Optimizely und Google erweitern strategische Partnerschaft und arbeiten gemeinsam an Google Analytics 4

Als Partner für Web-Experimentation unterstützt Optimizely Google-Kunden bei deren Daten-Migration in GA4

Berlin, 20. Februar 2023 – Optimizely (https://www.optimizely.com/de/), führender Digital Experience Plattform-Anbieter (DXP), arbeitet gemeinsam mit Google an der Integration von Optimizely Web Experimentation und Google Analytics 4 (GA4). Dieser Kooperation voraus ging die Entscheidung Googles, das ehemalige Webanalyse- und Testing-Tool Google Optimize einzustellen. Für beide Partner, aber auch für Google-Kunden markiert diese Zäsur den Beginn eines neuen Kapitels.

„Von Google ausgewählt zu werden, um die GA4-Funktionen mit unserer Kompetenz zu erweitern, hebt unser Produkt auf ein völlig neues Niveau“, sagt Alex Atzberger, CEO von Optimizely. „Unsere Lösung unterstützt bereits seit Jahren weltweit führende Marken bei der Beschaffung aussagekräftiger Daten, die präzise Prognosen zum Userverhalten ermöglichen. Das wollen wir nun auch in dem gemeinsamen Projekt mit Google umsetzen. Unser Ziel ist es, Google-Kunden nicht nur einen reibungslosen Übergang von Google Optimize zu GA4 zu ermöglichen, sondern sie mit einer performanceorientierten Experimentation dabei zu unterstützen, positive Geschäftsergebnisse zu erzielen.“

Diese erstmalige Zusammenarbeit wird auch die Art und Weise, wie Google-Kunden datenbasierte Insights nutzen, verändern. Die zielen darauf ab, eine noch präzisere Customer Experience zu liefern sowie die Anzahl personalisierter Markeninteraktionen zu steigern. Verantwortlich dafür sind Optmizelys Experimentation-Programme. Damit versetzen Google und Optimizely Marketer weltweit in die Lage, Experimente und Tests in großem Umfang durchzuführen und Marketingmaßnahmen konsequent zu optimieren.

Mit der leistungsstarken Web-Experimentation-Plattform von Optimizely wurden allein im Jahr 2022 über 1,8 Millionen Experimente umgesetzt. Sie erzielten ein Umsatzzuwachs von einer Milliarde US-Dollar. Von dieser Effizienz profitieren nun auch Google-Kunden, die ab sofort auf die Präzision der Enterprise-Tools von Optimizely, dem First-Mover im Bereich Web-Experimentation, zurückgreifen.

Weitere Informationen zur Umstellung von Google Optimize finden Sie unter https://www.optimizely.com/google/optimize/ .

Optimizely versetzt Unternehmen und Organisationen in die Lage, ihr volles digitales Potenzial zu erschließen. Intelligente Werkzeuge wie die Digital Experience Platform (DXP) unterstützen Marketing-Teams nicht nur dabei, neue Wege in Kreation und Prozessoptimierung zu gehen. Mit Boundless Digital Invention erfindet Optimizely das Marketing neu. Durch souveräne Content-Produktion, umfassende Zusammenarbeit und vorausschauende Kundenbetreuung bietet die Plattform grenzenlose Innovation, da Unternehmen nun datengestützt agieren und auf dieser Basis hyper-personalisierte Erlebnisse schaffen können. Anspruchsvolles Marketing war noch nie so einfach.

Mehr als 1.100 Mitarbeiter und über 900 Vertriebspartner arbeiten weltweit für Optimizely. Sie unterstützen mehr als 9.000 Marken – darunter Toyota, Santander, eBay, KLM oder Mazda – dabei, deren Customer Lifetime Value zu steigern, den Umsatz zu maximieren und die Markenreputation konsequent auszubauen.

Weitere Informationen unter: optimizely.com

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Google Analytics: Mögliches Risiko für Cyberversicherer

Whitepaper von PPI AG und Clyde & Co

In den Verträgen vieler Cyberversicherungen schlummert möglicherweise eine Zeitbombe in Form von Haftungsübernahmen für Datenschutzverletzungen durch die Nutzung des Analysetools. Wie sich die Rechtslage darstellt und was Assekuranzen jetzt tun müssen, zeigt das gemeinsame Whitepaper „Google Analytics – Haftungsrisiko und Schaden“ von PPI AG und Clyde & Co.
Hamburg, 25. Januar 2023: Cyberversicherer sollten ihr Portfolio dringend überprüfen, ob potenzielle Schadenfälle durch die Nutzung von Google Analytics drohen. So lautet die Quintessenz des aktuellen Whitepapers „Google Analytics – Haftungsrisiko und Schaden“ des Hamburger Beratungs- und Softwarehauses PPI AG und der Wirtschaftskanzlei Clyde & Co. Das Grundproblem: Spätestens seit dem Scheitern von Privacy Shield im Jahr 2018 ist eine Verwendung des Analysetools von Google im Geltungsbereich der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) praktisch nicht mehr rechtssicher möglich. Denn mindestens die IP-Adressen der Websitebesucher werden von dem Programm an Server in den USA übertragen, was nach überwiegender Ansicht der Aufsichtsbehörden einen Verstoß gegen die DSGVO darstellt.
Mangelndes Problembewusstsein bei den Unternehmen
Dessen ungeachtet binden nach wie vor sehr viele europäische Firmen die Anwendung in ihre Websites ein. Eine Stichprobe mit dem Cyberrisikobewertungstool cysmo® in neun EU-Staaten ergab Nutzungsanteile zwischen knapp 20 Prozent in Deutschland und über 60 Prozent in den Niederlanden. „Die Zahlen lassen klar den Rückschluss auf ein fehlendes Problembewusstsein bei vielen Seitenbetreibern zu“, sagt Marcel Arnold, Cyber Consultant bei der PPI AG und Mitautor des Whitepapers. Wird eine Unternehmens-IT mittels cysmo® penetrationsfrei geprüft, so klassifiziert die Lösung eine vorhandene Einbindung von Analytics im Report als Risiko.

Haftungsrisiko individuell abklären
Im Extremfall drohen Websitebetreibern Strafen bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des Jahresumsatzes, je nachdem, welcher Betrag höher ist. Dazu kommen mögliche Schadenersatzforderungen. Besteht eine Cyberversicherung, ist es durchaus möglich, dass diese in einem solchen Fall eine Leistungszusage erfüllen muss. Das hängt von den genauen Formulierungen in den Vertragsbedingungen ab und ist keineswegs bei jeder Police so. Entscheidend für eine Leistungspflicht ist die Kopplung von Datenschutzverletzungen an eine vorherige Verletzung der IT-Sicherheit. Ist eine solche Kausalität Bedingung, so muss die Assekuranz keine Zahlung leisten. „Viele Verträge könnten an dieser Stelle präziser formuliert sein. Wir sehen immer wieder Fälle, die ein datenschutzrechtliches Haftungsrisiko wie bei der Nutzung von Google Analytics durch den Versicherten einschließen“, sagt Jan Spittka, Rechtsanwalt und Partner bei Clyde & Co. Europe LLP. Versicherungen sollten ihre Bedingungswerke unbedingt dahin gehend überprüfen. Empfehlenswert ist es, noch einen Schritt weiterzugehen und die Websites der Bestandskunden genauso wie die der Neukunden mit cysmo® auf Risiken wie Google Analytics hin zu überprüfen. So lassen sich gezielt Hinweise zur Schadenprävention geben und darüber hinaus ein genereller Dialog zum Thema Datenschutz und IT-Sicherheit aufbauen.
Auf die Versicherten zugehen
Grundsätzlich ist im Fall Google Analytics eine proaktive Herangehensweise angezeigt. Denn noch ist das Analysetool in Deutschland zwar nicht offiziell verboten. Aber nach einhelliger Meinung ist dies nur noch eine Frage der Zeit. In Österreich, Frankreich, Italien und Dänemark haben die Datenschützer der Anwendung bereits die Rote Karte gezeigt. Folgt die Bundesrepublik erwartungsgemäß diesen Beispielen, sollten die Assekuranzen ihre Versicherten darüber informieren. Denn damit lässt sich deren Kenntnis nachweisen und eine Leistungspflicht scheidet von Rechts wegen aus. „Aber auch dann empfiehlt sich eine spätere Cyberrisikobewertung mittels cysmo®, schon aus einem Kundenservicegedanken heraus“, sagt Marcel Arnold.
Das Whitepaper kann auf der Website von cysmo® kostenlos zum Download angefordert werden: www.cysmo.de/whitepaper-google-analytics

– Ende –

Die PPI AG
Die PPI AG ist seit über 30 Jahren als Beratungs- und Softwarehaus erfolgreich für Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister tätig. Als stabil wachsende Aktiengesellschaft in Familienbesitz verknüpfen wir Fach- und Technologie-Know-how, um Projekte kompetent und unkompliziert umzusetzen. Im Zahlungsverkehr nehmen wir in Europa mit unseren Standardprodukten eine marktführende Stellung ein. Rund 800 Mitarbeiter konzentrieren sich dabei ganz auf den Erfolg unserer Kunden.

Kontakt
PPI AG
Gerald Nowak
Moorfuhrtweg 13
22301 Hamburg
+49 170 7068221
gerald.nowak@ppi.de
www.ppi.de

Piwik PRO ist neuer Analytics-Partner von dotSource

DSGVO-konform analysieren und tracken

Piwik PRO ist neuer Analytics-Partner von dotSource

Das Digitalmarketing-Team von dotSource freut sich über die Partnerschaft mit Piwik PRO

Jena/Berlin, 17.11.2022 – Die Kunden von dotSource können sich über ein noch größeres Portfolio für ihr Data-driven Business freuen: Mit dem Analytics-Plattform-Anbieter Piwik PRO hat die Digitalagentur einen weiteren starken Partner gewonnen, mit dem sie eine völlig DSGVO-konforme Webanalyse anbieten kann.

Spätestens seit 2022 geht ein regelrechtes Beben durch die Welt der Web-Analytics (https://www.handelskraft.de/google-universal-analytics-wird-eingestellt-so-stellt-ihr-die-analyse-eurer-daten-sicher-5-lesetipps/?utm_source=pm&utm_medium=onlineverteiler): Die vielfach genutzten Tools von Google Analytics gelten als nicht mehr DSGVO-konform und müssen daher nach und nach ersetzt werden. Das hat den Hintergrund, dass Google nicht garantieren kann, dass die gespeicherten Daten über das Onlineverhalten von Nutzerinnen und Nutzern nicht in die USA transferiert werden. Dies ist entsprechend der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nicht länger zulässig.

Website-Daten (https://www.dotsource.de/webanalyse-beratung/?utm_source=pm&utm_medium=onlineverteiler) sind jedoch ausgesprochen wichtig für Unternehmen, um ihre Marketingaktivitäten zu bewerten und die Nutzungserfahrung ihres Onlineauftritts zu optimieren. Aus diesem Grund ist die Nachfrage nach alternativen Tools hoch und dotSource ist froh, mit Piwik PRO einen kompetenten Partner (https://www.dotsource.de/piwik-pro/?utm_source=pm&utm_medium=onlineverteiler)für ebendiese Problematik an Bord zu haben.

PIWIK PRO – EUROPÄISCHE ANALYSE-PLATTFORM MIT HERAUSRAGENDEM FUNKTIONSUMFANG

Der aufstrebende Web-Analytics-Anbieter Piwik PRO hat seinen Hauptsitz in Polen und betreibt seine Server in Deutschland. Damit kann er den Verbleib der gesammelten Daten in der Europäischen Union gewährleisten und handelt somit vollständig entsprechend der Datenschutzgrundverordnung von 2016.

Piwik PRO wird sowohl in der Cloud als auch On-Premise angeboten. Dashboards und Berichte ähneln in ihrer Darstellung den Tools von Google Analytics, sodass der Umstieg vom bisher beliebtesten Analyse-Tool nicht allzu schwerfällt. Neben der Webanalyse sind im Enterprise Plan von Piwik PRO Tag- und Consent-Manager enthalten sowie das Modul der Customer Data Platform (CDP).

MIT DOTSOURCE UND PIWIK PRO DSGVO-KONFORM INS DATA-DRIVEN BUSINESS STARTEN

„Für viele unserer Kunden, spielt die DSGVO-konforme Webanalyse eine sehr große Rolle. Mit Piwik PRO haben wir nun einen starken Partner für ebendiese Problemstellung an Bord“, freut sich Christian Otto Grötsch, Gründer und Geschäftsführer von dotSource, über die neue Partnerschaft.

Zum jetzigen Zeitpunkt kommt Piwik PRO (https://www.dotsource.de/piwik-pro/?utm_source=pm&utm_medium=onlineverteiler)bereits in zwei Kundenprojekten von dotSource zum Einsatz, Tendenz steigend. Das Digitalmarketing-Team (https://www.dotsource.de/online-marketing-strategie-beratung/?utm_source=pm&utm_medium=onlineverteiler)der Agentur begleitet die Kunden dabei während des gesamten Prozesses von der Beratung zur Auswahl des passenden Analytics-Tools, über Konzeption, Implementierung und Umsetzung bis hin zur Nachbetreuung oder Schulung der Mitarbeitenden.

Seit 2006 entwickelt und realisiert dotSource skalierbare Digitalprodukte für Marketing, Vertrieb und Services. Dabei setzen spezialisierte Consulting- und Entwicklungsteams hochintegriert auf die Verbindung von Strategieberatung und Technologieauswahl – von Branding, Konzeption und UX-Design über Conversion-Optimierung bis zum Betrieb in der Cloud. Ob E-Commerce- und Content-Plattformen, Kundenbeziehungs- und Produktdatenmanagement oder Digital-Marketing und Business-Intelligence: dotSource-Lösungen sind nutzerorientiert, gezielt und datenzentriert. In der Zusammenarbeit setzt dotSource auf New Work, integrale Planung und agile Methoden wie Scrum oder Design-Thinking. Dabei verstehen sich mehr als 500 Digital Natives als Partner ihrer Kunden, deren individuelle Anforderungen ab der ersten Idee einfließen. Dieser Kompetenz vertrauen Unternehmen wie ESPRIT, hessnatur, Ottobock, TEAG, KWS, BayWa, Axel Springer, C.H.Beck, Würth und Netto Digital. dotSource hat sich als eine der führenden Digitalagenturen im deutschen Sprachraum etabliert und gehört inzwischen zu den Top 10 der erfolgreichsten Unternehmen der Branche.

Kontakt
dotSource GmbH
Lisa Hager
Goethestraße 1
07743 Jena
+4936417979033
pr@dotsource.de
http://www.dotsource.de

Ist Google Analytics DSGVO-konform?

Google und der Datenschutz

Ist Google Analytics DSGVO-konform?

Frank Müns, Geschäftsführer der Immerce GmbH

Na sicher, in den Augen vieler Webshop-Betreiber ist Google Analytics ein nützliches Tool zur Analyse der eigenen Website und damit ist es kaum verwunderlich, dass es das meistgenutzte seiner Art ist. Doch für die Unwissenden: was ist denn Google Analytics überhaupt und wie ist es mit unserer Europäischen Datenschutzgrundverordnung vereinbar?

Google Analytics ist, wie gesagt, ein Analysetool. Das Programm, das, wie der Name sagt, von Google bereitgestellt wird, wird auf ca. der Hälfte aller größerer Webseiten eingesetzt. Dabei lockt viele Nutzer vor allem eines an: Google Analytics ist kostenlos!

Das Tool sammelt Daten über Websitebesucher, von der Verweildauer über das Nutzerverhalten etc. und ermöglicht dem Betreiber der Seite, diese nachzuvollziehen und durch Anpassung an die gesammelten Daten, Aufrufe oder mögliche Verkäufe zu erhöhen. Doch dies ist nicht ganz unstrittig zu sehen, denn viele Datenschützer kritisieren die Nutzung von Googles gratis Analyse-Programm.

Datenschutzrechtliche Aspekte

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nimmt meist vor allem auf sogenannte „personenbezogene Daten“ Bezug. Eine Gruppe dieser Daten sind die IP-Adressen, über die reale Personen nachzuvollziehen sind. Kritisiert wird, dass diese als Drittlandtransfer in den USA auf Servern gespeichert werden beziehungsweise zumindest in die USA transferiert werden. Ein weiterer Kritikpunkt ist die mangelnde Aufklärung darüber, welche Daten von der Übermittlung, beziehungsweise Speicherung betroffen sind. Somit kollidieren Google Analytics und DSGVO miteinander.

Seit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) im Juli 2020 steht fest, dass die USA kein Land sind, das durch Abschluss von Standardvertragsklauseln ein angemessenes Schutzniveau nach Art. 44 DSGVO für die Datenübermittlung bietet.

Reaktionen von Google

Google ergriff im Jahr 2021 daraufhin Maßnahmen. Der kalifornische Konzern setzt nun stärker auf Verschlüsselungen. Jedoch sind keine Maßnahmen von Google ersichtlich, die in irgendeiner Form das erforderliche Datenschutzniveau gewährleisten, das die EU fordert, um den US-Geheimdiensten den Zugang zu den Daten zu verwehren.

Selbst die Verschlüsselungstechnologien verhindern in Zusammenhang mit dem US-amerikanischen Recht nicht, dass sich US-Behörden Zugang zu den Daten beschaffen. Auch wenn Google selbst verneint, dass die gesammelten Daten für eigene Zwecke genutzt werden, ist nicht transparent, ob nicht der Staat in den USA auf die Daten zugreift.

Google Analytics also nicht benutzen?

Falls Sie sich jetzt fragen, ob Sie Google Analytics denn überhaupt benutzen sollen oder können, so wäre mit einem klassischen „Jein“ zu antworten.

Google Analytics ist DSGVO-konform nutzbar. Dazu muss die Nutzung in der eigenen Datenschutzerklärung aufgeführt werden, mitsamt einem aufklärenden Hinweis über die Nutzung. Zudem dürfen keine personenbezogenen Daten erfasst werden. Das heißt, Namen oder E-Mail-Adressen dürfen nicht erfasst werden und die IP-Anonymisierung muss aktiviert sein. Des Weiteren müssen die Auftragsvereinbarungen die DSGVO-Standards erfüllen, unter anderem muss nun Google als Auftragnehmer und der Webseiten-Betreiber als Auftraggeber genannt sein. Jedoch ist selbst dann fraglich, ob die DSGVO eingehalten wird, da es viele rechtliche Probleme gibt, die möglicherweise ein externer Datenschutzbeauftragter (https://www.immerce-consulting.de/externer-datenschutzbeauftragter/) für Sie in die Hand nehmen sollte. Das ist grundsätzlich immer ratsam. Unabhängig davon ist es sinnvoll, sich nach Google Analytics Alternativen umzusehen.

Alternative Analyseprogramme

Wie gesagt, es gibt es auch Alternativen zu Google Analytics, die DSGVO-konform zur Analyse der eigenen Website eingesetzt werden können. Folgende Programme können Sie ebenfalls nutzen:

Matomo

Die Nummer Zwei nach dem Google-Giganten ist in Deutschland der Konkurrent Matomo. Werden datenschutzrechtlich relevante Daten gespeichert, so geschieht dies auf einem eigenen Server, womit automatisch mehr Privatsphäre für den Nutzer gewährleistet werden kann. Denn die Daten werden nicht automatisch an einen Drittanbieter weitergeleitet, wie das bei Google der Fall ist. Es ist also unabhängiger und die Daten werden nicht auf US-Servern gespeichert. Matomo hat zudem die IP-Anonymisierung als Standardeinstellung integriert. Das frühere „Piwik“ ist zwar kostenpflichtig, aber dennoch eine gute Alternative.

etracker

etracker ist die DSGVO-konforme „Made-in-Germany“-Alternative. Auch hier werden die Daten anonymisiert und werden auch nicht an Dritte weitergeleitet. Es erfolgt auch kein Drittlandtransfer, da die Daten auf deutschen Servern gespeichert werden. Dieses Analyse-Tool bietet neben Maus-Tracking, Klickpfad-Analyse und Live-Tracking auch selbst einen Datenschutzhinweis, der von den Nutzern in die Website miteingefügt werden kann und dabei DSGVO-konform ist.

Fathom

Falls Sie auf der Suche nach einem kostenlosen Dienst sind, wäre „Fathom“ eine Lösung. Dieses Programm ist durch seinen etwas geringeren Funktionsumfang automatisch DSGVO-konform. Denn hier werden nur die Seitenaufrufe und die Besucherzahlen getrackt, wodurch überhaupt keine personenbezogenen Daten erfasst werden.

Open Web Analytics

Eine weitere kostenlose Plattform bietet Open Web Analytics. Hierbei gibt es kein Limit für getrackte Websites oder für Datensätze. Außerdem können die Daten ebenfalls auf eigenen Servern gespeichert werden, da der Anbieter, wie Matomo, selbst hostet. Hierbei gibt es aber keine eigenen Vorabeinstellung mit Rücksichtnahme auf die DSGVO. Das bedeutet, dass der Betreiber selbst stark auf die Einhaltung der Richtlinien achten muss.

Mixpanel

Mixpanel ist direkt mit der berühmten „Customer Journey“ gekoppelt, denn es findet ein Mapping dieser statt. Zudem wird nicht nur aufgezeichnet, sondern, die einzelnen Punkte der Kaufreise werden analysiert und es werden Optimierungsvorschläge gemacht. Ein gewaltiger Vorteil von Mixpanel ist, dass sich der Dienst schon sehr früh auf die DSGVO eingestellt hat und somit das Handling mit sensiblen Daten erleichtert.

Fazit

Google Analytics ist das größte Analysetool der Welt. Die Nutzung ist zwar theoretisch DSGVO-konform möglich, jedoch sehr umstritten. Denn der Drittlandtransfer personenbezogener Daten kann amerikanischen Geheimdiensten Tür und Tor zu den sensiblen Daten über die Bürger der EU gewährleisten. Google bietet dagegen nicht ausreichende Sicherheit und die vermeintlichen Bemühungen des Konzerns in diese Richtung laufen ins Leere. Jedoch gibt es auch kostenlose und kostenpflichtige Alternativen zu dem amerikanischen Anbieter, mit etracker sogar einem deutschen Tool, bei dem die Daten im Land bleiben. Alles in allem kann auf Google Analytics auch gut verzichtet werden

Die Immerce GmbH erstellt und vertreibt seit über 10 Jahren leistungsstarke Webshops auf Magento und Shopware Basis und betreibt für ihre Kunden Suchmaschinenoptimierung. Seit 2018 ist mit der Einführung der DSGVO der Geschäftsbereich Datenschutz & IT-Sicherheit dazugekommen.

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