Cybersecurity Checkliste: Zehn Auswahlkriterien für MDR-Services

Wie Managed Detection and Response (MDR) beim Aufbau einer unternehmensweiten Sicherheitsarchitektur unterstützt

Cybersecurity Checkliste: Zehn Auswahlkriterien für MDR-Services

(Bildquelle: Obrela)

München, 12. Mai 2025 – Die Bedrohungslage in der Cybersecurity verändert sich rasant. Angreifer entwickeln Taktiken, Techniken und Prozesse (TTPs) kontinuierlich weiter. Das Problem: Statt ganzheitlichem Sicherheitsansatz finden sich in vielen Unternehmen inkohärente Sicherheitslösungen. Managed Detection and Response (MDR) stellt diesem Flickenteppich einen holistischen, permanenten und dynamischen Schutzansatz gegenüber. Die Cybersecurity-Experten von Obrela (http://www.obrela.com/) zeigen, worauf es bei der Auswahl von MDR-Services ankommt.

Der Markt für MDR-Lösungen wächst stark: Laut dem Gartner Market Guide for Managed Detection and Response Services (https://www.gartner.com/en/documents/5522796) (2024) ist die Marktdurchdringung (Mind Share) im Jahresvergleich um 29,14% gestiegen, während die Adoption von MDR-Services zwischen 2021 und 2022 um 67% zulegte. Diese Dynamik unterstreicht den zunehmenden Bedarf an fortschrittlicher Bedrohungserkennung und -abwehr. Gleichzeitig stehen Verantwortliche vor einer unübersichtlichen Vielfalt an Anbietern. Um fundierte Entscheidungen treffen zu können, müssen CISOs, CTOs, CIOs und Security-Verantwortliche eine strukturierte Auswahl treffen.

Wesentliche Merkmale eines effektiven MDR-Partners
Ein leistungsfähiger MDR-Service erkennt nicht nur Bedrohungen, sondern analysiert und reagiert aktiv auf Vorfälle. Wichtige Unterscheidungsmerkmale sind dabei: die Kombination aus KI-gestützter Analyse und menschlicher Expertise, die Fähigkeit zur aktiven Bedrohungsabwehr in Echtzeit, vollständige Transparenz über alle sicherheitsrelevanten Bereiche (Endpunkte, Cloud, OT, IoT) sowie die Skalierbarkeit des Angebots. Ebenso entscheidend ist die Nachvollziehbarkeit durch klar definierte Kennzahlen, individualisierbare Berichte und transparente Zuständigkeiten.

MDR-Checkliste: Zehn zentrale Fragen

1. Gibt es ein durchgängig besetztes 24/7-SOC?
Ein echtes 24/7-Security Operations Center (SOC) ist durchgängig mit qualifizierten Analysten besetzt, auch nachts und an Wochenenden. Ein „Follow-the-Sun“-Modell sollte auf Konsistenz, Übergabeprozesse und Erfahrungsniveau der Teams genau geprüft werden. Entscheidend ist, ob auch außerhalb der Geschäftszeiten erfahrene Sicherheitsanalysten eigenständig Fälle bewerten und bearbeiten können.

2. Wie strukturiert und transparent ist der Onboarding-Prozess?
Ein effektiver Onboarding-Prozess umfasst mehrere Phasen: von der Projektplanung über die technische Integration bis hin zur Konfiguration, Datenvalidierung und einem abschließenden Funktionstest. Transparenz entsteht durch klar definierte Meilensteine, etwa zur Installation von Agenten, zur Log-Ingestion und zur Simulation realistischer Angriffsszenarien. Die Begleitung durch einen dedizierten Projektmanager sollte Teil des Leistungsumfangs sein.

3. Wie steht es um Governance-, Risiko- und Compliance-Anforderungen?
Ein leistungsfähiger MDR-Anbieter bietet nicht nur Sicherheitsüberwachung, sondern unterstützt auch bei der Einhaltung gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen. Dazu zählen beispielsweise Compliance-Reports für NIS2 oder GDPR, GAP-Analysen, unterstützende Audits sowie Vorlagen für Sicherheitsrichtlinien und Risikomanagement-Prozesse.

4. Was sind die konkreten Incident-Response-Fähigkeiten?
Die Reaktionsfähigkeit bei Sicherheitsvorfällen ist ein zentrales Kriterium. Ein klar definierter Übergabeprozess vom SOC an ein Incident Response Team sowie regelmäßig getestete Eskalationsmechanismen sind Voraussetzung. Ausschlaggebend ist auch, wie viele Stunden Incident-Response-Leistung im Leistungsumfang enthalten sind und ob sich mit den Services bzw. Ressourcen auch mehrere Vorfälle parallel abdecken lassen.

5. Lassen sich im Ernstfall eigenständig Remote-Maßnahmen zur Eindämmung umsetzen?
Eine zentrale Anforderung bei MDR ist es, bei bestätigten Sicherheitsvorfällen sofortige Maßnahmen einzuleiten. Dazu zählen unter anderem Netzwerkisolation, das Beenden kompromittierter Prozesse, das Sperren von Benutzerkonten oder das Blockieren schädlicher Verbindungen, idealerweise über integrierte EDR- oder XDR-Plattformen. Ein abgestimmter Autorisierungsprozess stellt sicher, dass Maßnahmen rechtssicher und kontrolliert ablaufen.

6. Was sind die Mechanismen zur Erkennung von Zero-Day-Bedrohungen?
Die Reaktion auf Zero-Day-Bedrohungen erfordert eine Kombination aus maschineller Erkennung und menschlicher Bewertung. Neben kontinuierlich aktualisierten Detection-Rules sind auch verhaltensbasierte Analysen (Behavioral Analytics) und Bedrohungsmodellierung erforderlich. Die Nutzung spezifischer Threat-Intelligence-Feeds, die auch „never-before-seen“-Indikatoren enthalten, ist hierbei von besonderer Bedeutung.

7. Wie gut und aktuell sind die genutzten Threat-Intelligence-Quellen?
Entscheidend für die Wirksamkeit eines MDR-Dienstes ist nicht die Anzahl, sondern die Relevanz und Aktualität der verwendeten Bedrohungsdaten. Hochwertige Anbieter greifen auf eine Kombination aus kommerziellen Quellen, Open-Source-Plattformen wie MISP und eigenen Research-Teams zurück. Zusätzlich ist eine aktive Beteiligung an Community-gestütztem Informationsaustausch – etwa über ISACs oder ENISA-Kanäle – ein Indikator für hohe Qualität.

8. Wie umfassend ist die Überwachung von MDR?
Ein ganzheitlicher MDR-Ansatz bietet vollständige Transparenz über klassische IT-Infrastrukturen, Cloud-Umgebungen, mobile Arbeitsplätze, IoT-Komponenten und industrielle Steuerungssysteme (OT). Die Integration erfolgt idealerweise über APIs, Agenten, syslog oder cloud-native Konnektoren. Eine anschließende Daten-Normalisierung und die Ereigniskorrelation in Echtzeit bilden die Grundlage für eine ganzheitliche Sicherheitsüberwachung.

9. Ist die Abdeckung von industriellen OT-Umgebungen im MDR-Service integriert?
Insbesondere in kritischen Infrastrukturen ist die Absicherung von Operational Technology (OT) essenziell. MDR-Anbieter sollten über Erfahrung mit OT-Protokollen verfügen und passive Überwachungstechniken, wie etwa Deep Packet Inspection, anwenden können. Eine einheitliche Triage und Analyse über IT- und OT-Grenzen hinweg ist für eine koordinierte Reaktion auf hybride Bedrohungen erforderlich.

10. Lassen sich die MDR-Services nahtlos in bestehende Sicherheitstechnologien integrieren?
Ein moderner MDR-Dienst sollte sich ohne tiefgreifende Infrastrukturänderungen in bestehende Sicherheitsarchitekturen integrieren lassen. Dazu gehört die Kompatibilität mit etablierten SIEM-, EDR-, IAM- und CMDB-Lösungen. Neben einer vollständigen Schnittstellenübersicht (API, Agent, syslog, native Integration) ist es wichtig, dass bidirektionale Kommunikation unterstützt wird und Prozesse zur laufenden Pflege und Aktualisierung definiert sind.

„Die MDR-Checkliste bietet einen guten Starpunkt für den Vergleich von Anbietern. Die Auswahl des passenden MDR-Partners ist jedoch keine Standardentscheidung“, erklärt Stefan Bange, Managing Director Germany bei Obrela. „Der richtige Fit hängt stark vom individuellen Risikoprofil und den konkreten Anforderungen des Unternehmens ab. Branchenspezifische Rahmenbedingungen, gesetzliche Vorgaben wie GDPR oder NIS2, die Komplexität der bestehenden IT-Landschaft sowie die internen Sicherheitskapazitäten spielen dabei eine entscheidende Rolle. Am Anfang steht deshalb immer eine systematische Bestandsaufnahme der eigenen Sicherheitsanforderungen und der strategischen Ziele. Nur so lässt sich sicherstellen, dass MDR-Services nicht nur technische Anforderungen erfüllen, sondern langfristig zu einer tragfähigen und wirksamen Sicherheitsstrategie beitragen.“

Die komplette Checkliste für die Auswahl von MDR-Services mit weiteren Kriterien und Details finden Sie im kostenlosen Whitepaper “ 20 Critical Questions to Identify the Right MDR Provider for Your Business (https://www.obrela.com/whitepaper/is-your-business-truly-protected-20-questions-to-ask-before-choosing-an-mdr-provider/)“ auf der Obrela Webseite.

Über Obrela
Obrela ist ein weltweiter Anbieter von Cybersicherheitsdiensten. Das Unternehmen bietet Services rund um Sicherheitsanalytik und Risikomanagement, um ausgeklügelte Bedrohungen in Echtzeit zu identifizieren, zu analysieren, vorherzusagen und zu verhindern. 2010 gegründet, unterstützt Obrela beim Echtzeit-Cyber-Risikomanagement und kombiniert dabei Threat Detection and Response (MDR) mit Managed Risk and Controls (MRC) Services. Dieser einmalige Ansatz verhindert die technologische Fragmentierung und Unterbrechungen von sicherheitskritischen Prozessen und hilft, Cybersecurity-Lösungen auf die individuellen Geschäftsziele von Unternehmen abzustimmen – für effektive Entscheidungen.

Obrela hat seinen Hauptsitz in London. Der Experte verfügt über ein mehrstufiges Betriebsmodell aus Global Resilience Operations Centers und Regional Operations Centers für den EMEA-Markt und vereint damit internationale Erfahrung mit lokalem Support. Obrela wurde von Gartner Market Guide für seine MDR- und MSS-Services anerkannt.

Obrelas Mission lautet: „Keep your Business in Business“ Mehr Informationen unter www.obrela.com

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Optimizely erweitert sein Führungsteam

Optimizely ernennt Shafqat Islam zum Chief Marketing Officer und Sebastiaan de Jong zum Chief Sales Officer. Sie verantworten ab sofort die Neugestaltung der Bereiche Content Management und Experimentation.

Berlin, 17. Februar 2023 – Optimizely (https://www.optimizely.com/de/), führender Digital Experience Plattform-Anbieter (DXP) ernennt die Digital-Marketing-Veteranen Shafqat Islam und Sebastiaan de Jong zum Chief Marketing Officer bzw. Chief Sales Officer. Als etablierte Mitglieder der Optimizely-Community verantworten sie die Neugestaltung die Bereiche Webexperimentation sowie die Lifecycle Orchestration von Inhalten.

Islams Engagement im Bereich „Marketer Experience“ reicht bis ins Jahr 2007 zurück. Als Mitgründer und CEO von Welcome (früher NewsCred) trug er maßgeblich zum Erfolg des weltweit als Erfinder des Enterprise Content Marketing geltenden Unternehmens bei, bevor es im Jahr 2021 durch Optimizely übernommen wurde. Welcome gilt als Erfinder der Kategorie Content Marketing Platform (CMP) (heute bekannt als Optimizely Content Marketing Platform). Als Optimizely Welcome 2021 übernahm, hatte er die Position als General Manager inne.

„Die Aufgaben von Digitalvermarktern waren noch nie so komplex und die Kundenerwartungen noch nie so hoch, so differenziert und so schnelllebig wie heute“, sagt Alex Atzberger, CEO von Optimizely. „Shafqat bringt eine einzigartige Perspektive mit, die nötig ist, um Optimizely und seinen Kunden in jeder Umgebung zum Erfolg zu verhelfen. Er versteht die technischen Bedürfnisse von Vermarktern, weiß, was es bedeutet, zu experimentieren und wie reibungsloses Content Management aussieht.“

„Ich entwickle schon sehr lange Produkte für Marketer und war immer der Meinung, dass Marketer ihre eigene Plattform verdienen – einen gemeinsamen Raum, in dem sie zusammenkommen und an Kampagnen, Inhalten und Experimenten arbeiten können“, so Islam. „Ich freue mich darauf, weiterhin die einflussreichsten Marken der Welt mit den Tools zu verbinden, die sie für ihr Wettbewerbsumfeld benötigen.“

De Jong war zuvor als Senior Vice President und General Manager für die Regionen EMEA und APAC zuständig und ist auf Skalierung und Experimentation spezialisiert. Er stieß 2018 zu Optimizely, um die Position des Unternehmens in der EMEA-Region auszubauen. Nach der Übernahme von Optimizely durch Episerver im Jahr 2020 baute de Jong ein leistungsfähiges Team auf, das das Unternehmenswachstum entschieden vorantrieb, bis er schließlich die erweiterte Verantwortung für die Regionen SE Asien und ANZ übernahm.

„Das gesamte Marketing-Ökosystem befindet sich an einem entscheidenden Punkt. Optimizely ist in der einzigartigen Position, das Zusammenspiel von Marketing, Produkt und Technik so neu zu gestalten, dass es Marketern möglich ist wirklich großartige digitale Erlebnisse zu schaffen“, so Atzberger weiter. „Sebastiaans Expertise hilft dabei, dass wir für unsere Kunden heute und in Zukunft herausragende Ergebnisse liefern können.“

Optimizely ermöglicht mit seinen Lösungen über 10.000 Unternehmen auf der ganzen Welt, außergewöhnliche Kundenerlebnisse zu liefern. Die globale Präsenz des Unternehmens ist auf fast 1.500 Mitarbeiter in 21 Niederlassungen angewachsen. Das Unternehmen, das die Kategorie Web-Experimentation entwickelt hat, ist siebenmaliger Spitzenreiter in Analystenberichten und hat weltweit 1,8 Millionen Experimente für seine Kunden durchgeführt.

2022 wurde Optimizely zum dritten Mal in Folge als Leader im Gartner® Magic Quadrant™ für Digital Experience Plattformen* und außerdem zum fünften Mal in Folge als Leader im Gartner Magic Quadrant für Content Marketing Plattformen (Welcome) eingestuft.**

*Episerver (von Optimizely übernommen und später in Optimizely umbenannt) wurde im Magic Quadrant 2021 und 2020 für Digital Experience Platforms genannt.
**Welcome (von Optimizely übernommen und später in Optimizely CMP umbenannt) wird im Magic Quadrant 2021, 2020, 2019 und 2018 für Content-Marketing-Plattformen genannt.

Optimizely versetzt Unternehmen und Organisationen in die Lage, ihr volles digitales Potenzial zu erschließen. Intelligente Werkzeuge wie die Digital Experience Platform (DXP) unterstützen Marketing-Teams nicht nur dabei, neue Wege in Kreation und Prozessoptimierung zu gehen. Mit Boundless Digital Invention erfindet Optimizely das Marketing neu. Durch souveräne Content-Produktion, umfassende Zusammenarbeit und vorausschauende Kundenbetreuung bietet die Plattform grenzenlose Innovation, da Unternehmen nun datengestützt agieren und auf dieser Basis hyper-personalisierte Erlebnisse schaffen können. Anspruchsvolles Marketing war noch nie so einfach.

Mehr als 1.100 Mitarbeiter und über 900 Vertriebspartner arbeiten weltweit für Optimizely. Sie unterstützen mehr als 9.000 Marken – darunter Toyota, Santander, eBay, KLM oder Mazda – dabei, deren Customer Lifetime Value zu steigern, den Umsatz zu maximieren und die Markenreputation konsequent auszubauen.

Weitere Informationen unter: optimizely.com

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