Medizintechniker bitte in den OP!

Einschnitte – Einblicke Online-Workshop: „Orthopädie – Chirurgie – Reha-Technologie“

Medizintechniker bitte in den OP!

Einschnitte – Einblicke: Das Team des Online-Workshops in der Klinischen Anatomie in Tübingen (Bildquelle: Michael Latz/BioRegio STERN)

(Stuttgart/Tübingen) – Die aktuelle Veranstaltung der Workshop-Reihe „Einschnitte – Einblicke“ wurde Ende Januar 2022 erneut per Live-Stream aus dem OP der Klinischen Anatomie in Tübingen übertragen. Am anatomischen Präparat veranschaulichten leitende Ärzte verschiedener Fachrichtungen den Medical Need, diesmal mit dem Schwerpunktthema „Orthopädie – Chirurgie – Reha-Technologie“. Der einstündige Workshop bot den teilnehmenden Entwicklern aus Medizintechnikunternehmen wieder spannende Einblicke und machte neugierig auf die Hauptveranstaltung, die im Juni wieder vor Ort stattfinden wird.

Der Workshop war wie immer ausgesprochen hochkarätig besetzt: „Hausherr“ Prof. Dr. Bernhard Hirt, Ärztlicher Direktor des Instituts für Klinische Anatomie und Zellanalytik, moderierte die Diskussionsrunde vor Ort, an der sich Prof. Dr. Tina Histing, Ärztliche Direktorin der BG Klinik Tübingen, Prof. Dr. Philip Kasten, Leiter des Orthopädisch Chirurgischen Centrums Tübingen und Prof. Dr. Andreas Nieß, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Sportmedizin, Universitätsklinikum Tübingen, beteiligten. Zugeschaltet via Videokonferenz war Dr. Jörg Richter, Ärztlicher Direktor des Zentrums für Sportorthopädie und spezielle Gelenkchirurgie in der Orthopädischen Klinik Markgröningen. Im OP der Anatomie stand der stellvertretende Ärztliche Direktor der BG Klinik Tübingen, PD Dr. Andreas Badke, und demonstrierte eine Wirbelfraktur, die mit Schrauben stabilisiert werden sollte. Dafür wurde der Situs, also das Operationsfeld, mit Sperrern freigehalten. Diese Sperrer quetschen die Muskulatur über zwei bis drei Stunden während einer Wirbelsäulen-OP so ab, dass Gewebe zerstört werden kann. Gesucht wird also ein intelligentes System, das rechtzeitig anzeigt, wann die Sperrer gelockert werden müssen, um die Blutzufuhr wieder zu ermöglichen – ohne unnötig lange die eigentliche OP unterbrechen zu müssen. Nur einer von mehreren Medical Needs, die in dem einstündigen Workshop zur Sprache kamen.

„Wir wollen den Teilnehmern nicht zeigen, wie gut wir sind,“ erklärte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Vereins zur Förderung der Biotechnologie und Medizintechnik e. V. Prof. Dr. Arnulf Stenzl zur Begrüßung. „Wir wollen mit ihnen gemeinsam Lösungen finden, um besser zu werden“, erklärte der Ärztliche Direktor der Klinik für Urologie und Direktor des Interuniversitären Zentrums für Medizinische Technologien Stuttgart-Tübingen (IZST) der Universitäten Tübingen und Stuttgart. Die Teilnehmer, überwiegend Entwickler aus Medizintechnikunternehmen, konnten daher wieder, wenn auch pandemiebedingt nur am Bildschirm, live dabei sein, als die Mediziner ihre alltäglichen Herausforderungen beschrieben. Denn auch in einem modernen OP-Saal, ausgestattet mit Hightech-Equipment, lässt sich immer noch überraschend viel verbessern.

Mitveranstalter Dr. Klaus Eichenberg von der BioRegio STERN Management GmbH (https://www.bioregio-stern.de/de) ermunterte daher die Teilnehmer: „Es ist wichtig, dass Sie als Entwickler die OP-Säle besuchen und Operationen erleben. Insbesondere kleine Unternehmen tun sich manchmal schwer, den richtigen Zugang zu finden. Wir laden Sie ein und werden mit Ihnen gemeinsam sicher die richtige Einsatzstelle finden.“ Spätestens beim nächsten Workshop „Einschnitte – Einblicke“, der am 29. Juni 2022 vor Ort im Institut für Klinische Anatomie und Zellanalytik in Tübingen stattfinden wird, lohnt es sich, wieder dabei zu sein.

Die Workshop-Reihe wird veranstaltet vom Interuniversitären Zentrum für Medizinische Technologien Stuttgart – Tübingen (IZST) der Universitäten Tübingen und Stuttgart, der BioRegio STERN Management GmbH und dem Verein zur Förderung der Biotechnologie und Medizintechnik e. V.

Über die BioRegio STERN Management GmbH:
Die BioRegio STERN Management GmbH ist Wirtschaftsentwickler für die Life-Sciences-Branche. Sie fördert im öffentlichen Auftrag Innovationen und Start-ups und trägt so zur Stärkung des Standorts bei. In den Regionen Stuttgart und Neckar-Alb mit den Städten Tübingen und Reutlingen ist sie die zentrale Anlaufstelle für Gründer und Unternehmer.
Die BioRegion STERN zählt zu den großen und erfolgreichen BioRegionen in Deutschland. Alleinstellungsmerkmale sind die bundesweit einzigartige Mischung aus Biotechnologie- und Medizintechnikunternehmen sowie die regionalen Cluster der Automatisierungstechnik, des Maschinen- und Anlagenbaus.

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Facharztpraxis oder Klinik – wo wird der Patient von morgen behandelt?

Kongress BVASK digital 2022

Facharztpraxis oder Klinik - wo wird der Patient von morgen behandelt?

Die frisch gewählte Koalition hat mit COVID 19 noch alle Hände voll zu tun. Doch ist die Corona-Diskussion erst einmal vorbei, wird sich die Gesundheitspolitik Gedanken darüber machen müssen, welche Leistungen künftig ambulant und welche in Kliniken erbracht werden. Und: wie sich beides besser miteinander verbinden lässt. Auf dem Kongress „BVASK digital 2022“ geht es bei diesem Thema auch um die Vergütung von niedergelassenen und Klinikärzten, um neue Praxis-Modelle, Wettbewerbssituationen und die Digitalisierung.

Dr. Albrecht Kloepfer, Leiter des Institutes für Gesundheitssystem-Entwicklung: „Wir müssen schnellstens raus aus der Corona-Diskussion. Mit dem Gesundheitsminister Karl Lauterbach haben wir die reelle Chance, die Grenze zwischen den Sektoren ´ambulant´ und ´stationär´ durchlässiger zu machen und eine zielgerichtete Patientenversorgung zu etablieren.“

Kloepfer weist darauf hin, dass der Koalitionsvertrag bereits Elemente einer Hybrid-Finanzierung benennt. Wenn nun endlich die elektronische Patientenakte greift und die digitale Vernetzung der Sektoren funktioniert, könnten Patienten noch mehr als bisher von ambulanten Leistungen profitieren und müssten nicht für die gleiche Therapie in eine Klinik überwiesen werden.
Allerdings müssen die Kliniken den ambulanten Markt dann mit bedienen. Das heißt, es entstehen neue Wettbewerbssituationen. Unternehmer und Praxis-Inhaber müssen sich neuer Konkurrenz stellen oder auch Kooperationen eingehen – mehr als bisher.

Neue Praxis-Modelle sind gefragt

Die typische Facharzt-Einzelpraxis wird dadurch immer stärker unter Druck kommen, darauf verweisen Kloepfer und der BVASK. Eine inhabergeführte Facharztpraxis wird es mittelfristig dann vielleicht noch bei Hausärzten geben. Nicht jedoch unter spezialisierten Fachärzten. Sie werden in größeren Leistungsverbänden aufgehen.

Doch die vielzitierte Angst des freiberuflichen Arztes sei an dieser Stelle falsch, so Kloepfer. Die „Generation Smartphone“ WILL vernetzt arbeiten. Sie will sich auch nicht für ein ganzes Leben an eine Praxis und einen Ort binden. Das Modell „ich investiere in eine Einzelpraxis in Castrop-Rauxel mit Kredit und bis zum Lebensabend“, ist nicht mehr gefragt, denn es entspricht nicht der neuen Generation von Ärzten und – auch nicht der von Patienten.

Weitere spannende Themen auf „BVASK digital 2022“ (https://www.winglet-community.com/content/bvask-digital-2022-0?language=en)

Der Berufsverband für Arthroskopie e.V. vertritt die fachlichen und politischen Interessen arthroskopisch tätiger Ärzte (Orthopäden und Chirurgen) in Deutschland. Ziel ist es, alle Patienten nach dem modernsten Stand der Medizin versorgen zu können.

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Orthopädische Klinik in Düsseldorf führt Virtual Reality für Schulter-Operationen ein

Technische Revolution im OP

Orthopädische Klinik in Düsseldorf führt Virtual Reality für Schulter-Operationen ein

In der Orthopädischen Praxisklinik Neuss Düsseldorf (OPND) hat die Zukunft der Schulteroperationen unter Nutzung der Virtual Reality begonnen. Was bisher aus der 3dimensionalen Animation von Computerspielen bekannt ist, führt nun auch im OP zu einer technischen Revolution. Schulterspezialist Prof. Dr. Dominik Seybold hat dieses Verfahren mitentwickelt und jetzt erstmalig in Düsseldorf erfolgreich angewendet.

Schulteroperationen sind ein Schwerpunkt der OPND. Über eintausend Mal im Jahr führen die Spezialisten Operationen an der Schulter an den zwei Standorten in Neuss und Düsseldorf durch. Der Einsatz einer Schulterprothese ist eine besonders komplizierte Operation und erfordert viel Erfahrung. Ob die Prothese nachher gut funktioniert, hängt vor allem von dem perfekten Sitz der Prothesenbestandteile (Pfanne und Schaft) im Schultergelenk ab. Um die Platzierung der Prothese optimal zu planen und auszuführen, greift der Chirurg auf modernste Computertechnik zurück.

Zuerst wird eine Computertomographie der Schulter angefertigt. Per speziellen Software wird dann die optimale Positionierung der Prothesenkomponenten an die individuelle Anatomie des Patienten vorgenommen. Der Operateur kann also jeden Schritt der Operation vorweg planen und durchspielen.

In der eigentlichen Operation wird das Bild dieser dreidimensionalen, virtuellen Planung über eine spezielle Brille und weitere Monitore dem Operateur zur Verfügung gestellt. Im nächsten Schritt müssen die virtuelle Planung und der Patient zusammengebracht werden. Hierzu werden mit einem speziellen Taster nach Eröffnung der Schulter die Knochenoberflächen abgefahren und eingelesen. Die Knochengeometrie des Patienten ist nun also mit der Geometrie aus der Computertomographie gekoppelt. In einem letzten Schritt werden auch die Instrumente, die der Operateur führt, mit einem Fühler versehen und somit für den Computer erkennbar. In der VR-Brille, die Prof. Seybold trägt, werden alle diese Informationen zu einem 3-dimensionalen Gesamtbild in Echtzeit zusammengeführt.
Der Chirurg kann so bis auf den Millimeter genau erkennen, dass die kritischen OP-Schritte der Knochenfräsung und Prothesenplatzierung exakt mit der virtuellen Planung übereinstimmen.

OPND – Arzt Prof. Seybold sieht in diesem modernen Verfahren eine ideale Symbiose aus der Erfahrung des Chirurgen und der Präzision der Computerdaten. „Auch wenn die Kosten für diese Technik aktuell noch sehr hoch sind: ich bin mir sicher, dass diesen Techniken die Zukunft in der Schulterchirurgie gehört“, so Prof. Seybold. Die nächsten Operationen mit Virtual Reality in der OPND an der Plange Mühle sind schon geplant.

Zur OPND (https://opnd.de/news/allgemein/)

Die OPND in Neuss und Düsseldorf ist ein Kompetenzzentrum für Gelenkchirurgie an zwei Standorten. Unser Schwerpunkt liegt auf orthopädischen und unfallchirurgischen Operationen. Die Spezialisten der OPND führen Operationen an Schulter, Ellenbogen, Hüfte, Knie, Sprunggelenk und Fuß durch.

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Medizinisches Versorgungszentrum OPND
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Schmerzhafte Entzündung bei eingewachsenen Haaren? Neue SiLaC-Lasertherapie bei Fisteln

Starker Haarwuchs kann die Bildung von Steißbeinfisteln fördern – Betroffene erkennen oft nicht, worum es sich tatsächlich handelt – Effektive Lasertherapie gegen Steißbeinfisteln bietet maximalen Patientenkomfort

Schmerzhafte Entzündung bei eingewachsenen Haaren? Neue SiLaC-Lasertherapie bei Fisteln

SiLaC-Lasertherapie bei Steißbeinfisteln (Bildquelle: © kei907 stock.adobe.com)

Jena, 02. Dezember 2021 – Eine rötliche, unangenehme Wölbung am Gesäß? Meistens denkt man sich nicht viel dabei: Vermutlich ein Pickel, ein Stich oder irgendeine andere Hautirritation. Nicht unbedingt – insbesondere Menschen mit starkem Haarwuchs sind vermehrt von einer Erkrankung betroffen, die sich in der Medizin Sinus pilonidalis nennt. Der Sinus pilonidalis entsteht meistens infolge von eingewachsenen Haaren in der Haarwurzel. Wachsen Haare nach innen anstatt nach außen, gelangen abgebrochene Haare und Keratinschüppchen unter die Haut und bilden kleine Knoten. Durch Bakterien und Keime können sich diese entzünden. Auch wenn normal gebildete Haare brechen und sich durch die Wand des Haarfollikels (Gewebe, das die Haarwurzel umgibt) nach innen bohren, kann die Krankheit, die auch Steißbeinfistel genannt wird, entstehen. Zudem können „unterirdisch“ wachsende Haare oder lose Rücken- und Kopfhaare, die durch Reibung in das Gewebe gelangen, die Erkrankung hervorrufen.

Das betroffene Areal kann bei Bewegung schmerzen und strahlt Wärme aus. Entstehen sogenannte Fistelgänge, beginnt die Stelle häufig Flüssigkeit abzusondern – spätestens dann sollte jedem Betroffenen klar sein, dass ein Besuch beim Arzt unvermeidlich ist, denn Fisteln heilen nicht von selbst wieder aus. Neben starkem Haarwuchs können Übergewicht, langes Sitzen, mangelnde Hygiene, vermehrtes Schwitzen sowie zu enge Unterwäsche die Entstehung begünstigen. In der Medizin wird zwischen drei Formen der Fistel unterschieden: 1. die asymptomatische Steißbeinfistel, die die nur durch ihre Sichtbarkeit wahrgenommen wird, 2. die chronische Steißbeinfistel, welche nicht zwangsläufig operativ entfernt werden muss, sich aber jeder Zeit zur dritten Variante, der abszedierenden Steißbeinfistel, ausbilden kann. Bei der dritten Form bildet sich ein Abszess, der Arzt leitet dann rasch eine operative Behandlung in die Wege. Heutzutage gibt es glücklicherweise effektive minimal-invasive Alternativen zur klassischen Operation, wie zum Beispiel die besonders schonende SiLaC-Lasertherapie der biolitec.

Bei dieser Behandlungsmethode wird eine Lasersonde in den entzündeten Fistelgang eingeführt. Das Fistelgewebe wird bestrahlt und beim Zurückziehen der Sonde langsam und sicher zerstört. Dabei wird das umliegende Gewebe optimal geschont und auch die Wundheilung deutlich verkürzt. Die SiLaC-Lasertherapie ist besonders patientenfreundlich und kann exzellente kosmetische Ergebnisse hervorbringen. Sie bietet sich zudem hervorragend zur Kombination mit anderen minimal-invasiven Methoden an. Inzwischen gibt es diverse Initiativen, die moderne minimal-invasive Therapiemethoden fördern, indem sie Verträge mit Krankenkassen und Ärzten schließen und Patienten so die Kostenübernahme ihrer Behandlung ermöglichen. Auch die SiLaC-Lasertherapie wird daher bereits von zahlreichen Krankenkassen übernommen. Klären Sie Fragen zur Kostenübernahme vorab mit Ihrer Krankenversicherung.

Für weitere Informationen zur SiLaC-Therapie besuchen Sie bitte die Patientenwebseite www.info-steissbeinfistel.de. Über den Arztfinder auf der Webseite finden Sie schnell einen Arzt in Ihrer Nähe, der die moderne Laserbehandlung der biolitec anbietet.

Die biolitec® ist eines der weltweit führenden Medizintechnik-Unternehmen im Bereich minimal-invasive Laseranwendungen und bietet im Bereich der Photodynamischen Therapie (PDT) die lasergestützte Behandlung von Krebserkrankungen mit dem in der EU zugelassenen Medikament Foscan® an. Die biolitec® hat sich seit 1999 vor allem auf die Entwicklung von neuen minimal-invasiven, schonenden Laserverfahren konzentriert. Der einzigartige LEONARDO®-Diodenlaser von biolitec® ist der erste universell einsetzbare medizinische Laser, der über eine Kombination von zwei Wellenlängen, 980 nm und 1470 nm, verfügt und fachübergreifend verwendbar ist. ELVeS® Radial® (ELVeS® = Endo Laser Vein System) ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Lasersystem zur Behandlung der venösen Insuffizienz. In der Proktologie bietet die biolitec® eine maximal schließmuskelschonende Therapie für Analfisteln als auch Behandlungsformen für Hämorrhoiden und Steißbeinfisteln an. In der Urologie hat sich das Therapieangebot vom Bereich gutartiger Prostatavergrößerung (BPH) auf Blasen- sowie Prostatatumoren erweitert. Speziell für die mobile Anwendung vor Ort wurde der nur 900 g leichte LEONARDO® Mini-Laser entwickelt. Schonende Laseranwendungen in den Bereichen Gynäkologie, HNO, Thorax-Chirurgie und Pneumologie, Ästhetik sowie Orthopädie gehören ebenfalls zum Geschäftsfeld der biolitec®. Weitere Informationen unter www.biolitec.de.

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Mittels Strömungssimulation Patienten schützen

Merkle & Partner: Optimiertes Lüftungskonzept für Operationsräume

Mittels Strömungssimulation Patienten schützen

CFD-Simulation eines Operationsraumes (Bildquelle: Merkle & Partner GbR)

Messungen von kleinsten Luftströmungen sind oft sehr kompliziert und mit einem hohe Messaufwand verbunden. Vor allem, wenn Maßnahmen zur Luftreinhaltung, Schadstoffausbreitung oder der Ausbreitung von Aerosolen und Viren abgeleitet werden sollen. Mittels CFD-Simulation (Computational Fluid Dynamics) lassen sich entsprechende Daten mit geringem Aufwand bestimmen, um in Folge Optimierungsmöglichkeiten abzuleiten. Wie Merkle & Partner im Rahmen einer Simulation für einen OP zeigt.

Das grundlegende Ziel von Reinraumkonzepten ist es, eine saubere Umgebung zu schaffen und den Übertrag von Kontamination auf das zu schützende Objekt maximal zu reduzieren. Im OP muss der Patient vor Viren, Bakterien und Schmutzpartikeln geschützt werden.

Mittels turbulenzarmer Verdrängungsströmung (TAV) wird die Luft so geführt, dass sie einen Vorhang um den Patienten bildet und am Sockel in Bodennähe gleichmäßig abgesaugt wird. Die TAV-Strömungen werden idealtypisch entwickelt. Das heißt, ohne eingeschwenkte Untersuchungsleuchten oder dem Personal, das nicht nur im laminaren Luftstrom steht, sondern selbst auch Quellen von Wärme, Aerosolen und Partikeln sind.

In einer Kooperation mit Merkle & Partner sowie der OHB System AG und der HAT Group wurden CFD-Simulationen auf relevante Räume in der Medizintechnik aber auch in der Luft- und Raumfahrt angewendet. Erste Ergebnisse zeigen die Leistungsfähigkeit der CFD-Simulation hinsichtlich eines besseren Verständnisses, der Risikoreduktion sowie der Optimierung von Betriebskonzepten.

„Einfache Simulationen haben bereits Einzug in die Reinraumtechnik gefunden, um den Messaufwand zu reduzieren oder Strömungen nachzuvollziehen. Der Mehrwert aus dem CFD-Simulationsansatz seitens Merkle & Partner findet sich in der Visualisierung von Geräten, Personen und Bewegungsabläufen“, so Stefan Merkle, Geschäftsführer der Merkle & Partner GbR. Damit wird die idealtypische TAV-Strömung auch in erweiterten Modellen berücksichtigt, woraus sich neue Bewertungsansätze und Optimierungsmöglichkeiten ableiten lassen.

Das Ingenieurbüro Merkle & Partner GbR in Heidenheim wurde 1989 von Luft- und Raumfahrtingenieur Stefan Merkle gegründet und zählt zu den ersten und führenden Dienstleistern für ingenieurwissenschaftlicher Berechnungen und Simulationen in Deutschland. Am Hauptsitz Heidenheim und den Niederlassungen Wolfsburg, Homburg/Saar und Erfurt bearbeiten die 50 Mitarbeiter jedes Jahr rund 500 Kundenprojekte aus den Kerngebieten Strukturanalyse, Strömungssimulation und virtueller Produktentwicklung. Zum Kundenkreis zählen namhafte Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Luft- und Raumfahrttechnik, der Automobilindustrie, der Konsumgüterindustrie und dem Schiffbau.

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