E-Rezept: Aus für bunte Papier-Rezepte

ARAG Experten informieren darüber, wie das elektronische Rezept funktioniert

E-Rezept: Aus für bunte Papier-Rezepte

Seit Anfang des Jahres haben das rosafarbene sowie das grüne Papier-Rezept für gesetzlich Versicherte ausgedient. Seitdem sind Ärzte verpflichtet, ihren Patienten verschreibungspflichtige Medikamente mit einem digitalen Rezept-Code auszustellen. Frei verkäufliche OTC-Arzneimittel (engl. over the counter, deutsch „über den Verkaufstisch“) dürfen freiwillig als E-Rezept verordnet werden. Wie das Ganze funktioniert, welche Vor- und Nachteile es gibt und wie es mit der Datensicherheit aussieht, erklären die ARAG Experten.

Möglichkeiten, das E-Rezept einzulösen
Die einfachste Möglichkeit ist das Einlösen des elektronischen Rezeptes mit der elektronischen Gesundheitskarte. Die wird in der Apotheke einfach in ein Kartenlesegerät gesteckt. Eine PIN ist laut ARAG Experten nicht nötig. Wer es herkömmlich mag, kann sich in seiner Arztpraxis einen ausgedruckten Rezeptcode auf Papier mitgeben lassen. In der Apotheke wird dieser einfach gescannt und anschließend das Medikament ausgegeben.

Gesetzlich Versicherte mit einem Smartphone haben zudem die Möglichkeit, ihre E-Rezepte in einer App (https://www.das-e-rezept-fuer-deutschland.de/app) zu verwalten. Die App steht kostenlos zur Verfügung und beinhaltet zusätzliche Informationen, wie z. B. eine Übersicht der Apotheken in der Nähe und deren Öffnungszeiten. Über eine Familienfunktion mit unbegrenzten Profilen können pflegende Angehörige zudem Rezepte von Familienmitgliedern verwalten und einlösen. Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass für die Nutzung der App ein NFC-fähiges Smartphone nötig ist, mit dem man kontaktlos zahlen kann. Darüber hinaus benötigt auch die elektronische Gesundheitskarte eine NFC-Schnittstelle. Zu erkennen ist die laut ARAG Experten an der sechsstelligen Kartenzugangsnummer sowie dem Symbol für drahtlose Übertragung am oberen Rand der Karte. Wer noch ohne entsprechende Gesundheitskarte unterwegs ist, kann diese bei seiner Krankenkasse beantragen.

Übrigens: Auch nach Videosprechstunden können sich Patienten ein E-Rezept ausstellen lassen.

Welche Vorteile hat das E-Rezept?
Es ist vor allem der Aufwand, der sich für Patienten, Arztpraxen und Apotheken deutlich verringert. So müssen Patienten, sofern sie in einem Quartal bereits bei ihrem Arzt waren und ihre Gesundheitskarte eingelesen wurde, sich nicht mehr erneut auf den Weg in die Praxis machen, wenn ein Folgerezept ausgestellt werden muss. Zudem können Versicherte das Rezept per App an eine Apotheke senden, um das verschriebene Arzneimittel vorzubestellen. Und natürlich werden durch die Digitalisierung Abläufe vereinfacht und Zettelwirtschaft vermieden.

Gibt es auch Nachteile?
Auch die Nachteile des E-Rezeptes sollten genannt werden. So weisen die ARAG Experten darauf hin, dass es bei der Signatur des Rezeptes zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Patienten können also unter Umständen nicht mehr direkt von der Arztpraxis in die Apotheke gehen, um das verschriebene Medikament abzuholen, weil das Rezept von der Apotheke noch nicht abgerufen werden kann. Ein weiterer Nachteil: Obwohl das E-Rezept seit Anfang des Jahres verpflichtend ist, gibt es noch keine Sanktionen, wenn Ärzte ausschließlich Papierausdrucke aushändigen, Patienten also nach wie vor für jedes Rezept in die Praxis kommen müssen.

Ist das E-Rezept datensicher?
Das E-Rezept wird vom Arzt digital und fälschungssicher signiert und im sogenannten E-Rezept-Fachdienst, einem zentralen System, gespeichert. Durch eine Mehrfachverschlüsselung sind die Daten vor unbefugtem Zugriff geschützt. Mit der Signatur erhält das Rezept einen Code, der unmittelbar an die Gesundheitskarte oder die App des Patienten übermittelt oder ihm in Papierform übergeben wird. Dieser Code ist einzigartig und enthält alle Informationen, die für das jeweilige Rezept wichtig sind. 100 Tage, nachdem das Rezept eingelöst wurde, werden die Daten automatisch gelöscht. Auch um das Rezept abzurufen, nutzt die Apotheke den E-Rezept-Fachdienst. Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass jedes E-Rezept nur einmal eingelöst werden kann. Wie ihre Papier-Vorgänger sind E-Rezepte 28 Tage gültig. Bei technischen Problemen muss auf das rosa Papier-Rezept zurückgegriffen werden.

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/versicherungs-ratgeber/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Sie ist der weltweit größte Rechtsschutzversicherer. Aktiv in insgesamt 19 Ländern – inklusive den USA, Kanada und Australien – nimmt die ARAG über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Ihren Kunden in Deutschland bietet die ARAG neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft auch eigene einzigartige, bedarfsorientierte Produkte und Services in den Bereichen Komposit und Gesundheit. Mit mehr als 4.700 Mitarbeitenden erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von über 2,2 Milliarden Euro.

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Wahrnehmung der Wirksamkeit: Wo Verbraucher ihre OTC-Produkte kaufen, macht den Unterschied

Wahrnehmung der Wirksamkeit: Wo Verbraucher ihre OTC-Produkte kaufen, macht den Unterschied

-Wahl des Kauforts reflektiert Verbraucherabsicht: Apotheken für akute Anliegen, Drogerien für Prävention.
-Stationärer Handel bevorzugt: 71 % der deutschen Verbraucher wählen Apotheken, Drogerien oder Supermärkte vor Ort für OTC-Produkte.
-Drogerien dominieren: Bei der Customer Journey zu OTC-Produkten stehen sie mit 41 % an erster Stelle, gefolgt von Apotheken und Online-Apotheken.

Frankfurt, 07. November 2023_NIQ, das weltweit führende Consumer Intelligence Unternehmen, veröffentlichte heute die Ergebnisse einer Studie zur Wahrnehmung und zum Kaufverhalten von OTC-Produkten bei deutschen Verbrauchern. OTC-Produkte, kurz für „Over-The-Counter“, sind rezeptfreie Arzneimittel, die ohne ärztliche Verschreibung erworben werden können. Die Studie zeigt: Hinsichtlich der Wirksamkeit von OTC-Produkten ziehen Verbraucher klare Linien. Während Produkte aus Apotheken als besonders wirksam und medizinisch angesehen werden, vor allem in Kategorien wie „Magen, Darm, Verdauung“, sehen Verbraucher bei OTC-Produkten aus Supermärkten ein niedrigeres Qualitätsniveau.

Wahrnehmung von OTC-Produkten: Apotheken stehen für Qualität und Wirksamkeit
Bereits die Wahl des Kauforts für OTC-Produkte reflektiert oft die Absicht des Verbrauchers: Für akute gesundheitliche Anliegen ziehen die meisten die Apotheke vor, während Drogerien für präventive Produkte bevorzugt werden. Generell werden Produkte aus Apotheken von Konsumenten als besonders wirksam und medizinisch relevant eingestuft, insbesondere in Produktkategorien der Bereiche „Magen, Darm, Verdauung“.
Geht es um die Nebenwirkungen, Inhaltsstoffe und Qualität von rezeptfreien Arzneimitteln sehen die befragten Konsumenten jedoch zwischen der Apotheke, Drogerie und Online-Apotheke nur geringe Unterschiede. Eine Ausnahme bilden OTC-Produkte aus Supermärkten, denen ein niedrigeres Qualitätsniveau zugeschrieben wird.
„Unsere Studie offenbart, dass die Verbraucher nicht nur auf den Preis oder die Erreichbarkeit schauen, sondern dass ihre Wahrnehmung von medizinischer Qualität tief in der Entscheidung verankert ist. Apotheken symbolisieren für viele immer noch einen medizinischen Standard, während Supermärkte in puncto Qualität Rückstände haben“, erklärt Sandra Kruse, Senior Consultant Consumer Insights bei NIQ.

Stationärer Handel dominiert bei OTC-Produkten: Verbraucher setzen auf Vertrauen und Beratung
Kernbefund: Eine überwältigende Mehrheit von 71 % der deutschen Verbraucher vertraut bei der Suche und dem Kauf von OTC-Produkten auf den stationären Handel, sei es in Apotheken, Drogerien oder Supermärkten. Lediglich 23 % ziehen Online-Kanäle in Betracht. Dies unterstreicht das starke Vertrauen in den lokalen Handel, wo Konsumenten sich offensichtlich am ehesten zum Kauf eines OTC-Produktes überzeugen lassen.

Drogerien: Die bevorzugte Wahl bei OTC-Produkten
Bei der detaillierten Betrachtung der Customer Journey rund um OTC-Produkte zeichnet sich die Drogerie als erste Wahl für viele Konsumentinnen und Konsumenten ab. Ganze 41 % setzen von Anfang an auf diesen Kanal. Die Überzeugungsgründe sind vielfältig: Ein stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis, eine breite Auswahl, gute Erreichbarkeit und ein schneller, unkomplizierter Kauf.
Auf Platz zwei der Beliebtheitsskala stehen die Apotheken mit 21 %, dicht gefolgt von den Online-Apotheken mit 17 %. Supermärkte und Online-Drogerien runden die Top 5 ab.
In spezifischen Produktkategorien, wie „Haut, Haare, Nägel“ und „Vitamine & Mineralstoffe“, dominieren die Drogerien (54 % bzw. 49 %). Bei Produkten für „Magen-Darm-Verdauung“ sind sie mit 36 % ebenfalls stark vertreten. Doch in diesem Segment spielt die Apotheke mit einem Anteil von 25 % eine nicht zu unterschätzende Rolle. Bei Erkältungsmitteln sind schließlich Drogerien und Apotheken gleichauf.

Methodik der Studie
Die NIQ Consumer Insights Studie NIQ 2023 befragt insgesamt 2.003 erwachsene Verbraucher zu deren Konsum von OTC-Produkten. Die Studie analysiert die gängigen OTC-Einkaufskanäle wie Apotheken, Drogeriemärkte, Supermärkte, Discounter und ihre jeweiligen Online-Vertreter aus Sicht der Verbraucher. Anhand von fünf Segmenten (Erkältungsmittel, Vitamine und Mineralstoffe, Magen-Darm-Verdauung, Beruhigung, Nerven und Schlaf sowie Haut, Haare, Nägel) wird insbesondere die Dynamik zwischen Produktwahrnehmung und gewähltem Einkaufskanal in der OTC-Warenkategorie aufgezeigt.

Über NIQ
NIQ ist das weltweit führende Consumer Intelligence Unternehmen, das ein umfassendes Verständnis des Kaufverhaltens von Verbrauchern liefert und neue Wege zum Wachstum aufzeigt. Im Jahr 2023 schlossen sich NIQ und GfK zusammen, zwei Branchenführer mit beispielloser globaler Reichweite. Mit einer ganzheitlichen Betrachtung des Einzelhandels und den umfassendsten Einblicken in das Konsumverhalten, die mittels fortgeschrittener Analysen über hochmoderne Plattformen geliefert werden, bietet NIQ das Gesamtbild – the Full View™.
NIQ, ein Portfoliounternehmen von Advent International, ist in mehr als 100 Märkten tätig und deckt mehr als 90% der Weltbevölkerung ab. Weitere Informationen finden Sie unter NIQ.com.

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