OpenUp führt innovative App ein, um die Zugänglichkeit zur psychischen Gesundheit zu verbessern

OpenUp führt innovative App ein, um die Zugänglichkeit zur psychischen Gesundheit zu verbessern

Als Reaktion auf die wachsende Besorgnis über die Zugänglichkeit zu Services für das mentale Wohlbefinden hat OpenUp eine neue mobile App auf den Markt gebracht, die sofortige Unterstützung bietet. Die App bietet eine Reihe von präventiven Diensten an, darunter Einzelberatungen mit Psycholog*innen oder Lifestyle Expert*innen innerhalb von 24 Stunden, Gruppensitzungen und selbstgesteuerte Lernprogramme, die direkt von den mobilen Geräten der Nutzenden aus zugänglich sind.

Ein dringender Bedarf

Dienstleistungen rund um das mentale Wohlbefinden haben oft mit langen Wartezeiten zu kämpfen. In Ländern wie den Niederlanden, Deutschland und dem Vereinigten Königreich können sich die Wartelisten für Gespräche mit Psycholog*innen über Monate hinziehen.

Die Krankheitstage aufgrund psychischer Erkrankungen haben laut eines DAK-Reports seit 2010 um 56% zugenommen, während die Wartezeiten für Therapieplätze auf durchschnittlich fünf Monate gestiegen sind.

Die OpenUp-App soll diese Hindernisse beseitigen und sofortigen Zugang zu professioneller Unterstützung bieten.

Expertenmeinungen und Forschung

Fachleute aus dem Bereich der psychischen Gesundheit betonen, wie wichtig der rechtzeitige Zugang zu Unterstützung ist. Gijs Coppens, ein führender Psychologe und Gründer von OpenUp, stellt fest: „Trotz des offensichtlichen Bedarfs sind wir als Gesellschaft noch nicht in der Lage, den hohen Bedarf an Fragen zur psychischen Gesundheit zu lösen. Aktuelle Hochrechnungen der WHO deuten darauf hin, dass Depressionen bis 2030 die Hauptursache für die weltweite Krankheitslast sein werden. Und zwar vor allem für Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommensniveau. Und gerade diese sind es, die den geringsten Zugang zu professioneller Unterstützung haben. Innovationen wie diese App machen es möglich, viel mehr Menschen gezielt und frühzeitig zu unterstützen. Ein sofortiger und präventiver Zugang zu Diensten im Bereich des mentalen Wohlbefindens kann die Belastung der traditionellen Gesundheitssysteme erheblich reduzieren und die individuellen Ergebnisse verbessern.“

Den Zugang zu psychischer Gesundheit verändern

Die App von OpenUp ist Teil eines umfassenderen Projekts, um die Unterstützung für psychisches Wohlbefinden leichter zugänglich zu machen. Indem OpenUp diese Dienste auf mobile Geräte bringt, wird dazu beigetragen, die Lücke zwischen Bedarf und Verfügbarkeit zu schließen und sicherzustellen, dass die Hilfe immer und überall verfügbar ist.

Nachgewiesene Vorteile für Unternehmen

Die Forschung zeigt, dass sich Investitionen in das psychische Wohlbefinden für Unternehmen auszahlen können. Einem Bericht von Deloitte zufolge bringt jeder Euro, der in die psychische Gesundheit der Beschäftigten investiert wird, sechs Euro an Vorteilen zurück. Unternehmen in ganz Europa, von Konzernen wie KPMG, Miele, Decathlon und Rituals bis hin zu kleinen lokalen Einzelhändlern, Agenturen oder Start-ups, haben Dienste wie OpenUp integriert und berichten von spürbaren Verbesserungen der Mitarbeiterzufriedenheit und Produktivität.

Oskar Börjesson, Personalleiter bei Mister Spex, erklärt: „Das psychische Wohlbefinden unserer Mitarbeitenden ist für uns von großer Bedeutung. Wenn unsere Teammitglieder nicht positiv gestimmt sind, wirkt sich das auf den gesamten Ausblick unseres Unternehmens aus. Es ist wichtig, dass wir offen über diese Themen sprechen und sicherstellen, dass diejenigen, die Unterstützung suchen, diese auch bekommen. Die Einführung dieser App vereinfacht den Prozess und macht es für alle leichter, an den Sitzungen teilzunehmen. Wir sind fest davon überzeugt, dass diese Initiative langfristige Vorteile für unser Unternehmen bringen wird. Wenn sich unsere Mitarbeitenden emotional erfüllt fühlen, können wir unsere Ziele viel besser erreichen.“

Die Einführung der mobilen App von OpenUp ist ein wichtiger Schritt zur Bewältigung der Krise der psychischen Gesundheit, da sie den Zugang zu professioneller Unterstützung erleichtert. Wenn Organisationen in ganz Europa innovative Lösungen wie OpenUp integrieren, wird das Potenzial für ein besseres Wohlbefinden und eine höhere Produktivität der Beschäftigten immer deutlicher.

Weitere Informationen unter: https://openup.com/

Über OpenUp:
OpenUp ist die Plattform für psychisches Wohlbefinden, die sich an Arbeitgebende richtet, die die psychischen Bedürfnisse ihrer Mitarbeitenden unterstützen wollen. OpenUp bietet eine breite Palette an evidenzbasierten Präventiv-Lösungen auf einer benutzerfreundlichen Plattform und zielt darauf ab, ein Hightech- und Hightouch-Erlebnis zu bieten. Zu den Dienstleistungen gehören 1:1 Sitzungen mit über 150 zertifizierten Psycholog*innen, Lebensstil- und Ernährungsexpert*innen in mehr als 30 Sprachen und Kulturen, sowie interaktive Gruppensitzungen und selbstgesteuerte Lernprogramme. OpenUp wurde 2020 in den Niederlanden gegründet und hat Büros in Amsterdam, Berlin und London. Derzeit arbeitet OpenUp mit über 1.500 Organisationen zusammen und unterstützt mehr als 300.000 Menschen.

Indem OpenUp Mitarbeitenden und ihren Familien alle wichtigen Ressourcen für das psychische Wohlbefinden zur Verfügung stellt, ermöglicht es Unternehmen, eine gesündere, engagiertere und produktivere Belegschaft zu kultivieren und gleichzeitig die mit Fehlzeiten und Fluktuation verbundenen Risiken zu mindern.

Kontakt
OpenUp GmbH
Lukas van Remmerden
Oranienburgerstrasse 23
10187 Berlin

https://openup.com/

Am Puls der Belegschaft

Psychische Belastungen am Arbeitsplatz als Folge tiefgreifender Veränderungen der Arbeitswelt

Am Puls der Belegschaft

(Bildquelle: TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH)

Corona als ein tiefgreifendes Ereignis unserer Zeit hat die Arbeitswelt verändert – und psychische Belastungen am Arbeitsplatz in den Fokus gerückt. Neue mobile oder hybride Arbeitsweisen wurden schnell eingeführt, manchmal gezwungenermaßen ohne die Mitarbeiter mitzunehmen. Mit Befragungen und Stimmungsbildern können sich Unternehmen zeitnah einen Eindruck über veränderungsbedingte Belastungen in der Belegschaft verschaffen. Damit kann geprüft werden, ob Maßnahmen eingeleitet werden sollten und ob veranlasste Maßnahmen wie gewünscht greifen. Außerdem können so auch bislang blinde Flecken aufgedeckt werden.

Psychische Belastungen existieren immer und überall. Sie entstehen aus dem, was von außen auf uns einwirkt – ob daraus eine negative Erfahrung wird, hängt von individuellen Faktoren ab. Herrscht zum Beispiel Zeitdruck und ein Mitarbeiter begegnet dem gut gewappnet mit den entsprechenden Fähigkeiten und Ressourcen, kann das dazu führen, dass die Aufgabe schnell, fokussiert und strukturiert abgearbeitet wird. Zeitdruck hat dann einen positiven Effekt. Ist der zeitliche Rahmen aber zu eng oder fehlen Informationen oder Qualifikation, kann der Mitarbeiter in der Folge blockieren, Wesentliches nicht mehr von Unwesentlichem trennen und seinen Fokus verlieren.

Der gleiche Faktor kann also eine Ressource sein oder zu negativen Auswirkungen führen. Das gilt auch für Maßnahmen, die zum Beispiel im Rahmen der Pandemie oder auf Grund von Umstrukturierungsmaßnahmen ergriffen wurden, etwa die schnelle Einführung von Homeoffice: Wer gern zu Hause arbeitet, empfand dies eher als Erleichterung. Wer aber gern regelmäßig zu seiner Arbeitsstätte pendelt, auch um Abstand von zu Hause zu gewinnen, empfand die neue Regelung eher als Belastung – vielleicht, weil soziale Kontakte wegbrachen, man sich neu organisieren musste oder ein anderes Zeitmanagement notwendig wurde. Man tauschte sich im Unterschied zur Vergangenheit nun seltener mit dem Chef aus und der Tag gestaltete sich in der Regel immer ähnlich.

Wann Belastungszustände krank machen

Erreicht man dann die gesetzte Leistungserwartung nicht mehr, entsteht nicht nur Unzufriedenheit. Wenn die Ressourcen aufgebraucht und die Stressoren nicht bewältigt werden können, kann es zu mehr Konflikten im Team, zu Gereiztheit und schlechter Stimmung, aber auch zu Bluthochdruck, Schlafproblemen, Burnout und Depressionen kommen. Psychische Belastungen haben dann physische Auswirkungen. Veränderungen wie Corona haben darüber hinaus Ängste um den Arbeitsplatz verschärft – etwa, wenn Auftragslagen einbrachen oder Kurzarbeit eingeführt wurde.

Mit der umfangreichen psychischen Gefährdungsbeurteilung (GBU) von TÜV Hessen können Unternehmen Warnsignale erkennen, Krankheiten im Entstehen verhindern und durch motivierte und produktivere Mitarbeiter selbst profitieren. Diese Art der Mitarbeiterbefragung ist langfristig angelegt, um die Arbeitsbedingungen systematisch zu analysieren und gesundheitsförderlich zu gestalten. TÜV Hessen ergänzt solche auf lange Sicht ausgelegten Herangehensweisen mit PulsChecks, mit denen ad hoc aktuelle Stimmungsbilder eingeholt werden können.

Überprüfung systemischer Auswirkungen psychischer Belastungen

Unternehmen haben durch ungeplante Veränderungen wie Corona in kurzer Zeit reagieren, Veränderungen vornehmen und Abläufe anpassen müssen. Kurzbefragungen wie der PulsCheck zu einem bestimmten Thema bieten dabei die Chance, mögliche Auswirkungen schnell zu überprüfen. Mit dem PulsCheck Corona wird beispielsweise über eine Gruppe hinweg geprüft, ob und welche negativen Auswirkungen der Pandemie spürbar sind, ob sie in der Breite auftreten und damit ein systematischer Effekt erreicht ist – oder ob Maßnahmen wie erwartet greifen und sie positiv bewertet werden.

Die mit Veränderungen entstehenden Arbeitsbelastungen können ermittelt werden, indem mit einem PulsCheck ein kurzes Feedback der Belegschaft eingeholt wird. Konkrete Inhalte können zum Beispiel der Informationsfluss im Unternehmen, die Unterstützung des Arbeitgebers hinsichtlich technischer Ausstattung, der Kontakt im Team oder die Auswirkungen mobilen Arbeitens sein. Manche Unternehmen haben zum Beispiel den Eindruck, dass Mitarbeiter durch umgesetzte Maßnahmen regelrecht „verloren gegangen“ sind – ein Kurzfragebogen erlaubt es, dieser Intuition nachzugehen.

PulsChecks umfassen dabei fünf bis 15 Fragen, die flexibel angepasst werden können. Dabei wird die Befragung auf maximal zwei Themengebiete eingegrenzt: jene Bereiche, die aktuell sind und direktes Feedback benötigen. Sie ist bewusst kurzgehalten, um die Teilnahmebereitschaft zu erhöhen sowie schnell und zeitnah durchführbar zu sein.

Da beim PulsCheck oft neue Themen angesprochen werden, sind die Fragebögen individueller als bei der standardisierten psychischen GBU. Sie basieren auf Hintergrundrecherche und der aktuellen Forschung. Der PulsCheck entspricht damit einem wissenschaftlich fundierten Fragebogen, der Spezifika abdecken kann. Ein aktuelles Thema ist zum Beispiel die Zoom-Fatigue, also die Ermüdung durch virtuelle Meetings, das sich in einen PulsCheck Corona oder einen PulsCheck Homeoffice integrieren lässt.

Online-Umfrage mit schnellen Ergebnissen

Die Fragen werden mit dem Unternehmen abgestimmt, auf einer Online-Plattform implementiert und die Mitarbeiter erhalten den Zugangslink. Die Antworten erfolgen als Zahlenwert auf einer Skala von eins bis fünf, auch eine Freitextfrage kann integriert werden, was gerade in Bezug auf die Pandemie sinnvoll ist, da somit individueller geantwortet werden kann.

Die Befragung dauert in der Regel zwei Wochen, danach werden die Ergebnisse gesammelt und auf Gesamt- und Gruppenebene analysiert – Organisationseinheiten können gezielt und anonymisiert ausgewertet werden. Mittelwerte und Standardabweichungen werden final als Ergebnisbericht übersichtlich in einem Ampelsystem erfasst. Die farbliche Markierung zeigt dann, ob ein Reiz als Ressource, normale Belastung oder übermäßige Belastung empfunden wird. Optional ist zum Abschluss ein gemeinsamer Termin, bei dem Handlungsempfehlungen gegeben werden. Innerhalb von vier Wochen kann eine Befragung so mit den Ergebnissen abgeschlossen sein. Auf dieser Basis können dann Gegenmaßnahmen ermittelt und Gespräche geführt werden.

Von den Ergebnissen profitieren

Bestenfalls erfahren Unternehmen mit einem PulsCheck, dass ihre Strategien den gewünschten Effekt zeitigen und die Arbeitsbedingungen optimal sind. Der Check deckt aber auch schnell blinde Flecken und Informationslücken auf – bestätigen sich also Fehlentwicklungen, können Unternehmen reagieren und Anpassungen vornehmen. Der PulsCheck sorgt zudem dafür, dass sie ehrliche, weil anonyme Antworten erhalten. Auch das Feedback per se kann einen Gewinn darstellen. Denn in der Praxis sind die Rückmeldungen oft positiv und wertschätzend, gerade, was Herausforderungen in Bezug auf Corona und deren Umsetzung angeht. Unternehmen erhalten dadurch die Bestätigung, dass sie schnell und gut reagiert haben und Befürchtungen negativer Entwicklungen werden zugleich widerlegt.

Maßnahmen, die bestätigte negative Belastungen reduzieren, sind individuell und breit gefächert: Je nach Problemstellung können zum Beispiel eine Meeting-Etikette und Schulungen für virtuelles Arbeiten eingeführt oder der Umgang mit der Software erklärt werden. Oder es kann eine Anpassung der Prioritäten erfolgen. Hier lässt sich oft mit wenig Aufwand viel erreichen.

Der PulsCheck verschafft also schnell ein Bild über Stimmung und Bedarfe. Gerade wegen der Pandemie wurden Maßnahmen ad hoc eingeführt – der PulsCheck bietet die Chance, fehlende Evaluierungen zeitnah nachzuholen. Er ist als Begleitinstrument von Veränderungsprozessen, und auch für Themen abseits von Corona geeignet. Damit ist er ein Tool für den Allround-Einsatz. Kurzfristig wiederholt, können sich Unternehmen damit schnell vergewissern, ob eingeleitete Maßnahmen eine Entwicklung in die richtige Richtung angestoßen haben. Unternehmen zeigen darüber hinaus mit der Befragung Wertschätzung gegenüber der Belegschaft, da deren Meinung gezielt eingeholt wird, was Abgänge in Zeiten des Fachkräftemangels verhindern und die Mitarbeiterbindung stärken kann.

Fazit

Der PulsCheck hilft Unternehmen in kurzer Zeit, systematische Fehlentwicklungen aufzudecken, die in Folge von Veränderungsprozessen entstanden sind. Er verschafft ein Stimmungsbild und versetzt Betriebe schnell in die Lage, Schmerzpunkte zu finden und Anpassungen vorzunehmen – für eine zufriedenere Belegschaft und effektiveres Arbeiten.

Autorinnen:

Claudia Budeck, Dipl. Psychologin, Teamleitung Arbeitspsychologie / Life Service SGQ, TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH
Christina Baas, M.Sc. Psychologin, Senior Consultant, TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH
Nadja Müller, Journalistin für Wordfinder

TÜV Hessen – Zukunft Gewissheit geben
TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH (TÜV Hessen) ist eine international tätige Dienstleistungsgesellschaft mit Sitz in Darmstadt. TÜV Hessen steht für die Sicherheit und Zukunftsfähigkeit von Produkten, Anlagen und Dienstleistungen und das sichere Miteinander von Mensch, Technik und Umwelt. Bei technischen Prüfungen und Zertifizierungen ist TÜV Hessen Marktführer in Hessen, aber auch deutschlandweit gefragt und international erfolgreich. TÜV Hessen hat mehr als 60 Standorte in Hessen, Niederlassungen in vier weiteren Bundesländern und Partnerunternehmen auf drei Kontinenten.
Als einer nachhaltigen Unternehmenskultur verpflichteter Arbeitgeber übernimmt TÜV Hessen in vielfältiger Form Verantwortung für Menschen, Gesellschaft und Umwelt. In den Geschäftsbereichen Auto Service, Automotive, Industrie Service, Real Estate, Life Service, Managementsysteme sowie Cyber- und Informationssicherheit erbringen rund 1.350 Mitarbeiter über 220 TÜV®-Dienstleistungen für Unternehmen und Privatkunden. TÜV Hessen ist eine Beteiligungsgesellschaft der TÜV SÜD AG (55 Prozent) sowie des Landes Hessen (45 Prozent) und erwirtschaftete im Jahr 2019 einen Umsatz von rund 155 Millionen Euro.

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