Vor Jannetta OP sekundäre Trigeminusneuralgie ausschließen

Fachärzte für die Region Köln / Bonn erklären Ablauf der OP nach Jannetta

Vor Jannetta OP sekundäre Trigeminusneuralgie ausschließen

Eine OP nach Jannetta sollte bei einer Trigeminusneuralgie in Betracht gezogen werden.

KÖLN / BONN. Der Nervus trigeminus ist ein Hirnnerv, der sich in drei Äste aufteilt. Er ist für die Gefühlswahrnehmung der Gesichtshaut, der Schleimhäute in Mund und Nase und der Hornhaut zuständig. Außerdem steuert er größtenteils die Motorik der Kaumuskulatur. Die Trigeminusneuralgie ist eine Form des Gesichtsschmerzes. Dabei können bereits kleinste Berührungen des Gesichts, Kauen, Rasieren oder gar ein Luftzug heftigste Schmerzattacken in einigen oder allen Bereichen des Gesichts auslösen. Meist beginnt es mit einem leichten Schmerz, der sich innerhalb kürzester Zeit bis zu maximaler Schmerzintensität steigern kann. Die Schmerzen dauern einige Sekunden bis Minuten an.

Trigeminusneuralgie mit OP nach Jannetta (https://www.neurochirurgie-diakonie.de/jannetta/) im Raum Köln / Bonn operieren lassen

Wenn eine konservative, medikamentöse Schmerztherapie nicht mehr hilft, kommt für viele Patienten die OP nach Jannetta (https://www.neurochirurgie-diakonie.de/vor-jannetta-op-sekundaere-trigeminusneuralgie-ausschliessen/) infrage. Man hat festgestellt, dass bei vielen Trigeminusneuralgie-Patienten am Ursprung des Nervs im Stammhirn ein abnormer Gefäßverlauf einer kleinen Arterie vorliegt. Da der Nerv beim Austritt aus dem Stammhirn noch nicht von einer schützenden Hülle umgeben ist, können Pulsationen der Arterie den Nerv irritieren und die Schmerzattacken auslösen. Die OP nach Jannetta (https://www.neurochirurgie-diakonie.de) hat das Ziel, diesen Kontakt zwischen Arterie und Nerv aufzulösen, indem ein kleines Kunststoffstückchen als Puffer dazwischen geklemmt wird.

Infos für Patienten aus Köln / Bonn: Wie läuft die OP nach Jannetta ab?

Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose. Durch einen Schnitt hinter dem Ohr wird ein Zwei-Euro-Stück großes Loch aus dem Schädel ausgefräst. Ein erfahrener Experte wie Prof. Dr. Veit Braun im Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen kann dann mittels eines Operationsmikroskops den Trigeminusnerv aufsuchen und den Eingriff durchführen. Die Operation dauert ca. 45 min. Obwohl bei dem Eingriff der Schädel eröffnet wird, sind die meisten Patienten nach einem einwöchigen stationären Aufenthalt wieder weitgehend mobil und die meisten Patienten sind oft lebenslang beschwerdefrei. Vor der OP sollte ausgeschlossen werden, dass sekundäre Formen der Trigeminusneuralgie vorliegen, wie sie bei Tumoren, multipler Sklerose oder Angiomen vorkommen können.

Professor Dr. med. Veit Braun ist Chefarzt an der Neurochirurgie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen. Kopfoperationen wie bei Hirntumor, Aneurysma, Angiom oder Jannetta werden in hochmodernen Operationssälen mit 3D-Bildwandler, Neuronavigation, Fluoreszenz und Neuromonitoring durchgeführt. Das gesamte Spektrum der modernen Neurochirurgie wird geboten. Das ärztliche Team der neurochirurgischen Abteilung innerhalb des Klinikums besteht aus 13 Mitarbeitern, von denen 6 Fachärzte für Neurochirurgie sind.

Kontakt
Diakonie Klinikum Jung-Stilling-Krankenhaus Neurochirurgische Klinik
Prof. Dr. med. Veit Braun
Wichernstraße 40
57074 Siegen
02 71 3 33-43 82 oder -42 21
presse@neurochirurgie-diakonie.de

Neurochirurgie: Neurochirurgische Klinik in Siegen

Neurochirurg für Bonn: OP nach Jannetta bei Senioren? Sie befinden sich hier:StartJanetta

Jannetta-OP trotz invasiver Hirn-Operation auch bei Senioren Option – Info für Patienten im Raum Bonn

Neurochirurg für Bonn: OP nach Jannetta bei Senioren?  Sie befinden sich hier:StartJanetta

Eine Operation nach Jannetta wird am Gehirn ausgeführt.

BONN. Die Trigeminusneuralgie kommt plötzlich: blitzartig einschießende, elektrisierende Schmerzen beim Kauen, Sprechen oder einfach so. Das kann die Lebensqualität der Betroffenen deutlich einschränken. Die Ursache des Schmerzes liegt nahe am Hirnstamm. Dort befindet sich das Ganglion gasseri, eine Ansammlung von Nervenzellkörpern, aus denen sich der Nervus trigeminus aufteilt. Direkt nach dem Austritt aus dem Hirnstamm sind die Nerven noch nicht von einem schützenden Mantel umgeben. Bei Patienten mit klassischer Trigeminusneuralgie liegt unmittelbar neben dem ungeschützten Nerv eine kleine Arterie, die durch ihre Pulsation den Nerven komprimieren und so die Schmerzattacken auslösen kann.

Jannetta-OP für Patienten aus dem Großraum Bonn: kleine Arterie als Ursache der Beschwerden

Nach dem Erstbeschreiber Peter Jannetta (https://www.neurochirurgie-diakonie.de/jannetta/) wird bei der Jannetta-OP ein kleines Stückchen Kunststoffpolster (meist aus Teflon) zwischen dem Nerven und der Arterie platziert. Durch diesen Puffer wird die Irritation des Nerven verhindert und die Beschwerden in über 95 Prozent der Fälle geheilt. Ein Rezidiv entsteht in zehn bis 30 Prozent der Fälle. Die Komplikationsrate liegt unter einem Prozent. Es ist die einzige OP, die wirklich die Ursache der Symptomatik behandelt. Da es sich um einen invasiven Eingriff mit Schädeleröffnung handelt, wird er älteren, vorerkrankten Patienten oft nicht angeboten. Sie bekommen meist eine Glycerolverödung, bei der die Schmerzfasern des Nervus trigeminus zerstört werden. Neben einer hohen Rezidivrate bleibt manchmal eine taube Gesichtshälfte zurück. Am Diakonie Klinikum Jung-Stlling in Siegen werden Patienten aus dem ganzen Bundesgebiet – weit über die Großregion Köln / Bonn hinaus – behandelt.

Münchener Studie macht Patienten aus Bonn Hoffnung: Jannetta-OP bei Senioren

Eine kleine Studie(1) aus München zur Operation nach Jannetta (https://www.neurochirurgie-diakonie.de/neurochirurg-fuer-bonn-op-nach-jannetta-bei-senioren/) lässt Senioren mit Trigeminusneuralgie hoffen. Im Vergleich zu Patienten unter 70 Jahren zeigten sich keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich OP-Dauer, Hospitalisationszeit, schmerzfreien Intervallen und Rezidivrate. Auch langfristige neurologische Störungen traten bei den Senioren nicht häufiger auf. „Das macht Hoffnung darauf, dass die Jannetta (https://www.neurochirurgie-diakonie.de)-OP zukünftig auch bei älteren Patienten häufiger eingesetzt werden kann, sofern keine schweren Komorbiditäten gegen eine intrakranielle Operation sprechen“, bewertet Prof. Dr. med. Veit Braun, Chefarzt der Neurochirurgie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen. Dort werden auch Patienten aus dem Großraum Bonn behandelt.

(1) Vgl. Greve, Tobias, Tonn, Jörg-Christian, Mehrkrens, Jan-Hinnerk (2020): Mikrovaskuläre Dekompression nach Jannetta bei Patienten über 70 Jahre – Effektivität und Sicherheit. Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie. 71. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC), 9. Joint Meeting mit der Japanischen Gesellschaft für Neurochirurgie. sine loco [digital], 21.-24.06.2020. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2020. DocBO-04.

Professor Dr. med. Veit Braun ist Chefarzt an der Neurochirurgie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen. Kopfoperationen wie bei Hirntumor, Aneurysma, Angiom oder Jannetta werden in hochmodernen Operationssälen mit 3D-Bildwandler, Neuronavigation, Fluoreszenz und Neuromonitoring durchgeführt. Das gesamte Spektrum der modernen Neurochirurgie wird geboten. Das ärztliche Team der neurochirurgischen Abteilung innerhalb des Klinikums besteht aus 13 Mitarbeitern, von denen 6 Fachärzte für Neurochirurgie sind.

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