Wohnungseigentümer im Sanierungsdilemma: BVI fordert klare Förderpolitik für klimaneutrale Modernisierung

Wohnungseigentümer im Sanierungsdilemma: BVI fordert klare Förderpolitik für klimaneutrale Modernisierung

BVI-Präsident Thomas Meier bei den Nürnberger Verwaltertagen. Foto: BVI

Wohnungseigentümer im Sanierungsdilemma: BVI fordert klare Förderpolitik für klimaneutrale Modernisierung

Bis 2045 soll der Gebäudebestand klimaneutral werden. Doch in Deutschlands Eigentumswohnungen, die rund ein Viertel des gesamten Wohnungsbestands ausmachen, herrscht Sanierungsstau. „Eigentümergemeinschaften stehen durch steigende Kosten erheblich unter Druck. Ohne eine Aufstockung der Fördermittel wollen und können viele Eigentümer Modernisierungen gar nicht in Angriff nehmen“, sagt Thomas Meier, Präsident des BVI Bundesfachverbandes der Immobilienverwalter e. V. Anlässlich der Nürnberger Verwaltertage am 10. und 11. Oktober 2024 fordert der Verband die Bundesregierung auf, die Finanzierung energetischer Sanierungen für Wohnungseigentümergemeinschaften in Mehrparteienhäusern klar zu regeln.

Selbst genutztes und vermietetes Wohneigentum ist in den vergangenen Jahren teuer geworden. Von 2010 bis 2022 ist der Preisindex laut Statistischem Bundesamt um fast zwei Drittel in die Höhe geklettert. Gestiegen seien vor allem die Kosten für Instandhaltungen, Energie und Versicherungen, erläutert Meier. Komme hier noch ein Sanierungsprojekt durch das Gebäudeenergiegesetz hinzu, sähen sich viele Wohnungseigentümer überfordert. „Schon eine Dachsanierung in einer großen Miet- oder Eigentumswohnanlage mit fünfzig Einheiten kann heutzutage mit rund 550.000 Euro zu Buche schlagen“, führt Meier aus. Die Erfahrung der Verbandsmitglieder zeige, dass viele Wohnungseigentümer gegen die Kosten Sturm liefen oder bei der Finanzierung ihres Anteils Probleme hätten.

Kosten übersteigen Instandhaltungsrücklagen

Besonders überfordert sind ältere Menschen, die in der Eigentumswohnung ihre Altersvorsorge sehen, und junge Paare, die gerade erst dabei sind, finanziell Fuß zu fassen. BVI-Präsident Thomas Meier erklärt das anhand einer Beispielrechnung: In einer 20 Jahre alten Wohnanlage legt die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer (GdWE) üblicherweise jährlich neun Euro pro Quadratmeter zurück, um eine Instandhaltungsrücklage aufzubauen. Bei 1.000 m2 kommen so über zehn Jahre rund 90.000 Euro zusammen – eine Summe, die früher durchaus genügte, um Modernisierungen, Sanierungen oder Reparaturen am Gemeinschaftseigentum zu finanzieren. Doch heute ist das anders: „Für eine umfangreiche energetische Sanierung in einem Mehrparteienhaus reicht das heutzutage bei Weitem nicht aus“, stellt der BVI-Präsident klar. Allein der Austausch einer alten Gasetagenheizung gegen eine moderne Wärmepumpe und der damit verbundene energetische Umbau koste schnell über 60.000 Euro.

Sparzwang der Bundesregierung

Die Förderprogramme von BAFA und KfW federn Beträge wie diese nur geringfügig ab, weil sie auf die Kostenlast in Mehrparteienhäusern nicht abgestimmt sind. Die Folge: „Sanierungsstau in Deutschlands Eigentumswohnungen und Immobilienverwaltungen, die sich daran abarbeiten“, fasst Meier zusammen. Als Manager der Energiewende müssten sich viele Hausverwalter derzeit an der Quadratur des Kreises versuchen: Sie müssten Eigentümer, die eine energetische Sanierung wollen, um Betriebskosten zu sparen, mit jenen zusammenzubringen, die aufgrund der hohen Kosten ihre Altersvorsorge bedroht sähen – und das bei begrenzten finanziellen Fördermitteln aufgrund des Sparzwangs der Bundesregierung; eine mehr als knifflige Aufgabe.

In Nürnberg diskutierte der BVI gemeinsam mit Experten der Branche praktikable Lösungen. Der größte Anreiz, den Gebäudebestand energetisch zu ertüchtigen, besteht nach Ansicht des Verbands ganz klar in einer höheren Förderung durch den Staat, zinsgünstigen Krediten und steuerlichen Anreizen, die auf Eigentumswohnanlagen zugeschnitten sind. Dass es daran mangelt, bestätigt eine aktuelle Umfrage unter Immobilienbesitzern, die saniert haben. Demnach beklagen mehr als 40 Prozent der Befragten mangelnde staatliche Hilfen bei der Finanzierung ihres Modernisierungsprojektes, weil es kein passendes Förderprogramm gibt, das Projekt nicht förderfähig ist oder der bürokratische Aufwand zu hoch.

Dringender Handlungsbedarf

Dabei besteht dringender Handlungsbedarf. Das zeigt ein Blick auf die Hälfte aller zum Kauf stehenden Wohnimmobilien in Deutschland, die die Energieeffizienzklasse E oder schlechter ausweisen. Um das zu ändern, braucht es laut BVI ein staatliches Förderprogramm, das die große Zahl an Wohnungseigentümern im Blick hat und nicht wie bisher nur den klassischen Einfamilienhausbesitzer. Für Meier ist klar: „Ohne die Einbeziehung der rund zehn Millionen Eigentumswohnungen lässt sich Klimaneutralität im Gebäudesektor nicht erreichen. Wenn die Bundesregierung es ernst meint mit ihrem Versprechen einer Energiewende im Gebäudebereich, muss sie die entsprechenden finanziellen Mittel bereitstellen – Sparzwang hin oder her.“

Der BVI Bundesfachverband der Immobilienverwalter e. V. vertritt seit 1983 professionelle Unternehmen aus der Immobilienverwaltung. Insgesamt gehören dem Verband rund 800 Hausverwaltungen an, die über 1,4 Millionen Einheiten betreuen, und damit rund 15 Prozent des Bestandes an Eigentumswohnungen in Deutschland. Die von den Verbandsmitgliedern verwalteten Vermögenswerte in der Immobilienwirtschaft betragen über 140 Milliarden Euro. Thomas Meier ist seit mehr als 20 Jahren Präsident des BVI.

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Neun Monate GEG-Novelle: „Großteil der Wohnungseigentümer schiebt energetische Sanierung auf“

Pressemitteilung des BVI Bundesfachverbandes der Immobilienverwalter e. V.

Neun Monate GEG-Novelle: "Großteil der Wohnungseigentümer schiebt energetische Sanierung auf"

BVI-Päsident Thomas Meier. Copyright: BVI, Fotograf: Dominik Pfau.

Im Herbst kommen Deutschlands Immobilienverwalter auf zahlreichen Kongressen zusammen. „Vielen brennt nach wie vor die energetische Sanierung unter den Nägeln“, sagt Thomas Meier, Präsident des BVI Bundesfachverbandes der Immobilienverwalter e. V. anlässlich der Herbsttagung des BVI West am 12. und 13. September 2024 in Essen. Nach neun Monaten seit Inkrafttreten der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes seien viele Verwalter ernüchtert. Um im Gebäudebestand die notwendigen Modernisierungen durchzuführen, mangele es in Wohnungseigentümergemeinschaften neben Handwerkern und Fördergeldern vor allem an einem: den nötigen Beschlüssen.

Bundesweit gibt es rund zehn Millionen Eigentumswohnungen im Gebäudebestand. Deren Sanierung gilt als wichtiger Hebel, um die Klimaziele in diesem Sektor zu erreichen. Doch um hier Modernisierungen voranzubringen, muss die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer (GdWE) für fast jeden Schritt einen Mehrheitsbeschluss fassen. „Und genau das verzögert die Energiewende im Gebäudebereich“, erläutert Meier. Bis zu vier Eigentümerversammlungen seien in der Regel erforderlich, um eine energetische Sanierung im Wohnungseigentum auf den Weg zu bringen. Dadurch könne sich der Planungsprozess um bis zu zwei Jahre verlängern. Der Grund: „Viele Wohnungseigentümer sehen bei Sanierungsprojekten oft weder die Finanzierung noch die Umsetzung als gesichert an. Deswegen schiebt ein Großteil energetische Sanierungen auf oder zieht Beschlussfassungen in die Länge“, so Meier.

Finanzierungsprobleme verzögern Modernisierungen

Die Sanierungsquote im Gebäudebestand fällt dementsprechend niedrig aus. 2023 lag sie bundesweit bei 0,7 %, im Wohnungseigentum liegt sie laut BVI noch einmal deutlich darunter. Damit sich das ändert, müsse der Gesetzgeber vor allem bei der Förderung rund um das Gebäudeenergiegesetz (GEG) nachbessern: Nach Einschätzung des Verbandes, dessen Mitgliedsunternehmen bundesweit rund 1,4 Millionen Eigentumswohnungen verwalten, verfügen mindestens zwei Drittel der Wohnungseigentümer über eine unzureichende Instandhaltungsrücklage, mit der sich die Finanzierung der energetischen Sanierung stemmen ließe. „Umfangreiche Maßnahmen können schnell in den hohen fünfstelligen Bereich gehen“, warnt Meier. Geld, das sehr viele Menschen nicht hätten und das auch die staatliche Förderung nicht hinreichend abdecke, damit sich die Investition in angemessener Zeit rechne.

Zudem zweifelten viele GdWEs an, ob sie die Finanzspritze des Staates überhaupt fest einkalkulieren können. „Kein Wunder, wenn der Gesetzgeber von jetzt auf gleich die Fördergelder für die Energieberatung zusammenstreicht und angesichts der angespannten Haushaltslage plant, die finanziellen Mittel für die Förderung energieeffizienter Gebäude im Klima- und Transformationsfonds weiter zu kürzen“, kritisiert Meier. Für das kommende Jahr sollen aus dem Fonds 2,4 Milliarden Euro weniger als 2024 zur Verfügung stehen. Damit bleibt für Sanierungswillige weiterhin unklar, ob Förderprogramme offenbleiben oder leerlaufen.

Personalengpässe bei Handwerksbetrieben und Immobilienverwaltern

Neben der aufwendigen Planung und hohen Investitionen bremsen laut BVI auch die geringe Zahl an Fachkräften die dringend notwendige Modernisierung in Deutschlands Eigentumswohnungen aus. Gut jedes zweite Sanierungsprojekt kann nicht fristgerecht umgesetzt werden, weil die ausführenden Firmen nicht über genügend personelle Kapazitäten verfügen, schätzt der Verband. Zudem fehlt es auch Deutschlands Immobilienverwaltern an Personal, um die Planung und Umsetzung voranzutreiben. So geht aus dem aktuellen HR Monitor des Europäischen Bildungszentrums der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (EBZ) hervor, dass heute schon 56 Prozent der Unternehmen aus der Immobilienbranche im Fachkräftemangel ein Investitionshemmnis auf dem Weg zu mehr Klimaschutz sehen.

Fokus auf Digitalisierung und Reformen des GEG

In Essen, aber auch auf den anstehenden BVI-Tagungen am 10. und 11. Oktober 2024 in Nürnberg und am 7. und 8. November 2024 in Hamburg, arbeitet der BVI gemeinsam mit seinen Mitgliedern und renommierten Fachleuten aus der Branche an praxisnahen Lösungen für diese Herausforderungen. „Einen zentralen Punkt sehen wir nicht nur in der Nachschärfung des GEG, das für GdWEs ein eigenes Förderprogramm und realisierbare Heizungslösungen braucht. Wir unterstützen unsere Mitglieder nach Kräften auch bei der Digitalisierung von Standardprozessen wie etwa der Kommunikation mit Mietern und Wohnungseigentümern“, betont Meier. Dadurch könne der Personalengpass zumindest in Teilen abgefedert werden. „Der Fachkräftemangel zwingt die Verwalterbranche dazu, digital zu werden“, erklärt der BVI-Präsident. Das sei gut so, denn hier gebe es für Effizienzoptimierungen noch viel Potenzial nach oben.

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Energetische Sanierung leicht gemacht: Bussemas & Pollmeier bietet DIE Lösungen für Hauskäufer

Sanierungsbedürftiges Haus gekauft? Kein Problem!

Energetische Sanierung leicht gemacht: Bussemas & Pollmeier bietet DIE Lösungen für Hauskäufer

Bussemas & Pollmeier Standort Verl

Mit dem Kauf eines Hauses geht oft eine Liste von Sanierungsmaßnahmen einher, insbesondere wenn es um die energetische Sanierung geht. In diesem Bereich ist eine fachkundige Beratung (https://www.bussemas-pollmeier.de/beratungstermine/termine/persoenliche-beratung) unerlässlich, um die besten Lösungen für ein energieeffizientes Zuhause zu finden. Bussemas & Pollmeier (https://www.bussemas-pollmeier.de/home), ein darauf spezialisiertes Unternehmen im Bereich der energetischen Sanierung, bietet nun eine umfassende Dienstleistungspalette an, die Hauskäufern eine stressfreie Sanierung ermöglicht.

Die Fachberatung von Bussemas & Pollmeier ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Sanierung. Durch jahrelange Erfahrung und Fachkenntnisse auf dem Gebiet der Energieeffizienz können die Experten von Bussemas & Pollmeier maßgeschneiderte Lösungen für jedes Haus bieten. Von der Dämmung bis zur Installation modernster Photovoltaiktechnik – das Unternehmen hat das Know-how, um jedes Projekt erfolgreich abzuschließen.

Ein weiterer Vorteil für Kunden ist die Möglichkeit, Beratungstermine online zu buchen. Diese einfache und effiziente Methode ermöglicht es Hausbesitzern, schnell und bequem einen Termin mit einem Experten von Bussemas & Pollmeier zu vereinbaren, um ihre Sanierungspläne zu besprechen.

Zusätzlich verfügt Bussemas & Pollmeier über einen eigenen Showroom , in dem Kunden eine Vielzahl von Produkten und Materialien für ihre Sanierungsprojekte sehen und auswählen können. Dies ermöglicht es Hausbesitzern, sich einen umfassenden Eindruck von den verschiedenen Optionen zu verschaffen und fundierte Entscheidungen zu treffen.

Durch eine all-inclusive Leistungen möchte das Unternehmen Bussemas & Pollmeier ihren Kunden den Prozess der energetischen Sanierung so einfach und stressfrei wie möglich gestalten. Das Team steht bereit, um Hausbesitzer durch den gesamten Sanierungsprozess zu begleiten und sicherzustellen, dass ihre Häuser effizient und komfortabel sind.

Für weitere Informationen und um einen Beratungstermin zu buchen, besuchen Sie bitte die Website von Bussemas & Pollmeier unter BERATUNG (https://www.bussemas-pollmeier.de/beratungstermine/termine/persoenliche-beratung)

Egal, ob private Bauherren, Hoch- und Tiefbauunternehmen, Architekten, Kommunen, Fliesenleger, Dachdecker, Innenausbauer oder Gartenbauer: Mit einem riesigen Produktangebot und einer Vielzahl an starken Serviceleistungen unterstützen wir Sie bei der erfolgreichen Durchführung Ihres Bauprojekts.
Die Wurzeln unseres Unternehmens reichen zurück bis ins Jahr 1953, sodass wir mittlerweile auf eine 70-jährige Firmengeschichte zurückblicken können. Seit Gründung unseres Unternehmens im Jahr 1953 sind wir konstant gewachsen und zählen heute mit unseren 5 Niederlassungen in Verl, Gütersloh, Bielefeld, Harsewinkel und Gütersloh-Avenwedde zu den leistungsstärksten Baustoffhändlern in Ostwestfalen. Seit 2015 sind wir Teil der Fretthold-Unternehmensgruppe.
Mit uns setzen Sie auf eine intensive und persönliche Beratung, auf umfassende Sortimente sowie eine fachgerechte und pünktliche Lieferung.
Unsere umfangreiche Logistik mit Spezialkränen spricht genauso für uns wie unsere langjährige Zusammenarbeit mit kompetenten Handwerksbetrieben aus der Region.
Ein partnerschaftliches Verhältnis mit unseren Kunden ist für uns als Baustoff-Partner entscheidend.

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„Selbst die Mittelschicht kann sich die energetische Sanierung ihres Wohnungseigentums kaum leisten“

BVI-Präsident Thomas Meier fordert auf den Münchner Verwaltertagen umfassendes Förderprogramm für Eigentumswohnanlagen

"Selbst die Mittelschicht kann sich die energetische Sanierung ihres Wohnungseigentums kaum leisten"

BVI-Präsident Thomas Meier. (Bildquelle: BVI, Foto: Daniel Lukas Jokisch)

Geht es nach der Bundesregierung, sollen Deutschlands Bestandsgebäude in Zukunft deutlich effizienter werden. Das betrifft auch einen Großteil der rund 10 Millionen Eigentumswohnungen. Doch genau hier fehle es an geeigneten Fördermöglichkeiten, kritisiert der BVI Bundesfachverband der Immobilienverwalter e. V., dessen Mitglie-der rund 15 Prozent des Bestandes an Eigentumswohnungen betreuen. Auf den Münchner Verwaltertagen am 23. und 24. Februar 2024 forderte der Verband ein ge-sondertes Förderprogramm, das die komplexe Beschlussfassung und die Kostenlast in Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) berücksichtigt.

„Die Fördermaßnahmen für energetische Sanierungen im Bestand greifen zu kurz. Selbst die brei-te Mittelschicht kann sich die energetische Sanierung ihres Wohnungseigentums kaum leisten“, sagte BVI-Präsident Thomas Meier auf dem Branchentreff in München. Damit es auch in Deutschlands Eigentumswohnungen mit der Wärmewende klappe, brauche es zielgenaue Unter-stützung durch den Bund, die angesichts der gewaltigen Herausforderungen finanziell deutlich umfassender ausgestattet werden müsse als die bisherigen Hilfen. Erforderlich sei ein spezifi-sches Programm: „Die aktuellen Fördermittel mögen für Ein- und kleinere Mehrfamilienhäuser funktionieren, doch auf die Kostenlast und die Komplexität der Entscheidungsprozesse in größe-ren Eigentumswohnungsanlagen sind sie einfach nicht zugeschnitten“, machte Meier deutlich.

Komplexe Beschlussfassung
Während Hausbesitzer oft unabhängig über den zeitlichen und finanziellen Rahmen von Sanie-rungsmaßnahmen entscheiden können, sind Wohnungsbesitzer an die Entscheidungen ihrer Ei-gentümerversammlung und deren Fristvorgaben gebunden. Dass der Gesetzgeber diesen Um-stand nicht hinreichend berücksichtigt hat, zeigt eine große Zahl an Rückmeldungen, die den Ver-band erreicht. Demnach können etliche WEGs die Fördermittel des Staates nicht ohne Weiteres einsetzen, weil sie die ihnen gesetzlich vorgeschriebenen Fristen zur Beschlussfassung einhalten müssen. Erschwerend hinzu komme die Vielzahl der Akteure, die bei der energetischen Sanierung einer Wohnanlage im Boot sitzen. Eine Abstimmung und Koordination sei unter anderem mit Schornsteinfegern, Energieberatern, Behörden und Handwerkern nötig.

Hohe Kostenlast in Eigentumswohnanlagen
Was die aktuellen Förderprogramme laut Verband noch vermissen lassen: Sie federn die hohe Kostenlast nicht genügend ab, die mit der Modernisierung eines großen Mehrparteienhauses meist einhergehen. „Bei der Formulierung des GEG hat das politische Berlin offensichtlich nicht ausreichend bedacht, welche enormen Kosten auf Eigentümer in Wohnungseigentümergemein-schaften zukommen“, sagte Meier in München. Laut Studien kämen je nach angestrebtem Effi-zienzstandard im Bestand zwischen 600 und mehr als 1.000 Euro pro Quadratmeter auf die Wohnungsbesitzer zu. Die Erfahrung der rund 800 Verbandsmitglieder zeige, dass viele mit der Finanzierung umfassender Sanierungsmaßnahmen überfordert seien. Zudem bereiteten hohe Zinsen sowie steigende Baukosten eben nicht nur bei Neubauten erhebliche Probleme, sondern auch im Bestand.

Langfristige Förderstrategie notwendig
„Wenn es die Bundesregierung mit der Energiewende ernst meint, muss sie entschlossen han-deln. Sie muss Eigentümern und Verwaltern das nötige Rüstzeug an die Hand geben – und vor allem Planungssicherheit schaffen“, betonte der BVI-Präsident. So würden die zuletzt schnell ge-leerten Fördertöpfe bei Wohnungseigentümern und Immobilienverwaltern fast zwangsläufig die Frage aufwerfen: Werden auch in Zukunft genügend Mittel vorhanden sein, um die dringend er-forderlichen Sanierungsmaßnahmen umzusetzen?

Nach Ansicht des BVI könnten mit gesonderten Förderprogrammen die größten Hürden für WEGs aus dem Weg geräumt werden – sofern die Finanzmittel schnell, unbürokratisch und zielgerichtet abrufbar seien. Nach den Worten von Meier brächten Deutschlands Immobilienverwalter die Energiewende im Bestand gerne kompetent voran. Aber dafür brauche es dringend eine klare und langfristige Förderstrategie vom Bund.

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Zwei Tage lang: Lernen von den Besten – der Immopreneur-Kongress ist zurück

Innovative Veranstaltung öffnet am 24. und 25. September in Darmstadt im „Darmstadtium“ wieder seine Türen.

Zwei Tage lang: Lernen von den Besten - der Immopreneur-Kongress ist zurück

Bad Homburg/Darmstadt, 08.09.2022 – nach einer Pause im Jahr 2021 findet am 24. und 25. September in Darmstadt der Immopreneur-Kongress wieder statt. Gestandene Immobilieninvestoren und diejenige, die es werden wollen, kommen zusammen, um Investitionsmöglichkeiten zu ergründen, Kooperationspartner zu finden und Gleichgesinnte zu treffen. Im Vordergrund stehen in diesem Jahr die sich rasant verändernden ökonomischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Das gemeinsame Ziel: erfolgreiches Immobilieninvestment durch Netzwerk, Know-How und Strategie – trotz und mit der sich verändernden Wirtschaftslage.

Die vorherigen fünf Kongresse waren bereits ein voller Erfolg. So werden auch beim diesjährigen Kongress etwa 800 Teilnehmer erwartet. Gastgeber ist einer der bekanntesten Immobilieninvestoren deutschlandweit – Coach und Bestsellerautor Thomas Knedel. Er entwickelt das Format des Kongresses stetig weiter: „So wird es in diesem Jahr verlängerte Vortragszeiten und intensivere Workshops geben, um noch mehr in die Tiefe zu gehen, sodass jeder Teilnehmer maximal profitiert“, erläutert Knedel.

Für innovative Ideen und neue, außergewöhnliche Ansätze sorgen die herausragenden Speaker des diesjährigen Immopreneur Kongresses. Thomas Knedel legt besonderen Wert auf handverlesene Referenten. Die gesamte Liste der Speaker, die Inhalte sowie letzte Tickets sind auf immopreneur-kongress.de (https://immopreneur-kongress.de) zu finden.

Einer der Top-Sprecher ist Dr. Jochen Möbert, Makroökonom und Analyst bei der Deutsche Bank Research. Dr. Möbert geht auf die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen im Wohnungsmarkt im Hinblick auf aktuelle wirtschaftliche Veränderungen ein.

Auch Matthias Schranner, der von der Polizei und vom FBI ausgebildete Verhandlungsexperte, Autor und Coach ist in diesem Jahr dabei. Knedel führt hierzu aus: „Durch die sich rasant verändernden Bedingungen mit steigenden Zinsen und die Anforderungen an energetischer Effizienz sind Verhandlungsskills mehr denn je gefragt“. Schranner teilt sein Wissen, um die Teilnehmer gerade innerhalb der heutigen Marktsituation in die Lage zu versetzen, bei ihren Investments Verhandlungsspielräume gezielt zu nutzen.

Ein weiterer, bedeutender Top-Speaker ist Physiker Dr. Berthold Kaufmann vom Passivhaus Institut. Er informiert über energetische Sanierung und Modernisierungen im Bestand und klärt über Möglichkeiten auf.

Alle Referenten reflektieren die sich verändernde Marktlage und brandaktuelle Themen der Immobilienwelt. Mehr Sprecher sind unter immopreneur-kongress.de (https://immopreneur-kongress.de) zu finden.

Als Immopreneur & Oldschool Secret Special findet auch dieses Jahr wieder, am Vorabend des Immopreneur Kongress, ein großer Cashflow Spieleabend statt. Und zwar in einer Form, welche es noch nie gegeben hat: Der Cashflow-Squad. Die Teilnehmer finden sich zusammen und spielen das von Robert T. Kiyosaki entwickelte Brettspiel Cashflow101, welches größtmögliche Lerneffekte durch das spielerische Umsetzen der gelernten Strategien verspricht. Andres Hierold, Gründer von Oldschool Secrets, gilt als einer der besten Trainer des bekannten Strategiespiels und gibt auch innerhalb seines Vortrages „Die Magie des Tuns“ sein Wissen an die Teilnehmer des Kongresses weiter.

Darüber hinaus tragen vier herausragende Steuerberater durch ihr Know-How und ihre Expertise zum Programm beim innerhalb des großen Steuer-Specials auf dem Immopreneur Kongress. Knedel erläutert: „Gerade derzeit entwickeln sich Begebenheiten massiv und rasant. Die Immobilienlandschaft ist mit dem gesamten wirtschaftlichen Umfeld vom derzeitigen Wandel betroffen. Für diese Herausforderung ist es besonders wichtig, nicht nur strategisch, sondern auch steuerlich gut aufgestellt zu sein. Das große Steuer-Special hilft dabei.“

Auch werden den Teilnehmern interessante, digitale Tools vorgestellt. Darunter Pricehubble, ThinkImmo, Doozer und Vermieterwelt. Innerhalb der genannten Tools werden die digitale Welt und der Immobilienhandel vereint, um ein ganzheitliches Immobilienmanagement zu gewährleisten, welches dem digitalen Zeitalter gerecht wird.

Der Immopreneur Kongress bietet ein buntes Themenspektrum, welches Immobilien-Profis und Einsteiger gleichermaßen inspiriert und auf zukünftige Investitionen vorbereitet. Das passende Netzwerk, das wichtige Know-How und die richtige Strategie bringen den gewünschten Erfolg. Thomas Knedel ist überzeugt: „Niemand kann alles wissen. Daher ist ein starkes Netzwerk aus Spezialisten sowie aus erfahrenen Investoren ein Baustein des eigenen Erfolgs. Der Kongress bringt Menschen zusammen, bietet viele Kontaktmöglichkeiten zu Spezialisten, den fachlichen Austausch sowie das Hinterfragen eigener Strategien“.

Bauingenieur (FH), Immobilienökonom (ebs) Thomas Knedel MRICS ist seit 1998 leidenschaftlicher Immobilieninvestor. Sein Schwerpunkt liegt auf Mehrfamilienhäusern und Wohnanlagen mit Aufwertungspotenzialen. Sein in zwei Jahrzehnten gesammeltes Wissen gibt er an interessierte Immobilieninvestoren weiter. Unter anderem hat den Bestseller „Erfolg mit Wohnimmobilien“ veröffentlicht, gibt Seminare, bietet Coaching-Programme an und stellt Arbeitsmaterialien zur Verfügung. Aus seiner Immopreneur Community, ein Netzwerk mit mehr als 50.000 Investoren, entstand 2016 der Immopreneur Kongress. Die Veranstaltung ist ein Treffpunkt für erfolgreiche Investoren und Einsteiger. Top-Speaker und Referenten vermitteln den Besuchern neue Denkansätze und ihre Erfahrungen. Best-Practise-Beispiele und Workshops geben erstklassige Einblicke in Potenziale und Risiken des Immobilien An- und Verkaufs. Nicht zuletzt vernetzen sich die Teilnehmer untereinander.

Kontakt
Knedel Media GmbH
Thomas Knedel
Kisseleffstraße
61348 Bad Homburg
06172-9437377
presse@immopreneur.de
http://immopreneur-kongress.de/

Haus & Grund Hessen: „Hauseigentümer brauchen für die Sanierung Planbarkeit“

Eigentümerverband zum Stopp der Landes- und Bundesförderungen für klimaschützende Maßnahmen

Haus & Grund Hessen: "Hauseigentümer brauchen für die Sanierung Planbarkeit"

Wiesbaden/Frankfurt, 26. Januar 2022 – Der Eigentümerverband Haus & Grund Hessen kritisiert den Stopp der Förderprogramme von Land und Bund für energieeffiziente Gebäude. „Auf die Gebäudeeigentümer wird der Druck zum klimaneutralen Umbau ihrer Häuser immer weiter erhöht, dann lässt das Land die notwendige Förderung wegfallen“, bezieht sich Landesgeschäftsführer Younes Frank Erhardt auf die ersatzlose Streichung des hessischen Sonderprogramms nach dem Urteil des Staatsgerichtshofs zur verfassungswidrigen Verwendung des Corona-Sondervermögens. „Zeitgleich verweist Hessen auf die Bundesförderung – die jedoch vorgestern ebenfalls gestoppt wurde. Das passt alles nicht zusammen.“

Wenn der Gebäudesektor seine Klimaziele erreichen solle, dürfe so nicht mit den Eigentümern umgegangen werden. „Wer derzeit – auch wegen der Förderprogramme – in Hessen energetisch sanieren will und auf staatliche Unterstützung gesetzt hat, für den ist durch Wegfall erst der Landes- und dann der Bundesförderung nach und nach die gesamte Finanzierungsplanung zusammengebrochen“, so Streim. „Eigentümer brauchen für die Sanierung Planbarkeit und keine Förderung nach Gutsherrenart.“ Ehrhardt fordert den Hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir auf, unverzüglich die Wiederaufnahme der Landesförderung einzuleiten. Alles andere wäre ein Armutszeugnis für die hessische Klimapolitik.

Über Haus & Grund Hessen:

Haus & Grund Hessen – Landesverband der Hessischen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer e.V. ist die Dachorganisation der 81 örtlichen Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer-Vereine in Hessen mit insgesamt über 65.000 Mitgliedern. Unser Verband nimmt am politischen Geschehen teil und stärkt dadurch die Position des privaten Haus-, Wohnungs- und Grundeigentums in Hessen. Wir vertreten die Interessen der hessischen Haus- und Grundeigentümer gegenüber Politik, Behörden und Öffentlichkeit.

Bedeutung des privaten Eigentums in Hessen:

– Die privaten Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer in Hessen verfügen über rund 2,5 Millionen Wohnungen, also über mehr als 85,4 Prozent des gesamten hessischen Wohnungsbestandes.

– Sie investieren jährlich über 7,1 Milliarden Euro in ihre hessischen Immobilien.

– Unter Berücksichtigung der positiven Beschäftigungseffekte in weiteren Branchen sichern oder schaffen diese Investitionen jährlich rund 135.000 Arbeitsplätze in Hessen.

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Haus & Grund Hessen: „Aufbruchstimmung“ für energetische Sanierung

Reaktion auf Wegfall der Landesförderung nach Urteil des Staatsgerichtshofs. „Falsches Signal“

Haus & Grund Hessen: "Aufbruchstimmung" für energetische Sanierung

Wiesbaden/Frankfurt, 20. Januar 2022 – „Das Land Hessen darf sich jetzt nicht aus der Verantwortung stehlen und die energetische Sanierung nicht nur von landeseigenen Wohngebäuden vorantreiben, sondern auch für private Immobilieneigentümer attraktiv machen.“ Das sagt Christian Streim, Landesvorsitzender von Haus & Grund Hessen, nach dem Urteil des Staatsgerichtshofs zur verfassungswidrigen Verwendung des Corona-Sondervermögens. In dessen Folge hatte das Land das „Sonderprogramm für Eigenheime – Sanieren, sparen, Klima schonen“ ersatzlos gestrichen.

Mit dem Slogan „Hessen macht 50/50“ hatte die Landesregierung das Sonderprogramm beworben, nach dem Hauseigentümer für die energetische Sanierung bis zu 18.000 Euro an Unterstützung bekommen konnten. Das Geld kam aus dem Corona-Sondervermögen – unrechtmäßig, wie der Staatsgerichtshof kürzlich urteilte, da er keinen direkten Bezug der Ausgaben zur Pandemie erkennen konnte. Das Land sieht das zwar anders, strich das Programm aber ersatzlos und verweist auf die Fördermittel, die über die Kreditanstalt für Wiederaufbau verfügbar sind und für die der Bund die Konditionen im Sommer noch einmal verbessert habe.

Streim kritisiert, dass die Landesförderung eingestellt wurde – ohne ein Ersatz-Angebot bereitzustellen. „Jetzt nichts zu tun und gleichzeitig das Ziel der hessischen Landesregierung einer Verdoppelung der jährlichen Sanierungsquote bis 2025 von aktuell ein auf zwei Prozent auszurufen, ist das falsche Signal. Ohne die privaten Hauseigentümer, die 85 Prozent der hessischen Immobilien halten, sind solch ambitionierte Pläne unerreichbar.“ Das Gerichtsurteil sieht Streim positiv: „Jetzt hat das Land die Chance, ein neues Förderprogramm aufzusetzen, das Eigentümer wirklich überzeugt, die Modernisierung ihrer Immobilien anzugehen. Hier muss seitens der Politik eine Aufbruchstimmung erzeugt werden.“

Für Zahlungen aus dem nunmehr gestrichenen Sonderprogramm zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden waren seit Februar 2021 mehr als 200 Förderanträge positiv beschieden worden, hatte das Land mitgeteilt und sich mit der Resonanz zufrieden gezeigt. „Reine Mitnahme-Effekte“, urteilt Streim angesichts 1,4 Millionen Wohngebäuden in Hessen, von denen zwei Drittel 40 Jahre oder älter sind. „Wer ohnehin vorhatte, Fenster oder Heizung auszutauschen, Dach oder Fassade zu dämmen, hat sich über die entsprechenden Fördermittel gefreut. Viele Private scheuen aber aktuell davor zurück, weil einerseits berichtet wird, dass die Mangelware Baumaterial die Kosten in die Höhe treibt, und andererseits zu hören ist, dass die Auftragsbücher des Handwerks voll sind, dem zudem der Nachwuchs fehlt. Da braucht es einen wirklichen Anreiz, damit Eigentümer aktiv werden.“

Sanierung von Landeswohnungen mit „erheblichen Steuermitteln“
Streim schließt mit Bezug auf die Mitteilung des Landes Ende 2020, der mehrheitlich landeseigenen Wohnungsgesellschaft Nassauische Heimstätte Wohnstadt 200 Millionen Euro zur energetischen Sanierung der Wohnungen zur Verfügung zu stellen: „Da fließen erhebliche Steuermittel in die Sanierung von Landeswohnungen – und die Privateigentümer müssen nun, wie so oft, selbst sehen, wie sie das stemmen.“

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