Drohen flächendeckend Entlassungen? Experte gibt Tipps.

Beratungszentrum bietet praxisnahe Lösungen für mittelständische Automobilzulieferer, die vom Wandel betroffen sind

Drohen flächendeckend Entlassungen? Experte gibt Tipps.

Ulrich Schwellinger vom Steinbeis-Beratungszentrum Transformation weiß, was jetzt zu tun ist.

Der Automobilzulieferer Bosch baut rund 1.500 Stellen ab. Auch ZF hat angekündigt, ein Werk mit rund 400 Beschäftigten zu schließen. Mit diesen Maßnahmen reagieren die großen Automobilzuliefer-Unternehmen auf die die Umstellung der Automobilproduktion vom Verbrenner zum E- und Wasserstoff-Antrieb.
Doch wie sieht es bei den kleinen und mittleren Unternehmen aus, die der Automobilindustrie zuliefern? Ist jetzt mit einem flächendeckenden Arbeitsplatzabbau zu rechnen?

Müssen auch mittelständische Unternehmen Stellen streichen?

„Nein“, sagt der Transformationsexperte Ulrich Schwellinger vom Steinbeis-Beratungszentrum Transformation in St. Georgen. Er ist überzeugt: „Wenn mittelständische Unternehmen jetzt mutig die Transformation angehen, besitzen sie die Innovationskraft, den Wandel zu meistern und ihre Handlungsfähigkeit zu bewahren.“

Für Schwellinger ist allerdings klar: „Wir müssen raus aus der lähmenden Lethargie, hin zu neuen Ufern. Die Zukunft kommt nicht im Schlaf.“

Die Daten sprechen eine eindeutige Sprache

„An der Transformation kommt kein Unternehmen vorbei“, so Schwellinger. „Das bedeutet jedoch die fundamentale Bereitschaft zu Umbrüchen und, wo sinnvoll, zur Kooperation mit anderen Marktteilnehmern.“ Dieses Mindset sei notwendig, so der Transformationsspezialist, um keinen Schiffbruch zu erleiden. Deshalb sei es nach seiner Auffassung allerhöchste Zeit, vom Lamentieren ins „Tun“ zu kommen, um die Handlungsfähigkeit zu sichern.

„Unternehmer müssen jetzt die lähmende Angst überwinden und mutig die Verantwortung für die notwendige Transformation übernehmen. Aus Erfahrung weiß ich: Mut tut gut“, so Transformationsexperte Schwellinger.

Steinbeise-Beratungszentrum unterstützt Unternehmen bei der Transformation

Zusammen mit seinem Kollegen Joachim Effinger betreibt Schwellinger das Steinbeis-Beratungszentrum Transformation in St. Georgen ( https://steinbeis-transformation.de/ ). Zusammen bieten sie aktive, konkrete Unterstützung bei Transformationsprozessen von Automobilzulieferfirmen Als erfahrene Experten, die langjährig in Führungspositionen der Automotive- und Anlagenbau-Industrie beschäftigt waren, wissen sie, wo Unternehmen ansetzen können, um sich neu zu erfinden.

Zur Person:

Ulrich Schwellinger bringt über 40 Jahre Erfahrung im Aufbau und der Strukturierung von Unternehmen in den Branchen Automobilzulieferer und Maschinenbau an internationalen Standorten mit. Dabei stand er in führenden Positionen stets in der Verantwortung, unter anderem als Produktionsleiter, Betriebsleiter und Geschäftsführer. Seine Vita zeigt seine umfassende Erfahrung im Aufbau, der Restrukturierung und Führung von Unternehmen, insbesondere mit der Leitung und Steuerung von Produktionseinheiten.

Das Steinbeis-Beratungszentrum (SBZ) Transformation unterstützt Unternehmen dabei, ihr Unternehmen nachhaltig und enkelfähig aufzustellen. Das SBZ macht Automobilzulieferer und verwandte Industrien handlungsfähig und bietet aktive Hilfestellung bei der Anpassung der bestehenden Geschäftsprozesse an den sich schnell verändernden Markt. Dazu erarbeitet die Steinbeis-Experten gemeinsam mit ihren Kunden den Eintritt in neue Geschäftsfelder und entwerfen neue Geschäftsmodelle.
Dies erfordert eine individuell angepasste, auf das jeweilige Unternehmen zugeschnittene Strategie.
Als erfahrene Experten, die langjährig in Führungspositionen der mittelständischen Automotive- und Anlagenbau-Industrie tätig waren, wissen die Transformationsspezialisten, wo Unternehmen ansetzen können und bieten mit viel Praxiserfahrung und einer anpackenden Art und Weise anstatt akademischen Worthülsen praxisnahe Lösungen für mittelständische Unternehmen.

Firmenkontakt
Steinbeis-Beratungszentrum Transformation
Ulrich Schwellinger
Leopoldstraße 1
78112 Sankt Georgen im Schwarzwald
+49 151 12231610
https://steinbeis-transformation.de/

Pressekontakt
Hagenlocher PR
Holger Hagenlocher
Boschstr. 1 10
73734 Esslingen
0711 82 83 99 39

Willkommen

Sieben Industrieverbände warnen: Keine Zeit für Hinhaltetaktik: Energiepreise werfen Automobil-Zulieferer aus der Spur

– Fünf vor zwölf: Enorme Kosten bringen mittelständische Unternehmen in akute Gefahr
– Viele Tausende Arbeitsplätze am Standort Deutschland bedroht
– Sieben Industrieverbände fordern: Politik muss mittelständische Industrie stärker berücksichtigen

Sieben Industrieverbände warnen:   Keine Zeit für Hinhaltetaktik: Energiepreise werfen Automobil-Zulieferer aus der Spur

Bernhard Jacobs, GF IBU, warnt vor dem Verlust Tausender Arbeitsplätze

HAGEN – 08. Sept. 2022. Explodierende Energiekosten und mangelnde Kundenkooperation werfen Autozulieferer gerade komplett aus der Spur. Und das aktuelle Entlastungspaket wird es nicht schaffen, Unternehmen wieder auf eine sichere Route zu lenken. „Wir erleben bei unseren meist mittelständischen Mitgliedsunternehmen maximale Unsicherheit. Ohne staatlichen Deckel, ein breiteres Stromangebot und unternehmensorientierte Maßnahmen werden die Energiekosten in Deutschland zum maßgeblichen Standortnachteil. Gleichzeitig brauchen die Mittelständler sofortige Unterstützung durch ihre Kunden“, unterstreichen sieben Verbände in einer gemeinsamen Presseerklärung. Sie kommt von den Industrieverbänden Blechumformung (IBU), Massivumformung (IMU) und Härtetechnik (IHT), den Fachverbänden Pulvermetallurgie (FPM) und Metallwaren- und verwandte Industrien (FMI) sowie dem Verband der Deutschen Federnindustrie (VDFI) und dem Deutschen Schraubenverband (DSV).

„Es ist fünf vor zwölf“ – Energie ist die Grundlage für industrielle Produktion
Ausgangspunkt sind wahnwitzige Energiekosten: Strompreissteigerungen um das 15-Fache des Vorjahres und 1.000-prozentige Gaspreisanstiege katapultieren Zulieferer in ausweglose Lagen. „Es ist fünf vor zwölf“, warnt IBU-Geschäftsführer Bernhard Jacobs. „Wenn der Staat die Energiepreise jetzt nicht deckelt, ruiniert er in kürzester Zeit die Unternehmen und viele Tausende Arbeitsplätze.“ Tobias Hain, IMU-Geschäftsführer, ergänzt: „Wir fordern zur Preisberuhigung eine breit aufgestellte Stromproduktion. Und den Fall der überkommenen Strompreisbildung, des sogenannten Merit-Order-Prinzips. Der Staat muss alle denkbaren Maßnahmen und Regelungen ergreifen und dabei deren langfristige Auswirkungen bedenken.“

Kooperative Geschäftsmodelle haben Zukunft
Mittelständische Unternehmen brauchen jetzt Tempo und dazu die Kooperationsbereitschaft ihrer Kunden. Geschäftsmodelle, die das alleinige Beschaffungsrisiko beim Zulieferer sehen, haben sich überlebt. „Erfolgreiche Automobilisten denken die Zukunft ihrer Zulieferer bereits mit“, weiß FMI-Geschäftsführer Werner Liebmann. „Natürlich verhandelt jedes Zulieferunternehmen selbst mit seinen Kunden. Die Branche wird aber nicht länger der Puffer sein können, der unternehmerische Risiken von Kunden fernhält“, unterstreicht DSV-Geschäftsführer Hans Führlbeck. Konkret bedeutet das: Zahlungsziele, Savings-Rituale und die Verbindlichkeit von Bestelldaten brauchen eine Anpassung an aktuelle Marktverhältnisse.

Transparenz und Konsequenz gefragt
Transparenz und Konsequenz sind für Dirk Hölscheid, Geschäftsführer der Verbände FPM und IHT, Schlüssel zur Problemlösung. Er sieht keine Zeit mehr „zum Taktieren und Auf-Zeit-Spielen. Zulieferer, die ihre Kosten offen und nachvollziehbar darlegen, haben das Recht, von Kunden Fairness, Akzeptanz und schnelles Handeln einzufordern.“

Zulieferer denken über Ausstieg nach – erkennen Autobauer die Gefahr?
Noch erklären liquide Automobilhersteller die Themen Energie- und Logistikkosten zum alleinigen Lieferantenproblem. Sie spielen auf Zeit und bemühen den Begriff „Painsharing“. Ihre Strategie könnte allerdings scheitern: Erste Zulieferer denken über ihren Ausstieg aus der automobilen Lieferkette nach. Bernhard Jacobs (IBU): „Sie suchen nach neuen Geschäftsfeldern und kooperativen Kunden. Weil sie keine Lust mehr auf die alten Verhandlungsrituale haben.“ „Werden ihre Kunden – Automobilhersteller und Systemlieferanten – die daraus folgende Gefahr rechtzeitig erkennen? Oder den Bogen überspannen?“, fragt sich Tobias Hain (IMU). Letzteres würde die Automobilproduktion empfindlich ausbremsen. Bleibt zu hoffen, dass die Autobauer rechtzeitig die Kurve bekommen. Und die Politiker ihre Entscheidungen beschleunigen.
Text 3.712 Z. inkl. Leerz.

Der IBU in Hagen vertritt als Bundesverband circa 240 Mitgliedsunternehmen der blechumformenden Industrie und deren Zulieferer. Diese überwiegend aus mittelständischen Familienunternehmen bestehende Branche wird durch eine industrielle Fertigung für marktmächtige Kunden geprägt. Das Umsatzvolumen der Branche betrug im Jahr 2019 rund 20,49 Milliarden Euro. Die Verbandsmitglieder sind mehrheitlich Zulieferer der Automobil- und Elektronikindustrie, des Maschinen- und Anlagenbaus, der Möbel- und Bauindustrie sowie der Medizintechnik.

Fotos: Industrieverband Blechumformung (IBU) – Abdruck honorarfrei – bitte nur mit Quellenangabe

Firmenkontakt
Industrieverband Blechumformung (IBU)
– –
Goldene Pforte 1
58093 Hagen
02331 – 95 88 56
02331 – 95 87 39
info@industrieverband-blechumformung.de
http://www.industrieverband-blechumformung.de

Pressekontakt
mali pr
Eva Machill-Linnenberg
Schlackenmühle 18
58135 Hagen
02331 – 46 30 78
02331 – 73 58 35
ibu@mali-pr.de
http://www.industrieverband-blechumformung.de