Simulation: Mehr Bedeutung für Recycling und Kreislaufwirtschaft

Komplexer werdende Prozesse – Beitrag im Magazin „Schüttgut & Prozess“

Simulation: Mehr Bedeutung für Recycling und Kreislaufwirtschaft

Digitale Simulation: Optimales Sieb zur Trennung verschiedener Recycling Werkstoffe

Grafing b. München, 12. Juli 2024 – Recycling wird immer vielfältiger und anspruchsvoller und gewinnt gleichzeitig im Sinne einer nachhaltigen Rohstoff-Wirtschaft immer mehr an Bedeutung. Dabei werden in einzelnen Branchen Recycling-Prozesse so komplex, dass Simulation eine wertvolle Hilfe leistet, um sie zu planen und zu optimieren. Das schreibt Jan-Philipp Fürstenau, Teamleiter Technik und Geschäftsstellenleiter Hannover der CADFEM Germany GmbH (https://www.cadfem.net/de/), in seiner aktuellen Kolumne für das Magazin „Schüttgut & Prozess“ (https://schuettgutmagazin.de/).

Während bei der konventionellen Entsorgung das Material teils grob zerkleinert, teils als Ganzes verbrannt werde, könnten andere Abfälle oder Geräte nicht am Stück recycelt werden. Um die einzelnen Komponenten jedoch ohne allzu viel Verunreinigungen sicher zu trennen, müssten sie zunächst zerkleinert werden. „Das genaue Maß der Zerkleinerung hängt stark vom Ausgangsmaterial ab“, heißt es in dem Beitrag.

Schlauchboot übersteht Abfall-Schredder

Eine Besonderheit sei dabei das Recycling von Kraftfahrzeugen. Während frühere Fahrzeuge eine Stahlkarosserie besaßen, aus der vor dem Pressen und Einschmelzen alle nicht-metallischen Teile entfernt wurden, hätten Fahrzeuge heute „eine deutlich größere Palette aus Metallen wie Aluminium oder Magnesium, aber auch Faserverbundbauteile, die teilweise flächig verklebt werden“. Der Aufschluss solcher Stoffgemische stellt eine zunehmende Herausforderung dar, der sich unter anderem eine Forschungsgruppe der TU Dresden und des Helmholtz Zentrum Dresden-Rossendorf widmet, auf die Jan-Philipp Fürstenau in seinem Beitrag verweist.

Aus Sicht der Simulation seien vor allem Situationen interessant, wenn der Recyclingprozess aufgrund widriger Umstände oder Ausgangsmaterialien gestoppt werden muss oder die Vorsortierung fehlschlägt. „So berichtete ein Kunde einmal von einem kompletten Schlauchboot, was den Schredder weitgehend unbeschadet überstand, um dann den Überlauf der ersten Trennstufe zu blockieren“, nennt Fürstenau konkrete Beispiele.

Effiziente Trenn- und Verarbeitungsprozesse

Am Ende von Schredder, Mühlen sowie mechanischen, pneumatischen oder hydraulischen Trennprozessen bleiben verschiedene Stoffe oder Stoffgemische zum Beispiel in Form von Kunststoff-Flakes oder Holzschnitzeln übrig, deren Partikelgröße von Platten über Splitter bis Feingut reichen. Hinzu kommen spezifische Gemische wie zum Beispiel Batterieschrott. „Durch Simulationen können wir die verschiedenen Operationen besser verstehen und Prozesse effizienter gestalten“, schreibt Fürstenau, der auch Vorstandsmitglied im Deutschen Schüttgut-Industrie Verband (DSIV) ist. So müssten etwa passende Siebe für Flakes oder Gesteine oder Möglichkeiten der Absaugung entwickelt werden.

In jedem Falle gebe es für jede Art von Verwertung unterschiedliche Methoden und Vorgaben. „Bei PET-Recycling muss man sich weniger Sorgen um Selbstentzündung machen als bei Batterien, während beim trockenen Holzrecycling intensiv auf brennbare Stäube geachtet werden muss.“ Aus diesen Herausforderungen ergeben sich gleichzeitig Chancen für Anlagenbauer, „weil der Wert einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft in Zukunft weiter steigt“.

CADFEM unterstützt Unternehmen, Forschungs- und Hochschuleinrichtungen dabei, das Potenzial von Simulation und Digital Engineering im gesamten Produktentwicklungsprozess bestmöglich zu nutzen. Als Ansys Apex Channel Partner setzt CADFEM dazu auf die führende Technologie von ANSYS, Inc. Weil Software allein noch keinen Simulationserfolg garantiert, profitieren CADFEM Kunden von einem umfassenden Angebot an ergänzenden Produkten, Services und Wissensangeboten sowie Kompetenzen in neuen Anwendungen wie Künstliche Intelligenz aus einer Hand. Die weltweit agierende CADFEM Group (www.cadfemgroup.com) betreut rund 4.000 Kunden und ist mit über 450 Mitarbeitenden an 35 Standorten einer der größten internationalen Anbieter von Simulationstechnologie und Engineering-Lösungen. Ihren Ursprung hat sie in der CADFEM Germany GmbH, die 1985 als „CAD-FEM GmbH“ gegründet wurde. www.cadfem.net

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Mallorca: Von der Urlaubsinsel zum Immobilien-Hotspot

Mallorca: Von der Urlaubsinsel zum Immobilien-Hotspot

Sven Bading von der Eterra Gruppe – Immobilien-Hotspot auf Mallorca

Mallorca hat eine bemerkenswerte Entwicklung als touristische Destination und als Immobilienmarkt hinter sich. In den 1950er-Jahren begann der Tourismus auf der bis dahin eher ruhigen Insel zu boomen. Von anfänglich 100.000 Urlaubern im Jahr 1950 stieg die Zahl in nur einem Jahrzehnt auf über eine Million, und bis Ende der 1990er-Jahre waren es bereits sechs Millionen Menschen, die jährlich nach Mallorca reisten. Dieser rasante Anstieg trug dazu bei, dass die Insel zu einem der beliebtesten Reiseziele Europas wurde.

Balearen zeigen den Weg: Europas neue Vorreiter in der Kreislaufwirtschaft

Doch Mallorca ist mehr als nur ein Ort für Sonnenanbeter und Partybegeisterte. Die Insel hat sich auch zu einem attraktiven Immobilienstandort entwickelt. Seit 2015 verzeichnet der Immobilienmarkt auf Mallorca ein stetiges Wachstum von über fünf Prozent pro Jahr. Trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie im Jahr 2020, als der Verkauf von Immobilien um über 23 Prozent zurückging, zeigte sich der Markt in den darauffolgenden Jahren äußerst robust. Bereits 2021 gab es wieder Rekorderlöse, und 2022 hatte sich die Tourismusbranche vollständig von der Krise erholt.

Die Immobilien- und Baubranche steht vor der Herausforderung, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft in ihren Kernansatz zu integrieren. In einer Zeit, in der Ressourcenknappheit und Umweltbelastung zu den drängendsten globalen Problemen gehören, müssen auch Architektur und Bauwesen ihren Beitrag leisten.

Der Countdown läuft: Die Balearen drängen auf Kreislaufwirtschaft

In der Vergangenheit wurden beim Bau oft klimaschädigende Materialien verwendet, die nicht nur den CO-Ausstoß erhöhten, sondern auch die Kreislaufwirtschaft behinderten. Der Trend geht nun in eine andere Richtung: Nachhaltige Architektur setzt auf umweltfreundliche Baustoffe, die weniger Ressourcen verbrauchen und eine längere Lebensdauer haben.

Die Baubranche muss auf Methoden setzen, die den Materialkreislauf schließen, indem sie Recycling und Wiederverwendung fördern. Innovative Unternehmen wie ETERRA Iberia SL zeigen, wie das funktionieren kann. Daniel Slenters von ETERRA Iberia erklärt, dass die Realisierung des ETERRA Projektes „ANDRATX HILLS“ Technologien wie Solarenergie und Regenwassernutzungssysteme beispielsweise nutzt, um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren, und zeigt, dass nachhaltige Bauweisen und stilvolle Architektur sich nicht ausschließen.

„Überdies steigert die Integration von Kreislaufwirtschaft in der Immobilienbranche auch den Wert von Gebäuden“, fügt Slenters hinzu. Studien belegen, dass Immobilien, die mit nachhaltigen Konzepten gebaut wurden, eine höhere Nachfrage erfahren. Die Baubranche trägt durch Recycling, Ressourcenschonung und innovative Technologien ihren Teil dazu bei, die Umweltbelastung zu reduzieren und gleichzeitig ästhetisch ansprechende Bauten zu schaffen.

Kritik an radikalen Ansätzen: Massentourismus und nachhaltiger Umbau müssen im Einklang mit sozialen Auswirkungen für die Balearen haben

Kritische Diskussionen ranken sich um die zu rasche Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen auf den Balearen, die zu einer negativen wirtschaftlichen Entwicklung führen können. Ein reduzierter Tourismus beispielsweise könnte die Wirtschaftsleistung der Insel senken, da weniger Gäste Infrastruktur benötigen. Dies könnte zur Umnutzung vieler Restaurants, Geschäfte und Hotels führen. Eine mögliche Umverteilung des freigesetzten Personals wäre damit denkbar, wodurch wiederum der Personalmangel in anderen Branchen kompensiert werden könnte.

Aber befürchtet wird der Anstieg der Preise, der den Tourismus langfristig einer Elite vorbehält, während Durchschnittsfamilien sich Urlaub auf der Insel nicht mehr leisten können. Radikale Ansätze gegen Massentourismus, nachhaltige Immobilienprojektentwicklungen und die Implementierung zur Kreislaufwirtschaft sollten die soziale Dimension nicht außer Acht lassen, um einen ausgewogenen Ansatz zu gewährleisten.

Luxus trifft Nachhaltigkeit: Mallorcas Immobilienbranche geht grüne Wege

Der Immobilienmarkt auf Mallorca profitiert von der krisensicheren Wirtschaft der Balearen und der steigenden Nachfrage nach hochwertigen Immobilien. „Nachhaltigkeit auch im Bereich der Luxusimmobilien wird mittlerweile großgeschrieben“, betont Daniel Slenters. Lokale Bauträger und Architekten gehen neue Wege, um Neubauten umweltfreundlich zu gestalten. Daniel Slenters, Managing Partner von ETERRA Iberia SL, sieht die ETERRA-Group als einen Vorreiter dieser Bewegung. Er fügt hinzu, dass es eine klare Nachfrage nach Projekten gibt, die innovative Architektur mit umweltfreundlicher Technologie verbinden.

„Die Sonne, die auf Mallorca an rund 300 Tagen im Jahr scheint, spielt dabei eine zentrale Rolle“, so Slenters. Durch die Umwandlung dieser Sonnenenergie in Strom werden die Neubauten energieeffizienter und nachhaltiger. ETERRA Iberia SL entwickelt Projekte, die nicht nur einen geringeren ökologischen Fußabdruck haben, sondern auch den Immobilienwert steigern. Damit setzt die Branche ein Zeichen, dass Luxus und Nachhaltigkeit nicht im Widerspruch stehen müssen.

Besonders begehrt sind die Regionen im Südwesten Mallorcas, wie Andratx und Port Andratx, wo luxuriöse Villen, Fincas und Apartments die Landschaft prägen. Diese Gegenden bieten nicht nur atemberaubende Ausblicke und eine einzigartige Lage, sondern auch lukrative Renditen für Ferienhausvermietungen.

Die Beliebtheit Mallorcas als Immobilienstandort wird durch die unkomplizierten Kaufmöglichkeiten für Deutsche und andere Europäer weiter gesteigert. In Spanien gibt es keine Beschränkungen für den Immobilienkauf durch Ausländer, was den Markt für Investoren und Auswanderer gleichermaßen attraktiv macht. So hat sich Mallorca in den vergangenen Jahrzehnten von einer Urlaubsinsel zu einem Hotspot für Immobilieninvestitionen und dauerhaften Wohnsitz entwickelt.

Verfasser: Sven Bading, Managing Partner ETERRA-Group

Die Eterra Gruppe ist ein innovatives und zukunftsorientiertes Immobilienunternehmen aus Magdeburg, das sich für nachhaltiges Wohnen einsetzt. Das Unternehmen bietet ein breites Leistungsspektrum an und arbeitet eng mit seinen Kunden und Investoren zusammen, um individuellen Bedürfnisse zu erfüllen.

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Halberstädter Straße 13
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„So tickt Nachhaltigkeit“: Leitfaden für Unternehmen

Nachhaltigkeitspionier Günther Reifer veröffentlicht DAS Handbuch für erfolgreiche unternehmerische Nachhaltigkeit.

"So tickt Nachhaltigkeit": Leitfaden für Unternehmen

Buchcover „So tickt Nachhaltigkeit“

Brixen, 15.11.2023 – Der renommierte Nachhaltigkeitsexperte und Unternehmer Günther Reifer bringt am 15. November 2023 mit seinem neuesten Werk „So tickt Nachhaltigkeit“ eine lösungsorientierte Darstellung großer Zusammenhänge und Grundlagen für die Unternehmenstransformation in den Handel.

Günther Reifers „So tickt Nachhaltigkeit“ ist ein unverzichtbarer Leitfaden für Unternehmen und Führungskräfte, die den Wandel zu nachhaltigeren Geschäftspraktiken anstreben und eine positive Wirkung auf die Welt erzielen möchten. Das Buch bietet eine umfassende Einführung in die Welt der Nachhaltigkeit, vermittelt eine lösungsorientierte Darstellung großer Zusammenhänge und Grundlagen für die Transformation von Unternehmen und zeichnet eine umfassende Roadmap für diese, um fundierte Entscheidungen zu treffen und die Chancen dieser Wandlung wirksam zu nutzen. Mit jedem Kapitel erfahren die Leser:innen mehr darüber, wie sie über Geschäftsmodelle, Finanzpraktiken, Einkaufsstrategien und Sustainable Leadership den Weg zu einer nachhaltigen Zukunft gestalten können. Praktische Beispiele und klare Erklärungen machen die komplexen Themen dabei leicht nachvollziehbar.

Eine weitere Besonderheit dieses Buches liegt in seiner Zugänglichkeit: „So tickt Nachhaltigkeit“ fungiert zugleich auch als Nachschlagewerk und Workbook für nachhaltige Unternehmensführung und Transformation. Das Besondere daran: Es kann in nur 8 Stunden gelesen werden. Mit über 25 begleitenden Kurzvideos, die aktuelle Themen rund um ESG, CSRD, nachhaltige Lieferketten, Kreislaufwirtschaft oder regeneratives Wirtschaften vertiefen, ist „So tickt Nachhaltigkeit“ zudem ein interaktives Erlebnis für Leserinnen und Leser, dass digital ständig erweitert wird.

„Echte unternehmerische Nachhaltigkeit verschiebt die Perspektive vom Versuch den eigenen negativen Impact zu verkleinern, zur Ambition einen echten positiven Impact für die Gesellschaft und die Umwelt zu erbringen. Solche Unternehmen sollen prosperieren, die besten Talente und Kund:innen anziehen und Leuchtturme fur Marktbegleiter:innen werden.“ – Günther Reifer

Parallel zum Buch wurde in der Terra Academy ein gleichnamiges Schulungsprogramm entwickelt, das sich aus Präsenzveranstaltungen, kollegialen Fallgesprächen, Einzelberatung sowie Online-Kursen der Terra Academy zusammensetzt und die Buchinhalte weiter vertieft und in die Praxis der Teilnehmenden überträgt.
„So tickt Nachhaltigkeit“ ist ab dem 15. November 2023 im regulären Buchhandel sowie direkt beim Terra Institute zum Preis von 38,50 EUR erhältlich und lieferbar.

Journalist:innen, die weitere Informationen zu diesem Buch wünschen oder ein Interview mit dem Autor Günther Reifer führen möchten, werden gebeten, sich an folgenden Kontakt zu wenden:
Carolin Steiner
E-Mail-Adresse: office@terra-institute.eu
Tel.-Nr.: +39 0472 970 484

Buchtitel: So tickt Nachhaltigkeit: Große Zusammenhänge und Grundlagen für die Unternehmenstransformation
Autor: Günther Reifer
Veröffentlichungsdatum: 15. November 2023
ISBN: 9783985958863

Über den Autor:
Gunther Reifer, ein anerkannter Nachhaltigkeits-Pionier, Quergeist und Unternehmer aus Leidenschaft, ist der Experte fur Strategie, systemische Visions- und Missionsentwicklung, Nachhaltigkeitsmanagement, Produktentwicklung, Kreislaufwirtschaft und Business Model Innovation. Unter anderem ist er Dozent an verschiedenen Universitäten und Hochschulen im In- und Ausland und Mitglied von diversen Verwaltungsräten und Beiräten. Er begleitet Unternehmen und Organisationen mit seiner Begeisterungsfähigkeit, Strukturiertheit und Kreativität, innovativem Denken von Zusammenhängen und vorausschauendem Weitblick, anders – aber mit gesundem Menschenverstand, ergebnisorientiert und humorvoll. Inspiriert von lbrahim Abouleish (Sekem) & Muhammed Yunus u. v. m. – war Günther Reifer selbst jahrelang in der „klassischen“ Wirtschaft unterwegs. Nach einem inneren Prozess hat er dann jedoch entschieden auszusteigen und das Terra Institute gemeinsam mit Evelyn Oberleiter zu grunden. Heute besteht das Terra-Team aus mehr als 50 Berater:innen.
Er macht Mut, neue Wege zu gehen. „So tickt Nachhaltigkeit“ ist sein neuestes Werk und sein Beitrag zur Förderung einer nachhaltigeren Zukunft.

Die Terra Institute GmbH | SRL
Als Servicepartner für alle organisationalen Themen der Nachhaltigkeit beraten und begleitet das Terra Institute (https://terra-institute.eu/) seit 15 Jahren Unternehmen, die authentisch nachhaltig sein und kommunizieren möchten und aktiv zu einem positiven, globalen Wandel beitragen. 2010 gegründet – als hochspezialisiertes, interdisziplinäres und internationales Team aus purposegetriebenen Berater:innen -, hat sich Terra von Beginn an der Begleitung von Unternehmen in ein nachhaltiges Wirtschaften verschrieben und entwickelt das Angebot in den Bereichen Beratung, Coaching, Training und Facilitating stetig weiter. Dabei arbeitet Terra sowohl an Strategien, Methoden und Prozessen (äußere Dimension) als auch am Leadership-Mindset und der Unternehmenskultur (innere Dimension). Denn: die Trennung zwischen dem Außen und dem Innen ist letztlich fiktiv. Deshalb hat Terra einen integralen und systemischen Ansatz der Transformationsbegleitung und Nachhaltigkeitsberatung gewählt.

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Es läuft nicht: Straßen miserabel, Brücken marode – Industrie mürbe

– Unternehmen abgeschnitten – nicht erreichbar für Mitarbeiter, Zulieferer, Kunden
– Umwege gefährden Transformation, Klima und Kreislaufwirtschaft
– Sanierungsbedürftiges Verkehrsnetz wird zum Standortnachteil – Abwanderung befürchtet

Es läuft nicht:   Straßen miserabel, Brücken marode - Industrie mürbe

WSM-Geschäftsführer Christian Vietmeyer

Düsseldorf/Hagen, 16. Feb. 2023. Marode Brücken, miserable Straßen, mangelnde Verbindungen. Auf Deutschlands Routen läufts nicht. „Wir brauchen dringend Sanierungen und einen zügigen Straßenausbau“, appelliert Christian Vietmeyer an die Politik. Der Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbandes Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) unterstreicht die Konsequenzen der desaströsen Verkehrsinfrastruktur: „Sie bedroht vom Straßennetz abgeschnittene Unternehmen, belastet das Klima und gefährdet die für die Transformation notwendige Kreislaufwirtschaft.“

Wichtige Industriestandorte nicht mehr erreichbar
Deutschlandweit sind wichtige Industriestandorte kaum noch erreichbar. Die Folgen: Lieferanten springen ab, Kunden sind nicht mehr pünktlich belieferbar, Mitarbeiter leiden unter unzumutbaren Anfahrtszeiten. Der Fachkräftemangel steigt insbesondere in ländlichen Regionen. „Die aktuelle Verkehrsinfrastruktur erzeugt massive Standortnachteile. Immer mehr mittelständische Unternehmen sind mürbe – die Belastungen werden sie zur Abwanderung zwingen“, mahnt Vietmeyer.

Klima und Kreislaufwirtschaft in Gefahr
Das sanierungsbedürftige Verkehrsnetz gefährdet auch Klima und Nachhaltigkeitsziele. Jeder Kilometer Umweg, den Lieferanten und Mitarbeiter fahren müssen, erhöht Kraftstoffverbrauch und Emissionen. Die angestrebte Kreislaufwirtschaft stockt, wenn Unternehmen für Entsorger nicht mehr erreichbar sind. „Straßen und Brücken sind genauso wichtig für Mensch und Umwelt wie Radwege und Bahngleise“, so Christian Vietmeyer. „Die Politik darf Ausbau und Sanierung nicht auf die lange Bank schieben, wenn sie den Industriestandort Deutschland leistungsfähig halten will.“Text 1.636 Z. inkl. Leerz.

Die Stahl und Metall verarbeitende Industrie in Deutschland, das sind: rund 5.000 vorwiegend familiengeführte Betriebe, die mit über 500.000 Beschäftigten über 80 Milliarden Euro Umsatz im Jahr erwirtschaften. Die Unternehmen beschäftigen im Durchschnitt 100 Mitarbeiter und sind mit Abstand die wichtigsten Kunden der Stahlerzeuger.
Die Branche zeichnet sich durch hohe Spezialisierung und Wettbewerbsintensität aus. Die Unternehmen fertigen für die internationalen Märkte der Automobil-, Elektro- und Bauindustrie, den Maschinenbau und den Handel.
Der WSM ist Dachverband für 14 Fachverbände. Zusammen bündeln sie die Interessen einer der größten mittelständischen Branchen in Deutschland und sind Sprachrohr für deren wirtschaftspolitische Vertretung auf Länder-, Bundes- und europäischer Ebene. Sie suchen den Ausgleich mit marktmächtigen Abnehmern und Lieferanten aus Industrie und Handel. Und sie fordern bessere Rahmenbedingungen für Wachstum, Dynamik und Wettbewerb – ob bei Steuern, Abgaben, Recht, Forschung, Umwelt, Energie oder Technik.

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Urban Mining: Bergbau in der Stadt

Urban Mining: Bergbau in der Stadt

ZuHause Real Estate Group – Urban Mining

Rohstoffe sind nicht endlos vorhanden. Klimaschutz und Ressourcenknappheit wandeln die Abfallindustrie zur Rohstoffindustrie.

Megatrend Urban Mining: Gewinnung von Sekundärstoffen. Die Wiederverwertung von Gebäuden, Infrastrukturen, Fahrzeugen beispielsweise füllt die „Ressourcen-Schatzkammern“ immer weiter, ist Eric Mozanowski, Immobilienexperte, Autor und Unternehmer aus Stuttgart überzeugt.

Laut dem Umweltbundesamt nutzt Deutschland ca. 1,3 Milliarden Tonnen an Rohstoffen für Gebäude und Infrastruktur. Die darin verbauten Güter verbleiben über Jahrzehnte in den Bauwerken. Daher haben sich im städtischen Raum immense Mengen an Rohstoffen angesammelt. Dieses Potenzial wurde lange nicht genutzt und verbaute Güter wurden bei Abriss und Erneuerungen entsorgt. Deutschland verfügt über wenig Rohstoffe, aber Materialien, die wiederverwertet und recycelt werden können, sind zahlreich. Mittlerweile werden Rohstoffe aus bestehenden Gebäuden und Teilen der Infrastruktur gewonnen, das Ausschlachten von verbrauchten Materialien rückt in den Fokus.

Kreislaufwirtschaft: Wenn alles irgendwie nachhaltig ist

Vorbei sind die Zeiten, als Müll wertlos behandelt wurde. Müll zählt getrennt mittlerweile zu wertvollen Wertstoffen. Pro Person fallen in deutschen Haushalten fast 500 Kilogramm Abfall an. Rohstoffe, die durch Urban Mining wiedergewonnen werden, werden als sekundäre Rohstoffe bezeichnet.

Urban Mining funktioniert wie Hausmülltrennung im Großen. Fördert und entwickelt sich der „städtische Bergbau“ weiter, entsteht die ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft als Beitrag zur nachhaltigen Gewinnung von Rohstoffen, ein erklärtes Ziel der Europäischen Union. Alle Bauten in Deutschland als Halde wertvoller Materialien und langlebiger Produkte betrachtet, ergibt, dass jeder Bürger über 317 Tonnen mineralische Materialien, 14 Tonnen Metalle, 4,3 Tonnen Holz und 3 Tonnen Kunststoff verfügt und damit vermögend ist. Das anthropogene Lager Deutschlands wird auf 650 Milliarden Euro geschätzt und die Zahlen entwickeln sich laut Studien nach oben. Damit sind Städte als ein unermessliches Rohstofflager anzusehen, Materialien sind keine Last, sondern stellen sozusagen Vermögen dar.

Die erfolgreiche Umsetzung des Urban Minings berücksichtigt alle Schritte der Wertschöpfungskette. Hierbei muss geklärt werden, wie lange die einzelnen Komponenten in den Bauwerken verbleiben und wie sich diese im Laufe der Zeit verändern. Beispielsweise wurden Bodendielen in einem Bürogebäude verbaut und nach einigen Jahrzehnten erfolgt der Abriss (städtischer Bergbau) und die Dielen finden in einem anderen Gebäude Wiederverwendung. Voraussetzung ist, dass beim Beispiel Holzdielen, diese in einem guten Zustand sind und eine Wiederverwendung geplant und umsetzbar macht. Ein Vorteil des „städtischen Bergbaus“ liegt im kurzen Transportweg, weil Materialien stadtnah gelagert werden.

Urban Mining: Rohstofflager Stadt – Recycling von Anfang an mitdenken – Schutt ein Schatz

Vorbilder sind die Niederlanden und die Schweiz, die auf Zweitverwertung von Baumaterialien setzen. In Zürich entstanden fast 100 Neubauten, die von der Stadt Zürich ausgeschrieben wurden, aus Recyclingbeton. Nicht nur städtische Gebiete werden für das Urban Mining betrachtet, sondern alle Arten von bebautem Gebiet mit langlebigen Gütern. Daher sind für das Urban Mining nicht nur Gebäude, sondern auch Autos und Deponien interessant. Dennoch hat diese Art der Rohstoffgewinnung wenig mit der Abfallwirtschaft zu tun, da hier die Rohstoffe nicht dem Stoffkreislauf zurückgeführt werden sollen. Beim Urban Mining soll ein Großteil für weitere Bauwerke eingeplant werden. Damit wird der Abfall vermieden, was eine langfristige Planung erfordert. Daher wird angestrebt, dass die Architektur für das Urban Mining angepasst wird. Dies bedeutet, dass beispielsweise die Zusammensetzung der Bauwerke nachvollziehbar dokumentiert wird, was beim Abbau eine Trennung der sekundären Rohstoffe erleichtert.

Chancen durch Urban Mining

Ein großer Pluspunkt von Urban Mining besteht darin, dass die Rohstoffe bereits in der Zielregion vor Ort vorhanden sind. Beim klassischen Bergbau müssen die Güter in die Stadt transportiert werden. Dies ist bei Sekundärrohstoffen, die beim städtischen Bergbau entstehen, bereits geschehen. Zudem wurden Sekundärstoffe bereits verarbeitet und veredelt, weshalb diese Rohstoffe bereit für eine erneute Verwendung im städtischen Raum sind. Mit diesen Aspekten sind Kostenersparnis und Ressourcenschonung verbunden, zudem steigt der Bedarf an Gebäuden im urbanen Gebiet kontinuierlich.

Darüber hinaus stellt Urban Mining einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft, der Kreislaufführung von Stoffströmen dar. Über Recyclingprozesse werden bereits abgebaute Rohstoffe genutzt und Bodenschätze geschützt. Urban Mining bezieht sich nicht nur auf die innerstädtische Nutzung, sondern auf den gesamten Bestand langlebiger Güter.

Urban Mining gilt als Schlüssel, um zukünftig die Fortentwicklung der Kreislaufwirtschaft für die anfallenden und dynamischen Materialmengen hochwertig und schadlos für die Bewirtschaftung zu nutzen. Digitale Kataster, Gebäude- und Güterpässe sowie Bewertungsschemata für urbane Minen, wie auch Recyclingtechniken für komplexe Stoffverbünde und das vorausschauende Gestalten logistischer und rechtlicher Rahmenbedingungen zählen zu den Hausaufgaben und Herausforderungen.

V.i.S.d.P.:

Eric Mozanowski
Autor & Immobilienexperte

Die ZuHause Real Estate Group GmbH mit Sitz in Stuttgart verwirklicht mit ihren verschiedenen Gesellschaften und ihrer langjährigen Erfahrung im Gebiet der Immobilienwirtschaft zahlreiche Projekte. Seit Gründung liegt der Schwerpunkt der ZuHause Real Estate Group GmbH in der Sanierung von bestehenden Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie Bauträgermaßnahmen und Projektentwicklungen. Das vorrangige Ziel ist die Schaffung neuen Wohnraums in A- und B-Städten. Die Kernkompetenz liegt im Bereich der Bestandsobjekte in der Identifizierung nachhaltiger Entwicklungschancen durch Nachverdichtung und Modernisierung bestehender Flächen und Neuvermietungen als zukünftige Wertschöpfung. Weitere Informationen unter: https://www.zuhause-immobilien.eu

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Herausforderungen Industriemetalle: Fehlender Rohstoff Risiken für die Volkswirtschaften

Herausforderungen Industriemetalle: Fehlender Rohstoff Risiken für die Volkswirtschaften

Herausforderungen Industriemetalle – doobloo AG

Aluminium, Blei, Kupfer, Nickel, Zink und Zinn sind Bestandteil der Gruppe der Industriemetalle. Der Rohstoffbedarf wächst, im Besonderen für Metalle und Hightech-Rohstoffe. Im Gespräch mit Dr. Peter Riedi, Edelmetallexperte und Verwaltungsrat der doobloo AG.

Die Versorgung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe steht im Fokus von Hightech-Standorten wie der DACH-Region und allen Industrieländern. Produktzyklen verkürzen sich, Produkte der Industrie werden immer komplexer und benötigen zahlreiche neue chemische Elemente. „Benötigte ein Computerchip in den achtziger Jahren noch zwölf verschiedene Elemente, besteht ein Hochleistungschip heute aus mehr als 60 Elementen“, gibt Dr. Peter Riedi zu bedenken. Der Rohstoffverbrauch an Industrie- und Technologiemetallen und seltenen Erden erfährt deshalb großer Nachfrage. Unter Gallium, Indium, Rhenium, Germanium können sich die wenigsten etwas vorstellen, aber in fast allen Haushalten finden sich diese Technologiemetalle, ohne die ein modernes Leben nicht möglich wäre. Für die Halbleiter-, Solar-, Elektronik- und LED-Technologie wird beispielsweise Gallium benötigt oder Glasfaser und Infrarotoptik benötigen Germanium als Technologiemetall. „Dies sind wirtschaftsstrategische Rohstoffe, die für den Ausbau der Digitalisierung und für zukunftsorientierte Technologien von großer Bedeutung sind“, erklärt Dr. Riedi. Auch die Politik ist aufgewacht und widmet sich dem Thema Rohstoffversorgung. Im Rahmen des Green Deals wurden die wirtschaftsstrategischen Rohstoffe von der Europäischen Union zu den kritischen Rohstoffen eingestuft. Die Europäische Kommission legte vorsorglich einen Aktionsplan zu kritischen Rohstoffen auf, um den europäischen Bestand von kritischen Rohstoffen weiterhin zu sichern, mit dem Ziel, dass der Rohstoffabbau innerhalb der EU ausgebaut und die Wiederverwertung verbessert werden soll, fügt Edelmetallexperte Dr. Riedi hinzu.

Herausforderungen Industriemetalle und Versorgungssicherheit

Wirtschaftsstrategische Rohstoffe sind allerdings nicht leicht zu beschaffen oder herzustellen. „Gerade die Verantwortung und Transparenz in den Bereichen der Rohstofflieferketten, Rohstoffnutzung mit Effizienz zur Kreislaufwirtschaft, verbesserten Produktionsprozessen, Wettbewerbsfähigkeit und Umweltverträglichkeit stehen in der Europäischen Union zur Diskussion“, erklärt Dr. Riedi. Verschiedene Hürden beim Beschaffungsprozess von strategischen Rohstoffen, wie auch Industriemetallen, sorgen teilweise für hohe Preisschwankungen und Engpässen. Seit über 25 Jahren sind die Gründer und Unternehmer der Liechtensteiner doobloo AG in der Investmentbranche beheimatet und greifen langjährige Erfahrungen in Verbindung mit weltweiten Vernetzungen zu Großhändlern und Lieferanten zurück. Der technische Fortschritt lässt die Nachfrage nach strategischen Rohstoffen weltweit steigen, Technologiemetalle und Seltene Erden sind in fast allen Hightech-Entwicklungen notwendig. „Krisenzeiten machen deutlich, wo genau noch Handlungsbedarf besteht. Die kritischen Rohstoffe sind ungleich weltweit verteilt. Für eine ausreichende Versorgung der europäischen Märkte bieten bereits heute Recyclingmaßnahmen Sicherheiten“, erläutert Dr. Riedi. Handlungsbedarf sieht die Europäische Union auch für die Abhängigkeit des europäischen Marktes im Bereich der kritischen Rohstoffe und erarbeitet im Rahmen des European Green Deals an unabhängigen Lösungen.

Aluminium: endlos recyclefähig

Aluminium ist eines der bekanntesten Metalle der Industriemetallgruppe. Bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird Aluminium verarbeitet und findet in einem Großteil verschiedenster Produkte seinen Platz. Aluminium wird aus dem Gestein Bauxit isoliert, welches besonders in Australien, der Volksrepublik China und Guinea zu finden ist. Dieses aufwendige Verfahren, welches den Abbau des Aluminiumerzes und die Isolation der Aluminium-Mineralen umfasst, war vor der genannten Umbruchphase Mitte des 19. Jahrhunderts zu teuer, weshalb vorerst andere Metalle verarbeitet wurden, fügt Dr. Riedi hinzu. Heutzutage ist das leichte Metall nicht mehr wegzudenken und findet sich dank der guten Leitfähigkeit beispielsweise in Überlandstromleitungen. Nicht vergessen werden darf, dass der Herstellungsprozess von Aluminium große Mengen an Energie erfordert. Etwa ein Viertel der Herstellungskosten von Aluminium beziehen sich auf Energie, weshalb sich die Golfstaaten hohe Ziele gesteckt haben, was die Herstellung von Aluminium angeht. Dubai, Bahrain und Iran verfügen über nahezu unbegrenzte Energiereserven. „Dennoch unterstützt die europäische Aluminiumindustrie den Europäischen Green Deal durch tiefgreifende und transformative Praktiken. Nicht zu unterschätzen ist, dass Aluminium endlos recyclingfähig ist und zusätzlich zur Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft beiträgt“, sagt Dr. Riedi.

Blei wird konsequent recycelt

Das Industriemetall Blei wird aus dem Erz Bleiglanz (auch: Galenit) gewonnen. Mit einem Bleigehalt von über 86 Prozent bietet dieses Erz den höchsten Ertrag. Für die Herstellung von reinem Blei wird das Bleierz bei Temperaturen von etwa 1000 Grad Celsius erhitzt und mit Sauerstoff zur Reaktion gebracht. Hierbei entsteht Bleioxid, welches anschließend mit Kohlenstoff zu reinem Blei reduziert wird. Die wichtigste Rohstoffquelle ist bereits seit 1996 nicht mehr der Abbau von Blei, sondern seine Wiederverwertung. Mehr als 50 Prozent des aktuell im Umlauf befindlichen Metalls wird aus Schrott, Schlamm oder Staub wiedergewonnen. Mit mehr als drei Viertel des Weltmarktes macht die Volksrepublik China mit Australien und Peru die mit Abstand wichtigsten Fördernationen aus. Dr. Riedi ergänzt, dass die größten Blei-Verbraucher die USA, Japan, Deutschland und die Volksrepublik China aufgrund ihrer Automobilindustrie sind und 20 Prozent in der chemischen Industrie verarbeitet werden. Die Bleireserven schwinden und laut Schätzungen wären die Reserven bereits in weniger als 20 Jahren erschöpft, da der weltweite Bleiverbrauch in den letzten Jahren kontinuierlich anstieg. Neben Gold gibt es kein Metall, welches so konsequent recycelt wird.

Kupfer: unverzichtbar für die Energiewende

Der Rohstoff Kupfer, der erstmals auf der Insel Zypern abgebaut wurde, wird bereits seit über 10.000 Jahren verwertet. Viele Faktoren, wie zum Beispiel eine hervorragende Leitfähigkeit, Korrosionsbeständigkeit und eine leichte Verformbarkeit sorgen dafür, dass Kupfer als eines der am häufigsten verarbeiteten Industriemetalle gilt. „Kupfer zählt zu den wichtigsten Industriemetallen und gilt als großer Profiteur der Energiewende“, sagt Dr. Riedi. Als Profiteur der Energiewende kommt Kupfer bei Elektroautobatterien, Ladenetzen für E-Autos, Windturbinen, Sonnenkollektoren und Energiespeichern zum Einsatz.

Die Besonderheit bei Kupfer ist, dass der Sekundärkreislauf hier eine noch wichtigere Rolle spielt, denn Kupfer kann ohne Qualitätsverlust wiedergewonnen und verarbeitet werden. Die immense Haltbarkeit erleichtert den Prozess der Wiedergewinnung. Die Herstellung von Kupfer erfolgt ebenfalls durch den Gewinn von Kupferstein aus sogenannten Kupferkies. Zunächst wird der Kupferstein unter Zusatz von Kohlenstoff bei etwa 1000 Grad Celsius erhitzt, um enthaltene Eisenoxide zu verschlacken. Diese Schlacke besteht zu 98 Prozent aus Kupfer und kann leicht abgegossen werden. Neben dieser Methode gibt es noch die Flotation und Elektrolyse, wodurch ein Reinheitsgehalt von 99,99 Prozent erreicht werden kann. Durch die vielen Vorteile des Rohstoffes wurde es über viele Jahre schnell zum meistgehandelten Industriemetall der Welt und das Vorkommen des Kupfererzes scheint unermüdlich.

V.i.S.d.P.:

Philipp Jonathan
Student und Blogger

Die doobloo AG mit Sitz im Fürstentum Liechtenstein hat sich auf den Kauf strategischer Metalle spezialisiert. Sie ist überzeugt, dass jedes Anlageportfolio um einen greifbaren Sachwert erweitert werden sollte, als eine krisen- und inflationssichere Komponente. Technologiemetalle und Seltene Erden werden für fast alle Hightech-Entwicklungen der letzten Jahre dringend benötigt.

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Kunststoff Initiative diskutiert auf Podium in Berlin

Kunststoff Initiative diskutiert auf Podium in Berlin

Dr. Christine Lötters, stellvertretend für die Kunststoff Initiative, beim Industrieforum 2022

Auf Einladung der Service- und Beratungsstelle für regionale Industrieinitiativen, ein Projekt des DIHK, berichtet die Kunststoff Initiative Bonn/Rhein-Sieg über ihre Erfahrungen und diskutiert über Möglichkeiten der anstehenden industriellen Transformation.

Bonn, den 07.09.2022 „Es hat mich sehr gefreut, dass wir als Kunstsoff Initiative angefragt wurden, in Berlin auf der Bühne mitzudiskutieren“, beginnt Dr. Christine Lötters, die mit ihrer Agentur SC Lötters die Kunststoff Initiative sichtbar macht. „Wir wurden gebeten, über unsere Erfahrungen in der Region zu berichten, diese Chance haben wir natürlich sofort genutzt“, so die Agenturinhaberin weiter.

Die Service- und Beratungsstelle für regionale Industrieinitiativen, ein Projekt des DIHK, richtet regelmäßig Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen aus. Man möchte die verschiedenen Industrieinitiativen sichtbar machen und ins Gespräch bringen. Am 6.9.2022 lautete das Thema „Regionen gestalten die industrielle Transformation – geopolitische Herausforderungen als Chance nutzen“. Und genau dies tuen die Unternehmen der Kunststoff Initiative Bonn/Rhein-Sieg. Sie suchen über die Initiative in der Region das Gespräch zur Bevölkerung, arbeiten mit Hochschulen zusammen, zeigen die Bedeutung des Materials für die Zukunft auf und erläutern ihre Rolle bei der anstehenden Transformation.

Neben den Erfahrungen aus dem Projekt wurde auf dem Podium auch über die Umsetzungsgeschwindigkeit und die zu formulierenden Ziele diskutiert. „Uns ist es wichtig erreichbare Ziele zu formulieren, wir müssen die Gesellschaft mitnehmen und vor allen Dingen beim Material Kunststoff viel genauer hinschauen. Ohne Kunststoff würden wir die erforderliche Transformation nicht schaffen können“, erläutert Lötters. Eingebunden war die Diskussion in die Präsentation erster Studienergebnisse der in Auftrag gegebenen Studie zur Transformation.

„Wir haben in den letzten Monaten gelernt, wie wichtig es ist, aufzuklären. „Kunststoff – das Material mit Perspektive“ – so unser Motto. Kunststoff leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energieeinsparung, das muss deutlicher werden. Natürlich ist uns bewusst, dass wir z.B. bei Verpackungsmaterialien noch besser werden können, daran arbeiten wir“, erläutert Lötters stellvertretend. „Der bewusste Umgang mit dem Material ist wichtig. Ein großer Schritt wäre bereits gemacht, wenn wir Verpackungen als Ressource und nicht als Abfall betrachten würden. Das kann nur gelingen, wenn wir im Gespräch bleiben und die Gesellschaft mitnehmen“, betont Lötters.

Die Unternehmen, die hinter der Kunststoff Initiative Bonn/Rhein-Sieg stehen, wollen aufklären. „Was wäre ein Kühlschrank ohne Isoliermaterialien aus Kunststoff?“, fragt Lötters. Aufklären heißt aber auch, über die notwendige Weiterentwicklung von Verpackungsmaterialien zu sprechen. Biobasierte Folien werden zunehmend wichtiger und Maschinen zur Verarbeitung in der Region entwickelt.

„Natürlich berichten wir auch über neue Wege im Bereich Recycling – einer Kreislaufwirtschaft der Zukunft“, setzt Lötters fort. Gerade das Thema Kreislaufwirtschaft beschäftigt die Gesellschaft. Die Kunststoff Initiative informiert über die R-Cycle Initiative, an der sich u.a. das Unternehmen Reifenhäuser aktiv beteiligt. Die Idee: Kunststoffverpackungen oder Vorprodukte wie Folien werden mit recyclingrelevanten Informationen aus dem Produktionsprozess in Form eines digitalen Produktpasses erfasst. Dieser Pass muss durch eine Markierung auf der Verpackung zugänglich sein, dadurch können vollständig recyclebare Verpackungen identifiziert und fachgerecht entsorgt werden. Dies ist die Grundlage für die Gewinnung hochwertiger Rezyklate zum Aufbau einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft.

Zur Kunststoff Initiative gehören: Dr. Reinold Hagen Stiftung, Hennecke GmbH, Kuhne Group, LEMO Maschinenbau GmbH, Siegfried Pohl Verpackungen GmbH, Reifenhäuser Gruppe und Röchling-Gruppe.

Bildunterschrift: Dr. Christine Lötters, stellvertretend für die Kunststoff Initiative Bonn/Rhein-Sieg, in einer Diskussion beim Industrieforum 2022 in Berlin (Foto: SC Lötters)

„Kunststoff – das Material mit Perspektiven“ – mit dieser Aussage ist die Kunststoff-Initiative in der Region angetreten. Gemeinsam will man aufklären, die Verbraucher der Region mit korrekten Daten und Fakten versorgen und zur sachgerechten Diskussion zum Material Kunststoff beitragen. Anhand von verschiedenen Einsatzfeldern soll gezeigt werden, wie wichtig gerade in Zeiten von hohen Hygieneanforderungen und CO2 Reduzierung Kunststoffe sind.
Zu den Initiatoren der Kunststoff-Initiative gehören: Dr. Reinold Hagen Stiftung, Hennecke GmbH, Kuhne Group, LEMO Maschinenbau GmbH, Siegfried Pohl Verpackungen GmbH, Reifenhäuser Gruppe und Röchling Industries.

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Die Nachhaltigkeit der Nachkriegsmoderne

Arup realisiert denkmalgerechte Fassadenrekonstruktion am Kölner Neumarkt

Die Nachhaltigkeit der Nachkriegsmoderne

Haus Neumarkt in Köln nach der erfolgreichen Revitalisierung (Bildquelle: POLIS Immobilien AG – Tom Reindel)

Berlin, den 9. Februar 2022 – An der Architektur der 50er Jahre scheiden sich die Geister. Kritiker halten die Gebäude angesichts ihrer simplen Formen- und Materialsprache für Bausünden. Befürworter schätzen die feingliedrige, architektonische Qualität und die durchdachten Details. Nachdem ein Großteil der Nachkriegsbauten peu à peu aus dem Stadtbild verschwunden ist, fand in den letzten Jahren ein Umdenken statt. Zur Bewahrung des baukulturellen Erbes wurden viele der verbleibenden Gebäude entweder komplett oder partiell unter Denkmalschutz gestellt. Darunter auch die Fassade von „Haus Neumarkt“ in der Kölner Innenstadt, die von Arup nach historischem Vorbild und modernsten technischen Standards wiederhergestellt wurde.

Wohl proportionierte Fassaden, auskragende Flachdächer, zurückgesetzte Obergeschosse und eine stark kontrastierende Farbgebung sind typisch für die Bürogebäude des Kölner Architekten Theodor Kelter. Nahezu alle erfüllen bis heute ihren ursprünglichen Nutzungszweck. So auch das siebengeschossige Gebäude am Neumarkt 49 aus dem Jahr 1956. Als Resultat einer nicht denkmalgerechten Sanierung in den 80er Jahren hatte das Gebäude seinen 50er Jahre Charme komplett verloren. Nachdem kurzzeitig über einen Neubau nachgedacht wurde, entschloss sich der Eigentümer „Haus Neumarkt“ zu erhalten und im Rahmen einer Revitalisierung zukunftstauglich zu machen.

Denkmalgerechte Rekonstruktion
Da die unsachgemäße Sanierung in den 80er Jahren irreversible Schäden an der Gebäudehülle hinterlassen hatte, bestand die Aufgabe von Arup darin, die Fassade unter Berücksichtigung aktueller bauphysikalischer Normen nach historischem Vorbild wiederherzustellen. Schützen, regulieren, repräsentieren – die Funktionen von Fassaden sind vielfältig. Als verbindendes Element zwischen Innen- und Außenraum müssen sie sich zudem harmonisch in das städtebauliche Konzept des Quartiers einfügen. „Haus Neumarkt“ zeigt, wie man dieser Multifunktionalität gestalterisch gerecht werden kann. Die elegante Natursteinfassade aus Jura- und Muschelkalkstein mit den typischen dreigeteilten Kölner Fenstern und den markanten schwarzen Glasbrüstungen fügt sich optimal in den städtebaulichen Entwurf des renommierten Kölner Nachkriegsarchitekten Wilhelm Riphan ein. „Die Fassade ist ein großer Gewinn für das Gebäude und den Umgebungsbereich. In konstruktiver Zusammenarbeit mit unserer Behörde haben die Experten von Arup eine Vielzahl von Einzellösungen entwickelt, die die Details und atmosphärische Wirkung der 50er Jahre Architektur wieder zum Vorschein bringen“, erläutert Rita Pesch-Beckers, Gebietsreferentin des Stadtkonservators im Amt für Denkmalschutz- und Denkmalpflege in Köln.

Reduzierter Energiebedarf
Einer der größten Schwachpunkte von Nachkriegsbauten ist ihr hoher Energieverbrauch. Als thermische Hülle hat die Fassade großen Einfluss auf die Energiebilanz eines Gebäudes. Um die schlanke Silhouette von „Haus Neumarkt“ durch die Dämmung nicht zu beeinträchtigen, wurde die Fassade leicht nach vorne versetzt. Auf diese Weise konnte das Gebäude gedämmt werden, ohne die Proportionen zu verändern. Durch eine Kombination aus hochwertiger Dämmung, energieeffizienter Lüftungs- und Kühlungstechnik sowie maßgeschneidertem Sonnen- und Blendschutz wurde der Verbrauch minimiert und der Aufenthaltskomfort für die Nutzer maximiert. Aufgrund der urbanen innerstädtischen Lage an einem stark frequentierten Verkehrsknotenpunkt musste die Fassade zudem erhöhte Schallschutzanforderungen erfüllen. Mit modernen Schallschutzverglasungen sowie umlaufenden Anschlusszargen konnte die ursprüngliche Geräuschbelastung in den Innenräumen um ca. zehn Dezibel reduziert werden.

Zirkuläres Design
Zur Erreichung der Klimaziele stand bislang vor allem die Senkung des Energieverbrauchs im Mittelpunkt. Da der sparsame Umgang mit Rohstoffen und Baumaterialien ein wichtiger Hebel zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes ist, rückt zunehmend auch die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs in den Fokus. Am nachhaltigsten sind die Baumaterialien, die bereits vorhanden sind und nicht neu hergestellt werden müssen. Das spart Energie, Rohstoffe, Abfall und letztlich CO2. „Da in der Fassade viele wertvolle Ressourcen stecken, haben wir sie so konzipiert, dass sie sich am Ende der Nutzungsphase wieder- oder weiterverwenden lässt“, erklärt Andreas Ewert, Architekt und verantwortlicher Projektleiter bei Arup. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft verzichtete man weitestgehend auf Verbundwerkstoffe. Verwendet wurden sortenrein trennbare Materialien und einfache Steckverbindungen, die den Rückbau erleichtern.

Überlegene Ökobilanz
Aufgrund ihrer schlanken Konstruktion und des damit geringen Gewichts sind Gebäude der Nachkriegsmoderne per se nachhaltiger als massive Bauten. Weitere Nachhaltigkeitspotenziale eröffnet der Erhalt der Altbausubstanz und der Verzicht auf einen Neubau. „Allein durch die Weiternutzung des Stahlbetontragwerks konnten bei der Sanierung von „Haus Neumarkt“ ca. 1.600 m³ Stahlbeton und damit 2.500 Tonnen CO2 eingespart werden“, macht Andreas Ewert deutlich. Bestandsgebäude mit maßgeschneiderten Lösungen fit für die Zukunft zu machen, ist eine Investition, die sich sowohl ökologisch als auch ökonomisch auszahlt. Im Rahmen zahlreicher Revitalisierungs- und Konversionsprojekte hat Arup gezeigt, dass sich bis zu 70 Prozent der CO2-Emissionen reduzieren lassen. Und dies zu Kosten, die zwischen 10 und 75 Prozent unter denen eines Neubaus liegen.

Zukunftsweisendes Konzept
Bauherr Mathias Gross, Vorstand der POLIS Immobilien AG, freut sich, dass das prägnante Kölner Baudenkmal in neuem Glanz erstrahlt: „Das baukulturelle Erbe wurde erhalten und gleichzeitig moderne, flexibel nutzbare Büro- und Gewerbeflächen geschaffen, die auf 4.000 m² viel Raum für innovative Ideen und zukunftsweisende Konzepte bieten.“ Das nächste Revitalisierungsprojekt mit ähnlicher Aufgabenstellung ist bereits in Planung – ein Büro- und Geschäftsgebäude in bester Düsseldorfer Innenstadtlage.

Bautafel
Bauherr: Polis Immobilien AG
Generalplaner: vonhaveprojekt GmbH
Architektur (Dach und Fassade): Arup
Bauphysik: Arup
Schallschutz: Arup
BGF: ca. 4.000 m²

Arup ist ein weltweit tätiges, unabhängiges Planungs- und Beratungsbüro und die kreative Kraft hinter vielen der weltweit bedeutendsten Projekte der gebauten Umwelt. Mit 15.500 Planern, Ingenieuren und Beratern in 40 Ländern bietet Arup innovative und nachhaltige Lösungen für unterschiedlichste Branchen und Märkte. In Deutschland liefert Arup mit rund 300 Experten an den Standorten Berlin, Frankfurt am Main und Düsseldorf maßgeschneiderte Lösungen zu allen Anforderungen – von der Fachplanung einer Spezialdisziplin bis zu komplexen, interdisziplinären Projekten.

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Cinthia Buchheister
Joachimstaler Straße 41
10623 Berlin
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Dr. Eva Schichl über die Prinzipien der Circular Economy

Die erfolgreiche Online-Seminarreihe zeigte mit Impulsvorträgen und Best Practices, wie zirkuläres Wirtschaften in Unternehmen möglich ist.

Dr. Eva Schichl über die Prinzipien der Circular Economy

Dr. Eva Schichl berichtet über „Die Sieben Prinzipien der Circular Economy“

Die Online-Seminarreihe „Die Sieben Prinzipien der Circular Economy“ – eine Kooperation der bayerischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) mit dem Umweltcluster Bayern – zeigte mit Impulsvorträgen und Best Practices, wie zirkuläres Wirtschaften in Unternehmen möglich ist.

Der von Prognos und INFA Institut vorgelegte „Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2020“ belegt die zunehmende Bedeutung von Circular Economy für Unternehmen in Deutschland. Demzufolge zählt diese Branche mit einer stetig wachsenden Bruttowertschöpfung (im Jahr 2017 mit rund 28 Milliarden Euro 31 % höher als 2010) zu den Schwergewichten und verfügt über ein beachtliches Zukunftspotenzial. Befragungen des Umweltcluster Bayern während des ersten Online-Seminars zur Circular Economy im Oktober 2020 ergaben, dass etwa 40 % aller Befragten zirkuläre Produkte oder Dienstleistungen im Einsatz haben. Als Hürden für die Umsetzung wurden vor allem fehlendes Know-how, Kosten oder Zeitmangel genannt. Diesem Status Quo begegnete die Seminarreihe „Die Sieben Prinzipien der Circular Economy“, die der Umweltcluster Bayern gemeinsam mit den bayerischen IHKs organisierte. Die Online-Seminare zeigten, dass Circular Economy eine wirtschaftlich erfolgreiche Investition für Unternehmen sein kann.

In jeder Veranstaltung erläuterten Expert:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung in unterschiedlichen Impulsvorträgen, wie zirkuläres Wirtschaften möglich ist und worauf es bei einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft ankommt: vom kreislauffähigen Produktdesign über Verlängerung von Produktleben bis hin zu zirkulären Geschäftsmodellen. Warum es sich um „sieben“ Prinzipien handelt, erklärt Dr. Eva Schichl, Projektreferentin beim Umweltcluster Bayern: „Für die Bezeichnung unserer Online-Seminarreihe haben wir uns an der Klassifizierung von „Circle Economy“ angelehnt – einer namhaften CE-Organisation. Zum Zeitpunkt unserer Recherchen definierte die Organisation anhand verschiedener Analysen sieben Prinzipien, die wir als Anregung für unsere Themengestaltung nutzten.“

Die Veranstaltungsreihe belegte, dass einige Akteure den Trend bereits erkannt haben und mit innovativen Produkten, Dienstleitungen und Projekten europaweit und international überzeugen. So verdeutlichte Tim Janssen, Mitbegründer des gemeinnützigen Cradle to Cradle e.V., in einem Vortrag über regenerative Ressourcen & Produktgesundheit, wie wichtig das Cradle-to-Cradle-Prinzip als Denkschule und Design-Prinzip ist. Gleichzeitig betonte er, dass man vom Denken ins Handeln kommen und Produkte so verändern muss, dass sie nicht als „weniger schlecht“ bewertet werden, sondern insgesamt einen positiven Fußabdruck hinterlassen. In einem weiteren Impulsvortrag über kreislauffähiges Produktdesign erklärte der Nachhaltigkeitsberater Dr. Mateusz Wielopolski, dass Produkte und Produktionsprozesse neu definiert werden müssen, um Rohstoffe über mehrere Lebenszyklen in gleicher oder höherer Qualität dauerhaft zu erhalten. So können durch kreislauffähiges Materialdesign und neue Geschäftsmodelle viele Abfälle eliminiert und die Nachfrage nach Primärrohstoffen minimiert werden.

Die Seminarreihe vermittelte nicht nur theoretisches Wissen. Sie zeigte auch mit Best-Practice-Beispielen, wie zirkuläres Wirtschaften im eigenen Unternehmen erfolgreich angewendet werden kann. So wurde das Unternehmen „Lorenz GmbH & Co. KG“ vorgestellt – ein spezialisierter Hersteller von Wasserzählern. Sein Geschäftsmodell für einen geschlossenen Kreislauf ermöglicht signifikante Energie-, CO2- und Materialeinsparungen und wurde 2020 mit dem Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt ausgezeichnet. Als weiteres erfolgreiches Beispiel wurde „AfB social&green IT“ genannt. Das gemeinnützige Unternehmen übernimmt gebrauchte IT- und Mobilgeräte, um sie für die Wiedervermarktung aufzuarbeiten und wurde dafür 2021 mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

„Die Sieben Prinzipien der Circular Economy“ entwickelten sich seit der ersten Online-Veranstaltung zu einer festen Größe in der Branche. Wachsende Teilnehmerzahlen und eine positive Resonanz im Internet und in Social Media bestätigen die Arbeit des Umweltclusters. „Die Verbindung von Wissensvermittlung mit Best Practice sprach alle Teilnehmer:innen an“, erklärt Dr. Eva Schichl. „Theoretische Konzepte direkt in der Praxisanwendung aufzeigen, Expert:innen befragen und den eigenen Wissensstand verbessern – das war auch für Entscheider:innen äußerst wichtig. So hatten sie die Möglichkeit, CE-Botschafter:in im eigenen Unternehmen zu werden, mit persönlichem Leitfaden zur selbständigen Weiterbildung. Auch Fördermöglichkeiten und Finanzierungsoptionen für CE-Projekte waren gefragte Themen.“

Alle Seminare waren aufgrund ihres praxisnahen Wissenstransfers von Anfang an so gut besucht, dass sie nach dem letzten Termin nahtlos weitergeführt wurden. Die Kooperation zwischen dem Umweltcluster und den bayerischen IHKs führte damit zu einem großen Erfolg. Viele Teilnehmer:innen wünschten sich noch mehr Best-Practice-Modelle und fragten nach weiteren Themen, wie zum Beispiel Win-Win-Situationen durch Circular Economy, Vertiefung des Zusammenhangs mit Nachhaltigkeit, durchgängige Digitalisierung und die konkrete Entwicklung zirkulärer Geschäftsmodelle. So schrieb ein Teilnehmer nach den Seminaren: „Die bisherigen Seminare waren super spannend und die vielen Praxis-Beispiele sind klasse. Bitte bringen Sie noch weitere Beispiele. Auch möchte ich wissen, welche Potenziale in der Zusammenarbeit bestehen – insbesondere in der Bau- und Immobilienwelt.“

Die Anregungen seiner Teilnehmer:innen transformiert der Umweltcluster aktuell in neue Fachseminare und nutzt dabei seine Expertise in kontinuierlicher Netzwerkarbeit und intensivem Erfahrungsaustausch.

Der Umweltcluster Bayern informiert über aktuelle Entwicklungen der Branche und bietet Veranstaltungen zu zeitgemäßen Querschnittsthemen. Mit Projekten und Arbeitskreisen verbindet der Umweltcluster Bayern die Kompetenzen seiner Mitglieder und entwickelt daraus umwelttechnologische Lösungen.

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