Zu viel, zu fett, zu süß

ARAG Experten über eine gesunde Ernährung

Zu viel, zu fett, zu süß

Mehr als die Hälfte (https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Themen/Uebergewicht_Adipositas/Uebergewicht_Adipositas_node.html) aller Erwachsenen in Deutschland ist stark übergewichtig. Bei Kindern ist nach Angaben des Deutschen Kinderhilfswerks jedes sechste Kind zu dick. Neben einer einseitigen Ernährung trägt auch Bewegungsmangel wesentlich zur Entstehung von Übergewicht bei. Beides hat sich vor allem bei jungen Menschen durch die Corona-Pandemie erheblich verstärkt, so die Copsy-Studie (https://www.uke.de/allgemein/presse/pressemitteilungen/detailseite_104081.html) (Corona und Psyche) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Wie es gelingt, sich gesünder zu ernähren und wo man sich informieren kann, verraten die ARAG Experten.

Gesunde Ernährung besser verstehen
Neben einer Vielzahl an Ratgebern und mal lang- oder kurzfristigen Trends zur gesunden Ernährung gibt es die Ernährungspyramide (https://www.bzfe.de/ernaehrung/die-ernaehrungspyramide/die-ernaehrungspyramide-eine-fuer-alle/) des Bundeszentrums für Ernährung oder den Ernährungskreis (https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/vollwertige-ernaehrung/ernaehrungskreis/) der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), an denen man sich orientieren kann. Der Vorteil: Die Grafiken geben ein Grundverständnis für gesundes Essen, ohne sich umständlich mit Kalorienangaben und -tabellen herumschlagen zu müssen.

Die zehn Regeln (https://www.dge.de/index.php?id=52) der DGE
Wie sich vollwertiges Essen und Trinken umsetzen lässt, hat die DGE auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse in zehn Regeln formuliert. Da kein Lebensmittel alle nötigen Nährstoffe enthält, ist es zunächst wichtig, möglichst abwechslungsreich zu essen und dabei überwiegend auf pflanzliche Lebensmittel zurückzugreifen. Bei Gemüse und Obst heißt es laut ARAG Experten „Obst und Gemüse – nimm 5 am Tag“. Dabei sollten es täglich drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst sein. Dazu gehören auch Hülsenfrüchte wie z. B. Linsen, Kichererbsen, Bohnen und Nüsse. Weil Vollkorn-Produkte länger sättigen und mehr Nährstoffe enthalten, sollte man bei Getreideprodukten wie Brot, Nudeln, Reis und Mehl auf die Vollkornvariante setzen. Milch und Milchprodukte wie etwa Joghurt oder Käse sollten täglich auf dem Speiseplan stehen, Fisch ein- bis zweimal pro Woche. Wer auf Fleisch nicht verzichten mag, sollte sich mit maximal 600 Gramm pro Woche begnügen. Pflanzliche Öle liefern zwar viele Kalorien, vor allem aber auch lebensnotwendige Fettsäuren und Vitamin E. Dabei sollte man pflanzliche Öle und daraus hergestellte Streichfette bevorzugen und versteckte Fette vermeiden. Die kommen laut ARAG Experten oft in verarbeiteten Lebensmitteln, wie z. B. Wurst, Fast-Food oder Fertigprodukten vor.
Mit Zucker und Salz sollte man sparsam umgehen. Während Zucker das Kariesrisiko erhöht, kann zu viel Salz im Essen für Bluthochdruck sorgen, daher sollte bei sechs Gramm pro Tag Schluss sein. Kräuter und Gewürze sind beim Kochen ein prima Ersatz. Darüber hinaus hat die Flüssigkeitszufuhr eine besondere Bedeutung. Täglich sollten es zwischen 1,5 und zwei Litern sein. Mineralwasser, Saftschorlen oder auch Kräuter- und Früchtetees sind dabei besonders empfehlenswert. Alkoholische Getränke gehören übrigens nicht dazu. Sie sind nicht nur besonders kalorienreich, sondern fördern unter anderem die Entstehung von Krebs. Wer seine Lebensmittel nur so lange wie nötig und so kurz wie möglich gart, schont die darin enthaltenen Nährstoffe und erhält den natürlichen Geschmack. Dabei sollten möglichst wenig Wasser und Fett eingesetzt werden. Achtsamkeit spielt auch bei der Ernährung eine Rolle. Daher sollte man sich Zeit für das Essen nehmen und die Mahlzeit genießen.

Da eine vollwertige Ernährung und Bewegung zusammengehören, ist die letzte DGE-Regel eine sportliche. 30 bis 60 Minuten moderate körperliche Aktivität pro Tag, z. B. Spazierengehen oder Radfahren, fördern die Gesundheit und helfen, das Körpergewicht zu regulieren.

Hier gibt es gesundes Essen auf die Ohren
Wer lieber hört, statt liest, kann sich aktuelle Trends und Tipps für eine ausgewogenere Ernährung auch per Podcast holen. „Spitz die Löffel“ (https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/aktionsprogramm-in-form/podcast-inform-spitz-die-loeffel.html) heißt der Podcast von IN FORM, Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Laut ARAG Experten gibt es immer am Ende eines Monats eine neue Folge.

Ernährungsstrategie der Bundesregierung
Ziel der Ernährungsstrategie der Bundesregierung ist es, Verbrauchern unabhängig von Einkommen und sozialer Herkunft von Anfang an eine gesunde und nachhaltige Ernährung zu ermöglichen. Von der Säuglings- und Kindernahrung über die Betriebskantine bis hin zum Supermarktregal soll es einfacher werden, sich gesund zu ernähren. Da bereits in der Schwangerschaft und während der Kindheit wichtige Grundsteine für das Ernährungsverhalten gelegt werden, gehören laut ARAG Experten vor allem Kinder und Jugendliche zu einer besonders wichtigen Zielgruppe dieser Strategie. Daher hat sich Deutschland im Rahmen der Europäischen Kindergarantie (https://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=1428&langId=de) unter anderem dazu verpflichtet, bedürftigen Kindern und Jugendlichen bis 2030 Zugang zu mindestens einer gesunden Mahlzeit pro Schultag zu ermöglichen.

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/sonstige/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Sie ist der weltweit größte Rechtsschutzversicherer. Aktiv in insgesamt 19 Ländern – inklusive den USA, Kanada und Australien – nimmt die ARAG über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Ihren Kunden in Deutschland bietet die ARAG neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft auch eigene einzigartige, bedarfsorientierte Produkte und Services in den Bereichen Komposit und Gesundheit. Mit rund 4.700 Mitarbeitenden erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von 2 Milliarden Euro.

ARAG SE ARAG Platz 1 40472 Düsseldorf Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Dr. h. c. Paul-Otto Faßbender
Vorstand Dr. Renko Dirksen (Sprecher) Dr. Matthias Maslaton Wolfgang Mathmann Hanno Petersen Dr. Joerg Schwarze Dr. Werenfried Wendler

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Ausgewogen essen im Job: Mitarbeiter sehen Potenziale

Neue Snack5-Studie zu Gemüse-/Obstangeboten am Arbeitsplatz

Ausgewogen essen im Job: Mitarbeiter sehen Potenziale

Die Mehrheit der befragten Arbeitnehmer meint, sie sollte mehr Gemüse/Obst bei der Arbeit essen.

Betriebskantine und Wiener Schnitzel sind in der Vorstellung vieler Menschen so fest miteinander verbunden wie Weihnachten und Plätzchen. Ob das berechtigt ist oder nicht, sei dahingestellt. Wie die Arbeitnehmer aber die Verpflegungssituation mit Gemüse und Obst in ihrem Betrieb einordnen, hat Snack5 in einer aktuellen Studie untersucht. Im Fokus stand dabei die Fragestellung, wie zufrieden sie mit Gemüse-/Obstangeboten in ihrem Unternehmen sind, wo sie Verbesserungspotenziale sehen und welche Bedenken sie bei den Verantwortlichen vermuten, das Verpflegungsangebot zu verbessern.

Die Ergebnisse im Überblick:

1.Eigenes Ernährungsverhalten könnte besser sein
Sich während der Arbeit gesund zu ernähren, halten die meisten Befragten für eher schwierig (48,3 % in D, 46,1 % in Ö). Fast 70 Prozent der Befragten präzisieren, dass sie finden, sie sollten „etwas mehr“ oder „deutlich mehr“ Gemüse und Obst während der Arbeit essen.

2.Hohe Zufriedenheit mit Gemüse-/Obstangeboten in Kantine, Cafeteria & Co.
Rund 70 Prozent der Befragten sind mit dem Gemüse-/Obstangebot in ihrer Kantine oder an anderen Verkaufsstellen im Unternehmen „sehr zufrieden“ oder „eher zufrieden“. Dazu dürfte auch beitragen, dass Gemüse und Obst ansprechend präsentiert wird: zumeist an separaten Salat-/Obstbars oder -buffets und überwiegend mit „richtigem“ Geschirr (kein Plastik).

3.Gemeinschaftsverpflegung noch nicht optimal auf höheren Gemüse-/Obstkonsum ausgerichtet?
Unter dem Schlagwort „Nudging“ beschäftigen sich Ernährungsexperten und Verhaltenswissenschaftler mit der Fragestellung, wie die Verhältnisse zum Beispiel in der Gemeinschaftsverpflegung so gestaltet werden können, dass mehr Gemüse und Obst konsumiert wird. Zu ihren Erkenntnissen und praktischen Empfehlungen zählt unter anderem, Gemüse und Obst so zu platzieren, dass es dem Kantinenbesucher schnell ins Auge fällt, und dass er es gut, schnell und komfortabel erreichen kann. Legt man die Ergebnisse der aktuellen Snack5-Studie zugrunde, gibt es hier noch Verbesserungspotenzial in Kantinen und anderen Verkaufsstellen in Unternehmen: Weniger als ein Drittel der Befragten finden, Gemüse/Obst sei einfach zu erreichen (28,9 % in D, 28,7 % in Ö), nur jeder Vierte kann es in seiner Kantine schnell finden (25,7 % in D, 24 % in Ö).

4.Praktische Hinweise: So würden Beschäftigte mehr Gemüse und Obst essen
Wie können Kantinenbetreiber und Caterer dazu beitragen, dass ihre Kunden mehr Gemüse und Obst essen? Die Beschäftigten liefern in der aktuellen Snack5-Studie wertvolle praktische Hinweise, wie sie sich zu mehr Gemüse und Obst verführen lassen würden. Auf Platz 1 steht der Wunsch, dass zu jedem Essen „automatisch“ eine Gemüse- oder Obstbeilage angeboten werden sollte. Offenbar gilt, sobald Gemüse/Obst auf dem Tablett oder Teller liegen, werden sie auch gegessen. Zu weiteren Anregungen zählen u.a.: mehr Abwechslung bieten, mundgerecht zubereitete Snacks mit Gemüse/Obst anbieten, saisonale Aktionen einplanen, die Größe der Gemüse-/Obstportionen im Verhältnis zu den übrigen Komponenten vergrößern.

5.Vermeintliche Hindernisse überwinden
Mitarbeiter gehen davon aus, dass die Verantwortlichen im Betrieb vor allem Mehrkosten für ausgewogenere Ernährungsangebote (54 % in D, 49 % in Ö) und den vermeintlich damit verbundenen organisatorischen Aufwand (43,6 % in D, 42,1 % in Ö) scheuen. Rund 40 % der Befragten gehen zudem davon aus, ihre Vorgesetzten seien der Meinung, die Mitarbeiter sollen sich selbst um bessere Verpflegungsangebote kümmern.

Wenn das auch aus Sicht der Verantwortlichen die wesentlichen Hemmnisse sind, das Verpflegungsangebot weiter zu verbessern, sollten sie die folgenden Aussagen der Mitarbeiter zur Kenntnis nehmen: Über 40 Prozent der Befragten sagen, sie würden gerne ein dauerhaftes Snackangebot mit Gemüse/Obst im Betrieb mitorganisieren. Ungefähr jeder Dritte wäre bereit, dazu einen finanziellen Beitrag zu leisten. Allerdings sagen auch über 30 Prozent der befragten Mitarbeiter, sie würden sich nicht an der Verbesserung des Verpflegungsangebots beteiligen wollen.

Die Studie wurde als Online-Befragung im November 2021 durchgeführt. In Deutschland wurden 1.017, in Österreich 608 berufstätige Erwachsene befragt. Die Befragten in Deutschland arbeiten zu 12 % in sehr kleinen, zu 16 % in kleinen, zu 31 % in mittleren, zu 41 % in großen Unternehmen. Österreich: 18 % der Befragten arbeiten in sehr kleinen, 23 % in kleinen, 23 % in mittleren, 36 % in großen Unternehmen.

DIe Kampagne Snack5 – Europa genießt Obst und Gemüse wird mit Mitteln der EU finanziert.

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