Operative Überlastung im Unternehmen wirksam reduzieren

Operative Überlastung im Unternehmen wirksam reduzieren

Fragt man Unternehmer:innen und Führungskräfte nach ihrem größten Schmerzpunkt im Geschäftsalltag, sind sich so gut wie alle einig: Es ist die allgegenwärtige operative Überlastung, die sich in allen Unternehmensbereichen höchst negativ auswirkt. Sinkende Motivation, mangelnde Produktivität und fehlende Innovationskraft sind nur einige der konkreten Bedrohungen, die sich daraus für den Geschäftserfolg ergeben. Wie Unternehmen es schaffen, aus der Überlastungsspirale auszusteigen, um wieder mehr Kraft und Energie für unternehmerisches Wachstum und eine höhere Mitarbeiter-Zufriedenheit freizusetzen, erläutert dieser Artikel.

Sinkende Produktivität und hohe Arbeitslast – ein Widerspruch in sich?

Nicht wenige Unternehmer klagen über sinkende Produktivität während viele Mitarbeiter:innen äußern, dass die gefühlte Arbeitslast zu hoch ist. Auf den ersten Blick scheint das ein Widerspruch in sich zu sein, denn wenn Menschen viel arbeiten, ist davon auszugehen, dass die Produktivität steigt. Diese Rechnung geht allerdings nur dann auf, wenn die richtigen Menschen zur richtigen Zeit die richtigen Themen auf die richtige Art und Weise bearbeiten. Um das sicherzustellen, sind die Verantwortlichen gezwungen, fortwährend auf allen organisatorischen Ebenen nach zu justieren, um das Unternehmen auf Kurs zu halten und eine Überlastung der Mitarbeiter:innen zu vermeiden.

Dabei befinden sich Unternehmer:innen und Führungskräfte in einem ständigen Spannungsfeld. Einerseits haben sie eine klare Zielsetzung für ihr Unternehmen. Sie kennen auch den richtigen Weg, um das Ziel zu erreichen. Anderseits ist jedoch auch Fakt: Ihre klare Zielorientierung wird täglich von zahlreichen internen und externen Einflüssen behindert. So können z.B. Kostendruck, Widerstände und Konflikte selbst stabile Organisationen ins Wanken bringen.

Wirksame Strategien für Widerstandskraft und Wachstum

Aus Forschung und fundierter Managementexpertise wissen wir eindeutig, dass der Schlüssel zur erfolgreichen Steuerung eines Unternehmens im „Faktor MENSCH“ begründet liegt. Gerade der Mittelstand als Motor der deutschen Wirtschaft wird maßgeblich von den Menschen angetrieben, die im Unternehmen arbeiten. Ist das menschliche System eines Unternehmens gestört, beginnt der Motor zu stottern. Wirtschaftlicher Erfolg und ein positives Miteinander bedingen sich schließlich gegenseitig. Wer widerstandfähig und auf Wachstum ausgerichtet agieren will, ist demnach gut beraten, seine Mitarbeiter:innen mit ihren Kompetenzen, Bedürfnisse und Motivatoren in den Fokus zu rücken.

Schutz vor schädlicher Überlastung trotz wirtschaftlichem Druck

Um die Menschen im Unternehmen trotz des natürlichen wirtschaftlichen Drucks vor schädlicher Überlastung zu schützen und ihre Zufriedenheit zu steigern, muss zunächst einmal klar sein, aus welcher Richtung die Gefahr genau droht. Zwar sind es immer wieder die gleichen Einflussgrößen, die in einem Unternehmen zu Überlastungen führen, wie zum Beispiel Personalmangel, ineffiziente Prozesse, technologische Herausforderungen oder Kommunikationsprobleme. Doch treten diese hemmenden Einflüsse meist nicht alle zusammen und nicht immer gleichzeitig auf. Es lohnt sich also, genau hinzusehen, welche Faktoren die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens und die Zufriedenheit seiner Mitarbeiter:innen gefährden. Im ersten Schritt empfiehlt sich dafür eine fundierte Analyse des Status Quo, die treffsicher erkennt, wo die konkreten Problemfelder liegen. Im besten Fall liefert diese Analyse außerdem logische Handlungsempfehlungen mit, die hemmende Einflüsse wirksam reduzieren und die förderlichen Einflüsse vervielfachen.

Die wichtigsten Erfolgsfaktoren heißen: Objektivität und Praxisnähe

Die Vorteile einer solchen Vorgehensweise liegen auf der Hand: Mit einem fundierten Analyseverfahren, das ins Unternehmen hineinhorcht und eine objektive Bewertung der Chancen und Risiken vornimmt, erkennen Unternehmer:innen ihre individuellen Stellschrauben für den Unternehmenserfolg. Dies ist die Basis, um zusammen mit ihren Führungskräften ein gemeinsames Verständnis für Prioritäten zu schaffen, positive Veränderungen anzustoßen und diese auf allen relevanten Ebenen für Talente, Führungskräfte und Teams so umsetzen, wie es zum Bedarf des Unternehmens passt. Diese Praxisnähe ist essenziell, damit die gewünschten Veränderungen tatsächlich funktionieren – denn nichts ist frustrierender, als wenn die schöne Theorie dem realen Arbeitsalltag nicht standhält und neue wertvolle Erkenntnisse gleich wieder verpuffen.

Vom systematischen Vorgehen über konkrete Ergebnisse zur erfolgreichen Umsetzung

Die Ergebnisse dieser Systematik sind individuelle Erkenntnisse und Maßnahmen, die den Geschäftsalltag nachhaltig positiv gestalten. Diese Nachhaltigkeit ist gerade für den Mittelstand essenziell, um fähig zu sein, auf sich stetig verändernde Marktbedingungen flexibel zu reagieren, Frustrationen dauerhaft vorzubeugen und Unsicherheitsfaktoren unter Kontrolle zu halten. Und dank fortschreitender Digitalisierung, Automatisierung und den Möglichkeiten künstlicher Intelligenz ist diese strukturierte Vorgehensweise auch für Unternehmen umsetzbar, die ohne oder mit einer kleinen Personalabteilung arbeiten – schließlich ist die Möglichkeit, eine optimale Verbindung von wirtschaftlichem Erfolg und Mitarbeiter-Zufriedenheit herzustellen, eine Investition, die sich jedes zukunftsfähige Unternehmen leisten sollte.

Die PREDICTA|ME GmbH kümmert sich um die menschliche Seite des Geschäfts. Vom Recruiting über die Entwicklung von Teams und Führungskräften bis hin zur Organisationsentwicklung sorgen wir für höhere Produktivität und Zufriedenheit. Dafür nutzen wir das System des Organisationsverhaltens um Treiber und Barrieren sichtbar zu machen und das Engagement zu erhöhen.

PREDICTA|ME macht Unternehmen zu Pionieren des Organisationsverhaltens und der Unternehmenskultur. Sie verbindet umfassende diagnostische digitale Verfahren und ein spielerisches Vorgehen zu einem Steuerungssystem für Unternehmen, um Produktivität, Zufriedenheit und Wertschöpfung durch förderliches Verhalten zu sichern.
Wir messen und visualisieren Ihr Organisationsverhalten – Ihre Kultur. Die Wechselwirkung von Führungsverhalten, Teams und Performance wird sichtbar.

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Überlastung von Muskel und Sehne: Wo ist der Unterschied?

Zeulenrodaer Kongress für Orthopädie und Sportorthopädie (ZKOS) vom 24. bis 26. August 2021

Überlastung von Muskel und Sehne: Wo ist der Unterschied?

(Bildquelle: Bauerfeind AG)

Muskeln und Sehnen sind elementar beteiligt, wenn wir Sport treiben wollen. Doch sie haben unterschiedliche Eigenschaften und Funktionen. Deshalb reagieren, bzw. heilen auch diese beiden Strukturen bei Überbeanspruchung sehr unterschiedlich. Warum das so ist und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen – darüber referiert PD Dr. med. Thilo Hotfiel (Klinikum Osnabrück) auf dem 14. Zeulenrodaer Kongress für Orthopädie und Sportorthopädie.
Muskelgewebe macht rund 30 bis 40 Prozent des menschlichen Körpers aus. Die Muskulatur hat vielfältige Funktionen – nicht nur im Sport, sondern auch zur Aufrechterhaltung grundlegender Organfunktionen, zum Sitzen, Stehen und für die Bewegung. In den Muskeln werden darüber hinaus über 300 verschiedene Myokine gebildet, sogenannte Peptidhormone, welche beispielsweise im Gehirn, im Darm, im Herz-Kreislaufsystem eine wichtige Rolle spielen.
Muskeln sind nicht so leicht überlastbar, werden oft sogar unterfordert. Wenn doch einmal eine Überlastung vorkommt, tritt sie innerhalb weniger Tage in Form vom „Muskelkater“ auf. Der Muskel hat großes Anpassungs-, Regenerations- und Heilungspotential. Muskeleigene Satellitenzellen sorgen dafür, dass der Muskel schnell und meist komplett wieder heilt, bzw. sich bei wiederkehrenden Belastungen anpasst. Ausgenommen sind dabei höhergradige Muskelverletzungen wie z.B. Muskelfaserrisse oder Muskelabrisse, welche eine akute Verletzung, des Muskels darstellen.
Sehnen hingegen sind empfindlicher. Sie passen sich nicht so schnell an. Eine Überlastung kommt schleichend, langsam, zuerst oft unbemerkt – ist dann aber umso langwieriger in der Heilung. Sind gar lasttragende Sehnen betroffen, dauert eine Regeneration oft Wochen, manchmal Monate lang. Zum Beispiel bei der Patellarsehne (Knie) oder der Achillessehne (Sprunggelenk/Ferse).
„Deshalb ist es im Sport wichtig, eine Steigerung des Trainingspensums langsam und schrittweise vorzunehmen, als Faustformel gilt z.B. etwa 10 Prozent pro Monat „, sagt Sportorthopäde PD Dr. Thilo Hotfiel.
Muskel und Sehne bilden eine untrennbare Einheit und brauchen einander, um zusammen zu arbeiten. Akute Muskelüberlastungen kommen schnell bei für unseren Körper ungewohnten oder unbekannten Belastungen, z.B. beim Bergab-Wandern oder bei Sportarten mit Erschütterungen („Stop-and-go“, Richtungswechsel) vor. Sehnenüberlastungen treten eher bei repetitiven (wiederkehrenden) Belastungen wie Joggen, Sprüngen und in den Spielsportarten auf, da hier das Körpergewicht abgefangen und wieder beschleunigt werden muss.
Radfahren und Schwimmen gelten als besonders günstig im Breiten- und auch im Leistungssport: hier ist die Gefahr einer Muskel- und/oder Sehnenüberlastung eher gering.
In der Therapie von Muskel- und Sehnenüberlastungen gilt folgendes:
Bei der Überlastung des Muskels sind „lockere“ Trainingseinheiten empfehlenswert. Bei Missachtung können schwerwiegende akute Muskelverletzungen auftreten.
Bei Sehnenverletzungen gilt es maßgeblich die Trainingsbelastung anzupassen und unter Anleitung eine gezielte Trainingstherapie (z.B. exzentrisches Training) durchzuführen. Führen diese Maßnahmen nicht zum Erfolg können auch Stoßwellenanwendungen, medizinische Einlagen oder ausgewählte Infiltrationstherapien eingesetzt werden.
Zur Pressemitteilung (https://www.gots.org/blog/2023/07/28/ueberlastung-von-muskel-und-sehne-wo-ist-der-unterschied-pm-juli-2023/)

Die trinationale (Deutschland, Österreich, Schweiz) Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) ist der größte europäische Zusammenschluss von Sportorthopäden und Sporttraumatologen. Sie ist erster Ansprechpartner in der Versorgung von Sportverletzungen und Garant für Qualität in der sporttraumatologischen Versorgung. Ihr Ziel ist es, das Verständnis von sportlicher Belastung und Verletzungen zu verbessern, um die muskuloskelettale Funktion und Lebensqualität zu erhalten. Dafür fördert die GOTS die Aus-und Weiterbildung, die Forschung sowie den internationalen Austausch unter sportorthopädisch und sporttraumatologisch tätigen Medizinern und Berufsgruppen angrenzender Fachgebiete.

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Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin
Kathrin Reisinger
Bachstraße 18
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Trainingsanpassung zur Prävention vor Überlastung und Verletzung / GOTS / Sportmedizin

Trainingsanpassung zur Prävention vor Überlastung und Verletzung  / GOTS / Sportmedizin

Viele Freizeit- und Profisportler haben mit überlastungsbedingten Sportverletzungen an der oberen und unteren Extremität zu kämpfen. Durch sogenannte Mikrotraumen entstehen zum Beispiel Tendinopathien oder auch Stressreaktionen und -frakturen . Ob und wie man herausfinden kann, welche Überlastungen individuell durch welche Trainingsbelastungen entstehen, dazu referiert Prof. Dr. rer. nat. Matthias W. Hoppe, Leiter der Professur für Bewegungs- und Trainingswissenschaft an der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig, auf dem GOTS-Kongress am 19. und 20. Mai in Berlin.

Es ist heute bereits möglich, die Trainingsbelastung (in „real-time“) zu quantifizieren und dann in Modelle zu überführen, die erste Ansätze dafür liefern, wie das Training präventiv angepasst werden kann.

Hoppe: „Der Trainingsreiz wird dazu unterteilt in den sog. „external und internal load“. Dies ist so wichtig, weil bei gleicher „äußerer-mechanischer“ Trainingsbelastung, die „innere-physiologisch-biomechanische Beanspruchung zum Teil sehr individuell in Abhängigkeit von den körperlichen Voraussetzungen ist, was im Rahmen der Rehabilitation und Prävention von Sportverletzungen berücksichtigt werden muss.“

So kann auf externaler Ebene zum Beispiel ein Monitoring per GPS erfolgen, während auf internaler Ebene auf die Herzfrequenz, Keratinkinase-Aktivität, Laktat-Konzentration und das subjektive Empfinden zurückgegriffen werden kann. Neuerdings werden auch gewebsspezifische molekulargenetische Biomarker (micro-RNAs) herangezogen.

Im Modell des „Acut to chronic work load ratio“ (ACWR) können beide Komponenten, die innere und äußere, miteinander verknüpft werden und zur Trainingssteuerung dienen. Erste Übersichtsarbeiten dazu zeigen interessante Ergebnisse – auch zur Prävention von überlastungsbedingten Sportverletzungen.

Diese Art des Monitorings bzw. Steuerung des Trainings ist vor allem für Aktive in den Spielsportarten, wie zum Beispiel Fußball, Handball, Basketball interessant. Viele Richtungswechsel sorgen hier für besonders hohe Belastungen und Beanspruchungen des Bewegungsapparates.

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Resilienz im Beruf – Wertschätzung kommt von innen

Resilienz im Beruf - Wertschätzung kommt von innen

(Bildquelle: @pixabay)

Die Geschäftswelt des 21. Jahrhunderts ist geprägt durch Schnelllebigkeit, dem Wunsch nach Anerkennung und dem daraus resultierenden Eifer „höher, schneller, weiter“. Hinzu kommen die Digitalisierung und eine kontinuierliche Informationsüberlastung in jedem Lebensbereich. Da mitzuhalten ist schwierig. Stagnation und Präsenz im Hier und Jetzt sind den meisten fremd geworden. Stattdessen arbeiten Sie an mehreren Dingen gleichzeitig und wenn etwas nicht funktioniert, wird es mit Misserfolg gleichgesetzt. Wertschätzung weicht dem Zweifel und die innere Einstellung wird zunehmend negativ. Der Schlüssel hinaus aus diesem Teufelskreis ist laut dem Redner: Resilienz. In seinem Vortrag „Ehre oder Schande ist eine Frage der inneren Einstellung“ (https://www.redner-achtsamkeit-resilienz-okada.de/vortrag-resillienz-anerkennung-arbeit/) beschäftigt sich der erfolgreiche Redner Michael Okada mit Resilienz und Wertschätzung im Alltag.

Viele Menschen begehen laut Okada den Fehler, ihre Einstellung und Wertschätzung von der Anerkennung anderer abhängig zu machen. Die Folge: Wenn etwas nicht geradlinig verläuft oder misslingt, reagieren viele fluchtartig „wie Säbelzahntiger“ und ziehen sich zurück, erklärt der Redner in seinem Vortrag. Insbesondere, wenn andere Menschen einen geringer schätzen und dies zum Ausdruck bringen, ist man geneigt, die innere Einstellung davon beeinflussen zu lassen. Dies lässt sich auch auf die Arbeitswelt übertragen. Wenn der Chef oder Kollegen meckern, weil sie unzufrieden mit Ihrer Arbeit sind, haben Sie sich daraufhin gefragt, ob Ihre Arbeitsweise oder -moral zu wünschen übriglässt? Dabei hat Ihr Chef vielleicht einen schlechten Tag und lässt seinen Frust an Ihnen aus. Doch eine Stimme im Hinterkopf sagt Ihnen, dass Sie noch mehr arbeiten und noch besser werden müssen, weil Ihr Chef oder Ihre Kollegen nicht zufrieden mit Ihnen waren.

Hinzu kommt laut dem Redner, dass die Digitalisierung und der entstandene Informationsüberfluss Idealbilder vorgeben, die im Alltag schnell zu einer Überlastung führen. „Wir haben das Gefühl, die Arbeit ist nicht gut genug, Beziehungen sind fehlerhaft“ und wir wollen automatisch mithalten und eifern nach diesen vorgegaukelten Idealen, erklärt Okada in seinem Vortrag und fügt hinzu: „Dass wir negativ von uns sprechen, ist eine Begleiterscheinung unserer schnelllebigen, digitalen Welt.“ Dabei sollten die Wertschätzung des und die Zufriedenheit (https://karrierebibel.de/zufriedenheit/) mit dem Selbst nicht von der Anerkennung anderer abhängen. Ihre Kollegen sind unzufrieden mit Ihrer Arbeitseinstellung? Wie schätzen Sie sich und den Wert der Arbeit ein, die Sie leisten?

Dass Sie auf Ihre eigene Meinung hören und Ihre Einstellung nicht an der Wertschätzung und Anerkennung anderer orientieren, gehört zu einem der Hauptpunkte in Okadas Vortrag. Um der Abwärtsspirale entgegenzuwirken, ist der Aufbau einer inneren Widerstandskraft äußeren negativen Einflüssen gegenüber wichtig. „Gerade das Thema Stolz und Wertschätzung der Arbeit ist ein schwieriges“, betont der Okada. Doch wenn Perfektion das Ziel ist und alles davon Abweichende mit Misserfolg gleichgesetzt wird, kann es nur zu einer Überlastung kommen.

Michael Okada vermittelt mit seinem Resilienz-Vortrag, dass es beruflich wie privat nicht darum geht, mehr und höher hinaus zu wollen. Sie erreichen ein Ziel, aber sind nicht zufrieden, weil Sie bereits das nächste im Hinterkopf haben. Er bewegt Sie, zu hinterfragen, was Sie wirklich wollen und wann Sie einen Moment pausieren, durchatmen und sich die Anerkennung Ihrer Arbeit (https://www.businessinsider.de/karriere/arbeit-mit-sinn-warum-die-entscheidung-zur-inneren-karriere-wichtig-ist/) schenken, die Sie verdienen. Ob Sie „Ehre oder Schande“ empfinden hängt nicht von anderen, sondern einzig von Ihnen ab.

Der Deutsch-Japaner Michael Okada ist zwischen zwei Kulturen aufgewachsen und lebt heute noch in der Balance zwischen Japan und Deutschland. Diese interkulturellen Chancen macht er sich zu Nutze und vermittelt in seinen beeindruckenden Vorträgen das Beste aus beiden Kulturen.

Mit seiner Firma in der Software und IT-Branche nutzt er die Strukturiertheit, den Fleiß und die Pünktlichkeit der deutschen Mentalität und paart sie mit der Achtsamkeit, Resilienz und Präsenz aus der japanischen Kultur. Diesen spannenden und erfolgreichen Mix vermittelt der begeisternde Keynotespeaker in seinen Vorträgen zu den Themen Achtsamkeit, interkulturelle Chancen und Resilienz.

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Boomender Klettersport: Verletzungen und Überlastungen an der Hand

Zeulenrodaer Kongress für Orthopädie und Sportorthopädie (ZKOS) vom 26. bis 28. August 2021

Boomender Klettersport: Verletzungen und Überlastungen an der Hand

(Bildquelle: Bauerfeind)

Unsere Hände und vor allem die Finger sind zum Greifen gemacht. Im Alltag halten sie viele Bewegungen aus, ohne dass es je zu Überlastungen kommt. Anders sieht es im Klettersport aus. Der boomende Sport fordert die Aktiven zu immer kniffligeren Aktionen heraus. Epiphysenverletzungen, Ringbandverletzungen und Knotenbildungen in der Hohlhand können zum Beispiel die Folge sein.

In Deutschland entstehen immer mehr Kletterhallen. Längst ist der Klettersport nicht mehr an bestimmte Fels-Regionen gebunden. Und längst sind nicht mehr alle Sportler ausreichend trainiert, ehe es an bestimmten Abschnitten an den Wänden hoch hinaus geht.

Unter den Athleten der 10- bis 16-Jährigen, die sehr schnell sehr schwere Routen klettern, können Belastungen an den Wachstumsfugen der Finger entstehen. „Die Wachstumsfugen an den Fingergelenken werden, abhängig von den Klettergriffen und der Greif- und Klettertechnik, in Mitleidenschaft gezogen. Manchmal ist es sogar ein Bruch des Knochens“, erklärt Dr. med. Uwe Flötgen, Leitender Arzt der Sportorthopädie an der Klinik für Orthopädie des Heinrich-Braun-Klinikums Zwickau.

Schmerzen beim Festhalten und ein entsprechender Druckschmerz geben Hinweise. Je nach Verdacht erfolgt die weitere Diagnostik mittels Röntgen und/oder MRT. Liegen schwerwiegende Schäden vor, hilft nur noch eine Operation. Bei Epiphysenfugen-Verletzungen kann es zum Fehlwachstum des Fingers und zu vorzeitigem Gelenkverschleiß kommen.

Bei Kletterern, die viel an 1 oder 2 Fingerlöchern oder kleinen Leisten als Haltegriffe trainieren, können durch Belastungszüge an nur einem Finger ein oder mehrere Ringbänder reißen, welche die Beugesehnen halten müssen, so Flötgen. Hier erfolgt die Diagnostik per Ultraschall. Die Spannbreite der Therapie geht von einem Tape oder thermoplastischen Ring bis hin zur OP, wenn mehrere Ringbänder betroffen sind. Wird diese Verletzung nicht behandelt kann es zum „Bowstring-Phänomen“ kommen, bei dem die Sehne vom Knochen weggeht.

Weiterhin können Überlastungen zu Knotenbildungen und Verhärtungen in der Hohlhand führen. Der „Morbus Dupuytren“ ist meist bei 50 bis 60Jährigen anzutreffen. Doch bei Kletterern kann das schon Mitte 20 beginnen. Mikroverletzungen sorgen für eine Erkrankung der Hohlhandfaszie, einer straffen Bindegewebsschicht. Die Finger sind immer schwerer oder gar nicht mehr zu strecken, dazu kommen tastbare, teils schmerzhafte Knoten. Hierbei sind überwiegend Männer betroffen. In frühen Stadien sollte auf keinen Fall operiert werden. Per Nadelfasziotomie (Fibrosenperforation) werden die Dupuytren-Stränge so weit eingekerbt, bis sie gestreckt und zerrissen werden können. Alternativ kann aber die Injektion von Kollagenasen erfolgen. Enzyme lösen dabei das Kollagen auf.

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Wenn die Sehne überlastet ist oder der Wirbel ermüdet: Verletzungen im Nachwuchs-Tennis

GOTS / Sportmedizin

Wenn die Sehne überlastet ist oder der Wirbel ermüdet: Verletzungen im Nachwuchs-Tennis

(Bildquelle: Pixabay)

Nachwuchs-Tennisspieler leiden häufig an einer Tendinopathie der Extensor Carpi Ulnaris-Sehne oder an einer Spondylolyse (Ermüdungsbruch eines Wirbelkörpers). Besonders häufig betroffen sind Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren. Die Symptome müssen schnell erkannt und behandelt werden, um eine zuverlässige Rückkehr in den Sport zu ermöglichen. Überlastungen und Verletzungen im Tennis-Sport sind eines der Hauptthemen auf dem 36. Jahreskongress der GOTS am 1. und 2. Juli, hybrid: online und live aus Basel.

Dr. Stefan Michalski, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie am ZFOS München: „Am ellenseitigen Handgelenk gibt es zwei Hauptfaktoren für eine Überlastung: die beidhändige Rückhand, sowie den Vorhand-Topspin. Nach einiger Zeit kommt es zu einer Reizung, zu einer Instabilität oder sogar zum Riss der Sehne. In allen Fällen muss das Handgelenk mit einer Schiene ruhiggestellt werden, bei einer Instabilität oder einer Ruptur ist auch manchmal ein operativer Eingriff notwendig. Der Sportler muss in den meisten Fällen rund zwei Monate pausieren.“

Die ursächlichen Probleme für die Überlastung am Handgelenk liegen, neben einer Technikänderung zu Topspin-Schlägen und einem schnelleren Spiel, gelegentlich auch woanders: an Knien, Hüfte oder Schulter. Die Belastung der Extensor Carpi Ulnars-Sehne entsteht dann dadurch, dass der Sportler die Probleme instinktiv ausgleicht und das Handgelenk anders führt. Hier ist eine tiefere Ursachenforschung unerlässlich. Hinterher muss an der Ganzkörper-Stabilität gearbeitet werden.

Die Spondylolyse wiederum ist ein Stress- oder Ermüdungsbruch im hinteren Anteil der Wirbelkörper. Durch Aufschlag und Vorhandschlag kommt es im Tennis häufig zu einer Überstreckung bei gleichzeitigen Seitneigung und Rotation der unteren Wirbelsäule. Häufig ist dann der 5. Lendenwirbelkörper betroffen. Auch hier muss der Sportler sofort pausieren – oft 4 bis 6 Monate lang. Physiotherapie mit Stabilisationsübungen und gegebenenfalls eine Rückenorthese bringen über 90 Prozent der Betroffenen zurück in den Sport. Auch mit einer (selteneren) OP durch eine direkte Stabilisierung des Bruches mittels Schrauben oder einer Zuggurtung haben viele Sportler die Chance auf ein Comeback.

Wichtig sei, so Michalski, dass in einem Risikosport für eine Spondylolyse, wie zum Beispiel Tennis, Sportler mit Rückenschmerzen, die länger als zwei Wochen andauern, einen Arzt aufsuchen und dort ein MRT veranlasst wird. Damit kann frühzeitig die richtige Diagnose gestellt und eine schnellere und sichere Rückkehr zum Sport gewährleistet werden.

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