Auszeichnung für Antibiotika-Forschende der DSMZ

Bei der Leibniz-Wirkstoff-Konferenz 2024 erhielt Prof. Dr. Yvonne Mast die Auszeichnung Leibniz-Wirkstoff des Jahres 2024

Auszeichnung für Antibiotika-Forschende der DSMZ

Prof. Dr. Yvonne Mast, Leibniz-Institut DSMZ

Im Rahmen der diesjährigen Leibniz Conference on Bioactive Compounds erhielt Prof. Dr. Yvonne Mast, Leiterin der Abteilung Bioressourcen für Bioökonomie und Gesundheitsforschung des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH und Professorin am Institut für Mikrobiologie der Technischen Universität Braunschweig, die Auszeichnung Leibniz-Wirkstoff des Jahres 2024. Ihre DSMZ-Arbeitsgruppe erhielt die Auszeichnung gemeinsam mit Forschenden der Universität Stuttgart, Universität Göteborg sowie Kollegen vom Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig Ende April 2024 für eine Studie, die einen neuen gentechnologischen Ansatz zur Derivatisierung von Wirkstoffen beschreibt. Hierbei handelt es sich um ein biotransformationsgekoppeltes Mutasyntheseverfahren zur Herstellung neuer Pristinamycin-Derivate. Die Substanz Pristinamycin ist ein vom Bakterium Streptomyces pristinaespiralis hergestelltes Antibiotikum. Die Leibniz Conference on Bioactive Compounds wird vom Leibniz-Forschungsnetzwerk Wirkstoffe die veranstaltet. Sie bietet Forschenden die Gelegenheit zum Dialog untereinander und mit Vertretern der Industrie. Gastgeber war in diesem Jahr das Leibniz-Institut für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena. Am 24. und 25. April trafen sich 70 Forschende aus der ganzen Welt in der Thüringer Forschungsmetropole. Weitere Informationen zur Konferenz gibt es unter https://www.leibniz-wirkstoffe.de

Originalpublikation:
Hennrich O, Weinmann L, Kulik A, Harms K, Klahn P, Youn J-W, Surup F, Mast Y (2023) Biotransformation-coupled mutasynthesis for the generation of novel pristinamycin derivatives by engineering the phenylglycine residue. RSC Chem Biol. 4:1050-1063.
doi: 10.1039/d3cb00143a.

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Über das Leibniz-Institut DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologische Ressourcen (Bakterien, Archaeen, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinnützig anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 87.500 Bioressourcen und hat fast 230 Beschäftigte. www.dsmz.de

Über die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 96 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 20.500 Personen, darunter 11.500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 2 Milliarden Euro. www.leibniz-gemeinschaft.de

Die DSMZ ist das größte Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 87.000 Bioressourcen.

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Braunschweiger Institut liefert Grundlage für die globale Antibiotikaforschung

Leibniz-Institut DSMZ stellt Forschenden resistente Bakterien der WHO-Liste zur Verfügung

Braunschweiger Institut liefert Grundlage für die globale Antibiotikaforschung

Dr. Birte Abt vom Leibniz-Institut DSMZ

Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH in Braunschweig beherbergt neben zahlreichen umwelt- und biotechnologisch relevanten Mikroorganismen, auch Antibiotika-resistente Keime. Einige von ihnen gehören in die Gruppen von Bakterien, die auf der Prioritätenliste der Weltgesundheitsorganisation stehen (WHO priority pathogens list for R&D of new antibiotics). Diese stellen aufgrund ihrer Resistenzen eine große Bedrohung für die menschliche Gesundheit dar und stehen im Fokus der weltweiten Forschung nach neuen Wirkstoffen, um sie zu bekämpfen. Das Leibniz-Institut DSMZ stellt der globalen Forschungsgemeinschaft 17 solcher Bakterienstämme zur Verfügung. Einige dieser klinischen Isolate sind ausschließlich über die DSMZ-Sammlung verfügbar.

Resistenzen erschweren Antibiotikatherapien
Insbesondere in den letzten Jahren haben Infektionen, die von Antibiotika-resistenten krankheitserregenden Bakterien und Pilzen verursacht werden, immer weiter zugenommen. In der Konsequenz wird die Therapie von Infektionserkrankungen immer schwieriger. Im Jahr 2019 sind weltweit 1,27 Millionen Menschen an einer Infektion mit einem resistenten Erreger gestorben. „Aufgrund des falschen und übermäßigen Gebrauchs von Antibiotika entwickeln Mikroorganismen immer häufiger Resistenzen, gleichzeitig ist die Zulassung neuer, wirksamer Antibiotika seit vielen Jahren rückläufig. Das ist im Besonderen ein Problem bei Gram-negativen Bakterien, die oft gegen mehrere Antibiotika resistent sind, wie beispielsweise das Darmbakterium E. coli“, fasst Biochemikerin Privatdozentin Dr. Sabine Gronow die aktuelle Situation zusammen.

Klinische Isolate für die Antibiotika-Forschung
Beim Leibniz-Institut DSMZ sind derzeit 17 Vertreter von Bakterienstämmen hinterlegt, die der WHO-Liste angehören. Diese Bakterien sowie alle verfügbaren Daten, wie beispielsweise ihr Resistenzprofil, werden der Forschungsgemeinschaft von der DSMZ zur Verfügung gestellt. „Bei den betreffenden Bakterienstämmen handelt es sich um Patientenisolate. Es sind genau die Stämme, für die Mediziner eine Therapieform im Krankenhaus suchen“, informiert Mikrobiologin Dr. Birte Abt. „Um die aktuellen Resistenzentwicklungen auch weiterhin dokumentieren zu können, sind wir grundsätzlich auf neue Hinterlegungen aus dem medizinischen Bereich angewiesen“, so Doktorin Abt weiter. Neben der Bereitstellung und Erforschung der Bakterien selbst beschäftigt sich auch eine Arbeitsgruppe an der DSMZ mit dem Genome Mining. Damit versuchen die Forschenden, basierend auf den Erbinformationen der Bakterien, Hinweise auf neue Wirkstoffe zu finden. Eine Übersicht der bei der DSMZ verfügbaren Bakterien ist online abrufbar.

Weitere Information: https://www.who.int/news/item/27-02-2017-who-publishes-list-of-bacteria-for-which-new-antibiotics-are-urgently-needed

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Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologische Ressourcen (Bakterien, Archaeen, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinnützig anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 87.500 Bioressourcen und hat fast 230 Beschäftigte. www.dsmz.de

Über die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 96 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 20.500 Personen, darunter 11.500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 2 Milliarden Euro. www.leibniz-gemeinschaft.de

Die DSMZ ist das größte Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 87.000 Bioressourcen.

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Bakterienforschung: Antibiotika-Produzenten in DSMZ-Sammlung entdeckt

Bakterien nach bekannten Mikrobiologen des Leibniz-Instituts DSMZ benannt

Bakterienforschung: Antibiotika-Produzenten in DSMZ-Sammlung entdeckt

Professorin Dr. Yvonne Mast (rechts) und Dr. Imen Nouioui (links) vom Leibniz-Institut DSMZ

Forschende am Leibniz Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH um Professorin Dr. Yvonne Mast und Dr. Imen Nouioui haben fünf neue Antibiotika-produzierende Bakterien beschrieben. Die Fähigkeit, Antibiotika zu produzieren wurde jetzt entdeckt, als die Forschenden die Bakterien, die sich bereits seit mehr als 40 Jahren in der Sammlung befinden, mit modernen Technologien untersuchten. Die Ergebnisse ihrer Studie publizierten die Wissenschaftler jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Frontiers in Bioengineering and Biotechnology.

Moderne Untersuchungsmethoden bringen neue Erkenntnisse
Mikrobielle Stammsammlungen wie die der DSMZ dienen nicht nur der Erhaltung der Artenvielfalt, sondern stellen eine unschätzbare Quelle für medizinisch und biotechnologisch wichtige Produkte dar. Jeder Mikroorganismus wird vor seiner Aufnahme in die Sammlung genau untersucht und Forschende dokumentieren seine Eigenschaften. Durch moderne Untersuchungsmethoden können heutzutage auch Eigenschaften von hinterlegten Mikroben entdeckt werden, die zuvor unerkannt blieben. So im Fall der fünf untersuchten Bakterien, die zur Gattung der Streptomyceten gehören. Das sind bekannte Wirkstoffproduzenten, die einen Großteil der eingesetzten Antibiotika herstellen. „Unsere Untersuchung verdeutlicht, wie wichtig das kontinuierliche Sammeln von Bioressourcen für die Wissenschaft ist, da durch die Verwendung neuer Technologien „alte Bioressourcen“ weiter an Wert gewinnen können.“, erläutert Professorin Yvonne Mast. In ihrer Studie konnten die Braunschweiger Forschenden fünf Streptomyceten-Stämme als neue Spezies identifizieren. Zusätzlich wurde durch Genome Mining die Möglichkeit untersucht, ob diese Bakterien Antibiotika herstellen können. In Experimenten konnten die Forschenden das für einige der Bakterien belegen. „Darüber hinaus besitzen diese Bakterien noch zahlreiche weitere Biosynthesegencluster, die wenig Ähnlichkeit zu bereits bekannten Genclustern besitzen. Das deutet darauf hin, dass sie potentiell neuartige Naturstoffe produzieren könnten.“, ergänzt Yvonne Mast.

Bakterien nach Braunschweiger Forscher der DSMZ benannt
In der Mikrobiologie können Mikroorganismen nach bekannten Persönlichkeiten aus der Wissenschaft benannt werden, um sie zu ehren. Die Forschenden der DSMZ haben diese Möglichkeit genutzt und die fünf neuen Streptomyceten-Stämme nach bedeutenden deutschen Mikrobiologen benannt. Zwei der namensgebenden Forscher waren lange Zeit am Leibniz-Institut DSMZ tätig. Professor Dr. Erko Stackebrandt (Namensgeber für Streptomyces stackebrandtii (DSM 40976T)) hat nicht nur bedeutende Forschung im Bereich der mikrobiellen Taxonomie geleistet, er leitete die Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen von 1993 bis 2010 als Wissenschaftlicher Direktor und war bis 2017 weiter am Institut tätig. Eine zweite Bakterie (Streptomyces kroppenstedtii (DSM 40484T) wurde nach Prof. Dr. Reiner Maria Kroppenstedt benannt. Der Mikrobiologie hat von 1979 bis 2007 als Wissenschaftler an der DSMZ gearbeitet und den Sammlungsbereich der Actinobakterien maßgeblich geprägt.

Originalpublikation
Nouioui I., Zimmermann A., Hennrich O., Xia S., Rössler O., Makitrynskyy R., Gomez-Escribano J.P., Pötter A., Jando M., Döppner M., Wolf J., Neumann-Schaal M., Hughes C., Mast Y. (2023) Challenging old treasures for natural compound biosynthesis capacity. Front Bioeng Biotechnol. 12:1255151. doi.org/10.3389/fbioe.2024.1255151

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Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologische Ressourcen (Bakterien, Archaeen, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinnützig anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 86.500 Bioressourcen und hat fast 230 Beschäftigte. www.dsmz.de

Über die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 96 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 20.500 Personen, darunter 11.500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 2 Milliarden Euro. www.leibniz-gemeinschaft.de

Die DSMZ ist das größte Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 85.000 Bioressourcen.

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Alles über Zellkulturen – von der Grundlagenforschung zu Therapieansätzen

Einladung zum Journalistenseminar am Leibniz-Institut DSMZ

Alles über Zellkulturen - von der Grundlagenforschung zu Therapieansätzen

Journalistenseminar am Leibniz-Institut DSMZ unter der Leitung von Prof. Dr. Laura Steenpaß

am 29. November 2023 veranstalten wir von 10.00 Uhr bis 17.15 Uhr ein Journalistenseminar zum Thema „Krebszellen, Stammzellen und Co. – Zellforschung am Leibniz-Institut DSMZ“. Im Rahmen des Seminars haben Sie die Möglichkeit, aktuelle wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu erfahren und mit unseren Forschenden direkt in Kontakt zu treten. Außerdem stellen wir Ihnen die DSMZ als vielfältigste Bioressourcen-Sammlung der Welt vor.

Professorin Dr. Laura Steenpaß übernimmt die Leitung des Journalistenseminars und steht Ihnen mit ihrem Team gerne zur Verfügung. Wir laden Sie und natürlich auch Ihr Kollegium herzlich zum Journalistenseminar „Alles über Zellkulturen – von der Grundlagenforschung zu Therapieansätzen“ ein.

10.00 bis 10.10 Uhr Begrüßung und Organisatorisches

10.10 bis 10.40 Uhr Die DSMZ im Überblick: Vorstellung der vielfältigsten Bioressourcen-Sammlung der Welt und ihrer Forschungsschwerpunkte, Prof. Dr. Jörg Overmann, Braunschweig

10.45 bis 11.15 Uhr Vorstellung der Abteilung Menschliche und Tierische Zellkulturen (MuTZ) des LeibnizInstituts DSMZ, Prof. Dr. Laura Steenpaß, Braunschweig

11.20 bis 11.50 Uhr Onkogene in Leukämien und Lymphomen, Dr. Stefan Nagel, Braunschweig

11.55 bis 12.25 Uhr Humane Stammzellen: Geschichte, aktuelle Forschung und therapeutisches Potential, Prof. Dr. Laura Steenpaß, Braunschweig

12.30 bis 13.30 Uhr Gemeinsames Mittagessen, Science-Campus Braunschweig-Süd

13.35 bis 14.05 Uhr Stem cells meet CRISPR: new therapeutic options for rare diseases, Dr. Haicui Wang, Braunschweig

14.10 bis 14.40 Uhr Die kleinsten Patienten der Welt – Virusinfektion und Immunantwort in der Zellkultur, Dr. Ulfert Rand, Braunschweig

14.45 bis 15.05 Uhr Pause mit Imbiss

15.10 bis 16.10 Uhr Führung durch die DSMZ – Schwerpunkt: Zellforschung in der MuTZ

16.15 bis 16.45 Uhr Kreuzkontamination von Zelllinien – ein Kavaliersdelikt?, Dr. Wilhelm Dirks, Braunschweig

16.50 bis 17.15 Uhr Abschlussdiskussion

Im Jahr 1987 wurde die Abteilung für Menschliche und Tierische Zellkulturen (MuTZ) als Abteilung an unserem Institut etabliert. Wir forschen seit mehr als 35 Jahren in diesem Bereich. Wir informieren Sie über verunreinigte Zelllinien, die in der Wissenschaft oft zu Problemen führen und Dr. Haicui Wang berichtet aus ihrer aktuellen Forschungsarbeit über neue therapeutische Optionen bei seltenen Erkrankungen.

Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie diese Einladung an Ihr Kollegium weiterleiten. Bitte melden Sie sich rechtzeitig – jedoch spätestens am 23. November 2023 – an. Wir verbleiben mit freundlichen Grüßen und hoffen, Sie am 29. November 2023 auf dem Science Campus Braunschweig-Süd begrüßen zu können.

Die DSMZ ist das größte Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 85.000 Bioressourcen.

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ZNM – Zusammen Stark! vergibt 81.400 EUR Fördermittel für den Bau eines 3D-Muskelmodells der zentronukleären Myopathie

Gemeinsame Pressemitteilung ZNM – Zusammen Stark! e. V. /Leibniz-Institut DSMZ

ZNM - Zusammen Stark! vergibt 81.400 EUR Fördermittel für den Bau eines 3D-Muskelmodells der zentronukleären Myopathie

Dr. Haicui Wang von der Abteilung für Menschliche & Tierische Zelllinien des Leibniz-Instituts DSMZ

ZNM – Zusammen Stark! e.V., ein Verein, der sich der Unterstützung von Patienten mit seltenen Muskelerkrankungen, den sogenannten zentronukleären Myopathien (ZNM), widmet, ist stolz darauf, die Vergabe eines Zuschusses in Höhe von 81.400 Euro für eine bahnbrechende Forschungsinitiative unter der Leitung von Dr. Haicui Wang von der Abteilung für Menschliche und Tierische Zelllinien des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH, bekannt zu geben. Dieser bedeutende Zuschuss, der vollständig aus Spenden finanziert wurde, zielt darauf ab, potenzielle Behandlungen für CNM voranzutreiben, indem mehrere Muskelmodelle (jedes mit einer spezifischen CNM-Mutation) geschaffen und dann mit der CRISPR-Technologie behandelt werden.
Die zentronukleäre Myopathien sind eine Gruppe von seltenen Muskelkrankheiten, die durch Mutationen in bestimmten Genen verursacht werden, darunter MTM1, DNM2, BIN1, RYR1 und TTN. Die genetische Vielfalt der einzelnen ZNM-Patienten stellt die Entwicklung einer einheitlichen Therapiestrategie vor große Herausforderungen. Derzeitige Gentherapieansätze für ZNM umfassen den Ersatz krankheitsverursachender Gene oder die funktionelle Kompensation durch verwandte Gene. In diesem Zusammenhang eröffnet der Einsatz von CRISPR-Base-Editoren neue Möglichkeiten für eine präzise Mutationskorrektur.

3D-CNM-Muskelmodell zur Prüfung der Wirksamkeit und Sicherheit der CRISPR-Behandlung für ZNM-Patienten
„Die CRISPR Gen-Editing-Tools bergen ein großes Potenzial für die Behandlung genetischer Krankheiten, einschließlich ZNM. Ziel dieses Projekts ist es daher, ein menschliches 3D-ZNM-Muskelmodell zu erstellen und zu verwenden, um die Wirksamkeit und Sicherheit der präzisen Mutationskorrektur mit CRISPR-Base Editing zu bewerten, bevor es an Patienten getestet wird, um die klinische Anwendung zu beschleunigen“, betonte Dr. Wang, die Wissenschaftlerin am Leibniz-Institut DSMZ und Leiterin des neuen Projekts. Um dies zu erreichen, wird Dr. Wang zehn 3D-CNM-Muskelmodelle mit Mutationen aus vier CNM-Genen erstellen: MTM1, DNM2, BIN1 und RYR1, die Beeinträchtigung der Muskelfunktion untersuchen und schließlich versuchen, das mutierte ZNM-Muskelmodell durch Baseneditoren in Form von mRNA zu behandeln. Dr. Wangs innovative Forschung zielt darauf ab, unser Verständnis der genetischen Grundlagen von ZNM zu verbessern und eine Plattform für die Entwicklung potenzieller Therapien zu schaffen. Außerdem könnte dadurch die Genotyp-Phänotyp-Korrelation verbessert und damit die künftige ZNM-Diagnose und mechanistische Studien unterstützt werden.

Hoffnung auf eine bessere Zukunft in der Gemeinschaft
Dr. Holger Fischer, Präsident von ZNM – Zusammen Stark!, drückte die Begeisterung der Organisation für die Unterstützung dieses Projekts aus: „Wir freuen uns sehr, die Forschungsinitiative von Dr. Wang zu unterstützen. ZNM sind seltene Erkrankungen und die Suche nach wirksamen Behandlungsmethoden war bisher eine Herausforderung. Das Projekt von Dr. Wang ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu möglichen Therapien für ZNM-Patient:innen. Wir sind stolz darauf, diese bahnbrechende Arbeit zu unterstützen.“
Dieser Zuschuss setzt das Engagement von ZNM – Zusammen Stark! fort, die Forschung voranzutreiben und das Leben der von mit ZNM betroffenen Personen und Familien zu verbessern. Es ist Teil der breiteren Mission von ZNM – Zusammen Stark! Betroffene zu vernetzen, ihre Familien zu unterstützen und in Forschung zu investieren, die etwas bewirken kann.

Über zentronukleäre Myopathien
Zentronukleäre Myopathien sind sehr seltene Muskelkrankheiten. Die am meisten betroffenen Kinder mit zentronukleären Myopathien können nicht laufen; sie benötigen eine Ernährungssonde und ein Beatmungsgerät zur Unterstützung ihrer Atmung. Das hindert sie jedoch nicht daran, zu lernen, zu spielen und die Welt zu entdecken, wie andere Kinder in ihrem Alter.

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Über ZNM – Zusammen Stark! e.V.
ZNM – Zusammen Stark! e. V. ist ein Selbsthilfeverein für myotubuläre Myopathie und andere zentronukleäre Myopathien (CNM). Wir vertreten 258 Personen aus 92 Familien mit einer ZNM in Deutschland, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Belgien. Als Selbsthilfeorganisation ist es unser Hauptziel, Betroffene und ihre Familien zu vernetzen und uns gegenseitig im Alltag zu unterstützen. Dies geschieht hauptsächlich durch unsere jährliche Familienkonferenz, Webinare und unsere geschlossene Facebook-Selbsthilfegruppe. Außerdem investieren wir aktiv in die Forschung, um eine Behandlung für diese Erkrankungen zu finden. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.znm-zusammenstark.org

Über das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen
Das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologische Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinnützig anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 85.000 Kulturen sowie Biomaterialien und hat rund 220 Beschäftigte. www.dsmz.de

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Sondersendung bei Radio Okerwelle über Sven-David Müller

Prof. PhDr. Sven-David Müller im Persönlichkeitsportrait bei Radio Okerwelle

Sondersendung bei Radio Okerwelle über Sven-David Müller

Prof. PhDr. Sven-David Müller (rechts) bei Radio Okerwelle – Moderator Kurt Volland (links)

Das Magazin Pandora Spezial widmet sich in einer 60-minütigen Radiosendung Prof. PhDr. Sven-David Müller, M.Sc. Die Sendung strahlt Radio Okerwelle (104,6) am 12. Februar ab 12.00 Uhr aus. Kurt Volland moderiert die Radiosendung über Sven-David Müller für Pandora Spezial und Sylvia Scholz ist für die Technik verantwortlich. In Pandora Spezial verrät er unter anderem, welches Erlebnis er im Staatstheater Braunschweig mit dem berühmten Tenor Rudolf Schock hatte, wieso er klassische Musik über alles liebt und warum er sich für das Lindenhof-Theater einsetzt.

Sven-David Müller wurde am 13. September 1969 in Braunschweig in einer kleinen Frauenklinik in der Bismarckstraße geboren und ist 1987 nach Bad Hersfeld gezogen. Im Februar 1976 wurde bei ihm in der Kinderklinik Holwedestraße Diabetes mellitus Typ 1 diagnostiziert. Die Diagnose hat seinen weiteren Lebensweg geprägt. Nach der Ausbildung zum Diätassistenten, der Weiterbildung zum Diabetesberater, Volontariaten und Redaktionsausbildung, dem Studium der angewandten Ernährungsmedizin und Studium der Gesundheitswissenschaft kam Sven-David Müller im September 2018 wieder nach Braunschweig. Nach einer Karriere als Pressesprecher und Chefredakteur in Aachen, Köln, Berlin und Frankfurt am Main zog es ihn in seine Heimat zurück. Seit mehr als vier Jahren ist er Leiter der Stabsstelle Presse und Kommunikation beim Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen auf dem Science Campus Braunschweig-Süd im Braunschweiger Stadtteil Stöckheim.

Nachdem der Ernährungs- und Kommunikationsexperte im März 2005 von Bundespräsident Horst Köhler mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wurde, verlieh ihm im Januar 2023 der Präsident der Albert Schweitzer Gesellschaft Professor Jörg Steiner das Große Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst. Im November 2021 ernannte ihn die Warsaw Management University zum Honorarprofessor für Health Education and Dietetics. Neben seiner Tätigkeit am Leibniz-Institut DSMZ ist er unter anderem Lehrbeauftragter und Gutachter der Donau Universität Krems und der Fresenius Hochschule in Idstein und Köln.

Die Deutsche Nationalbibliothek weist unter https://d-nb.info/gnd/129931047 aus, dass Sven-David Müller Autor von rund 210 Buchtiteln ist. Seine Werke sind in 14 Sprachen erschienen und erreichen eine verkaufte Auflage von rund 7,5 Millionen Exemplaren. Sven-David Müller wohnt seit zwei Jahren in Salzgitter-Lebenstedt. Ehrenamtlich engagiert er sich für den Verein zur Förderung der Kultur im Lindenhof Braunschweig – Lindenhof e. V. und das Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e. V. Unter www.svendavidmueller.de gibt es weiterführende Informationen über Sven-David Müller.

Das Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e.V. ist eine interdisziplinärer anerkannte Fachgesellschaft, die sich im deutschsprachigen Raum für ganzheitliche wissenschaftliche begründete Gesundheitsförderung und die Förderung der gesunden Lebensführung (Diätetik) einsetzt. Das Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e. V. fordert die rechtliche Absicherung der Ernährungsberatung. Mitglied im Deutschen Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik e. V. sind insbesondere staatlich geprüfte Diätassistenten, Ärzte, Trainer, Physiotherapeuten, Apotheker, Ernährungswissenschaftler, Pädagogen, Psychologen und Heilpraktiker. 2021 feiert das Deutsche Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Diätetik das 15-jährige Bestehen. Erster Vorsitzender ist seit 15 Jahren PhDr. Sven-David Müller, M.Sc.

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