AGENDA 2030 UND DIE SDGs

Less reporting, more accounting – Weniger Berichtswesen, mehr Buchführung

AGENDA 2030 UND DIE SDGs

UN SDG Agenda 2030

Die ökologische Transformationsuhr läuft

Vielleicht seit 1972 tickt diese Uhr, immer lauter. Maßgeblich wurde die Uhr durch den ersten Bericht des Club of Rome gestellt. Mit der Agenda 2030 nahm die Bundesregierung 2015 von 193 UN-Staaten unterzeichneten Nachhaltigkeitsziele [1] in ihre politische Agenda auf. Die Ziele ökologischer Tragfähigkeit, sozialer Gerechtigkeit, wirtschaftlicher Effizienz sowie gesellschaftlicher Teilhabe und Demokratie wurden neu miteinander verbunden. Es entstanden die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung. Global und national. Die Sustainable Development Goals (SDGs) sind in der Graphik 1 in drei Ebenen zusammengestellt und in der zweiten (Graphik 1) in vier Bereiche geordnet. Diese Darstellung macht deutlich, dass der Begriff der Nachhaltigkeit im Vergleich zu dem vor 20 und 50 Jahren erheblich erweitert und aufgefächert wurde.
Unternehmen und die 17 SDG der Agenda 2030

Graphik 1: SDGs und Unternehmenswerte einer Wertebilanz

Der Mensch ist auch ein Naturwesen. Die Biosphäre der Erde gleicht einem lebendigen Organismus. Seit der Antike kennen wir sie auch als Gaia. Vielleicht müssen wir als Menschheit den „Schutz“-Begriff erweitern. Nicht nur die Natur, die Arten müssen geschützt, der Mensch auch vor sich selbst beschützt werden. Vielleicht benötigen wir auch einen neuen oder zumindest präziseren Begriff für Nachhaltigkeit? Wir sind inzwischen mit einer Schwemme von Begriffen von Nachhaltigkeit und Methoden konfrontiert. Wir haben nicht nur green-washing zu beklagen. Wir sehen auch change-washing. [2] Das ist Vortäuschung falscher Transformationstatsachen.

Exploration

Es gibt inzwischen weltweit Tausende von Sustainability Initiativen, Sustainability Managern und inzwischen Abertausende von Nachhaltigkeitsforschern. Im Vermessen der Welt und ihrer Phänomene durch die Wissenschaft sind wir inzwischen auf einem beachtlichen Niveau angelangt. Doch wie und in welcher Form Unternehmen das Messen umsetzen können, bleibt fraglich.

Die beschriebenen 17 SDG sind aus der Perspektive der UN und von Nationen verfasst. Also gleichen also einer national-staatlichen politischen Willenserklärung. Wir erkennen nach eingehendem Studium, dass die Ziele sehr unterschiedliche Wirkung und Dimensionen haben können. Dies gilt ebenso für die Zielrichtungen der einzelnen Ziele wie deren Verbindungen und deren Abhängigkeiten zueinander.

Die 17 Ziele haben von Grund auf eine allgemeine Ausrichtung. Alle Ziele zusammengenommen sind weder für Institutionen noch für Unternehmen erreichbar. Einige Ziele widersprechen anderen oder zehren deren Wirkung auf. Nicht alle Ziele passen ohne weiteres in die Orientierung eines Unternehmens und die SDG weisen untereinander Inkonsistenzen auf [3]. Sie sind eher allgemeiner Natur. Wir haben eine detaillierte Auswertung der 17 SDGs vorgenommen, siehe SDG Wertebilanz Global Indicator Framework after 2021 refinement_EN_RM. Es sind in Summe mit den jeweiligen Unterzielen über 200 Indikatoren. Dabei prüften wir, ob und inwieweit die Ziele den Unternehmen helfen, die Nachhaltigkeitsziele zu finden und einzuhalten, welche der 17 Ziele für die Wirtschaft und im speziellen für Unternehmen nützlich und einsetzbar sind. Neben der Inkonsistenz der Ziele stellten wir fest, dass entscheidende Dinge fehlen wie zum Beispiel Kommunikation und Governance. Diese werden in Ziel 17 nicht hinreichend abgebildet. Es sind uE am Ende 4-5 Ziele, die unseres Erachtens eine nennenswerte Unternehmensrelevanz haben.

Wir sind noch einen Schritt weitergegangen und haben im Sinne der Wertebilanz das Wertesystem mit den 42 Einzelwerten mit den 17 SDGs in Beziehung gesetzt und diese zugeordnet. Hierdurch lässt sich erkennen, dass die Gesamtheit der 17 Ziele für Unternehmen wenig hilfreich ist, konkrete Nachhaltigkeitsaspekte zu realisieren. Das Ökoinstitut unter der Federführung von Prof. Dr. Rainer Grießhammer [4] hat zusammen mit der Universität Witten-Herdecke im Auftrag des BMBF dazu 2021 eine PROSA Studie veröffentlicht [5]. Mittels einer Software ProFitS [6] werden die entwickelten Bewertungsmethoden in einem Werkzeug zusammengefasst. So können Aspekte der 2030 Ziele erfasst und ausgewertet werden.

Wertesensorium
Die Werte der Wertebilanz sind eine Vorschlagsmenge sinnvoller Unternehmenswerte. Sie sind nicht als starres System anzusehen. Eine „Starthilfe“ zu einer Arbeit an Unternehmenswerten. Unternehmen, Mitarbeiter wie Unternehmer bestimmen in aller Freiheit und Souveränität die für das Unternehmen wichtigen und relevanten Werte. Aus dieser Wertekonstellation gilt es folgerichtig, Messpunkte zu identifizieren und schlüssig in der Bilanz in Buchungen zu dokumentieren. Der Versuch, reale Unternehmenswerte mit den SDG Zielen zusammen zu bringen, macht es deutlich, dass die 2030 Agenda für Unternehmen nur hinlänglich funktionieren kann.

[1] https://www.2030agenda.de/de/publication/die-agenda-2030
[2] https://hbr.org/2021/05/overselling-sustainability-reporting
[3] Figure content uploaded by Jason Hickel: https://www.researchgate.net/publication/332422285_The_contradiction_of_the_sustainable_development_goals_Growth_versus_ecology_on_a_finite_planet
[4] https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=110059085
[5] https://www.prosa.org/fileadmin/user_upload/pdf/Nutzenanalyse_Indikatorensteckbriefe_final.pdf
[6] https://www.prosa.org/profits

ANDERS WIRTSCHAFTEN ERFORDERT GANZHEITLICHES BILANZIEREN

Die traditionelle Bilanz weist Lücken und Defizite auf. Den komplexen Herausforderungen der heutigen Welt wird sie nicht mehr gerecht. Ökologische Schwellenwerte und Werte wie Zukunftsfähigkeit, Resilienz, Kooperation, Risiko, Motivation oder Identifikation werden heute nicht hinreichend in Bilanzen repräsentiert. Vieles läuft jenseits der Buchhaltung und Bilanzierung: unbeachtet, verborgen oder externalisiert. Die Wertebilanz schafft Abhilfe. Mit ihrem neuartigen System wird das Bilanzieren um wesentliche Gesichtspunkte ergänzt und realitätsnäher. Werte bilanzierende Unternehmen machen transparent und nachvollziehbar, was sie sozial, kulturell, ökologisch und nachhaltig leisten.

Die Wertebilanz misst 42 relevante Unternehmenswerte, die bisher keine Berücksichtigung finden. Unternehmen werden durch die neuartige Bilanzierung „wertvoller“, weil sie Auskunft über ihre tatsächliche Unternehmensrealität geben. Die identifizierten Werte werden messbar, indem wir sie in Zahlen „geldwert“ dokumentieren. Am Ende steht eine Bilanz, die sich qualitativ sehen lassen kann, weil das Unternehmen in seiner ganzen Wirklichkeit erfasst wird. Die Wertebilanz schafft durch „Aufklärung“ heute die Voraussetzung für die zukünftige Prosperität unserer Ökonomie.

Kontakt
wertebilanz.com
Rainer Monnet
Bayernstraße 18
79100 Freiburg
076161251990
monnet@wertebilanz.com
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Die neue Folge des Podcasts „Zeit zum Umdenken“ ist da

Podcast-Folge mit dem Bürgermeister von Kirchanschöring, Deutschlands erster Gemeinwohl-Gemeinde

Pünktlich zum Monatsanfang gibt es eine neue Folge des Podcasts „Zeit zum Umdenken“, der sich mit den Ideen und Werten der Gemeinwohl-Ökonomie befasst. Zu Gast bei Moderatorin Schlien Gollmitzer ist Hans-Jörg Birner, Erster Bürgermeister von Kirchanschöring, der ersten deutschen Gemeinwohl-Gemeinde. Er berichtet, wie die wertebasierte Form des Wirtschaftens die oberbayerische Gemeinde verändert hat. Gastgeber des Podcasts ist die Sparda-Bank München eG, Deutschlands erste Gemeinwohl-Bank.

In der neuesten Podcast-Folge von „Zeit zum Umdenken“ schildert Kirchanschörings Erster Bürgermeister Hans-Jörg Birner den Prozess hin zur ersten Gemeinwohl-Gemeinde Deutschlands und was sich in Kirchanschöring alles verändert hat, seitdem die Gemeinde gemeinwohlzertifiziert ist. Mit Journalistin und Podcast-Moderatorin Schlien Gollmitzer spricht Birner außerdem über die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, seine Lehren aus der Gemeinwohl-Bilanz und den wichtigen Aspekt des Netzwerkens. Der Bürgermeister gibt zudem Tipps für andere Gemeinden, die ebenfalls eine Gemeinwohl-Bilanz erstellen wollen, und verrät, was er sich für die Zukunft der Gemeinwohl-Ökonomie wünscht – auch im Hinblick auf die politische Diskussion.

Mit ihrem Podcast möchte die Sparda-Bank München über die Ziele und Werte der Gemeinwohl-Ökonomie informieren und diskutiert gemeinsam mit ihren Gästen über die Frage, wie wir in Zukunft leben und wirtschaften wollen. Zu Gast waren unter anderem bereits der Ökostromanbieter Polarstern, der Outdoor-Ausrüster VAUDE und der Münchner Privatradiosender egoFM.

Der Podcast „Zeit zum Umdenken“ der Sparda-Bank München kann über alle gängigen Streaming-Dienste abonniert werden und ist auch auf folgender Website zu finden:
https://www.sparda-m.de/podcast

Daten und Fakten zur Sparda-Bank München eG
Die Sparda-Bank München eG ist Deutschlands erste Gemeinwohl-Bank. In ihrem Geschäftsgebiet Oberbayern betreut sie rund 287.000 Mitglieder.

Das Wohl von Mensch und Umwelt ist in der Gemeinwohl-Ökonomie oberstes Ziel des Wirtschaftens. Sie steht somit für ein wertebasiertes Wirtschaften. Gemeinwohl-Unternehmen messen ihr Handeln zum Wohl der Gesellschaft in der Gemeinwohl-Bilanz. Weitere Informationen unter www.wirtschaft-fuer-alle.de.

Über die NaturTalent Stiftung gemeinnützige GmbH und die NaturTalent Beratung GmbH unterstützt, entwickelt und begleitet die Sparda-Bank München Projekte, die die Einzigartigkeit von Menschen sichtbar machen und ihnen Zugang zu ihrem Naturtalent ermöglichen.

Firmenkontakt
Sparda-Bank München eG
Christine Miedl
Arnulfstraße 15
80335 München
089/55142- 3100
presse@sparda-m.de
http://www.sparda-m.de

Pressekontakt
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90768 Fürth
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Sparda-Bank München sucht Werte-Botschafter für Nachhaltigkeitsziele

Sparda-Bank München sucht Werte-Botschafter für Nachhaltigkeitsziele

Mit einem Sonderbudget von insgesamt 150.000 Euro aus dem Gewinn-Sparverein startet die Sparda-Bank München eG auch in diesem Jahr wieder ihre Aktion „Werte-Botschafter*in“. Gemäß dem Motto „Werte-Botschafter*in für nachhaltige Entwicklung“ steht die Spendenkampagne ganz im Zeichen der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele. Vereine und Initiativen, die sich für die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft einsetzen, können sich bewerben und finanzielle Unterstützung erhalten.

Von der Armuts- und Hungerbekämpfung über den Zugang zu Bildung bis hin zur Gleichstellung der Geschlechter: Die Agenda 2030 und die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen beschreiben die verschiedenen Bereiche, in denen wir uns für eine menschenwürdige und faire Zukunft auf dem gesamten Planeten verbessern müssen. Die Sparda-Bank München eG trägt diesen Zielen mit der Aktion „Werte-Botschafter*in für eine nachhaltige Entwicklung“ Rechnung und stellt aus den Mitteln des Gewinn-Sparvereins der Sparda-Bank München e. V. ein Sonderbudget von 150.000 Euro zur Verfügung. Gemeinnützige Vereine und Initiativen aus der Region Oberbayern, die sich im Rahmen ihres Engagements für eines oder mehrere der 17 Nachhaltigkeitsziele einsetzen, können sich noch bis 30. September 2022 unter www.sparda-m.de/wertebotschafter bewerben und finanzielle Unterstützung erhalten. Die Spenden werden nach erfolgreicher Prüfung der eingereichten Unterlagen laufend ausbezahlt, bis das Sonderbudget komplett verbraucht ist.

Gesellschaftliches Engagement als wichtige Säule
Als Deutschlands erste Gemeinwohl-Bank gehört das zivilgesellschaftliche Engagement ebenso wie die Themen Ökologie und Nachhaltigkeit seit jeher fest zum unternehmerischen Handeln der Sparda-Bank München. „Für die Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele ist das Engagement aus der Gesellschaft heraus mindestens genauso wichtig wie etwa gesetzliche Vorgaben. Mit der Aktion „Werte-Botschafter*in“ möchten wir deshalb all die Menschen unterstützen, die sich mit viel Herzblut und Leidenschaft für die so wichtigen Zukunftsthemen – und damit für uns alle – einsetzen. Nur gemeinsam wird die Agenda 2030 ein Erfolg“, so Christine Miedl, Direktorin Unternehmenskommunikation der Sparda Bank München.

Die eingereichten Projekte müssen einen Schwerpunkt im Bereich ökologische, soziale und/oder ökonomische Nachhaltigkeit aufweisen können. Alle Teilnahmebedingungen und Details zur Aktion, die Voraussetzungen für die Bewerbungen sowie die entsprechenden Unterlagen sind unter www.sparda-m.de/wertebotschafter zu finden.

Daten und Fakten zur Sparda-Bank München eG
Die Sparda-Bank München eG ist Deutschlands erste Gemeinwohl-Bank. In ihrem Geschäftsgebiet Oberbayern betreut sie rund 287.000 Mitglieder.

Das Wohl von Mensch und Umwelt ist in der Gemeinwohl-Ökonomie oberstes Ziel des Wirtschaftens. Sie steht somit für ein wertebasiertes Wirtschaften. Gemeinwohl-Unternehmen messen ihr Handeln zum Wohl der Gesellschaft in der Gemeinwohl-Bilanz. Weitere Informationen unter www.wirtschaft-fuer-alle.de.

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