EinBlick-Podcast: Telemonitoring fehlt im Digitalgesetz

Gespräch mit Günter van Aalst von der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin DGTelemed zum Digitalgesetz DigiG

EinBlick-Podcast: Telemonitoring fehlt im Digitalgesetz

EinBlick – nachgefragt präsentiert Diskussionen und Interviews zur Gesundheitspolitik

Die neuste Ausgabe des Podcast „EinBlick – nachgefragt“ beleuchtet das Fehlen des Telemonitoring im geplanten Gesetz zur Beschleunigung der Digitalisierung im Gesundheitswesen (DigiG).

Gast ist Günter van Aalst, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin DGTelemed. Im Gespräch mit Fachjournalist und EinBlick-Redakteur Christoph Nitz diskutiert van Aalst die Bedeutung des Telemonitorings für Patient:innen mit chronischen Erkrankungen. Weiter werden Themen wie die Kritik der DGTelemed an der Kategorisierung des Telemonitorings als „neue medizinische Methode“ durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) sowie die daraus resultierenden Hürden für Anerkennung und Kostenerstattung durch gesetzliche Krankenkassen erörtert.

Die aktuelle Folge: #EinBlick – nachgefragt mit Günter van Aalst: Das Machen fehlt, beim Telemonitoring jetzt handeln
können Sie hier anhören: https://einblick-podcast.podigee.io/212-einblick-nachgefragt-20230811

Die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin e. V. (DGTelemed) fordert, Telemonitoring als festen Bestandteil der digitalisierten Gesundheitsversorgung zu etablieren. Trotz jahrelanger Forderungen wird diese im aktuellen Gesetzentwurf zur Beschleunigung der Digitalisierung im Gesundheitswesen (DigiG) ignoriert. Das Positionspapier der DGTelemed hebt die Vorteile von Telemonitoring für chronisch Kranke hervor, da Ärzte so den Gesundheitszustand von Risikopatienten anhand ständig erfasster Vitalwerte optimal überwachen können.

Günter van Aalst, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DGTelemed, betont: „Bis zu 10 Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen Erkrankungen. Es wäre fatal, diese Menschen bei der Auswertung ihrer Gesundheitswerte sich selbst zu überlassen. Durch digitalen Datentransfer können Ärzte die Werte in Echtzeit kontrollieren.“ Trotz seiner Effizienz wird Telemonitoring vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) als „neue medizinische Methode“ betrachtet. Die DGTelemed plädiert für eine Einstufung als „neuen medizinischen Prozess“ und fordert erleichterte Anerkennungs- und Kostenerstattungsprozesse.

„EinBlick – nachgefragt“ bietet Gespräche mit Expert:innen des Gesundheitswesens. Der Podcast ist über die Website von BERLIN-CHEMIE und auf allen gängigen Podcast-Plattformen verfügbar. de
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Die Ära des digitalen Fortschritts- auch in der Medizin

Die Ära des digitalen Fortschritts- auch in der Medizin

Durch die Entwicklung von innovativen Lösungsansätzen im Kontext der Digitalisierung, Telemedizin und der künstlichen Intelligenz, entsteht ein neuer Horizont für Ärzt:innen und Patient:innen. In seiner Masterarbeit „Telemedizinische Patientenversorgung am Beispiel der Kardiologie. Status Quo und Perspektiven in Deutschland“ bringt Dr. med. Mussa Arvani den Leser:innen den gegenwärtigen Fortschritt und mögliche Zukunftsperspektiven in der Telemedizin näher. Das Buch ist im September 2022 bei GRIN erschienen.

Der stetige Fortschritt in der Digitalisierung wirkt sich zunehmend auf private und berufliche Aspekte unserer heutigen Gesellschaft aus. Das Gesundheitswesen wurde dahingehend zuletzt mit dem Beginn der Covid-19-Pandemie 2020 auf die Probe gestellt. Dr. Arvani analysiert die disruptiven Veränderungen während dieser Ära der Digitalisierung in der Medizin in seinem Buch „Telemedizinische Patientenversorgung am Beispiel der Kardiologie“. Er zeigt die Möglichkeiten fortschrittlicher Informationstechnologien für die Gestaltung von Prävention, Diagnostik und Therapie auf und wie die Telemedizin die Kluft zwischen Patientenbedarf und Versorgungsangebot verringern kann.

Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die Versorgungsqualität?

Die digitale Transformation in Deutschland bietet Herausforderungen, aber auch viele zukünftige Potentiale für das Gesundheitssystem. Dr. Arvani untersucht diese Aspekte in seiner Masterarbeit „Telemedizinische Patientenversorgung am Beispiel der Kardiologie“ aus einer gesundheitsökonomischen Perspektive und begutachtet, inwieweit die Corona-Pandemie sich auf den Fortschritt ausgewirkt hat. Am Beispiel der Kardiologie zeigt er, wie ausgeprägt der Einsatz telemedizinischer Verfahren heute bereits ist und welche Vorteile diese für Personal, Patient:innen und Gesundheitssystem haben. Konkret beantwortet die Arbeit auch Fragen nach den Anwendungs- und Erprobungskontexten der telemedizinischen Versorgung bei Patient:innen. Dieses Buch richtet sich demnach an Mediziner:innen oder Studierende, Mitarbeitende und Forschende medizinischer Fachbereiche. Auch für Ökonomen bietet das Buch einen hohen Mehrwert und neue Einblicke.

Über den Autor

Dr. Arvani ist approbierter Humanmediziner mit über 10 Jahren Erfahrung im Umgang mit dem Gesundheitswesen, klinischen Studien und Medical Affairs. Gegenwärtig liegt sein Tätigkeitsschwerpunkt als Head of Medical Science Liaison General Medicines für Deutschland, Schweiz und Österreich und medizinisch-wissenschaftlicher Experte für diverse Indikationsbereiche mit Führungserfahrung auf regionaler und internationaler Ebene.

Das Buch ist im September 2022 bei GRIN erschienen (ISBN: 978-3-346-72257-7).

Direktlink zur Veröffentlichung: https://www.grin.com/document/1271866

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