Die HPV-Impfung: Wichtiger Schutz für Jugendliche

Ein Piks, der vor Krebs schützen kann

Die HPV-Impfung: Wichtiger Schutz für Jugendliche

Apotheken betonen: Die frühzeitige Impfung von Mädchen und Jungen ist wichtig! (Bildquelle: ©pixabay)

Stuttgart – Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) ruft anlässlich des Internationalen Tags der Frauengesundheit am 28. Mai dazu auf, das Thema der HPV-Impfung stärker in den Fokus zu rücken. Humane Papillomviren (HPV) sind weit verbreitet und können verschiedene Krebsarten verursachen – insbesondere Gebärmutterhalskrebs. Eine frühzeitige Impfung kann hier gezielt vorbeugen und bietet einen wichtigen Schutz, der für Mädchen und Jungen gleichermaßen wichtig ist.

„Die HPV-Impfung ist ein Meilenstein der modernen Medizin und kann das Risiko für verschiedene Krebsarten wie Gebärmutterhalskrebs oder Rachenkrebs deutlich senken. Nutzen wir diese Möglichkeit gemeinsam, um unsere Kinder zu schützen!“, betont Friederike Habighorst-Klemm, Vorstandsmitglied des LAV und Patientenbeauftragte. „Es ist wichtig, dass wir offen über sexuell übertragbare Viren sprechen, sie enttabuisieren und aufklären, um das stille Risiko für unsere Kinder und Jugendlichen zu minimieren.“

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung für alle Jugendlichen zwischen 9 und 14 Jahren, Nachholimpfungen sind bis zum 18. Lebensjahr möglich. Die Impfung sollte idealerweise vor den ersten sexuellen Kontakten erfolgen. „Eltern, aber auch Großeltern, Verwandte oder auch Lehrkräfte spielen eine entscheidende Rolle dabei, Jugendliche für diese wichtige Schutzimpfung zu sensibilisieren“, so Habighorst-Klemm weiter. „Je höher die Impfquote, desto besser können wir die Verbreitung der Viren eindämmen und künftige Krebserkrankungen verhindern.“ Die Impfung ist sicher und wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. „Der LAV ruft darum Eltern und alle, die Verantwortung für Jugendliche tragen, auf, sich umfassend zu informieren und aktiv dazu beizutragen, dass möglichst viele Kinder und Jugendliche diesen wichtigen Schutz erhalten“, appellierte Habighorst-Klemm.

Hintergrund:
Humane Papillomviren (HPV) sind weit verbreitet und können verschiedene Krebsarten, darunter Gebärmutterhalskrebs, Rachen- und Analkrebs verursachen. Die HPV-Impfung bietet einen effektiven Schutz. Sie wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen und von den Krankenkassen erstattet.

Der LAV Baden-Württemberg unterstützt die Kampagne „ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs.“ des Unternehmens MSD, die auf die Bedeutung der HPV-Impfung aufmerksam macht und umfassende Informationen bietet. Interessierte finden weitere Informationen unter: www.entschiedengegenkrebs.de .

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patient:innen, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es rund 2.150 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patient:innen kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015.

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Apotheken beraten diskret „auch untenrum“

Sexuell übertragbare Krankheiten verhindern

Apotheken beraten diskret "auch untenrum"

Apothekerverband: „Kondome schützen vor übertragbaren Krankheiten“ (Bildquelle: © pixabay)

Mainz – Sexuell übertragbare Krankheiten (STI), die früher Geschlechtskrankheiten genannt wurden, werden von Betroffenen häufig als peinlich erlebt. Dabei ist es gerade bei diesen Erkrankungen wichtig, rasch zu reagieren und gegebenenfalls auch ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der Welttag der sexuellen Gesundheit am 4. September will das Thema aus der Tabu-Ecke herausholen. Es ist wichtig öffentlich darüber zu informieren, wie man sich und Partner:innen vor diesen Infektionen schützen kann, hebt Apothekerverband Rheinland-Pfalz – LAV hervor.

Genaue Zahlen zu sexuell übertragbaren Krankheiten liegen nicht vor, da nur ein Teil der Erkrankungen einer Meldepflicht unterliegt. Auch sind die Symptome manchmal uncharakteristisch, weiß Petra Engel-Djabarian, Mitglied im Vorstand des Apothekerverbandes Rheinland-Pfalz – LAV: „Betroffene haben beispielsweise Juckreiz, Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen oder auch Ausfluss. Manchmal tritt leichtes Fieber, Schmerzen im Unterbauch oder eine Schwellung der Lymphknoten auf. Oft wird dahinter zuerst sowas wie ein Blaseninfekt oder eine vaginale Pilzinfektion vermutet.“ Die Grenzen zu ernsthafteren Erkrankungen seien fließend. Aus diesem Grund sollten am besten auch schon leichtere Symptome ärztlich abgeklärt werden.

Die Infektion mit Chlamydien gehört weltweit und auch in Deutschland zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Sie wird durch Bakterien verursacht, die vor allem beim ungeschützten Sex über die Schleimhäute weitergegeben werden. Betroffen sind vor allem Jugendliche und junge Erwachsene. Etwa 80 Prozent der Chlamydien-Infektionen bei Frauen verlaufen symptomlos. Bleibt sie aber unbehandelt, kann die Infektion bis zur Unfruchtbarkeit führen. Die Apothekerin weiter: „Ich appelliere darum an alle, gerade bei Veränderungen im Intimbereich wie Hautrötungen, Jucken oder Brennen keine falsche Scham an den Tag zu legen. Sexuelle Erkrankungen können Jede und Jeden treffen, so wie wir uns über Bakterien oder Viren mit Schnupfen oder einer Grippe anstecken. Auch in Apotheken kann das Thema angesprochen werden, denn jede Apotheke hat gerade für solche sensiblen Themen einen abgetrennten Bereich. Dort ist eine diskrete Beratung sichergestellt und alle Fragen können gestellt werden.“

Einen guten Schutz vor den Erkrankungen bietet die Nutzung von Kondomen. Genauso wichtig ist, dass betroffene Personen immer auch den oder die Geschlechtspartner:in über eine mögliche Erkrankung informieren. „Es reicht oft nicht aus, wenn nur eine Person behandelt wird. In der Regel müssen Sexualpartner:innen mit behandelt werden. Sonst kann es immer wieder zu neuerlichen Ansteckungen kommen“, empfiehlt Petra Engel-Djabarian.

Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz e. V. – LAV vertritt die Interessen der selbstständigen Apothekerinnen und Apotheker in Rheinland-Pfalz. Er ist Vertragspartner der Krankenkassen und schließt mit diesen Verträge ab. Von den gut 1.000 Apothekenleitern sind rund 95 Prozent freiwillige Mitglieder im Verband.

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