Wasserstoff-Infrastruktur: Heinz-Werner Hölscher sieht Herausforderungen bei der Umsetzung

Der Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur ist entscheidend für die Energiewende. Heinz-Werner Hölscher, Experte für nachhaltige Energieversorgung, beleuchtet die Herausforderungen und Lösungsansätze für eine erfolgreiche Umsetzung.

Wasserstoff-Infrastruktur: Heinz-Werner Hölscher sieht Herausforderungen bei der Umsetzung

Heinz-Werner Hölscher

Die Umsetzung einer flächendeckenden Wasserstoff-Infrastruktur stellt Deutschland vor große Herausforderungen. Heinz Werner Hölscher (https://freiburg.heinz-werner-hoelscher.de) aus Freiburg betont die Notwendigkeit eines koordinierten Vorgehens: „Wir müssen jetzt die Weichen für ein zukunftsfähiges Wasserstoffnetz stellen. Das erfordert massive Investitionen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und Versorgern.“ Der Experte sieht in regionalen Projekten wichtige Impulsgeber für den Infrastrukturausbau. Gleichzeitig mahnt er, die Akzeptanz in der Bevölkerung und der Industrie nicht zu vernachlässigen: „Nur wenn wir die Kunden und Menschen mitnehmen und die Vorteile einer Wasserstoffwirtschaft vermitteln, können wir die notwendigen Infrastrukturprojekte erfolgreich vor Ort umsetzen.“

Aktuelle Situation der Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland

Die Entwicklung einer Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland steht noch am Anfang. Heinz-Werner Hölscher erläutert: „Derzeit existieren nur wenige reine Wasserstoffleitungen, hauptsächlich in industriellen Clustern und Pilotprojekten. Für eine flächendeckende Versorgung müssen wir das Netz fokussiert ausbauen bzw. bestehende Erdgasleitungen umrüsten.“ Der Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur erfordert nicht nur technisches Know-how, sondern auch erhebliche Investitionen und eine langfristige Planung. In diesen Szenarien gilt es, wie auf Transportnetzebene vorgesehen, alle Kunden sowie die Infrastrukturen für Strom, Gas und Wasserstoff zu berücksichtigen.

Geplantes Wasserstoff-Kernnetz

Ein wichtiger Schritt ist die Planung des Wasserstoff-Kernnetzes. Laut den Fernleitungsnetzbetreibern soll dieses bis 2032 eine Länge von rund 9.700 Kilometern erreichen. Der Energieexperte kommentiert: „Das Kernnetz ist die Basis für eine bundesweite Wasserstoffversorgung. Es verbindet Produktions-, Import- und Verbrauchszentren und schafft die Voraussetzungen für einen funktionierenden Wasserstoffmarkt.“ Hölscher betont, dass das Kernnetz nur der Anfang sei und durch regionale Verteilnetze bis zum Kunden ergänzt werden müsse, um Wasserstoff verfügbar zu machen.

Regionale Initiativen und Pilotprojekte

Neben dem überregionalen Kernnetz sieht Heinz-Werner Hölscher großes Potenzial in regionalen Projekten: „Lokale Initiativen und Pilotprojekte sind wichtige Bausteine für den Markthochlauf für die Wasserstoffwirtschaft.“ Solche Projekte dienen als Katalysatoren für die regionale Wirtschaft und schaffen wertvolle Erfahrungen für den weiteren Ausbau. Sie zeigen, wie die Zusammenarbeit verschiedener Akteure funktionieren kann und welche Synergien sich ergeben.

Hölscher führt weiter aus: „Diese regionalen Projekte sind Reallabore für die Wasserstoffwirtschaft. Hier kann im kleineren Maßstab getestet werden, wie Produktion, Verteilung und Nutzung von Wasserstoff optimal aufeinander abgestimmt werden können. Die Erkenntnisse aus diesen Projekten sind unschätzbar wertvoll für den optimierten Ausbau der Infrastruktur.“

Herausforderungen beim Aufbau der Wasserstoff-Infrastruktur nach Heinz Werner Hölscher

Der Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur ist mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. Der Energieexperte identifiziert folgende Kernaspekte:

Technische Herausforderungen

Die Umstellung bestehender Erdgasleitungen auf Wasserstoff erfordert technische Anpassungen. „Wasserstoff stellt aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften andere Anforderungen an Materialien und Dichtungen“, erklärt Hölscher. „Zudem müssen wir die Kompressoren und Messeinrichtungen anpassen.“ Auch der Neubau von Wasserstoffleitungen stellt technische Anforderungen, insbesondere im Hinblick auf Sicherheit und Effizienz. Die branchenweite Zusammenarbeit, wie beim Gasnetztransformationsplan, zeigt jedoch was bereits möglich ist und wo vor Ort gezielt noch Forschungs- und Entwicklungsarbeit oder eine technische Umrüstung nötig sind, um die bestmöglichen Lösungen zu finden.

Finanzielle und regulatorische Hürden

Die Investitionskosten für den Aufbau bzw. die Umrüstung der Wasserstoff-Infrastruktur sind erheblich. Heinz-Werner Hölscher betont: „Wir sprechen hier von Milliardeninvestitionen. Um diese zu stemmen, brauchen wir klare regulatorische Rahmenbedingungen und Fördermechanismen.“ Der Experte sieht die Politik in der Pflicht, verlässliche Bedingungen für Investoren zu schaffen und gleichzeitig die Kosten für die Verbraucher im Blick zu behalten. Hier gelte es, die richtigen Anreize zu setzen und die Finanzierung auf eine breite Basis zu stellen, so wie es derzeit für das Kernnetz diskutiert wird.

Der Energieexperte führt weiter aus: „Eine besondere Herausforderung liegt in der Schaffung eines internationalen und liquiden Markts für grünen Wasserstoff. Wir müssen Regelungen entwickeln, die einerseits Investitionen in die Erzeugung und Infrastruktur anreizen, andererseits aber auch einen diskriminierungsfreien Zugang für alle Marktteilnehmer gewährleisten. Dabei müssen wir auch die Interaktion mit dem bestehenden Erdgasmarkt berücksichtigen und Übergangslösungen schaffen, die beiden Systemen gerecht werden.“

Lösungsansätze und Zukunftsperspektiven

Trotz der Herausforderungen sieht Heinz-Werner Hölscher große Chancen in der Entwicklung der Wasserstoff-Infrastruktur. Er skizziert folgende Lösungsansätze:
Schrittweiser Ausbau und Sektorenkopplung
„Ein Schlüssel zum Erfolg liegt in einem schrittweisen Ausbau bzw. Umrüstung der Infrastruktur“, betont der Energieexperte. „Der Fokus auf industrielle Cluster und Regionen mit hohem Wasserstoffbedarf sowie der Anbindung an europäische und internationale Transportwege ist dabei ein Faktor.“ Gleichzeitig plädiert er für eine stärkere Sektorenkopplung: „Die Verknüpfung und aufeinander abgestimmte Planung von Strom-, Gas- und Wärmenetzen erhöht die Flexibilität und Effizienz des Gesamtsystems.“ Durch die intelligente Vernetzung verschiedener Sektoren könnten Synergien gehoben und die Wirtschaftlichkeit der Wasserstoff-Infrastruktur verbessert werden.

Konkrete Maßnahmen für einen erfolgreichen Infrastrukturausbau sind laut Hölscher:

– Identifizierung von industriellen Clustern und Regionen mit hohem Wasserstoffbedarf als Startpunkte für den Ausbau
– Schaffung von Anreizen für Investitionen in die Wasserstoff-Infrastruktur, z. B. durch Förderprogramme und regulatorische Erleichterungen
– Ausbau von Kompetenzen und Netzwerken zum Wissensaustausch und zur Koordination der Aktivitäten

Internationale Kooperationen und Wasserstoff-Partnerschaften

Heinz Werner Hölscher sieht in internationalen Kooperationen einen wichtigen Baustein für den Erfolg der Wasserstoffwirtschaft: „Deutschland wird nicht in der Lage sein, seinen gesamten Wasserstoffbedarf selbst zu decken. Wir müssen Partnerschaften mit Ländern aufbauen, die günstige Bedingungen für die Produktion von grünem Wasserstoff haben und von denen gleichzeitig eine sichere und kostengünstige Versorgung zu unseren Nachfrageschwerpunkten möglich ist.“

Als Beispiel nennt er die trinationale Wasserstoff-Initiative 3H2 im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz, die den grenzüberschreitenden Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft vorantreibt. Solche Kooperationen seien wichtig, um gemeinsam Nachfragen grenzüberschreitend zu bündeln und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten sowie die Kosten für den Import von Wasserstoff zu senken.

Mögliche Formen der internationalen Zusammenarbeit sind:

– Bilaterale Partnerschaften mit Ländern, die ein hohes Potenzial für die Produktion von grünem Wasserstoff haben, z. B. durch günstige Bedingungen für erneuerbare Energien
– Multilaterale Initiativen zum Aufbau einer europäischen oder globalen Wasserstoffwirtschaft
– Gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Weiterentwicklung von Wasserstofftechnologien
– Harmonisierung von Standards und Normen für den grenzüberschreitenden Transport und Handel von Wasserstoff

Innovative Speicherlösungen

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Entwicklung von Speicherlösungen für Wasserstoff. Heinz-Werner Hölscher erklärt: „Um die schwankende Produktion aus erneuerbaren Energien auszugleichen, brauchen wir effiziente Speichermöglichkeiten für Wasserstoff. Hier besteht, wie erste Studien und Projekte zeigen, großes Potenzial in der Nutzung von bereits bestehenden Gasspeichern.“ Der Experte verweist auf Forschungsprojekte, die sich mit der Speicherung von Wasserstoff in porösen Gesteinsschichten oder in flüssiger Form befassen.

Ausblick und Fazit

Der Energieexperte ist überzeugt von der Schlüsselrolle der Wasserstoff-Infrastruktur für die Energiewende: „Der Aufbau einer leistungsfähigen und nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wenn wir die Herausforderungen gemeinsam angehen, können wir nicht nur unsere Klimaziele erreichen, sondern auch neue wirtschaftliche Chancen erschließen.“

Der Experte betont abschließend: „Die Zeit drängt. Wir müssen jetzt die richtigen Weichen stellen, um die Wasserstoff-Infrastruktur aufzubauen. Das erfordert mutige Entscheidungen und Investitionen, aber es ist der Schlüssel zu einer nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Energieversorgung der Zukunft. Und bietet gleichzeitig für deutsche Hersteller einen weltweiten Wachstumsmarkt.“

Heinz Werner Hölsche (https://info.heinz-werner-hoelscher.de)r aus Freiburg sieht in der Entwicklung der Wasserstoff-Infrastruktur nicht nur eine technische, sondern auch eine gesellschaftliche Herausforderung: „Wir müssen die Kunden und Menschen mitnehmen und die Vorteile einer Wasserstoffwirtschaft vermitteln. Nur mit breiter Akzeptanz in der Bevölkerung können wir die notwendigen Infrastrukturprojekte erfolgreich umsetzen.“ Dazu gehöre auch eine offene und transparente Kommunikation über Chancen und Risiken sowie die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in die Planungsprozesse.

Insgesamt zeigt sich, dass der Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur ein komplexes Unterfangen ist, das ein abgestimmtes Vorgehen aller Beteiligten erfordert. Mit den richtigen Weichenstellungen und einem klaren Bekenntnis zur Wasserstoffwirtschaft kann Deutschland jedoch eine Vorreiterrolle einnehmen und die Energiewende erfolgreich gestalten.

Quellen:

chemietechnik.de/energie-utilities/wasserstoff/plaene-fuer-ein-nationales-wasserstoff-netz-in-deutschland-341.html

tagesschau.de/wirtschaft/energie/wasserstoff-infrastruktur-investitionen-deutschland-100.html

bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Energie/die-nationale-wasserstoffstrategie.html

dena.de/newsroom/publikationsdetailansicht/pub/dena-analyse-wasserstoff-und-gruene-gase/

ihk.de/freiburg/standortpolitik/wasserstoff-initiative-fuer-unternehmen-5587108

Heinz-Werner Hölscher ist Diplom-Ingenieur und EMBA mit fundiertem technischem und kaufmännischem Knowhow und Erfahrungen in den Infrastrukturbereichen Netze, Wärme und Erneuerbare. Er ist ein zielorientierter und motivierender Manager mit 23 Jahren P&L Verantwortung und Führungserfahrung in der Weiterentwicklung von Organisationen und Führungskräften.

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Heinz-Werner Hölscher
Kapellenweg 21A
79100 Freiburg
(1234)
heinz-werner-hoelscher.de

Wärmewende: Heinz Werner Hölscher über die Chancen und Herausforderungen

Die Transformation hin zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung erfordert laut Heinz-Werner Hölscher innovative Ansätze und branchenübergreifende Zusammenarbeit.

Wärmewende: Heinz Werner Hölscher über die Chancen und Herausforderungen

Heinz-Werner Hölscher

Die Wärmewende stellt eine der größten Herausforderungen der Energiewende dar. Mit einem Anteil von rund 40 Prozent am Endenergieverbrauch in Deutschland spielt der Wärmesektor eine Schlüsselrolle beim Erreichen der Klimaziele. Doch die Transformation hin zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung ist komplex und erfordert innovative Lösungen sowie die Zusammenarbeit verschiedener Akteure, erläutert Heinz Werner Hölscher. Zudem stehen wir bei dieser Transformationsaufgabe der Wärmeversorgung in Deutschland hin zu regenerativen Energiequellen noch sehr weit am Anfang.

Die Bedeutung der Wärmewende für den Klimaschutz

Der Wärmesektor ist für etwa 40 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich. Um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen, muss die Wärmeversorgung von Gebäuden und Industrie bis 2045 klimaneutral werden. Dies erfordert sowohl eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz als auch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien.

„Für eine erfolgreiche Wärmewende müssen wir alle verfügbaren Technologien und Energieträger in den Blick nehmen. Es gibt nicht die eine Lösung, die überall passt. Vielmehr brauchen wir einen intelligenten Mix aus verschiedenen Ansätzen“, betont ein Experte aus der Branche.

Zentrale Handlungsfelder der Wärmewende

Die Umsetzung der Wärmewende umfasst verschiedene Handlungsfelder, die gleichzeitig angegangen werden müssen:

– Steigerung der Gebäudeeffizienz durch energetische Sanierung
– Ausbau erneuerbarer Energien für die Wärmeerzeugung
– Transformation bestehender Wärmeversorgungen hin zu grüner Wärme
– Einsatz von Wärmepumpen und anderen klimafreundlichen Heizungstechnologien
– Nutzung von grünem Wasserstoff und synthetischen Brennstoffen

Die Herausforderung besteht darin, diese verschiedenen Ansätze sinnvoll zu kombinieren und auf die jeweiligen lokalen Gegebenheiten abzustimmen.

Herausforderungen und Lösungsansätze

Die Umsetzung der Wärmewende ist mit verschiedenen Herausforderungen, aber auch mit Chancen verbunden. Heinz-Werner Hölscher identifiziert dabei folgende Kernpunkte:

Technologische Herausforderungen

Eine zentrale Aufgabe besteht darin, regenerative Wärmequellen zu erschließen, von der Großwärmpumpe bis zur Tiefengeothermie. Ergänzt werden diese Wärmequellen oftmals durch Wärmespeicher und Steuerungssysteme, um Verbrauchs- und/oder Erzeugungsschwankungen optimal aufzufangen.

Zudem gilt es, die Effizienz erneuerbarer Wärmetechnologien weiter zu steigern und ihre Kosten zu senken. Verstärkte Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen sind notwendig, um beispielsweise die Leistungsfähigkeit von Wärmepumpen zu verbessern oder neue saisonale Wärmespeicherung zu entwickeln.

Last but not least sind neben Technologien zur Effizienzsteigerung auch diejenigen für die Verbrauchsreduktion durch Wärmedämmung wichtig, um die Wärmeversorgung langfristig nachhaltig zu entwickeln. Gerade im Bereich der Dämmung von Gebäuden sind zwar bereits zahlreiche, technische Lösungsoptionen verfügbar, allein die schleppende Sanierung von Gebäuden im Bestand bremst diesen Teil der Wärmewende jedoch noch aus. Die durchschnittlichen, energetischen Sanierungsraten liegen in 2023 bei gerade einmal 0,83% in Deutschland laut Marktdatenstudie der B+L Marktdaten Bonn im Auftrag des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG).

Wirtschaftliche Aspekte

Die Transformation des Wärmesektors erfordert erhebliche Investitionen. Das Prognos Institut schätzt in einer aktuellen Studie den Investitionsbedarf für den Ausbau der Fernwärmenetze, Wärmespeicher und neuen Erzeugungsanlagen bis 2045 auf 74,4 Milliarden Euro. Die Größenordnung zeigt, dass bestehende Finanzierungsansätze nicht ausreichen werden. Es ist notwendig, geeignete Finanzierungsmodelle zu entwickeln und Anreize für Investitionen in klimafreundliche Wärmetechnologien zu schaffen. Dabei wird ein ausgewogener Mix aus Fördermaßnahmen und ordnungspolitischen Instrumenten angestrebt.

Soziale Dimension

Die Wärmewende muss, gerade weil sie vor allem die häusliche Wärmeversorgung betrifft, sozialverträglich gestaltet werden, um breite Akzeptanz in der Bevölkerung zu finden. Die Belange von Mietern und einkommensschwachen Haushalten müssen bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Wärmewende angemessen berücksichtigt werden. Um in Einfamilienhäusern, genau wie in Mehrfamilienhäusern, bezahlbare Optionen bieten zu können, braucht es ausgewogene, zielgerichtete Unterstützungsprogramme, sowie eine faire Verteilung der Kosten.

Regionale Ansätze und Praxisbeispiele

Die Umsetzung der Wärmewende erfordert maßgeschneiderte Lösungen für unterschiedliche regionale Gegebenheiten. In diesem Kontext kann man verschiedene Ansätze und Projekte in unterschiedlichen Regionen Deutschlands beobachten.

Transformation der Fernwärme

Ein Schwerpunkt liegt aktuell vor allem auf der Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung. In vielen Städten und Regionen werden Konzepte entwickelt, um den Anteil erneuerbarer Energien in der Fernwärmeproduktion sukzessive zu erhöhen. Dazu gehören beispielsweise:

– Die Integration von Großwärmepumpen in bestehende Fernwärmenetze
– Die Nutzung von industrieller Abwärme
– Der Einsatz von Biomasse in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen
– Die Erschließung von Potenzialen aus der Tiefengeothermie

Die Umsetzung dieser Maßnahmen trägt dazu bei, die CO2-Emissionen der Fernwärmeversorgung deutlich zu reduzieren und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Quartierskonzepte für die Wärmewende

Ein weiterer wichtiger Ansatz sind integrierte Quartierskonzepte, die verschiedene Technologien und Ansätze kombinieren. Hier werden beispielsweise Photovoltaik, Solarthermie, Wärmepumpen und Wärmespeicher intelligent miteinander vernetzt, um eine möglichst effiziente und klimafreundliche Wärmeversorgung zu erreichen.

Förderung von Energieeffizienz

Neben der Umstellung auf erneuerbare Energien spielt die Steigerung der Energieeffizienz eine zentrale Rolle. Hier werden Beratungs- und Förderprogramme initiiert, um Hauseigentümer bei der energetischen Sanierung zu unterstützen. Dazu gehören beispielsweise:

– Energieberatungen für private und gewerbliche Gebäude
– Förderung von Wärmedämmmaßnahmen
– Unterstützung beim Austausch alter Heizungsanlagen

Diese Maßnahmen tragen dazu bei, den Energiebedarf im Gebäudesektor zu senken und somit die Ziele der Wärmewende zu unterstützen.

Ausblick und zukünftige Entwicklungen

Die Wärmewende steht auf die gesamte Bundesrepublik aggregiert, aktuell noch am Anfang, aber die Weichen für eine klimaneutrale Wärmeversorgung wurden bereits in vielen Städten und Gemeinden gestellt. So haben sich bereits viele Kommunen und Energie- und Wärmeversorger mit dem Aufbau von Nah- und Fernwärmenetzen längst auf den Weg gemacht. In den kommenden Jahren wird es darauf ankommen, Erfahrungen und Know-how zwischen den Akteuren und Regionen auszutauschen, die verschiedenen Ansätze und Technologien weiter zu optimieren und in größerem Maßstab umzusetzen.

Heinz-Werner Hölscher sieht dabei insbesondere in der Fortführung und Weiterentwicklung der Sektorenkopplung – also der Vernetzung des Strom- und Wärmesektors – großes Potenzial. Durch die intelligente Verknüpfung dieser Bereiche können Synergien genutzt und die Effizienz des Gesamtsystems gesteigert werden.

Zudem wird die Digitalisierung eine immer wichtigere Rolle spielen. Smarte Steuerungssysteme und der Einsatz von künstlicher Intelligenz können dazu beitragen, Wärmeerzeugung, -transport, und -verbrauch besser aufeinander abzustimmen und so die Effizienz weiter zu steigern.

Heinz-Werner Hölschers Erfahrungen in der Praxis

In seiner langjährigen Tätigkeit in der Energiebranche hat Heinz-Werner Hölscher vielfältige Erfahrungen im Bereich der Wärmewende gesammelt.

Heinz-Werner Hölscher (https://heinz-werner-hoelscher.de/) (Jahrgang 1974) war von Juli 2021 bis April 2024 im Vorstand der badenova AG in Freiburg. Er verantwortet in dieser Zeit das gesamte Infrastrukturgeschäft mit den Netzen, der Wärmeversorgung, den Erneuerbaren Energien. Zudem war er verantwortlich für den Vorstandsbereich, die Unternehmenskommunikation, das Nachhaltigkeitsmanagement und das Kommunalmanagement für rund 165 Kommunen. Er vertrat die badenova AG darüber hinaus als Vorstandsvorsitzender der Klimapartner Südbaden sowie in zahlreichen Beteiligungen, Gremien und Verbänden.

Vor seinem Wechsel nach Südbaden war Heinz-Werner Hölscher rund 10 Jahre Geschäftsführer der SWO Netz GmbH sowie zeitweise in Personalunion Geschäftsführer der Beteiligung Stadtwerke Tecklenburger Land GmbH & Co. KG und der SWTE Netz GmbH. Er war zudem Gründungsvorstand von Civitas Connect, einer leistungsstarken Kooperationsplattform kommunaler Unternehmen und Kommunen, die in Ihrer Region Smart City Projekte gemeinsam voranbringen wollen. Davor war er nach seinem Studium rund 10 Jahre in unterschiedlichen Fach- und Führungsfunktionen bei der E.ON Energie AG in München und der MVV in Mannheim aktiv.

In seinen rund 23 Jahren in der Energiewirtschaft hat Heinz-Werner Hölscher die Energie- und Wärmewende aktiv vorangetrieben. Er hat dabei zahlreiche Kooperationen – z.B. mit der deutschen Glasfaser im Bereich Glasfaserausbau, mit 3H2 im Bereich Wasserstoff oder mit der Encavis AG beim Ausbau der Erneuerbaren Energien – entscheidend mitgeprägt. Durch sein breites Fachwissen, sein hohes Engagement und seinen Führungsstil ist es ihm jeweils gelungen, sowohl im Unternehmen als auch in der Region die unterschiedlichen Stakeholder für eine nachhaltige und erfolgreiche Transformation zusammenzubringen.

Heinz-Werner Hölscher ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Quellen:

bdew.de/presse/pressemappen/waermewende/

energie-klimaschutz.de/waermewende-die-koenigsdisziplin-der-energiewende/

umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/5750/publikationen/2021-04-26_cc_18-2021_waermewende.pdf

umweltbundesamt.de/daten/energie/energieverbrauch-fuer-fossile-erneuerbare-waerme#:~:text=Der%20%E2%81%A0Endenergieverbrauch%E2%81%A0%20f%C3%BCr,gut%2023%20%25%20am%20EEV.

bundesbaublatt.de/news/sanierungsquote-2023-unter-1-tendenz-absteigend-4017943.html

prognos.com/de/projekt/investitionsbedarf-staedtische-fernwaerme#:~:text=Die%20notwendigen%20Investitionen%20f%C3%BCr%20den,auf%2074%2C4%20Milliarden%20Euro

Heinz-Werner Hölscher ist Diplom-Ingenieur und EMBA mit fundiertem technischem und kaufmännischem Knowhow und Erfahrungen in den Infrastrukturbereichen Netze, Wärme und Erneuerbare. Er ist ein zielorientierter und motivierender Manager mit 23 Jahren P&L Verantwortung und Führungserfahrung in der Weiterentwicklung von Organisationen und Führungskräften.

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