Es geht um Lebenschancen

Ernährungsminister Cem Özdemir im Dialog mit Kinder- und Jugendarzt Dr. Axel Enninger im Podcast von InfectoPharm

Es geht um Lebenschancen

Cem Özdemir (links) im Gespräch mit Dr. Axel Enninger für den consilium-Podcast von InfectoPharm

Heppenheim, 14. Mai 2024 – Im soeben erschienenen 45. consilium Pädiatrie-Podcast, gesponsert von InfectoPharm, sprechen erstmals keine Ärztinnen und Ärzte über wichtige Themen der Kindergesundheit. Der Pädiater Dr. Axel Enninger hat den Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Cem Özdemir zu Gast. Von ihm möchte er erfahren, mit welchen aktuellen Strategien die Bundesregierung eine gesündere Kinderernährung vorantreiben will. Übergewichtigkeit sei ein drängendes Thema – nicht nur in der Pädiatrie, auch in unserer zukünftigen Gesellschaft. Denn „80 Prozent der Kinder mit Adipositas“, bringt Özdemir es eindringlich auf den Punkt, „behalten das ihr Leben lang“. Gesundheitliche Aufklärung sei demnach eine Querschnittsaufgabe der gesamten Gesellschaft.

Es ist kein „Pech“, wie man aufwächst
Bundesminister Özdemir als gelernter Erzieher und Sozialpädagoge führt die Fehlernährung auf zahlreiche unterschiedliche Ursachen zurück – von Bewegungsmangel, einem ungünstigen sozialen Umfeld von Kindern bis hin zu einer massiven Missinformation über Social Media, die emotional aufrührt und viele Eltern, Jugendliche und Kinder überfordert. Auch gehe zunehmend Wissen in den Familien verloren, wie zum Beispiel über das Kochen und eine gemeinsame Esskultur.

Hier sehen der Minister und der Mediziner immense Unterschiede zwischen gesundheitlich aufgeklärten Familien, die sich zuckerbewusst, stark pflanzlich und fleischreduziert ernähren, sowie denjenigen, denen Vorbilder fehlen und die nicht anders zu handeln gelernt haben. Keinesfalls dürfe man sich damit abfinden, dass Kinder in benachteiligten Familien einfach „Pech gehabt“ hätten, die Politik dürfe nicht zulassen, dass sie nicht ebenso die Chance auf ein gesundes Leben erhalten.

Darüber haben wir ernsthaft gestritten?
Özdemir arbeitet seit Februar 2023 an der Umsetzung eines Gesetzesentwurfs, mit dem an Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit zu viel Zucker, Fetten und Salz, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, strenger reguliert werden soll. Für viel versprechend hält er auch die von ihm bereits zur Amtseinführung befürwortete Mehrwertsteuerbefreiung für Äpfel, Obst, Gemüse und Fleisch. Eine Zuckersteuer wie in Großbritannien brächte dem Staat Einnahmen, die in das Ernährungsprojekt zurückfließen könnten. Für generell besser geeignet als Regularien und Verbote hält Özdemir jedoch Anreize und Unterstützung. Ohnehin beobachtet er eigeninitiativ initiierte Tendenzen in der Wirtschaft zur Änderung von Rezepturen und stärkeren Berücksichtigung des Tierwohls mit höheren Haltungsformen.

Rückblickend werde man sich wundern, so seine Einschätzung, warum solche positiven Maßnahmen so lange diskutiert wurden und dabei so viel wertvolle Zeit verloren ging.

Stichwort planetare Diät
Die Interviewpartner sind sich einig, dass die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gut umsetzbare Anhaltspunkte bieten und sich neben der individuellen Gesundheit auch an den planetaren Grenzen orientieren: wenig Fleisch, Eier und Milch, Proteine stammend aus Hülsenfrüchten. Landwirte sollten weiter dem Trend zu mehr Vielfalt folgen, sich auf alte Sorten rückbesinnen oder neu importierte Sorten testen, die auch dem Klimawandel besser trotzen. Das diene auch gesunder Ernährung.

Hinsichtlich der Kinder fasst Özdemir im Expertengespräch zusammen: „Es ist einfach unerträglich, dass wir nicht dafür sorgen, dass sie das bestmögliche Essen bekommen – saisonal, regional, stärker pflanzenbetont, mit höherem Bioanteil.“

Alle drei Wochen: Pädiatrie-Podcast von InfectoPharm
Den consilium-Podcast für Kinder- und Jugendärzte gibt es seit 2021. Seitdem zählt er zu einem der beliebtesten medizinischen Podcasts. Die dreiwöchentlich erscheinenden Episoden behandeln jedes Mal ein neues Thema aus der Kinderheilkunde. Im entspannten Ärztetalk zwischen Dr. Axel Enninger, Ärztlicher Direktor der Pädiatrie 2 am Olgahospital des Klinikum Stuttgart, und einem medizinischen Experten werden pädiatrische Themen auf Augenhöhe diskutiert.

Weblink

Pädiatrie-Podcast auf der Homepage von InfectoPharm
https://www.infectopharm.com/consilium/podcast/podcast-paediatrie/
Oder überall, wo es Podcasts gibt (Spotify, Apple Podcasts, deezer, Google Podcasts)

Über InfectoPharm
Die InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH ist auf die Neu- und Weiterentwicklung von Arzneimitteln für Kinder spezialisiert. Seit mehr als 30 Jahren profiliert sich das familiengeführte deutsche Unternehmen als mutiger Vorreiter der Branche. Das Portfolio umfasst aktuell rund 130 Präparate mit zahlreichen Innovationen für die Bereiche Pädiatrie, Infektiologie, Pneumologie, Dermatologie und Allergologie, die zunehmend international Beachtung finden. Der Service consilium steht als produktneutrales Beratungs- und Wissensvermittlungsangebot Fachkreisen kostenlos zur Verfügung.

Zur InfectoPharm-Gruppe gehören Niederlassungen in Österreich, Italien und Frankreich sowie die beiden deutschen Tochterunternehmen Pädia GmbH und Beyvers GmbH. Mit mehr als 400 Mitarbeitenden erzielt die Gruppe einen Jahresumsatz von rund 275 Mio. Euro (2023), bei einem durchschnittlichen Wachstum von 10 Prozent. Regelmäßig erhält InfectoPharm Auszeichnungen aus der Ärzteschaft, wie die „Goldene Tablette“ oder als „Krisensicherster Arbeitgeber 2022“ und „Krisensicherstes Unternehmen 2023“ von Creditreform.

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Nancy Faeser kontra Cem Özdemir

Initiative gegen Übergewicht

Nancy Faeser kontra Cem Özdemir

Foto: stock.adobe.com / natasnow (No. 9288) (Bildquelle: stock.adobe.com / natasnow)

sup.- Während Cem Özdemir sich mit den Pfunden quält, nicht mit den eigenen, sondern mit dem angeblichen Übergewicht der Deutschen und speziell der Kinder und Jugendlichen, wird eine Kollegin im Bundeskabinett endlich mit einer konstruktiven Maßnahme im besten Sinne des Wortes aktiv. Der Ernährungsminister hat viele wirkungsvolle Projekte, mit denen er die Menschen schlanker und gesünder machen will. Er ist für bunte Aufkleber auf Lebensmittelverpackungen. Olivenöl ist dann schlecht, die Fertigpizza allerdings prima. Für die Hersteller von Fertiggerichten, die in den Laboren passend designt werden können, sind die bunten Signalmarken ein attraktives Mittel im Wettbewerb. Deshalb preschen die großen Konzerne damit auch gerne vor. Özdemir, der Vorkoster der Nation, plant, die Deutschen mittels steuerlicher Lenkung zu mehr vegetarischer Ernährung zu erziehen. Kindern soll der Appetit auf Süßigkeiten durch freudlose Verpackungen verleidet werden. Und weil angeblich Werbung dick macht, soll diese auch gleich reguliert oder partiell verboten werden. Der Mann hat Phantasie.

Nancy Faeser, die Bundesinnenministerin, ist da strategisch viel schlichter, allerdings vernünftig und pragmatisch. Sie hat verstanden, dass weder ein Schnitzel noch ein Stück Schokolade dick machen, sondern ein unausgewogener Lebensstil. Das ist die Erkenntnis ernsthafter und seriöser Ernährungswissenschaftler und Mediziner. Über alle Altersstufen hinweg bewegen wir uns zu wenig. Mehr körperliche Aktivität verbraucht überflüssige Energie, hält Gelenke und Muskeln fit, vitalisiert. Förderung statt Verbote und Umerziehung lautet das Prinzip der Ministerin. Sportvereine sollen für Aktionen und Kooperationen gefördert werden. Unter dem Slogan „Dein Verein: Sport, nur besser.“ sollen Bewegungsmuffel mit einem Zuschuss von 40 Euro motiviert werden. Für zunächst 150.000 Aktivierte stehen Fördermittel bereit.

Endlich ein Lichtblick. Während der Ernährungsminister auf freudlose Umerziehung der Bevölkerung setzen will, macht die Innenministerin den Menschen durch Motivation Beine. Sie hat erkannt, dass der ausgewogene Lebensstil, zu dem ganz wesentlich Bewegung gehört, der beste Weg zur besseren Gesundheit ist.

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AGRAVIS freut sich auf ehrlichen Dialog mit Cem Özdemir

AGRAVIS freut sich auf ehrlichen Dialog mit Cem Özdemir

AGRAVIS-Vorstandsvorsitzender Dr. Dirk Köckler

Der Vorstand der AGRAVIS Raiffeisen AG (https://www.agravis.de/de/) begrüßt, dass die neue Bundesregierung die Weiterentwicklung der modernen Landwirtschaft nun doch in einem eigenständigen Ministerium vorantreibt und gratuliert Cem Özdemir zum neuen Ministeramt.

„Wir freuen uns auf den Dialog, um die Bausteine der im Koalitionsvertrag beschriebenen Transformation in die Umsetzung zu bringen – zum Nutzen von Landwirtschaft; Agrarhandel und den Verbraucherinnen und Verbrauchern“, sagt der AGRAVIS-Vorstandsvorsitzende Dr. Dirk Köckler. „Die in dem Regierungsprogramm verankerte finanzielle Unterstützung des Tierwohls verstehen wir als dringend erforderliche Überführung der Gedanken der Borchert-Kommission in politisches Handeln“, so Köckler weiter.

Auch die Zugewandtheit der Ampelparteien zu Fortschrittstechnologien im Pflanzenbau (https://www.agravis.de/de/pflanzenbau/) bietet er als Diskussionsgrundlage für zukunftsfähige Landwirtschaft an. „Die Positionierung im Koalitionsvertrag deutet darauf hin, dass die neue Bundesregierung um einen fairen Ausgleich bemüht ist zwischen den Interessen der landwirtschaftlichen Betriebe, dem Schutz der natürlichen Ressourcen und mehr Tierwohl.“ Das Ziel einer nachhaltigen Landwirtschaft sei inzwischen breiter gesellschaftlicher Konsens, unterstreicht Dr. Dirk Köckler und ergänzt: „Deshalb begrüßen wir auch die dringend erforderliche Informations- und Aufklärungskampagne zur Versachlichung und Sensibilisierung für den Wert und die Verfügbarkeit einheimischer, hochwertiger Lebensmittel.“

Auf das Themenfeld Nachhaltigkeit (https://www.agravis.de/de/ueber-agravis/nachhaltigkeit/) bezogen, argumentiere die AGRAVIS ähnlich wie die Koalitionspartner, die auch die 17 SDGs der Vereinten Nationen als Kriterienkatalog vorgeben. Hier liefere die AGRAVIS gern auch Lösungen, beispielsweise bei der Forderung zur Methan- und Ammoniakreduzierung. „Wir sind mit unserer Expertise gern Lösungstreiber für eine moderne Tierhaltung (https://www.agravis.de/de/tierhaltung/) und Pflanzenproduktion.“ Damit konkretisiert Köckler Aussagen, die im Koalitionsvertrag eher noch in Überschriften gehalten sind.

„Generell sind wir zuversichtlich, dass eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung hin zu einer noch nachhaltigeren Landwirtschaft im Einklang mit der gesellschaftlichen Gesamtdebatte möglich ist“, erklärt der AGRAVIS-CEO. Er erwarte, dass das von Cem Özdemir geführte Landwirtschaftsministerium hierzu den konstruktiven Dialog mit den handelnden Personen im Agribusiness suche. Die AGRAVIS sei jedenfalls dazu bereit.

Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen in den Segmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie und Raiffeisen-Märkte einschließlich Baustoffhandlungen sowie im Projektbau. Die AGRAVIS-Gruppe erwirtschaftet mit über 6.300 Mitarbeiter:innen 6,4 Mrd. Euro Umsatz und ist als ein führendes Unternehmen der Branche mit mehr als 400 Standorten überwiegend in Deutschland tätig. Internationale Aktivitäten bestehen über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in mehr als 20 Ländern und Exportaktivitäten in mehr als 100 Ländern weltweit. Der Unternehmenssitz ist Münster.
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