Rohstoff Diamant? Warum hat die Welt bald weniger Diamanten?

Rohstoff Diamant? Warum hat die Welt bald weniger Diamanten?

Wird die Anzahl an Diamanten weniger auf dieser Welt? – Premium Diamonds

Die glänzende Illusion: ein Markt in der Umkehr? Weniger Angebot, mehr Nachfrage, neue Märkte oder warum Diamanten bald wieder echte Raritäten sein könnten?

Lange galten Diamanten als Inbegriff des Ewigen, als Symbole für Unvergänglichkeit, Status und exklusive Eleganz. Doch der internationale Diamantenmarkt steht vor einem strukturellen Wandel, der weitreichende Folgen für Handel, Produktion und Preisentwicklung haben dürfte. Die Förderkapazitäten sinken, Investoren beobachten die Lage zunehmend kritisch, und neue Akteure wie synthetische Diamanten mischen den Markt auf. Dr. Peter Riedi, Geschäftsführer der Premium Diamonds, einer Marke der EM Global Service AG, analysiert diese Entwicklung mit einem geschärften Blick auf Ursachen und Zukunftspotenziale.

„Wir erleben derzeit eine stille, aber tiefgreifende Veränderung der globalen Diamantenbranche“, sagt Dr. Riedi. „Die Produktionskosten steigen, neue Fundorte bleiben aus, und bestehende Minen erreichen ihre wirtschaftliche Grenze.“ Die Zahlen stützen seine Einschätzung: Laut Daten des Kimberley-Prozesses ist die weltweite Rohdiamantenförderung von über 177 Millionen Karat im Jahr 2005 auf unter 120 Millionen Karat im Jahr 2022 gesunken. Große Lagerstätten in Botswana, Russland und Kanada haben den Höhepunkt ihrer Förderung bereits überschritten.

Sinkende Abbaumengen und die Frage der Nachhaltigkeit

Die abnehmenden Produktionskapazitäten sind nicht nur eine Frage der Geologie, sondern auch der Politik, Ethik und Wirtschaftlichkeit. Minenprojekte werden heute deutlich kritischer hinterfragt, sowohl von Regierungen als auch von Investoren und der Zivilgesellschaft. Die Umwelteinflüsse des konventionellen Abbaus, insbesondere bei Tagebauverfahren, stehen massiv in der Kritik.

„Es ist nicht länger akzeptabel, für einen Karat Diamant hunderte Tonnen Erdreich zu bewegen, ohne gleichzeitig glaubhafte Nachhaltigkeitsstrategien zu liefern“, betont Dr. Riedi. Diese Entwicklung trifft auf eine neue Generation von Käufern, die sich zunehmend für Herkunft, CO-Fußabdruck und soziale Bedingungen interessieren.

Zugleich sind die geopolitischen Rahmenbedingungen angespannt: Sanktionen gegen russische Exporteure wie Alrosa, Lieferkettenprobleme aus Afrika und politische Instabilität in zentralen Förderregionen führen zur Unsicherheit bei Händlern wie bei Endkunden.

Die stille Konkurrenz: Synthetische Diamanten

Einen zusätzlichen Druck üben synthetische Diamanten aus, die in Labors unter kontrollierten Bedingungen hergestellt werden. Diese „Lab Grown Diamonds“ sind chemisch identisch mit natürlichen Steinen, aber deutlich günstiger. In manchen Absatzmärkten wie den USA haben sie bereits Marktanteile im zweistelligen Prozentbereich erobert.

Dr. Riedi sieht darin eine zweischneidige Entwicklung: „Synthetische Diamanten demokratisieren den Zugang, aber sie verändern auch das Wertverständnis. Echte Knappheit entsteht nur durch Limitierung, nicht durch Serienproduktion.“ Premium Diamonds positioniert sich daher klar im Bereich der natürlichen, zertifizierten Unikate mit dokumentierter Herkunft und hohem Sammlerwert.

Angebotsverknappung als Preistreiber der Zukunft?

Die Marktdynamik deutet mittelfristig auf steigende Preise für hochwertige, natürliche Diamanten hin. „Wir rechnen nicht mit einem abrupten Boom, sondern mit einer kontinuierlichen Wertsteigerung im gehobenen Segment – ähnlich wie bei seltenen Uhren oder Kunstwerken“, so Riedi. Dabei sei entscheidend, welche Qualitäten und Herkünfte bevorzugt werden. Farblos, lupenrein, großer Karat – diese Kriterien gelten weiterhin, aber sie werden zunehmend von Transparenz- und Herkunftsnachweisen ergänzt.

Laut Bain & Company betrug der Anteil natürlicher Diamanten am Gesamtmarkt 2022 noch etwa 80 Prozent, Tendenz fallend. Doch im Hochpreissegment (ab 1 Karat, hochwertig geschliffen und zertifiziert) dominiert weiterhin der natürliche Stein. „Hier liegt die Zukunft für werterhaltende Investments“, sagt Riedi. „Nicht Masse, sondern Klasse wird den Markt definieren.“

Zwischen Luxus, Ethik und Realität: Was bleibt vom Mythos Diamant?

Der Diamant bleibt ein Symbol. Doch sein Glanz verändert sich. Was einst allein durch Seltenheit und gesellschaftlichen Aufstieg legitimiert war, wird heute durch Fragen nach Fairness, Nachhaltigkeit und Herkunft neu bewertet. „Diese Entwicklung ist gesund und notwendig“, so Dr. Riedi. „Sie zwingt uns, den Markt ernsthaft zu regulieren, Qualität neu zu definieren und den Konsumenten als aufgeklärten Partner zu verstehen.“

Die Premium Diamonds verfolgt daher einen klaren Kurs: transparente Lieferketten, enge Partnerschaften mit zertifizierten Minenbetreibern, langfristige Wertentwicklung statt kurzfristiger Spekulation. „Ein Diamant ist kein Schnäppchen. Er ist ein Bekenntnis – zur Qualität, zur Geschichte und zur Verantwortung.“

Fazit: Zwischen Glanz und Realität: Warum jetzt genau hingeschaut werden muss

Die Diamantenmärkte sind in Bewegung – nicht spektakulär, aber spürbar. Wer heute mit professionellem Blick auf die Branche schaut, erkennt einen Wendepunkt: Die Lager leeren sich, die Produktion schrumpft, und zugleich wächst das globale Interesse an echten Werten. Besonders die rückläufigen Kapazitäten im Abbau, teils um bis zu 20 % im Vergleich zu den Jahren vor der Pandemie, sprechen eine deutliche Sprache – hier geht es nicht um kurzfristige Schwankungen, sondern um strukturelle Knappheit, die sich langsam, aber nachhaltig aufbaut.

Gleichzeitig zeigen neue Konsummuster in China, ein dynamischer Onlinehandel und das globale Streben nach Nachhaltigkeit, dass der Naturdiamant als Produkt wieder deutlich an Relevanz gewinnt. Die dramatisch gefallenen Preise für synthetische Steine haben den Markt für Laborprodukte ungewollt entzaubert – und Naturdiamanten, trotz höherer Einstiegshürden, als echtes Luxusgut bestätigt.

Als Händler sehe ich jedoch keinen Grund für Euphorie – sondern für präzise Strategie. Der Markt ist derzeit kein Verkäufermarkt. Wer verkaufen muss, wird den Rückgang der letzten Jahre spüren. Doch wer jetzt klug einkauft, langfristig denkt und auf Herkunft, Qualität und Zertifizierung setzt, wird von der kommenden Stabilisierung profitieren.

Denn eines zeigt sich sehr deutlich: Das Vertrauen kehrt zurück – durch klare Herkunftsnachweise, ernst gemeinte Nachhaltigkeitsinitiativen und große, gezielte Investitionen wie die von De Beers. Dubai als neues Handelszentrum, die strategische Disziplin der indischen Hersteller und die professionellen Initiativen des Natural Diamond Council schaffen eine neue Ordnung im Markt, die endlich wieder langfristig kalkulierbar wird.

Der wahre Glanz entsteht nicht im Licht – sondern in der Substanz. Und die kehrt langsam, aber sicher zurück.

Autor: Uli Bock, Ulm, Experte Schulung & Marketing

Über den Autor:

Uli Bock ist Autor und Experte für Schulung und Marketing bei der EM Global Service AG. Mit seiner umfangreichen Erfahrung in der Markenkommunikation und der Unternehmensentwicklung hilft er, effektive Marketingstrategien und Schulungskonzepte zu gestalten. Seine Fachartikel bieten wertvolle Einblicke in innovative Marketingansätze und moderne Weiterbildungsmethoden.

Premium Diamonds ist eine Marke der EM Global Service AG. Im Herzen Europas gelegen, konzipiert und betreut das Unternehmen EM Global Service AG Rohstoffkonzepte. Das Leistungsspektrum der EM Global Service AG umfasst den Erwerb, die Verwahrung und Sicherheit von physischen Edelmetallen und Edelsteinen für die Eigentümer. Das Unternehmen baut auf wirtschaftliche Stabilität und sichert diese mit Zuverlässigkeit und Diskretion in der Vermögensverwahrung. Premium Diamonds bietet erstklassige, preiswerte Diamanten für Händler und Juweliere mit HRD- oder GIA-Zertifikaten.

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Zollhammer und Zeitenwende – Warum Europas Globalisierung auf der Kippe steht

Zollhammer und Zeitenwende - Warum Europas Globalisierung auf der Kippe steht

Zölle und Rohstoffkrisen bedrohen die Globalisierung – Doobloo AG

Ein Gastbeitrag von Heinz Muser, geschäftsführender Gesellschafter der doobloo AG, Fürstentum Liechtenstein

Europa unter Druck: Ist der Welthandel noch zu retten?

Als Unternehmer mit Fokus auf kritische Rohstoffe erlebe ich tagtäglich, wie fragil unser globales Wirtschaftsmodell geworden ist. Der Welthandel, einst Garant für Wachstum und Wohlstand, steht an einem Scheideweg. Was Donald Trump mit einem Federstrich beschlossen hat, trifft die europäische Realwirtschaft ins Mark: Zölle auf Industrie- und Techgüter, verpackt als patriotischer Akt, sind in Wahrheit ein großer Angriff auf die Grundprinzipien der Globalisierung.

Die Europäische Union exportierte im Jahr 2023 Waren im Wert von über 500 Milliarden Euro in die USA und erzielte dabei einen Überschuss von 157 Milliarden Euro. Nun drohen Exportbremsen und Gegenreaktionen. Die Automobilbranche, bereits durch Strukturwandel und Antriebsrevolution gebeutelt, steht vor weiteren Produktionskürzungen. Ist das noch ein Handelskonflikt oder bereits ein systemischer Bruch?

Globalisierung im Rückzugsmodus: War es das mit dem freien Handel?

Seit dem WTO-Beitritt Chinas im Jahr 2001 hat sich der globale Handel versiebenfacht. Zwischen 1990 und 2020 stieg der weltweite Warenverkehr von rund 4 Billionen auf mehr als 22 Billionen US-Dollar pro Jahr. Die EU war dabei einer der größten Profiteure. Doch inzwischen verkehrt sich diese Erfolgsgeschichte ins Gegenteil. Laut der WTO könnte der Welthandel 2025 um ein Prozent schrumpfen – das wäre der stärkste Einbruch seit der Finanzkrise.

Die Politik der Vereinigten Staaten ist dabei nur ein Katalysator für einen Trend, der längst begonnen hat: Re-Shoring, Near-Shoring, Friend-Shoring – allesamt Euphemismen für eine neue Entflechtung der Weltwirtschaft. Was bedeutet das für Europa? Muss der Kontinent sich neu erfinden, oder ist der Rückweg in ein autarkes Industriezeitalter eine Illusion?

Rohstoffe: Europas Achillesferse in der Transformation

In meiner Branche spürt man die Konsequenzen direkt: Strategische Rohstoffe wie Seltene Erden, Kobalt, Lithium oder Gallium sind nicht nur rar – sie sind politisch aufgeladen. China dominiert viele dieser Märkte mit bis zu 90 Prozent Marktanteil. Die jüngsten Exportkontrollen für Gallium und Germanium sind keine Fußnote – sie sind ein Warnschuss.

Die EU hat mit dem Critical Raw Materials Act einen wichtigen Schritt gesetzt, aber es bleibt ein Rennen gegen die Zeit. Ohne Zugang zu kritischen Materialien kann keine Batterie, kein Windrad, kein Chip in Europa produziert werden. Wer also glaubt, dass eine nachhaltige und digitale Transformation ohne strategische Ressourcen möglich ist, unterschätzt die Physik der industriellen Realität.

Zollpolitik als Brandbeschleuniger für wirtschaftliche Spaltung?

Die Trump-Zölle führen uns unweigerlich zu einem bitteren Szenario: Entweder es gelingt Europa, eigene Versorgungswege aufzubauen, oder wir verlieren unsere Rolle als Industriestandort. Besonders brisant ist, dass nicht nur Industriegüter betroffen sind. Auch Dienstleistungs- und Finanzflüsse geraten ins Wanken: 2023 hatte die EU ein Defizit von 109 Milliarden Euro im Dienstleistungsverkehr mit den USA. Sollten auch digitale Dienstleistungen wie Cloud Computing, Zahlungsdienste oder Software längerfristig mit Zöllen oder Abgaben belegt werden, wird das für viele europäische KMU zur Überlebensfrage.

Welche Optionen hat Europa?

Europa muss die eigene strategische Resilienz massiv ausbauen – und das mit der Präzision, dem Weitblick und der Bodenständigkeit, wie man sie aus der Schweizer Mentalität kennt. Nicht hektisch, aber entschlossen. Nicht laut, aber konsequent. Es braucht eine ökonomische Realpolitik, die globale Unsicherheiten nicht wegwünscht, sondern als kalkulierbaren Teil einer neuen Weltordnung begreift.

Dazu gehört der systematische Aufbau unabhängiger Rohstofflieferketten, besonders mit stabilen Partnern in Afrika und Lateinamerika. Das bedeutet nicht, Abhängigkeiten einfach zu verschieben, sondern gemeinsam tragfähige, faire und transparente Modelle der Rohstoffgewinnung zu etablieren – mit Beteiligung der lokalen Bevölkerung, mit ESG-Standards und mit Investitionen in Infrastruktur und Bildung vor Ort.

Ein konkretes Beispiel: In Namibia entsteht aktuell ein Joint Venture zwischen einem europäischen Rohstoffkonsortium und einem lokalen Bergbauunternehmen zur Förderung von Seltenerdmetallen. Dabei fließen über 400 Millionen Euro in umweltschonende Technik, Infrastrukturprojekte und lokale Ausbildungsinitiativen. Dieses Projekt zeigt exemplarisch, wie europäische Interessen und afrikanisches Entwicklungspotenzial ineinandergreifen können – und wie strategische Souveränität konkret aussieht.

Zudem muss das Handelsrecht innerhalb der WTO nicht nur verteidigt, sondern modernisiert werden. Denn Regeln, die in den 90ern formuliert wurden, helfen wenig gegen die Herausforderungen digitaler Märkte und strategischer Erpressung durch Großmächte. Europa benötigt ein WTO-Update, das Schutz gegen aggressive Industriepolitik erlaubt, ohne in den Protektionismus zu verfallen. WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala brachte es treffend auf den Punkt: „Wenn wir nicht verhindern, dass der Welthandel fragmentiert, droht ein Rückfall in eine Welt ökonomischer Blöcke – mit weniger Wohlstand für alle.“

Der Schutz kritischer Branchen durch gezieltes industrielles Screening ist ebenso wichtig – nicht als Planwirtschaft, sondern als strategische Vorsorge. Staaten wie die Schweiz kennen das Prinzip der „wirtschaftlichen Landesversorgung“. Vielleicht ist es an der Zeit, dieses Denken europäisch zu interpretieren.

Auch das Beihilferecht sollte reformiert werden: Zu oft ersticken gute Projekte an der Bürokratie. Wer in die europäische Batterieproduktion, in Seltene Erden oder grüne Technologien investiert, darf nicht durch einen Brüsseler Paragraphendschungel gelähmt werden.

Und schließlich – Investitionen in Recycling, Substitution und Kreislaufwirtschaft sind kein netter Nebengedanke, sondern elementarer Bestandteil künftiger Wettbewerbsfähigkeit. Was wir an Gallium nicht mehr importieren, müssen wir aus Elektroschrott zurückgewinnen. Was wir an seltenen Erden nicht fördern können, müssen wir durch neue Materialinnovationen ersetzen. Hier liegt enormes Potenzial – technologisch, ökologisch und wirtschaftlich.

Kurzum: Es geht nicht darum, Globalisierung abzuschaffen. Aber sie muss neu gedacht werden – multipolar, resilient und europäisch, strategisch. Sonst droht die Dekarbonisierung am Materialmangel zu scheitern. Und das wäre nicht nur ein wirtschaftlicher Rückschlag – sondern ein politisches Fiasko.

Was heißt das für Unternehmen und Anleger?

Zölle sind nicht nur ein wirtschaftspolitisches Instrument, sie sind auch ein Marktsignal. Wer als Unternehmer oder Anleger glaubt, dass die Spielregeln die gleichen bleiben, könnte sich täuschen.

Aktien mit starker Exportorientierung in den USA könnten unter Druck geraten
Infrastruktur-, Rüstungs- und Rohstofftitel gewinnen an Relevanz
Regionale Kreisläufe und europäische Champions benötigen Kapitalspritzen

Ich plädiere daher für eine neue europäische Industriestrategie, die sich an der Realität orientiert, nicht an Wunschdenken.

Fazit: Der Zollhammer ist nicht das Ende – aber ein Weckruf

Europa hat die Wahl: Will es zum Zuschauer einer neuen Weltordnung werden oder zum Mitgestalter? Die Ereignisse der letzten Wochen zeigen: Zeit für politische Spielchen bleibt keine. Strategische Souveränität beginnt bei den Rohstoffen und endet bei der Innovationskraft. Wenn wir jetzt nicht handeln, könnte die Globalisierung, wie wir sie kannten, tatsächlich Geschichte sein.

Autor: Heinz Muser

Die doobloo AG mit Sitz im Fürstentum Liechtenstein hat sich auf den Kauf strategischer Metalle spezialisiert. Sie ist überzeugt, dass jedes Anlageportfolio um einen greifbaren Sachwert erweitert werden sollte, als eine krisen- und inflationssichere Komponente. Technologiemetalle und Seltene Erden werden für fast alle Hightech-Entwicklungen der letzten Jahre dringend benötigt.

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Lustaufeis24.de mit überarbeitetem Onlineshop ins Jahr 2025

Lustaufeis24.de: Großhandel für Eisrohstoffe

Lustaufeis24.de (https://www.lustaufeis24.de) kündigt die Überarbeitung ihres Onlineshops an, der ein umfangreicheres Sortiment für Eiscafés und Restaurants (https://www.lustaufeis24.de) bietet. Der Shop spezialisiert sich auf Eisgrundstoffe (https://www.lustaufeis24.de) und Rohstoffe (https://www.lustaufeis24.de) zur Eisherstellung (https://www.lustaufeis24.de) und verspricht eine erhebliche Erweiterung des Angebots für seine Kunden.

Erweiterung des Produktangebots

Lustaufeis24.de (https://www.lustaufeis24.de) teilt mit, dass der neue Onlineshop eine Vielzahl neuer Artikel umfasst, die speziell für die Bedürfnisse von Eiscafés (https://www.lustaufeis24.de) und Gastronomiebetrieben (https://www.lustaufeis24.de) zugeschnitten sind. Im Fokus stehen hierbei hochwertige Eisgrundstoffe und Rohstoffe, die die Eisherstellung (https://www.lustaufeis24.de) effektiver gestalten. Dies soll den Unternehmen in der Gastronomie (https://www.lustaufeis24.de) helfen, ihre Produktpalette zu erweitern und individuell an die Kundenbedürfnisse anzupassen. Mit der Einführung dieser Produkte hofft Lustaufeis24.de (https://www.lustaufeis24.de), Eiscafés (https://www.lustaufeis24.de) und Restaurants bei ihren Einzelhandels- und Dienstleistungsoperationen besser zu unterstützen.Technologische Innovation im Onlineshop

Zusätzlich zur Sortimentserweiterung wurde der Onlineshop von Lustaufeis24.de (https://www.lustaufeis24.de) mit neuesten technologischen Features ausgestattet, um den Kaufprozess für die Kunden zu optimieren. Diese Technologien sollen eine benutzerfreundliche Navigation ermöglichen und die Produktsuche sowie Bestellvorgänge vereinfachen. Die Innovationsfreude des Unternehmens zeigt sich darin, dass die Plattform so gestaltet wurde, dass sie den wachsenden Marktanforderungen an Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit gerecht wird. Besonders im B2B-Sektor sind die Effizienz und Einfachheit der Einkaufserfahrung von großer Bedeutung.Nachhaltigkeit im Fokus

Lustaufeis24.de (https://www.lustaufeis24.de) hat im Rahmen des neuen Onlineshops auch seinen Fokus auf nachhaltige Produkte (https://www.lustaufeis24.de) geschärft. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, Rohstoffe anzubieten, die nicht nur qualitativ überzeugen, sondern auch umweltschonend produziert werden. Diese Initiative spiegelt die Verantwortung des Unternehmens wider, zur Reduzierung von Umweltbelastungen in der Gastronomieindustrie (https://www.lustaufeis24.de) beizutragen. Dies erfolgt durch die Integration umweltbewusster Praktiken, die sowohl die Produktentwicklung als auch die Lieferkette beeinflussen.

Zukunftsausblick und Unternehmensstrategie

Mit der Überarbeitung des Onlineangebotes positioniert sich Lustaufeis24.de als ein perfekter Partner im Großhandel für Eisgrundstoffe in Deutschland. Geleitet von der Vision, innovative und umweltfreundliche Lösungen anzubieten, plant das Unternehmen, seine Marktanteile weiter auszubauen und neue Partnerschaften mit Eiscafés und Restaurants einzugehen. Die strategische Ausrichtung konzentriert sich dabei auf Kundenzufriedenheit und die kontinuierliche Verbesserung des angebotenen Service. Lustaufeis24.de strebt danach, seine Marktführerschaft durch erstklassigen Kundenservice und fortschrittliche Produktlösungen zu untermauern. Lustaufeis24.de steht für Qualität und Innovation im Bereich der Eisrohstoffe und betreibt seinen neuen Onlineshop mit dem Ziel, die Bedürfnisse der Gastronomiebranche umfassend zu bedienen. Durch die Kombination aus umfangreichem Sortiment und technologischen Innovationen unterstützt das Unternehmen seine Kunden dabei, einen hohen Standard an Produktqualität zu sichern, der in der gesamten Branche geschätzt wird.

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Rohstoffe: Das Rückgrat globaler Wirtschaftsstabilität und ein Spielplatz für Investoren

Rohstoffe: Das Rückgrat globaler Wirtschaftsstabilität und ein Spielplatz für Investoren

Rohstoffe als Rückgrat der Wirtschaft – Doobloo AG

Ein neuer Blick auf alte Werte – Warum Rohstoffe in unsicheren Zeiten als die sichersten Häfen gelten? Uli Bock von der doobloo AG beleuchtet die wachsende Bedeutung von Edel- und Industriemetallen in der globalen Wirtschaft.

Rohstoffe haben schon immer eine zentrale Rolle in der globalen Wirtschaft gespielt, aber ihre Bedeutung hat sich in jüngster Zeit noch verstärkt. Angesichts globaler Unsicherheiten und der zunehmenden Komplexität der Märkte suchen Investoren verstärkt nach sicheren Anlagen. Hier rücken Rohstoffe, insbesondere Edelmetalle wie Gold und Silber, aber auch Industriemetalle und Agrarrohstoffe, in den Fokus. Uli Bock, ein führender Rohstoffexperte der doobloo AG aus dem Fürstentum Liechtenstein, erklärt, dass „in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und steigender Preise die Investition in Rohstoffe eine der klügsten Entscheidungen ist, die man treffen kann.“

Der unabhängige Charme des Rohstoffmarktes

Der Rohstoffmarkt ist bekannt für seine relative Unabhängigkeit vom traditionellen Aktienmarkt. Dies liegt daran, dass Rohstoffe reale, physische Werte repräsentieren, deren Preise primär durch Angebot und Nachfrage bestimmt werden. Diese Unabhängigkeit macht Rohstoffe zu einer attraktiven Option für die Diversifikation von Anlageportfolios. „Die Korrelation zwischen Rohstoffpreisen und anderen Anlageklassen ist oft gering oder sogar negativ, was Rohstoffe zu einem wichtigen Instrument zur Risikostreuung macht“, betont Bock.

Krisenzeiten: Rohstoffe als sicherer Hafen

In Krisenzeiten neigen Investoren dazu, flüchtige Märkte zu meiden und in stabilere Werte zu investieren. Gold und Silber sind in diesem Zusammenhang besonders gefragt, da sie als Schutz gegen Inflation und Währungsrisiken dienen können. „Die Nachfrage nach Gold und Silber steigt in unsicheren Zeiten sprunghaft an, was diese Edelmetalle zu einem sicheren Hafen für Kapital macht“, erklärt Bock.

Steigende Nachfrage und Knappheit: Eine Chance für Investoren

Die steigende globale Nachfrage nach Rohstoffen, bedingt durch die Industrialisierung von Entwicklungsländern, bietet einzigartige Investitionsmöglichkeiten. Viele Rohstoffe, insbesondere seltene oder strategisch wichtige Metalle, werden zunehmend knapper, was zu Preissteigerungen führt. Investoren, die früh in Unternehmen investieren, die solche Rohstoffe fördern oder verarbeiten, können erheblich profitieren.

Neue Wege der Investition: ETFs, Zertifikate und Privatplatzierungen

Für Anleger, die nicht direkt physische Rohstoffe kaufen wollen, bieten sich zahlreiche alternative Investitionsmöglichkeiten. Rohstoff-ETFs und ETCs ermöglichen eine einfache Partizipation an den Preisentwicklungen, während Zertifikate zusätzliche Währungsrisiken eliminieren können. Besonders interessant sind auch Privatplatzierungen, die Investoren direkten Zugang zu spezifischen Projekten im Rohstoffsektor bieten.

Kritische Fragen, die Investoren stellen müssen

Trotz der vielen Chancen sind Investitionen in Rohstoffe nicht ohne Risiken. Investoren müssen die volatilen Marktentwicklungen und geopolitischen Unsicherheiten, die die Preise stark beeinflussen können, genau im Auge behalten. „Es ist entscheidend, dass Investoren die spezifischen Risiken jedes Rohstoffes verstehen und wie sich Änderungen in der globalen Wirtschaft darauf auswirken können“, warnt Bock. Weiterhin sollten Investoren die Nachhaltigkeit der Förderpraktiken prüfen, besonders im Hinblick auf Umweltauswirkungen und soziale Verantwortung.

Ein entscheidender Zeitpunkt für Rohstoffinvestitionen

Edelmetalle und kritische Metalle stehen derzeit im Rampenlicht des globalen Marktes, und die Aussichten könnten nicht vielversprechender sein. Uli Bock, ein anerkannter Rohstoffexperte, ist optimistisch und sieht einen sehr positiven Trend für den Metall- und Minensektor, der sich nicht nur auf das Jahr 2024 beschränkt, sondern auch in der weiteren Zukunft anhalten soll. „Das ist typischerweise eine gute Zeit für Edelmetalle“, bemerkt Bock. Die Welt durchläuft derzeit zahlreiche Übergänge, die diesen Sektor besonders begünstigen. Trotz der potenziellen Gefahren, die ein eskalierender Konflikt im Nahen Osten mit sich bringen könnte – ein Szenario, das die Weltwirtschaft tief treffen würde -, ist es gerade für Anleger entscheidend, sich der möglichen Dominoeffekte bewusst zu sein. Diese Unsicherheiten treffen auf einen Aktienmarkt, der bereits Mühe hat, die verzögerte Zinssenkung der US-Notenbank FED zu verdauen, was die Bedeutung von Rohstoffen als das Rückgrat globaler Wirtschaftsstabilität noch weiter unterstreicht.

In einer Welt, die von wirtschaftlicher Unsicherheit und dynamischen Märkten geprägt ist, bieten Rohstoffinvestitionen eine seltene Kombination aus Stabilität und Wachstumspotenzial. Die Expertise von Fachleuten wie Uli Bock ist unerlässlich, um die komplexen Dynamiken dieser Märkte zu navigieren. Für anspruchsvolle Investoren und Projektentwicklungen eröffnen sich damit bedeutende Möglichkeiten, nicht nur finanzielle Gewinne zu erzielen, sondern auch zur globalen wirtschaftlichen Stabilität beizutragen.

Autor: Valentin Jahn, Blogger und Zukunftsforscher

Autorenbeschreibung:

Valentin Jahn ist Diplom-Soziologe mit technikwissenschaftlicher Richtung im Verkehrswesen (Studium an der Technischen Universität Berlin). Seit mehr als 10 Jahren in der Projektleitung „Digitalisierung“ und seit über 15 Jahren als Berater mit Schwerpunkt Mobilität (DB Bahn, Cisco, UBER, Gründer und Unternehmer Mobility Data Lab GmbH) beheimatet.

Die doobloo AG mit Sitz im Fürstentum Liechtenstein hat sich auf den Kauf strategischer Metalle spezialisiert. Sie ist überzeugt, dass jedes Anlageportfolio um einen greifbaren Sachwert erweitert werden sollte, als eine krisen- und inflationssichere Komponente. Technologiemetalle und Seltene Erden werden für fast alle Hightech-Entwicklungen der letzten Jahre dringend benötigt.

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Wie Bioökonomie Energiekrisen und Klimawandel bewältigen kann

Wie Bioökonomie Energiekrisen und Klimawandel bewältigen kann

Pilze und natürliche Bakterien können als Ersatz für fossile Rohstoffe genutzt werden.

Göttingen, September 2022 – Angesichts steigender Energiepreise, Belastungen durch die Corona-Pandemie und der Wetter-Extreme durch den Klimawandel ist die Welt auf der Suche nach Lösungen, die finanzierbar sind, die Belange der Umwelt berücksichtigen und zugleich gute Lebensbedingungen für alle Menschen ermöglichen.

Ein wichtiger Ansatz ist dabei die Bioökonomie: wirtschaftliches Handeln, das sich natürliche Ressourcen und biologische Prozesse zunutze macht, um den Einsatz fossiler Materialien zu ersetzen. Biologischer Kohlenstoff aus Pflanzenresten, Baumaterial aus Pilzen, Fasern aus natürlichen Bakterien – was schon jetzt möglich ist, darüber spricht die Vorsitzende des Internationalen Bioökonomierates (IAC), Prof. Dr. Christine Lang (https://de.wikipedia.org/wiki/Christine_Lang), im Rahmen der 16.Göttinger Akademiewoche am 6. September.

„Die Biodiversität unseres Planeten und damit unsere eigene Lebensgrundlage erhalten“

„Um die globalen Herausforderungen zu bewältigen, muss sich unsere Wirtschaftsweise ändern. Wir müssen uns fragen, wie wir Ressourcen schonender leben und die Biodiversität unseres Planeten und damit unsere eigene Lebensgrundlage erhalten können – und das alles, ohne unseren Lebensstandard zu gefährden“, erklärt Prof. Lang im Vorfeld.

Bioökonomie nutze das Potenzial der Natur, um bei der Bereitstellung von Ressourcen und biologischen Prozessen neue Lösungen zu bieten. Beispiele sind natürliche Bakterien als medizinischer Wirkstoff und als mögliche Alternative zu herkömmlichen Antibiotika. Andere Industrie-Branchen entwickeln zum Beispiel Reifen aus Löwenzahn oder Motorabdeckungen aus Biokunststoffen.

Möglichkeiten zur Stabilisierung des Klimas

Prof. Christine Lang ist Vorstand für Forschung und Entwicklung beim Biotechnologie-Unternehmen BELANO medical (https://belanomedical.com/). Sie lehrt außerdem als Professorin an der TU Berlin und war sieben Jahre lang Vorsitzende des Bioökonomierats der Bundesregierung.

Während der 16. Göttinger Akademiewoche (https://adw-goe.de/artikel/biooekonomie/) unter dem Titel „Bioökonomie“ zeigen namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Möglichkeiten zur Stabilisierung unseres Klimas und präsentieren das sich rasant entwickelnde Feld der Systembiologie. Die Vorträge finden vom 5. bis 8. September statt.

Die BELANO medical AG ist ein Biotechnologie-Unternehmen, das die Ergebnisse aus der Erforschung positiv wirkender Mikroorganismen für Medizin- und Pflegeprodukte nutzt. Dabei werden neuartige Therapieansätze für medizinische Hautpflege, zur Prävention von Krankheiten und zur Unterstützung von Heilungsprozessen entwickelt und vermarktet. Auf diese Weise sollen neue Therapie-Optionen für bisher nicht befriedigend behandelbare Erkrankungen und Indikationen entstehen. Ziel ist es, diese patentgeschützten Wirkstoffe und deren Produkte für jeden Menschen verfügbar zu machen. Das Unternehmen setzt dabei auf die nationale und internationale Zusammenarbeit mit Distributoren und anderen Partnern wie die Henkel AG oder die Drogeriemarktkette Müller.

Firmenkontakt
BELANO medical AG
Johannes Lang
Neuendorfstraße
16761 Hennigsdorf bei Berlin
(03302) 86 37 995
info@belanomedical.com
http://www.belanomedical.com

Pressekontakt
BELANO medical AG / Claudius Kroker · Text & Medien
Prof. Dr. Christine Lang
Neuendorfstraße
16761 Hennigsdorf bei Berlin
(03302) 86 37 995
belano@ck-bonn.de
http://www.belanomedical.com

Voraussetzung für zukunftsfähige Rohstoffe:

Nachhaltigkeit ist Voraussetzung

sup.- Der Rohstoff Palmöl ist aus Sicht von Dr. Manuela Rottmann, Parlamentarische Staatssekretärin im BMEL, ein eindrucksvolles Beispiel, wie vielschichtig Nachhaltigkeit entwickelt werden muss. Während früher dazu aufgerufen wurde, zum Schutz der tropischen Regenwälder auf Lebensmittel mit der Zutat Palmöl zu verzichten, zeigt sich heute, dass solche Boykott-Aufrufe nicht sinnvoll sind. Ressourceneffiziente Nutzpflanzen wie Ölpalmen, die einen hohen Ertrag pro Fläche erzielen, haben für die Ernährungsversorgung der Weltbevölkerung einen großen Stellenwert. In Ländern wie Indonesien, Indien und China gehört Palmöl zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. In Deutschland liegt der Anteil des Verbrauchs an der weltweit erzeugten Menge gerade bei zwei Prozent. Diese Zahl zeigt schon, wie wirkungslos ein Boykott wäre. Wirksam sind dagegen Initiativen wie das Forum Nachhaltiges Palmöl (FONAP), das beispielhaft für das internationale Ziel ist, nachhaltig zertifiziertes Palmöl zu verwenden. Die Staatssekretärin Dr. Rottmann betont, dass durch diese Initiative sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Fortschritt kombiniert werden, um speziell auch für die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in den Anbauländern positive Auswirkungen zu erzeugen.

Das FONAP ist eine Partnerschaft aus über 50 deutschen Unternehmen, Verbänden, Organisationen und Ministerien, deren Ziel die Förderung nachhaltiger Agrarlieferketten für Palmöl ist. Dabei geht es nicht nur um entwaldungs- und waldschädigungsfreie Produktion, sondern auch um die menschenrechtliche Sorgfalt entlang der gesamten Lieferkette. Nicht Boykott ist der Weg, sondern eine verantwortungsbewusste Kaufentscheidung der Konsumenten für Produkte mit zertifiziertem Palmöl, um positiven Einfluss zu nehmen.

Supress
Redaktion Detlef Brendel

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Studie: Hersteller in Europa rechnen mit weiteren zweistelligen Preissteigerungen bei Rohstoffen

Die Corona-Krise hat das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bei Rohstoffen zur Produktion langlebiger Güter stark aus dem Gleichgewicht gebracht. Während die Hersteller Produktion und Lagerbestände pandemiebedingt herunterfahren mussten, stieg die Nachfrage nach Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen sowie Bau- und Renovierungsmaterialen für Innenräume und Außenanlagen an. Dazu kamen gerade in jüngster Vergangenheit ungünstige Naturereignisse wie extreme Trockenheit oder durch Borkenkäfer verursachte Schäden, die zu Engpässen führen. Lieferketten, die durch Lockdowns unterbrochen oder gestört waren, mussten sukzessiv reaktiviert werden. Als „i-Tüpfelchen“ gab es den Stau im Suezkanal-Stau sowie die Blockade eines der weltweit größten Container-Häfen in China. Die Folge: die Rohstoffpreise sind nahezu explodiert. Im Durchschnitt gab es Preissteigerungen um 30 Prozent seit Herbst 2020 beziehungsweise 20 Prozent seit Jahresbeginn – mit Spitzen von 65 Prozent beispielsweise bei metallischen Sekundärrohstoffen. Den stärksten Anstieg verzeichnet Holz, hier hat sich der Preis in Deutschland seit September verdoppelt. „Alle zwei bis drei Tage werden die Rohstoffpreise nach oben angepasst. Den Trend geben Nordamerika und China vor, wo die Preise bereits um ein Drittel höher sind als in Europa“, sagt Pricing-Experte Danilo Zatta von der Managementberatung Horváth. „Es geht sogar so weit, dass immer mehr Handwerksbetriebe ihre die Arbeit einstellen und Kurzarbeit beantragen müssen, weil trotz hoher Auftragslage einfach zu wenig Rohstoffe am Markt zu beschaffen sind, selbst zu überteuerten Preisen.“

Wie jetzt eine aktuelle Horváth-Studie unter mehr als 1.000 Führungskräften aus produzierenden Unternehmen in zwölf europäischen Ländern zeigt, rechnen auch die Hersteller mittelfristig nicht mit einem Ende der Preisspirale. Ganz im Gegenteil: Ob Holz, Stahl oder Kunststoff, Gas oder Methanol – bei nahezu allen Rohstoffgruppen gehen die betroffenen Branchen von weiteren Preissteigerungen im zweistelligen Bereich aus. „Leere Läger, ein eingeschränktes Angebot und eine anhaltend hohe Nachfrage führen zur langfristigen Überstrapazierung der Rohstoffmärkte“, so Zatta.

Holzpreis könnte im Dezember Rekordhoch erreichen

Für Holz erwarten die befragten Hersteller einen Anstieg von bis zu 33 Prozent bis Jahresende. In Großbritannien, wo der Brexit die Holzbeschaffung besonders erschwert, geben die Befragten sogar mögliche Erhöhungen von bis zu 180 Prozent für bestimmte Holzarten an. Als stärkster Treiber wird die anhaltend hohe Nachfrage nach Holzprodukten genannt. Mit den Lockerungen scheint die wirtschaftliche Krise final überwunden, die Investitionsbereitschaft der Bevölkerung steigt wieder. Gefragt sind vor allem Innen- und Gartenmöbel sowie Terrassen, Balkone, Zäune, Carports bis hin zu vollständigen Holzfertighäusern. „Die Menschen verbringen durch Homeoffice und Kontaktbeschränkungen mehr Zeit zu Hause und wollen dieses verschönern. Dazu kommt der Nachhaltigkeitstrend, der das Material Holz besonders attraktiv macht“, sagt Danilo Zatta von Horváth. 42 Prozent der Teilnehmenden verweisen zudem auf einen Angebotsrückgang. „Einige geografische Gebiete wie Schweden, Deutschland, Irland, die Vereinigten Staaten und Kanada mussten ihre normalen Produktionsaktivitäten vorübergehend reduzieren oder unterbrechen. Darüber hinaus haben Grenzsperren zur Begrenzung von Infektionen durch Covid-19 den kommerziellen Transport eingeschränkt und damit Lieferungen verzögert“, so Zatta. Als Beispiel führt der Experte die sibirische Lärche an, die auch in Deutschland sehr gefragt, aber aktuell Mangelware ist. Mit der exponentiell steigenden Delta-Variante befürchten die Befragten nun auch weitere Lockdowns in Europa und somit die Fortsetzung der starken Nachfrage, mit dem Ergebnis eines neuen Rekordhochs beim Holzpreis bis Dezember 2021.

18-prozentige Preissteigerung für Warmstahl prognostiziert

Bei einem weiteren Rohstoff, Warmstahl, sind die Preise pro Tonne bereits seit Jahresbeginn um 60 Prozent gestiegen. Die Branche rechnet mit einem weiteren Anstieg um 18 Prozent bis Jahresende. „Aufgrund von massenhaften Auftragsstornierungen zur Coronakrise haben die Stahlproduzenten teilweise komplette Produktionsstätten stillgelegt und die Zwangspause für langwierige Wartungsarbeiten genutzt“, so Zatta. „Dann hat sich die Wirtschaft schneller erholt als die Produktionsmengen wieder hochgefahren werden konnte. Dem eingeschränkten Angebot stehen Kunden gegenüber, die ihre Lagerbestände nahezu aufgebraucht haben, um in der Krise bestmöglich liquide zu bleiben, und jetzt wieder füllen wollen.“

Preis für Kunststoff wieder auf Rekordhoch – mit Trend nach oben

Die unerwartet schnelle konjunkturelle Erholung hat auch die Kunststoffpreise stark in die Höhe getrieben, da dieser Rohstoff in großen Mengen für nahezu alle langlebigen Güter wie Immobilien, Autos, Möbel und Haushaltsgeräte benötigt wird, die allesamt eine sprunghaft angestiegene Nachfrage verzeichnen. Auch für kurzlebige Konsumgüter werden trotz Nachhaltigkeitstrend große Mengen an Plastik benötigt, da aus hygienischen Gründen zur Ansteckungsvermeidung vermehrt auf Plastikverpackungen für Lebensmittel und Take-away-Produkte gesetzt wird. Dazu kommen Lieferungsengpässe durch Extremwetter in den USA, deren Energieversorgung durch eine Kältewelle gestört war. In der Folge sind Kunststoffmaterialien wie Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) so teuer wie seit Jahr 2015 nicht mehr. Zu weiteren Rohstoffen, die von starken Preissteigerungen betroffen sind, gehören Kupfer, Eisenerz, Öl, Palladium und Rhodium. Und auch Materialien sowie Halbfertigprodukte verzeichnen starke Preisanstiege, was vor allem die Möbelindustrie hart trifft.

Hersteller müssen sich an Preissprünge gewöhnen – und kurzfristig handlungsfähig sein

Plötzliche Preissteigerungen für Rohstoffe werden Horváth-Experte Zatta zufolge auch nach der Pandemie an der Tagesordnung sein, da Extremwetterereignisse, Infrastrukturstörungen, Finanzmarktentwicklungen, Handelskonflikte und Logistikprobleme auf den zunehmend strapazierten Verkehrsadern zunehmen und sich die Folgen durch den hohen Grad an Globalisierung unmittelbar und stark auswirken.

„Die Erhöhungen werden weiterhin oft so plötzlich kommen, dass sich Hersteller in der Zange von Lieferanten wiederfinden, die höhere Preise verlangen, mit Kunden auf der anderen Seite, an die eine Erhöhung nicht unmittelbar weitergegeben werden kann“, so Zatta. „Kurzfristige Handlungsoptionen bestehen beispielsweise darin, Preise auf Grundlage von vorausschauenden Preisindizes anzupassen, das Angebot zu segmentieren, um die Preise zu differenzieren, sowie mit Zuschlägen zu arbeiten“. Bei Preisanpassungen sollten dem Experten zufolge drei Regeln beachtet werden: Erstens sollten sie gezielt und systematisch geplant werden. Zweitens sollten Erhöhungen differenziert und selektiv an die Kunden weitergegeben werden, beispielsweise nach Marktsegment, Vertriebskanal oder Produktgruppe. Drittens ist eine frühzeitige und transparente Kundenkommunikation notwendig. Mindestens die wichtigsten Kunden sollten gezielt über die Preiserhöhungen und ihre Hintergründe aufgeklärt werden. Über das Controlling sind dann die unmittelbaren Auswirkungen zu überprüfen, um bei negativen Kundenreaktionen schnell gegensteuern zu können.

Über die Studie

Für die „Internationale Marktstudie zum Anstieg der Rohstoffpreise“ der Managementberatung Horváth wurden von März bis Juli 2021 insgesamt 1.041 Führungskräfte produzierender Unternehmen aus Europa befragt, darunter 145 Hersteller aus Deutschland. Weitere Befragte stammen aus Italien, Groß-Britannien, Frankreich, Spanien, der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, Belgien, Schweden, Norwegen und Dänemark. Zu drei Vierteln handelt es sich bei den Befragten um Chief Executive Officers (CEOs), Chief Financial Offices (CFOs), Chief Sales Officers (CSOs) sowie Chief Procurement Officers (CPOs). Die Branchen teilen sich auf in Automotive, Möbel und Einrichtung, Haushaltsgeräte und weitere Elektronik sowie Verpackung.

Die Studie steht hier zum Download zur Verfügung: https://bit.ly/3wUF1Sz

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