„Im Park“: Multimediales Projekt zur sozialen Teilhabe in Pirmasens

Studierende der Deutschen Journalistenschule entwickeln nach eingehender Vor-Ort-Recherche interaktives Web-Format für SWR-Studio Kaiserslautern zur ARD-Themenwoche „Wir gesucht! Was hält uns zusammen“

"Im Park": Multimediales Projekt zur sozialen Teilhabe in Pirmasens

Die 60. Kompaktklasse der DJS mit dem Team des SWR-Studios Kaiserslautern (Bildquelle: DJS)

Nach 2017 und 2019 hat die Stadt Pirmasens in diesem Jahr erneut Studierende der Deutschen Journalistenschule (DJS) aus München begrüßen können. Insgesamt 15 angehende Journalistinnen und Journalisten verbrachten Anfang September eine Woche in der südwestpfälzischen Stadt, um für das SWR-Studio Kaiserslautern ein multimediales Web-Format zum Thema Armut und gesellschaftlicher Zusammenhalt zu erarbeiten. Finanziert wurde das gemeinsame Projekt wie alle bisherigen Kooperationen maßgeblich von der Hans-Frieder-Baisch-Stiftung. Die 2003 vom ehemaligen Verleger und Chefredakteur der Pirmasenser Zeitung Hans-Frieder Baisch gegründete Stiftung fördert die hervorragende Ausbildung an der DJS und das kulturelle Leben im Raum Pirmasens.

Das interaktive Web-Projekt „Im Park“ wird während der ARD-Themenwoche „Wir gesucht! Was hält uns zusammen?“ vom 6. bis 12. November mit einer neuen Folge pro Tag auf der Webseite des SWR-Studios Kaiserslautern zu sehen sein. Im Anschluss ist es noch mindestens ein Jahr lang in der Mediathek abrufbar. Der journalistische Nachwuchs der DJS hat das als siebenteilige Reihe gestaltete Online-Format in Zusammenarbeit mit Redakteuren des SWR-Studios Kaiserslautern komplett in Eigenregie konzipiert und auch den gesamten Content mit Fotos, Videos und Texten erstellt. Nicht zuletzt aufgrund der dabei entstandenen ungewöhnlichen Darstellungsform soll „Im Park“ auch als Vorbild für künftige Themenschwerpunkte fungieren.

https://swr.de/kaiserslautern

Ein ganz besonderes Web-Projekt
„Im Park“ beschäftigt sich mit Menschen unterschiedlichsten Alters und Bildungshintergrunds sowie verschiedenster Herkunft und sozialer Schicht, die sich im malerisch angelegten Naturpark Strecktal inmitten von Pirmasens begegnen. Mit ihnen haben die jungen Studierenden der DJS gesprochen und wollten von ihnen wissen, wie sich soziale Teilhabe trotz sozialer Ungleichheiten gestalten kann. Herausgekommen sind dabei gleichermaßen interessante wie tiefgründige, authentische und kritische Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern, deren Heimatverbundenheit, Offenheit und Herzlichkeit den journalistischen Nachwuchs aus München durchaus überrascht hat. Zu den Interviewpartnern zählten dabei unter anderem auch der frühere Pirmasenser Oberbürgermeister Dr. Bernhard Matheis und der langjährige Beigeordnete Michael Schieler.

Die sieben Folgen drehen sich jeweils um ein ausgewähltes Thema. Begonnen wird mit der Transformation der einstigen Industriebrache zu einem Landschaftspark, der längst als sozialer Treffpunkt der Pirmasenserinnen und Pirmasenser sowie ihrer Gäste etabliert hat. Die weiteren Teile widmen sich dem Umgang der Stadt mit Kinderarmut, Möglichkeiten zur Bekämpfung des innerstädtischen Leerstands, dem örtlichen ÖPNV, den Maßnahmen zum Schuldenabbau und dem demografischen Wandel. Den Abschluss bildet ein Fazit mit einem Ausblick auf die Zukunft von Pirmasens. Teilnehmende am Projekt seitens der DJS war die 60. Kompaktklasse: Lena Bammert, Moritz Fehrle, Tim Frehler, Nils Frenzel, Moritz Hackl, Jannis Holl, Stefan Hunglinger, Viola Koegst, Sarah Kohler, Helen Krueger-Janson, Henrik Rampe, Jasper Riemann, Timo Schober, Christoph Söller und Carlotta Wald.

„In Pirmasens sind unsere Studierenden auf Menschen getroffen, die mit großer Offenheit über Themen wie Strukturwandel, Ungleichheit, gemeinsamen Aufbruch und Stadtpolitik gesprochen haben. Hierüber berichtet „Im Park“ authentisch, konstruktiv und hintergründig. Die multimedial umgesetzten Geschichten erzählen von Begegnungen im Kleinen und von größeren Zusammenhängen. Wir freuen uns, dass wir mithilfe der Hans-Frieder-Baisch-Stiftung ein Format für den SWR entwickeln konnten, das im Rahmen der ARD-Themenwoche ein breites Publikum erreichen wird“, erklärt Henriette Löwisch, Schulleiterin und Geschäftsführerin der DJS.

„Das SWR Studio Kaiserslautern sucht immer wieder nach neuen Formen, um die Region Westpfalz medial erlebbar zu machen. Dieses gemeinsame Projekt „Im Park“ mit SWR, der DJS und der Stadt Pirmasens hat dieses Ziel im allerbesten Sinne verwirklicht: mit einem innovativen digitalen multimedialen Format – umgesetzt vom journalistischen Nachwuchs – zu diesem aktuell gesellschaftlich brisanten Thema Armut, Teilhabe und Zusammenhalt der Gesellschaft“, so Nicola Geck, Leiterin SWR-Studio Kaiserslautern.

„In den gemeinsamen Projekten von Pirmasens mit der DJS ist es immer wieder aufs Neue spannend zu sehen, wie die jungen Studierenden mit offenem Blick, Neugier und Leidenschaft unserer Stadt und ihren Bewohnerinnen und Bewohnern begegnen. Wir freuen uns sehr, wie unkompliziert und begeisternd sich die Zusammenarbeit – erstmals gemeinsam mit dem SWR – wieder gestaltet hat. Dabei ist ein auch medial wirklich außergewöhnliches Projekt entstanden und dies buchstäblich im Herzen unserer Stadt. „Im Park“ zeigt auf eine ganz außergewöhnliche Weise, was die Menschen in Pirmasens in ihrem alltäglichen Leben bewegt, aber auch, wie die Stadt ihrer sozialen Verantwortung mit innovativen Lösungen nachkommt und welch eine enorm wichtige Rolle das bürgerschaftliche Engagement dabei spielt. Allen Beteiligten, besonders aber natürlich dem journalistischen Nachwuchs herzlichen Dank für die tolle Arbeit – ich wünsche dem Projekt viel Erfolg und freue mich schon auf das nächste Mal“, kommentiert Markus Zwick, Oberbürgermeister von Pirmasens.

Ergänzendes zur Deutschen Journalistenschule
Die Deutsche Journalistenschule (DJS) mit Sitz in München hat seit 1949 mehr als 2.000 junge Menschen zu Journalisten in Print, Radio, Fernsehen, Online und für Pressestellen ausgebildet. Jährlich werden 45 Schüler aufgenommen und kostenlos ausgebildet; die Teilnehmer werden durch einen Eignungstest ausgewählt. Jeweils 30 von ihnen absolvieren eine zweijährige Ausbildung in Kombination mit einem Master in Journalismus an der Ludwig-Maximilian-Universität, 15 durchlaufen 16 Monate lang eine Kompaktausbildung. Die DJS wurde von Werner Friedmann (Abendzeitung) gegründet und hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Zu den 50 Trägern gehören öffentlich-rechtliche und private Rundfunk- und Fernsehsender, Verlage der Zeitungs- und Zeitschriftenpresse sowie Unternehmen Verbände. Finanziell unterstützt wird die DJS ferner durch das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, den Freistaat Bayern und die Stadt München. Weitere Informationen sind unter https://www.djs-online.de erhältlich.

Ergänzendes zur Hans-Frieder-Baisch-Stiftung
Die Hans-Frieder-Baisch-Stiftung wurde 2003 von dem namensgebenden ehemaligen Verleger und Chefredakteur der Pirmasenser Zeitung gegründet. Hans-Frieder Baisch (1937-2005) gehörte der ersten Lehrredaktion der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München an und verblieb dieser auch nach seinem Rückzug aus dem aktiven Berufsleben im Jahr 1995 weiter eng verbunden. Ziel seiner Stiftung ist vor diesem Hintergrund, sowohl das kulturelle Leben im Raum Pirmasens als auch die DJS durch finanzielle Zuwendungen zu fördern.

Ergänzendes zur Stadt Pirmasens
Erste urkundliche Erwähnung fand Pirmasens um 850 als „pirminiseusna“, angelehnt an den Klostergründer Pirminius. Der als Stadtgründer geltende Landgraf Ludwig IX. errichtete im heutigen Pirmasens die Garnison für ein Grenadierregiment, es folgten 1763 die Stadtrechte. Am südwestlichen Rand des Pfälzerwalds gelegen und grenznah zu Frankreich ist das rund 42.000 Einwohner zählende, rheinland-pfälzische Pirmasens wie Rom auf sieben Hügeln erbaut. In ihrer Blütezeit galt die Stadt als Zentrum der deutschen Schuhindustrie und ist in dieser Branche heute noch wichtiger Dreh- und Angelpunkt; davon zeugen unter anderem der Sitz der Deutschen Schuhfachschule, des International Shoe Competence Centers (ISC) oder der Standort der ältesten Schuhfabrik Europas. Zu den tragenden Wirtschaftsbereichen zählen unter anderem chemische Industrie, Kunststofffertigung, Fördertechnik-Anlagen und Maschinenbau. Pirmasens positioniert sich heute als Einkaufsstadt mit touristischem Anspruch und gut ausgestattetem Messegelände. Seit 1965 wird eine Städtepartnerschaft mit dem französischen Poissy gepflegt. Weitere Informationen sind unter https://pirmasens.de erhältlich.

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Kontinuität und stete Weiterentwicklung

ars publicandi feiert 25-jähriges Firmenjubiläum – Communications, Media und Web bilden Säulen des branchenübergreifenden Angebots der Rodalber Marketingagentur für PR & Kommunikation

Kontinuität und stete Weiterentwicklung

Gründer und Inhaber von ars publicandi: Martina Overmann und Andreas Becker (Bildquelle: ars publicandi (Fotograf: Dirk Segieth))

„Silberne“ Momente bei ars publicandi (https://ars-pr.de/) und ein schöner Grund zu feiern allemal: Heute vor 25 Jahren, am 3. November 1997, wurde die ars publicandi Gesellschaft für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit mbH in Pirmasens gegründet; der Umzug an den heutigen Sitz im benachbarten Rodalben erfolgte 1999. Die unabhängige und inhabergeführte Marketingagentur bietet Beratungs- und Projektleistungen rund um PR und Kommunikation. Dabei greift das Kernteam von ars publicandi in seinen Projekten im Einzelfall auf die Unterstützung eins langjährig etablierten Netzwerks von spezialisierten festen Freien und externen Partneragenturen im In- und Ausland zu. Dazu gehört etwa auch, internationale Zielgruppen anzusprechen.

Zu den Kunden zählen u. a. das Medizintechnikunternehmen apoplex medical technologies, der Galvanisierungsexperte C. Jentner, die Unternehmensgruppe CONVAR, das Science Center Dynamikum und die Daniel-Theysohn-Stiftung. Ebenfalls auf die PR-Betreuung von ars publicandi setzen das Kulturzentrum Forum ALTE POST Pirmasens, der Kunststoffkomponenten-Hersteller framas, der SQL-Datenbanken-Spezialist GAPTEQ, der Aktenlogistik-Profi Gehring Group, der Anbieter von Tiernahrung GRAU, der Data & Analytics-Experte QUNIS und das Versandhandelshaus Sport-Tec Physio & Fitness, ferner die Stadtverwaltung Pirmasens und das Städtische Krankenhaus Pirmasens, die Naturstein-Manufaktur UP Feine Steine sowie der Lebensmittelhandelskonzern WASGAU.

Von der Pressearbeit über Mediaplanung und -schaltung bis hin zu Grafikdesign, Web-Gestaltung und -Pflege, Content Marketing und Online-PR: Mit Themen wie diesen präsentiert sich auf den drei Säulen Communications, Media und Web das fachliche Angebotsspektrum von ars publicandi.

Verlässliche Kontinuität in der Betreuung und die stete Weiterentwicklung der eigenen Kompetenzen sieht Andreas Becker als entscheidend für den Erfolg der Agentur. Verlockenden, weil bequemen Routinen verfällt man hingegen nicht, so der geschäftsführende Gesellschafter von ars publicandi weiter. „Stattdessen waren und sind wir immer bereit, auch neue Wege einzuschlagen und dabei Türen zu öffnen -die Grundlage dafür bilden stets fundiertes Wissen und unsere weitreichende Erfahrung.“

„Waren wir Ende der Neunzigerjahre noch rein auf Pressearbeit für die IT-Branche fokussiert, haben wir uns seither thematisch breiter aufgestellt und gleichzeitig auch das Portfolio weiter ausgebaut“, ergänzt Mitinhaberin und PR-Beraterin Martina Overmann, die wie er zu den Gründern gehört. „Eine bewegte Agenturgeschichte, in der wir im Auftreten uns selbst und auch allen anderen immer treu geblieben sind: Hier spiegelt sich sicherlich nicht ganz zufällig die flexible und agile Arbeitsweise wider, für die ars publicandi bekannt ist.“

ars publicandi wurde als Marketingagentur für PR & Kommunikation im Jahr 1997 im westpfälzischen Pirmasens gegründet und ist seit 1999 im benachbarten Rodalben ansässig. Das inhabergeführte und unabhängige Unternehmen beschäftigt sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verfügt darüber hinaus über ein langjährig etabliertes Netzwerk an festen Freien sowie Partneragenturen. Zum Angebot der Corporate Communications gehören neben strategischer Pressearbeit und Content-Marketing insbesondere Themenmagazine, Mailings und Newsletter. Der zweite Kernbereich Corporate Media enthält Leistungen rund um Werbung, Mediaplanung, Broschüren und Flyer, Corporate Design und Geschäftsausstattung. Zum Portfolio von ars publicandi zählen außerdem Web-Services wie Aufbau, Hosting und Pflege von CMS-Lösungen, Erstellen und Überarbeiten von Webseiten, Web-Pflege, Native Advertising und Suchmaschinenoptimierung (SEO). ars publicandi wurde vom Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) als Marke eingetragen, Inhaber und damit Nutznießer sämtlicher Markenrechte ist die ars publicandi GmbH. Weitere Informationen inklusive Referenzen bietet die Webseite der Agentur unter https://ars-pr.de.

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Erneute Wachstumswerte bei IHK Standortumfrage

Stadt Pirmasens erzielt bei Unternehmensbefragung Gesamtnote 2,8 und rangiert damit im Mittelfeld der acht pfälzischen kreisfreien Städte – Vierte Verbesserung in Folge bei vier durchgeführten Untersuchungen seit 2013

Erneute Wachstumswerte bei IHK Standortumfrage

Industriegebiet Zweibrücker Straße Pirmasens (Bildquelle: Stadtverwaltung Pirmasens)

Die Industrie und Handelskammer (IHK) Pfalz hat zum wiederholten Mal die Unternehmen der acht kreisfreien Städte ihres Kammerbezirks nach der Qualität der Rahmenbedingungen ihres Wirtschaftsstandorts befragt. Die Standortumfrage 2022 erfolgte wie in den Jahren zuvor nach einem breit angelegten Themen- und Kriterienkatalog. Dieser reichte von Infrastruktur und Verkehr über Arbeitsmarkt und Vernetzung bis hin zu Verwaltung und Wirtschaftsförderung; mit einbezogen wurden etwa auch weiche Standortfaktoren und emotionale Aspekte.

Die insgesamt 1.400 befragten Pirmasenser Unternehmen stellten dabei ihrer Stadt ein gutes Zeugnis aus. Mit der an den Schulnoten 1 bis 6 orientierten Gesamtnote 2,8 belegt Pirmasens genau das Mittel aller untersuchten Städte und befindet sich hierin gleichauf mit den westpfälzischen Nachbarkommunen Kaiserslautern und Zweibrücken. Damit lagen sie vor den Werten von Ludwigshafen (2,9) und Neustadt/W. (3,1) und nur knapp hinter denen von Landau, Speyer und Frankenthal (jeweils 2,6).

Stetig steigende Qualität des Wirtschaftsstandorts
Besonders erfreulich für die Stadt Pirmasens ist die stete Verbesserung seit Beginn der regelmäßig durchgeführten Befragung. So lag die Gesamtnote vor fünf Jahren bei 3,0, im Jahr 2015 bei 3,2 und 2013 bei 3,3. Bemerkenswert ist ferner, dass rund die Hälfte der Unternehmen in der aktuellen Studie eine günstige Gesamtentwicklung bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den letzten fünf Jahren wahrgenommen hat – ein deutlich besserer Wert als im Durchschnitt der anderen kreisfreien Städte.

In der Standortumfrage 2022 schneidet Pirmasens im Detail mit Licht und Schatten ab. Bei näherer Betrachtung der Ergebnisse fällt jedoch auf, dass die Bestwerte gerade dort erzielt wurden, wo eigene Initiative gefragt und möglich ist. Dies gilt beispielsweise für die Verfügbarkeit von Wohnraum, die digitale Infrastruktur und das Schulangebot wie auch für die Zufriedenheit mit der lokalen Verwaltung und Wirtschaftsförderung oder die Erreichbarkeit der Innenstadt. „Dort, wo wir etwas bewegen können, werden die Verbesserungen in den Unternehmen erkannt und wertgeschätzt – den eingeschlagenen Weg werden wir unermüdlich weiterverfolgen“, betont Markus Zwick, Oberbürgermeister der Stadt Pirmasens.

Gleichzeitig zeige sich jedoch, dass die schlechtesten Werte in direktem Zusammenhang mit den gegebenen äußerst schwierigen Rahmenbedingungen stehen, wie sie etwa die unzureichende Verkehrsanbindung und Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mitbringen. „Die Region kämpft seit Jahrzehnten für eine bessere Verkehrsanbindung. Angesichts des schleppenden vierspurigen Ausbaus der B10 und der geringen Bahninfrastruktur ist es absolut nachvollziehbar und berechtigt, wenn die Unternehmen eine schlechte Anbindung an das Fernstraßennetz und den Schienenfernverkehr beklagen.“ Ähnlich stehe es mit der vergleichsweise geringen Wirtschaftskraft und dem durch die schweren Jahre geprägten Image der Stadt. Aufgrund der demografischen Situation von Pirmasens und der Südwestpfalz benennen die Unternehmen zu Recht auch das Problem des Fachkräftemangels.

Ermutigendes Bekenntnis zu Stadt und Region
Vor diesem Hintergrund freut sich Zwick umso mehr über die erneute Verbesserung in der Gesamtnote. Sehr froh zeigt er sich zudem, dass die Betriebe zahlreiche Standortfaktoren besser als in anderen Kommunen bewerten, die für die Entwicklung der Stadt von besonderer Bedeutung sind. So sehen die Unternehmen bei der digitalen Infrastruktur zwar noch „Luft nach oben“, Pirmasens schneidet hier aber auch hier besser als der Schnitt der anderen Städte ab. Gerade in der Digitalisierung lägen große Chancen für Pirmasens, genauso wie bei der Verfügbarkeit von Wohnraum und Gewerbeflächen, die nach Einschätzung des Oberbürgermeisters besser als in anderen Städten ausfallen. Auch bei einigen weichen Standortfaktoren wie den Betreuungsangeboten für Kinder und Senioren oder der Klimafreundlichkeit schneidet Pirmasens überdurchschnittlich gut ab. „Es zeigt sich sehr schön, dass Menschen und Unternehmen in Pirmasens trotz teils widriger Rahmenbedingungen viel aus ihrer Stadt herausholen“, so Zwick. „Man fühlt sich zuhause bei uns und schätzt Sicherheit wie Familienfreundlichkeit. Letztlich liegt gerade auch in der überdurchschnittlichen Heimatverbundenheit der Unternehmen eine Stärke von Pirmasens, die uns weiterhin positiv in die Zukunft schauen lässt.“

Hier geht es zur Standortumfrage 2022 der IHK Pfalz:
www.ihk.de/pfalz/standortumfrage (http://www.ihk.de/pfalz/standortumfrage)

Ergänzendes zur Stadt Pirmasens
Erste urkundliche Erwähnung fand Pirmasens um 850 als „pirminiseusna“, angelehnt an den Klostergründer Pirminius. Der als Stadtgründer geltende Landgraf Ludwig IX. errichtete im heutigen Pirmasens die Garnison für ein Grenadierregiment, es folgten 1763 die Stadtrechte. Am südwestlichen Rand des Pfälzerwalds gelegen und grenznah zu Frankreich ist das rund 42.000 Einwohner zählende, rheinland-pfälzische Pirmasens wie Rom auf sieben Hügeln erbaut. In ihrer Blütezeit galt die Stadt als Zentrum der deutschen Schuhindustrie und ist in dieser Branche heute noch wichtiger Dreh- und Angelpunkt; davon zeugen unter anderem der Sitz der Deutschen Schuhfachschule, des International Shoe Competence Centers (ISC) oder der Standort der ältesten Schuhfabrik Europas. Zu den tragenden Wirtschaftsbereichen zählen unter anderem chemische Industrie, Kunststofffertigung, Fördertechnik-Anlagen und Maschinenbau. Pirmasens positioniert sich heute als Einkaufsstadt mit touristischem Anspruch und gut ausgestattetem Messegelände. Seit 1965 wird eine Städtepartnerschaft mit dem französischen Poissy gepflegt. Weitere Informationen sind unter https://pirmasens.de erhältlich.

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100 Jahre Ring Group: Global Player aus Pirmasens bleibt fest in familiären Händen

Mit Jennifer Ring tritt bei dem Spezialisten für Maschinenbau und Lohnperforation im Jubiläumsjahr bereits die vierte Generation in die Geschäftsführung ein

100 Jahre Ring Group: Global Player aus Pirmasens bleibt fest in familiären Händen

Jennifer Ring und Andreas Ring, beide Geschäftsführung der Ring Maschinenbau GmbH (Bildquelle: Ring Group)

Im westpfälzischen Pirmasens zuhause und in sieben Ländern auf drei Kontinenten mit ihren acht Tochterunternehmen vertreten: „Wir sind dort, wo unsere Kunden sind“, beschreibt Jennifer Ring die aufgegangene Strategie weltweiter Präsenz der Ring Group. Im letzten Jahr hat sie bei dem Spezialisten für Maschinenbau und Lohnperforation plangemäß den Schritt in die Geschäftsführung vollzogen. Dort steht die 32-Jährige seither in nunmehr vierter Familiengeneration gemeinsam mit ihrem Vater Andreas Ring und ihrem Onkel Matthias Ring in der Verantwortung. Auf das gleiche Jahr datiert das 100-jährige Firmenjubiläum (1921-2021), dessen Feierlichkeiten den Restriktionen der Pandemie geschuldet erst einige Monate später im Sommer 2022 stattfinden sollen.

Wie bei zahlreichen anderen Unternehmen in der Region auch liegen die Wurzeln des Traditionsbetriebs in der produzierenden Schuhindustrie. Die Inhaber erkannten Mitte der Achtzigerjahre rechtzeitig die sich abzeichnende Verlagerung der lohnintensiven Fertigung von der einstigen Schuhmetropole Pirmasens in Niedriglohnländer und setzten auf Diversifikation. Heute handelt es sich bei den meist langjährigen Kunden zu gut 70 Prozent um Automobilzulieferer, außerdem Gerbereien, Textilfabriken, Papierhersteller und nach wie vor auch Schuhproduzenten. Mit ihren weltweit 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, davon alleine 250 am deutschen Sitz in Pirmasens und einer kleineren Filiale im badischen Bühl beschäftigt, erwirtschaftet die Ring Group jährliche Umsätze im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Kundenorientiert aus einer Hand liefern
Hundert Jahre beständig am Markt, dabei als unabhängiges Familienunternehmen auf solidem Fundament stehend und auf gesundes Wachstum ausgerichtet: Zu den Erfolgsfaktoren gehört, sich stets an den Belangen der Kunden zu orientieren. Das gilt gerade für den Maschinenbau, wo die Perforier-, Stanz-, Präge-, Gerberei- und Schuhmaschinen von der Ring Group nicht nur geplant, entwickelt, konstruiert und ausgeliefert werden. Zum Angebot aus einer Hand gehören nämlich unter anderem auch das Liefern von Werkzeugen sowie Service, Wartung und Schulungen weltweit. Vergleichsweise ganzheitlich ist die Lohnperforation aufgestellt, etwa für Ledersitze, Lenkräder, Armaturenbretter oder Dachhimmel. Von Beratung und Designentwicklung über Bemusterung bis hin zur Auslieferung in verschiedensten Losgrößen reicht dort das Dienstleistungspaket. „Zu guter Letzt entscheidet aber immer die Qualität“, betont Jennifer Ring und bezeichnet „Made in Germany“ als noch immer weltweit anerkanntes Gütesiegel, das gerade im Maschinenbau für höchste Qualität und Präzision steht: „Wie hochwertig und langlebig unsere Maschinen sind, zeigt sich regelmäßig, wenn wir Systeme, die zuvor sehr lange bei unseren Kunden im Einsatz waren, für Aufbereitung und Weiterverkauf zurücknehmen.“

Verwurzelt in der Region und ihren Menschen verbunden
Gerade im Kontext von „Made in Germany“ sieht sie den Pirmasenser Standort als gesetzt; davon zeugt auch eine aktuelle Investition, die derzeit am Hauptsitz entstehende neue große Produktionshalle. Nicht zuletzt ginge es aber auch um die enge Verbundenheit zur Region mit ihren Menschen und die Fortsetzung einer Pirmasenser Familientradition, die mit Unternehmensgründer Franz Hatzenbühler ihren Ursprung nahm, sich über 100 Jahre fortsetzte und auch künftig Bestand haben soll.

Mit Blick auf die Mitarbeitergewinnung bewertet die fürs Kaufmännische verantwortliche Geschäftsführerin die Lokation in der Westpfalz weder vor- noch nachteilig. Pluspunkte sieht sie jedoch darin, einerseits vergleichsweise schnell das für sie wichtige Drehkreuz internationaler Flüge in Frankfurt am Main zu erreichen, aber andererseits tagtäglich über kurze und staufreie Verkehrswege von A nach B zu kommen. So wären zum Beispiel Kaiserslautern, Saarbrücken und auch das Rhein-Main-Gebiet komfortabel anzusteuern – allenfalls die Anbindung nach Osten über die noch nicht vollständig ausgebaute B 10 zu den Wirtschaftsräumen von Rhein und Neckar ließe noch zu wünschen übrig.

„Nicht ständig genervt im Stau zu stehen und dadurch wertvolle Zeit zu sparen, gehört genauso zu der Lebensqualität wie dort zu leben, wo andere aus Ballungszentren hinfahren, um ihren Urlaub zu verbringen“, pointiert Jennifer Ring. Damit spielt sie auf den direkt angrenzenden Naturpark Pfälzerwald an mit naturnahen Freizeitmöglichkeiten wie Wandern, Fahrrad- und Mountainbike-Fahren und vielem anderen mehr. „Außerdem sind die Lebensunterhaltungskosten in der Region äußerst günstig.“ Auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung gehört zu den betonten Vorzügen wie auch die Beziehung zur Stadtführung, die „zur Stelle ist, wann immer sie gebraucht wird“. Lediglich so manche bürokratische Hürde bei Neubauprojekten sieht Jennifer Ring kritisch – wohlwissend, dass die Gestaltungsspielräume der Verwaltung von der Gesetzeslage her begrenzt sind. Den Fortbestand des Familienunternehmens auch in die fünfte Generation zu tragen, lautet ihre Zielsetzung. Unterstützung könnte sie auf dem Weg dorthin früher oder später auch noch von ihrer jüngeren Schwester und den drei ebenfalls jüngeren Cousinen und Cousins bekommen.

„Die Ring Group gehört zu den deutschen Vorzeigeunternehmen, die familiäre Strukturen und generationenübergreifende Tradition mit der Leistungsfähigkeit und Reichweite eines modernen Global Player in Einklang bringen“, erklärt Markus Zwick, Oberbürgermeister der Stadt Pirmasens. „Als Stadtgemeinschaft ist es für uns von unschätzbarem Wert, solche Keimzellen wirtschaftlicher Prosperität in unserer Mitte zu wissen. Ich denke dabei an die Vielzahl qualifizierter Arbeits-, aber gerade auch der angebotenen Lehrplätze mit sechs Ausbildungsprofilen für technische und kaufmännische Bereiche. Ganz abgesehen davon trägt die Ring Group über ihre weitreichende Vernetzung den Namen und Ruf unserer Stadt in die ganze Welt.“

Ergänzendes zur Stadt Pirmasens
Erste urkundliche Erwähnung fand Pirmasens um 850 als „pirminiseusna“, angelehnt an den Klostergründer Pirminius. Der als Stadtgründer geltende Landgraf Ludwig IX. errichtete im heutigen Pirmasens die Garnison für ein Grenadierregiment, es folgten 1763 die Stadtrechte. Am südwestlichen Rand des Pfälzerwalds gelegen und grenznah zu Frankreich ist das rund 42.000 Einwohner zählende, rheinland-pfälzische Pirmasens wie Rom auf sieben Hügeln erbaut. In ihrer Blütezeit galt die Stadt als Zentrum der deutschen Schuhindustrie und ist in dieser Branche heute noch wichtiger Dreh- und Angelpunkt; davon zeugen unter anderem der Sitz der Deutschen Schuhfachschule, des International Shoe Competence Centers (ISC) oder der Standort der ältesten Schuhfabrik Europas. Zu den tragenden Wirtschaftsbereichen zählen unter anderem chemische Industrie, Kunststofffertigung, Fördertechnik-Anlagen und Maschinenbau. Pirmasens positioniert sich heute als Einkaufsstadt mit touristischem Anspruch und gut ausgestattetem Messegelände. Seit 1965 wird eine Städtepartnerschaft mit dem französischen Poissy gepflegt. Weitere Informationen sind unter https://pirmasens.de erhältlich.

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Energieeffizient, barrierefrei und mit Top-Ausstattung: Neues Wohnen in Pirmasens

Exklusive Bauprojekte von privater Hand in westpfälzischer Stadt setzen Maßstäbe im hochwertigen Wohnungs- und Hausbau

Energieeffizient, barrierefrei und mit Top-Ausstattung: Neues Wohnen in Pirmasens

ein Beispiel: Lofts in der Margaretenstraße, Pirmasens (Bildquelle: AB+Partners Architecture and Interior Design)

Eine in Größe und Einrichtung gut ausgestattete Wohnung ist nicht erst seit dem Corona-bedingt verstärkten Rückzug in die eigenen Wände – Stichwort Homeoffice – für viele ein ganz entscheidender Grundpfeiler ihrer Lebensqualität. Ohnehin wird das Arbeiten von zuhause aus künftig wohl sehr viel häufiger möglich sein. Das alles spielt mit in den schon länger zu beobachtenden Trend bei gut ausgebildeten Fachkräften, von den Metropolen mit ihren vielfach beengten Verhältnissen weg und in Mittelstädte mit einer intakten Nahversorgung und in landschaftlich attraktiver Lage zu ziehen. Im westpfälzischen Pirmasens mit seinen gut 40.200 Einwohnern ist diese Entwicklung deutlich spürbar. Unmittelbar am Tor zum Pfälzerwald gelegen, präsentiert sich die Stadt dabei sowohl infrastrukturell als auch in Bezug auf Arbeitsplätze gut aufgestellt. Um den individuellen Bedürfnissen von jungen Familien genauso wie der steigenden Zahl Senioren entgegenzukommen, unterstützt Pirmasens zahlreiche Initiativen zur Bereitstellung von hochwertigen Wohnangeboten. So profitieren aktuell gleich vier privatwirtschaftliche Neuprojekte zum Bau von Wohnungen und Häusern von kurzen Wegen und einer engen Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Sie schließen an eine steigende Zahl exklusiver Wohnkomplexe in vergleichbar hoher Qualität an.

Ideale Bedingungen für Leben und Wohnen
Schon in den vergangenen Jahren konnte Pirmasens einen stetigen Zuwachs an Einwohnern verzeichnen, für die über Ressourcen des täglichen Bedarfs, medizinische Versorgung, Dienstleistungen und ein abwechslungsreiches kulturelles Programm hinaus natürlich auch attraktive Wohnangebote erforderlich sind. Im Zuge dessen sind zum einen Wohngebiete mit Häusern und Wohnungen für junge Familien entstanden. Zum anderen bietet die gemeinsam von Stadtverwaltung, Bauhilfe und DiakonieZentrum konzipierte Quartiersgemeinschaft PS:patio! modernes Wohnen von Jung und Alt im nachbarschaftlichen Miteinander. Gleich-zeitig hat auch die private Hand dank günstiger Rahmenbedingungen seitens der Stadtverwaltung mehrere Wohnprojekte in hoher Güte auf den Weg gebracht. In der Tradition von Pirmasens als deutscher Schuhmetropole wurden beispielsweise frühere Schuhfabriken, aber auch alte Stadthäuser zu innovativen Wohnparks mit Eigentumswohnungen im Loft- und Apartment-Charakter umgebaut. Besonders wichtig: Der Demografie geschuldet liegt ein Augenmerk in den Projekten auf Barrierefreiheit. Entscheidend ist zudem eine gute verkehrstechnische Anbindung der Standorte: Sie gewährleistet einerseits kurze Anfahrtswege zum Arbeitsplatz, andererseits sind die Einwohner zur Entspannung schnell und unkompliziert in der einzigartigen Natur des Pfälzerwalds.
Professor Franz Pesch, Städtebauexperte mit Büros in Dortmund und Stuttgart, kennt sich mit der Transformation ehemaliger Industriestädte aus. Er bilanziert eine positive Entwicklung: „Pirmasens stand vor einer besonderen Herausforderung, als das Ende der Schuhindustrie etwa zeitgleich mit dem Abzug der amerikanischen Streitkräfte und dem demografischen Wandel eintrat. Die Weichen wurden frühzeitig und richtig gestellt. Neubauquartiere wie Loftwohnungen in ehemaligen Fabriken stehen exemplarisch für Innenentwicklung und Nachhaltigkeit. Als Meilensteine für eine gelungene Transformation gründen sie auf einer Strategie, in der Stadtplanung, staatliche Förderprogramme und Privatinitiative optimal ineinandergreifen. Mit diesen neuen Qualitäten kann Pirmasens die Vorteile einer Mittelstadt – kurze Wege, gute Versorgung, erschwingliche Kosten und Lebensqualität – optimal ausspielen. So entsteht aus der engen Verbindung von urbanem Wohnen mit Innovationen in Arbeit und Ausbildung ein Mehrwert für die Stadtgesellschaft.“
„Work-Life-Balance gehört nicht erst seit gestern zu den entscheidenden Faktoren bei der Wahl des Arbeitsplatzes. Hier profitieren Pirmasens und die umliegende Region von der Lage umgeben von einer einzigartig schönen Natur“, erläutert Markus Zwick, Oberbürgermeister von Pirmasens. „Gerade die direkte Wohnumgebung spielt eine wichtige Rolle. Daher freuen wir uns sehr über die wachsende Zahl privatwirtschaftlicher Initiativen zur Schaffung neuer Topwohnungen und unterstützen solche Projekte, wo immer das möglich ist.“

Ausgewählte Neubauprojekte im Überblick

(1)Im Winzler Viertel erwacht unter Führung von Projektentwickler Frank Speiser eine weitere ehemalige Schuhfabrik zu neuem Leben: In der früheren Heinrich-Klesmann-Fabrik wird es künftig bis zu 18 barrierefrei zugängliche Lofts geben mit Wohnflächen zwischen 96 und 130 qm, auf Wunsch kann auch eine Wohnung mit 200 qm entstehen. Nach oben hin bilden zweigeschossige Maisonettewohnungen den Abschluss. Nach den Planungen des Pirmasenser Architekturbüros Matthias Jung bleibt die Struktur des markanten Gebäude-komplexes in der Margaretenstraße mit seinem rund 3.300 qm großen Gesamtareal erhalten. Für die energetische Sanierung der Fassade kommen hinter-lüftete Natursteinplatten zum Einsatz. Dank der exponierten Lage des Gebäudes und breiter Glasfronten bietet sich in den auf Wunsch schlüsselfertig sanierten Wohnungen ein herrlicher Panoramablick auf Pirmasens und den Strecktalpark. Zugleich verbreitet die vorhandene Grünanlage mit ihrem alten Baumbestand eine Parkatmosphäre, wie sie bereits Zeichnungen der Fabrikanlage aus dem Jahr 1920 zeigen. Durch den Abriss kleinerer Anbauten und eines Nebengebäudes stehen darüber hinaus ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Aufgrund der Ausweisung des Winzler Viertels als Sanierungsobjekt profitieren die Wohnungskäufer überdies von der Möglichkeit, die Sanierungskosten über mehrere Jahre von der Steuer absetzen zu können.

(2)Innenstadtnah und trotzdem ruhig und im Grünen: Hinter der „Villa Löser“ auf einem früheren Produktionsgelände der Schuhfirma Peter Kaiser investiert der Immobilienspezialist Gemoro GmbH in den Bau eines Wohnparks mit 17 schlüsselfertigen Häusern (15 baugleiche Objekte, zwei Individualhäuser) im modernen Bauhaus-Design. Die Grundstücke umfassen jeweils 400 bis 500 qm sowie 175 qm Wohnfläche mit freischwebenden Treppen, außerdem Garage, Stellplätze und je eine Terrasse und einen Balkon. Für die Planung zeichnet das Pirmasenser Architektenbüro Arnold und Partner verantwortlich. Jedes Haus ist dabei als KfW-Effizienzhaus 55 konzipiert und wird per Wärmepumpe beheizt, Solarkraftwerke auf dem Dach sind ebenfalls möglich. Die Innenausstattung erfolgt individuell in höchster Qualität und auf Kundenwunsch auch mit kompletter Einrichtung; hinsichtlich Barrierefreiheit ist ein Fahrstuhl wählbar.

(3)Bis zu 51 bewusst für jedermann bezahlbare Wohnungen und Apartments entstehen bis Ende 2022/Anfang 2023 in der City-nah gelegenen früheren Schuhfabrik Ohr. Nach dem Kauf des 1925 errichteten Gebäudes durch den Profine-Eigentümer Dr. Peter Mrosik und seine Partner Markus und Andreas Wirth erfolgen die Planung und Betreuung der Umsetzung durch das Pirmasenser Architekturbüro arnold + partner | architekten mbB. Aufgrund des Denkmalschutzes erfolgt im „Quartier Ohr“ eine Innendämmung, stilprägende Gebäudeelemente sollen erhalten und saniert bzw. entsprechend denkmalschutzkonform ausgetauscht werden. Auf Kundenwunsch sind bei den Wohnungen flexible Raumzuschnitte und Größenordnungen möglich. Das fünfstöckige Gebäude wird mit einer rollstuhlgerechten Aufzugsanlage ausgestattet und barrierefrei sein sowie über gemeinschaftlich nutzbare Außenterrassen zum umgestalteten Innenhof verfügen. Nicht zuletzt sind außerdem auch Penthouse-Wohnungen als Dachaufbau angedacht.

(4)Insgesamt neun Zwei-Zimmer-Wohnungen speziell für Singles, Paare oder Senioren baut die B+S Vermietungs GbR derzeit an einem weiteren Mehrfamilienhaus für PS:patio! im Winzler Viertel. Unter dem Leitgedanken des energieeffizienten Bauens handelt es sich dabei um ein terrassiertes Mehrgenerationenhaus als KFW 40 Plus Effizienzhaus mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, einer Luft-Wasser-Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage inklusive Batteriespeicher. Alle Wohnungen in Größen zwischen 37 bis 87 qm erhalten zudem eine Fußbodenheizung. Sieben von ihnen sind barrierefrei erreichbar sowie unter anderem rollstuhlgerecht konzipiert und verfügen über eine eigene Terrasse; optional können in allen Wohnungen Küchen eingebaut und mit gemietet werden. Der Erstbezug ist aktuell für Januar 2022 geplant.

(5)Am Dr.-Robert-Schelp-Platz in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum sowie direkt an der Messe und dem Medicenter befindet sich das „Hermann Jakob Haus“. Seit einigen Monaten wird das direkt nach dem Krieg erbaute Stammhaus der traditionsreichen Pirmasenser Ledergroßhandlung Hermann Jakob unter Führung der Nikolaus Immobiliengesellschaft GbR umfassend saniert. Dank der neuen Gebäudehülle und modernster Heiztechnik entsteht dabei ein Niedrigenergiehaus mit KfW Effizienz 70. Das früher ausschließlich als Geschäftshaus genutzte Gebäude mit seinem lichtdurchfluteten Treppenhaus bietet ab Winter 2021/22 neben Platz für Gewerbetreibende im Erdgeschoss in den darüberliegenden Etagen insgesamt elf attraktive Wohnungen für eine bzw. zwei bis drei Personen. Der Wohnbereich des Hermann Jakob Haus ist barrierefrei über den neu integrierten Fahrstuhl zu erreichen. Durchdachte Grundrisslösungen, neue Balkone, barrierefreie Badezimmer, Fußbodenheizung und hauseigene Parkplätze runden das Wohnkonzept ab. Hochwertige Küchen- und Bädereinrichtungen bieten den zukünftigen Mietern ein exklusives Wohl/n/gefühl in zentraler Lage in Pirmasens. Die im Maisonette-Stil gehalten Wohnungen im Dachgeschoss umfassen jeweils eine Dachterrasse mit herrlichem Weitblick auf den Naturpark Pfälzerwald, Exerzierplatz und Neuffer Park. In Anlehnung an die Geschichte des Hauses sind die Wohneinheiten jeweils nach einer prägnanten Ledersorte benannt wie etwa Nappa, Chamois oder Chesterfield.

Ergänzendes zur Stadt Pirmasens
Erste urkundliche Erwähnung fand Pirmasens um 850 als „pirminiseusna“, angelehnt an den Klostergründer Pirminius. Der als Stadtgründer geltende Landgraf Ludwig IX. errichtete im heutigen Pirmasens die Garnison für ein Grenadierregiment, es folgten 1763 die Stadtrechte. Am südwestlichen Rand des Pfälzerwalds gelegen und grenznah zu Frankreich ist das rund 42.000 Einwohner zählende, rheinland-pfälzische Pirmasens wie Rom auf sieben Hügeln erbaut. In ihrer Blütezeit galt die Stadt als Zentrum der deutschen Schuhindustrie und ist in dieser Branche heute noch wichtiger Dreh- und Angelpunkt; davon zeugen unter anderem der Sitz der Deutschen Schuhfachschule, des International Shoe Competence Centers (ISC) oder der Standort der ältesten Schuhfabrik Europas. Zu den tragenden Wirtschaftsbereichen zählen unter anderem chemische Industrie, Kunststofffertigung, Fördertechnik-Anlagen und Maschinenbau. Pirmasens positioniert sich heute als Einkaufsstadt mit touristischem Anspruch und gut ausgestattetem Messegelände. Seit 1965 wird eine Städtepartnerschaft mit dem französischen Poissy gepflegt. Weitere Informationen sind unter http://www.pirmasens.de erhältlich.

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Prüfen, Forschen, Zertifizieren: 65 Jahre PFI in Pirmasens

Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens e. V. (PFI) bietet weltweit gefragte Expertise

Prüfen, Forschen, Zertifizieren: 65 Jahre PFI in Pirmasens

PFI-Institutsleiterin Dr. Kerstin Schulte mit Markus Zwick, Oberbürgermeister von Pirmasens, bei der (Bildquelle: Stadt Pirmasens)

Ein stolzes Jubiläum feiert in diesen Tagen das Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens e. V. (PFI): Im Jahr 1956 gegründet, hat sich der eingetragene Verein in den vergangenen 65 Jahren zu einem national wie international erfolgreich operierenden Dienstleistungs- und Forschungszentrum entwickelt. Auftraggeber aus Industrie und Handel sowie von Behörden und Verbraucherorganisationen vertrauen auf das hohe Renommee und die umfassende Expertise des PFI bei chemischen, physikalischen, mikrobiologischen und biotechnologischen Untersuchungen. Zudem agiert die Einrichtung als akkreditierte Zertifizierungsstelle unter anderem für Umwelt- und Qualitätsmanagementsysteme. Das umfangreiche Portfolio an unabhängigen Prüfdienstleistungen, Forschungen und Zertifizierungen wurzelt dabei ursprünglich in der Schuh- und Lederbranche. Dies ist dem Standort Pirmasens geschuldet, der „Kaderschmiede“ der deutschen Schuhindustrie, in der sich nach einem strukturell bedingten Niedergang der Produktion bis heute Kompetenz und Know-how rund um den Schuh in vielfacher Weise bündeln, während sich gleichzeitig neue Schlüsselbranchen wie Kunststoff- und chemische Industrie, Maschinenbau sowie Logistik entwickelt haben. Die westpfälzische Stadt zählt auch zu den Gründungsmitgliedern des PFI; derzeit gehört Bürgermeister Michael Maas dem Vereinsvorstand an. Ein weiteres Zeichen der engen Verbundenheit von PFI mit dem Thema Schuh ist die 2007 erfolgte Gründung der damaligen Tochter und seit 2020 ins PFI integrierten International Shoe Competence Center Pirmasens als einem Lehr- und Forschungsinstitut für die internationale Schuhindustrie, deren Zulieferer und den Handel.

Zum Netzwerk von PFI gehören Niederlassungen in Hongkong, Guangdong und Fujian. Aktuell untersuchen insgesamt rund 100 Wissenschaftler, Ingenieure, Techniker und Laboranten bei PFI ein breitgefächertes Spektrum an Materialien, Halbfabrikaten und Fertigprodukten aus zahlreichen Industriezweigen; hierfür stehen eigene Abteilungen für Chemie und Physik mit hochmodern ausgestatteten Labors zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es eine Zertifizierungsstelle, ein mikrobiologisches Labor und seit 2003 eine biotechnologische Abteilung mit angeschlossenem Technikum. Mit seinen Forschungen und der Entwicklung innovativer Prozesse liefert das PFI wichtige Lösungsbeiträge für die weltweit großen gesellschaftlichen Herausforderungen im Klima- und Umweltschutz.

„Das PFI nimmt in puncto Nachhaltigkeit eine Vorreiterrolle ein. Wir haben das Thema stets im Blick. Und zwar nicht erst, seitdem mit der von den Vereinten Nationen verabschiedeten Agenda 2030 siebzehn globale Nachhaltigkeitsziele für eine bessere Zukunft vereinbart wurden. Ob Klimaschutz oder Ressourcenschonung, Abfallwirtschaft oder Recycling – wir betreiben seit Jahren zukunftsorientierte Forschung“, betont PFI-Institutsleiterin Dr. Kerstin Schulte. Das PFI begleitet und unterstützt Unternehmen auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit durch die Vergabe von entsprechenden Siegeln. Außerdem spiegelt sich das Engagement auch in zahlreichen, oft impulsgebenden Kooperationsprojekten mit der Stadt Pirmasens wider, wie etwa beim Bau der Phosphorrückgewinnungsanlage an der Kläranlage Felsalbe.

„Kompetent, verlässlich und innovativ hat sich das PFI im Laufe der Jahre zu einem weltweit anerkannten Partner der Schuh- und Lederindustrie entwickelt. Gemeinsam mit dem ISC investieren wir intensiv in Forschung und Wissenschaft und sorgen dafür, dieses Know-how weltweit zu vermitteln“, erläutert Michael Tackenberg, Vorsitzender PFI. „Im Vorstand und Beirat von PFI agieren Experten aus namhaften Unternehmen, die ihr Wissen aus den unterschiedlichsten Bereichen einbringen. Dadurch schaffen wir eine wertvolle Verbindung zur Schuhindustrie und mehr noch als das ermöglicht die in diesem Pool gebündelte Kompetenz den Wissens-Transfer in die ganze Welt. Auch in Zukunft werden PFI und ISC außerdem verstärkt in Aus- und Weiterbildung investieren. Ich denke da unter anderem an eine noch intensivere Zusammenarbeit mit Fernost. Ziel muss es sein, unsere Unternehmen, unsere Fachkräfte und unsere gesamte Branche fit für das digitale Zeitalter zu machen. Und hierbei sind PFI und ISC auf einem sehr guten Weg.“

„Mit seiner umfassenden Expertise und dem exzellenten Know-how in zahlreichen wichtigen Fachgebieten gilt das PFI völlig zu Recht als ein wahres Juwel in der deutschen Forschungslandschaft“, betont Markus Zwick, Oberbürgermeister von Pirmasens. „Für unsere Region stellt die Einrichtung einen überaus wertvollen Innovationsmotor dar und sie ist zugleich ein vielfach bewährter Kooperationspartner gerade bei innovativen „Leuchtturmprojekten“ wie dem Energiepark Pirmasens. Weit über die Stadtgrenzen hinaus ist das PFI überdies als begehrter Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb ein echtes Aushängeschild. Wir freuen uns sehr, eine solch weltweit hochrenommierte Institution in Pirmasens zu haben, die uns sicher auch künftig bei spannenden Projekten mit ihrem Expertenwissen unterstützt, und wünschen zum Jubiläum alles Gute.“

Die Broschüre zum Jubiläum steht auf der Webseite (https://pfi-germany.de/fileadmin/user_upload/Broschueren/PFI-65Jahre/html5.html)zum Download zur Verfügung.

Ergänzendes zur Stadt Pirmasens
Erste urkundliche Erwähnung fand Pirmasens um 850 als „pirminiseusna“, angelehnt an den Klostergründer Pirminius. Der als Stadtgründer geltende Landgraf Ludwig IX. errichtete im heutigen Pirmasens die Garnison für ein Grenadierregiment, es folgten 1763 die Stadtrechte. Am südwestlichen Rand des Pfälzerwalds gelegen und grenznah zu Frankreich ist das rund 42.000 Einwohner zählende, rheinland-pfälzische Pirmasens wie Rom auf sieben Hügeln erbaut. In ihrer Blütezeit galt die Stadt als Zentrum der deutschen Schuhindustrie und ist in dieser Branche heute noch wichtiger Dreh- und Angelpunkt; davon zeugen unter anderem der Sitz der Deutschen Schuhfachschule, des International Shoe Competence Centers (ISC) oder der Standort der ältesten Schuhfabrik Europas. Zu den tragenden Wirtschaftsbereichen zählen unter anderem chemische Industrie, Kunststofffertigung, Fördertechnik-Anlagen und Maschinenbau. Pirmasens positioniert sich heute als Einkaufsstadt mit touristischem Anspruch und gut ausgestattetem Messegelände. Seit 1965 wird eine Städtepartnerschaft mit dem französischen Poissy gepflegt. Weitere Informationen sind unter http://www.pirmasens.de erhältlich.

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Testsprungbrett für Ladengeschäfte in der City

Pop-up-Store für Gründungswillige in Top-Lage der Pirmasenser Fußgängerzone

Testsprungbrett für Ladengeschäfte in der City

Helmut Gieseler mit Tochter Céline – Retronose _ erste Nutzer des PopUp-Stores (Bildquelle: Retronose)

Die Eröffnung eines Ladenlokals bedeutet immer auch ein finanzielles Risiko, nicht zuletzt wegen der meist langfristig bindenden Mietverträge. Aber greift das Geschäftskonzept und wird das Sortiment vom Käufer überhaupt angenommen? Um für Gründungswillige den Übergang an der Schwelle kurz vor dem „Ich-wage-es“ zu erleichtern, hat die Stadt Pirmasens zum 1. August 2021 am Schloßplatz und damit in 1A-Lage der Fußgängerzone ein bis dato leerstehendes Ladengeschäft zunächst für den Zeitraum von zwölf Monaten angemietet und dort einen Pop-up-Store eingerichtet. Ab sofort wird das rund 60 Quadratmeter große Geschäft mit Schaufensterfront für zwei bis acht Wochen an potenzielle Gründer vermietet; der subventionierte Wochenmietpreis inklusive Einrichtung, Fensterdekoration und Internetzugang beträgt 75 Euro. Die temporären Mieter müssen zuvor glaubhaft versichert haben, nach dem erfolgreichen Live-Test mit einem eigenen Laden in der Stadt ansässig zu werden. Für die jährliche Unterdeckung von ca. 10.000 Euro konnten lokale Unternehmen und Institutionen als Sponsoren gewonnen werden. Dazu zählen die Zukunftsregion Westpfalz e. V., der Pirmasens Marketing e. V., die VR Bank Südwestpfalz eG, die Sparkasse Südwestpfalz sowie die Unternehmensberatung Sefrin & Partner.

Auch der erste Nutzer des Testsprungbretts hat sich bereits gefunden. So präsentiert Helmut Gieseler ab heute und acht Wochen lang seine Upcycling-Kunstwerke. Unter dem Künstlernamen „Retronose“ fertigt der 55-Jährige aus abgelegten Gegenständen und nicht mehr genutzten Materialen außergewöhnliche Möbel, Einrichtungsgegenstände und Accessoires an, denen er durch die Um- und Neugestaltung ein zweites Leben schenkt.

Hintergrund: Mit dem Wandel umgehen
Die Fußgängerzone gehört zu den Schmuckstücken der Pirmasenser Innenstadt. Jedoch trüben die zunehmenden Leerstände das Bild. Das in anderen Städten ebenfalls bekannte Problem erhält von demografischer Seite her Verstärkung. Seit Entstehen der Einkaufsmeile in den Achtzigerjahren nämlich ist die Einwohnerzahl um rund ein Drittel gesunken. Gerade der Umgang mit Leerständen erfordert kreative und innovative Ansätze. Akteure der Kreativwirtschaft, Kulturschaffende oder Start-ups können hierbei wichtige Impulse liefern und bedürfen einer gesonderten Unterstützung. Das Amt für Wirtschaftsförderung, bei dem auch der City-Manager angesiedelt ist, möchte mit dem Pop-up-Store-Projekt einen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität der Innenstadt leisten.

Aber nicht nur die Innenstadt an sich unterliegt Änderungen, sondern auch die Gesellschaft als Nutzer – Stichworte: demografischer Wandel, Homeoffice, Co-Working, Tourismus. Pirmasens hat sich bereits früh auf den Weg gemacht, den übergreifenden Umwälzungsprozess eng zu begleiten, so etwa über ein Einzelhandelskonzept, das die Innenstadt vor der Abwanderung des Einzelhandels auf die grüne Wiese schützt. Gleichzeitig wurde ein City-Manager implementiert, der als Schaltstelle zwischen Vermietern und potenziellen Mietern, aber ebenso zwischen Verwaltung, Handel und Bürger fungiert.

Den Schritt in die Selbstständigkeit austesten: Von der „Brücke zum Lückenfüllen“ an hochfrequentierter Stelle der Innenstadt erwartet die Stadtführung auch einen positiven Nebeneffekt. Im Pop-up-Store regelmäßig immer wieder neue Läden zu haben, dürfte die Neugierde der Konsumenten wecken und die Pirmasenser Fußgängerzone um eine Attraktion reicher machen.

Neue Ideen für eine lebendige City
„Unsere Innenstädte hatten es schon vor Corona sehr schwer. Umso entscheidender ist es, nicht mehr nur über ihre Revitalisierung zu reden – wir wollen sie mit den betroffenen Städten in der Westpfalz auch konkret realisieren und zwar durch ganz neue Ideen. Dabei ist es uns grundsätzlich besonders wichtig, dass Interessenten die bestmöglichen Rahmenbedingungen für ihre Geschäftsideen vorfinden mit Läden in bester Lage und einer umfassenden Unterstützung in jeglicher Hinsicht. Pirmasens macht nun den Anfang: Der Pop-up-Store ist ein sichtbarer Baustein auf dem Weg hin zu einer lebendigen, vielfältigen Innenstadt“, erläutert Dr. Hans-Günther Clev, Geschäftsführer des Zukunftsregion Westpfalz e. V.

„Meine Upcycling-Werke verstehen sich als Statement gegen Verschwendung und Wegwerfgesellschaft, gleichzeitig möchte ich mit meinen Möbelstücken, Einrichtungsgegenstände und Accessoires – jedes für sich gesehen ein absolutes Unikat – die Langweile beim Einrichten aufbrechen“, so Helmut Gieseler alias „Retronose“, erster Mieter im Pirmasenser Pop-up-Store. „Nach deutschlandweiten Erfolgen und positiver Resonanz auch aus dem Ausland möchte ich nun testen, ob meine Werke auch in der Region Zuspruch und Absatz finden. Ein konkretes Mietobjekt in unmittelbarer Nähe des Pop-up-Store habe ich bereits im Auge.“

„Die Pirmasenser Innenstadt ist seit jeher ein Ort des urbanen Lebens, das geprägt ist durch Handel, Dienstleistungen, Gastronomie, Wohnen und Arbeit sowie dem Zusammentreffen von Menschen“, betont Denis Clauer, Beigeordneter der Stadt Pirmasens. „Unser Auftrag ist es, diesen Angebotsmix an die neuen Bedürfnisse und Erwartungen der Pirmasenser und ihrer Gäste anzupassen. Den Wandel der zentralen Innenstadt wollen wir mit allen Akteuren der Stadtgesellschaft aktiv mitgestalten und auch unkonventionelle Wege einschlagen, um Leerstände zu füllen und Frequenz zu schaffen. Denn: Handel lässt sich nicht mehr überall durch Handel ersetzen. Der heute eingeweihte Pop-up-Store in der Fußgängerzone ist ein Baustein und wichtiger Beitrag zur Attraktivierung der Innenstadt.“

Ergänzendes zur Stadt Pirmasens
Erste urkundliche Erwähnung fand Pirmasens um 850 als „pirminiseusna“, angelehnt an den Klostergründer Pirminius. Der als Stadtgründer geltende Landgraf Ludwig IX. errichtete im heutigen Pirmasens die Garnison für ein Grenadierregiment, es folgten 1763 die Stadtrechte. Am südwestlichen Rand des Pfälzerwalds gelegen und grenznah zu Frankreich ist das rund 42.000 Einwohner zählende, rheinland-pfälzische Pirmasens wie Rom auf sieben Hügeln erbaut. In ihrer Blütezeit galt die Stadt als Zentrum der deutschen Schuhindustrie und ist in dieser Branche heute noch wichtiger Dreh- und Angelpunkt; davon zeugen unter anderem der Sitz der Deutschen Schuhfachschule, des International Shoe Competence Centers (ISC) oder der Standort der ältesten Schuhfabrik Europas. Zu den tragenden Wirtschaftsbereichen zählen unter anderem chemische Industrie, Kunststofffertigung, Fördertechnik-Anlagen und Maschinenbau. Pirmasens positioniert sich heute als Einkaufsstadt mit touristischem Anspruch und gut ausgestattetem Messegelände. Seit 1965 wird eine Städtepartnerschaft mit dem französischen Poissy gepflegt. Weitere Informationen sind unter http://www.pirmasens.de erhältlich.

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