Zeit zur Neuausrichtung – gute Vorsätze

Das alte Jahr geht zu Ende – Silvester! – Zeit zur Neuausrichtung und zum Loslassen und Zeit für gute Vorsätze fürs neue Jahr.

Zeit zur Neuausrichtung - gute Vorsätze

Silvester, Neujahr, Vorsätze

Der Jahreswechsel
Aus ayurvedischer Sicht hat jeder Wechsel von „etwas Altem“ zu „etwas Neuem“ eine tiefe Bedeutung. Das gilt für die Jahreszeiten, für die Lebensphasen, für wichtige Lebenssituationen – so auch für den Jahreswechsel.
In diesen Zeiten ist das „verhaftet sein“ am Alten gelockert, das Leben öffnet sich energetisch für etwas Neues. Man kann da Alte also leichter aus dem eigenen Leben entlassen und dadurch kann man sich auch leichter auf das Neue ausrichten. Un der Jahreswechsel lädt dazu ein, sich zurückzuziehen und das Alte, das was bisher war, zu reflektieren.

Verbindung mit der geistigen Welt
Sicher kann man sich zu jedem Zeitpunkt im Leben zurückziehen, sich das Bisherige betrachten und sich öffnen für Neues. Oft sind wir aber in unserem täglichen Leben viel zu sehr im Außen beschäftigt, so dass wir das innere Bedürfnis der Reflexion und der Neuausrichtung gar nicht wahrnehmen.
Aus ayurvedischer Sicht bezeichnen wir das Empfangen der Sinneseindrücke aus der „äußeren Welt“ als laut und schrill – in einen meiner Beiträge, einem indischen Märchen, habe ich das als „der Weg zu den Tälern der Menschen“ bezeichnet. Diese Täler der Menschen sind das Heilige Land von Indien, das voller wirrer Wunder und Geschrei ist. Das kann aber auch überall in der Welt sein. Dort, in den Tälern, da haben wir unsere Herausforderungen, die gemeistert werden wollen.

Der Weg der Meisterschaft
Unser Leben hier in der Welt ist sehr stark durch Gewohnheiten geprägt – und zu einem großen Teil durch alte Gewohnheiten die uns gefangen halten. Gerade in der Zeit um die Jahreswende, können wir die Heiligkeit der Zeit nutzen, um der geistigen Welt viel näher zu sein. Ich nutze diese Zeit zum Innehalten, um ganz bewusst den Kontakt mit mir und meiner Seele zu spüren. Für mich hat jeder Mensch einen ganz besonderen Lebensauftrag/Seelenauftrag und dieser möchte entdeckt und erweckt werden. Jetzt ist der rechte Zeitpunkt zur Kontaktaufnahme.
Genau in dieser Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr sollte sich jeder Mensch selbst das Geschenk machen, innezuhalten, das Bisherige (…Leben) zu reflektieren, um für das „Neue“ eine richtige Form zu finden – Neuausrichtung!
Unsere „guten Vorsätze fürs neue Jahr“ sind ein kleines Relikt aus diesem großartigen Denken. Leider scheint es bei vielen Menschen nur noch etwas zu sein, was man sich in der Silvesternacht vornimmt, um es dann innerhalb kürzester Zeit (meist innerhalb von 3 Wochen) wieder zu vergessen.
Doch was wäre, wenn man das, was uns da als Idee fürs neue Jahr kommt, wichtiger nehmen würden, es hat doch oft auch einen tieferen Grund.

Zum Beispiel
Abnehmen wollen – wir spüren oft die Energielosigkeit, das zu viel auf den Rippen, die ersten Krankheitszeichen…
Nicht mehr rauchen oder Alkohol trinken wollen…
Eine gesündere Ernährung zu integrieren…
Eine neue berufliche Ausrichtung finden wollen…
Stress abzubauen
Sich mehr zu bewegen
Erfülltere Beziehungen leben
Spirituelle Praktiken mehr ins Leben integrieren (Yoga, Meditation, Atemübungen)

All das hat doch einen tieferen Grund – vielleicht meldet sich da unsere Seele, klopft leise in dieser Zeit an, um uns daran zu erinnern, dass wir doch eigentlich etwas ganz anderes vorhatten in diesem Leben. Das kann z.B. mehr Gesundheit im Leben sein oder einen tieferen Lebenssinn, dem es danach dürstet, von uns umgesetzt zu werden.
Das „neue Ich“, unsere wahres Sein, meldet sich immer wieder, denn es sehnt sich danach, von uns gelebt zu werden. Das „alte Ich“, das Ego, ist meist aber sehr dominant – es will uns im alten Zustand halten. Dieser alte Zustand vermittelt durch die Gewohnheit eine gewisse Sicherheit, das Neue macht Angst, denn es ist nicht kalkulierbar. Das „alte Ich“ nutzt den inneren Schweinehund, um bei dem zu bleiben was ist. Im Laufe der Jahre wird daraus immer mehr Trägheit. Das drückt sich u.a. auch in einer Verschlackung der Gewebe und in zunehmenden Krankheitszeichen aus.
Ich habe einen 7-teiligen E-Mail-Kurs erstellt, der das Reflektieren und die Neuausrichtung vereinfacht. Dieser Kurs vermittelt auch die Strategien, wie man bei seinen Neuentscheidungen leichter bleiben kann und er fördert auch das eigene Selbstbewusstsein und die Selbstliebe.
Als zusätzliches Geschenk bekommen alle, die diesen E-Mail-Kurs anfordern, zusätzlich ein E-Book, welches auf eine ganz besondere Art „Stressbewältigung“ beschreibt. Stress ist ein Thema unserer Zeit. Dieses E-Book zeigt eine einzigartige Strategie, wie man die eigene emotionale Intelligenz stärkt.

Es ist sehr lohnenswert, dieses E-Book zu lesen und die Übungen, die darin beschrieben werden, auch regelmäßig durchzuführen. Hier kann man den Kurs Meisterschaft in Zeiten des Wandels (https://bit.ly/meisterschaft-des-Lebens) anfordern. Er ist kostenfrei.

Die Ayurvedaschule Wolfgang Neutzler ist eine unabhängige Privatschule.

Der Schulleiter der Schule für Ayurveda, Wolfgang Neutzler, praktiziert seit 1985 als Heilpraktiker mit Schwerpunkt Ayurveda. Als Coach betreut er Menschen speziell bei der Ernährungsumstellung und beim Abnehmen.

Der Schwerpunkte seiner Arbeit sind Online-Seminare und -Ausbildungen. Gerade in der heutigen Zeit eine schnelle und effektive Möglichkeit des Lernens, ohne Reisekosten und Stress.
Folgende Online-Angebote gibt es: Ausbildung zur/m Ayurveda-Ernährungsberater/In, Ayurveda-Kochkurse, Abnehm-Training, Ayurveda-Fastenwoche, Kursleiter Ayurveda-Babymassage, Schwangeren-Massage, Ayurveda-Konstitutionsbestimmung, Ayurveda-Massagen, Ayurveda-Entspannungs-Trainer.
Wolfgang Neutzler ist Autor, Co-Autor von 8 Büchern, unter anderem auch von 5 Ayurveda-Büchern.

Das Ziel ist es, ganz vielen Menschen einen Zugang zum Ayurveda zu ermöglichen.
Ayurveda – das Wissen von einem gesunden, langen und glücklichen Leben

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Geheimnisvolle Rauhnächte – Zeit zur Neuausrichtung

Die „Rauhnächte“ sind die Nächte/Tage zwischen den Jahren – Zeit zur Neuausrichtung und zum Loslassen und guter Vorsätze fürs neue Jahr.

Geheimnisvolle Rauhnächte - Zeit zur Neuausrichtung

Gute Vorsätze fürs neue Jahr

Diese Zeit wird seit alters her als eine ganz besondere, oft sogar als heilige Zeit angesehen. Es ist eine Zeit zum Besinnen und zur Neuausrichtung, zum Verabschieden von dunklen und negativen Verhaltensweisen.
Früher wurde in der Adventszeit gefastet, wie vor Ostern, um sich auf das heilige Fest vorzubereiten. Auch heute können wir diese Zeit vor und nach Weihnachten nutzen, um mehr Beschaulichkeit ins Leben zu bringen und um das alte Jahr zu reflektieren und eine Neuausrichtung zu finden für das kommende Jahr, ja vielleicht sogar fürs ganze Leben.
Zwischen Heiligabend und dem 6. Januar gibt es – so möchte ich sagen – eine Zeit, die etwas außerhalb der normalen Zeitrechnung liegt – es sind die Rauhnächte (Raunächte, Rauchnächte). Doch woher kommt dieser Brauch und was kann dieser Brauch uns auch heute, in unserer schnelllebigen, aufgeklärten und rationalen Welt noch bringen?
Seinen Ursprung hat dieses Brauchtum in jüngerer Zeit in der Unterschiedlichkeit der Länge des Sonnenjahres und des Mondjahres. Das Sonnenjahr hat 12 Monate in unterschiedlicher Länge von 28-31 Tagen. Das Mondjahr dagegen hat in jedem der 12 Monate 28 Tage. Genau um diese „Zwischentage“ geht es bei diesem Brauchtum.

Manche Menschen sehen in dieser Zeit eine Zeit, die „außerhalb unserer Zeit“ ist, in der die dunklen Mächte regieren, die die Welt unsicher machen. Das „Dunkle“ ist in dieser Zeit stark und kann gerade jetzt machtvoll das Leben der Menschen beeinflussen – so der Gedanke.
Die Rauhnächte als Chance
Für andere Menschen – und zu dieser Menschengruppe verstehe auch ich mich zugehörig – birgt diese Zeit eine ganz große Chance.
Für mich hat diese Übergangszeit eine wichtige Funktion im Leben, und das aus mehreren Gründen:
Am 21.12. ist Winter-Sonnenwende – die längste Nacht und der kürzeste Tag. Das Licht kommt wieder vermehrt in unser Leben – das ist auch ein Symbolgehalt von Weihnachten – das Licht ist in dieser Welt geboren worden.
Wie kann ich dieses Licht (auch Bewusstsein) nutzen, für das kommende Jahr, für meine Ziele, für meinen Lebensauftrag.

Der Jahreswechsel
Aus ayurvedischer Sicht hat jeder Wechsel von „etwas Altem“ zu „etwas Neuem“ eine tiefe Bedeutung. Das gilt für die Jahreszeiten, für die Lebensphasen, für wichtige Lebenssituationen – so auch für den Jahreswechsel.
In diesen Zeiten ist das „verhaftet sein“ am Alten gelockert, man kann es also leichter aus dem eigenen Leben entlassen und dadurch kann man sich auch leichter auf das Neue ausrichten.

Die Rauhnächte
Und dann kommen noch die 12 Nächte dazu, die zwischen dem Mondjahr und dem Sonnenjahr, und die außerhalb von „Raum und Zeit“ sind, wie oben schon angedeutet. Gerade in dieser Zeit können wir hier mehr Klarheit ins Leben bringen.
Was kann ich loslassen? Was kann ich fürs neue Jahr aktivieren? Das können gesundheitliche Ziele sein, z.B. eine gesündere Ernährung und Lebensweise, das Abnehmen u.v.m. (siehe später). Das kann aber auch der Ruf nach einer sinnerfüllteren Tätigkeit sein, sei es beruflich oder auch nebenberuflich.

Verbindung mit der geistigen Welt
Sicher kann man sich zu jedem Zeitpunkt im Leben zurückziehen, das Alte reflektieren und sich auf etwas Neues ausrichten. Oft sind wir aber in unserem täglichen Leben viel zu sehr im Außen beschäftigt, so dass wir das innere Bedürfnis der Reflexion und der Neuausrichtung gar nicht wahrnehmen.
Aus ayurvedischer Sicht bezeichnen wir das Empfangen der Sinneseindrücke aus der „äußeren Welt“ als laut und schrill – im letzten Beitrag von mir habe ich das als „der Weg zu den Tälern der Menschen“ bezeichnet. Diese Täler der Menschen sind das Heilige Land von Indien, das voller wirrer Wunder und Geschrei ist. Dort haben wir unsere Herausforderungen, die gemeistert werden wollen, damit man einst wieder zurückkehren kann zum heiligen Berg. Das gilt natürlich nicht nur für Indien, sondern auch für uns hier in unserem Kulturkreis.

Der Weg der Meisterschaft
Unser Leben hier in der Welt ist sehr stark durch Gewohnheiten geprägt – und zu einem großen Teil durch alte Gewohnheiten die uns gefangen halten. Gerade in der Zeit um die Jahreswende, können wir die Heiligkeit der Zeit nutzen, um der geistigen Welt viel näher zu sein. Ich nutze diese Zeit zum Innehalten, um ganz bewusst den Kontakt mit mir und meiner Seele zu spüren. Für mich hat jeder Mensch einen ganz besonderen Lebensauftrag/Seelenauftrag und dieser möchte entdeckt und erweckt werden. Jetzt ist der rechte Zeitpunkt zur Kontaktaufnahme.
Genau in dieser Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr sollte sich jeder Mensch selbst das Geschenk machen, innezuhalten, das Bisherige (…Leben) zu reflektieren, um für das „Neue“ eine richtige Form zu finden – Neuausrichtung!
Unsere „guten Vorsätze fürs neue Jahr“ sind ein kleines Relikt aus diesem großartigen Denken. Leider scheint es bei vielen Menschen nur noch etwas zu sein, was man sich in der Silvesternacht vornimmt, um es dann innerhalb kürzester Zeit (meist innerhalb von 3 Wochen) wieder zu vergessen.
Doch was wäre, wenn man das, was uns da als Idee fürs neue Jahr kommt, wichtiger nehmen würden, es hat doch oft auch einen tieferen Grund.

Zum Beispiel
-Abnehmen wollen – wir spüren oft die Energielosigkeit, das zu viel auf den Rippen, die ersten Krankheitszeichen…
-Nicht mehr rauchen oder Alkohol trinken wollen…
-Eine gesündere Ernährung zu integrieren…
-Eine neue berufliche Ausrichtung finden wollen…
-Stress abzubauen
-Sich mehr zu bewegen
-Erfülltere Beziehungen leben
-Spirituelle Praktiken mehr ins Leben integrieren (Yoga, Meditation, Atemübungen)
All das hat doch einen tieferen Grund – vielleicht meldet sich da unsere Seele, klopft leise in dieser Zeit an, um uns daran zu erinnern, dass wir doch eigentlich etwas ganz anderes vorhatten in diesem Leben. Das kann z.B. mehr Gesundheit im Leben sein oder einen tieferen Lebenssinn, dem es danach dürstet, von uns umgesetzt zu werden.
Das „neue Ich“, unsere wahres Sein, meldet sich immer wieder, denn es sehnt sich danach, von uns gelebt zu werden. Das „alte Ich“, das Ego, ist meist aber sehr dominant – es will uns im alten Zustand halten. Dieser alte Zustand vermittelt durch die Gewohnheit eine gewisse Sicherheit, das Neue macht Angst, denn es ist nicht kalkulierbar. Das „alte Ich“ nutzt den inneren Schweinehund, um bei dem zu bleiben was ist. Im Laufe der Jahre wird daraus immer mehr Trägheit. Das drückt sich u.a. auch in einer Verschlackung der Gewebe und in zunehmenden Krankheitszeichen aus.
Aber was wäre, wenn sich möglichst viele Leserinnen und Leser entschließen würden, die Rauhnächte, also die Zeit um den Jahreswechsel, dafür zu nutzen, um in sich reinzuhören, um das Alte „bisher Normale“ zu reflektieren und um sich für einen besseren Weg zu entscheiden. Ein Lehrer von mir drückte das gerne wie folgt aus: „Es gibt immer einen besseren Weg.“
Spätestens dann, wenn der alte Weg ausgelatscht ist, wenn Krankheitszeichen oder Unzufriedenheit sich breit machen, sollte man bereit sein, einen besseren Weg zu suchen. Es lohnt sich aber auch, das eigene Leben und die Beziehungen zu sich selbst und anderen Menschen zu reflektieren, wenn man in einer Komfortzone ist, wenn man sich also mit dem, was gerade ist, abgefunden hat. Zum Beispiel lieben Friedens willen oder auch aus Bequemlichkeit. Früher oder später wird sich unser wahres Wesen melden und uns daran erinnern, dass wir uns etwas Anderes vorgenommen haben.
Wir haben einen 7-teiligen E-Mail-Kurs erstellt, der das Reflektieren und die Neuausrichtung vereinfacht. Dieser Kurs vermittelt auch die Strategien, wie man bei seinen Neuentscheidungen leichter bleiben kann und er fördert auch das eigene Selbstbewusstsein und die Selbstliebe.
Als zusätzliches Geschenk bekommen alle, die diesen E-Mail-Kurs anfordern, zusätzlich ein E-Book, welches auf eine ganz besondere Art „Stressbewältigung“ beschreibt. Stress ist ein Thema unserer Zeit. Dieses E-Book zeigt eine einzigartige Strategie, wie man die eigene emotionale Intelligenz stärkt.

Es ist sehr lohnenswert, dieses E-Book zu lesen und die Übungen, die darin beschrieben werden, auch regelmäßig zu absolvieren. Hier geht es zum E-Book für die Stressbewältigung und zum
Kurs Meisterschaft in Zeiten des Wandels. (https://schule-fuer-ayurveda.de/meisterschaft-in-zeiten-des-wandels-2/)
Hier geht es zum Podcast Licht und Schatten auf Spirit Online (https://podcast-spiritualitaet-spirit-online.podigee.io/35-licht-und-schatten)

Die Ayurvedaschule Wolfgang Neutzler ist eine unabhängige Privatschule.

Der Schulleiter der Schule für Ayurveda, Wolfgang Neutzler, praktiziert seit 1985 als Heilpraktiker mit Schwerpunkt Ayurveda. Als Coach betreut er Menschen in Krisen-Situation.

Der Schwerpunkte seiner Arbeit sind Online-Seminare und -Ausbildungen. Gerade in der heutigen Zeit eine schnelle und effektive Möglichkeit des Lernens, ohne Reisekosten und Stress.
Folgende Online-Angebote gibt es: Ausbildung zur/m Ayurveda-Ernährungsberater/In, Ayurveda-Kochkurse, Abnehm-Training, Ayurveda-Fastenwoche, Kursleiter Ayurveda-Babymassage, Schwangeren-Massage, Ayurveda-Konstitutionsbestimmung, Ayurveda-Entspannungs-Trainer.
Wolfgang Neutzler ist Autor, Co-Autor von 8 Büchern, unter anderem auch von 5 Ayurveda-Büchern.

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Dinner for One? Identisch wie im Geschäftsleben!

Ein vermeintlich einfach gestrickter Sketch gibt Aufschluss über Businessverhalten

Dinner for One? Identisch wie im Geschäftsleben!

„Dinner for one“ im TV? Zum Jahresende ist es Zeit zur Reflexion, auch und erst recht im Business. (Bildquelle: AdobeStock)

„The same procedure as every year!“ Dieser Satz, gesprochen vom englischen Komiker Freddie Frinton in der Rolle des Butler James anlässlich des 90. Geburtstages von Miss Sophie, macht klar: Jetzt ist Silvester. Die an sich belanglose Geschichte aus einem Variete-Theater, in den Sechzigerjahren aufgenommen und seither in unveränderter Form unter dem Titel „Dinner for One“ unzählige Mal im Fernsehen ausgestrahlt, muss man nicht zum Anlass nehmen, über das eigene Business nachzudenken. Aber man kann.

Ein Butler spielt nicht nur sich selbst, sondern gleich auch noch vier Gäste. Das kann durchaus als Inbegriff moderner Sparmaßnahmen gewertet werden. Ein Theaterstück für sechs Personen – und nur zwei Schauspieler müssen bezahlt werden. Wenn neuzeitige Manager auf kreative Lösungen kommen, wie sie aus einer ausgepressten Spar-Zitrone nochmals ein paar Zentiliter Saft rauszwingen können, kann man mit Beruhigung festhalten: auf so eine Idee kam so mancher schon vor 60 Jahren. Hier hat ein Controller ganze Arbeit geleistet.

Spaß beiseite. Wer den Sketch nicht nur zur Erheiterung und als Einleitung der letzten Stunde im alten Jahr ansieht, findet durchaus Tiefgang. Zum Beispiel auf der Suche nach Antworten auf die Frage, wie es denn mit dem Change-Management und der Kundenorientierung in der Firma aussieht. Da bleibt Miss Sophie dem Ritual so lange treu, bis sie ganz allein am Tisch sitzt und jemanden braucht, der ihr die Wahrheit, die sie gerne zelebrieren möchte, vorspielt.

Management, Change und das Alleinsein

Ganz ähnliche Verhaltensweisen lassen sich auch „draußen“, also im Unternehmerkontext beobachten: Da gibt es Manager, die scharen Menschen um sich, die ihnen einfach das spiegeln, was sie gerne hören und sehen wollen. Es entsteht eine wunderbare Blase, in der die Welt in Ordnung ist, obwohl das schon lange nicht mehr der Fall ist. Oder man bleibt so lange beim alten Vorgehen, bis man keine Kunden mehr hat. Eines Tages stellt man fest, dass nur noch ein Butler, vielleicht der Pförtner, übrig geblieben ist. Man muss es ja nicht gleich so extrem betrachten, kann aber einmal mehr den Beweis sehen: Wer keine Veränderung angeht, steht eines Tages alleine da.

Aus rein theatertechnischer Perspektive betrachtet, ist „Dinner for One“ ein faszinierendes Stück. Alle Grundelemente, die enthalten sein müssen, sind da – literarisch eingedampft auf wenige Minuten, ein einziges Bühnenbild und einfache Textstränge. Im Leben genau wie im Unternehmen braucht es klare Rollenverteilungen. Genau wie scharf gezeichnete Figuren, auch wenn sie nicht einmal physisch vorhanden sind.

Neben den äußert klar existierenden Personen einer Miss Sophie und ihres Butlers James sind da noch Sir Toby, Admiral von Schneider, Mister Pommeroy und Mister Winterbottom. Letzterem dichtet man aufgrund der Textfetzen gar ein Techtelmechtel mit der Gastgeberin an.

Rollen, Rituale und der Kommunikationsstil

Die Figuren haben alle ihren Platz, haben ihre Form der Kommunikation gefunden. Sir Toby zeigt sich enthusiastisch mit seinem „Cheerio!“, während Admiral von Schneider ein eher klägliches „Must I?“ jammert. Mister Pommeroy kann das „Happy new year, gal“ gar nicht oft genug betonen und Mister Winterbottom spart dank der Formulierung „You look younger than ever!“ nicht mit Komplimenten. Das alles ist stimmlich und körpersprachlich brillant interpretiert vom Butler James. Diese Kommunikation kalibriert auch die Beziehung zur Jubilarin. Kommunikation ist der Maßstab für Beziehung – auf der Bühne genau wie im wahren Leben.

Dazu kommen Attribute wie die Handlung und das Tun, von denen jedes Theaterstück lebt. Der Tigerkopf verkörpert wie kaum etwas in diesem Sketch das Rituale, die Zuschauer lachen immer wieder darüber. Diese kleine, so genannte Mikrohandlung macht unter anderem diesen Plot so unverwechselbar. Etwas Derartiges macht auch im Leben und im Geschäftsalltag einen Sinn: Klare, berechenbare Handlungen, die ein Gefühl von Vertrautheit geben. Das schärft vor allem auch die Glaubwürdigkeit in der Führung.

Dass schlussendlich ein Überwinden eines Hindernisses genau diese noch intensiviert, ist oft zu sehen, auch bei Miss Sophie. Dass der Butler stockbesoffen diesen Kopf ab einem gewissen Punkt nicht mehr als Hindernis ansieht, sondern in seine Aktion involviert, macht ihn erst recht sympathisch. Menschen, die Hindernisse überwinden, bekommen Sympathiepunkte zugewiesen – das ist in jeder Inszenierung, in jedem Drehbuch und in jedem Unternehmen sichtbar. Damit das gelingt, muss man übrigen keine 1,5 Promille intus haben….

Wer den Schlusssatz kennt, weiß, dass in dieser nicht einmal so belanglose Geschichte auch ein hervorragendes Motto für die Arbeit steckt: „I“ll do my very best!“ Mehr geht nicht, weniger sollte man nicht. So vermeintlich einfach gestrickt dieser Sketch daher kommt, so bringt er in wenigen Minuten eben doch vieles auf den Punkt, was gerade auch im unternehmerischen Kontext zum Jahresabschluss zum Nachdenken anregen könnte.

In diesem Sinn: Cheerio, Happy New Year und alles Gute!

Stefan Häseli ist Kommunikationstrainer, Keynote-Speaker, Moderator und Autor mehrerer Bücher. Er betreibt ein Trainingsunternehmen in der Schweiz. Der Kommunikationsexperte begleitet seit Jahren zahlreiche Unternehmen bis in die höchsten Vorstände von multinationalen Konzernen.

Er doziert an Universitäten und Fachhochschulen im Themenfeld Kommunikation. Als Experte nimmt er im Radio und TV-Stationen immer dann Stellung, wenn Kommunikation irgendwo auf der Welt gerade eine entscheidende Rolle spielt. Er begeistert in seinen Fachartikel und Kolumnen mit feinsinnigem Humor.

In seinen Vorträgen und Seminaren vermittelt er Wissen kurzweilig und gespickt mit Beispielen aus der Praxis sowie amüsanten Anekdoten – stets mit einem liebevollen Augenzwinkern. Als ausgebildeter Schauspieler mit jahrelanger Bühnenerfahrung schreibt er ganze Abendprogramme selbst. Dazu kommen Engagements in Kino-Filmen, TV-Serien, TV-Werbespots und Schulungsfilmen.

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