Inflation und Zinswende beschäftigen Sparende

München – Immobilien, Investmentfonds und Aktien sind nach Ansicht der befragten Sparerinnen und Sparer attraktive Geldanlagen, Sparbücher dagegen kaum. Und regelmäßiges Sparen steht weiter hoch im Kurs. Das belegt eine Anlegerstudie von Union Investment.

Was sind die liebsten Geldanlageformen der Sparerinnen und Sparer in Deutschland? Union Investment, der Fondspartner der Sparda-Bank München, ermittelt dies regelmäßig in einer repräsentativen Onlineumfrage von gut 1.000 Menschen in Deutschland, die in privaten Haushalten über Finanzen entscheiden. Die wichtigsten Ergebnisse aus der Befragung im dritten Quartal 2022: Bei der Attraktivität der Geldanlagen liegen Investmentfonds (48 Prozent) hinter Immobilien (72 Prozent), aber vor Aktien (46 Prozent) weiterhin auf Platz zwei. Besonders bei den Befragten zwischen 20 und 29 Jahren sind diese beiden Anlageformen sogar noch beliebter (Investmentfonds: 53 Prozent, Aktien: 59 Prozent). 58 Prozent aller Befragten sind der Meinung, dass aktienbasierte Anlagen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit die höchsten Erträge bieten.

Das klassische Zinssparen bleibt weiterhin wenig attraktiv. Nur 14 Prozent der Befragten finden beispielsweise das Sparbuch attraktiv. „Und das sehen die Befragten durchaus richtig“, kommentiert Petra Müller, stellvertretende Vorstandsvorsitzende bei der Sparda-Bank München. „Denn auch wenn die Zinsen steigen, gleicht dies die Inflation bei Weitem nicht aus. Es bleibt also weiterhin wichtig, auf ertragreichere Alternativen zu setzen.“

Geldanlage soll sich lohnen
Für viele Sparerinnen und Sparer sind bei ihrer Geldanlage Liquidität und Rendite von Bedeutung. 83 Prozent sagen, dass es ihnen wichtig ist, jederzeit auf einen Teil des Ersparten zugreifen zu können. 70 Prozent achten darauf, dass sich das Sparen für sie lohnt.

Um dies zu erreichen, greifen immer mehr Menschen zu Fondssparplänen. Der Anteil der Befragten, die angeben, man erziele mit regelmäßigen Einzahlungen auf Fondssparpläne die höchsten Erträge, steigt in diesem Quartal auf 86 Prozent. Immer mehr Befragte (61 Prozent) können sich außerdem einen Fondssparplan ergänzend zu anderen Anlagen sehr gut vorstellen, für 54 Prozent ist er eine gute Basisanlage. „Gerade in diesen bewegten Zeiten stellen Fondssparpläne einen guten Einstieg zum Vermögensaufbau dar“, sagt Petra Müller. „Denn mit Fondssparplänen investieren
Kundinnen und Kunden ihr Geld Schritt für Schritt über einen längeren Zeitraum gestreckt und können bei schwachen Märkten so zu günstigeren Kursen kaufen.“ Dennoch könne die Rendite bei einem Fondssparplan geringer als bei einer Einmalanlage und am Ende der Ansparphase weniger Vermögen vorhanden sein als insgesamt eingezahlt wurde.

Jetzt Geldanlage checken
„Man sollte die aktuellen Entwicklungen bei Zinsen und Inflation genau im Blick behalten“, rät Petra Müller. „Und bei so viel Wandel ist es sinnvoll, auch die Geldanlage ab und zu auf den Prüfstand zu stellen.“ Am besten sollten die Kundinnen und Kunden einen Termin in einer der Sparda-Bank-Filialen zu einem persönlichen Gespräch vereinbaren.

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Daten und Fakten zur Sparda-Bank München eG
Die Sparda-Bank München eG ist Deutschlands erste Gemeinwohl-Bank. In ihrem Geschäftsgebiet Oberbayern betreut sie rund 287.000 Mitglieder.

Das Wohl von Mensch und Umwelt ist in der Gemeinwohl-Ökonomie oberstes Ziel des Wirtschaftens. Sie steht somit für ein wertebasiertes Wirtschaften. Gemeinwohl-Unternehmen messen ihr Handeln zum Wohl der Gesellschaft in der Gemeinwohl-Bilanz. Weitere Informationen unter www.wirtschaft-fuer-alle.de.

Über die NaturTalent Stiftung gemeinnützige GmbH und die NaturTalent Beratung GmbH unterstützt, entwickelt und begleitet die Sparda-Bank München Projekte, die die Einzigartigkeit von Menschen sichtbar machen und ihnen Zugang zu ihrem Naturtalent ermöglichen.

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Den Wohlstandsverlust reduzieren

Investment-Experte Mario Lüddemann rät zum Kauf von Sachwerten

Den Wohlstandsverlust reduzieren

Mario Lüddemann rät zur Investition in Sachwerte, um den Verlust an Wohlstand zu reduzieren.

Aktienfonds seien gerade auch für Menschen mit geringerem Einkommen alternativlos, sagt Investment-Experte Mario Lüddemann. Der Buchautor und hochschulzertifizierte Managementtrainer möchte dazu motivieren, an der Börse zu investieren. „In Deutschland tun das im europaweiten Vergleich und auch im Vergleich mit den USA immer noch wenige“, sagt Lüddemann. Seiner Überzeugung nach zu wenige, um den Wohlstandverlust durch Inflation zu reduzieren.

Geldentwertung habe es schon immer gegeben, sie sei aber in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten vor 2021 stets um die ein oder zwei Prozent gependelt. Inzwischen haben wir allerdings ganz andere Zahlen. Ende 2021 bewegte sich die Inflation Richtung 5 Prozent, im Mai 2022 lag sie bei fast 8 Prozent. Lüddemann glaubt dabei nicht an ein vorübergehendes Phänomen: „Wir werden eine ganze Zeit lang ähnliche Werte sehen.“ Unter anderem liege das an den dauerhaft hohen Energiepreisen, gestörten Lieferketten und der Entwicklung in der Ukraine.

Der Finanz-Experte ist der Meinung, dass wir in den letzten Jahren „ein wenig über unsere Verhältnisse“ gelebt hätten, was sich nun räche. Beispielsweise seien Lebensmittel in Deutschland verglichen mit den meisten anderen europäischen Ländern eher billig gewesen. Jetzt ziehen die Preise an und die Verbraucher merken das deutlich – vor allem die mit geringerem Einkommen. „Wer wenig Geld zur Verfügung hat, leidet mehr als jemand mit viel Geld darunter, dass Dinge sehr viel teurer werden, auf die er nicht verzichten kann.“ Miete, Auto, Essen: Die Inflation sei nichts Theoretisches, sondern Tag für Tag zu spüren.

Sachwerte schützen
Neben den genannten Problemen schätzt Lüddemann auch den Fachkräftemangel als Inflationstreiber ein, denn der könne zu einer Lohn-Preis-Spirale führen. Menschen allerdings, die Kapital haben, seien weniger von der hohen Inflation tangiert, wobei Lüddemann einschränkt: „Das gilt nur, wenn sie ihr Geld in Sachwerten angelegt haben. Auf dem Konto schwindet die Kaufkraft dagegen rapide.“ Wer etwa Immobilien gekauft hat, profitierte in den letzten Jahren von einer Preisexplosion.

Obwohl Immobilien schon teuer seien, böten sie immer noch einen Inflationsschutz, meint Lüddemann. Dasselbe gelte für Rohstoffe wie Gold. Vor allem aber empfiehlt er, in den Aktienmarkt zu gehen – und das weniger mit Einzelaktien, die ein hohes Risiko haben, als mit Aktienfonds wie etwa ETFs, die einen großen Index wie den DAX abbilden. Das sei auch für Menschen mit geringen Rücklagen und Einkommen möglich. „Und für die ist es fast noch wichtiger als für die Vermögenden“, sagt Lüddemann, „denn sie leiden wie gesagt mehr unter dem Kaufkraftverlust.“

1996 startete Mario Lüddemann als privater Börsenhändler im deutschen Aktienmarkt mit 5.000 DM Startkapital und erreichte bereits 2001 eine Million Gewinn als Daytrader an den deutschen Finanzmärkten. Seit 1996 setzte der Börsen-Profi über 60.000 Trades um mit einem Handelsvolumen von mehr als einer Milliarde Euro. Heute ist Mario Lüddemann finanziell unabhängig und selbstständig tätig als Portfoliomanager, Finanzanalyst sowie Buchautor und hochschulzertifizierter Managementtrainer. Er ist einer der bekanntesten Trading- und Investment-Experten in Deutschland.

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