Die ersten Kinderärzte Gambias – jährlicher Förderpreis des BVKJ geht an Dr. med. Sara Loetz

InfectoPharm unterstützt zum siebten Mal die Auszeichnung „Pädiater:innen für Kinder in Krisenregionen“

Die ersten Kinderärzte Gambias - jährlicher Förderpreis des BVKJ geht an Dr. med. Sara Loetz

Dr. Sara Loetz erhielt den Förderpreis „Pädiater:innen für Kinder in Krisenregionen“ 2024

Heppenheim, 2. Dezember 2024 – Mit dem jährlichen Förderpreis „Pädiater:innen für Kinder in Krisenregionen“ würdigt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt:innen e.V. (BVKJ) den humanitären und nachhaltigen Einsatz von Medizinern im Ausland. Preisträgerin 2024 ist die derzeit in Gambia tätige Kinder- und Jugendärztin Dr. med. Sara Loetz aus Espelkamp. Das von der InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH gestiftete Fördergeld in Höhe von 5.000 Euro wurde auf dem Herbst-Seminar-Kongress des BVKJ am 29. November 2024 in Berlin vom Präsidenten Dr. Michael Hubmann stellvertretend an Dr. Sarah Kotsias-Konopelska übergeben. Es wird in das kirchlich finanzierte Entwicklungsprojekt „Kindernotfallmedizin in Gambia“ fließen.

Vor fast genau einem Jahr wechselte die Pädiaterin Dr. Sara Loetz von der pädiatrischen Intensivstation am Olgahospital in Stuttgart in das westafrikanische Gambia. Ihren Mann und zwei kleine Kinder nahm sie mit. Der städtisch geprägte, tropische Küstenstaat Gambia zählt mit einer Bevölkerung von rund 2,5 Millionen zu den kleinsten des Kontinents. Die Menschen leiden unter Nahrungsmittelknappheit, Unterernährung und Armut. Im Rahmen ihres dreijährigen Projekts engagiert sich Loetz seitdem als Oberärztin in der Kindernotaufnahme des Edward Francis Small Teaching Hospitals (EFSTH) in Banjul. Mit strukturellen Verbesserungen und medizinischen Schulungen will sie dazu beitragen, die hohe Kindersterblichkeit im Land zu senken.

Kinder im Kreislaufschock, mit Dehydratation, HIV, Tetanus, Tuberkulose und Schlangenbissen
Das EFSTH ist das einzige Universitäts- und Lehrkrankenhaus und der einzige tertiäre Versorger in Gambia. Die Kindernotaufnahme gilt als „Eingangstür“ der pädiatrischen Abteilung. In einem Nebengebäude der Klinik werden die nach langen Verzögerungen und oft unter strapaziösen Bedingungen eintreffenden kritisch kranken Kinder erstversorgt und stabilisiert. Vor der Ankunft von Loetz fand dies noch unstrukturiert, ohne Berücksichtigung von Leitlinien und ohne dauerhaft in die Station gebundenes ärztliches Personal statt. Es fehlten Medikamente und eine verlässliche oder geeignete medizinische Ausrüstung. Viele Kinder starben in den ersten 24 Stunden.

Hier setzte die erfahrene Pädiaterin an, strukturierte Abläufe, entwickelte Standardprotokolle, verfasste Finanzierungsanträge für notwendiges Gerät und schulte sämtliches Personal – auch fach- und stationsübergreifend. Zentraler Baustein ihrer Schulungen für eine effektive Beurteilung und Erstversorgung von schwerkranken Kindern ist dabei ETAT – Emergency Triage Assessment and Treatment – ein wirksames Programm der Weltgesundheitsorganisation.

Ausbildung der ersten Kinderärzte Gambias
„Fest in meinen Klinikalltag integriert ist die Schulung der ersten Kohorte gambischer Pädiaterinnen und Pädiater“, berichtet sie, „in Anamnese, klinischer Untersuchung und Therapie eines breiten Spektrums an pädiatrischen Pathologien. Derzeit gibt es zwei gambische Kinderärzte im ganzen Land. Die meisten der praktizierenden Ärzte sind Allgemeinmediziner.“

Die 5.000 Euro Fördersumme von InfectoPharm könnten zur Fortsetzung der Trainings eingesetzt werden. Geplant ist, ab Anfang 2025 das Programm mit gambischem Personal aus dem EFSTH auf zwei periphere Kliniken auszuweiten. Zudem werden in der Notaufnahme immer wieder Mittel benötigt.

Dr. Sara Loetz dazu: „Dank dieser großzügigen Unterstützung können wir Werkzeuge umsetzen, die die Reduzierung von Mortalität und Morbidität einfacher und effektiver machen: sicherstellen, dass das krampfende Kind Diazepam erhält, das Kind im Koma aufgrund von Hypoglykämie Glukose, das septische Kind eine Antibiose und das Kind mit schwerer Atemnot Sauerstoff.“

Die Auszeichnung „Pädiater:innen für Kinder in Krisenregionen“ wird seit 2008 vom BVKJ verliehen. InfectoPharm fördert die jeweiligen humanitären Projekte seit 2018. Weitere ausgezeichnete Preisträgerinnen und Preisträger sind Dr. Andreas Niethammer (2023) mit seiner Initiative im peruanischen Ayacucho, Dr. Theresa Harbauer (2022) und ihre Initiative „Haydom Friends“ in Tansania, das Arztehepaar Dr. Amy Neumann-Volmer und Klaus Volmer (2021) besonders für ihre langjährigen Einsätze bei Ärzte ohne Grenzen (2021), Dr. Monika Golembiewski (2020) für ihre Arbeit in Westbengalen, Dr. Kathrin Baumgartner (2019) für ihren humanitären Einsatz mit Cap Anamur sowie Dr. Hans-Peter Franken (2018) für diverse lange Auslandsaufenthalte, zumeist mit German Doctors.

Über InfectoPharm
Die InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH ist auf die Neu- und Weiterentwicklung von Arzneimitteln für Kinder spezialisiert. Seit mehr als 30 Jahren profiliert sich das familiengeführte deutsche Unternehmen als mutiger Vorreiter der Branche. Das Portfolio umfasst aktuell rund 130 Präparate mit zahlreichen Innovationen für die Bereiche Pädiatrie, Infektiologie, Pneumologie, Dermatologie und Allergologie, die zunehmend international Beachtung finden. Der Service consilium steht als produktneutrales Beratungs- und Wissensvermittlungsangebot Fachkreisen kostenlos zur Verfügung.

Zur InfectoPharm-Gruppe gehören Niederlassungen in Österreich, Italien, Frankreich und Großbritannien sowie die beiden deutschen Tochterunternehmen Pädia GmbH und Beyvers GmbH. Mit mehr als 400 Mitarbeitenden erzielt die Gruppe einen Jahresumsatz von rund 275 Mio. Euro (2023), bei einem durchschnittlichen Wachstum von 10 Prozent. Regelmäßig erhält InfectoPharm Auszeichnungen aus der Ärzteschaft, wie die „Goldene Tablette“ oder als „Krisensicherster Arbeitgeber 2022“ und „Krisensicherstes Unternehmen 2023“ von Creditreform.

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Fit in Körper und Geist

Arzneimittelfonds zeichnet den Verein „Alpha1 Deutschland“ in Gernsheim aus

Fit in Körper und Geist

Alpha-1-Antitrypsin-Mangel ist eine seltene genetische Stoffwechselerkrankung. Sie bleibt oft unerkannt und kann zu schwerwiegenden Lungenerkrankungen führen. Für Betroffene bietet die gemeinnützige Gernsheimer Patientenorganisation „Alpha1 Deutschland“ Lungensport und Gedächtnistraining über das Internet an. Beide Angebote ermöglichen Betroffenen, etwas für sich selbst und ihre Gesundheit zu tun. Für dieses Projekt wurde der Verein nun mit dem dritten Platz des Förderpreises 2024 des Fonds der Arzneimittelfirmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland zum Thema „Hilfe zur Selbsthilfe“ ausgezeichnet. Das Preisgeld von 3.000 Euro wurde heute in Frankfurt übergeben.

Nach dem Ende der Corona-Pandemie beschlossen die Behindertensportverbände in Absprache mit den Krankenkassen, den Telesport einzustellen. Patientinnen und Patienten sollte die Möglichkeit gegeben werden, am Lungensport in Präsenz teilzunehmen. Viele Betroffene trauten sich jedoch nicht zurück in die Gruppen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Betroffene mit Alpha-1-Antitrypsin-Mangel haben eine reduzierte Immunabwehr. Deshalb besteht eine Ansteckungsgefahr durch andere Teilnehmende sowie durch die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Zudem existieren keine speziellen ambulanten Lungensportgruppen für Alpha-1-Patientinnen und Patienten, die auf die besonderen Bedürfnisse der Betroffenen eingehen. Deshalb entschloss sich die Patientenorganisation „Alpha1 Deutschland“ bereits 2022, Lungensport über das Internet anzubieten. Seit diesem Jahr wird zudem ein virtuelles Gedächtnistraining durchgeführt, das Koordination, Konzentration und Wahrnehmung schult und verbessert.

Mit seinem Förderpreis leistet der Arzneimittelfonds Anschubfinanzierung und Hilfe zur Selbsthilfe. Hinter dem Fonds stehen Unternehmen aus der pharmazeutischen Industrie und Medizintechnik aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die Unternehmen engagieren sich über ihr primäres Geschäft der Medikamentenfor-schung hinaus in ihrem Umfeld für soziale Projekte, die sich für die Gesundheit und die Prävention von Krankheiten einsetzen.

Der Arzneimittelfonds wurde bereits 1992 gegründet. Ihm gehören folgende Unternehmen mit Sitz in Hessen, Rheinland-Pfalz bzw. dem Saarland an: athenstaedt, B. Braun, Kreussler Pharma, CSL Behring, Dr. Köhler Chemie, Engelhard Arzneimittel, Finzelberg, Fresenius-Kabi, Insight Health, IQVIA, LEO Pharma, Norgine, Pascoe und Ursapharm Arzneimittel. Zentrales Motiv der Fonds-Mitglieder ist es, sich gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen und Hilfe im regionalen Umfeld ihrer Unternehmen zu leisten.

Der Arzneimittelfonds wurde 1992 von mittelständischen Unternehmen aus Hessen gegründet. In 2010 kamen weitere Unternehmen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland hinzu – allesamt Mitgliedsfirmen im Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) und im Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland engagiert. Zentraler Antrieb der Unternehmerinnen und Unternehmer ist die gesamtgesellschaftliche Verantwortung und eine gelebte Nachbarschaftshilfe im Umfeld ihrer Firmen. Der Arzneimittelfonds finanziert seine Arbeit durch Beiträge seiner Mitgliedsfirmen. Entscheidungsgremien des Vereins sind ein fünfköpfiger Vorstand sowie die Mitgliederversammlung. Zum partnerschaftlichen Netzwerk gehören Vertreterinnen und Vertreter staatlicher Ehrenamts- und Gesundheitsförderung, Kirchen, Bildungsträger, Stiftungen und Selbsthilfekontaktstellen.

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Unterstützung für Suchtkranke

Arzneimittelfonds zeichnet den „Freundeskreis Battenberg“ aus

Unterstützung für Suchtkranke

Der „Freundeskreis Battenberg“ unterstützt seit 49 Jahren alkoholabhängige Menschen und andere Suchtkranke, in eine zufriedene Abstinenz zu gelangen. Zur Unterstützung der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Vereins, der Erstellung einer neuen Webseite und der Suchthelferausbildung eines Vorstandsmitglieds erhält die Battenberger Selbsthilfegruppe einen mit 1.500 Euro dotierten Sonderpreis. Er steht im Zusammenhang mit dem Förderpreis 2024 des Fonds der Arzneimittelfirmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland zum Thema „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Seit 1975 ist der „Freundeskreis Battenberg“ eine Anlaufstelle für Menschen mit Suchtkrankheiten und deren Angehörige. Dort finden die Betroffenen Rat, Hilfe und Unterstützung. Ziel des Vereins ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Einige Betroffene erreichen die Abstinenz ohne eine Therapie. Andere werden in eine stationäre Therapie zur langzeitlichen Nachsorge vermittelt. Dazu arbeitet der Verein mit den Fachkliniken sowie der Entgiftungsstation in der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Haina und der Suchtberatung des Diakonischen Werkes zusammen. Neben regelmäßigen Gruppenabenden bietet die Selbsthilfegruppe über das Jahr verteilt in lockerer Folge ein Programm mit gemeinsamen Aktivitäten, Vorträgen oder Feierlichkeiten an. Zudem ermöglicht die gemeinsame Arbeit bei der Pflege des Vereinshauses samt Außenanlage viel Raum für Geselligkeit und gute Gespräche unter Gleichgesinnten.

Mit seinem Förderpreis leistet der Arzneimittelfonds Anschubfinanzierung und Hilfe zur Selbsthilfe. Hinter dem Fonds stehen Unternehmen aus der pharmazeutischen Industrie und Medizintechnik aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die Unternehmen engagieren sich über ihr primäres Geschäft der Medikamentenforschung hinaus in ihrem Umfeld für soziale Projekte, die sich für die Gesundheit und die Prävention von Krankheiten einsetzen.

Der Arzneimittelfonds wurde bereits 1992 gegründet. Ihm gehören folgende Unternehmen mit Sitz in Hessen, Rheinland-Pfalz bzw. dem Saarland an: athenstaedt, B. Braun, Kreussler Pharma, CSL Behring, Dr. Köhler Chemie, Engelhard Arzneimittel, Finzelberg, Fresenius-Kabi, Insight Health, IQVIA, LEO Pharma, Norgine, Pascoe und Ursapharm Arzneimittel. Zentrales Motiv der Fonds-Mitglieder ist es, sich gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen und Hilfe im regionalen Umfeld ihrer Unternehmen zu leisten.

Der Arzneimittelfonds wurde 1992 von mittelständischen Unternehmen aus Hessen gegründet. In 2010 kamen weitere Unternehmen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland hinzu – allesamt Mitgliedsfirmen im Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) und im Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland engagiert. Zentraler Antrieb der Unternehmerinnen und Unternehmer ist die gesamtgesellschaftliche Verantwortung und eine gelebte Nachbarschaftshilfe im Umfeld ihrer Firmen. Der Arzneimittelfonds finanziert seine Arbeit durch Beiträge seiner Mitgliedsfirmen. Entscheidungsgremien des Vereins sind ein fünfköpfiger Vorstand sowie die Mitgliederversammlung. Zum partnerschaftlichen Netzwerk gehören Vertreterinnen und Vertreter staatlicher Ehrenamts- und Gesundheitsförderung, Kirchen, Bildungsträger, Stiftungen und Selbsthilfekontaktstellen.

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Filmprojekt zu weiblicher Genitalbeschneidung

Arzneimittelfonds zeichnet das Beratungszentrum „FIM – Frauenrecht ist Menschenrecht“ in Frankfurt aus

Filmprojekt zu weiblicher Genitalbeschneidung

In Deutschland leben nach Schätzungen des Bundesfamilienministeriums rund 74.000 Frauen und Mädchen, die von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen sind. Eine kleine Gruppe von somalischen Frauen, die sich im Frankfurter Beratungszentrum „FIM – Frauenrecht ist Menschenrecht“ zusammengefunden hat, möchte mithilfe eines Filmprojekts offen über die erlittene Genitalbeschneidung sprechen, das Tabu brechen und aufklären. Der Verein wurde dafür mit dem zweiten Platz des Förderpreises 2024 des Fonds der Arzneimittelfirmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland zum Thema „Hilfe zur Selbsthilfe“ ausgezeichnet. Der Preis ist mit 4.000 Euro dotiert. Er wurde heute in Frankfurt übergeben.

Der partizipative Spielfilm gibt den Frauen die Möglichkeit, über schwierige und tabubelastete Themen zu sprechen und ihre persönlichen Perspektiven einzubringen. Das Konzept stammt von der Filmstudentin Linda Verweyen, die mit dem Projekt ihren Abschluss an der Fachhochschule Dortmund im Master Film macht. Das Filmprojekt soll die Akteurinnen stärken, Empowerment und Selbstwirksamkeit fördern – sowie nicht zuletzt auch dazu beitragen, andere Betroffene zu erreichen und Vernetzung und Selbsthilfe zu fördern. Anstatt die üblichen Gesprächskreise anzubieten, nutzt der Verein „FIM – Frauenrecht ist Menschenrecht“ mit dem Filmprojekt einen kreativen Kontext, der Vertrauen, Austausch und Selbstwirksamkeit fördert. Durch die Partizipation der Frauen in der Projektgestaltung wird sichergestellt, dass ihre Bedürfnisse und Vorstellungen maßgeblich berücksichtigt werden. Sie spielen im gesamten Projekt die zentrale Rolle: Gemeinsam haben sie entschieden, welche Geschichte sie erzählen möchten, und das Drehbuch entwickelt. Auch hinter der Kamera, etwa bei Ton und Schnitt, bringen sie sich ein. Die Hauptfigur ihres Films, Halima, ist als Kollektivfigur angelegt, vereint also Erfahrungen aller beteiligten Frauen und wird von einer von ihnen auch vor der Kamera dargestellt.

Die Dreharbeiten sind mittlerweile abgeschlossen. Der Film mit dem Titel „Halima – Eine Anleitung zum Starksein“ soll ab 2025 Betroffenen sowie einem breiteren Publikum vorgeführt werden.

Mit seinem Förderpreis leistet der Arzneimittelfonds Anschubfinanzierung und Hilfe zur Selbsthilfe. Hinter dem Fonds stehen Unternehmen aus der pharmazeutischen Industrie und Medizintechnik aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die Unternehmen engagieren sich über ihr primäres Geschäft der Medikamentenfor-schung hinaus in ihrem Umfeld für soziale Projekte, die sich für die Gesundheit und die Prävention von Krankheiten einsetzen.

Der Arzneimittelfonds wurde bereits 1992 gegründet. Ihm gehören folgende Unternehmen mit Sitz in Hessen, Rheinland-Pfalz bzw. dem Saarland an: athenstaedt, B. Braun, Kreussler Pharma, CSL Behring, Dr. Köhler Chemie, Engelhard Arzneimittel, Finzelberg, Fresenius-Kabi, Insight Health, IQVIA, LEO Pharma, Norgine, Pascoe und Ursapharm Arzneimittel. Zentrales Motiv der Fonds-Mitglieder ist es, sich ge-samtgesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen und Hilfe im regionalen Umfeld ihrer Unternehmen zu leisten.

Der Arzneimittelfonds wurde 1992 von mittelständischen Unternehmen aus Hessen gegründet. In 2010 kamen weitere Unternehmen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland hinzu – allesamt Mitgliedsfirmen im Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) und im Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland engagiert. Zentraler Antrieb der Unternehmerinnen und Unternehmer ist die gesamtgesellschaftliche Verantwortung und eine gelebte Nachbarschaftshilfe im Umfeld ihrer Firmen. Der Arzneimittelfonds finanziert seine Arbeit durch Beiträge seiner Mitgliedsfirmen. Entscheidungsgremien des Vereins sind ein fünfköpfiger Vorstand sowie die Mitgliederversammlung. Zum partnerschaftlichen Netzwerk gehören Vertreterinnen und Vertreter staatlicher Ehrenamts- und Gesundheitsförderung, Kirchen, Bildungsträger, Stiftungen und Selbsthilfekontaktstellen.

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Sommerfreizeit für Kinder mit Blutungskrankheiten

Arzneimittelfonds zeichnet Deutsche Hämophiliegesellschaft in Wiesbaden aus

Sommerfreizeit für Kinder mit Blutungskrankheiten

Die Deutsche Hämophiliegesellschaft organisiert jedes Jahr eine Sommerfreizeit für 35 Kinder im Alter zwischen 8 und 15 Jahren in der Jugendherberge „Hohe Fahrt“ in Vöhl am hessischen Edersee. Für dieses Projekt wurde die Deutsche Hämophiliegesellschaft nun mit dem ersten Platz des Förderpreises 2024 des Fonds der Arzneimittelfirmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland zum Thema „Hilfe zur Selbsthilfe“ gewürdigt. Das Fördergeld in Höhe von 5.000 Euro wurde heute in Frankfurt übergeben.

Die teilnehmenden Kinder haben Hämophilie, die Von-Willebrand-Erkrankung sowie andere seltene Blutungskrankheiten. Es können aber auch gesunde Geschwister und Freunde an der Sommerfreizeit teilnehmen. Betreut werden sie durch 15 junge Menschen, die entweder selbst von einer der Krankheiten betroffen sind oder Verwandte und Freunde haben, die unter einer Blutungskrankheit leiden. Zudem sind eine Ärztin oder ein Arzt sowie eine auf Hämophilie spezialisierte Pflegekraft vor Ort.

Menschen mit Hämophilie müssen sich den fehlenden Gerinnungsfaktor zur Prophylaxe von Blutungen mehrmals pro Woche in die Vene spritzen. Ein Hauptanliegen der Sommerfreizeit ist es daher, den Kindern das eigenständige Spritzen beizubringen. Darüber hinaus finden kindgerechte Vorträge und Workshops statt, bei denen die Teilnehmenden auf spielerische Weise weiteres Wissen über ihre Erkrankung erwerben. Am Ende der Freizeit kommt jedes Kind mit neuen Fähigkeiten und Kenntnissen nach Hause, was einen großen Gewinn an Unabhängigkeit und Autonomie im Umgang mit der Krankheit für die ganze Familie bedeutet.

Mit seinem Förderpreis leistet der Arzneimittelfonds Anschubfinanzierung und Hilfe zur Selbsthilfe. Hinter dem Fonds stehen Unternehmen aus der pharmazeutischen Industrie und Medizintechnik aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die Unternehmen engagieren sich über ihr primäres Geschäft der Medikamentenforschung hinaus in ihrem Umfeld für soziale Projekte, die sich für die Gesundheit und die Prävention von Krankheiten einsetzen.

Der Arzneimittelfonds wurde bereits 1992 gegründet. Ihm gehören folgende Unternehmen mit Sitz in Hessen, Rheinland-Pfalz bzw. dem Saarland an: athenstaedt, B. Braun, Kreussler Pharma, CSL Behring, Dr. Köhler Chemie, Engelhard Arzneimittel, Finzelberg, Fresenius-Kabi, Insight Health, IQVIA, LEO Pharma, Norgine, Pascoe und Ursapharm Arzneimittel. Zentrales Motiv der Fonds-Mitglieder ist es, sich gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen und Hilfe im regionalen Umfeld ihrer Unternehmen zu leisten.

Der Arzneimittelfonds wurde 1992 von mittelständischen Unternehmen aus Hessen gegründet. In 2010 kamen weitere Unternehmen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland hinzu – allesamt Mitgliedsfirmen im Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) und im Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland engagiert. Zentraler Antrieb der Unternehmerinnen und Unternehmer ist die gesamtgesellschaftliche Verantwortung und eine gelebte Nachbarschaftshilfe im Umfeld ihrer Firmen. Der Arzneimittelfonds finanziert seine Arbeit durch Beiträge seiner Mitgliedsfirmen. Entscheidungsgremien des Vereins sind ein fünfköpfiger Vorstand sowie die Mitgliederversammlung. Zum partnerschaftlichen Netzwerk gehören Vertreterinnen und Vertreter staatlicher Ehrenamts- und Gesundheitsförderung, Kirchen, Bildungsträger, Stiftungen und Selbsthilfekontaktstellen.

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