Michael Oehme bringt die Amagvik AG auf Wachstumskurs

Der Immobilienexperte hat das St. Galler Unternehmen an die Börse gebracht und plant die Expansion des Wohnimmobilienportfolios in der Ostschweiz

Michael Oehme bringt die Amagvik AG auf Wachstumskurs

Michael Oehme, Präsident des Verwaltungsrats der Amagvik AG

St. Gallen – Die Schweiz gilt unter Immobilieninvestoren als sicherer Hafen mit stabilen Renditen. In der Ostschweiz, einer Region mit hoher Nachfrage nach modernem Wohnraum, positioniert sich nun die Amagvik AG unter neuer Führung. Seit einem Jahr lenkt Immobilienexperte Michael Oehme (https://www.squarevest.ag/blog/michael-oehme-bringt-frischen-wind-in-die-amagvik-ag) die Geschicke des Unternehmens und hat in dieser Zeit wichtige Weichen für die Zukunft gestellt.

Börsennotierung als Katalysator
Ein entscheidender Schritt war die Kotierung der Amagvik AG an der Schweizer Regionalbörse BX Swiss am 28. Februar 2024. Diesem Meilenstein ging die Verlegung des Firmensitzes von Zug nach St. Gallen voraus. „Die Börsennotierung eröffnet uns neue Finanzierungsmöglichkeiten und ist ein wichtiger Katalysator für unser weiteres Wachstum“, erklärt Michael Oehme (https://www.business-leaders.net/profile/michael-oehme/), der inzwischen als Präsident des Verwaltungsrats und größter Aktionär die strategische Ausrichtung des Unternehmens bestimmt.

Die 2017 gegründete Gesellschaft konzentriert sich auf die Entwicklung, den Bau und die Verwaltung von Neubau-Eigentumswohnungen in der Ostschweiz. Nach Jahren mit eher verhaltener Entwicklung hat Oehme das Unternehmen restrukturiert und auf Wachstumskurs gebracht. Für das Geschäftsjahr 2024 konnte er bereits ein verbessertes Ergebnis vorweisen, operativ einen kleinen Gewinn erwirtschaften und den Vorjahresverlust reduzieren.

Ostschweizer Immobilienmarkt mit stabiler Nachfrage
Der Immobilienmarkt in der Ostschweiz präsentiert sich dabei als vielversprechender Standort. „Die Kombination aus landschaftlicher Schönheit, einer starken Wirtschaft und einer funktionierenden Infrastruktur macht diese Regionen besonders attraktiv“, erläutert Oehme. „Besonders gefragt sind nachhaltige Bauten mit modernem Energiekonzept.“ Genau in diesem Segment will sich die Amagvik AG positionieren.

Strategie: Build and Hold
Die Unternehmensstrategie folgt einem klaren „Build and Hold“-Ansatz. „Lebenswerten Wohnraum schaffen, der modernen Ansprüchen genügt – so lässt sich unsere Unternehmensphilosophie zusammenfassen“, sagt Oehme. In der Vergangenheit hat die Amagvik AG vor allem Projektentwicklungen eingekauft und zur Baureife gebracht. Zukünftig sollen hochwertige, aber bezahlbare Wohnungen errichtet und langfristig über Mieteinnahmen ein solider Ertrag erwirtschaftet werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, plant Oehme, das Portfolio weiter auszubauen und bestehende Liegenschaften aus seiner Unternehmensgruppe in der Amagvik AG (https://www.squarevest.ag/unternehmensregister) zu bündeln. Dazu gehört auch die Integration der M3 Bauprojekt AG, die künftig direkt unter dem Dach der Amagvik AG die Projektplanung und -durchführung übernehmen soll.

Finanzierung des weiteren Wachstums
Für die nächste Wachstumsphase sieht der Verwaltungsratspräsident mehrere Finanzierungsschritte vor: Der Verwaltungsrat soll einer Eigenkapitalerhöhung durch die Ausgabe von zwei Millionen Namensaktien zustimmen. Zudem ist die zeitnahe Platzierung einer Unternehmensanleihe geplant, um die Liquidität auf stabile Füße zu stellen.
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Faktenbox: Amagvik AG (https://www.squarevest.ag/unternehmensregister)
Gründung: 4. April 2017
Rechtsform: Aktiengesellschaft (AG)
Firmensitz: Vadianstrasse 24, 9000 St. Gallen, Schweiz
Börsenticker: AMAN
Börse: BX Swiss
ISIN: CH1307959705
Valor Nummer: 130795970
Nominalkapital: CHF 4’000’000 | 4 Mio. Namenaktien mit Nennwert je CHF 1.00
Fokus: Entwicklung und Verwaltung von Wohnimmobilien in der Ostschweiz

Die Amagvik AG ist eine Schweizer Immobiliengesellschaft mit Sitz in St. Gallen, die 2017 gegründet wurde. Ihr Kerngeschäft ist der Aufbau und die Verwaltung eines Immobilienportfolios mit Fokus auf Wohnimmobilien, insbesondere in der Ostschweiz.

Kontakt
Amagvik AG
Michael Oehme
Vadianstrasse 24
CH-9000 St. Gallen
+41 71 388 76 01
www.amagvik.ch

Michael Oehme (CapitalPR AG): So tickt der Markt

Im Interview mit Business Leaders gewährt der Unternehmensberater aus St. Gallen zum ersten Mal öffentlich sehr persönliche Einblicke in sein Leben.

Michael Oehme (CapitalPR AG): So tickt der Markt

Michael Oehme (58), Unternehmensberater aus St. Gallen in der Schweiz (Bildquelle: © Michael Oehme)

Um ein Unternehmen im Markt bekannt zu machen, muss man wissen, wie der Markt tickt und was die Leute hören wollen.

Berater Michael Oehme (58), der 2011 von Hessen in die Schweizer Alpen übersiedelte (https://gegenargumente.org/michael-oehme-drohende-ueberhitzung-des-schweizer-immobilienmarkts/), kann da inzwischen aus dem Vollen schöpfen.

Seine wichtigsten Erkenntnisse

Oehme: „Effizienz ist keine Frage der Größe.“ Und: „Hinter all diesen Marktteilnehmern stehen Menschen.“

Oehme ist ein gefragter Redner zum Thema: „Ist die Schweiz ein Vorbild, von dem Europa lernen kann?“ Seine Antwort lautet: „Ja.“ Oehme: „Die Lebensqualität wird von vielen internationalen Consultingfirmen als eine der besten in der Welt beurteilt.“

Der Grund, so Oehme: „Die Schweiz bietet ein investitionsfreundliches, steuergünstiges Umfeld (https://pressemitteilung.ws/node/823388) für Unternehmen und für Arbeitnehmer attraktive Arbeitsbedingungen.“ Oehme nennt als Beispiel deutsche Ärzte in der Schweiz: „Keiner der von mir gesprochenen Ärzte wollte nach Deutschland zurückkehren.“

Woher hat Oehme das Know-how?

Der deutsche Diplombetriebswirt Oehme ist Consultant (https://www.openpr.de/pressemitteilungen/capitalpr-ag-0143661/) der CapitalPR AG aus Sankt Gallen. Er verschafft einerseits deutschen Unternehmen Marktzutritte (https://www.business-leaders.net/michael-oehme-schweiz-als-einwanderungsland-lukrativ/) und Kapital in der Schweiz und verhilft andererseits Schweizer Immobilien-Firmen zu mehr Bekanntheit, Umsatz sowie alternativen Finanzierungsmöglichkeiten.

Einst stand Oehme selbst im Lager der Produktgeber, ehe er diese schließlich bewertete.

Oehme, der aus dem hessischen Friedberg stammt, war nach einer Lehre als Sozialversicherungsfachangestellter einige Jahre jüngster Geschäftsstellenleiter der Krankenkasse DAK-Gesundheit aus Hamburg. Dann warb ihn der Bertelsmann Verlag für den DFI Gerlach Report ab. Oehme organisierte Seminare und Vertriebskongresse. Lernte viele Vertriebsbosse persönlich kennen.

1996 machte sich Oehme als Berater von Finanzdienstleistern selbständig.

Denn, so Oehme: „Wichtig war mir dabei immer, dass Finanzdienstleister auch die Presse in ihr Handeln einbinden und somit den vorhandenen Graben zwischen Presse und Finanzberatung füllen sollten. Dieses Unverständnis bestand seinerzeit und besteht zum großen Teil heute noch.“

Im Exklusiv-Interview (https://www.business-leaders.net/profile/michael-oehme-interview-presse-finanzberatung/) mit Business Leaders erzählt der Marketing-Profi, warum für ihn die Zeit als Chefredakteur der finanzwelt aus Wiesbaden für sein heutiges Wirken so wichtig ist, was die Schweizer anders machen als viele Deutsche und wofür Schweizer Immobilienunternehmen besonders dankbar sind.

Sobald Sie als Investor jemandem Ihr Geld anvertrauen müssen, besteht die Gefahr, daß Sie skrupellosen Vermittlern oder Maklern praktisch chancenlos ausgeliefert sind. Kapitalrückführungen sind nahezu unerreichbar, auf jeden Fall aber nervenaufreibend und teuer.

Versicherungsmakler und -vertreter, Vermögensberater, Immobilien- und Finanzkaufleute werden gerne von unseriösen Gesellschaften angeworben, um in deren Kundenstamm dubiose Angebote „an den Mann“ zu bringen. Weil die Vermittler in der Regel das Vertrauen ihrer Klienten besitzen, werden diese leicht Opfer von Anlagebetrug. Mal bekommen sie Schrottimmobilien, mal Luftschlossgeschäfte jeglicher Art angedreht.

Wir beobachten und beschreiben die immensen Schäden durch Kapitalanlagebetrug seit vielen Jahren und möchten einen substanziellen Beitrag zu deren Vermeidung liefern. Dazu haben wir die Gesamtsituation intensiv analysiert und schließlich ein System entwickelt, das kostengünstig ein Maximum an Transparenz und somit Sicherheit für den Anleger bietet: SCOREDEX!

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Michael Oehme: Schweiz als Einwanderungsland lukrativ?

Aufgrund der Weltoffenheit ist die Schweiz ein offenes Tor

Michael Oehme: Schweiz als Einwanderungsland lukrativ?

Michael Oehme (58) ist Consultant der CapitalPR AG in St. Gallen in der Schweiz (Bildquelle: © Michael Oehme)

Mit einem hartnäckigen Gerücht, die Schweizer hätten Vorurteile (https://www.business-leaders.net/kofferpacken-fuer-dubai-und-dabei-wegzugssteuer-vermeiden/) gegenüber Deutschen, kann Michael Oehme (58) gleich mal aufräumen.

„Nein, in Wirklichkeit ist die Schweiz für Ausländer sehr offen.“ Rund ein Viertel der Gesamtbevölkerung besteht aus ausländischen Arbeitnehmern.“ Der deutsche Diplombetriebswirt Oehme ist Consultant der CapitalPR AG aus Sankt Gallen, verschafft deutschen Unternehmen Marktzutritte und Kapital in der Schweiz. Er selbst siedelte 2011 vom hessischen Friedberg in die Schweizer Alpen.

Hält er die Schweiz als Einwanderungsland für lukrativ? Oehme: „Ja, Arbeitnehmer genießen eines der höchsten Pro-Kopf-Löhne in Europa. Und die Lebensqualität wird von vielen internationalen Consultingfirmen als eine der besten in der Welt beurteilt.“ Und für deutsche Unternehmer interessant: „Nebenbei bietet die Schweiz eines der freundlichsten Steuersysteme und für Unternehmen Steueranreize unterschiedlichster Art.“

Keine Neidkultur

Angenehm empfindet Oehme in der Schweiz: „Und eine Neidgesellschaft ist den Schweizern ebenso fremd, wie seinen Nachbarn im Zweifel nicht hilfreich zur Verfügung zu stehen. Wer jahrhundertelang von seinen Mitmenschen abhängig war, verlernt dies auch nicht in einem zivilisierten Umfeld. Wir sollten nicht vergessen, dass die Schweiz vor 200 Jahren noch eines der ärmsten Länder Europas war, ohne Rohstoffvorkommen (außer Holz) und in einem überwiegend rauen Klima Ackerbau und Viehzucht betrieb. Das prägt.“

Was die Schweiz heute zu einem der reichsten und stabilsten Volkswirtschaften macht und warum sie sich schneller von Corona erholt als andere Länder, das berichtet Unternehmensberater Oehme im Schweizer Wirtschaftsportal Business-Leaders.net (https://www.business-leaders.net/michael-oehme-schweiz-als-einwanderungsland-lukrativ/). (FM)

Sobald Sie als Investor jemandem Ihr Geld anvertrauen müssen, besteht die Gefahr, daß Sie skrupellosen Vermittlern oder Maklern praktisch chancenlos ausgeliefert sind. Kapitalrückführungen sind nahezu unerreichbar, auf jeden Fall aber nervenaufreibend und teuer.

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Zinspolitik der Schweizer Nationalbank beeinflusst Miet- und Immobilienpreise

Michael Oehme erklärt, wie die Zinspolitik der Schweizer Nationalbank (SNB) Einfluss auf Miet- und Immobilienpreise nimmt

Zinspolitik der Schweizer Nationalbank beeinflusst Miet- und Immobilienpreise

Dass kaum ein anderes Land in Europa derart vom Inflationsschub verschont blieb, zeigen die veröffentlichten Daten des Schweizer Bundesamts für Statistik. So erhöhte sich der Konsumentenpreisindex im November des vergangenen Jahres gegenüber dem Vorjahr um gerade einmal 1,5 %. Deutsche Konsumenten mussten im gleichen Monat Preissteigerungen um 5,2 % hinnehmen. In den USA sind es gar 6,8 % gewesen, meint Michael Oehme.

Auch Schweiz kann sich Preissteigerungen nicht entziehen

Dass die Preissteigerungen in den genannten Ländern sowie generell noch höher ausfallen dürften, zeigt die Verschiebung des sogenannten Warenkorbs. So sind es in Deutschlands insbesondere die steigenden Mietzinsen, die ins Gewicht fallen. Von dieser Entwicklung bleib die Schweiz verschont, wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen. In der Schweiz orientieren sich Mietpreiserhöhungen maßgeblich am Konsumentenpreisindex (der Inflationsrate). Grundsätzlich stagnieren die Mietpreise daher in der Schweiz, gehen teilweise sogar zurück. Dabei kann auch die Schweiz sich Marktteuerungen nicht entziehen. Weltweit steigen die Preise – in einem gewissen Umfang auch in der Schweiz. Mit einer Inflationsrate von 0,9 % im September und Oktober ist das jedoch im internationalen Vergleich nahezu nichts. Allein in den Nachbarländern beträgt die Konsumteuerung zwischen 3,5 und 4 %.

Massiver Einfluss durch Währungspolitik

2015 kippte die SNB die Koppelung des Schweizer Franken an den Euro. Bis dahin gab es über Jahre einen festen Wechselkurs von 1,20 Schweizer Franken zu einem Euro. Prompt erwartete man eine deutliche Verstärkung des Franken beispielsweise gegenüber dem Euro. Seither nimmt die SNB massiv Einfluss auf die Währungspolitik, denn ein starker Franken schadet der Schweizer Wirtschaft. Allein im ersten Halbjahr 2021 erwarb die SNB Devisen im Gegenwert von 90 Milliarden Franken. Am Rande erwähnt sei, dass sie mit diesen Währungsgeschäften milliardenschwere Gewinne einfuhr. Das erklärte Ziel der SNB: Den Schweizer Franken schwächen, der so stark ist wie seit dem Frankenschock 2015 nicht mehr. Dabei kam ihr seit Februar 2021 eine interessante Entwicklung entgegen: Denn seither nimmt der Euro als wichtigste Handelswährung der Schweizer deutlich an Wert zu und verringert damit gleichzeitig den Druck auf die SNB, weiterhin massiv zu intervenieren, also Devisen zu kaufen, um den Franken vor einer Aufwertung zu schützen.

Auswirkungen auf die Immobilienbranche

Es liegt auf der Hand, dass die Zinspolitik der SNB, die beispielsweise auch Negativzinsen umfasst, direkten Einfluss bei der Vergabe von Krediten nimmt. So sind dank der niedrigen Zinsen die Hypothekarkosten auf einem historisch günstigen Niveau, was zu einer Erhöhung der Nachfrage und aufgrund des fehlenden Angebotes an vielen Orten zu steigenden Preisen führt. Dabei zeigen Erhebungen, dass es günstiger ist, eine Wohnung zu kaufen und zu finanzieren als Miete zu bezahlen. Auf institutioneller Seite sind Mietwohnungen dennoch der nahezu einzige Weg, wenn auch kleine, Renditen zu erzielen. Auch hier sind die niedrigen Hypothekarkosten natürlich förderlich. Dass die SNB hier preistreibende Gefahren sieht, wird sie nicht müde zu kommunizieren. Gebetsmühlenartig wiederholt sie, dass sie die Gefahr einer Immobilienpreisblase gerade im Mietwohnungsbau genau verfolge und im Zweifel dagegenhalten würde. Das allerdings würde ihrer derzeitigen Zinspolitik entgegenlaufen.

Niedrige Mieten verringern Inflationsrate

Bereits erwähnt wurde, dass sich die Mietpreise in der Schweiz an der Inflationsrate orientieren. Die geldpolitische Strategie der SNB, die nach Preisstabilität strebt, sorgt somit gleichsam für vertretbar faire Mietpreise, die überwiegend gezahlt werden müssen. Betrachtet man das Durchschnittseinkommen in der Schweiz und in Deutschland und zieht die zu bezahlenden Mieten hinzu, wird dies schnell deutlich. Wichtig ist, dass dieser – dem Anstieg der Immobilienpreise gegenläufige Effekt – auch Auswirkungen auf die für die Währungshüter so wichtige Größe hat: die Inflation. Denn ein niedriger Mietzins nimmt direkt Einfluss auf das Budget einer Durchschnittsfamilie und damit direkt auch auf den Anteil, der der Ermittlung der Inflationsrate zugrunde liegt. Vereinfacht ausgedrückt: Eine vergleichbar niedrige Miete drückt sich sofort inflationshemmend auf den Konsumentenpreisindex aus. Dass dieser Effekt in der Schweiz besonders ausgeprägt ist, zeigt eine Studie aus dem vergangenen Jahr (On the transmission of monetary policy to the housing market). Um ein Gefühl dafür zu bekommen: In den Jahren 2018 und 2019 stiegen die Mietpreise im Durchschnitt um 0,6 %. In 2020 und 2021 um 0,9 %. Das ist unterhalb der jeweiligen Inflationsraten und deutlich unterhalb der Einkommenssteigerungen der entsprechenden Jahre. Die Mieten haben also in den letzten fünf Jahren die Einkommen nicht stärker belastet als zuvor. Einen weiteren Effekt beschreibt die Studie: Danach trägt der Inflationsimpuls deshalb so deutlich bei der Ermittlung des Konsumentenpreisindexes bei, da es in der Schweiz – trotz des Immobilienbooms – einen hohen Anteil an Mietwohnungen gibt. In Deutschland, wo die Wohneigentumsquote ähnlich niedrig ist, würde dieser Effekt durch den hohen Anteil an Mietwohnungen im Staatsbesitz abgeschwächt.

Michael Oehme ist Consultant bei der CapitalPR AG, St. Gallen/Schweiz. In seine Wahlheimat Schweiz siedelte er 2011 aus – nicht erst seitdem ist er bekennender „Fan“ der Schweiz. Oehme ist Fachbuchautor und gefragter Referent u. a. mit seinem Vortrag: „Ist die Schweiz ein Vorbild, von dem Europa lernen kann?“.

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