Open-Source-Lösungen für landwirtschaftliche Lieferketten

Permarobotics, die Linux Foundation und die CGIAR-Allianz arbeiten zusammen, um Open-Source-Lösungen für nachhaltige Lieferketten voranzutreiben

Open-Source-Lösungen für landwirtschaftliche Lieferketten

Vorstellung der Alpha-Version der TraceFoodChain-App bei Beneficio Rio Frio, einem Kaffeeabnehmer (Bildquelle: Brian King/CIAT)

Permarobotics, ein innovativer Marktführer im Bereich der Digitalisierung zur Unterstützung einer regenerativen Landwirtschaft, hat den Quellcode seiner Software TraceFoodChain der AgStack-Initiative der Linux Foundation zur Verfügung gestellt. Dieser Open-Source-Beitrag ist ein entscheidender Schritt zum Aufbau transparenter, verantwortungsvoller und nachhaltiger landwirtschaftlicher Lieferketten.

TraceFoodChain ist ein bahnbrechendes Tool, das Landwirten, Genossenschaften und Akteuren der Lieferkette ermöglicht, landwirtschaftliche Produkte vom Hof bis zum Markt zu verfolgen. Das geschieht mit eigenen Daten- und Informationssystemen. Die Software bietet eine kosteneffiziente Lösung für landwirtschaftliche Kleinbetriebe und den Zugang zu globalen Märkten, insbesondere unter Berücksichtigung der Einhaltung der EU-Verordnung zur Vermeidung der Abholzung von Wäldern ( EUDR ) bis Ende 2025.

Barrieren für Compliance und Vertrauen überwinden

Interoperabilität ist eine der größten Herausforderungen in landwirtschaftlichen Lieferketten. Es ist die Fähigkeit verschiedener Systeme und Technologien, nahtlos zusammenzuarbeiten. Ein Mangel an Interoperabilität behindert den effizienten Austausch wichtiger Daten, wie Produktherkunft, Produktionspraktiken und Entwaldungsstatus, die für die Einhaltung von Vorschriften wie der EUDR unerlässlich sind. Diese Lücken erhöhen die Kosten, verlangsamen Prozesse und erschweren Kleinbauern sowie Genossenschaften den Zugang zu globalen Märkten.

„Der Aufbau von Vertrauen in landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten erfordert Systeme, die miteinander kommunizieren“, sagte Sumer Johal, Executive Director der AgStack Initiative. „Ohne Interoperabilität stehen Kleinbauern und andere Akteure der Lieferkette vor großen Herausforderungen, wenn sie die Einhaltung strenger Vorschriften nachweisen und nachhaltige Ergebnisse erzielen wollen.“

Community-gesteuerte Open-Source-Lösungen wie TraceFoodChain tragen maßgeblich zur Lösung dieser Probleme bei. Durch die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Entwicklern, Forschern und Produzenten ermöglichen Open-Source-Technologien die Entwicklung interoperabler Tools, die unterschiedliche Akteure in der Lieferkette miteinander verbinden. Diese Lösungen fördern die Inklusion und versetzt die kleinsten Akteure in die Lage, an nachhaltigen Wertschöpfungsketten teilzunehmen und davon zu profitieren.

Zusammenarbeit zur Umgestaltung der Landwirtschaft

Die Partnerschaft vereint drei wichtige Organisationen: Die Permarobotics GmbH ist der Entwickler von TraceFoodChain und bringt nachhaltige Landwirtschaftstechnologie voran. Die AgStack-Initiative der Linux Foundation gewährleistet eine skalierbare, quelloffene digitale Infrastruktur für die Landwirtschaft. Allianz von Bioversity und CIAT ist ein gemeinnütziges Forschungsinstitut, das sich auf die globale Ernährungssicherheit konzentriert und sein Fachwissen und seine Forschungsnetzwerke nutzt, um eine Gruppe aktiver Mitgestaltungspartner im honduranischen Kaffeesektor zusammenzubringen. „Open-Source-Technologien sind für die Schaffung nachhaltiger Lebensmittelsysteme unerlässlich“, sagte Dr. Christian Hennig, CEO von Permarobotics. „Mit der Spende von TraceFoodChain an AgStack der Linux Foundation geben wir Kleinbauern die Werkzeuge, die sie benötigen, um globale Standards zu erfüllen und in nachhaltigen Wertschöpfungsketten zu wachsen.“

Die Allianz aus Bioversity und CIAT testet TraceFoodChain in Zusammenarbeit mit Interessengruppen im honduranischen Kaffeesektor. „Wertschöpfungsketten, die in der Lage sind, die Zusammenarbeit und den Datenaustausch zu fördern, sind widerstandsfähiger, nicht nur gegenüber regulatorischen Schocks wie der EUDR, sondern auch gegenüber einer Reihe von klimatischen, finanziellen und anderen Herausforderungen. Interoperabilität ist der Schlüssel“, sagte Brian King, Senior Manager für Technologieintegration bei der Alliance.

Über die Organisationen

Permarobotics
Permarobotics ist ein Pionier im Bereich landwirtschaftlicher Softwarelösungen, der fortschrittliche KI-Technologien einsetzt, um eine regenerative Landwirtschaft zu fördern und den Klimawandel zu bekämpfen. Das Unternehmen gibt Landwirten innovative Werkzeuge an die Hand, um Nachhaltigkeit und Compliance in globalen Lieferketten zu fördern.

Die Allianz von Bioversity International und CIAT
Die Allianz von Bioversity International und dem Internationalen Zentrum für tropische Landwirtschaft ist eine globale Forschungsorganisation von öffentlichem Interesse, die den Klimawandel, den Verlust der biologischen Vielfalt und die Ernährungsunsicherheit bekämpft. Seit über 50 Jahren liefern Wissenschaftler der Allianz bewährte Innovationen, um Nahrungsmittelsysteme zu verändern, Gemeinschaften zu stärken und eine nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Als Teil des CGIAR-Netzwerks kooperiert die Allianz weltweit, um ihre Mission zu verwirklichen.

Die AgStack-Initiative der Linux Foundation
Die AgStack-Initiative widmet sich der Beschleunigung von Innovationen in der Landwirtschaft durch Open-Source-Technologien. Durch die Bereitstellung einer digitalen öffentlichen Infrastruktur ermöglicht AgStack Entwicklern und Interessenvertretern den Aufbau skalierbarer Lösungen für die Herausforderungen der Lebensmittel- und Landwirtschaft.

Für weitere Informationen besuchen Sie AgStack.org und TraceFoodChain auf GitHub.
Ansprechpartner: Dr. Christian Hennig, public_relations@permarobotics.com

Die Permarobotics GmbH ist ein Systemintegrator für Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen, der mittels seiner Produkte die Transformation der Landwirtschaft zu besserer Klimakompatibilität unterstützt. Neben der Entwicklung von Lösungen im Lebensmittel-, Wasser- und Energiebereich engagiert sich Permarobotics mit der Mitarbeit an der DIN SPEC 93609 nun auch im Bereich Holzwirtschaft. Für die Forderung der EU nach Transparenz und externer Validierbarkeit, aber auch für ihre Skalierbarkeit sind digitale Vernetzungslösungen, wie sie Permarobotics entwickelt und anbietet, essentiell. Die Permarobotics GmbH ist Mitglied der ISO TC 347 (Datengetriebene Agrifood Systeme), Dr. Christian Hennig ist Delegationsleiter der deutschen Delegation bei der ISO TC 347 und zuständig für KI-Integration.

Kontakt
Permarobotics GmbH
Christian Hennig
Heidewinkel 5
30659 Hannover
+49 175 4155794

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Agroforstwirtschaft als skalierbares Klimaschutzinstrument

Start der DIN-Standardisierung für eine transparente Zertifizierung

Agroforstwirtschaft als skalierbares Klimaschutzinstrument

Spendenübergabe durch Dr. Christian Hennig, im Hintergrund ein Agroforst mit 4-jährigen Pappeln

Mitte Dezember überreichte Dr. Christian Hennig, geschäftsführender Gesellschafter der Permarobotics GmbH, eine Spende in Höhe von 40.000 Euro an Michael Weitz, Geschäftsführer der VIVO Carbon gGmbH. Zweck der Spende ist die Finanzierung der DIN SPEC 93609 – eine deutsche Initiative zur Standardisierung der Nutzung von Agroforstsystemen zum Carbon Capturing.

Am 19.11.2024 hat der Europäische Rat (https://www.consilium.europa.eu/de/press/press-releases/2024/11/19/council-greenlights-eu-certification-framework-for-permanent-carbon-removals-carbon-farming-and-carbon-storage-in-products/) grünes Licht für eine Verordnung zur Schaffung eines Rahmens für die Zertifizierung von dauerhaften CO-Entnahmen, kohlenstoffspeichernder Landbewirtschaftung und der CO-Speicherung in Produkten gegeben. Deutsche Unternehmen agieren auf diesem Gebiet als innovative Vorreiter: Ein Konsortium aus insgesamt zwölf Unternehmen, Forschungsinstituten und Verbänden begann im Herbst 2024 unter der Leitung des DIN e.V. mit der Arbeit am weltweit ersten nationalen Standard (https://www.din.de/de/forschung-und-innovation/din-spec/alle-geschaeftsplaene/wdc-beuth:din21:383311394) zur quantifizierbaren, zusätzlichen, langfristigen und nachhaltigen Speicherung von CO in Agroforstsystemen und Agroforstprodukten. Mitglieder des gleichberechtigten Konsortiums sind unter anderem der Deutsche Fachverband für Agroforstwirtschaft (DeFAF e. V.), der Bioland e. V. und das Leibniz Institut ATB.

Mit der DIN SPEC 93609 werden die Strukturen geschaffen, um die Klimaschutzleistungen durch Agroforst standardisiert zu erfassen sowie digitalisiert reportbar und verifizierbar zu machen.

Michael Weitz: „Die Agroforstwirtschaft bietet ein großes, sofort erschließbares Klimaschutzpotential – verbunden mit zusätzlichen Umweltvorteilen. Für eine hohe Akzeptanz und Skalierbarkeit der Agroforstwirtschaft als Klimaschutzinstrument ist eine unabhängige Zertifizierung der Wirksamkeit und Additionalität unabdingbar. Durch die Spenden der Permarobotics GmbH und der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. konnte VIVO Carbon die Erarbeitung des DIN-Standards initiieren und die Verantwortung für die fachliche Koordination des Konsortiums übernehmen.“

Dr. Christian Hennig: „Ich bin begeistert davon, was das Team von VIVO Carbon in kurzer Zeit aufgebaut hat und jetzt eine Standardisierung der Agroforstsysteme zur Kohlenstoffspeicherung zielstrebig vorantreibt. Es macht mir Spaß und ist zudem eine Ehre, mit den führenden Experten der Agroforstwirtschaft an diesem DIN spec Standard arbeiten zu dürfen. Ich freue mich, diese Arbeit finanziell unterstützen zu können.“

Agroforstwirtschaft ist ein bisher unterschätztes Carbon-Capturing-Tool. Baumstreifen in Agroforstsystemen binden CO, erhöhen die Biodiversität, vermindern Erosion, verbessern das Mikroklima und liefern hochwertige Rohstoffe, um klimaschädliche Materialien durch Holz zu ersetzen. Durch etwa dreifach schnelleres Wachstum von Baumstreifen in der Landwirtschaft, im Vergleich zu Waldbäumen, kann auf kleiner Fläche viel CO gebunden und in Holzprodukten dauerhaft gespeichert werden. Durch größere Resilienz gegen Wetterextreme und Hitze ermöglichen Agroforstsysteme der Landwirtschaft zudem eine Anpassung an den Klimawandel. Neu gepflanzte Agroforstsysteme entsprechen der Forderung der EU nach Additionalität, da die landwirtschaftlichen Flächen vorher meist rein ackerbaulich genutzt wurden und eine höhere Klimawirksamkeit erst durch die Bäume ermöglicht wird.

Über die VIVO Carbon gGmbH:
Die VIVO Carbon gGmbH hat das Ziel, Agroforstsysteme als anerkanntes Klimaschutzinstrument zu etablieren und zugänglich zu machen. In Kooperation mit landwirtschaftlichen Betrieben werden schnellwachsende Bäume als Gehölzstreifen gepflanzt und dauerhaft gemeinsam bewirtschaftet. Durch positive Wechselwirkungen der Bäume mit Ackerbau und Tierhaltung kann die Gesamtproduktivität trotz vielfacher Gemeinwohlleistungen oft gesteigert werden. Im ersten Jahr des Bestehens hat VIVO Carbon bereits drei Projekte mit mehr als 12.000 Bäumen in Deutschland realisiert. Die Finanzierung der Agroforstsysteme erfolgt durch Spenden und Erlöse aus dem Verkauf von CO-Credits.

Die Permarobotics GmbH ist ein Systemintegrator für Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen, der mittels seiner Produkte die Transformation der Landwirtschaft zu besserer Klimakompatibilität unterstützt. Neben der Entwicklung von Lösungen im Lebensmittel-, Wasser- und Energiebereich engagiert sich Permarobotics mit der Mitarbeit an der DIN SPEC 93609 nun auch im Bereich Holzwirtschaft. Für die Forderung der EU nach Transparenz und externer Validierbarkeit, aber auch für ihre Skalierbarkeit sind digitale Vernetzungslösungen, wie sie Permarobotics entwickelt und anbietet, essentiell. Die Permarobotics GmbH ist Mitglied der ISO TC 347 (Datengetriebene Agrifood Systeme), Dr. Christian Hennig ist Delegationsleiter der deutschen Delegation bei der ISO TC 347 und zuständig für KI-Integration.

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Heidewinkel
30659 Hannover
+49 175 4155794

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