ARAG Verbrauchertipps zwischen Paragrafen und Gesundheitsakten

ARAG Experten mit gesunden Informationen

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Elektronische Patientenakte bundesweit gestartet
Nach einer erfolgreichen Pilotphase ist die elektronische Patientenakte, kurz ePA (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/epa-fuer-alle-startet-morgen-pm-28-04-2025.html), seit Ende April für alle Beteiligten gestartet. Dadurch wird für 73 Millionen gesetzlich Versicherte künftig die „Zettelwirtschaft“ beendet und alle Patientendaten, wie z. B. Arztbriefe, Röntgenbilder oder Befundberichte, werden zentral in digitaler Form gespeichert. Auch die Medikationsübersicht wird digitalisiert, sodass zusammen mit dem E-Rezept Wechselwirkungen von Arzneien besser erkannt und vermieden werden können. Ein Muss ist die elektronische Patientenakte laut ARAG Experten nicht. Versicherte können jederzeit widersprechen. Die Krankenkassen informieren über die Möglichkeiten des Widerspruchs. Für Ärzte, Apotheken und andere Leistungserbringer wird die ePA hingegen ab 1. Oktober verpflichtend.

Aufklärung vor OP muss mündlich erfolgen
Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass eine vollständige Aufklärung vor medizinischen Eingriffen nicht nur durch schriftliche Informationen, sondern vor allem durch ein ausführliches mündliches Gespräch erfolgen muss. Denn nur eine mündliche Aufklärung kann Grundlage für die selbstbestimmte Entscheidung eines Patienten bilden. Dies gilt besonders für schwerwiegende und seltene Risiken, die in der Entscheidung über eine Behandlung von Bedeutung sein können. Während schriftliche Unterlagen ergänzend genutzt werden können, muss der Arzt sicherstellen, dass der Patient die relevanten Informationen im Gespräch verstanden und die Möglichkeit zu Rückfragen hat. Eine bloße Übergabe von Informationsmaterial reicht nicht aus. In einem konkreten Fall hatte ein Patient gegen seinen Chirurgen geklagt, weil er sich nicht ausreichend über die Risiken einer Arthroskopie, insbesondere über die Gefahr einer Nervenschädigung, aufgeklärt fühlte. Zwar wurden diese Risiken in einem Aufklärungsbogen erwähnt, doch ob sie auch tatsächlich im Gespräch angesprochen wurden, war unklar. Der Bundesgerichtshof hat den Fall deshalb an die Vorinstanz zurückverwiesen. Das Oberlandesgericht Frankfurt muss nun prüfen, ob das Risiko der Nervenschädigung im Gespräch ausreichend thematisiert wurde (Az.: VI ZR 188/23).

Haben Allergiker freie Schulwahl?
Laut ARAG Experten ist es durchaus möglich, dass Grundschüler, bei denen eine lebensbedrohliche Allergie nachgewiesen ist, freie Schulwahl haben. In einem konkreten Fall wollte eine Schülerin aus Niedersachsen mit schwerer Erdnussallergie eine außerhalb ihres Schulbezirks gelegene „erdnussfreie“ Grundschule besuchen. Die Eltern hatten eine Ausnahmegenehmigung beantragt, da bereits kleinste Mengen Erdnuss bei ihrer Tochter lebensbedrohliche Reaktionen auslösen können. Die Wunschschule ist vom Nuss-Anaphylaxie-Netzwerk e. V. als „erdnussfrei“ anerkannt und verfügt über geschultes Personal für Notfälle. Doch die Schulbehörde lehnte den Antrag ab und argumentierte, dass viele Kinder Allergien hätten und alle Lehrkräfte für medizinische Notfälle geschult seien. Die Richter waren indes anderer Ansicht und betonten, dass die spezielle Gefährdungslage der Klägerin eine Ausnahme rechtfertigt. Sie verwiesen darauf, dass das Nieder-sächsische Schulgesetz (Paragraf 63 Absatz 3 Satz 4 Nummer 1) den Besuch einer anderen Schule gestattet, wenn der Besuch der zuständigen Schule eine unzumutbare Härte darstellt (Verwaltungsgericht Hannover, Az.: 6 A 3907/21).

Zahngesundheit ab 2026 im Gelben Heft dokumentiert
Bald wird das bekannte Gelbe Heft für Kinder erweitert: Neben den kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen (U1 bis U9) werden nach Informationen der ARAG Experten künftig auch die zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen darin dokumentiert. Diese Neuerung wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss beschlossen und soll Eltern eine umfassendere Übersicht über die Gesundheitsvorsorge ihres Kindes bieten. Kinder haben zwischen dem sechsten Lebensmonat und dem vollendeten sechsten Lebensjahr Anspruch auf sechs zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen. Bisher wurden diese separat im sogenannten Kinderzahnpass festgehalten. Mit der Integration in das Gelbe Heft erhalten Eltern nun auf einen Blick alle relevanten Vorsorgetermine. Für bereits im Umlauf befindliche Hefte sind Einlegeblätter und Aufkleber vorgesehen, um die neuen Informationen nachzutragen. Eltern sollten daher ab 2026 das Heft auch zu Zahnarztterminen mitbringen, um eine lückenlose Erfassung der Untersuchungen zu gewährleisten.

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/krankenzusatzversicherung/gesundheits-ratgeber/

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Dann schauen Sie im ARAG newsroom (https://www.arag.com/de/newsroom/) vorbei.

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Sie ist der weltweit größte Rechtsschutzversicherer. Aktiv in insgesamt 20 Ländern – inklusive den USA, Kanada und Australien – nimmt die ARAG über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Ihren Kunden in Deutschland bietet die ARAG neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft auch eigene einzigartige, bedarfsorientierte Produkte und Services in den Bereichen Komposit und Gesundheit. Mit mehr als 6.100 Mitarbeitenden erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von über 2,8 Milliarden Euro.

ARAG SE ARAG Platz 1 40472 Düsseldorf Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Dr. h. c. Paul-Otto Faßbender
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Digitalisierung im Praxis- und Klinikalltag: ATOS Wiesbaden steigert Effizienz und schafft lückenlose Dokumentation

Digitalisierung im Praxis- und Klinikalltag: ATOS Wiesbaden steigert Effizienz und schafft lückenlose Dokumentation

ATOS Wiesbaden arbeitet mit verschiedenen effizienten Digitalisierungs-Tools.

(Wiesbaden, Mai 2025) Weniger Bürokratie, mehr Transparenz für Ärzte und Patienten, effizientere Planung – ATOS in Wiesbaden erweitert seine digitalen Services und setzt damit ein Zeichen für mehr Patientenwohl und die Entlastung des medizinischen Personals. Nachdem sich dort schon seit Juli 2024 die digitale Patientenakte auf Station bewährt hat, werden jetzt nach und nach weitere Digitalisierungsprojekte ergänzt. Im Mai 2025 führt das ATOS MVZ Wiesbaden die digitalen Anamnesebögen des Anbieters Nelly Solutions ein, zum Jahresende folgen digitale Aufklärungsbögen von Thieme Compliance in Praxis und Klinik. Weitere Unterstützung gewähren außerdem tomedo, die Praxismanagementsoftware für die „papierlose Praxis“, und das Krankenhausinformationssystem iMedOne zur besseren Vernetzung von Medizinern und Pflegepersonal in der ATOS Klinik Wiesbaden. Ana-Paula Pinheiro da Cruz, kaufmännische Leiterin von ATOS Wiesbaden, sagt: „Bürokratie ist ein Zeitfresser im Arbeitsalltag. Mit den neu eingeführten digitalen Systemen steigern wir die Effizienz für Ärzte und Pflegekräfte und stellen sicher, dass alle Behandlungsschritte lückenlos dokumentiert werden und jederzeit von allen behandelnden Personen einsehbar sind.“

ATOS Wiesbaden möchte die Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen weiter vorantreiben. Das in Deutschland eher stagnierende Thema ist seit Jahren in aller Munde – zuletzt durch die zum Jahresbeginn eingeführte „elektronische Patientenakte“. Die orthopädische Klinik mit angeschlossenem MVZ und eigener Physiotherapiepraxis geht hier beispielhaft mit wichtigen Schritten hin zur Digitalisierung im medizinischen Sektor voran.

Entlastung des Klinikpersonals
„Die digitale Patientenakte auf Station macht für Pflegekräfte alle Informationen zum Patienten einsehbar, darunter Details zu vorherigen Behandlungen, zum Ablauf der OP oder über die Medikamentengabe. Das entlastet im Klinikalltag enorm, hilft, Fehler zu vermeiden, und gewährt eine lückenlose Dokumentation aller Schritte. Das ist später auch für Folgebehandlungen – beispielsweise bei unseren Physiotherapeuten – relevant“, berichtet Ana-Paula Pinheiro da Cruz. Zum Einsatz kommt dafür bei der ATOS Klinik Wiesbaden das Krankenhausinformationssystem (KIS) iMedOne von Telekom Healthcare Solutions, das Mediziner und Pflegende optimal vernetzt, einen zentralen und ortsunabhängigen Informationszugriff über ein Tablet erlaubt und die Abstimmung untereinander durch die Erfassung, Bearbeitung und Weitergabe medizinischer und administrativer Daten erleichtert.

Aufnahme vor OP vereinfacht
Schon der Erstkontakt zwischen Patient und medizinischer Einrichtung lässt sich effizienter gestalten. Vor Beginn einer Operation, ob ambulant oder stationär, regeln Behandlungsverträge wichtige Formalien wie AGB und Datenschutz. Das sind häufig viele Formulare und entsprechend viele Unterschriften, die nun vom Patienten bequem und sicher über DocuSign gesetzt werden können. Bereits vorliegende Informationen lassen sich in die Formulare übernehmen und müssen nicht wiederholt eingegeben werden. Die Lösung spart einerseits Verwaltungskosten und schenkt andererseits den Patienten mehr Zeit, sich inhaltlich auf den Eingriff vorzubereiten – oder einfach zu entspannen.

Entspanntere Anamnese für Patienten und Ärzte
Darüber hinaus hat sich ATOS Wiesbaden für die digitale Anamnese von Nelly Solutions entschieden, mit deren System die Patienten schon vor dem Arztbesuch digital persönliche Fragen beantworten und notwendige Informationen einreichen können, etwa Überweisungsscheine oder Medikamentenpläne. Zudem sind die Anamnesebögen in mehreren Sprachen verfügbar, was die Kommunikation erleichtert und Missverständnisse vermeidet. Effektiv ergibt sich daraus eine Zeitersparnis von bis zu zehn Minuten pro Patient. Dadurch bleibt mehr Zeit für intensivere Patientengespräche und es können insgesamt mehr Behandlungen durchgeführt werden, was in kürzeren Wartezeiten für einen Termin resultiert.

Transparente Aufklärung
Ähnlich verhält es sich mit den digitalen Aufklärungsbögen von Thieme Compliance, die das Einwilligungsmanagement in Klinik und Praxis digitalisieren. Vor der OP müssen Patienten umfassend über den geplanten Eingriff, dessen Notwendigkeit, Art und Schwere, mögliche Komplikationen sowie Behandlungsalternativen aufgeklärt werden. Die Aufklärung erfolgt weiterhin im Arzt-Patienten-Gespräch, allerdings ist der Aufklärungsbogen in seiner digitalen Form im Gespräch individualisierbar, etwa durch Einzeichnungen auf Bildern oder Freihandskizzen sowie durch Einbindung passender Aufklärungsfilme. Die Unterzeichnung erfolgt elektronisch und selbstverständlich datenschutzkonform und verschlüsselt. Ana-Paula Pinheiro da Cruz: „Uns ist viel daran gelegen, dass sich unsere Patienten wohl, gut aufgeklärt und miteingebunden fühlen. Hier bringt uns die moderne Software auf das nächste Level, während gleichzeitig das Personal entlastet wird. Aber auch Aspekte wie Datenschutz und rechtliche Absicherung, die sich aus den neuen Systemen ergeben, sind für uns von großer Bedeutung.“

Effizientes Praxismanagement
Ergänzend erledigt tomedo, die Praxissoftware für Praxismanagement der zollsoft GmbH, alle bürokratischen Angelegenheiten des ATOS MVZ Wiesbaden. Gesteuert über ein Tablet oder am PC, unterstützt tomedo dabei, Arbeitsabläufe zu planen. Das schafft Zeitersparnis und einen effizienten Praxis-Workflow – etwa weil über das To-do-Konzept immer ersichtlich ist, welcher Patient in welchem Raum von wem behandelt wird, und weil wiederkehrende Abläufe automatisiert werden, wie beispielsweise das Erstellen von Karteieinträgen, Rezepten und Briefen. Die Software, deren KI den medizinischen Fachwortschatz beherrscht, lässt sich über Sprachbefehle steuern. So können Diagnosen und Befunde direkt in die Patientenakte diktiert werden. Auch kann das Programm Daten aus der Videosprechstunde automatisch hinterlegen und ermöglicht die Terminvergabe über die Praxiswebsite. „So erzeugen wir für unser medizinisches Personal eine Arbeitsatmosphäre, in der mehr Zeit für das Wesentliche bleibt – nämlich die Patienten. Wir bei ATOS Wiesbaden sind der Meinung, dass wir so optimale Voraussetzungen für modernes Arbeiten im medizinischen Bereich schaffen“, so Ana-Paula Pinheiro da Cruz.

Digitaler Sprachassistent am Telefon
Nicht zuletzt hat das ATOS MVZ Wiesbaden auch eine Lösung für ein wohl in fast allen Arztpraxen gegenwärtiges Thema gefunden: die telefonische Erreichbarkeit. Hier geht nun zunächst der digitale Sprachassistent „Aaron“ von Doctolib ans Telefon und fragt Daten und Anliegen der Anrufer ab. Anschließend kategorisiert Aaron die Angaben, transkribiert das Gespräch und hinterlässt im System eine Handlungsempfehlung. So wird etwa die Terminvereinbarung oder die Rezeptbestellung automatisiert, Anrufer erhalten dann z. B. eine Bestätigungs-SMS, wenn sie ihr Rezept in der Apotheke einlösen können, und sparen sich dadurch sogar den Weg zur Praxis. Ana-Paula Pinheiro da Cruz: „Mit Aaron gewährleisten wir, dass jeder Anruf entgegengenommen werden kann, ohne dass Anrufer frustriert in der Warteschleife hängen. Das ist für uns und die Patienten eine weitere enorme Erleichterung. Wir werden auch in Zukunft vermehrt auf neue, digitale Lösungen setzen.“

Über die ATOS Klinik Wiesbaden:
Die ATOS Gruppe mit insgesamt zwölf stationären Kliniken, 24 ambulanten Standorten und der Holding-Gesellschaft in München zählt zu den führenden Unternehmen in der orthopädischen Spitzenmedizin und ist ein Portfolio-Unternehmen von Intermediate Capital Group (ICG). Die ATOS Klinik Wiesbaden, Teil der renommierten ATOS Gruppe, bietet ihren Patientinnen und Patienten orthopädische Versorgung mit ganzheitlichem Ansatz auf höchstem medizinischen Niveau. Die Expertise der Fachklinik erstreckt sich dabei über Schulter-, Ellenbogen-, Hand-, Rücken-, Hüft-, Knie- und Sprunggelenkprobleme. Mit hoch spezialisierten Fachärzten, modernster Ausstattung und einem einladenden Klinikambiente setzt die ATOS Klinik Wiesbaden seit 2023 neue Maßstäbe in der Patientenbetreuung. Die integrierte Physiotherapiepraxis komplettiert das Angebot, von der Prävention bis zur Nachsorge nach Operationen.
www.atos-kliniken.com/de/wiesbaden/

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Vernetzung im Gesundheitswesen – wird das jemals gelingen?

33. Jahreskongress des Berufsverbandes für Arthroskopie

Vernetzung im Gesundheitswesen - wird das jemals gelingen?

Während im Start Up-Bereich viele Gelder in die Digitalisierung des Gesundheitswesens gesteckt werden, wird die zentrale elektronische Patientenakte (ePA)des Bundesgesundheitsministeriums keine Erfolgsgeschichte werden. Niedergelassene Ärzte sind in ihrem Praxisalltag auf individuelle Lösungen angewiesen, die aber derzeit weder für die Ärzte noch für die Patienten zufriedenstellend sind. Warum das so ist und was die Lösung sein könnte, darüber referiert Praxisgründer UND Start Up-Gründer PD Dr. med. Oliver Miltner, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie (DocOrtho Berlin) auf dem 33. Jahreskongress des BVASK in Düsseldorf.

Der Blick als Praxisinhaber und Start Up Gründer hat einen riesigen Vorteil, um die schwierige Materie zu erfassen. Miltner: „Die Digitalisierung der Patientenakte wird schwierig, selbst das zentralistische e-Rezept wurde wegen des Datenschutzes wieder auf Halde gelegt.“

Entscheidend ist, so Miltner, dass der Patient in den Mittelpunkt des Datentransfers rückt. Die Digitalisierung kann nur vorangetrieben werden, wenn der Patient in all den Apps und Anwendungen einen Mehrwert sieht und sie nutzt.

Da die Lösungen für einen Mehrwert individuell und verschieden sein müssen, brauchen sie jedoch dringend gemeinsame Schnittstellen, damit alle Datensysteme kompatibel sind. Nur dann können Patienten bei jedem Arzt, jeder Praxis und jeder Klinik alle digitalen Angebote nutzen.

Bislang werden die dringend benötigten Schnittstellen jedoch von den Praxissoftware-Anbietern nicht in ausreichendem Maße freigegeben. Deshalb funktioniert die Vernetzung nicht.

Dieses und weitere spannende Themen auf dem BVASK-Kongress am 27. Und 28. Januar in Düsseldorf.

Zum BVASK (http://www.bvask.de/)

Der Berufsverband für Arthroskopie e.V. vertritt die fachlichen und politischen Interessen arthroskopisch tätiger Ärzte (Orthopäden und Chirurgen) in Deutschland. Ziel ist es, alle Patienten nach dem modernsten Stand der Medizin versorgen zu können.

Kontakt
Berufsverband für Arthroskopie
Kathrin Reisinger
Breite Straße 96
41460 Neuss
0157 81777 698
presse@bvask.de
http://www.bvask.de

IHE-Europe 2021 Connectathon bestätigt SER Group IHE-Konformität

IHE-Europe 2021 Connectathon bestätigt SER Group IHE-Konformität

IHE-Europe 2021 Connectathon bestätigt SER Group IHE-Konformität

Beim diesjährigen IHE-Europe 2021 Connectathon stellte die SER Group ihre Interoperabilität erfolgreich unter Beweis: Sie meisterte die Test-Szenarien für die wichtigsten IHE-Profile. Damit können Unternehmen aus dem Gesundheitswesen sichergehen, dass die Enterprise Content Management (ECM)-Plattform Doxis4 die von IHE definierten Anforderungen an den Informationsaustausch zwischen IT-Systemen im Healthcare-Bereich nachweisbar erfüllt.

IHE Europe, eine Regionalorganisation der internationalen Initiative „Integrating the Healthcare Enterprise“, gab am 13. September 2021 die offiziellen Ergebnisse des diesjährigen europäischen Connectathons bekannt: Die SER Group bestand erfolgreich die Test-Szenarien der wichtigsten IHE-Profile. Damit beweist sie, dass ihre Doxis4-Software mit Informationssystemen anderer Anbieter nach den international anerkannten Anforderungen der IHE integrierbar ist. „Im Gesundheitswesen kommen zahlreiche Anwendungen zum Einsatz, von KIS über ERP-Systeme wie SAP bis hin zu medizinischen Subsystemen wie PACS, RIS etc.“, erklärt Christian Behringer, Leiter des Healthcare Competence Centers der SER Group und der SER Interact Digital AG, und fährt fort: „Mit Doxsi4 führen Kliniken und Krankenhäuser die Daten aus all diesen Anwendungen sowie die begleitenden Dokumente in einer Single Source of Truth zusammen. Sie schaffen damit die Voraussetzung für den effizienten Zugriff auf Patienteninformationen sowie deren sicheren Austausch mit anderen Leistungserbringern und Patienten.“

Voraussetzung für die Anbindung an die elektronische Patientenakte
In Deutschland können seit dem 1. Januar 2021 alle gesetzlich Versicherten eine elektronische Patientenakte (ePA) ihrer Krankenkassen erhalten. In der Schweiz ist dies mit dem elektronischen Patientendossier (EPD) bereits seit April 2020 möglich, in Österreich mit der elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) seit 2015. Auf diesem Weg lassen sich medizinische Befunde und Informationen aus vorhergehenden Untersuchungen und Behandlungen über Praxis- und Krankenhausgrenzen hinweg speichern sowie einfach und schnell austauschen. „Ältere medizinische Systeme erfüllen oft nicht die erforderlichen IHE-Profile für den Austausch von Informationen mit dem elektronischen Patientendossier bzw. der Patientenakte, allen voran IHE XDS.b. Doxis4 schlägt mit den IHE-konformen Schnittstellen die Brücke zwischen diesen Systemen“, erklärt Christian Behringer.

IHE-Konformität von Doxis4 bestätigt
Beim jährlich stattfindenden Connectathon testen internationale IT-Hersteller die Interoperabilität ihrer Geräte und Anwendungen live und unter kontrollierten Bedingungen, die realen klinischen Szenarien entsprechen. Die IHE definiert hierfür ausgewählte Anwendungsfälle. Diese sogenannten Integrationsprofile beschreiben die beteiligten Systeme (Akteure) sowie deren Kommunikation untereinander. Bei den Tests, die dieses Jahr online vom 14. bis 18. Juni stattfanden, wurde die IHE-Konformität von Doxis4 in folgenden Profilen bestätigt:

Cross-Enterprise Document Sharing (XDS.b): Für die Bereitstellung, Suche und Abfrage von Dokumenten in unternehmensübergreifenden Patientenakten

Patient Identifier Cross-Reference HL7 V3 (PIXV3): Für unternehmensübergreifende Identifizierung von Patienten beim Datenaustausch mittels XDS

Patient Demographics Query HL7 V3 (PDQV3): Für die Suche nach Patienten IDs und demografischen Patientendaten wie Name, Geburtsdatum, Geschlecht etc.

Cross Enterprise User Assertion: Für unternehmensübergreifende Authentifizierung von Benutzern sowie die Berechtigungssteuerung

Consistent Time (CT) und Audit Trail and Node Authentication (ATNA): Für den authentisierten, verschlüsselten und zentral protokollierten Datenaustausch

Den vollen Umfang der IHE-konformen Fähigkeiten von Doxis4 finden Sie in der Ergebnisliste der IHE: http://connectathon-results.ihe.net/

Weitere Informationen über Doxis4-Lösungen für das Gesundheitswesen finden Sie hier (https://www.sergroup.com/de/branchenloesungen/gesundheitswesen.html)

Über die SER Group
Die SER Group ist einer der weltweit führenden Software-Anbieter für Enterprise Content Management (ECM). Mehr als fünf Millionen Anwender arbeiten täglich mit der Doxis4 ECM-Plattform der SER Group – on-premises, hybrid oder in der Cloud. Mit ihren einheitlichen ECM, BPM, Collaboration & Cognitive Services gestalten mittelständische Unternehmen, Konzerne, Verwaltungen und Organisationen digitale Lösungen für ihr intelligentes Informations- und Prozessmanagement. Die SER Group blickt auf 35 Jahre Erfahrung zurück und ist weltweit an 22 Standorten mit über 600 Mitarbeiter*innen vertreten.

Kontakt
SERgroup Holding International GmbH
Silvia Kunze-Kirschner
Joseph-Schumpeter-Allee 19
53227 Bonn
(0)40 27891-443
Silvia.Kunze-Kirschner@ser.de
https://www.sergroup.com