Seriöse Gesundheitsinformationen erkennen

VERBRAUCHER INITIATIVE mit Tipps zum Weltgesundheitstag am 7. April

05.04.2023. Um Verantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen zu können, sind glaubwürdige und zuverlässige Informationen notwendig. Doch nicht immer ist zu erkennen, ob es sich um eine seriöse Quelle handelt, wie aktuell die Informationen sind oder welche Interessen hinter dem Angebot stehen. Die VERBRAUCHER INITIATIVE gibt Tipps zur Auswahl von geeigneten Angeboten unter www.verbraucher60plus.de.

Ob Gesundheitsinformationen im Netz fachlich kompetent, produkt- und anbieterneutral sind, können Verbraucherinnen und Verbraucher an einigen Punkte prüfen. „Schauen Sie nach, wer die Seite betreibt, mit welchem Anliegen und an wen sie sich richtet. Rubriken wie „Über uns“ oder „Wer wir sind“ helfen hierbei weiter. Prüfen Sie außerdem, ob es ein vollständiges Impressum mit Kontaktdaten und Ansprechpartnern gibt“, empfiehlt Georg Abel von der VERBRAUCHER INITIATIVE.

Bei den Inhalten ist es ratsam, auf eine neutrale und sachliche Darstellung zu achten, die Vor- und Nachteile, Chancen und Risiken sowie Alternativen nennt. Die Texte sollten verständlich verfasst und übersichtlich sein, Fachbegriffe sollten erklärt werden. Im Krankheitsfall sollte ein Arztbesuch empfohlen werden. „Seriöse Informationen verzichteten auf plakative (Werbe-)Sprache und Aufmachung sowie auf Panikmache. Wenn sie Angst verbreiten, andere Angebote oder Methoden schlecht machen und Versprechungen zur Besserung und Heilung von Beschwerden enthalten, sind äußerste Skepsis und Zweifel an der Glaubwürdigkeit angebracht“, nennt Georg Abel als weitere Kriterien.

Bei den Artikeln sollten der Autor, seine Qualifikation und die verwendeten Quellen genannt werden. Erkennbar sollte sein, wann sie geschrieben und zuletzt überarbeitet wurden. Weiterführende Adressen, Links und Literaturangaben ergänzen die Informationsangebote. Werbung sollte sich deutlich von den Informationen abheben. Auch, wenn es um den Verkauf von Produkten geht, sollte das klar erkennbar sein.

Mehr dazu stellt die VERBRAUCHER INITIATIVE in dem Beitrag „Gesundheitsinformationen im Netz“ im Portal www.verbraucher60plus.de bereit. Interessierte finden diese kostenlosen Online-Informationen unter dem Themenschwerpunkt „Gesundheit“. Sie werden durch Links zu Informations- und Beratungsangeboten ergänzt. Auf Verbraucher60plus gibt es weitere Gesundheitstipps, z. B. zu individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL), Medikamentenbestellung im Internet und Patientenrechten.

Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. ist der 1985 gegründete Bundesverband kritischer Verbraucherinnen und Verbraucher. Schwerpunkt ist die ökologische, gesundheitliche und soziale Verbraucherarbeit.

Kontakt
Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V.
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https://www.verbraucher.org

Deutsches Kinderhilfswerk fordert zum Weltgesundheitstag stärkeren Fokus auf die Bedeutung ökologischer Kinderrechte

Deutsches Kinderhilfswerk fordert zum Weltgesundheitstag stärkeren Fokus auf die Bedeutung ökologischer Kinderrechte

Logo Deutsches Kinderhilfswerk e.V.

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert anlässlich des heutigen Weltgesundheitstages einen stärkeren Fokus auf die Bedeutung ökologischer Kinderrechte für ein gesundes Aufwachsen von Kindern in Deutschland. „Trotz des gestiegenen Bewusstseins für Umweltkrisen und trotz zahlreicher internationaler Vereinbarungen steckt das Verständnis für die Beziehung zwischen Kinderrechten und Umweltschutz noch in den Kinderschuhen. Dabei haben die Folgen des Klimawandels gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit und Lebensqualität von Kindern. Auch deshalb sollten sie aktiver an Diskussions- und Entscheidungsprozessen zu ökologischen Fragen beteiligt werden. Ohne die Mitwirkung und Kompetenz von Kindern und Jugendlichen werden die globalen und nationalen Nachhaltigkeitsziele kaum erreicht werden können“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Dabei müssen wir immer beachten, dass Kinder aus armen Familien in Deutschland stärker von Umweltbelastungen betroffen sind als Kinder aus gutsituierten Haushalten. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Familieneinkommen und der Lebens- und Aufenthaltsqualität in Wohnquartieren, der mehr beachtet werden muss. So mangelt es an naturnahen Spiel- und Erholungsflächen eher in den Quartieren, in denen ärmere Familien zuhause sind. Dies kann konkrete gesundheitliche Folgen für die Kinder haben, beispielsweise steigt die Wahrscheinlichkeit an Neurodermitis zu erkranken. Deshalb muss bei der Diskussion über ökologische Kinderrechte die soziale Dimension eine starke Berücksichtigung finden“, so Hofmann weiter.

Das Deutsche Kinderhilfswerk tritt dafür ein, dass gemäß Artikel 3 UN-Kinderrechtskonvention die Risikobewertung von Schadstoffen an der besonderen Vulnerabilität von Kindern orientiert wird. Umwelteinwirkungen auf die körperliche Entwicklung von Kindern, insbesondere hinsichtlich von Atemwegs-, Haut- und Immunsystemerkrankungen, aber auch Auswirkungen auf ihre psychische Entwicklung müssen in Längsschnittstudien erforscht und bewertet werden. Umweltbildung und aktives umweltgerechtes Handeln, beispielsweise bei der Auswahl von Nahrungsmitteln, sollten einen festen Platz in Kita, Schule und Hort haben. Schließlich muss die Klima- und Energiepolitik der Bundesregierung die Rechte der jungen Generation sowie der zukünftigen Generationen konsequent berücksichtigen und jungen Menschen ermöglichen, darauf Einfluss zu nehmen. Vorgaben, wie sie in internationalen Klimaschutzabkommen festgehalten sind, gilt es einzuhalten.

Mit dem Weltgesundheitstag erinnert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) an ihre Gründung im Jahr 1948. Sie legt jährlich ein neues Gesundheitsthema von globaler Relevanz für den Weltgesundheitstag fest. Ziel dabei ist es, dieses aus der Sicht der WHO vorrangige Gesundheitsproblem ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu rücken. Mit dem diesjährigen Motto „Our Planet, our health“ macht die WHO zum Weltgesundheitstag auf den Zusammenhang zwischen den Folgen des Klimawandels auf die Gesundheit aufmerksam.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 45 Jahren für die Rechte von Kindern in Deutschland ein. Die Überwindung von Kinderarmut und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Angelegenheiten stehen im Mittelpunkt der Arbeit als Kinderrechtsorganisation. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Die politische Lobbyarbeit wirkt auf die vollständige Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland hin, insbesondere im Bereich der Mitbestimmung von Kindern, ihren Interessen bei Gesetzgebungs- und Verwaltungsmaßnahmen sowie der Überwindung von Kinderarmut und gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe aller Kinder in Deutschland.

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