Ihnen diesen unkomplizierten Weg der Rezepteinlösung anzubieten. Und Angst vor Datenklau muss niemand haben – dafür sorgt ein bundeseinheitlicher, besonders hoher Sicherheitsstandard dieses Einlöseweges“, so Habighorst-Klemm weiter.

Das E-Rezept ist seit Januar 2024 in der Arzneimittelversorgung angekommen und hat sich als sicherer Standard etabliert. Mit dem CardLink-Verfahren wird die Einlösung noch flexibler, bleibt aber gleichzeitig eng an die persönlichen Beratungsleistungen der Apotheken vor Ort gekoppelt. „Unsere Apotheken stehen weiterhin für Sicherheit und Qualität in der Arzneimittelversorgung. Mit CardLink erweitern wir unsere Möglichkeiten, auf die Bedürfnisse unserer Patientinnen und Patienten auch in punkto Digitalisierung professionell einzugehen“, fasst Habighorst-Klemm zusammen.

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patienten, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es rund 2.200 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patienten kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015.

Weitere Informationen unter www.apotheker.de
Jetzt Fan werden: Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. auf www.facebook.de

Kontakt
Landesapothekerverband Baden-Württemberg
Frank Eickmann
Hölderlinstr. 12
70174 Stuttgart
0711/22334-77
http://www.apotheker.de

NextPharma wird ab dem 1. Januar 2025 klimaneutral sein

NextPharma wird ab dem 1. Januar 2025 klimaneutral sein

NextPharma ist seit dem 1. Januar 2025 klimaneutral.

NextPharma bestätigt seinen Erfolg beim Erreichen des Klimaneutralitätsstatus ab 1. Januar 2025 für Scope-1- und Scope-2-Emissionen. Das Erreichen dieses Ziels basiert auf der Einführung des Programms „Path to CO2 Neutrality“ im Unternehmen im Juli 2021. Ziel dieses Programms ist es, die Treibhausgasemissionen an allen 10 Produktionsstandorten der NextPharma Gruppe zu reduzieren.

Peter Burema, Chief Executive Officer, erklärte:

„Bei NextPharma haben wir uns der Agenda der ökologischen Nachhaltigkeit verpflichtet,ebenso wie den Themen Gesundheit, Sicherheit und sozialem Wohlbefinden. Unser übergeordnetes Ziel ist es, die Lebensqualität für alle, denen wir dienen, zu verbessern. Durch unsere Kultur der zielgerichteten Umsetzung von Maßnahmen und kontinuierlichen Verbesserungen haben wir ein nachhaltiges Programm aus Kapitalinvestitionen und innovativen technischen Lösungen entwickelt, das messbare Ergebnisse und eine erhebliche Reduktion unserer CO2-Emissionen hervorbringt.

Für uns war es ein zentraler Fokus, unser Versprechen bis Januar 2025 CO2-neutral zu sein einzulösen. Wir haben unser Engagement in dieser Sache erweitert, in dem wir uns der SBTi*-Initiative angeschlossen haben, die ehrgeizige Ziele zur Emissionsreduktion setzt, die mit den neuesten Erkenntnissen der Klimawissenschaft im Einklang stehen. Ich bin begeistert von unseren Plänen, die uns in Zukunft noch weitere Fortschritte auf diesem Gebiet ermöglichen werden.“

*Science Based Targets Initiative

Weitere Informationen unter: https://nextpharma.com/

.

Kontakt
NextPharma GmbH
Kathrin Kleinhanns
Hildebrandstrasse 12
37081 Goettingen
+49 551 382-0
https://nextpharma.com/

Gerührt und manchmal auch geschüttelt

Rezepturen: Individuelle Medikamente aus der Apotheke

Gerührt und manchmal auch geschüttelt

Das kann nur die Apotheke vor Ort: Individuelle Arznei für spezielle Erkrankungen (Bildquelle: © ABDA)

Mainz – Die Vor-Ort-Apotheken leisten einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung, der oft übersehen wird: Die Herstellung individueller Arzneimittel für Patientinnen und Patienten. „Diese sogenannten Rezepturen sind besonders wichtig, wenn passende Standardmedikamente nicht verfügbar sind“, betont Petra Engel-Djabarian, Mitglied im Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV.

Gerade für Kinder oder sogar Säuglinge, deren Körper auf Medikamente in speziellen Wirkstärken oder Dosierungen angewiesen sind, sind individuelle Arzneimittel unverzichtbar. „Viele sogenannte Fertigarzneimittel sind nicht für kleine Kinder geeignet, weil sie für Erwachsene entwickelt wurden. Die Apothekenteams sind hier im Bedarfsfall in der Lage, individuell passend die richtige Dosierung herzustellen – sei es als Saft, Creme oder Zäpfchen“, erklärt Engel-Djabarian. „Kinder mit einem Herzfehler bekommen häufig eigens hergestellte Kapseln aus der Apotheke. Denn es ist besorgten Eltern in so einer Situation nicht zuzumuten, fertige Tabletten mit einer Feinwaage in kleinste Stücke zu teilen.“ Auch bei vielen Hauterkrankungen verordnen Hautärzt:innen für große oder kleine Patienten individuell angefertigte Medikamente für die Fälle, bei denen standardisierte Salben, Cremes oder Lotionen nicht den gewünschten Erfolg bringen oder beispielsweise Unverträglichkeiten vorliegen, die dadurch berücksichtigt werden können. „Durch unsere Leistung in den Apotheken bekommen Betroffene dann genau die Dosierung und Zusammensetzung, die für das individuelle (Haut-)Problem am besten geeignet ist“, klärt Petra Engel-Djabarian auf.

Nur vollversorgende Vor-Ort-Apotheken sind in der Lage, solche maßgeschneiderten Arzneimittel herzustellen. „Apotheker:innen und auch die pharmazeutisch-technischen Assistent:innen im Team bringen hier eine hohe Kompetenz, ausführliche Fachkenntnisse und strenge Qualitätsanforderungen ein. Diese Arbeit erfolgt mit höchster Sorgfalt und unter strengen gesetzlichen Vorgaben, um die bestmögliche Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Der Versandhandel für Arzneimittel bietet diese aufwändige Versorgung gar nicht an.“

Besonders deutlich wurde die Bedeutung dieser Leistung während der Corona-Pandemie. „Als plötzlich Desinfektionsmittel knapp wurden, haben die Apotheken in Rheinland-Pfalz in kürzester Zeit eigene Lösungswege entwickelt und das Mittel hergestellt“, so Engel-Djabarian. Auch in Zeiten von Lieferengpässen, wie zuletzt bei Fiebersäften für Kinder, erweisen sich die Vor-Ort-Apotheken als unverzichtbar. „Wenn industrielle Produktionen ausfallen, oder Medikamente nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, sind wir Apotheker:innen in der Lage, solche Engpässe zu überbrücken. Wir stellen im Notfall, wo möglich, die dringend benötigten Medikamente her und sorgen dafür, dass die Patienten nicht ohne Hilfe dastehen“, erklärt die Engel-Djabarian. Der Apothekerverband appelliert daher an die Politik und die Öffentlichkeit, die Vor-Ort-Apotheken zu stärken und zu unterstützen: „Die Fähigkeit, individuelle Arzneimittel herzustellen, ist für viele Menschen unverzichtbar. Öffentliche Apotheken sind damit ein Garant für die hochwertige und verlässliche Gesundheitsversorgung der Menschen in Rheinland-Pfalz.“

Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz e. V. – LAV vertritt die Interessen der selbstständigen Apothekerinnen und Apotheker in Rheinland-Pfalz. Er ist Vertragspartner der Krankenkassen und schließt mit diesen Verträge ab. Von den rund 800 Apothekenleitern sind rund 95 Prozent freiwillige Mitglieder im Verband.

Kontakt
Apothekerverband Rheinland-Pfalz e. V. – LAV
Petra Engel-Djabarian
Terrassenstr. 18
55116 Mainz
06131 20491-0
www.lav-rp.de

Gefährlich: Immer unter Hochdruck

Pharmazeutische Dienstleistung: Apotheken helfen bei der Kontrolle des Bluthochdrucks

Gefährlich: Immer unter Hochdruck

Bluthochdruck: Apotheken kontrollieren Werte als pharmazeutische Dienstleistung (Bildquelle: © ABDA)

Stuttgart – Bluthochdruck ist nicht nur eine der häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit, sondern Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind auch hierzulande für die meisten Todesfälle verantwortlich. In Deutschland ist etwa jeder dritte Erwachsene von Bluthochdruck betroffen, viele davon, ohne es zu wissen. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) und seine Patientenbeauftragte Friederike Habighorst-Klemm möchten über die stille Gefahr aufklären und weisen auf eine pharmazeutische Dienstleistung hin, die in Apotheken für Betroffene angeboten wird.

Schleichende Gefahr
Bluthochdruck, medizinisch als Hypertonie bezeichnet, entwickelt sich oft schleichend über Jahre und bleibt häufig zunächst unbemerkt. Typische Ursachen für den Hochdruck sind Übergewicht, mangelnde Bewegung oder auch ungesunder Dauerstress, erklärt Friedrike Habighorst-Klemm und fährt fort: „Die Symptome sind unspezifisch. Betroffene können Kopfschmerzen, Schwindel oder auch Schlafstörungen haben.“ Werde der Bluthochdruck nicht behandelt, könnten schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder bleibende Nierenschäden auftreten. „Darum ist es wichtig, Bluthochdruck frühzeitig zu erkennen, zu behandeln und die Werte kontinuierlich zu beobachten“, betont Friederike Habighorst-Klemm. Hierbei spielen die öffentlichen Apotheken eine entscheidende Rolle. Viele Apotheken bieten für Versicherte eine spezielle pharmazeutische Dienstleistung (pDL) an, die von den Krankenkassen bezahlt wird. Das Angebot zielt darauf ab, die Einstellung des Blutdrucks bei Patienten zu optimieren.

Pharmazeutische Dienstleistungen: Ein Plus für mehr Gesundheit
Im Rahmen dieser Dienstleistung überprüfen Apotheken mit drei qualifizierten und standardisierten Messungen den Blutdruck der Patient:innen. Im Anschluss erhalten Betroffene durch die Apothekenmitarbeiterin bzw. den -mitarbeiter eine detaillierte Einschätzung des Blutdrucks und den zu treffenden Maßnahmen. „Hierzu zählt gegebenenfalls auch eine Einschätzung zu den verordneten Hochdruckmedikamenten oder der Dosierung. Auf Wunsch des Patienten wird das Ergebnis auch dem Arzt mitgeteilt“, berichtet die Apothekerin. Auch das Blutdruckmessgerät des Patienten für zuhause, kann vom Apothekenteam auf dessen Funktion überprüft werden.

Voraussetzung für Betroffene ist, dass sie ein verordnetes Medikament gegen zu hohen Blutdruck einnehmen. Die standardisierte Messung kann alle 12 Monate wiederholt werden. Wenn sich die Medikation ändert, kann die Dienstleistung auch früher erneut in Anspruch genommen werden. Interessierte Patienten können sich direkt in ihrer Apotheke vor Ort informieren und bei vielen Apotheken die pharmazeutische Dienstleistung in Anspruch nehmen. „Ein gut eingestellter Blutdruck ist die beste Vorsorge gegen schwerwiegende Folgeerkrankungen“, so Habighorst-Klemm abschließend.

Weitere Informationen zu allen von den Krankenkassen bezahlten pharmazeutischen Dienstleistungen und den Voraussetzungen finden Sie auf der Patienten-Homepage www.pharmazeutische-dienstleistungen.de.

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patienten, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es rund 2.200 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patienten kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015.

Weitere Informationen unter www.apotheker.de
Jetzt Fan werden: Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. auf www.facebook.de

Kontakt
Landesapothekerverband Baden-Württemberg
Frank Eickmann
Hölderlinstr. 12
70174 Stuttgart
0711/22334-77
http://www.apotheker.de