Apotheken in Bayern und Baden-Württemberg bleiben am 22. November geschlossen

Gemeinsamer Protest mit Großkundgebung in Stuttgart für Erhalt der Versorgungsstruktur

Apotheken in Bayern und Baden-Württemberg bleiben am 22. November geschlossen

LAV-Präsidentin Tatjana Zambo: Das Apothekensterben verschlechtert die Versorgung der Menschen.

Stuttgart – Tausende Apotheken in Baden-Württemberg und Bayern werden am 22. November geschlossen bleiben. Hintergrund ist eine große Protestkundgebung ab 12:05 Uhr an diesem Tag auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Apothekerinnen und Apotheker aus den beiden Bundesländern protestieren an diesem Tag gemeinsam mit ihren Teams für den Erhalt der apothekerlichen Versorgungsstrukturen, für wirtschaftliche Planungssicherheit und eine gesicherte Zukunft für Apotheken mit ihren Angestellten. Am Protesttag werden apothekerliche und politische Redner:innen erwartet. Ebenso sollen Vertreter der Angestellten, der Ärzteschaft und von Patientenorganisationen auf der Kundgebung zu Wort kommen.

„Für uns Apothekerinnen und Apotheker ist es wirklich fünf nach Zwölf. Viele meiner Kolleginnen und Kollegen stehen mit dem Rücken zur Wand. Die aktuellen Arbeitsbedingungen mit Lieferengpässen Personalsorgen und massiv gestiegenen Kosten haben dazu geführt, dass bis zur Jahresmitte schon knapp 400 Apotheken deutschlandweit schließen mussten“, beschreibt Tatjana Zambo, Präsidentin des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg, die aktuelle und bedrohliche Situation. Bis zum Jahresende werden vermutlich insgesamt 600 Apotheken weniger für die Versorgung der Menschen in Deutschland zur Verfügung stehen. Hinzu komme, dass die apothekerliche Vergütung seit über zehn Jahren nicht mehr angepasst wurde. „Hieraus wird klar ersichtlich, dass das Kostengefüge für die Apotheken nicht mehr passt. Kein Mensch kann die heutigen Kosten mit einem „Gehalt“ von vor zehn Jahren bestreiten.“ Die Apothekerschaft fordert deswegen die Politik mit ihrem Protest auf, hier rasch und angemessen zu handeln. Mit jeder Apotheke, die aufgeben müsse, verschlechtere sich die Versorgungssituation für alle Bürgerinnen und Bürger.

Die protestierenden Apothekerinnen und Apotheker aus Bayern und Baden-Württemberg bemängeln, dass die Politik keine geeigneten Maßnahmen ergriffen hat, um die akuten Lieferengpässe in den Griff zu bekommen und die Arzneimittelversorgung in den Apotheken zu erleichtern. Genauso wenig sei die Politik ihrem Versprechen nachgekommen, die Apotheken zu stärken, wie es im Koalitionsvertrag vereinbart wurde. „Darum lautet unsere Forderung „Apotheken stärken. Jetzt!“. Mit den auf dem Tisch liegenden Plänen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach passiert genau das Gegenteil“, klärt Zambo auf. „Mit seiner Idee von „Schein-Apotheken“ ohne Apotheker:in, ohne Labor für Rezepturen und ohne Nacht- und Notdienst verschlechtert er die Versorgung der Menschen in der Fläche. Wenn die Politik jetzt nicht handelt, wird in den kommenden Jahren rund ein Drittel aller Apotheken schließen müssen. Es kann nicht politischer Wille sein, die gute bestehende Struktur zu zerstören“, machte Zambo deutlich.

Am Protesttag sollen die Apotheken im Land geschlossen bleiben Die Versorgung der Menschen mit Arzneimitteln wird durch die Notdienstapotheken gesichert. „Wir raten unseren Patientinnen und Patienten planbare Arzneimittel schon vor dem Protesttag oder am Donnerstag danach zu holen“, erläutert LAV-Präsidentin Tatjana Zambo.

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. setzt sich für die unabhängige Beratung von Patienten, Gesundheitsprävention und die sichere Abgabe von Arzneimitteln ein. In Baden-Württemberg gibt es rund 2.300 öffentliche Apotheken. Der Verband vertritt die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner Mitglieder. Um das Wohl der Patienten kümmern sich im Land neben den approbierten Apothekerinnen und Apothekern auch rund 15.000 Fachangestellte, überwiegend Frauen, in Voll- oder Teilzeit. Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V. ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015.

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Europas Arzneimittelstrategie zur Gewährleistung einer nachhaltigen Gesundheitsversorgung

Europas Arzneimittelstrategie zur Gewährleistung einer nachhaltigen Gesundheitsversorgung

Die am 25. November 2020 verabschiedete Arzneimittelstrategie für Europa markiert einen Meilenstein auf dem Weg zu einer zukunftssicheren Gesundheitsversorgung. Am 26. April 2023 stellte die Europäische Kommission einen Vorschlag für eine neue Richtlinie und eine neue Verordnung vor, die die bestehenden allgemeinen Rechtsvorschriften für Arzneimittel überarbeiten und ersetzen sollen. Ziel ist es, einen umfassenden und nachhaltigen Rechtsrahmen zu schaffen, der nicht nur den Zugang zu erschwinglichen Arzneimitteln gewährleistet, sondern auch die Forschung und Entwicklung von Technologien vorantreibt, die den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten entsprechen. In diesem Kontext erlangt insbesondere der Bereich der alternativen Arzneimittel, wie medizinisches Cannabis, zunehmend an Bedeutung. Hierbei nimmt die Unternehmensgruppe MABEWO AG, einschließlich ihrer Tochtergesellschaft MABEWO PHYTOPHARM AG, die sich auf innovative Technologien spezialisiert hat, eine entscheidende Rolle ein.

Die vier Säulen der Arzneimittelstrategie

Die Arzneimittelstrategie Europas stützt sich auf vier Säulen, die legislative sowie nicht legislative Maßnahmen umfassen:

1. Gewährleistung des Zugangs für Patientinnen und Patienten

Ein zentraler Aspekt der Strategie ist der Zugang zu erschwinglichen Arzneimitteln für alle. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei Bereichen wie Antibiotikaresistenz und seltenen Krankheiten, in denen ein dringender unerfüllter medizinischer Bedarf besteht.

2. Förderung von Wettbewerbsfähigkeit und Innovation

Die Arzneimittelindustrie in der EU soll durch gezielte Maßnahmen gefördert werden, um innovative, hochwertige, sichere und umweltfreundlichere Arzneimittel zu entwickeln.

3. Verbesserung von Krisenvorsorge und -reaktionsmechanismen

Krisen wie COVID-19-Pandemie haben die Bedeutung einer krisenfesten Arzneimittelversorgung eindrücklich verdeutlicht. Die Strategie zielt darauf ab, Lieferketten zu sichern und Engpässe zu beheben, um die Verfügbarkeit von Arzneimitteln unter allen Umständen sicherzustellen.

4. Gewährleistung hoher Qualitäts-, Wirksamkeits- und Sicherheitsstandards

Die EU möchte ihre starke Stimme auf der Weltbühne bewahren, indem sie auf internationale Standards setzt, die eine hohe Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit von Arzneimitteln gewährleisten.

Herausforderungen für den Sektor

In der Europäischen Union erwarten die Menschen einen gleichberechtigten Zugang zu modernen und bezahlbaren Therapien. Arzneimittel spielen eine entscheidende Rolle bei der Diagnose, Behandlung und Prävention von Krankheiten. Dennoch ist der Zugang zu innovativen Therapien nicht für alle Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen gewährleistet, und Engpässe können den Zugang zu dringend benötigten Medikamenten behindern. Die COVID-19-Pandemie hat exemplarisch gezeigt, wie essentiell ein krisenfestes Gesundheitssystem und eine kontinuierliche Verfügbarkeit von Arzneimitteln sind.

Die steigende Alterung der Bevölkerung in Europa und die Zunahme von Krankheiten und Gesundheitsbedrohungen wie COVID-19 stellen weitere Herausforderungen dar. Gleichzeitig stehen Gesundheitssysteme und Patienten vor der finanziellen Hürde, die Kosten für Arzneimittel zu tragen. Die Europäische Union ist vermehrt von Importen aus Drittländern abhängig, was Bedenken hinsichtlich antimikrobieller Resistenzen und der ökologischen Nachhaltigkeit von Arzneimitteln aufkommen lässt.

Die Rolle von MABEWO AG und MABEWO PHYTOPHARM AG

Die Expertisen der PHYTOPHARM AG und der MABEWO AG im innovativen Anlagenbau möchte zur Umsetzung der Arzneimittelstrategie beitragen. Die Herstellung von Arzneimitteln wie beispielsweise medizinischem Cannabis erfordert höchste Sorgfalt, um eine gleichbleibende Qualität der Inhaltsstoffe zu gewährleisten. Dr. Stefan Gall, Geschäftsführer von MABEWO PHYTOPHARM AG, betont die hohen Anforderungen in Europa, die konstante Qualität, hygienische Standards, den Verzicht auf Pestizide und die Stabilität der Wirkstoffgehalte verlangen. In diesem Zusammenhang entwickelt und baut das Unternehmen schlüsselfertige Indoor-Anlagen, die mit maßgeschneiderten Raum-in-Raum-Lösungen allen lokalen Voraussetzungen gerecht werden können. Durch innovative Lösungen und technologische Fortschritte wird zur Förderung von Wettbewerbsfähigkeit und Innovation in der Arzneimittelindustrie beigetragen.

Die Anlagenpalette von MABEWO PHYTOPHARM AG umfasst Wachstumsräume, Nebenräume und alle erforderlichen Betriebsausstattungen. Durch die Modellierung des optimalen Produktions- und Herstellungsprozesses wird eine maximale Gleichförmigkeit der Prozesse gewährleistet. Dies ermöglicht nicht nur das Potenzial, die Reinheit und Qualität des Endprodukts sicherzustellen, sondern gewährleistet auch Nachvollziehbarkeit und wirtschaftliche Effizienz. In enger Zusammenarbeit wird die Entwicklung hochwertiger, sicherer und wirksamer Arzneimittel vorangetrieben, die den therapeutischen Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten entsprechen.

Umsetzung der Arzneimittelstrategie

Eine der zentralen Initiativen der Strategie ist die Reform des EU-Arzneimittelrechts. Im April 2023 wurden Vorschläge für eine neue Richtlinie und eine neue Verordnung zur Überarbeitung und Ersetzung der bestehenden Arzneimittelvorschriften offengelegt. Diese Reformen erstrecken sich auch auf Regelungen für seltene Krankheiten und die speziellen Bedürfnisse von Kindern. Die Bedeutung dieser Maßnahmen kann nicht genug betont werden, da sie dazu beitragen werden, die vielfältigen Herausforderungen im Arzneimittelsektor zu bewältigen und die Gesundheitsversorgung in der EU nachhaltig zu verbessern. Nicht unterschätzt werden darf die Situation, dass viele Patienten aufgrund fehlender Kostenübernahme zwangsläufig Selbstzahler sind. Durch diese Notwendigkeit entstehen große finanzielle Herausforderungen. Die MABEWO PHYTOPHARM AG will mit ihren Lösungen dazu beitragen, den Zugang zu erschwinglichen Arzneimitteln für alle zu gewährleisten. Dazu zählen im Besonderen beispielsweise Schwerkranke, die meist eingeschränkt erwerbsfähig sind und diese Mehrkosten nicht decken können, zu den Betroffenen.

Größte EU-Arzneimittelreform seit 20 Jahren: Medikamente sollen leichter zugänglich, erschwinglich und innovativer werden

Diese Reformen markieren zweifellos die größte Veränderung im EU-Arzneimittelsektor seit zwei Jahrzehnten. Ihr Ziel ist es, Arzneimittel leichter zugänglich, erschwinglicher und innovativer zu machen. Die Arzneimittelstrategie für Europa ist ein mutiges politisches Instrument, das darauf abzielt, die zahlreichen Herausforderungen im Gesundheitssektor anzugehen und die Gesundheitsversorgung der EU für die kommenden Jahre zukunftssicher zu gestalten. In diesem ehrgeizigen Vorhaben spielt die Unternehmensgruppe MABEWO AG, in Partnerschaft mit der PHYTOPHARM AG als Experten im innovativen Anlagenbau, eine zentrale Rolle. Gemeinsam werden sie dazu beitragen, dass alternative Arzneimittel wie medizinisches Cannabis einen festen Platz in der europäischen Gesundheitsversorgung finden und somit den Patientinnen und Patienten nachhaltig zugutekommen.

V.i.S.d.P.:
Jörg Trübl
Umweltingenieur
Verwaltungsrat MABEWO AG

Die MABEWO AG steht für Nachhaltigkeit. „Make a better world“ investiert in die Zukunft und entwickelt innovative Technologien, um die größten Herausforderungen unserer Zeit zu lösen: Klimaschutz, Energiewende, Ressourcenschonung und Lebensmittelversorgung. Herr Jörg Trübl ist ausgebildeter Umweltingenieur und verfügt über 20 Jahre praktische wirtschaftliche Erfahrung in der Unternehmensführung als Berater, Coach und CEO von KMUs in Europa.

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