Schenck ONE wird auf dem US-Markt eingeführt

Startschuss der neuen Software-Plattform für Auswuchttechnologie auf der IMTS in Chicago

Schenck ONE wird auf dem US-Markt eingeführt

Sichere Bedienerführung, ortsunabhängiger Zugriff und eine Software, die immer aktuell ist: Die Plattform Schenck ONE (https://de.schenck.one/) unterstützt alle Bediener entlang des Auswuchtprozesses und wird nach der erfolgreichen europäischen Markteinführung nun auch in den USA ausgerollt. Auf der IMTS in Chicago stellt Schenck USA seinen Kunden vom 12.09. bis 17.09. die neueste Entwicklung und die Zukunft des Auswuchtens vor.

Die Antwort auf die digitale Transformation im Bereich des Auswuchtens liefert der Innovationsführer Schenck Rotec mit seiner neuen Software- Plattform Schenck ONE. Diese kommt derzeit bei manuell bedienten Auswuchtmaschinen der Pasio Baureihe zum Einsatz. Nächstes Jahr werden mit der HM20/3/30 weitere manuelle Maschinen folgen. Zudem plant der Maschinenhersteller die Einführung von Schenck ONE in seinem Reifen- und Räder Segment.

Personalisiert und unterstützend
Mit der Einführung personalisierter Accounts durch Schenck ONE ergeben sich für die Bediener zahlreiche Vorteile. Sie können ihre Arbeitsumgebung an der Maschine und in der Cloud individuell auf ihre Bedürfnisse abstimmen. Hierbei geht es nicht nur um die Sprache, die verwendeten Einheiten oder Protokolleinstellungen, sondern auch um die Themen wie z.B. das Setzen von Rotorfavoriten und die schnelle Wiederaufnahme der Arbeit an exakt dem Punkt, an dem Sie beendet wurde. Individuelle Berechtigungskonzepte sorgen dafür, dass abteilungsübergreifend an demselben Datensatz gearbeitet werden kann und parallel die Maschine produktiv bleibt.

Effizienzsteigerung durch ortsunabhängigen Zugriff und Aufgabenteilung
War es in der Vergangenheit erforderlich, dass der Maschinenbediener alle Daten für den Auswuchtprozess direkt an der Maschine einträgt, gibt es zukünftig alternative Möglichkeiten, seinen Auswuchtprozess effizienter zu gestalten. So kann sich der Maschinenbediener beispielweise auf das physische Auswuchten des Rotors an der Maschine konzentrieren und maximal produktiv arbeiten, während die Konstruktion bequem vom Büro aus die neuen Rotortypen anlegt und auf die Maschinen synchronisiert. Die sensiblen Typdaten werden hiermit sicher und zentral verwaltet, immer aktuell gehalten und Fehler durch Falscheingabe an den Maschinen vermieden.

Verbesserte Fehleranalyse und Service
Mit dem Maintenance Assistant und dem Asset Manager stehen dem Bediener zukünftig Möglichkeiten zur Verfügung, den Wartungszustand der hochgenauen Messmaschine jederzeit einzusehen und im Bedarfsfall mit wenigen Klicks aus Schenck ONE heraus einen direkten Kontakt zur Service- Abteilung von Schenck RoTec aufzubauen. Zudem können mit dem Machine Cockpit die Messergebnisse, z.B. durch die Abbildung der Streukreise oder die Anzahl der benötigten Wuchtläufe pro Rotortyp, in Echtzeit festgestellt werden, sodass Abweichungen kurzfristig erkannt und behoben werden können.

Immer aktuell
Als erster Hersteller im Auswuchtmarkt stellt die Schenck RoTec eine Maschinenbaureihe zur Verfügung, die automatisiert und regelmäßig Updates erhält. Die Meldung über die Verfügbarkeit einer neuen Software erfolgt am Bedienpanel der Maschine und der Bediener entscheidet, wann die Installation vorgenommen werden soll, z.B. nach Schichtende oder in der Nacht. Hierbei identifiziert sich die Maschine beim Schenck- Server und zieht sich die Updates. Die Cloud-Applikationen werden ebenfalls aktualisiert, sodass die Kunden von neu entwickelten Funktionen in der Entwicklung von Schenck ONE direkt profitieren.

Schenck RoTec ist Weltmarktführer auf dem Gebiet der Auswucht- und Diagnosetechnik und verfügt über 18 Tochtergesellschaften und Joint Ventures mit weltweit neun Produktionsstätten. Hinzu kommen über 37 Vertretungen und Büros auf allen fünf Kontinenten. Die Schenck RoTec Gruppe beliefert Branchen wie die Automobil- und -zulieferindustrie, die Elektroindustrie, die Luft- und Raumfahrt, die Turbomaschinenindustrie und den allgemeinen Maschinenbau mit innovativen Technologien.

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100 Jahre Ring Group: Global Player aus Pirmasens bleibt fest in familiären Händen

Mit Jennifer Ring tritt bei dem Spezialisten für Maschinenbau und Lohnperforation im Jubiläumsjahr bereits die vierte Generation in die Geschäftsführung ein

100 Jahre Ring Group: Global Player aus Pirmasens bleibt fest in familiären Händen

Jennifer Ring und Andreas Ring, beide Geschäftsführung der Ring Maschinenbau GmbH (Bildquelle: Ring Group)

Im westpfälzischen Pirmasens zuhause und in sieben Ländern auf drei Kontinenten mit ihren acht Tochterunternehmen vertreten: „Wir sind dort, wo unsere Kunden sind“, beschreibt Jennifer Ring die aufgegangene Strategie weltweiter Präsenz der Ring Group. Im letzten Jahr hat sie bei dem Spezialisten für Maschinenbau und Lohnperforation plangemäß den Schritt in die Geschäftsführung vollzogen. Dort steht die 32-Jährige seither in nunmehr vierter Familiengeneration gemeinsam mit ihrem Vater Andreas Ring und ihrem Onkel Matthias Ring in der Verantwortung. Auf das gleiche Jahr datiert das 100-jährige Firmenjubiläum (1921-2021), dessen Feierlichkeiten den Restriktionen der Pandemie geschuldet erst einige Monate später im Sommer 2022 stattfinden sollen.

Wie bei zahlreichen anderen Unternehmen in der Region auch liegen die Wurzeln des Traditionsbetriebs in der produzierenden Schuhindustrie. Die Inhaber erkannten Mitte der Achtzigerjahre rechtzeitig die sich abzeichnende Verlagerung der lohnintensiven Fertigung von der einstigen Schuhmetropole Pirmasens in Niedriglohnländer und setzten auf Diversifikation. Heute handelt es sich bei den meist langjährigen Kunden zu gut 70 Prozent um Automobilzulieferer, außerdem Gerbereien, Textilfabriken, Papierhersteller und nach wie vor auch Schuhproduzenten. Mit ihren weltweit 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, davon alleine 250 am deutschen Sitz in Pirmasens und einer kleineren Filiale im badischen Bühl beschäftigt, erwirtschaftet die Ring Group jährliche Umsätze im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Kundenorientiert aus einer Hand liefern
Hundert Jahre beständig am Markt, dabei als unabhängiges Familienunternehmen auf solidem Fundament stehend und auf gesundes Wachstum ausgerichtet: Zu den Erfolgsfaktoren gehört, sich stets an den Belangen der Kunden zu orientieren. Das gilt gerade für den Maschinenbau, wo die Perforier-, Stanz-, Präge-, Gerberei- und Schuhmaschinen von der Ring Group nicht nur geplant, entwickelt, konstruiert und ausgeliefert werden. Zum Angebot aus einer Hand gehören nämlich unter anderem auch das Liefern von Werkzeugen sowie Service, Wartung und Schulungen weltweit. Vergleichsweise ganzheitlich ist die Lohnperforation aufgestellt, etwa für Ledersitze, Lenkräder, Armaturenbretter oder Dachhimmel. Von Beratung und Designentwicklung über Bemusterung bis hin zur Auslieferung in verschiedensten Losgrößen reicht dort das Dienstleistungspaket. „Zu guter Letzt entscheidet aber immer die Qualität“, betont Jennifer Ring und bezeichnet „Made in Germany“ als noch immer weltweit anerkanntes Gütesiegel, das gerade im Maschinenbau für höchste Qualität und Präzision steht: „Wie hochwertig und langlebig unsere Maschinen sind, zeigt sich regelmäßig, wenn wir Systeme, die zuvor sehr lange bei unseren Kunden im Einsatz waren, für Aufbereitung und Weiterverkauf zurücknehmen.“

Verwurzelt in der Region und ihren Menschen verbunden
Gerade im Kontext von „Made in Germany“ sieht sie den Pirmasenser Standort als gesetzt; davon zeugt auch eine aktuelle Investition, die derzeit am Hauptsitz entstehende neue große Produktionshalle. Nicht zuletzt ginge es aber auch um die enge Verbundenheit zur Region mit ihren Menschen und die Fortsetzung einer Pirmasenser Familientradition, die mit Unternehmensgründer Franz Hatzenbühler ihren Ursprung nahm, sich über 100 Jahre fortsetzte und auch künftig Bestand haben soll.

Mit Blick auf die Mitarbeitergewinnung bewertet die fürs Kaufmännische verantwortliche Geschäftsführerin die Lokation in der Westpfalz weder vor- noch nachteilig. Pluspunkte sieht sie jedoch darin, einerseits vergleichsweise schnell das für sie wichtige Drehkreuz internationaler Flüge in Frankfurt am Main zu erreichen, aber andererseits tagtäglich über kurze und staufreie Verkehrswege von A nach B zu kommen. So wären zum Beispiel Kaiserslautern, Saarbrücken und auch das Rhein-Main-Gebiet komfortabel anzusteuern – allenfalls die Anbindung nach Osten über die noch nicht vollständig ausgebaute B 10 zu den Wirtschaftsräumen von Rhein und Neckar ließe noch zu wünschen übrig.

„Nicht ständig genervt im Stau zu stehen und dadurch wertvolle Zeit zu sparen, gehört genauso zu der Lebensqualität wie dort zu leben, wo andere aus Ballungszentren hinfahren, um ihren Urlaub zu verbringen“, pointiert Jennifer Ring. Damit spielt sie auf den direkt angrenzenden Naturpark Pfälzerwald an mit naturnahen Freizeitmöglichkeiten wie Wandern, Fahrrad- und Mountainbike-Fahren und vielem anderen mehr. „Außerdem sind die Lebensunterhaltungskosten in der Region äußerst günstig.“ Auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung gehört zu den betonten Vorzügen wie auch die Beziehung zur Stadtführung, die „zur Stelle ist, wann immer sie gebraucht wird“. Lediglich so manche bürokratische Hürde bei Neubauprojekten sieht Jennifer Ring kritisch – wohlwissend, dass die Gestaltungsspielräume der Verwaltung von der Gesetzeslage her begrenzt sind. Den Fortbestand des Familienunternehmens auch in die fünfte Generation zu tragen, lautet ihre Zielsetzung. Unterstützung könnte sie auf dem Weg dorthin früher oder später auch noch von ihrer jüngeren Schwester und den drei ebenfalls jüngeren Cousinen und Cousins bekommen.

„Die Ring Group gehört zu den deutschen Vorzeigeunternehmen, die familiäre Strukturen und generationenübergreifende Tradition mit der Leistungsfähigkeit und Reichweite eines modernen Global Player in Einklang bringen“, erklärt Markus Zwick, Oberbürgermeister der Stadt Pirmasens. „Als Stadtgemeinschaft ist es für uns von unschätzbarem Wert, solche Keimzellen wirtschaftlicher Prosperität in unserer Mitte zu wissen. Ich denke dabei an die Vielzahl qualifizierter Arbeits-, aber gerade auch der angebotenen Lehrplätze mit sechs Ausbildungsprofilen für technische und kaufmännische Bereiche. Ganz abgesehen davon trägt die Ring Group über ihre weitreichende Vernetzung den Namen und Ruf unserer Stadt in die ganze Welt.“

Ergänzendes zur Stadt Pirmasens
Erste urkundliche Erwähnung fand Pirmasens um 850 als „pirminiseusna“, angelehnt an den Klostergründer Pirminius. Der als Stadtgründer geltende Landgraf Ludwig IX. errichtete im heutigen Pirmasens die Garnison für ein Grenadierregiment, es folgten 1763 die Stadtrechte. Am südwestlichen Rand des Pfälzerwalds gelegen und grenznah zu Frankreich ist das rund 42.000 Einwohner zählende, rheinland-pfälzische Pirmasens wie Rom auf sieben Hügeln erbaut. In ihrer Blütezeit galt die Stadt als Zentrum der deutschen Schuhindustrie und ist in dieser Branche heute noch wichtiger Dreh- und Angelpunkt; davon zeugen unter anderem der Sitz der Deutschen Schuhfachschule, des International Shoe Competence Centers (ISC) oder der Standort der ältesten Schuhfabrik Europas. Zu den tragenden Wirtschaftsbereichen zählen unter anderem chemische Industrie, Kunststofffertigung, Fördertechnik-Anlagen und Maschinenbau. Pirmasens positioniert sich heute als Einkaufsstadt mit touristischem Anspruch und gut ausgestattetem Messegelände. Seit 1965 wird eine Städtepartnerschaft mit dem französischen Poissy gepflegt. Weitere Informationen sind unter https://pirmasens.de erhältlich.

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Wie der Mittelstand Künstliche Intelligenz integriert

Wie Unternehmen und Verbraucher von KI-Integration im Produkt profitieren

Wie der Mittelstand Künstliche Intelligenz integriert

Embedded KI in der Industrie (Bildquelle: @AITAD)

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Schlagwort und eine mittlerweile fast unübersichtliche Welt. Gerade mittelständische Unternehmen stehen vor der Herausforderung, rechtzeitig entsprechende Lösungen zu finden oder Ressourcen zu schaffen und Knowhow zu entwickeln. Die Herausforderung beginnt aber schon früher: Vom Produktmanagement bis zur Forschung und Entwicklung müssen alle wissen, wie ein nutzenorientierter Innovationsprozess mit KI abläuft und was dies im kurz- bis zum langfristigen Produktzyklus bedeutet.

Als Embedded-KI werden Elektroniksysteme bezeichnet, in denen KI autark und lokal wirkt. Das Marktpotenzial ist enorm – mitverursacht durch Mitläufertrends wie (I)IoT, entsprechende Connectivity, Security und Cloud Services. Allied Analytics schätzt den KI-Halbleitermarkt im Jahre 2030 auf über 190 Mrd. US-Dollar Volumen. Zum Vergleich: das Wachstum des AI-as-a-service-(Cloud-)Marktes wird auf fast 44 Mrd. US-Dollar im gleichen Zeitraum geschätzt.

Embedded-KI-Innovationen

Embedded-KI ist erst am Anfang seines Entfaltungspotenzials, sodass dies im aktuellen Stadium jedem Produkt einen Unique Selling Point (USP) verpasst. Wichtig ist jedoch stets, dass Einsatz und Nutzen für den Hersteller und Anwender miteinander in Einklang sind. Dabei schafft Embedded-KI vor allem in den Bereichen Maschinenbau, Medizin, Verbraucher, Automotive sowie in der Produktion und Herstellung Verbesserungen, erschafft neuartige Funktionen und kann sogar Leben und Umwelt retten. Cloud-KI allein ist nur ein Übergang, die Zukunft liegt bei dezentraler Verarbeitung, ist sich Viacheslav Gromov, Geschäftsführer des Embedded-KI-Anbieters AITAD, sicher: „Wir arbeiten am Sensor auf der Platine mit derart großen Datenmengen, dass wir sie gar nicht weiter übertragen könnten. Die KI muss sie direkt vor Ort weiterverarbeiten und verwerfen, um die gewollten, tiefgehenden Zusammenhänge aufzuspüren.“

Mit Embedded-KI wird die lokale Verarbeitung großer Datenmengen ermöglicht, sodass das Risiko des Abfangens oder Manipulieren von sensiblen Daten verringert wird. Das führt zu einer höheren Daten- und Systemsicherheit. Ein Gerät muss keine performante Netzwerkinfrastruktur vorhalten, um Daten verarbeiten zu können. Somit ist eine geringere Konnektivität erforderlich, was die Produktionskosten reduziert. Embedded-KI lebt auf beschränkten Ressourcen, was Stromversorgung (auch Batteriebetrieb), Rechen- und Speicherleistung angeht. Solche Komponenten erfassen und verarbeiten die Daten sofort, und können darauf in Millisekunden reagieren, was bei vielen Anwendungen ein Muss ist. Ebenso kann das Gerät Daten in Echtzeit analysieren und überträgt nur das, was für die weitere Analyse in der Cloud relevant ist (Stichwort: Datenmengen reduzieren).

Ein Markt mit großem Wachstumspotenzial

In der Praxis lässt sich Embedded-KI in drei wesentliche Einsatzgruppen aufteilen: funktionale Innovationen, User Interaction und Predictive/Preventive Maintenance. Ersteres ermöglicht neuartige Funktionen, die den Zielnutzen eines Produkts oder Prozesses optimieren oder gar verändern. Als zusätzliches, sich daraus ergebendes Feld wird User Interaction ausgelagert. Diese erstreckt sich von einfacher Sprach-Befehlseingabe (d.h. KWS, Keyword Spotting) über Gestenerkennung bis hin zu komplexeren Mensch-Maschine-Kollaborationen wie Bedienertracking, Augentracking oder Werkstückerfassung. Als wohl größte „hidden needs“ vieler Produkthersteller sind aktuell die typischen Wartungsthemen wie die vorausschauende Wartung oder vorbeugende Wartung anzusehen, die über einfaches Condition Monitoring hinausgehen und wirklich frühzeitige und intelligente Vorhersagen über konkrete Fehlerbilder liefern.

„Die meisten Unternehmen wissen oft gar nicht, was in ihren Produkten für Möglichkeiten stecken.“ erklärt Gromov. „Wir haben ein Labor, in denen wir mit modernster Technik Daten sammeln, aber auch in wenigen Stunden Hardware produzieren und für die Serie testen können. Von der Vielzahl der Möglichkeiten, Embedded-KI zu integrieren, sind die meisten unserer Kunden sichtlich überrascht. In den Kunden-Prototypen kommen aber nur die Komponenten, die den größtmöglichen Nutzen für den Kunden und Anwender haben. Der Embedded-KI-Markt ist teilweise noch sehr undurchsichtig. Hier braucht es definitiv noch mehr Aufklärungsbedarf – vom Management bis hin zu den Entwicklern.“

Unternehmen sollten auf Individuallösungen setzen

Der Embedded-KI-Markt ist noch weitgehend unbesetzt, wobei immer mehr Insellösungen oder niederschwellige Angebote hinzukommen. „Wir empfehlen Unternehmen ganz klar einen Ansatz weg von fertigen Insellösungen. Diese können nur begrenzt auf die Bedürfnisse angepasst werden, mit kleineren oder größeren Abstrichen. Individuelle Systemanfertigungen haben einen viel größeren Spielraum. Das heißt herauszufinden, welches KI-Modell ins Produkt passt, wie sie sich effektiv auf Hardware umsetzen lässt, dafür die entsprechenden Systemkomponenten anhand gesammelter und ausgewerteter Daten zu entwickeln, das Ganze anhand eines Prototyps umzusetzen und in Praxis zu testen. Das klingt am Anfang nach viel Aufwand. Wenn man sich aber anschaut, wie lange das Produkt auf dem Markt ist und welche Vorteile Unternehmen und Nutzer zum Beispiel auch gerade im Bereich Preventive/Predictive Maintenance davon haben, dann lohnt sich die Investition auf jeden Fall,“ so Gromov weiter.

Täglich ergibt sich ein ähnliches Bild bei der Produktentwicklung, meint Viacheslav Gromov: „Aufklärung, Ressourcen und Kompetenzen sind das eine. Darüber hinaus gibt es erfahrungsgemäß einige Stolpersteine: Die meisten Mittelständler scheitern bereits an Datenarten. Meistens werden Daten unüberlegt gesammelt – mit falschen Intervallen, Abtastraten, Auflösungen, mit falscher Sensorik oder am falschen Ort. Spätestens sind es aber die spezifischen Anforderungen außerhalb des Standardprozesses, die den Endpunkt der eigenen Entwicklung bedeuten. Probieren Unternehmen beispielsweise ein Machine-Learning-Modell mit DNNs (also sogenannten verzögerten neuronalen Netzen) mit den gängigen Frameworks zu implementieren, stoßen sie schnell an Grenzen. Das geht nur mit eigener Erfahrung und eigens angepassten, halbautomatisierten Werkzeugen.“

Quellenangaben:
-Artificial Intelligence Chip Market Size, Share | Analysis-2030 (alliedmarketresearch.com)
-Artificial Intelligence as a Service Market Trends and Growth Forecast 2030 | MRFR (marketresearchfuture.com)

Weitere Informationen: https://aitad.de

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Maschinenbau kalkuliert mit costing24

Maschinenbau kalkuliert mit costing24

Costing24: Herstellkosten rund um die Uhr, weltweit und ohne eigene Software berechnen (Bildquelle: simus systems GmbH, Karlsruhe)

simus systems kündigt einen Relaunch ihrer online Kalkulationsplattform unter dem Namen costing24 an. Konstrukteure, Einkäufer, Anbieter wie Abnehmer von Dreh-, Fräs- oder Blechteilen können rund um die Uhr, weltweit und ohne eigene Software unter https://costing24.com CAD-Bauteile auf Herstellkosten überprüfen. Das neue Angebot kann auf Firmenlizenzen und CAD-Integration erweitert werden.
Von einem schnellen Kostencheck bis zur detaillierten Kalkulation – die online Plattform costing24 eröffnet viele Möglichkeiten, die Herstellkosten von Dreh-, Fräs-, Flach- und Biegeteilen zu berechnen. Ausgangspunkt ist das 3D-CAD-Modell des zu kalkulierenden Bauteils, das hochgeladen wird. Nach Auswahl eines Rohmaterials erkennt costing24 nun automatisch die zur Fertigung notwendigen Arbeitsgänge, berechnet die Kosten nach einer Losgrößenstaffel und bietet zur Anpassung Kostenparameter wie Stundensätze, Schnittwerte sowie Rüst- und Nebenzeiten an, die auf zehnjähriger Erfahrung beruhen. Anwender können diese Parameter individualisieren, speichern und wiederverwenden. Auf Mausklick werden nun die Ergebnisse angezeigt: Dies sind nicht nur die Herstellkosten nach Rüst- und Stückkosten, Bearbeitung und Veredelung, nach Losgrößen gestaffelt, einschließlich der Bearbeitungszeiten – es werden die Geometriebereiche nach Kostentreibern farbig dargestellt. Drei Anwendergruppen profitieren besonders von diesem Service:
Produktentwickler und Konstrukteure vereinfachen Target Costing: Sie überprüfen die von ihnen entwickelten Bauteile im Hinblick auf die Kostenziele unabhängig von internen Mitarbeitern oder externen Ressourcen. In einer erweiterten Version kann die Kalkulation direkt aus der Oberfläche des eigenen 3D-CAD-Systems heraus gestartet werden, ohne den Arbeitsfluss zu unterbrechen.
Einkäufer wie Verkäufer erleichtern sich die Preisfindung: Auftragsfertiger oder technische Einkäufer orientieren sich schnell und genau über die Herstellkosten von Bauteilen und Baugruppen. Bei bereits vorbearbeiteten Rohteilen können Folgeprozesse kalkuliert werden. So finden sie wettbewerbsfähige Angebotspreise, stärken ihre Verhandlungsposition und treffen make-or-buy Entscheidungen. Dies führt zu schneller Angebotserstellung, Kostentransparenz und sicheren Kaufentscheidungen.
Individueller Angebotsservice für Lohnfertiger und Zulieferer: Interessierte Unternehmen können den Kalkulationsservice permanent in ihre Website integrieren. Eigenes Branding, Kostensätze und Fertigungsparameter führen ihre Kunden dann schnell zum ersten Angebot. Der digitale Angebotsprozess lässt sich bis zur Übergabe in einen Online-Shop erweitern.
Alle Anwendergruppen profitieren auf Wunsch von einer Mehrplatzlizenz, die den gemeinsamen Zugriff auf Bauteile und Berechnungsergebnisse ermöglicht.

Die 2002 gegründete simus systems GmbH mit Sitz in Karlsruhe ist mit ihrer Produktfamilie simus classmate einer der Marktführer im Bereich automatische Klassifizierung von CAD-Modellen, Datenbereinigung von Massendaten, dem Suchen und Finden vorhandener Daten und der automatischen Kalkulation. Das eigenständige Unternehmen bietet Erfahrungen aus über 300 erfolgreichen Projekten in den Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Automobilindustrie und Elektrotechnik. Die Produktfamilie simus classmate integriert sich mit führenden 3D CAD- und PLM-Lösungen sowie mit ERP-Systemen wie SAP.

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DUALIS zeigt auf der SPS 2021: Noch effizientere virtuelle Inbetriebnahme

Engineering- und Inbetriebnahmezeiten verkürzen: mit virtuellen Tests von Komponenten, Maschinen und Anlagen

DUALIS zeigt auf der SPS 2021: Noch effizientere virtuelle Inbetriebnahme

DUALIS zeigt auf der SPS 2021: Noch effizientere virtuelle Inbetriebnahme

Dresden, 30. September 2021 – Die virtuelle Inbetriebnahme (VIBN) ist heute fester Bestandteil im Entwicklungsprozess von Maschinenbauern. VIBN-Lösungeneröffnen Möglichkeiten, um Kosten zu sparen, Planungszeiten zu verkürzen, das Risiko von Fehlern zu reduzieren und vieles mehr. Mit zusätzlichen Features in der Simulationsplattform Visual Components bietet die DUALIS GmbH IT Solution (www.dualis-it.de) als Vertriebspartner der 3D-Simulationsplattform jetzt ein verbessertes Werkzeug für die virtuelle Inbetriebnahme. Dies und mehr zeigt DUALIS auf der Messe SPS 2021 in Nürnberg vom 23. bis 25. November in Halle 5 am Stand 258.

„Im Maschinen- und Anlagenbau werden die Entwicklungszyklen immer kürzer. Um dies zu unterstützen, empfiehlt es sich, Komponenten, Maschinen und Anlagen in einer virtuellen Umgebung zu testen, bevor diese in Betrieb genommen werden. Die virtuelle Inbetriebnahme minimiert nicht nur die Inbetriebnahmekosten, sondern kann auch Qualität steigern sowie die gesamte Durchlaufzeit eines Projekts deutlich reduzieren“, erklärt Ralf Dohndorf, Head of Factory Simulation der DUALIS GmbH IT Solution.

Mit der 3D-Simulationsplattform Visual Components lassen sich virtuelle Inbetriebnahmen vornehmen. Die Plattform ist Rüstzeug für Fabrikplaner sowie Roboterprogrammierer und wird unter anderem zur dreidimensionalen Robotersimulation, Materialfluss- und Anlagenplanung eingesetzt. DUALIS fungiert für Visual Components als spezialisierter Vertriebspartner. Das Unternehmen entwickelt Add-ons und Dienstleistungen rund um die Plattform, mit dem Fokus auf vernetzte Fabrikprozesse.

Schnittstelle zu WinMOD und SIMIT verbessert virtuelle Inbetriebnahme
Die 3D-Simulationssoftware Visual Components besitzt ein neues Feature, mit dem die virtuelle Inbetriebnahme jetzt noch vielfältiger umsetzbar ist: Zur Kommunikation mit verschiedenen herstellerspezifischen Steuerungen wurde die Plattform um eine Schnittstelle zu WinMOD und SIMIT von Siemens ergänzt. Co-Simulationen mit WinMOD oderSIMITunterstützen unter anderem die Abbildung des Verhaltens aller elektronischen Komponenten im Digitalen Zwilling. Die Konnektivitäts-Plugins WinMOD und SIMIT ermöglichen die Kommunikation mit mehreren physikalischen und virtuellen Automatisierungssystemen. Die Möglichkeit einer Anbindung zu unterschiedlichen Steuerungssystemen ist nun noch vielschichtiger.

„Mit Visual Components können Verantwortliche die Planung und Konzeption einer Anlage bis zur Inbetriebnahme durchgängig unterstützen. Jedes Unternehmen benötigt hier jedoch eine individuell auf ihren Bedarf angepasste Lösung. Wir helfen bei der Zieldefinition, Auswahl der Funktionalitäten und Implementierung der Software“, erklärt Ralf Dohndorf.

Alle Neuerungen und Features für Visual Components präsentiert DUALIS vom 23. bis 25. November auf der SPS 2021 in Nürnberg in Halle 5 am Stand 258.

Die 1990 gegründete DUALIS GmbH IT Solution – eine Tochtergesellschaft der iTAC Software AG – hat sich auf die Entwicklung von Software und Dienstleistungen rund um Simulation, Prozessoptimierung und Auftragsfeinplanung spezialisiert. Zur Produktpalette zählen das Feinplanungstool GANTTPLAN, die 3D-Simulationsplattform Visual Components und das Hallenplanungstool AREAPLAN. Die DUALIS-Produkte sind in zahlreichen namhaften Anwendungen in der Großindustrie und in mittelständischen Unternehmen im Produktions- und Dienstleistungssektor integriert. Consulting und Services zur strategischen und operativen Planung runden das Leistungsspektrum von DUALIS ab.

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Alle Wartungsinformationen vor Ort zur Hand

Alle Wartungsinformationen vor Ort zur Hand

Kein Hinterherlaufen mehr bei den Kollegen und weg von der Zettelwirtschaft.
Durch die Digitalisierung in der Arbeitswelt bieten sich heutzutage ganz andere Möglichkeiten.
Mit der passenden Lösung kann der Kundendienst mobilisiert und Wartungen können mobil durchgeführt werden.

Alle Wartungsinfo direkt auf dem Tablet
Vom Büro aus können alle relevanten Unterlagen für die anstehende Wartung beim Kunden zusammengestellt und über die App dem Mitarbeiter übergeben werden Über die App kann der Mitarbeiter diese dann abrufen.

Alles nur Routine?
Auch bei Standardtätigkeiten wie der Wartung von Anlagen wird in der Schnelle mal ein Handgriff vergessen. Damit das nicht mehr passiert, bietet eine App wie TIME4 Service von M-SOFT, dem Experten für Branchenlösungen, Checklisten an. Bei einer flexiblen Lösung können diese individuell angepasst werden für unterschiedliche Anlagen zur Wartung.

Wer hat an der Uhr gedreht
Mit einer digitalen Zeiterfassung wird direkt vor Ort beim Kunden der Stundenzettel ausgefüllt. So müssen im Büro die Zeiten nicht nachträglich erfasst werden. Das reduziert Fehlerquellen und bringt Prozesse schneller voran.
Achten Sie hierbei auf eine Anwendung bei der Sie bestimmen können was gebucht werden soll, z.B. reine Kommt-/Geht-Zeiten, Zeiten für die Wartung vor Ort beim Kunden oder eine ergänzende Materialerfassung.

Nachhaltige Dokumentation
Um die mobile Wartung rund zu machen, bietet eine durchdachte Anwendung auch Dokumentationsfunktionen. So kann ein Bautagebuch inkl. Fotos, Kommentaren und ergänzendem Zeitstempel in Rekordzeit erstellt werden.

Digital erfasst – und dann?
Mit einer App können Sie alle Vorzüge der mobilen Welt nutzen, mit der Übergabe der erfassten Daten an das Büro ergibt sich eine effiziente Weiternutzung der Daten. So gehen die Infos aus dem Wartungsbericht direkt wieder in die Anlagenhistorie, können rechtssicher im Dokumentenmanagement archiviert werden und die ersten Zeiten und Materialien können direkt abgerechnet werden. Und der Kunde erhält selbstverständlich auch noch den unterschriebenen Wartungsbericht.

Wie einfach eine mobile Wartung per App funktioniert, können Sie sich hier anschauen:

Wie konkret dies für Ihr Unternehmen funktioniert, erläutern Ihnen gerne die Experten von M-SOFT in einem unverbindlichen Infogespräch.

Die M-SOFT Organisationsberatung bietet seit über 30 Jahren Software-Lösungen für Handwerk, Industrie und Handel. Über 5.500 Kunden in der DACH-Region setzen auf das langjährige Know-how und eine umfassende Betreuung des Branchenexperten und des gesamten Netzwerks von Niederlassungen und Fachhandelspartnern.

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Baumaschinen im digitalen Zeitalter

Auf den ersten Blick scheinen riesige Erdbewegungsbagger und Planierraupen nicht viel mit den mikrochipbasierten Welten der Drohnen und der multidimensionalen Bildgebung gemeinsam zu haben. Aber im digitalen Zeitalter werden sie alle miteinander verbunden sein und müssen als Team arbeiten.

Die Baumaschinen selbst weisen heute bei der Digitalisierung einen Rückstand auf. Aber sie stehen kurz vor der gleichen digitalen Störung, die auch die informationsbasierten Industrien getroffen hat und nun auch in der Automobil- und Nutzfahrzeugbranche zu spüren ist. Die erste Welle der Digitalisierung beginnt bereits bei Baumaschinen, die zunehmend automatisiert und vernetzt werden, sodass die Betreiber sie effizienter einsetzen können. Eine größere Veränderung wird sich mit der Digitalisierung von Bauprojekten ergeben, insbesondere durch die Modellierung von Gebäudeinformationen (BIM), die den Einsatz intelligenter, vernetzter Baumaschinen beschleunigen wird.

Der Erfolg der Anlagenhersteller wird davon abhängen, wie effektiv sie digitalisierte Maschinen in diesem vernetzten Ökosystem einsetzen. Die Digitalisierung wird die Baumaschinen nicht ersetzen, aber die Kunden werden die Baumaschinenverleih Ratgeber gezielt danach studieren, welche Anbieter die neuen digitalen Möglichkeiten am besten umsetzen.

Neue Ära, neuer Wert

Die Veränderungen werden der Branche nach einigen mageren Jahren neue Möglichkeiten eröffnen. Der Umsatz mit Baumaschinen in Europa erreichte 2007 seinen Höhepunkt, während der weltweite Umsatz 2011 mit 102 Milliarden US-Dollar seinen Höchststand erreichte und 2016 nur noch 72 Milliarden US-Dollar betrug. Bis 2020 wird mit einem Wachstum der globalen Nachfrage von rund 5 Prozent pro Jahr gerechnet, was den Baumaschinenumsatz jedoch immer noch deutlich unter seinem Höchststand belassen wird. Die Digitalisierung – unabhängig davon, ob sie den Absatz von Maschinen steigert oder nicht – wird den Geräteherstellern die Möglichkeit geben, ihr Produktangebot zu erweitern und damit zusätzliche Wertquellen zu schaffen. Hersteller, die die Initiative ergreifen, werden in der neuen Ära besser abschneiden als diejenigen, die darauf warten, dass ihnen etwas passiert.

Die meisten heutigen Baumaschinen verfolgen Informationen wie Leerlaufzeiten und Kraftstoffverbrauch, sodass Manager von Baustellen und öffentlichen Projekten bessere Entscheidungen über den Einsatz ihrer Flotten treffen können. Eine erste große Veränderung wird jedoch die teilweise oder vollständige Autonomie der Maschine nach 2020 mit sich bringen. So kann beispielsweise ein Verdichter seinen Betrieb an unterschiedliche Oberflächen und Umgebungen anpassen, wie beispielsweise das Vorhandensein von empfindlichen Strukturen in der Nähe. Die Maschine wird auch in der Lage sein, einen Großteil ihrer Arbeit automatisch zu erledigen – oder zumindest mit minimalem menschlichen Einsatz, der oftmals weit entfernt basiert ist. Die prädiktive Datendiagnose macht die Wartung reibungsloser und kostengünstiger: Um beispielsweise ungeplante Ausfallzeiten zu vermeiden, werden Komponenten ausgetauscht, bevor sie ausfallen, aber nicht so früh, dass es Verschwendung wäre. Die Bediener werden auch in der Lage sein, Maschinengruppen leichter zu koordinieren, sodass sie als eine Einheit arbeiten können, was jede Phase eines Projekts beschleunigt.

Die Baustelle der Zukunft

In der zweiten Phase, die Anfang bis Mitte der 20er Jahre beginnen wird, wird die Flottenkoordination noch weiter vorangetrieben, indem Betriebs- und Leistungsdaten von Geräten zur Koordination von Bauprojekten herangezogen werden. Der Bauplan kann dann iterativ unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren angepasst werden, wie zum Beispiel der Arbeit der Maschinen und der physischen Lage der Maschinen, die für die nächste Etappe der Arbeiten erforderlich sind. Bauunternehmen könnten von den Maschinenherstellern verlangen, gemeinsame Datenstandards zu schaffen, um die Planung zu erleichtern, die verschiedene Gerätemarken umfasst.

Eine dritte große Veränderung wird eintreten, wenn Baumaschinen neue, hochautomatisierte Fähigkeiten erwerben und BIM zum Mainstream wird. BIM nutzt eine virtuelle Baustelle, bestehend aus einem digitalen Modell eines Bauvorhabens, das Bauzeiten und -kosten beinhaltet. Die Modellierung ermöglicht es Bauunternehmen, eine Version der Lean Production mit Just-in-time-Lieferung von Materialien und Komponenten umzusetzen. Durch eine bessere Abstimmung aller Inputfaktoren sollen die Engineering- und Baukosten um rund 20 Prozent gesenkt werden. BIM ist also sowohl eine Herausforderung für die Hersteller von Baumaschinen – denn es erfordert fortschrittlichere, digitalisierte Geräte – als auch ein Mittel, um den Kunden zu helfen, die Effizienz des Bauens zu steigern und Kosten zu senken. Baumaschinenhersteller müssen einen „Smarte Baustellen“-Ansatz verfolgen und integrieren, bei dem alle Aspekte des Bauens (einschließlich Maschinen) mit dem BIM und untereinander verbunden sind. Und um neue Effizienzgewinne zu erzielen und Kosten zu senken, müssen sie den Betrieb in Silos einstellen.

Baumaschinenhersteller müssen digitale Lösungen vorantreiben

Gerätehersteller müssen den besten Ansatz finden, um in dieser neuen Ära erfolgreich zu sein. Es ist für sie unerlässlich, ihre Maschinen zu digitalisieren, damit sie mit der digitalisierten Umgebung verbunden werden können. Aber das allein wird nicht ausreichen. Digitalisierte Maschinen werden für ihre Kunden in Bezug auf Leistung, Ausfälle und Kosten transparenter. Daher müssen neue Strategien gefunden werden, um dieser Transparenz gerecht zu werden.

So könnten Gerätehersteller, die sich auf die grundlegende Digitalisierung beschränken, ihre Angebote als Waren betrachten. Sie werden mehr Wert schaffen, wenn sie weitere Fähigkeiten integrieren und vollständig Teil der „intelligenten Baustelle“ werden. Dazu könnten digitale Systeme gehören, die den Bau in Echtzeit planen und die Flottenleistung über die eigenen Maschinen hinaus koordinieren. Oder sie könnten unterstützende Dienstleistungen wie die drohnenbasierte Überwachung von Leistung und Fortschritt anbieten. Einige Gerätehersteller könnten versuchen, alle diese Dienstleistungen in einem integrierten Paket anzubieten, um ein starkes, differenziertes Angebot zu bieten und einen großen Teil des neuen Wertepools zu nutzen.

Die strategische Absicht wird jedoch nicht ausreichen. Die neuen Baukapazitäten werden zu neuem Wettbewerb führen, sowohl von traditionellen Konkurrenten in der Geräteindustrie als auch von neuen Digital Playern und Software-Systemanbietern. Das Überleben auf dem Markt erfordert eine schnelle und effektive Implementierung digitaler Werkzeuge und Dienste, was wiederum neue Fähigkeiten erfordert. Um an der Spitze zu bleiben – und sogar Schritt zu halten – müssen sich die Gerätehersteller mit einer Welt befassen, die weit über die traditionelle Baustelle hinausgeht.

Was ist BIM?

Building Information Modeling (BIM) ist ein digitales Werkzeug, das den Bau in Bezug auf Betrieb, Angebote und Kundenzufriedenheit revolutionieren wird. BIM ist eine 3D-Darstellung eines Gebäude- oder Infrastrukturprojekts, die es Architekten, Ingenieuren, Auftragnehmern, Facility-Managern und Eigentümern ermöglicht, effizienter zu planen, zu bauen und zu betreiben. Phasen, Komponenten, Funktionen und Kosten werden von der Konzeption bis zum Abbruch geplant und ermöglichen ein digitales Management des gesamten Bauprojekts über die gesamte Lebensdauer. Dazu gehört beispielsweise die Just-in-time-Lieferung von Materialien, Maschinen und diversen Komponenten.

Das digitale Mock-Up in Echtzeit ist lebendig und kollaborativ und ermöglicht es allen Projektbeteiligten, Inputs in drei definierten Phasen bereitzustellen. Es ermöglicht die Durchführung digitaler Simulationen, die ein schnelles Testen und Neugestalten vor, während und nach der physischen Konstruktion ermöglichen. Der Fortschritt kann mit Unterstützung von Technologien wie Drohnen und 3-D-Laserscanning überwacht werden. BIM wird auch die Vorfertigung erleichtern und an geografische Informationssysteme zur zusätzlichen Dateneingabe in die Umwelt angebunden.