Benefizkonzert für Kinder vor & nach Organtransplantation

Geschenk Leben

Benefizkonzert für Kinder vor & nach Organtransplantation

Am 13. Dezember 2024 lädt die Rudolf-Pichlmayr-Stiftung zu einem besonderen Benefizabend ein: Unter dem Motto „Geschenk Leben“ erwartet die Gäste im Brainlab Atrium am alten Flughafen Riem ein einzigartiges Konzert sowie viele kleine (kulinarische) Überraschungen.

Der Abend steht unter der Schirmherrschaft von Elke Büdenbender und wird von Sandra Maischberger moderiert.

Musikalisch gestaltet wird der Abend u.a. vom preisgekrönten Cellisten Maximilian Hornung, der bereits den ECHO-Klassik-Preis sowie den Europäischen Nachwuchspreis gewann, der weltweit gefeierten Sopranistin Hannah-Elisabeth Müller und der erst 11-jährigen Ausnahmecellistin vom Institut für musikalisch Hochbegabte der Musikhochschule Hannover Charlotte Melkonian. Die drei Solist:innen werden zusammen mit dem Bayerischen Staatsorchester und Stipendiat:innen von YEHUDI MENUHIN Live Music Now auftreten. Unter der künstlerischen Leitung des Dirigenten Stephan Frucht dürfen sich die Gäste u.a. auf Werke von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Friedrich Gulda freuen.

Der Reinerlös des Abends kommt der Rudolf Pichlmayr-Stiftung zugute. Mit ihrem Rehabilitationszentrum Ederhof in Osttirol bietet sie Kindern und Jugendlichen, die nach einer Organtransplantation ein „zweites Leben“ geschenkt bekommen haben, therapeutische Unterstützung. Am Ederhof können die jungen Patient:innen gemeinsam mit ihren Familien das Erlebte verarbeiten und sich auf den Neustart zuhause vorbereiten.

Karten für das Benefizkonzert sind über München Ticket erhältlich. Alle Informationen zur Veranstaltung unter www.geschenkleben-konzert.de

Elke Büdenbender, Richterin und Ehefrau des Bundespräsidenten sowie Schirmherrin des Abends: „Seit mehr als 30 Jahren bietet die Rudolf Pichlmayr-Stiftung in Osttirol mit dem Ederhof Kindern und Jugendlichen vor oder nach einer Organtransplantation einen geschützten Ort, an dem sie zu neuer Stärke finden. Nach meist vielen Jahren der Krankheit ist dies für die jungen Menschen von besonderer Bedeutung. Ich freue mich daher sehr, für das Benefizkonzert zugunsten der Rudolf Pichlmayr-Stiftung die Schirmherrschaft übernehmen zu dürfen. Die Arbeit am Ederhof hat unsere Aufmerksamkeit und Wohltätigkeit verdient.“

Professor Eckhard Nagel, Vorstandsvorsitzender der Stiftung und Ärztlicher Leiter des Ederhofs: „Die Kinder, die wir am Ederhof betreuen, haben in ihrem jungen Leben oft schon mehr durchgemacht, als man sich vorstellen kann. Ihre Stärke ist bewundernswert – und dennoch brauchen sie unsere Hilfe. Dieses Konzert ist eine wunderbare Gelegenheit, auf ihre Geschichten aufmerksam zu machen und zusätzliche Unterstützung zu gewinnen und wir danken allen, die mit ihrem persönlichen Engagement dazu beitragen, diesen besonderen Abend zu ermöglichen.“

Professor Stephan Frucht, künstlerischer Leiter des Abends: „Rudolf Pichlmayr hat mit seiner Arbeit die Welt um Meilen vorangebracht. Mit diesem Benefizkonzert möchte ich gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsorchester und großartigen Solist:innen das Herz all derer berühren, die wie ich die bedeutende Arbeit der Stiftung unterstützen wollen.“

Stefan Vilsmeier, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Brainlab AG: „Für Brainlab bedeutet Innovation mehr als Technologie – es geht auch darum, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Über das Brainlab Social Programm unterstützen wir Projekte wie den Ederhof, die Familien stärken und Hoffnung schenken. Der heutige Abend liegt uns daher besonders am Herzen.“

Über das Rehabilitationszentrum Ederhof und die Rudolf Pichlmayr-Stiftung
Der Ederhof in Iselsberg-Stronach/Osttirol ist ein Rehabilitationszentrum für organtransplantierte Kinder und Jugendliche. Das europaweit einzigartige therapeutische Konzept ist familienorientiert und richtet sich an junge Menschen mit Organerkrankungen vor oder nach der Transplantation sowie an ihre Eltern und Geschwister. Trägerin des Ederhofs ist die Rudolf Pichlmayr-Stiftung mit Sitz in Hannover. Sie finanziert bauliche, medizinische und personelle Maßnahmen und trägt so wesentlich dazu bei, den Familien eine individuelle, hoch spezialisierte Reha bieten zu können.

Der Ederhof in Iselsberg-Stronach/Osttirol ist ein Rehabilitationszentrum für organtransplantierte Kinder und Jugendliche. Das europaweit einzigartige therapeutische Konzept ist familienorientiert und richtet sich an junge Menschen mit Organerkrankungen vor oder nach der Transplantation sowie an ihre Eltern und Geschwister. Trägerin des Ederhofs ist die Rudolf Pichlmayr-Stiftung mit Sitz in Hannover. Sie finanziert bauliche, medizinische und personelle Maßnahmen und trägt so wesentlich dazu bei, den Familien eine individuelle, hoch spezialisierte Reha bieten zu können.

Kontakt
Rudolf Pichlmayr Stiftung
Annika Dr. Ollrog
Georgsplatz 9
30159 Hannover
017650950990
www.geschenkleben-konzert.de

Hoffnung auf mehr Organspenden

ARAG Experten informieren über das neue Organ- und Gewebespenderegister

Hoffnung auf mehr Organspenden

Neue Aufmerksamkeit für ein wichtiges Thema: Am 18. März nimmt das „Register für Erklärungen zur Organ- und Gewebespende“ seinen Dienst auf. Es soll nicht nur langfristig der Ärzteschaft erleichtern, ein notwendiges Organ zu finden, sondern auch die Schwelle zur Bereitschaft potentieller Spender senken. ARAG Experten mit den Details zum kommenden elektronischen Verzeichnis.

Warum ist Organspende so wichtig?
Man kann es nicht deutlich genug sagen: Nicht in die postmortale Spende seiner Organe einzuwilligen, bedeutet letztendlich, anderen Menschen nicht zu helfen, wenn es für sie um Leben und Tod geht. Denn laut Bundesministerium für Gesundheit (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/2020/reform-der-organspende) stirbt alle acht Stunden ein Mensch, weil kein passendes Spender-Organ für ihn gefunden wurde. Die Warteliste von Eurotransplant, der zentralen Vermittlungsstelle, die die Organvergabe streng nach den Richtlinien der Bundesärztekammer regelt, ist lang. Die Kriterien, welcher Patient an welcher Stelle auf dieser Liste steht, sind neben der Wartezeit übrigens auch die Dringlichkeit und die Erfolgsaussicht, das Leben zu retten. Finanzieller und sozialer Status spielen hingegen laut ARAG Experten absolut keine Rolle.

Warum hat Deutschland so wenig Spender?
Die Bereitschaft zur Organspende nach dem Tod ist in Deutschland nach wie vor gering – zumindest, was den dokumentierten Willen betrifft. Denn nur rund 39 Prozent der Deutschen (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1007531/umfrage/besitz-eines-organspendeausweises-in-deutschland/) hatten im Jahr 2021 einen Organspendeausweis. 72 Prozent (https://de.statista.com/themen/376/organspende/#topicOverview) wären aber prinzipiell mit der Spende einverstanden. Mit knapp über zehn tatsächlichen Organspendern je einer Million Einwohner steht Deutschland im internationalen Vergleich schlecht da; in Spanien sind es beispielsweise 46. Laut den ARAG Experten könnten die unterschiedlichen Einwilligungsvoraussetzungen ein Grund dafür sein. Denn in diversen anderen Ländern gilt die sogenannte Widerspruchslösung: Wird der Spende nicht zu Lebzeiten widersprochen, ist man automatisch Organspender – das können auch die Angehörigen nach dem Tode nicht mehr verhindern. 2020 wurde eine entsprechende Änderung im Bundestag laut ARAG Experten zwar diskutiert, jedoch abgelehnt. Somit gilt in Deutschland nach wie vor die Entscheidungslösung, bei der es ein aktives und dokumentiertes „Ja“ des Betroffenen braucht.

Neues Organspende-Register – Was ist mit der Datensicherheit?
Das „Ja zur Organspende“ braucht nach Auskunft der ARAG Experten eine schriftliche Form. Zurzeit ist die einfachste Art der Organspendeausweis. Dieser wird bisher nirgendwo zentral erfasst und sollte daher immer bei sich getragen werden. Nun aber kommt das elektronische Organspende-Register (https://www.bfarm.de/DE/organspende-register.html). Hier kann sich jeder freiwillig eintragen, der der postmortalen Organ- und Gewebespende zustimmt. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) verspricht höchste Anforderungen an die Datensicherheit. Alle gespeicherten Daten werden auf einem Server in Deutschland gespeichert und sind vor jeglicher Manipulation und unberechtigtem Zugriff geschützt. Nach Information der ARAG Experten können über das Authentifizierungsverfahren ausschließlich der Organspender sowie berechtigtes Krankenhauspersonal auf die Erklärung zugreifen.

Ab wann kann man spenden?
Eine Organspende ist erst mit Vollendung des 16. Lebensjahres möglich, so beschränkt es das Transplantationsgesetz. Das heißt aber nicht, dass Kinder und Jugendliche nicht als Spender in Frage kommen. Vielmehr weisen die ARAG Experten darauf hin, dass die Eltern im Ernstfall diese Entscheidung treffen dürfen und müssen. Denn bei jedem Todesfall, bei dem der betreffende Mensch zu Lebzeiten keine eigene Entscheidung hinterlegt hat, obliegt den Angehörigen das „Ja“ oder „Nein“. Allerdings haben auch Jugendliche schon mit Vollendung des 14. Lebensjahres das Recht, einer Organentnahme grundsätzlich zu widersprechen. Ist das tatsächlich der Wunsch, sollte dies schriftlich hinterlegt sein, am besten innerhalb einer Patientenverfügung (https://www.arag.de/rechtsschutzversicherung/privatrechtsschutz/patientenverfuegung/).

Wie lange gilt noch der alte Organspendeausweis?
Es bleibt zu hoffen, dass nun also tatsächlich viele Menschen die niedrigere Hürde zum Anlass nehmen und sich ab 18. März beim Organspende-Register eintragen. Allerdings weisen die ARAG Experten darauf hin, dass bis Anfang 2025 eine Übergangsfrist läuft, in der man zusätzlich noch einen Vermerk in seiner Patientenvollmacht haben und einen Organspendeausweis bei sich tragen sollte. Man bekommt ihn in Einwohnermeldeämtern, bei vielen Ärzten, in Krankenhäusern oder Apotheken. Auch online kann er über das Bundesgesundheitsministerium (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/O/Organspende/Organspendeausweis_ausfuellbar.pdf) direkt ausgefüllt und ausgedruckt werden, alternativ funktioniert eine kostenlose Bestellung über die gebührenfreie Telefonnummer 0800 – 90 40 400.

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/krankenzusatzversicherung/gesundheits-ratgeber/

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Die wichtigsten Fragen zum Organspendeausweis – Verbraucherinformation der DKV

Warum ist er sinnvoll, wo gibt es ihn und was kann man eintragen?

Die wichtigsten Fragen zum Organspendeausweis - Verbraucherinformation der DKV

Wer sich gegen eine Organspende entscheidet, sollte trotzdem einen Organspendeausweis ausfüllen. (Bildquelle: ERGO Group)

In Deutschland sind immer noch zu wenig Menschen zu einer Organspende bereit. Das zeigt der große Bedarf: Aktuell warten etwa 8.700 Patienten auf ein Spenderorgan. Wer nach seinem Tod Leben retten möchte, sollte sich daher unbedingt einen Organspendeausweis besorgen. Warum aber auch Menschen, für die eine Spende nicht infrage kommt, das Dokument ausfüllen sollten und weitere wichtige Fragen beantwortet Solveig Haw, Gesundheitsexpertin der DKV.

Warum ist der Organspendeausweis für alle sinnvoll?

Eine Organtransplantation kann Leben retten – deswegen sollte sich jeder zu Lebzeiten die Frage stellen, ob eine Spende für ihn infrage kommt und sich darüber informieren. Wichtig zu wissen für Organspender: „Eine Spende kommt nur dann in Betracht, wenn ein vollständiges und irreversibles Hirnversagen vorliegt. Dieses müssen zwei Fachärzte unabhängig voneinander nach den Richtlinien der Bundesärztekammer feststellen“, erläutert Solveig Haw, Gesundheitsexpertin der DKV. Hinzu kommt: Eine Entnahme der Organe ist nur zulässig, wenn das explizite Einverständnis des Spenders vorliegt. Anderenfalls muss der nächste Angehörige im Fall des Falles entscheiden. Auch deshalb ist der Organspendeausweis wichtig. „Wer sich generell gegen eine Spende entscheidet oder nur bestimmte Organe spenden möchte, kann dies darin vermerken. Das Dokument entlastet im Todesfall die Familie, die den Willen des Verstorbenen womöglich nicht kannte“, erläutert Haw.

Änderungen jederzeit möglich

Wer in seinem Organspendeausweis festgelegt hat, ob oder welche Organe er nach dem Tod spenden möchte, muss daran nicht ein Leben lang festhalten. Denn: „Eine getroffene Entscheidung ist nicht in Stein gemeißelt“, weiß die Gesundheitsexpertin der DKV. Es ist jederzeit möglich, Änderungen vorzunehmen, der Spende zu widersprechen oder sich doch für eine Spende zu entscheiden. „Dazu den Ausweis einfach vernichten und einen neuen beantragen“, erklärt Haw. Es ist auch möglich, nach Absprache eine Person einzutragen, die nach dem Tod darüber entscheidet, was mit den Organen passieren soll.

Wo ist der Ausweis erhältlich?

Um auf die Wichtigkeit des Themas Organspende aufmerksam zu machen, ist der Organspendeausweis mittlerweile an vielen Stellen verfügbar. Unter www.organspende-info.de (https://www.organspende-info.de/mediathek/organspendeausweise/), einer Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, können Interessenten den Ausweis beispielsweise entweder direkt downloaden und ausdrucken oder als Plastikkarte im Scheckformat bestellen. Auch auf der Website (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/organspende/faqs.html) des Bundesministeriums für Gesundheit steht der Ausweis zum Download bereit. „Außerdem liegt das Dokument in vielen Arztpraxen, Apotheken, Einwohnermeldeämtern oder bei Krankenkassen und -versicherungen aus“, ergänzt Haw.

Gibt es ein Mindestalter oder andere Voraussetzungen?

Auch Jugendliche können bereits über eine Organspende entscheiden: „Ab dem 16. Lebensjahr sind potenzielle Spender berechtigt, sich für oder gegen eine Spende auszusprechen und dies im Ausweis festzuhalten“, erläutert die Gesundheitsexpertin der DKV. Für über 14-Jährige gilt: Sie dürfen einer Organspende widersprechen, sich aber noch nicht rechtswirksam dafür entscheiden. Ein Höchstalter gibt es nicht. „Entscheidend bei der Organspende ist nicht das Alter des Spenders, sondern der Zustand der Organe“, erläutert Haw. Das sogenannte Eurotransplant Senior Programm sorgt auch dafür, dass Organe älterer Menschen älteren Empfängern zugeordnet werden. Komplett ausgeschlossen von einer Spende sind aktuell nur Personen mit einer akuten Krebserkrankung oder solche, die HIV-positiv sind. Wer an einer chronischen Krankheit leidet, kann dies freiwillig im Ausweis angeben.

Wo aufbewahren?

Im Ernstfall ist es wichtig, dass der Organspendeausweis schnell zur Hand ist. „Daher sollten Besitzer ihn am besten immer bei sich tragen und beispielsweise im Geldbeutel aufbewahren“, rät die DKV Expertin. „Zusätzlich kann es sinnvoll sein, Angehörige über die getroffene Entscheidung oder den Aufbewahrungsort des Ausweises zu informieren.“
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Die Niere – das Multitalent

ARAG Experten über eine weit verbreitete Krankheit, die lange unbemerkt bleibt

Unsere Nieren sind echte Multitalente: Pro Tag filtern sie bis zu 1.800 Liter Blut. Denn das ist ihre Hauptaufgabe: Unser Blut von Giftstoffen zu reinigen, die dann in Form von Urin ausgeschieden werden. Dabei wiegen beide Nieren zusammen nicht einmal 300 Gramm und haben jeweils die Größe eines kleinen Smartphones: neun bis zwölf Zentimeter lang und vier bis sechs Zentimeter breit. Anlässlich des Weltnierentages am 10. März 2022 erklären die ARAG Experten, warum diese kleinen Organe überlebenswichtig sind.

Lange Wartelisten
Die Niere ist das am häufigsten transplantierte Organ. Eine der häufigsten Ursachen für eine Nierenschädigung ist die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder ein langjähriger Bluthochdruck. Von über 9.000 Patienten, die in Deutschland auf einer Warteliste für ein Spenderorgan stehen, warten rund 7.400 Menschen (https://www.organspende-info.de/zahlen-und-fakten/statistiken.html) auf eine Niere. Während im Jahr 2020 deutschlandweit insgesamt 1.473 Nierentransplantationen (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/226648/umfrage/anzahl-der-nierentransplantationen-in-deutschland/) vorgenommen wurden, ist die Gesamt-Warteliste für Spenderorgane im selben Jahr um 4.900 Personen angewachsen. Knapp 800 Menschen auf der Warteliste sind verstorben, weil kein Spenderorgan zur Verfügung stand.

Der lange Weg zum neuen Organ
Erste Anzeichen für eine Nierenerkrankung können beispielsweise Konzentrationsmangel, Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder geschwollene Gelenke sein. Bis die sich bemerkbar machen, können die Nieren allerdings bereits 90 Prozent ihrer Funktion verloren haben. Bei einem endgültigen Nierenversagen müssen Patienten, bis ein Spenderorgan verfügbar ist, zur Blutreinigung, der sogenannten Dialyse. Allerdings kann die Dialyse nur einen geringen Teil der normalen Nierenfunktion übernehmen, daher ist Blutwäsche kein Dauerzustand. Zumal die Behandlung, egal ob zu Hause oder in einer Dialysestation, zeitaufwendig ist: durchschnittlich dreimal pro Woche müssen Betroffene für vier bis fünf Stunden ans Dialysegerät.

Da weniger Nieren gespendet als benötigt werden, gibt es eine Warteliste. Nach Auskunft der ARAG Experten kommen nur Patienten auf diese Warteliste für eine Spenderniere, wenn ihr Organ endgültig versagt hat und sie dialysepflichtig sind oder es in absehbarer Zeit werden. Auch der zu erwartende Erfolg einer Transplantation sowie die Notwendigkeit für das Überleben eines Patienten ist entscheidend für die Aufnahme auf die Warteliste.

Organspende mit Aussicht auf Erfolg
Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass eine Niere auch zu Lebzeiten gespendet werden kann, sollte keine Spenderniere aus einer postmortalen Organspende zur Verfügung stehen. Dazu müssen Spender allgemein gesund sein und über zwei gesunde Nieren verfügen. Eine Altersgrenze für eine Nierenlebendspende gibt es nicht. Die Nierenleistung mit nur einer Niere liegt noch bei rund 70 Prozent, reicht also für ein normales Leben aus. Eine spezielle Diät oder andere Einschränkungen in der Ernährung müssen Spender nicht einhalten. Die Erfolgsaussicht einer Nierentransplantation ist sehr hoch: Von 100 transplantierten Nieren funktionieren ein Jahr nach der Operation noch etwa 95, nach fünf Jahren arbeiten noch rund 86 Spenderorgane.

Die Niere schützen
Laut ARAG Experten kann man viel zum eigenen Nierenschutz beitragen. Wer sich fit und aktiv hält, sich regelmäßig bewegt und gesund ernährt, ist schon ganz weit vorne. Rauchen sollte nicht nur für eine gesunde Niere tabu sein und wenn es um die ausreichende Trinkmenge von 1,5 bis zwei Litern täglich geht, ist selbstverständlich nicht von Alkohol oder gesüßten Limonaden die Rede, sondern beispielsweise von Wasser, ungesüßten Tees und wenigen frischen Säften. Zusätzlich sollte man aber auch regelmäßig zum Arzt gehen und dort den Blutzuckerspiegel und den Blutdruck überprüfen lassen. Wer bereits Diabetes hat, an Bluthochdruck leidet oder übergewichtig ist, sollte seine Nierenfunktion bei einem Facharzt, dem Nephrologen, messen lassen.

Mit Organspenden Leben retten
Während über 9.000 Menschen auf eine Organspende warten, wurden im letzten Jahr lediglich knapp 3.000 Organe (https://dso.de/organspende/statistiken-berichte/organtransplantation) transplantiert und es gab nur 933 postmortale Organspender. Die Spenderquote macht die Dringlichkeit der Organspende allerdings noch deutlicher: Pro eine Million Einwohner gibt es nur knapp 11 Spender. Daher weisen die ARAG Experten abschließend auf den Organspendeausweis (https://www.organspende-info.de/organspendeausweis-download-und-bestellen.html) hin, der mit wenigen Klicks online erstellt oder als Plastikkarte bestellt werden kann. Auch telefonisch ist eine Bestellung möglich unter 0800 – 90 40 400 (Kostenlose Hotline der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung). Zudem ist die Karte in Papierform bei vielen Apotheken, Hausärzten, Krankenhäusern und bei den Krankenkassen erhältlich.

Mehr zum Thema Organspende haben die ARAG Experten hier (https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/sport-und-gesundheit/09293/) für Sie zusammengestellt.

Weitere interessante Informationen unter:
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