Zuwanderung in der Schweiz: Zwischen Integration und Irritation

Zuwanderung in der Schweiz: Zwischen Integration und Irritation

Kulturelle Stolperfallen beim Start in der Schweiz (Bildquelle: iStock/AscentXmedia)

Die Schweiz lockt viele Zuwanderer mit Arbeit, Stabilität und guten Löhnen. Doch nicht alle bleiben. Immer mehr Einwanderer kehren enttäuscht in ihre Heimatländer zurück. Ihnen fehlt der soziale Anschluss. Zwischen Integration und Isolation liegen oft nur sprachliche Nuancen und kulturelle Missverständnisse. Aber auch für Unternehmer ist die Niederlassung in der Schweiz eine Herausforderung.

Obwohl die Schweiz als klassisches Einwanderungsland gilt, ist zunehmend ein gegenläufiger Trend zu beobachten: Immer mehr Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft kehren dem Land den Rücken. Die Zahl der Auswanderungen von Zugewanderten hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten verdoppelt. Dabei sind es nicht nur wirtschaftliche Gründe, die zur Rückkehr in die Herkunftsländer führen. Häufig sind es kulturelle Missverständnisse, falsche Erwartungen und zwischenmenschliche Enttäuschungen, warum Zuwanderer die Schweiz wieder verlassen. Aber auch Unternehmer, die sich in der Schweiz ansiedeln wollen, stehen vor Herausforderungen. „In der Schweiz sind die politische Kultur und die Verwaltungspraxis bei Ansiedlungsprojekten für ausländische Unternehmer oft komplexer als erwartet. Das Land ist zwar wirtschaftlich attraktiv und sprachlich vor allem für Deutschsprachige gut zugänglich, aber die Abläufe und Umgangsformen unterscheiden sich deutlich von denen anderer Länder. Dabei ist das Verständnis dieser speziellen Kultur entscheidend“, sagt die Verhandlungsexpertin Dr. Heidi Z“graggen von der Unternehmensberatung URimpuls.

Gemeinsam mit ihrem Geschäftspartner Bruno Dobler begleitet sie Unternehmer bei der erfolgreichen Ansiedlung in der Innerschweiz (https://de.wikipedia.org/wiki/Zentralschweiz). Besonders bei Investitions- und Ansiedlungsvorhaben sind strukturiertes Vorgehen, rechtliche Vorbereitung und kulturelle Sensibilität von zentraler Bedeutung. Wie man nicht vorgehen sollte, zeigte ein konkreter Fall: Ein Unternehmer stieß mit unrealistischen Erwartungen, direktem politischen Druck und unter Missachtung der schweizerischen Umgangsformen zunächst auf Widerstand. Erst durch professionelle Vermittlung (https://www.urimpuls.ch/schwierige-verhandlungen-begleiten-in-politik-wirtschaft-umwelt), diskrete Abklärungen in der Verwaltung und eine präzise Vorbereitung des politischen Gesprächs konnte ein positives Ergebnis erzielt werden. „Erfolgreiche Projekte benötigen ein tiefes Verständnis der föderalen Strukturen und der politischen Kultur der Schweiz (https://www.admin.ch/gov/de/start.html). Die Haltung „Ich bringe Arbeitsplätze, also müsst ihr liefern“ ist nicht zielführend – besonders dann, wenn Verwaltungsprozesse oder rechtliche Grundlagen missachtet werden“, so Strategieberater Bruno Dobler.

Auch wenn politische Entscheidungsträger über einen gewissen Handlungsspielraum verfügen, sind sie auf die rechtssichere Vorarbeit der Verwaltung angewiesen. Ein sachlich vorbereiteter und respektvoll geführter Dialog führt meist schneller zum Ziel als eine aus Unkenntnis und Ungeduld provozierte Konfrontation. Es geht dabei auch um Nuancen im Auftreten, etwa die richtige Anrede oder das Verständnis, dass Nähe zur Politik nicht mit informellem Zugriff verwechselt werden darf. „Gerade für Unternehmer aus dem Ausland ist es ratsam, sich frühzeitig beraten zu lassen. Das bezieht sich nicht nur auf rechtliche, sondern auch auf kulturelle Fragen. Daher ist es uns wichtig, unseren Mandanten neben diesen Aspekten auch das notwendige Wissen über die schweizerische Demokratie und politische Kultur mitzugeben – für einen erfolgreichen Start in der Schweiz“, betont die Unternehmensberaterin Dr. Heidi Z“graggen.

URimpuls hat sich auf die Beratung von KMUs und Entscheidungsträgern in Sektoren wie Finanzen, Handel und öffentliche Verwaltung spezialisiert. Wir bieten durch Konfliktmanagement, Krisenkommunikation und strategische Beratung Unterstützung in kritischen Unternehmenssituationen. Unser Angebot umfasst auch Netzwerkbildung und Standortbestimmung, wobei URimpuls besonders in der Zentralschweiz aktiv ist. URimpuls setzt darauf, ihren Klienten durch praktische Lösungen und neue Perspektiven zur Seite zu stehen, um so optimale Ergebnisse zu erzielen.

Dr. Heidi Z’graggen, Geschäftsführerin von URimpuls AG, bringt aus ihrer politischen Karriere als Ständerätin und ehemalige Regierungsrätin des Kantons Uri umfangreiche Erfahrung in Verhandlungsführung und strategischer Leitung mit. Neben ihrer politischen Laufbahn verfügt sie über akademische Qualifikationen in Politikwissenschaften, Geschichte und Betriebswirtschaft und hat sich durch zahlreiche Weiterbildungen, darunter im Bereich General Management und globale Verhandlungen, weitergebildet. Ihre Kompetenzen in der Gestaltung von partizipativen Prozessen zeichnen sie als Expertin in der Unternehmensberatung aus.

Bruno Dobler, ein erfahrener Unternehmensberater und Krisenmanager, hat eine beeindruckende Karriere. Er ist Unternehmensgründer, Chefpilot und CEO mehrerer Luftfahrtunternehmen. Neben seinen Aufgaben in der Luftfahrt hat Dobler als Mitglied des Bankpräsidiums der Zürcher Kantonalbank und als politischer Vertreter im Zürcher Kantonsrat strategische Führungsqualitäten bewiesen. Seine Expertise in Krisenmanagement, gepaart mit tiefgreifenden Kenntnissen in Finanzen, Handel und Dienstleistungen, macht ihn zu einem gefragten Berater und Redner in der Wirtschaft.

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Testsprungbrett für Ladengeschäfte in der City

Pop-up-Store für Gründungswillige in Top-Lage der Pirmasenser Fußgängerzone

Testsprungbrett für Ladengeschäfte in der City

Helmut Gieseler mit Tochter Céline – Retronose _ erste Nutzer des PopUp-Stores (Bildquelle: Retronose)

Die Eröffnung eines Ladenlokals bedeutet immer auch ein finanzielles Risiko, nicht zuletzt wegen der meist langfristig bindenden Mietverträge. Aber greift das Geschäftskonzept und wird das Sortiment vom Käufer überhaupt angenommen? Um für Gründungswillige den Übergang an der Schwelle kurz vor dem „Ich-wage-es“ zu erleichtern, hat die Stadt Pirmasens zum 1. August 2021 am Schloßplatz und damit in 1A-Lage der Fußgängerzone ein bis dato leerstehendes Ladengeschäft zunächst für den Zeitraum von zwölf Monaten angemietet und dort einen Pop-up-Store eingerichtet. Ab sofort wird das rund 60 Quadratmeter große Geschäft mit Schaufensterfront für zwei bis acht Wochen an potenzielle Gründer vermietet; der subventionierte Wochenmietpreis inklusive Einrichtung, Fensterdekoration und Internetzugang beträgt 75 Euro. Die temporären Mieter müssen zuvor glaubhaft versichert haben, nach dem erfolgreichen Live-Test mit einem eigenen Laden in der Stadt ansässig zu werden. Für die jährliche Unterdeckung von ca. 10.000 Euro konnten lokale Unternehmen und Institutionen als Sponsoren gewonnen werden. Dazu zählen die Zukunftsregion Westpfalz e. V., der Pirmasens Marketing e. V., die VR Bank Südwestpfalz eG, die Sparkasse Südwestpfalz sowie die Unternehmensberatung Sefrin & Partner.

Auch der erste Nutzer des Testsprungbretts hat sich bereits gefunden. So präsentiert Helmut Gieseler ab heute und acht Wochen lang seine Upcycling-Kunstwerke. Unter dem Künstlernamen „Retronose“ fertigt der 55-Jährige aus abgelegten Gegenständen und nicht mehr genutzten Materialen außergewöhnliche Möbel, Einrichtungsgegenstände und Accessoires an, denen er durch die Um- und Neugestaltung ein zweites Leben schenkt.

Hintergrund: Mit dem Wandel umgehen
Die Fußgängerzone gehört zu den Schmuckstücken der Pirmasenser Innenstadt. Jedoch trüben die zunehmenden Leerstände das Bild. Das in anderen Städten ebenfalls bekannte Problem erhält von demografischer Seite her Verstärkung. Seit Entstehen der Einkaufsmeile in den Achtzigerjahren nämlich ist die Einwohnerzahl um rund ein Drittel gesunken. Gerade der Umgang mit Leerständen erfordert kreative und innovative Ansätze. Akteure der Kreativwirtschaft, Kulturschaffende oder Start-ups können hierbei wichtige Impulse liefern und bedürfen einer gesonderten Unterstützung. Das Amt für Wirtschaftsförderung, bei dem auch der City-Manager angesiedelt ist, möchte mit dem Pop-up-Store-Projekt einen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität der Innenstadt leisten.

Aber nicht nur die Innenstadt an sich unterliegt Änderungen, sondern auch die Gesellschaft als Nutzer – Stichworte: demografischer Wandel, Homeoffice, Co-Working, Tourismus. Pirmasens hat sich bereits früh auf den Weg gemacht, den übergreifenden Umwälzungsprozess eng zu begleiten, so etwa über ein Einzelhandelskonzept, das die Innenstadt vor der Abwanderung des Einzelhandels auf die grüne Wiese schützt. Gleichzeitig wurde ein City-Manager implementiert, der als Schaltstelle zwischen Vermietern und potenziellen Mietern, aber ebenso zwischen Verwaltung, Handel und Bürger fungiert.

Den Schritt in die Selbstständigkeit austesten: Von der „Brücke zum Lückenfüllen“ an hochfrequentierter Stelle der Innenstadt erwartet die Stadtführung auch einen positiven Nebeneffekt. Im Pop-up-Store regelmäßig immer wieder neue Läden zu haben, dürfte die Neugierde der Konsumenten wecken und die Pirmasenser Fußgängerzone um eine Attraktion reicher machen.

Neue Ideen für eine lebendige City
„Unsere Innenstädte hatten es schon vor Corona sehr schwer. Umso entscheidender ist es, nicht mehr nur über ihre Revitalisierung zu reden – wir wollen sie mit den betroffenen Städten in der Westpfalz auch konkret realisieren und zwar durch ganz neue Ideen. Dabei ist es uns grundsätzlich besonders wichtig, dass Interessenten die bestmöglichen Rahmenbedingungen für ihre Geschäftsideen vorfinden mit Läden in bester Lage und einer umfassenden Unterstützung in jeglicher Hinsicht. Pirmasens macht nun den Anfang: Der Pop-up-Store ist ein sichtbarer Baustein auf dem Weg hin zu einer lebendigen, vielfältigen Innenstadt“, erläutert Dr. Hans-Günther Clev, Geschäftsführer des Zukunftsregion Westpfalz e. V.

„Meine Upcycling-Werke verstehen sich als Statement gegen Verschwendung und Wegwerfgesellschaft, gleichzeitig möchte ich mit meinen Möbelstücken, Einrichtungsgegenstände und Accessoires – jedes für sich gesehen ein absolutes Unikat – die Langweile beim Einrichten aufbrechen“, so Helmut Gieseler alias „Retronose“, erster Mieter im Pirmasenser Pop-up-Store. „Nach deutschlandweiten Erfolgen und positiver Resonanz auch aus dem Ausland möchte ich nun testen, ob meine Werke auch in der Region Zuspruch und Absatz finden. Ein konkretes Mietobjekt in unmittelbarer Nähe des Pop-up-Store habe ich bereits im Auge.“

„Die Pirmasenser Innenstadt ist seit jeher ein Ort des urbanen Lebens, das geprägt ist durch Handel, Dienstleistungen, Gastronomie, Wohnen und Arbeit sowie dem Zusammentreffen von Menschen“, betont Denis Clauer, Beigeordneter der Stadt Pirmasens. „Unser Auftrag ist es, diesen Angebotsmix an die neuen Bedürfnisse und Erwartungen der Pirmasenser und ihrer Gäste anzupassen. Den Wandel der zentralen Innenstadt wollen wir mit allen Akteuren der Stadtgesellschaft aktiv mitgestalten und auch unkonventionelle Wege einschlagen, um Leerstände zu füllen und Frequenz zu schaffen. Denn: Handel lässt sich nicht mehr überall durch Handel ersetzen. Der heute eingeweihte Pop-up-Store in der Fußgängerzone ist ein Baustein und wichtiger Beitrag zur Attraktivierung der Innenstadt.“

Ergänzendes zur Stadt Pirmasens
Erste urkundliche Erwähnung fand Pirmasens um 850 als „pirminiseusna“, angelehnt an den Klostergründer Pirminius. Der als Stadtgründer geltende Landgraf Ludwig IX. errichtete im heutigen Pirmasens die Garnison für ein Grenadierregiment, es folgten 1763 die Stadtrechte. Am südwestlichen Rand des Pfälzerwalds gelegen und grenznah zu Frankreich ist das rund 42.000 Einwohner zählende, rheinland-pfälzische Pirmasens wie Rom auf sieben Hügeln erbaut. In ihrer Blütezeit galt die Stadt als Zentrum der deutschen Schuhindustrie und ist in dieser Branche heute noch wichtiger Dreh- und Angelpunkt; davon zeugen unter anderem der Sitz der Deutschen Schuhfachschule, des International Shoe Competence Centers (ISC) oder der Standort der ältesten Schuhfabrik Europas. Zu den tragenden Wirtschaftsbereichen zählen unter anderem chemische Industrie, Kunststofffertigung, Fördertechnik-Anlagen und Maschinenbau. Pirmasens positioniert sich heute als Einkaufsstadt mit touristischem Anspruch und gut ausgestattetem Messegelände. Seit 1965 wird eine Städtepartnerschaft mit dem französischen Poissy gepflegt. Weitere Informationen sind unter http://www.pirmasens.de erhältlich.

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