Ananassaft ist knapp und teuer aufgrund geringer Ernte

Ananassaft ist knapp und teuer aufgrund geringer Ernte

Bonn, 10. Februar 2025 – Ananassaft ist ein beliebter exotischer Fruchtsaft, der in Deutschland sowohl pur als auch als aromatische Zutat in Multivitaminsäften geschätzt wird. Derzeit ist er jedoch knapp und teuer. Aufgrund der gestiegenen Preise für Orangensaft wurde Ananassaft vermehrt als Alternative genutzt, was die Nachfrage weiter ansteigen ließ. Die Knappheit lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen: Die Lagerbestände der Hersteller sind weitgehend erschöpft, und die Ernten in den Hauptanbauländern fallen geringer aus als gewohnt.

In Thailand und auf den Philippinen verhinderte die Trockenheit ein optimales Wachstum der Ananas, wodurch die Erntemengen deutlich sanken und nun nicht einmal 50% der früheren Erntemengen betragen. In Costa Rica, einem weiteren wichtigen Anbauland, sorgte das Klimaphänomen El Nioo im Jahr 2023 für extreme Trockenheit, die zu einer drastischen Reduzierung der Erntemengen führte. 2024 hatte das gegenteilige Wetterphänomen La Nioa mit heftigen Regenfällen ebenfalls zu Ernteausfällen geführt. Die Auswirkungen sind sowohl in der Industrie als auch im Einzelhandel spürbar: Die Fruchtsafthersteller erhalten geringere Liefermengen, und auch die im Handel angebotenen Frischfrüchte sind deutlich kleiner als gewohnt.

Steigende Preise für Ananassaft
Der Preis für eine Tonne Ananassaft-Konzentrat liegt bereits bei über 5.000 US-Dollar. Der Direktsaft kostet mittlerweile rund 1.300 US-Dollar pro Tonne – ein Anstieg von 50 % innerhalb eines halben Jahres.

Struktur des Ananasanbaus
Der Anbau und die Vermarktung von Ananas sind international unterschiedlich strukturiert. Während der Markt für frische Ananas von großen Handelskonzernen wie Del Monte und Dole dominiert wird, sind es bei der Produktion von Ananassaft vorrangig kleinere Unternehmen, die sich auf die Verarbeitung zu Konserven und Fruchtsaft spezialisieren. Thailand ist der weltweit größte Produzent von Ananassaft-Konzentrat, gefolgt von den Philippinen und Indonesien. Costa Rica hat sich hingegen als Hauptproduzent von Direktsaft etabliert. Aufgrund klimatischer Bedingungen ist der Ananasanbau auf Regionen in der Nähe des Äquators beschränkt – hauptsächlich zwischen den Wendekreisen. Die aktuelle Situation stellt die Branche vor große Herausforderungen und dürfte auch in den kommenden Monaten zu Engpässen führen.

Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. in Bonn wurde 1951 gegründet.
Rund 330 Fruchtsaft-, Fruchtnektar-, Gemüsesaft- und Gemüsenektarhersteller Deutschlands sind Mitglied. Der Verband vertritt die gemeinsamen Interessen der Branche im In- und Ausland.

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Fruchtsaftverband prognostiziert durchschnittliche Streuobsternte für 2024

Fruchtsaftverband prognostiziert durchschnittliche Streuobsternte für 2024

Bonn, 24. Juli 2024 – Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. (VdF) gibt seine Prognose für die Streuobsternte 2024 bekannt. Die Schätzungen gehen von einer durchschnittlichen Menge von rund 500.000 Tonnen aus. „Die diesjährige Ernte der Streuobstäpfel wird allerdings regional sehr unterschiedlich ausfallen“, so Verbandsgeschäftsführer Klaus Heitlinger. Während in den östlichen Bundesländern und im Norden Deutschlands die Ernteerwartung aufgrund von Spätfrösten und anderen klimatischen Bedingungen durchweg gering ausfällt, zeigt sich im Hauptanbaugebiet Baden-Württemberg ein gemischtes Bild: im Bereich Bodensee-Oberschwaben und im Raum Stuttgart sieht die Ernteprognose gut aus. In den restlichen Landesteilen zeichnet sich eine eher schwächere Ernte ab. In weiten Teilen Bayerns ist wieder mit einer guten Ernte zu rechnen.

Die Baumbestände auf den Streuobstwiesen haben in den letzten drei Vegetationsperioden von 2019 bis 2022 durch die Dürresommer stark gelitten, was sich zunehmend auch in einem vermehrten Auftreten von Frucht- und Blütekrankheiten niederschlägt. In diesem Jahr sind die Äpfel an den Bäumen darüber hinaus durch Hagelschlag geschädigt, ein Faktor, der jedoch im Mostobstbereich weniger relevant ist.

Klaus Heitlinger betont die Bedeutung der Streuobstwiesen nicht nur als wirtschaftlichen Faktor, sondern auch als wertvolles Ökosystem. Über 5.000 Tier- und Pflanzenarten finden hier einen Lebensraum. Die Vielfalt der Obstarten und ihre besonderen Geschmacksvarianten sind für die Fruchtsaftliebhaber von großer Bedeutung, weshalb spezielle Angebote wie Streuobstwiesenapfelsäfte oder Quitten- und Birnensäfte sich großer Beliebtheit erfreuen.

Angesichts der klimatischen Herausforderungen und der Überalterung vieler Streuobstbestände setzen sich die Fruchtsafthersteller in Deutschland für den Erhalt und die Förderung des Streuobstanbaus ein. Pflanzaktionen und Aufpreis-Modelle sind nur einige der Maßnahmen, mit denen die Hersteller den Anbau unterstützen

Ernteschätzung mit Augenmaß
Der VdF führt seit 30 Jahren die sogenannte Kelterapfel-Behangdichtenschätzung durch, die am Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee entwickelt wurde. Mit einem Spezialfernrohr, dem sogenannten „Gucki“, werden fünf Ausschnitte ins Visier genommen und der Apfelbehang im Baum gezählt. Nach einem speziellen Berechnungsverfahren ist es dem VdF möglich, per Hochrechnung eine annähernd präzise Aussage über die Ernteerwartung in ganz Deutschland zu treffen. Ursprünglich nahmen über 100 Schätzer an dieser Methode teil, heute sind es noch etwa 45 aktive Ehrenamtler, die die Behangdichtenschätzung auf den Streuobstwiesen durchführen und über diese Ernteerfassung auch die Relevanz des Streuobstes schützen.

Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. (VdF) ist der zentrale Verband aller Fruchtsaft-/-nektar- und Gemüsesaft-/-nektarhersteller in Deutschland. Der VdF vertritt die gemeinsamen Interessen dieser Branche national und international und unterrichtet seine Mitglieder in allen die Industrie betreffenden aktuellen Belangen. Im Verband sind heute 184 Fruchtsafthersteller als Direktmitglieder organisiert. Darüber hinaus werden 148 kleinere Betriebe über Landesverbände betreut.

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Niedrigste Apfelsaftmenge seit zehn Jahren gekeltert

Niedrigste Apfelsaftmenge seit zehn Jahren gekeltert

Bonn, 16. Januar 2024 – Die Fruchtsafthersteller haben im vergangenen Jahr rund 241 Millionen Liter Apfelsaft gekeltert, davon 41 Millionen Liter als Bioware. „Es zeichnete sich im vergangenen Herbst schon ab, dass wir mit der schwachen Erntemenge im Streuobstbereich nicht an die durchschnittlichen Keltermengen der vergangenen Jahre anknüpfen können“, erläutert Klaus Heitlinger, Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. (VdF) die Situation. Im vergangenen Jahr konnte auch der Tafelobstbereich keine Abhilfe schaffen, da auch hier die Erntemengen niedrig waren und die Nachfrage auf dem Frischmarkt bedient werden musste. „Nach Auswertung der Zahlen wurde im vergangenen Jahr so wenig Apfelsaft eingekeltert wie seit 10 Jahren nicht mehr“ ergänzt Heitlinger.

Früher haben sich ertragsreiche und ertragsarme Erntejahre abgewechselt. Dieser Rhythmus wird leider in den letzten Jahren zunehmend gebrochen. Abhängig vom Witterungsverlauf konnten die Hersteller in der Regel zwischen 250.000 und 1.000.000 Tonnen Streuobstäpfel pro Jahr verarbeiten. In den vergangenen Jahren liegt der Durchschnitt nur noch bei 300.000 Tonnen mit weiter rückläufiger Tendenz. In der Folge wird seit Jahren weniger Apfelsaft gekeltert und die Lagerbestände in den Keltereien können nicht mehr aufgefüllt werden.

Wetterbedingte Ernteschwankungen und die damit verbundene Verfügbarkeit von Rohware gehören zum normalen Geschäftsbetrieb der Fruchtsafthersteller. Allerdings setzen die Wetterextreme der vergangenen Jahre der Branche zu und erhöhen das wirtschaftliche Risiko für die Betriebe, da die erheblichen Schwankungen bis hin zu kompletten Ernteausfällen bei einzelnen Obstarten sich häufen. Im Bereich Streuobst kommt erschwerend hinzu, dass die Erntemengen jährlich weiter sinken werden, da die Bestände überaltert sind und dem Klimastress nichts entgegensetzen können.

Es bleibt abzuwarten, wie Angebot, Preis und Nachfrage den Markt für Apfelsaft in den kommenden Jahren verändern werden. Für VdF-Geschäftsführer Heitlinger sind in dieser herausfordernden Marktsituation alle Akteure gleichermaßen gefordert: „Gegenseitiges Verständnis und Akzeptanz für den stark gestiegenen Aufwand auf Seiten unserer Mitgliedsunternehmen ist ein entscheidender Faktor für die nachhaltige Sicherung des außerordentlich vielfältigen deutschen Fruchtsaftmarktes mit hunderten Unternehmen, von der regional agierenden Kelterei bis zum international aufgestellten Markenartikler.“

Apfelsaft zählt zu den Lieblingssäften der Verbraucher
Apfelsaft ist in Deutschland nach wie vor einer der Lieblingssäfte der Verbraucher. Im Jahr 2022 lag der Pro-Kopf-Konsum bei 5,4 Litern Apfelsaft und 3,7 Litern Apfelsaftschorle. Apfelsaft ist deshalb für die rund 300 heimischen Fruchtsafthersteller eines der wichtigsten Produkte im Sortiment.

Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. (VdF) ist der zentrale Verband aller Fruchtsaft-/-nektar- und Gemüsesaft-/-nektarhersteller in Deutschland. Der VdF vertritt die gemeinsamen Interessen dieser Branche national und international und unterrichtet seine Mitglieder in allen die Industrie betreffenden aktuellen Belangen. Im Verband sind heute 184 Fruchtsafthersteller als Direktmitglieder organisiert. Darüber hinaus werden 148 kleinere Betriebe über Landesverbände betreut.

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