Unternehmen investieren durchschnittlich 10 Prozent ihres IT-Budgets in Cyber-Sicherheit

Aons Bericht zur Cyber-Resilienz 2023 zeigt positive Veränderungen in der Cyber-Reife von Unternehmen

Unternehmen investieren durchschnittlich 10 Prozent ihres IT-Budgets in Cyber-Sicherheit

Thomas Pache, Aon (Bildquelle: Aon Versicherungsmakler Deutschland GmbH)

Aon plc ( NYSE: AON (https://aon.com)), ein international führendes Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen, hat seinen Bericht zur Cyber-Resilienz 2023 veröffentlicht und unterstreicht damit die Erkenntnis, dass Unternehmen aller Branchen und Umsatzklassen ihren Cyber-Reifegrad im Durchschnitt von „basic“ auf „managed“ verbessert haben. Der Bericht ist ein Leitfaden für Verantwortliche im Cybermanagement, mit denen Risiken vergleichend bewertet werden können, um bessere Entscheidungen zu treffen. Im Fokus stehen dabei unter anderem Lieferketten-, operative, systemische und Reputationsrisiken.

Der internationale Bericht basiert auf Daten von Aon Kunden aus dem Jahr 2022, die unter anderem über die globale Plattform Aon Cyber Quotient Evaluation (CyQu), die Ransomware Supplemental Application von Aon und Aon’s Operational Technology Application erfasst wurden.

Der Report zeigt, dass Cyber-Risiken in jedem Fall ein Thema für die Vorstands- und Geschäftsführungsetage sind. Größere Cyber-Vorfälle können unter anderem den Aktienwert börsennotierter Unternehmen deutlich beeinträchtigen. „Cyber-Sicherheit muss als integraler Bestandteil des Risikomanagements betrachtet werden, denn Häufigkeit und Schwere von Cyber-Bedrohungen und Ransomware-Gefahren nehmen leider zu“, so Thomas Pache, Head of Cyber Solutions DACH bei Aon. „Entsprechend verändert sich auch der Versicherungsmarkt in diesem Bereich rasant. Er ist gekennzeichnet von steigenden Prämien, Selbstbehalten und einer umfangreichen Underwriting-Prüfung seitens der Versicherer.“

Weitere Themen des globalen Aon-Berichts im Überblick

Cyber-Risiken: In den Bereichen Zugangs- und Systemsicherheit, Homeoffice, Anwendungs- und Datensicherheit sowie Zugangskontrolle hat sich die Situation verbessert.

Operative Risiken: Ransomware-Ereignisse gingen in den letzten beiden Quartalen 2022 zwar um 16 Prozent zurück, die Daten aus dem Markt für Cyber- sowie Tech E&O-Versicherungen zeigen jedoch einen Anstieg im ersten Quartal 2023.

Insider-Risiken: Zwei von fünf Unternehmen nennen fehlende Kontrollen im Security Operations Center. Dies unterstreicht den Bedarf an verbesserten Cybersicherheitsmaßnahmen, z.B. den Schutz vor Phishing, das eine der größten Gefahren darstellt.

Systemisches Risiko: Hohe Priorität hat die Bewältigung systemischer Risiken, da sie sich aus dem Einsatz von Technologien in einer vernetzten Welt ergeben. Da sich Cyber-Bedrohungen kontinuierlich verändern, werden die Modelle zur Quantifizierung und Szenarienplanung von Risiken stetig verfeinert. Dies ist notwendig, um das Risikoprofil eines Unternehmens genau zu bestimmen und den erforderlichen Versicherungsschutz ermitteln zu können.

Die wichtigsten Erkenntnisse nach Branchen

Finanzen und Versicherungen: Schadensmeldungen nehmen zu. Ransomware-Schäden sind vom vierten Quartal 2022 bis zum ersten Quartal 2023 um 38 Prozent gestiegen.

Gesundheitswesen: Die Gesamtbewertung des Cyberrisikos für Kunden verbesserte sich auf einer Skala von 1 bis 4 auf 2,8 (vorher: 2,6). 2022 verbesserte sich das Risikoprofil von Kunden im Gesundheitswesen von „basic“ auf „managed“. Mehr als 80 Prozent der Unternehmen erreichen einen Score von 2,5 oder höher.

Fertigung: Das Risikoprofil für mittelständische Kunden wird im Jahr 2022 auf der Skala mit 2,5 (vorher: 2,2) besser bewertet. Unternehmen dieser Kategorie erreichten mit 0,3 zwar den größten Verbesserungssprung, 56 Prozent von ihnen jedoch nur Bewertungen von weniger als 2,5. International tätige Kunden sowie Unternehmen im Enterprise Commerce schneiden mit 2,8 (vorher 2,7) bzw. 2,7 (vorher 2,6) besser ab. Kleine und mittlere Unternehme (KMU) liegen dagegen mit 2,3 (vorher 2,1) am unteren Ende der Skala. Weltweit ist das Budget, welches für Sicherheit ausgegeben wird, auf 8,5 Prozent des verfügbaren IT-Budgets gestiegen.

„Cyber-Resilienz zu erreichen, ist für jedes Unternehmen – egal aus welcher Branche oder Industrie – eine Herausforderung“, fasst Pache zusammen. „Risiken sollten unbedingt aus einer ganzheitlichen Perspektive heraus betrachtet und angegangen werden. Dies ist ein wesentlicher Faktor bei der Bewältigung globaler Herausforderungen. Die Beratung durch externe Fachleute kann Unternehmen dabei unterstützen, sowohl finanzielle, betriebliche als auch Reputationsrisiken nachhaltig zu minimieren.“

Zur Studie
Der Bericht beruht auf den Angaben von 2.946 Aon-Kunden weltweit. Die Aon-CyQu-Bewertung (Cyber Quotient Evaluation) ist eine zum Patent angemeldete Analysemethode. Sie basiert auf ISO-Normen und dem Rahmenwerk des National Institute of Standards and Technology, um einheitliche Verfahren zur Risikobewertung zu bieten.

Hier finden Sie den kompletten Cyber Resilienz Report 2023 (https://www.aon.com/2023-cyber-resilience-report/de)

Aon plc (NYSE: AON) steht dafür, Entscheidungen zum Besseren zu gestalten – um das Leben von Menschen auf der ganzen Welt zu schützen und zu bereichern. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten unseren Kunden in über 120 Ländern Beratung und Lösungen, um ihnen die Kompetenz und Zuversicht zu geben, bessere Entscheidungen zum Schutz und Wachstum ihres Unternehmens zu treffen.

Infografiken und Bilder in druckreifer Qualität können unter https://aon.ecco-duesseldorf.de/bilder heruntergeladen werden

Kontakt
Aon Versicerungsmakler Deutschland GmbH
Anja Schmidt
Luxemburger Allee 4
45481 Mülheim an der Ruhr
+49 208 7006-2688
https://www.aon.de

DDoS Erpresser Fancy Bear und Lazarus sind zurück – Radware alarmiert vor erneuten zielgerichteten Ransom-Attacken

DDoS Erpresser Fancy Bear und Lazarus sind zurück - Radware alarmiert vor erneuten zielgerichteten  Ransom-Attacken

Pascal Geenens, Director Cyber Threat Intelligence bei Radware

Radware warnt davor, dass Fancy Lazarus, ein bekannter Distributed-Denial-of-Service (DDoS)-Erpresser, mit einer neuen Kampagne wieder aufgetaucht ist. Die Gruppe konzentriert sich derzeit auf Organisationen mit ungeschützten Assets – unabhängig von Unternehmensgröße und Branche.

Vor weniger als einem Jahr hatte ein Angreifer, der sich als „Fancy Bear“ und „Lazarus Group“ ausgab, bestimmte Branchen wie Finanzdienstleister, Touristik E-Commerce ins Visier genommen, ohne zu wissen, ob das jeweilige Ziel der Attacke über DDoS-Schutz verfügte oder nicht. Diese frühere Kampagne entpuppte sich als eine der umfangreichsten und am längsten andauernden DDoS-Erpressungskampagnen der Geschichte.

In letzter Zeit hat Radware eine Zunahme von Notfalleinsätzen bei neuen Kunden durchgeführt, die von DDoS-Ransomware betroffen waren. Dabei beobachteten die Sicherheitsspezialisten eine Zunahme der Aktivitäten einer Gruppe, die sich selbst als Fancy Lazarus bezeichnet und ihre Opfer auffordert, ein Lösegeld zu zahlen, um verheerende DDoS-Angriffe auf ihre angeblich ungeschützte Infrastruktur zu vermeiden.

In ihren Briefen geben die Erpresser ihren Opfern sieben Tage Zeit, um Bitcoin zu kaufen und das Lösegeld zu bezahlen, bevor sie ihre DDoS-Attacken starten. Die Lösegeldforderung variiert von Ziel zu Ziel und scheint an öffentliches Ansehen und die Größe des Ziels angepasst zu sein. Die Lösegeldforderung ist auch weniger exzessiv als die vergleichsweise gewaltigen Forderungen von 10 und 20 Bitcoins (derzeit ca. $370.000 und $740.000), die bei den Kampagnen im letzten Sommer beobachtet wurden. Die Forderungen schwanken jetzt im Allgemeinen zwischen 0,5 Bitcoins (18.500 $) und fünf Bitcoins (185.000 $) und erhöhen sich mit jedem Tag, um den die Frist überzogen wird, um denselben Betrag.

„Hier sehen wir zum ersten Mal, dass böswillige Akteure gezielt Organisationen mit ungeschützten Assets ins Visier nehmen“, kommentiert Pascal Geenens, Director of Threat Intelligence bei Radware. „Das bedeutet, dass sie die Routing-Informationen des Border Gateway Protocol nutzen, um zu erkennen, ob die Ziele durch Always-on-Cloud-Dienste geschützt sind. Darüber hinaus sehen wir, dass Ransomware-DDoS Attacken, welche traditionell zeitlich begrenzte Ereignisse mit jährlichen Spitzen waren, nun zu einer anhaltenden Bedrohung werden und als integraler Bestandteil der DDoS-Bedrohungslandschaft betrachtet werden müssen.“

„Der jüngste Anstieg krimineller Aktivitäten sollte Unternehmen, ISPs und CSPs jeder Größe und Branche eine deutliche Mahnung sein, den Schutz ihrer essentiellen Dienste und Internetverbindungen zu überprüfen und gegen global verteilte DDoS-Angriffe zu planen, die darauf abzielen, die Verbindungen zu saturieren“ so Geenens weiter. „Dies gilt insbesondere für Service Provider und ihre DNS-Dienste. Wir sind der Meinung, dass hybride DDoS-Lösungen das Beste aus beiden Welten bieten, mit On-Premise-Schutz gegen alle Arten von DDoS-Attacken und gleichzeitiger automatischer Umleitung zu einem leistungsfähigen Cloud-DDoS-Service mit professioneller Unterstützung, wenn der Angriff die Internetverbindung zu sättigen droht.“

Berichte von Opfern, die von dieser Erpressungskampagne betroffen waren, bestätigen diese Beobachtung. Die meisten Internet Service Provider und Cloud Service Provider, die Opfer wurden, waren mit DDoS-Mitigation-Services ausgestattet, um ihre Kunden zu schützen. Es scheint jedoch, dass nicht alle von ihnen auf große, global verteilte Angriffe vorbereitet waren, die auf ihre DNS-Server abzielten oder ihre Internetverbindungen überlasteten. Sehr große und global verteilte DDoS-Angriffe lassen sich nur dann wirksam abwehren, wenn der bösartige Datenverkehr möglichst nahe an der Quelle gestoppt wird bevor sich geografisch verteilte Datenströme und Attacken auf ein Angriffsziel konzentrieren. Nur global verteilte und Anycast-basierte Services sind gegen diese Art von DDoS-Angriffen wirksam.

Radware® (NASDAQ: RDWR) ist ein weltweit führender Lösungsanbieter im Bereich Anwendungsbereitstellung und Cybersicherheit für virtuelle, cloudbasierte und softwaredefinierte Rechenzentren. Das preisgekrönte Portfolio des Unternehmens sichert die unternehmensweite IT-Infrastruktur sowie kritische Anwendungen und stellt deren Verfügbarkeit sicher. Enterprise- und Carrier-Kunden weltweit profitieren von Radware-Lösungen zur schnellen Anpassung an Marktentwicklungen, Aufrechterhaltung der Business Continuity und Maximierung der Produktivität bei geringen Kosten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.radware.com

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