X-Mas Days are Phishing Days

ThycoticCentrify gibt Verbrauchern und Unternehmen Tipps, wie sie sich gegen die neuesten Betrugsversuche im Netz wappnen können.

München, 4. Dezember 2021 – Weihnachten steht vor der Tür und wie jedes Jahr suchen Millionen Menschen im Internet nach den besten Geschenkangeboten für das große Fest. Doch die Schnäppchenjagd birgt zahlreiche Gefahren: Cyberkriminelle versuchen die Gutgläubigkeit von Online-Shoppern auszunutzen, indem sie ihnen persönliche Informationen und Kreditkartendaten stehlen oder ihnen Schadprogramme unterschieben. Stefan Schweizer, Vice President Sales DACH von ThycoticCentrify, gibt ein paar Tipps, wie man sicher durch die Weihnachtszeit kommt:

1. Erhöhen Sie die Passwortstärke
Eine der wirksamsten und einfachsten Sicherheitskontrollen, die jeder Einzelne besonders in dieser besonderen Einkaufszeit durchführen kann, ist die Erstellung und Verwendung von sicheren Passwörtern. Die meisten Online-Händler benachrichtigen ihre Kunden nicht, wenn ihr Passwort schwach ist oder aktualisiert werden muss. Als allgemeine Regel gilt, dass dasselbe Passwort niemals zweimal verwendet werden sollte. Die Verwendung von Passwortphrasen, einer Abfolge von gemischten Buchstaben und Symbolen, ist der effektivste Ansatz. Verwenden Sie einen Passwort-Manager, um Passwörter zu erstellen, die einzigartig, lang und komplex sind, um Ihr digitales Leben zu schützen. Lassen Sie ihn die harte Arbeit für Sie erledigen, damit Sie sicherer im Internet einkaufen können.

2. Geben Sie nur wenige persönliche Informationen preis
Oft verlangen Online-Händler von ihren Kunden, dass sie ein Benutzerkonto anlegen, bevor sie ihren Einkauf abschließen können. Wenn dies erforderlich ist, sollte ein Benutzer nur die grundlegenden Informationen eingeben, die zur Aktivierung eines solchen Kontos erforderlich sind. Die Angabe von zu vielen Informationen wie Geburtsdatum, Ausweisdaten und Telefonnummern kann die Cybersicherheitsrisiken erhöhen. Wenn ein Nutzer diese Informationen bereits bei bestimmten Online-Händlern hinterlegt hat, ist es wichtig, dass sie verborgen oder aus dem Profil entfernt werden. Wenn möglich, ist es am besten, beim Check-out als „Gast“ zu handeln.

3. Erstellen Sie mehrere Konten und nutzen Sie kein öffentliches WiFi
Die Einrichtung mehrerer Konten kann das Risiko, dem die Informationen eines Nutzers ausgesetzt sind, einschränken. Eine bewährte Sicherheitspraxis ist das Einrichten mehrerer E-Mail-Konten, die jeweils einem anderen Zweck dienen. So können Sie beispielsweise einzelne Konten für Einkäufe, das Abonnieren von Newslettern und die Nutzung von Diensten einrichten, für die eine E-Mail-Adresse erforderlich ist (z. B. öffentliches WiFi). Mit einigen Lösungen können Sie auch E-Mail-Adressen für den einmaligen Gebrauch erstellen.
Wenn möglich, sollte man es auch vermeiden, öffentliche WiFi-Netzwerke ohne VPN zu nutzen, wenn man online einkauft. Wenn Sie dennoch ein öffentliches WiFi-Netzwerk nutzen müssen, sollten Sie auf verdächtige Werbung achten, beim Surfen die geringsten Privilegien nutzen und immer davon ausgehen, dass Ihre Daten überwacht werden. Sie sollten auch darauf achten, dass Sie die automatische WiFi-Verbindung deaktivieren oder die Option „Nachfragen, um Netzwerken beizutreten“ aktivieren, da Cyberkriminelle häufig WiFi-Zugangspunkte mit gängigen Namen wie „Flughafen“ oder „Cafe“ verwenden, so dass sich Ihr Gerät ohne Ihr Wissen automatisch verbindet. Am besten ist es jedoch, den persönlichen Hotspot Ihres Mobilfunknetzes, an Stelle eines öffentlichen WiFi zu nutzen.

4. Verwenden Sie HTTPS-Websites
Benutzer sollten darauf achten, Websites zu verwenden, die HTTPS in der URL haben, bei denen die zwischen dem Webbrowser und der Website übertragenen Daten zum besseren Schutz verschlüsselt werden. Man sollte dabei beachten, dass HTTPS nur bedeutet, dass der Datenverkehr sicher ist, und die Website ein vertrauenswürdiger Anbieter ist. Vergewissern Sie sich zusätzlich, dass die angezeigte URL auch die offizielle und keine Fake-Portal ist.

5. Halten Sie kurz inne, bevor Sie klicken und denken Sie an „PHISH“
Fast 30 Prozent der Menschen klicken auf kriminelle Links, daher müssen wir aufmerksamer und vorsichtiger sein. Das folgende PHISH-Akronym bietet einfache Tipps und Tricks, um sich selbst gegen die raffiniertesten Cyberkriminellen zu wappnen:
PAUSE: Wir haben es alle eilig, aber nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um jede E-Mail zu prüfen, bevor Sie auf etwas klicken.
HOVER: Halten Sie den Mauszeiger über einen Link, um sicherzustellen, dass das Ziel übereinstimmt und legitim aussieht, bevor Sie daraufklicken.
INSPECT: Überprüfen Sie die E-Mail und stellen Sie fest, ob irgendetwas ungewöhnlich aussieht, z. B. leichte Rechtschreib- oder Grammatikfehler, unscharfe Grafiken usw.
SOURCE: Klicken Sie nicht auf einen verdächtigen Link, der sensible Informationen verlangt, sondern gehen Sie direkt auf die Website und überprüfen Sie, ob die Anfrage echt ist.
HELP: Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob eine E-Mail legitim ist oder nicht, bitten Sie um Hilfe oder rufen Sie die Person oder das Unternehmen direkt an, um sich zu vergewissern, dass es sich nicht um eine Phishing-Anfrage handelt. Scheuen Sie sich nicht, um Hilfe zu bitten.

6. Verwenden Sie eine Kreditkarte oder eine sichere Zahlungsmethode statt einer Debitkarte
Bei Online-Einkäufen sollten Käufer eine Kreditkarte oder eine sichere Zahlungsmethode verwenden, die über einen Internetschutz verfügt. Eine Debitkarte bietet deutlich weniger Schutz. Dabei sollten auch die voran gegangen Tipps beachtet werden wie z. B. die Verwendung von HTTPS-Websites vertrauenswürdiger Anbieter und das Meiden öffentlicher WiFi-Anlagen.

7. Standard-Sicherheitseinstellungen erhöhen
Die Datenschutzfunktionen vieler Websites sind einfach oder oft ausgeschaltet. Prüfen Sie, welche Datenschutz- und Sicherheitsoptionen Ihnen zur Verfügung stehen, und aktivieren Sie diese. Machen Sie Ihr Konto weniger sichtbar und tragen Sie dafür Sorge, dass die Sicherheit für die Daten oder Dienste, für die Sie das Konto nutzen wollen, ausreichend ist. Wenn eine Multi-Faktor-Authentifizierung verfügbar ist, sollten Sie diese nutzen. Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie Warnmeldungen und Benachrichtigungen für alle Ihre Konten aktivieren, damit Sie bei verdächtigen Aktivitäten benachrichtigt werden. Wir müssen von Sicherheit durch Design zu Sicherheit durch Voreinstellung übergehen.

Sicherheitstipps für Unternehmen
42 Prozent der Unternehmen haben infolge eines Cyberangriffs Kunden verloren. Hier sind ein paar Dinge, die Unternehmen beachten sollten, damit ihre Kunden sicher sind und wiederkommen:

1. Vergewissern Sie sich, dass Sie auf allen Internetschnittstellen eine Mehrfaktor-Authentifizierung verwenden, um zu verhindern, dass Benutzeranmeldeinformationen einfach übernommen werden können.

2. Konzentrieren Sie sich auf die Bereitstellung und Pflege aktueller Programme zur Verwaltung von Assets, Schwachstellen, Patches und Konfigurationen.

3. Entwickeln und implementieren Sie eine Zero-Trust-Strategie, die es Ihnen ermöglicht, den Zugriff mit den geringsten Privilegien für alle Ihre Anwendungen, Cloud-Plattformen, Systeme und Datenbanken durchzusetzen. So können Sie am besten verhindern, dass ein Angreifer seine Privilegien ausweitet und sich unbemerkt in Ihrem Netzwerk bewegt.

4. Implementieren Sie Sicherheitstools und -praktiken, die die Beeinträchtigung der Endbenutzer auf ein Minimum reduzieren. Vielbeschäftigte Benutzer umgehen Sicherheitsrichtlinien eher, wenn die Sicherheitstools schwer zu bedienen sind.

5. Schützen und isolieren Sie sensible Daten zusammen mit Ihren Sicherungs- und Wiederherstellungsfunktionen. Ransomware-Angreifer versuchen oft, Ihre Backup-Systeme ausfindig zu machen, um sicherzustellen, dass sie ebenfalls verschlüsselt werden.

ThycoticCentrify ist ein führender Anbieter von Cloud-Identity-Sicherheitslösungen, die die digitale Transformation forcieren. Das Unternehmen ist aus dem Zusammenschluss der führenden Anbieter von Privileged Access Management (PAM), Thycotic und Centrify, hervorgegangen. Die branchenführenden Privileged Access Management (PAM)-Lösungen minimieren Risiken, Komplexität und Kosten, während sie Daten, Geräte und Codes von Unternehmen in der Cloud, vor Ort und in hybriden Umgebungen nachhaltig schützen. Weltweit vertrauen mehr als 14.000 führende Unternehmen, darunter mehr als die Hälfte der Fortune 100-Unternehmen, auf ThycoticCentrify. Zu den Kunden zählen die weltweit größten Finanzinstitute, Geheimdienste und Unternehmen mit kritischer Infrastruktur. Weitere Informationen unter www.thycotic.com

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Entwicklungsdaten und Produktionsanlagen nicht ausreichend geschützt

Studie von CybelAngel belegt: Automobilindustrie im Fokus von Cyberkriminellen

Paris / München – 16. September 2021 – Die Automobilindustrie ist stark von Ransomware-Angriffen bedroht, so das Ergebnis einer weltweiten Untersuchung, die CybelAngel, ein Anbieter von Lösungen zum Schutz vor digitalen Risiken bei führenden Automobilunternehmen durchführte. Die Analyse legt erschreckende Sicherheitsmängel innerhalb der Branche offen.

Die Automobilindustrie ist derzeit im Umbruch. Angesichts der immer lauter werdenden Diskussion um den Klimawandel, ist ein „weiter so“ nicht länger möglich. Die Branche muss mit neuen Entwicklungen fit für die Zukunft werden. Je innovativer die neuen Konzepte, desto besser können die Autobauer sich im Mobility-Markt positionieren. Forschung und Entwicklung sowie die Produktionsanlagen geraten dadurch allerdings immer stärker in den Fokus von Cyber-Kriminellen.

Obwohl die Innovationen ihrer Entwickler für die Automobilbranche von immenser Bedeutung sind, ist die Sicherheitslage in vielen Unternehmen erschreckend. Daten, Entwicklungs-unterlagen und Produktionsumgebungen sind nur unzureichend geschützt, wie die Untersuchung ergab, die CybelAngel bei international führenden Unternehmen der Branche durchführte. Demnach sind rund 215.000 ungeschützte Zugangsdaten online verfügbar. Die Cyber-Bedrohungen richten sich zudem gegen 235.046 ungeschützte Anlagen und Hunderte von öffentlich zugänglichen Blaupausen von Motoren und Produktionsanlagen. Auf diese Weise gelangten bereits in der Vergangenheit Geschäftsgeheimnisse, personenbezogene Daten und andere hochsensible Informationen nach außen. Darüber hinaus wurden Sicherheitslücken in der gesamten Lieferkette der Automobilindustrie aufgedeckt. Die Analysten fanden im Rahmen ihrer Investigation vertrauliche Vereinbarungen, Baupläne sowie die Korrespondenz von Personalabteilungen, die ungeschützt zugänglich waren.

CybelAngel führte die umfassende Untersuchung in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 bei weltweit führenden Automobilunternehmen durch. Ziel war es, deren Cyber-Risiken und -Schwachstellen zu ermitteln. Gleichzeitig wurden dabei Daten analysiert, die ohne Authentifizierung öffentlich zugänglich sind. Diese wurden auf File- und E-Mail-Servern, sowie in Datenbanken, Pastebins und IoT-Geräten gefunden.

Hier ein Auszug aus den Ergebnissen:

– Bei einer Stichprobe unter 2,2 Millionen Mitarbeitern gab etwa jeder zehnte Mitarbeiter Anmeldedaten in öffentlich zugänglichen Umgebungen online preis.
– Unternehmen aus den Vereinigten Staaten und Westeuropa waren am stärksten von offen zugänglichen Zugangsdaten betroffen. Diese Anmeldedaten stellen ein großes Risiko dar, da für 30 % der Ransomware-Angriffe gestohlene, offengelegte oder wiederverwendete Anmeldedaten eingesetzt werden.
– Die Analysten fanden 26.322 ungeschützte Anlagen mit offenen Ports oder Protokollen, die sofort geschlossen oder genau überwacht werden mussten.
– Das bedeutendste Leck stammt von einer Industriedesignfirma, die für die neue Fabrik eines führenden US-Autokonzerns verantwortlich ist. Bei dem Leck handelt es sich offenbar um einen in China ansässigen Anbieter von Designdienstleistungen, der speziell für dieses Projekt beauftragt wurde. Die auf das Jahr 2020 datierten Dokumente umfassen rund 200 Seiten mit Plänen, in denen die Infrastruktur der Anlage und die Spezifikationen des Sicherheitssystems beschrieben sind.
– Ein Hersteller legte in der Analyse mehrere Millionen Dateien in einem AWS S3-Bucket offen. Die Informationen umfassten geschäftliche Details, E-Mail-Austausch, Verträge, Rechnungen und technische Daten. Ein weiterer Autobauer verstieß gegen eine Geheimhaltungsvereinbarung (NDA). Er legte Dokumente über die Lieferung von Stahl und anderen Rohstoffen an seine Konkurrenten offen und setzte sich damit einem rechtlichen Risiko aus.

Risiken und ihre Folgen nicht unterschätzen

Erwan Keraudy, CEO von CybelAngel, sagt: „Die Risiken, die von ungeschützten Daten ausgehen, können gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Neben Ransomware-Angriffen, Datenlecks, offengelegten Vermögenswerten und Zugangsdaten, besteht für Unternehmen die Gefahr des Diebstahls geistigen Eigentums. Hinzu kommen Datendiebstahl, Wirtschaftsspionage und Betrug.“ Bei der Preisgabe personenbezogener Daten von Mitarbeitern müssten Unternehmen zudem mit Geldstrafen in Millionenhöhe rechnen, wenn sie gegen Vorschriften wie die DSGVO verstoßen. Geht es um vertrauliche Informationen, beispielsweise um Details eines Unternehmensverkaufs, könnte die Organisation, die die Daten weitergegeben hat, wegen Verstoßes gegen Geheimhaltungsvereinbarungen oder Datenschutzbestimmungen verklagt werden. Im schlimmsten Fall scheitert dann das gesamten Übernahmegeschäft.

„Der Automobilsektor ist für Hacker attraktiv, weil er lange, komplexe und vernetzte Lieferketten mit unterschiedlichen Cybersicherheitsniveaus und damit Schwachstellen aufweist“, so Erwan Keraudy. „Dieser Bericht sollte ein Weckruf für die Automobilindustrie sein, denn die Branche hat in puncto Sicherheit einen erheblichen Nachholbedarf. Es ist notwendig, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um Daten zu sperren und Zugangsdaten zu schützen.“

Hinweise für Redakteure:
Alle Daten und Erkenntnisse in dieser Studie stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen, ohne dass eine Anmeldung oder sonstige Authentifizierung erforderlich ist und, ohne dass Sicherheitsmaßnahmen oder Sperrmechanismen umgangen werden.
CybelAngel wählte 14 führende Automobilhersteller als Protagonisten für diesen Bericht aus. Vier der 14 Unternehmen kommen aus APAC, acht aus EMEA und zwei aus den USA. Zusammengenommen haben diese Unternehmen 2,2 Millionen Vollzeitbeschäftigte in 193 der 195 Länder der Welt. Sie erwirtschaften zusammen einen Umsatz von knapp 1,1 Billionen Dollar.
Twitter: @CybelAngel
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/cybelangel/

CybelAngel reduziert die Risken der Digitalisierung, indem es kritische Datenlecks innerhalb und außerhalb der Firewall erkennt, bevor sie zu folgeschweren Datenunfällen werden. Mithilfe von Augmented Intelligence – einer einzigartigen Kombination aus erprobtem Machine-Learning und dem Knowhow erstklassiger Cyber-Experten – analysiert CybelAngel Milliarden von Datenquellen, tausende von Dateien und hunderte von Bedrohungen in allen Schichten und Bereichen des Internets, um für seine Kunden kritische Datenlecks aufzuspüren. Mehr als 70 der größten internationalen Unternehmen verlassen sich Tag für Tag auf CybelAngel, um Leaks ihrer vertraulichen Daten frühzeitig zu erkennen und damit digitale Risiken zu minimieren. Hauptsitz sind Paris und New York mit Niederlassung in London. Weitere Informationen unter www.cybelangel.com.

Kontakt
CybelAngel
Helmut Weissenbach
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