THG-Quote – AGRAVIS Raiffeisen AG zahlt Prämie aus

THG-Quote - AGRAVIS Raiffeisen AG zahlt Prämie aus

Wer ein reines Elektrofahrzeug besitzt, kann dafür eine THG-Quote generieren. Die AGRAVIS Raiffeisen AG (https://www.agravis.de/de/) bietet E-Mobilisten nun an, diesen Ausgleich für die CO2-Minderung zu erwerben. Dazu wurde ein Portal auf der Konzernwebsite agravis.de (https://www.agravis.de/de/energie-mobilitaet/thg-quote/) freigeschaltet.

Deutschland will bis 2045 klimaneutral werden. Um das zu schaffen, ist die Treibhausgasminderungsquote, kurz THG-Quote, ein wichtiges Instrument. Sie wird bis 2030 jährlich steigen, um die CO2-Emissionen im Straßenverkehr nachhaltig zu senken. Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist über ihre Sparte Energie (https://www.agravis.de/de/energie-mobilitaet/) ein sogenannter lnverkehrbringer von Kraftstoffen und daher verpflichtet, die THG-Quote zu erfüllen. Das kann man entweder durch Beimischung von Biodiesel in mineralischen Dieselkraftstoff gewährleisten oder durch den Erwerb der THG-Quote von Dritten, die eine positive CO2-Bilanz aufweisen.

Und genau das trifft auf die Fahrerinnen und Fahrer von reinen Elektrofahrzeugen zu. Sie können mit ihren vollständig batteriebetriebenen Fahrzeugen eine THG-Quote im Wert von mehreren Hundert Euro generieren. Und zwar jedes Jahr, gewissermaßen als „Lohn“ für die eingesparten CO2-Emissionen. Die Quote eigenständig beim Umweltbundesamt zu beantragen, ist aber ziemlich umständlich. Alternativ können E-Mobilist:innen diese Quote auch an quotenverpflichtete Unternehmen verkaufen. Das ist seit dem 1. Januar 2022 laut Gesetz möglich.

„Hier setzen wir mit unserem neuen Service an“, sagt Frederik Volbracht, Leiter Brenn- und Kraftstoffe bei der AGRAVIS in Münster. Über ein Portal auf der Unternehmens-Website agravis.de können die Halterinnen und Halter von E-Fahrzeugen ihren Fahrzeugschein hochladen. Die AGRAVIS sammelt diese Dokumente und leitet sie gebündelt und datenschutzkonform an das Umweltbundesamt weiter.

„Der gesamte Prozess ist digitalisiert, um ihn schnellstmöglich abzuwickeln“, betont Volbracht. Die Bearbeitungszeit beim Umweltbundesamt könne die AGRAVIS jedoch nicht beeinflussen. Kommt von dort grünes Licht, kann die Prämie für die THG-Quote ausgezahlt werden – für Pkw sind es aktuell 350 Euro. „Wir halten die Antragstellenden während des Verfahrens mit Status-Mails stets auf dem Laufenden“, beschreibt Volbracht einen weiteren Vorteil. Da der Anspruch auf die THG-Quote jedes Jahr aufs Neue besteht, bietet die AGRAVIS an, automatisch und rechtzeitig wieder auf die E-Fahrzeughalter:innen zuzukommen.

Dieses Angebot gilt für alle reinen Elektrofahrzeuge, also Pkw, Motorrad, Roller, Busse, ebenso für Nutzfahrzeuge. Für die Registrierung von Fahrzeugflotten bietet die AGRAVIS einen separaten Service an, Kontakt: thg-quote@agravis.de.

agrav.is/thg-quote (https://www.agravis.de/de/energie-mobilitaet/thg-quote/)

Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen in den Segmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie und Raiffeisen-Märkte einschließlich Baustoffhandlungen soüberwie im Projektbau. Die AGRAVIS-Gruppe erwirtschaftet mit über 6.300 Mitarbeiter:innen 7,3 Mrd. Euro Umsatz und ist als ein führendes Unternehmen der Branche mit mehr als 400 Standorten überwiegend in Deutschland tätig. Internationale Aktivitäten bestehen über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in mehr als 20 Ländern und Exportaktivitäten in mehr als 100 Ländern weltweit. Der Unternehmenssitz ist Münster.
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AGRAVIS Raiffeisen AG bietet Preisindex für AdBlue an

AGRAVIS Raiffeisen AG bietet Preisindex für AdBlue an

Unter der Bezeichnung „Blue-Service-Index“, kurz BSI, hat die AGRAVIS Raiffeisen AG (https://www.agravis.de/de/) einen neuen Preisindex für AdBlue herausgegeben. Als unabhängiger Energiehändler vertreibt die AGRAVIS AdBlue sowohl im Großhandel als auch im Endkundengeschäft. Gemeinsam mit mehreren regionalen Mineralölhändlern betreibt AGRAVIS zudem seit 2013 das AdBlue-Netzwerk „Blue-Service“. Der zusätzliche Betriebsstoff für Dieselfahrzeuge wird aus Harnstoff gewonnen und reduziert die Abgasstickoxide um bis zu 90 Prozent.

„Die Nachfrage nach einem weiteren Preisindex kam aus dem Markt heraus“, erläutert Oliver Korting, Bereichsleiter Energie (https://www.agravis.de/de/energie-mobilitaet/) bei der AGRAVIS. Hintergrund für den Bedarf ist die enorme Preisvolatilität bei diesem Zusatzstoff. Die Kopplung an den Harnstoffpreis, die über viele Jahre galt, hat inzwischen ihre Relevanz verloren. Vielmehr wird der AdBlue-Preis heute stark von den erheblichen Schwankungen und der seit Monaten festzustellenden Preisexplosion beim Erdgas beeinflusst. „Der AdBlue-Markt hat dadurch eine ausgeprägte Eigendynamik erfahren“, erläutert Frederik Volbracht, verantwortlich für das AdBlue-Geschäft bei der AGRAVIS.

Daher wollen immer mehr Händler ihre langfristigen Lieferverträge über eine sogenannte Preisgleitklausel flexibel gestalten können. „Dafür bietet ihnen unser Preisindex eine aussagekräftige Grundlage“, wie Volbracht weiter ausführt. Die öffentlich zugänglichen AdBlue-Preisinformationen von mehr als 500 Tankstellen werden wöchentlich erfasst. Für die Berechnung des Index werden die oberen und unteren 10 Prozent gestrichen, damit einzelne Preisausschläge den Durchschnittswert nicht verfälschen. Zudem werden in der Methodik nur Preisangaben berücksichtigt, die sich in den zurückliegenden vier Wochen verändert haben. „Damit errechnet sich der Index aus einer sehr soliden und umfangreichen Datenbasis heraus. Er kann auch bis hinunter auf Bundesländerebene regional dargestellt werden“, so Volbracht.

Die AGRAVIS betrachtet den Index als zusätzliches Serviceangebot – sowohl innerhalb des Netzwerkes Blue-Service als auch für weitere Interessenten aus der Branche. So ist zum Beispiel die indexbasierte Abrechnung innerhalb eines Tankstellennetzes denkbar. Zudem können gewerbliche Kunden auf Basis des Indexes ab Tankstelle abgerechnet werden. Jedes Unternehmen werde aber weiterhin im Wettbewerb entscheiden, ob es überhaupt Preisgleitklauseln nutzt und – wenn ja – welchen Index es hierfür einsetzt. Durch eine Selbstveranlagung beim Kartellamt ist die Markttransparenz gewährleistet.
Der Preisindex ist online kostenpflichtig abrufbar unter www.blue-service.de/index (https://bsi.blue-service.de/login).

Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen in den Segmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie und Raiffeisen-Märkte einschließlich Baustoffhandlungen soüberwie im Projektbau. Die AGRAVIS-Gruppe erwirtschaftet mit über 6.300 Mitarbeiter:innen 7,3 Mrd. Euro Umsatz und ist als ein führendes Unternehmen der Branche mit mehr als 400 Standorten überwiegend in Deutschland tätig. Internationale Aktivitäten bestehen über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in mehr als 20 Ländern und Exportaktivitäten in mehr als 100 Ländern weltweit. Der Unternehmenssitz ist Münster.
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Die Mais-Versuchsergebnisse 2022 von AGRAVIS NetFarming sprechen für sich

Die Mais-Versuchsergebnisse 2022 von AGRAVIS NetFarming sprechen für sich

Es lohnt sich – das zeigen die diesjährigen Versuchsergebnisse der teilflächenspezifischen Maisaussaat. In 11 deutschlandweiten Versuchen stellte das NetFarming-Team 7 Prozent Mehrertrag beim Silomais fest. Auch die Qualität verbesserte sich deutlich: ein 7 Prozent höherer Energieertrag, 3 Prozent mehr Stärke und eine 6 Prozent höhere Biogasausbeute sind hervorragende Ergebnisse.

In den vergangenen sieben Jahren (von 2016 bis 2022) haben die Kolleginnen und Kollegen von NetFarming (https://www.netfarming.de/de/netfarming_de/index.html) bereits 171 Versuche zur Maisaussaat durchgeführt. Die Ergebnisse sprechen für sich. Der Silomais bringt im Durchschnitt 9 Prozent Mehrertrag bei einer deutlich besseren Qualität hervor. Fazit: Da der Break-even Point, also die Gewinnschwelle, bereits bei 1 Prozent Mehrertrag liegt, garantiert die teilflächenspezifische Maisaussaat Landwirtinnen und Landwirten eine wirtschaftlich erfolgreiche Ernte.

Weitere Infos zum Thema NetFarming finden Sie unter agrav.is/netfarming (https://www.agravis.de/de/technik/agrartechnik/netfarming/) und www.netfarming.de (https://www.netfarming.de/de/netfarming_de/index.html).

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Neue AGRAVIS-Podcast-Folge zur Weizen-Herbstaussaat

Neue AGRAVIS-Podcast-Folge zur Weizen-Herbstaussaat

Die dritte Folge der Herbst-Reihe des AGRAVIS-Podcasts ist online. Im Fokus steht diesmal die Weizen-Aussaat. Im Produktmanagement Saatgut der AGRAVIS Raiffeisen AG (https://www.agravis.de/de/) ist Thomas Husemann für das Saatgetreide zuständig. Gemeinsam mit Moderator Friedrich Holtz nimmt er im dritten Teil unserer Herbst-Reihe die Weizen-Aussaat unter die Lupe und klärt unter anderem auf, wie das perfekte Saatbett für Weizen aussieht, wann der richtige Zeitpunkt für die Aussaat ist und was in trockenen Regionen von Vorteil ist.
Zur aktuellen Podcast-Folge (https://www.agravis.de/de/ueber-agravis/newsroom/agravis-podcast/folge-18_weizen-aussaat.html).
Alle Folgen des Podcasts finden Sie unter agrav.is/podcast (https://www.agravis.de/de/ueber-agravis/newsroom/agravis-podcast/).

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Mais-Ergebniskompass 2022 der AGRAVIS ist da

Mais-Ergebniskompass 2022 der AGRAVIS ist da

Hitze, Trockenheit, schlechte Erntebedingungen: Die teilweise sehr schwierigen klimatischen Bedingungen führten auch in diesem Jahr wieder zu regional sehr unterschiedlichen Maisernten. Dies zeigt der aktuelle Mais-Ergebniskompass 2022 der AGRAVIS Raiffeisen AG (https://www.agravis.de/de/).

Rückblickend auf die Umweltbedingungen der vergangenen Jahre werden Trockentoleranz und Jugendentwicklung zunehmend wichtiger. Unser Tipp: Der Anbau unterschiedlicher Reifetypen mit zeitlich versetzten Blühzeitpunkten kann gut helfen, Risiken zu streuen.

Die ersten Versuche aus dem AGRAVIS-Prüfnetz sind jetzt ausgewertet. Sie können sie im Ergebniskompass Mais 2022 (https://www.agravis.de/de/pflanzenbau/mais/ergebniskompass/) übersichtlich und sortiert abrufen. Im neuen Design und mit zusätzlichen Funktionen ist die Bedienung noch freundlicher für Sie geworden. Achtung: Der Ergebniskompass wird regelmäßig aktualisiert, bis sämtliche Versuchsstandorte ausgewertet sind.

Unsere Sortenempfehlungen für 2022/2023 finden Sie auf unserer Seite mit den Schwerpunktsorten (https://www.agravis.de/de/pflanzenbau/mais/schwerpunktsorten/).

Zum Mais-Ergebniskompass 2022 (https://www.agravis.de/de/pflanzenbau/mais/ergebniskompass/) der AGRAVIS.

Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen in den Segmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie und Raiffeisen-Märkte einschließlich Baustoffhandlungen soüberwie im Projektbau. Die AGRAVIS-Gruppe erwirtschaftet mit über 6.300 Mitarbeiter:innen 7,3 Mrd. Euro Umsatz und ist als ein führendes Unternehmen der Branche mit mehr als 400 Standorten überwiegend in Deutschland tätig. Internationale Aktivitäten bestehen über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in mehr als 20 Ländern und Exportaktivitäten in mehr als 100 Ländern weltweit. Der Unternehmenssitz ist Münster.
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Biogas gegen Energieknappheit – AGRAVIS fordert Umdenken

Biogas gegen Energieknappheit - AGRAVIS fordert Umdenken

Die Biogasproduktion (https://www.agravis.de/de/energie-mobilitaet/biogas/) kann der diskutierten Energieknappheit in spürbarem Maße entgegenwirken. Davon gehen die Experten der AGRAVIS Raiffeisen AG (https://www.agravis.de/de/index.html) aus. Allerdings, so macht das Agrarhandelsunternehmen deutlich, fehlten trotz der Aussage von Minister Habeck, die Biogasproduktion kurzfristig ausweiten zu wollen, nach wie vor die notwendigen gesetzlichen Regelungen.

Biogasbetriebe können Produktion steigern

Betreiber:innen von Biogas- und Biomethananlagen signalisierten aktuell eine große Bereitschaft, die Produktion zu steigern – um 20 bis 25 Prozent. Dafür müssten gesetzliche Einschränkungen, wie Höchstbemessungsleistung und Begrenzung der Gaserzeugung privilegierter Anlagen, kurzfristig und befristet ausgesetzt werden. „Solange es hierzu keine verbindliche, rechtssichere Regelung gibt, riskieren Betreiber:innen den Verlust von Erlösen oder der gesamten Betriebsgenehmigung“, so AGRAVIS-Chef Dr. Dirk Köckler.

Anteil von Biogas kann um 3 Prozent steigen

Bislang hat Biomethan, also auf Erdgasqualität aufbereitetes Biogas, einen Anteil von gerade einmal einem Prozent am deutschen Gasmarkt. Doch dieser Anteil könnte mittelfristig auf rund drei Prozent steigen, wie nach Medienberichten aus einer Kurzstudie des Deutschen Biomasseforschungszentrums Leipzig und des Wuppertal Instituts hervorgeht. Aber auch ohne die Aufbereitung zu Biomethan könne Biogas bei einer Vor-Ort-Verstromung zur flexiblen Stromproduktion beitragen. Bis zu 46 Prozent der momentan durch Gaskraftwerke erzeugten Stromproduktion ließen sich aus Biogas decken, heißt es in der Studie.

Deutsches Biogas kann 1 Million Haushalte versorgen

„Biogas und Biomethan sind aufgrund ihrer Speicherfähigkeit und Flexibilität in der Erzeugung ein absolut sinnvoller Ersatz für Erdgas aus Russland“, bestätigen auch die Biogas-Experten der AGRAVIS-Tochtergesellschaft TerraVis (https://www.terravis-biogas.de/). Aktuell sind in Deutschland rund 10.000 Biogasanlagen und nochmals etwa 200 Biomethananlagen in Betrieb. Die genehmigte Leistung dieser Anlagen beträgt rund 4 Gigawatt. Das entspricht einer jährlichen Stromproduktion von etwa 33 Terrawattstunden oder anders: Damit können rund 1 Mio. Haushalte mit 3.500 Kilowattstunden/Jahr versorgt werden.

Entlastung für deutschen Strom- und Wärmemarkt

Beim Blick auf das theoretisch nutzbare Potenzial wird schnell klar, warum die Experten auf ein Weiterdenken drängen. Die tatsächlich installierte elektrische Leistung der beschriebenen Anlagen beträgt ca. 6 Gigawatt. Das entspricht einer maximalen jährlichen Stromproduktion von ca. 50 Terrawattstunden – oder der Stromproduktion von vier Atomkraftwerken. „Die 17 Terrawattstunden zusätzliches Potenzial könnten zumindest teilweise kurzfristig und flexibel eingesetzt werden und so für Entlastung auf dem Strom- und Wärmemarkt sorgen“, fordert der AGRAVIS-CEO die Politik zum Handeln auf. Denn bekanntlich strebe die Bundesregierung einen stärkeren Beitrag der erneuerbaren Energien an, um Erdgas aus dem Strombereich zu verdrängen. „Bisher gibt es aber keine erkennbaren Aktivitäten. Stattdessen verzichten wir weitgehend auf Biogas, welches sofort verfügbar ist.“

Ausreichend Rohstoffe für Biogas-Erzeugung vorhanden

Gleichzeitig stellt AGRAVIS aber auch klar, dass ein Mehr an Biogas nicht bedeutet, dass mehr hochwertige Rohstoffe zur Biogas-Erzeugung notwendig sind. „Es stehen deutschlandweit noch erhebliche Mengen Wirtschaftsdünger zur Verfügung, die nicht in Biogasanlagen zum Einsatz kommen und sinnvollerweise als Biogas-Inputstoff genutzt werden können“, so TerraVis-Geschäftsführer Johannes Joslowski. Hier gebe es Bemühungen von staatlicher Seite, die absolut zu unterstützen seien. Denn: „Nicht zuletzt zur Minderung von Lachgas-Ausgasung sollten Gülle und Mist erst energetisch genutzt und anschließend zur Düngung eingesetzt werden“, macht Joslowski deutlich.

Und es gibt weitere Optionen: So sei es beispielsweise möglich, Substratpotenziale in der Nutzung von unbedenklichen Abfällen (u.a. Getreide-Abfälle, Grasschnitt) sowie Reststoffen aus der Futter- und Lebensmittelproduktion zu heben. Aktuelle Herausforderung: Beim Einsatz von Abfall- und Reststoff-Substraten muss der Rechtsrahmen angepasst werden. In den Niederlanden sei man beispielsweise schon einen Schritt weiter, hier sei die breite Nutzung in Biogasanlagen, unter strenger Kontrolle des Hygienerechts, möglich.

Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen in den Segmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie und Raiffeisen-Märkte einschließlich Baustoffhandlungen soüberwie im Projektbau. Die AGRAVIS-Gruppe erwirtschaftet mit über 6.300 Mitarbeiter:innen 7,3 Mrd. Euro Umsatz und ist als ein führendes Unternehmen der Branche mit mehr als 400 Standorten überwiegend in Deutschland tätig. Internationale Aktivitäten bestehen über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in mehr als 20 Ländern und Exportaktivitäten in mehr als 100 Ländern weltweit. Der Unternehmenssitz ist Münster.
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AGRAVIS-Podcast: Gersten-Aussaat – Teil 2 der Herbst-Reihe

AGRAVIS-Podcast: Gersten-Aussaat - Teil 2 der Herbst-Reihe

Die zweite Folge der Herbst-Reihe des AGRAVIS-Podcasts ist online. Im Fokus steht die Gersten-Aussaat.

Ab Mitte September startet die Aussaat einer der wichtigsten Getreidekulturen – der Gerste. Wir haben unseren Gast Pflanzenbau (https://www.agravis.de/de/pflanzenbau/)-Experte Stephan Niehoff unter anderem nach Empfehlungen zur optimalen Saatbettbereitung, zu Tipps bei Problemen mit Durchwuchs sowie zu seinen Erkenntnissen aus den letzten Sortenversuchen befragt.

Zur Folge (https://www.agravis.de/de/ueber-agravis/newsroom/agravis-podcast/folge-17_gersten-aussaat.html)

Alle Folgen des Podcasts finden Sie unter agrav.is/podcast (https://www.agravis.de/de/ueber-agravis/newsroom/agravis-podcast/).

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Mediengespräch Pflanzenbau: Fruchtfolgen sichern Nahrung für Mensch und Tier

Mediengespräch Pflanzenbau: Fruchtfolgen sichern Nahrung für Mensch und Tier

Wetterextreme, Lieferengpässe, politische Rahmenbedingungen, Ernährungssicherheit: Der Pflanzenbau steht vor einer Vielzahl an Herausforderungen. Aus der Fragestellung, welche Pflanzenbaustrategien auch morgen noch unsere Ernährung sichern und unter welchen Bedingungen dies möglich ist, ergeben sich nach Überzeugung der AGRAVIS Raiffeisen AG viele Lösungsansätze, die auf eine nachhaltige Landbewirtschaftung einzahlen und zugleich den Ackerbaubetrieben auch in Zukunft eine wirtschaftliche Perspektive bieten.

Auch in Deutschland ist der Klimawandel angekommen

„Die Trockenheits- und Hitzeperioden in den vergangenen Wochen haben uns nochmal sehr deutlich vor Augen geführt, dass der Klimawandel längst da ist und wir die drastischen Folgen auch hier in Deutschland deutlich spüren. Trotzdem sind wir durch fruchtbare Böden und vergleichsweise immer noch gemäßigte Temperaturen gegenüber vielen anderen Ländern begünstigt“, sagt Ralf Keunecke, Pflanzenbauberater (https://www.agravis.de/de/pflanzenbau/pflanzenbauberatung/)bei der AGRAVIS. Gerade jetzt – da die Ernährungssicherheit plötzlich nicht mehr selbstverständlich sei – müssten daher alle Chancen auf hohe Erträge bei guten Qualitäten auch tatsächlich ergriffen werden.

Hochertragsstandorte effizient und nachhaltig nutzen

„Ziel sollte es sein, Hochertragsstandorte effizient und damit nachhaltig zu nutzen und sich am Faktoreinsatz pro Ertragseinheit zu orientieren. Mit einem angemessenen Einsatz von Produktionsmitteln können wir an diesen Standorten sehr gute Erträge erwirtschaften.“ Eine pauschale Flächenextensivierung stehe dem aber konträr gegenüber.

Verantwortungsvoller und ressourcenschonender Pflanzenschutz notwendig

Auch die geplante pauschale Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln um 50 Prozent würde das Ziel einer Versorgungssicherheit erschweren. Ein verantwortungsvoller und ressourcenschonender Pflanzenschutz müsse möglich bleiben, um Erträge abzusichern. „Landwirt:innen müssen im Pflanzenbau auf spezifische Witterung und biologische Bedingungen eines Jahres reagieren können. So führen beispielsweise Infektionsbedingungen für Rostkrankheiten ohne Behandlungsmöglichkeit zu erheblichen Ertragsausfällen. Andere Erreger wie Fusarien können in Befallsjahren durch Toxinbildung die Nahrungsqualität gefährden.

Kreislaufwirtschaft mit angepassten Fruchtfolgen spielt eine wichtige Rolle

Verordnungen und Gesetze dürfen hier nur einen Rahmen setzen, aber keine statischen Handlungsanweisungen geben“, betont Franz Schulze Eilfing, AGRAVIS-Pflanzenbauberater. Dabei spielt die Kreislaufwirtschaft mit angepassten Fruchtfolgen eine wichtige Rolle. Angepasste Fruchtfolgen bieten die Möglichkeit, Kulturen mit unterschiedlichen Ansprüchen zu etablieren und die Ertragsrisiken durch Extremwetterlagen zu minimieren. Dabei sollten Kulturen in der Fruchtfolge etabliert werden, die über das Jahr zu unterschiedlichen Zeiten ihren Ertrag aufbauen, um vor allem Wetterrisiken zu reduzieren. Auch sollte die Anbauplanung so flexibel über das Jahr gestaltet werden, dass jede Frucht unter optimalen Ausgangsbedingungen starten kann“, so Schulze Eilfing. Zwischenfrüchte und Maßnahmen zu Erhaltung und Aufbau der Bodenfruchtbarkeit können Startbedingungen sowie Ertragssicherheit verbessern. Jedoch lässt sich nur mit dem Anbau von Pflanzen für die Fütterung eine vielfältige Fruchtfolge auf unseren Standorten langfristig umsetzen.

Lebensmittelproduktion und Tierhaltung ergänzen sich gegenseitig

Dass sich Lebensmittelproduktion und Tierhaltung nicht gegenseitig ausschließen, sondern ergänzen, zeigen nicht nur angepasste Fruchtfolgesysteme: Aus Rohwaren, die in die Lebensmittelproduktion gehen, entstehen Nach- und Nebenprodukte, die ohne Tierhaltung ungenutzt bleiben würden. „Aus der pflanzlichen Rohware lassen sich 20 Prozent für die menschliche Ernährung nutzen, 80 Prozent hingegen finden in der Tierhaltung eine wertvolle Verwendung“, erklärt Bernd Schmitz, Leiter des Bereichs Futtermittel bei der AGRAVIS (https://www.agravis.de/de/). Parallel findet der organische Dünger aus der Tierhaltung einen effizienten Nutzen: Die durch das Pflanzenwachstum entzogenen Nährstoffe werden dem Acker in Form von organischem Dünger wieder zugeführt, wodurch der Verbrauch von mineralischem Dünger gesenkt werden kann.

Biodiversitätsmaßnahmen mehrjährig und gezielt anlegen

Das Denken in Kreisläufen und die Effizienz der einzelnen Maßnahmen sind aber nicht nur für das Gesamtziel der Versorgungssicherheit entscheidend – gleiches gilt für eine erfolgreiche Artenförderung. „Eine Selbstbegrünung oder einjährige Blühstreifen haben kaum Einfluss auf die Biodiversität“, berichtet Dr. Bianca Lind, AGRAVIS-Nachhaltigkeitsmanagerin. Biodiversitätsmaßnahmen (https://www.agravis.de/de/ueber-agravis/nachhaltigkeit/biodiversitaet-und-artenvielfalt/)müssten vielmehr mehrjährig und gezielt angelegt werden, außerdem miteinander vernetzt sein. So wurde es im vergangenen Jahr auf dem AGRAVIS-Versuchsgut St. Mauritz umgesetzt. Wie sich das Artenaufkommen dadurch verändert, wird über mehrere Jahre beobachtet und protokolliert. „Ein erstes Monitoring im Zuge der Bestandsaufnahme mit Blick auf Laufkäfer, Wildbienen und Vogelwelt entsprach unseren Erwartungen“, fasst Dr. Bianca Lind zusammen. Das für das Münsterland typische Artenspektrum spiegele sich auch rund um das Versuchsgut wider. „Wir haben aber auch herausgefunden, dass es ein sehr gutes Specht-Gebiet ist“, so Dr. Lind zu den ersten Erkenntnissen. Die Ansprüche der Tiere zu erfüllen, ist maßgeblich, um sie an dem Standort zu erhalten.

Ziele müssen nachvollziehbar sein

Letzten Endes ist es wichtig, obligatorische Ziele für die Landwirtschaft, den Pflanzenbau, Natur-, Klima- und Umweltschutz transparent und wissenschaftlich nachvollziehbar zu formulieren. Dabei sollte die Zielerreichung belohnt werden, der Werkzeugkasten und Weg dorthin jedoch flexibel und vielfältig bleiben.

Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen in den Segmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie und Raiffeisen-Märkte einschließlich Baustoffhandlungen soüberwie im Projektbau. Die AGRAVIS-Gruppe erwirtschaftet mit über 6.300 Mitarbeiter:innen 7,3 Mrd. Euro Umsatz und ist als ein führendes Unternehmen der Branche mit mehr als 400 Standorten überwiegend in Deutschland tätig. Internationale Aktivitäten bestehen über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in mehr als 20 Ländern und Exportaktivitäten in mehr als 100 Ländern weltweit. Der Unternehmenssitz ist Münster.
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Mediengespräch Pflanzenbau: Plädoyer für den nachhaltigen Pflanzenbau

Mediengespräch Pflanzenbau: Plädoyer für den nachhaltigen Pflanzenbau

Ein leidenschaftliches Plädoyer für den Agrarstandort Deutschland und den Erhalt der regionalen, innovativ-nachhaltigen Landbewirtschaftung hielt Dr. Dirk Köckler auf dem AGRAVIS-Versuchsgut St. Mauritz in Münster. „Gerade jetzt führt uns die politische Zeitenwende, die einhergeht mit einer Phase der Knappheit, vor Augen, welchen herausragenden Stellenwert die Versorgungs- und Ernährungssicherheit in Deutschland und der Welt hat“, unterstrich der Vorstandsvorsitzende der AGRAVIS (https://www.agravis.de/de/). „Dieser Herausforderung stellen wir uns sehr gern und ernsthaftig – und werben dafür die Mitwirkung aller Player entlang der Wertschöpfungskette ein.“

Politik muss Leitplanken setzen

Der Unternehmenschef wies im gleichen Atemzug allerdings darauf hin, dass es dafür stabile Leitplanken brauche. „Die muss die Politik setzen. Und sie müssen so gesetzt werden, dass der Landwirtschaft und den vor- und nachgelagerten Bereichen eine dauerhafte wirtschaftliche Perspektive bleibt.“ Zumindest für 2023 herrsche nun seit wenigen Wochen Klarheit darüber, dass die zusätzliche Flächenstilllegung von vier Prozent ausgesetzt wird und auf die Fruchtfolgevorgabe zum Verbot von Stoppelweizen verzichtet wird. Die Landwirtschaft habe nun mehr Planungssicherheit, auch wenn die vier Prozent Stilllegungsflächen für eine nachhaltige Ernährungssicherheit in Deutschland nur bedingt eine Rolle spielen, da nicht auf jeden Flächen Backqualitäten erreicht werden können.

Herausfordernde Rahmenbedingungen erfordern umsetzbare Lösungen

Die äußeren Rahmenbedingungen seien immens schwierig, sagte Dr. Köckler. Der Ukraine-Krieg und seine Folgen für die Agrar- und Energiemärkte, die Kostensteigerungen auf ganzer Linie vom Treibstoff bis zur Verpackung, der Klimawandel, die angespannte Lage bei Lieferketten und Logistik: „Jede für sich allein wäre schon fordernd genug. Da sie nun zeitgleich auftreten, sind wir umso mehr gezwungen, in umsetzbaren Lösungen zu denken und zu handeln. Denn in jeder Herausforderung liegen auch Chancen.“

AGRAVIS und Genossenschaften haben Lösungsansätze parat

Wie Dr. Dirk Köckler weiter ausführte, befindet sich im „Instrumentenkoffer“ der AGRAVIS und den Genossenschaften ein ganzes Bündel von Lösungsansätzen. „Als systemrelevantes Unternehmen bleiben wir gemeinsam mit dem genossenschaftlichen Verbund der starke regionale Partner für die Versorgungssicherheit der Landwirtschaft und der Bevölkerung.“ Wie wichtig regionale Strukturen seien, zeigten die nach wie vor gestörten Lieferketten. „Deshalb werden wir auch weiterhin zusammen mit unseren genossenschaftlichen Partnern in leistungsfähige Logistikstandorte investieren. Wir bekennen uns zur Produktion von Nutztierfutter in der Kreislaufwirtschaft und bilden das mit unseren modernen Produktionsstätten ab – auch hier vielfach gemeinsam betrieben mit unseren regionalen genossenschaftlichen Partnern.“

Elementare Bestandteile der Kreislaufwirtschaft

Tierhaltung und Futterproduktion im Zusammenspiel mit dem Pflanzenbau (https://www.agravis.de/de/pflanzenbau/)sind für den AGRAVIS-Chef elementare Bestandteile der Kreislaufwirtschaft. „Landwirtinnen und Landwirte würden auch aus wirtschaftlichen Gründen am liebsten Brot- statt Futtergetreide anbauen. Das aber ist nun mal nicht auf jedem Acker möglich.“ Bei angepassten Fruchtfolgen mit breiter Risikostreuung und Anbaudiversifizierung fallen schwache Qualitäten und Nebenprodukte wie Schrote von Rapssamen oder Sonnenblumen sowie Kleien aus der Mehlherstellung an. „Das sind hochwertige Komponenten fürs Tierfutter“, so Köckler. Er unterstrich erneut, dass der Anteil an Brotgetreide bei der Mischfutterproduktion (https://www.agravis.de/de/tierhaltung/beratung/mischfuttergesellschaften/)in den AGRAVIS-Werken aktuell weniger als fünf Prozent betrage. Fruchtarten wie Triticale oder Gerste seien hingegen für den menschlichen Verzehr bei uns ungeeignet. „Daher muss aus meiner Sicht bei der aktuellen Diskussion um Trog oder Teller auch genauer hingeschaut werden, um eine Schieflage in der Argumentation zu vermeiden. Lebensmittelproduktion und Tierfütterung schließen sich beim Getreideanbau nicht aus, sondern ergänzen sich.“ Aktuell schließe die Marktlage auch aus, dass Brotgetreide für die Tierernährung genutzt werde. „Diese falschen Darstellungen helfen nicht weiter. Hier wird auf Kosten der Landwirtschaft und der Futtermittelproduzenten Politik gemacht.“

Digitalisierung bietet Chancen und Möglichkeiten

Um die Versorgungssicherheit und einen möglichst hohen Grad an Selbstversorgung nicht zu gefährden, muss nach Ansicht Köcklers das Potenzial von Hochertragsstandorten ausgeschöpft werden, ohne damit die Anforderungen an einen nachhaltigen Pflanzenbau aufzugeben. „Hier eröffnet die Digitalisierung geeignete Wege, um das zu erreichen. Beispiele hierfür sind die teilflächenspezifische Bewirtschaftung (https://www.netfarming.de/de/netfarming_de/index.html) oder die Erprobung von Feldrobotik (https://www.agravis.de/de/technik/agrartechnik/feldrobotik.html).“ Mit der vollautomatischen Feldspritze ARA, die sich mittlerweile im praktischen Einsatz befindet, lässt sich bei Spezialanwendungen der Unkrautnachbehandlung durch einen effizienten und punktgenauen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln die Aufwandmenge erheblich reduzieren. Mit dem aktuell vorliegenden Verordnungsentwurf der EU zur Reduktion von chemischen Pflanzenschutzmitteln werde aber Hand angelegt an einen ertragreichen Pflanzenbau an sich. „Ein komplettes Verbot in Schutzgebieten entzieht der bäuerlichen Landwirtschaft die Grundlagen, genügt nicht der guten fachlichen Praxis und ist somit nicht nachhaltig.“ Statt pauschaler Verbote sei eine differenzierte Betrachtung erforderlich. Denn verantwortungsbewusster Pflanzenschutz sei unverzichtbar, um Erträge und Qualitäten zu sichern. „Das gilt erst recht in diesen disruptiven Zeiten, die durch den Ukraine-Krieg ausgelöst wurden.“ Schädlingsbefall wie Fusarium im Weizen oder der Kartoffelkäfer könne ganze Ernten vernichten und die Versorgungssicherheit damit ins Wanken bringen. „Chemischer Pflanzenschutz bewegt sich in einem strengen Zulassungsrahmen“, so Köckler. Die Anzahl der zulässigen Wirkstoffe sei seit Jahren rückläufig. „Damit kann und muss die Landwirtschaft umgehen. Auch wir als Agrarhändler stellen uns darauf ein.“ Unbestrittenes Ziel des nachhaltigen Pflanzenschutz-Einsatzes müsse es sein, Innovationen zu treiben. „Wir bei der AGRAVIS tun das“, verweist der Unternehmenschef hier unter anderem auf die Smart Farming-Technologie, die die mechanische Unkrautbekämpfung und den gezielten Pflanzenschutzeinsatz revolutioniere. Dazu gehört für ihn aber auch ein ehrlicher Blick auf die Züchtung. „Randfruchtarten wie Hafer oder Leguminosen fristen weiterhin ein Schattendasein im Ackerbau, den nötigen züchterischen Fortschritt gibt es bisher nicht.“ In eine ideologiefreie und sachliche Auseinandersetzung schließt der AGRAVIS-Chef auch einen nüchternen Blick auf Crispr Cas ein. Diese Genom-Editing-Methode könne ebenfalls ein Baustein zur Ernährungssicherung und zur weiteren Reduzierung des Pflanzenschutzeinsatzes sein. Die AGRAVIS die verbandspolitischen Initiativen des Deutschen Raiffeisenverbandes zu dem vorliegenden Verordnungsentwurf der EU.

Das AGRAVIS-Versuchsgut St. Mauritz

Das AGRAVIS-Versuchsgut vor den Toren Münsters ist so etwas wie eine unternehmenseigene Herzkammer des modernen Pflanzenbaus, wo Jahr für Jahr rund 170 Getreidesorten in Anbauversuchen getestet werden. Auf dem Betrieb werden an gleicher Stelle auch Biodiversitätsmaßnahmen umgesetzt, zum Beispiel mehrjährige Blühstreifen. „Erste Monitoringergebnisse aus vergleichbaren Anlagen deuten darauf hin, dass gezielte und vernetzte Maßnahmen auf kleiner Fläche für das Artenaufkommen deutliche Verbesserungen bringen“, fasste Dr. Köckler zusammen. „Im Umkehrschluss heißt das, dass mehr Biodiversität nicht automatisch mehr Extensivierung bei den Produktionsflächen bedeutet. Entscheidend ist vielmehr die Effektivität der einzelnen Maßnahmen.“

Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen in den Segmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie und Raiffeisen-Märkte einschließlich Baustoffhandlungen soüberwie im Projektbau. Die AGRAVIS-Gruppe erwirtschaftet mit über 6.300 Mitarbeiter:innen 7,3 Mrd. Euro Umsatz und ist als ein führendes Unternehmen der Branche mit mehr als 400 Standorten überwiegend in Deutschland tätig. Internationale Aktivitäten bestehen über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in mehr als 20 Ländern und Exportaktivitäten in mehr als 100 Ländern weltweit. Der Unternehmenssitz ist Münster.
www.agravis.de

Kontakt
AGRAVIS Raiffeisen AG
Bernd Homann
Industrieweg 110
48155 Münster
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bernd.homann@agravis.de
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Aktuelle Versuchsergebnisse Getreidesorten 2022

Aktuelle Versuchsergebnisse Getreidesorten 2022

Die aktuellen Versuchsergebnisse für die Getreidesorten 2022 (https://www.agravis.de/de/pflanzenbau/getreide/versuchsergebnisse/) sind erschienen. Diese stellen für Landwirt:innen eine wichtige Informationsquelle für die Wahl von Getreidesorten dar. Die Ergebnisse basieren auf einer tragenden Säule der AGRAVIS-Pflanzenbauberatung (https://www.agravis.de/de/pflanzenbau/pflanzenbauberatung/), der intensiven Versuchstätigkeit auf den eigenen Versuchsstandorten.

Jährlich führt die AGRAVIS an mehr als 20 Standorten über 100 Versuche zu unterschiedlichen pflanzenbaulichen Fragestellungen durch. Das Hauptaugenmerk legen die AGRAVIS Pflanzenbau-Berater:innen auf eine frühzeitige Bewertung neuer Pflanzenschutzmittel, Sorten und Technologien unter praxisrelevanten Bedingungen. Zusammen mit vielen weiteren Informationen, wie zum Beispiel Daten aus Prognosemodellen, entstehen aus diesen Versuchsergebnissen praxistaugliche, industrieübergreifende Empfehlungen für den modernen landwirtschaftlichen Betrieb.

Die Ergebnisse der Getreidesorten 2022 für Winterweizen, Wintergerste, Triticale und Roggen bieten wir interessierten Landwirt:innen zum Download auf agravis.de (https://www.agravis.de/de/pflanzenbau/getreide/versuchsergebnisse/) an.

Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen in den Segmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie und Raiffeisen-Märkte einschließlich Baustoffhandlungen soüberwie im Projektbau. Die AGRAVIS-Gruppe erwirtschaftet mit über 6.300 Mitarbeiter:innen 7,3 Mrd. Euro Umsatz und ist als ein führendes Unternehmen der Branche mit mehr als 400 Standorten überwiegend in Deutschland tätig. Internationale Aktivitäten bestehen über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in mehr als 20 Ländern und Exportaktivitäten in mehr als 100 Ländern weltweit. Der Unternehmenssitz ist Münster.
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