GORILLA marketing bläst kreatives Design ins Ländle

Mit kreativen Marketinglösungen in den Bereichen Print, Web, Film und Audio unterstützt GORILLA marketing regionale Unternehmen beim Durchstarten

GORILLA marketing bläst kreatives Design ins Ländle

GORILLA marketing – Made with ❤️ im Ländle

Ein frischer Wind weht durch die Städte von Reutlingen, Tübingen, Balingen, Metzingen und den gesamten Zollernalbkreis – er trägt den kreativen Spirit von GORILLA marketing mit sich. Die junge, dynamische Werbeagentur aus Baden-Württemberg bringt innovative Marketinglösungen und originelles Design, das stolz den Stempel „Made with HERZ im Ländle“ trägt, in die Region.

Seit der Gründung im Juli 2024 setzt GORILLA marketing Maßstäbe in kreativem und maßgeschneidertem Marketing. Mit einem erfahrenen Team aus Koryphäen der Werbebranche bietet die Full-Service-Agentur Lösungen in den Bereichen Filmproduktion, Audio-Jingles, Printdesign, Illustrationen, Corporate Identity und Fotografie. Die Mission: Unternehmen in der Region eine starke, unverwechselbare Markenpräsenz zu verleihen – mit Herz und Verstand, verwurzelt im baden-württembergischen Ländle.

„Made with HERZ im Ländle ist für uns mehr als ein Slogan“, erklärt Michael Prinz, Geschäftsführer von GORILLA marketing und kreativer Visionär mit über 25 Jahren Erfahrung in der Werbebranche. „Wir leben und arbeiten in dieser Region und sind stolz, die Unternehmen hier mit kreativen Ideen zu unterstützen, die ankommen. Unser Ziel ist es, lokalen Firmen und Handwerksbetrieben zu helfen, sich aus der Masse abzuheben – mit Marketing, das auffällt, begeistert und Erfolg bringt.“

Vom Bodensee bis in den Schwarzwald: Kreativität ohne Grenzen
GORILLA marketing verfolgt einen unkonventionellen Ansatz. Während viele Agenturen auf Standardlösungen setzen, geht GORILLA marketing neue Wege. Guerilla-Marketing-Aktionen, die im Gedächtnis bleiben, maßgeschneiderte Imagefilme, die die Geschichte eines Unternehmens emotional erzählen, und auffälliges Printdesign, das von der Visitenkarte bis zum Großformatplakat einheitlich gestaltet ist – das sind nur einige Beispiele der breiten Palette der Dienstleistungen.

„Unsere Stärke liegt in der Kombination aus Erfahrung und kreativem Denken“, so Prinz weiter. „Wir entwickeln Konzepte, die optisch beeindrucken und klare Botschaften transportieren. Ob in Reutlingen, Balingen oder am Bodensee – wir holen Unternehmen dort ab, wo sie stehen, und zeigen ihnen neue Wege, ihre Marke zu inszenieren.“

Ein starkes Netzwerk für die Region
GORILLA marketing bringt regionale Unternehmen auf die digitale Bühne. Mit Fokus auf kleinere und mittelständische Betriebe unterstützt die Agentur Firmen, die oft keine eigene Marketingabteilung haben. „Wir sind nicht nur eine Werbeagentur“, betont Prinz. „Wir sehen uns als Partner unserer Kunden, der kreative Lösungen entwickelt und die langfristige Markenstrategie im Blick behält.“

In Zeiten der Digitalisierung, in denen viele Unternehmen von den Möglichkeiten des Online-Marketings überfordert sind, bietet GORILLA marketing Unterstützung. „Wir kümmern uns um das Design und die SEO-Optimierung der Websites unserer Kunden, damit sie im Netz gut gefunden werden. Was nützt das beste Design, wenn es niemand sieht?“, erklärt Prinz.

Ein kreativer Ansatz, der für Gesprächsstoff sorgt
Mit kreativen Ideen und starker regionaler Verankerung ist GORILLA marketing auf dem besten Weg, eine feste Größe in der Marketinglandschaft Baden-Württembergs zu werden. Die Leidenschaft des Teams und die Liebe zur Region spiegeln sich in jedem Projekt wider.

„Was uns antreibt, ist die Begeisterung für das, was wir tun. Diese Begeisterung steckt an“, so Prinz. „Wir möchten, dass Unternehmen aus der Region stolz auf ihre Marke sind – und wir helfen ihnen mit einem kreativen Ansatz, diese auf die nächste Stufe zu heben.“

PRESSEMITTEILUNG
Frischer Wind in der Marketinglandschaft: GORILLA marketing bringt kreatives Design „Made with im Ländle“ in die Region

Reutlingen, 12. September 2024 – Ein frischer Wind weht durch die Städte von Reutlingen, Tübingen, Balingen, Metzingen und den gesamten Zollernalbkreis – und er trägt den unverwechselbaren kreativen Spirit von GORILLA marketing mit sich. Die junge, dynamische Werbeagentur mit Sitz im Herzen Baden-Württembergs bringt innovative Marketinglösungen und originelles Design, das stolz den Stempel „Made with im Ländle“ trägt, in die Region.

Seit der Gründung im Juli 2024 setzt GORILLA marketing neue Maßstäbe, wenn es um kreatives und maßgeschneidertes Marketing für Unternehmen geht. Mit einem erfahrenen Team aus echten Koryphäen der Werbebranche bietet die Full-Service-Agentur individuelle Lösungen in den Bereichen Filmproduktion, Audio-Jingles, Printdesign, Illustrationen, Corporate Identity und Fotografie. Die Mission: Unternehmen in der Region eine starke, unverwechselbare Markenpräsenz zu verleihen – und das mit Herz und Verstand, tief verwurzelt im baden-württembergischen Ländle.

„Made with im Ländle bedeutet für uns mehr als nur einen Slogan“, erklärt Michael Prinz, einer der Geschäftsführer von GORILLA marketing und selbst ein kreativer Visionär mit über 25 Jahren Erfahrung in der Werbebranche. „Wir leben und arbeiten in dieser Region und sind stolz darauf, die Unternehmen hier mit kreativen Ideen zu unterstützen, die wirklich ankommen. Unser Ziel ist es, lokale Firmen und Handwerksbetriebe dabei zu helfen, sich aus der Masse hervorzuheben – mit Marketing, das auffällt, begeistert und nachhaltigen Erfolg bringt.“

Vom Bodensee bis in den Schwarzwald: Kreativität ohne Grenzen
Was GORILLA marketing besonders macht, ist der unkonventionelle Ansatz, den das Team verfolgt. Während viele Agenturen auf Standardlösungen setzen, geht GORILLA marketing neue Wege. Guerilla-Marketing-Aktionen, die in den Köpfen der Menschen bleiben, maßgeschneiderte Imagefilme, die die Geschichte eines Unternehmens auf emotionale Weise erzählen, und auffälliges Printdesign, das von der Visitenkarte bis zum Großformatplakat aus einem Guss kommt – das sind nur einige Beispiele für die breite Palette der Dienstleistungen, die das Team anbietet.

„Unsere Stärke liegt in der Kombination aus langjähriger Erfahrung und frischem, kreativem Denken“, so Prinz weiter. „Wir entwickeln Konzepte, die nicht nur optisch beeindrucken, sondern auch eine klare Botschaft transportieren. Ob in Reutlingen, Balingen oder am Bodensee – wir holen Unternehmen dort ab, wo sie stehen, und zeigen ihnen neue Wege, ihre Marke zu inszenieren.“

Ein starkes Netzwerk für die Region
GORILLA marketing hat sich zum Ziel gesetzt, regionale Unternehmen auf die digitale Bühne zu bringen. Mit einem besonderen Fokus auf kleinere und mittelständische Betriebe unterstützt die Agentur Firmen, die oft nicht über eine eigene Marketingabteilung verfügen. „Wir sind nicht einfach nur eine Werbeagentur“, betont Prinz. „Wir verstehen uns als Partner unserer Kunden, der nicht nur kreative Lösungen entwickelt, sondern auch die langfristige Markenstrategie im Blick behält.“

Besonders in Zeiten der Digitalisierung, in denen viele Unternehmen mit der Vielfalt an Online-Marketing-Möglichkeiten überfordert sind, bietet GORILLA marketing eine willkommene Unterstützung. „Wir kümmern uns nicht nur um das Design, sondern auch um die SEO-Optimierung der Websites unserer Kunden, damit sie im Netz gut gefunden werden. Denn was nützt das schönste Design, wenn es niemand sieht?“, erklärt Prinz.

Ein kreativer Ansatz, der für Gesprächsstoff sorgt
Mit kreativen Ideen und einer starken regionalen Verankerung ist GORILLA marketing schon jetzt auf dem besten Weg, eine feste Größe in der Marketinglandschaft Baden-Württembergs zu werden. Die Leidenschaft, mit der das Team arbeitet, und die Liebe zur Region spiegelt sich in jedem Projekt wider.

„Was uns antreibt, ist die Begeisterung für das, was wir tun. Und diese Begeisterung steckt an“, so Prinz. „Wir möchten, dass Unternehmen aus der Region stolz auf ihre Marke sind – und wir helfen ihnen dabei, diese mit einem einzigartigen, kreativen Ansatz auf die nächste Stufe zu heben.“

Über GORILLA marketing
GORILLA marketing wurde zwar erst im Juli 2024 als kreative Full-Service-Werbeagentur gegründet, aber alle Beteiligten haben sich seit Jahren als Spezialisten in ihrem Bereich in der bundesweiten Werbebranche etabliert. Das erfahrene Team bietet maßgeschneiderte Marketinglösungen in den Bereichen Print, Film, Audio, Illustration und Corporate Identity, mit einem starken Fokus auf die Region. Mit dem Claim „Made with HERZ im Ländle“ betont die Agentur ihre Verbundenheit zur Heimat und setzt auf kreative Lösungen, die sowohl visuell als auch strategisch überzeugen.

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Elche und Einhörner in Tübingen

BioGrafie: Dr. Harpreet Singh, Geschäftsführer Immatics Biotechnologies GmbH

Elche und Einhörner in Tübingen

Dr. Harpreet Singh, Mitgründer und Geschäftsführer der Immatics Biotechnologies GmbH (Bildquelle: Andreas Körner/BioRegio STERN Management GmbH)

(Stuttgart/Tübingen) – Dr. Harpreet Singh ist Mitgründer und Geschäftsführer der Immatics Biotechnologies GmbH. Das Tübinger Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von T-Zell-basierten Immuntherapien für die Behandlung von Krebs spezialisiert. An inzwischen drei Standorten – neben Tübingen noch München und Houston, Texas – sind insgesamt rund 400 Mitarbeiter beschäftigt, die meisten davon am Hauptstandort in Tübingen. Nach dem erfolgreichen IPO an der Technologiebörse Nasdaq im Jahr 2020 wurde jüngst ein milliardenschwerer Vertrag mit dem US-Pharmakonzern Bristol Myers Squibb verkündet. Seit Singh das Unternehmen vor über 20 Jahren mitgründete, ließ er sich nicht von seinem Weg abbringen, eine wirksame Waffe gegen Krebs zu entwickeln. Aktuelle Nachrichten und Studien aus dem Unternehmen sprechen dafür, dass er diesem Ziel immer näher kommt.

Es war keine Schnapsidee, aber Hochprozentiges hat bei der Gründungsgeschichte des Unternehmens in Tübingen womöglich doch eine Rolle gespielt, als Harpreet Singh und Niels Emmerich in der Liquid Kelter Bar in Tübingen saßen. „Die Idee für den Namen entstand bei einem Boston Sour“, ist sich Singh sicher. Der klassische Cocktail aus Bourbon, Zitronensaft, Sirup sowie einem Eiweiß wäre damit ein Geburtshelfer für Immatics gewesen. In dem Start-up stellten die beiden Doktoranden ab dem Jahr 2000 zunächst Bioreagenzien her und verkauften sie an Forschungsinstitute. Noch war nicht zu erahnen, dass das Unternehmen in der Zukunft an einem Mittel gegen Krebs arbeiten würde. Denn der damals 26-jährige Jungunternehmer Singh hatte seine Studienzeit nicht nur im Labor verbracht; gemeinsam mit dem späteren Oberbürgermeister der Stadt Tübingen organisierte er beispielsweise 1997 einen Streik an der Universität. Daraus wurde eine Freundschaft, die bis heute Bestand hat. „Boris Palmer hat die Bedeutung der Biotechnologie für diesen Standort sehr früh erkannt und sich dafür eingesetzt“, erklärt Singh.

Im Jahr 2000 zog Immatics als einer der ersten Mieter im neuen Technologiepark Tübingen-Reutlingen ein. Sie trotzten als Start-up in diesen Jahren dem „nuklearen Winter“ für die Branche, erinnert sich Singh. „Wir haben es trotzdem geschafft, denn wir hatten Glück und haben die richtigen Leute getroffen. Beispielsweise Dietmar Hopp, den bis heute größten Anteilseigner des Unternehmens, der auch in schwierigen Zeiten immer an uns geglaubt hat, oder die Brüder Strüngmann, die seit über 10 Jahren Gesellschafter der Immatics sind. Ohne diese Menschen würde es die Biotechnologie in Deutschland heute gar nicht geben.“

Wie für den perfekten Boston Sour kommt es eben auch bei Unternehmen auf die Rezeptur an: die richtigen Leute am richtigen Ort. Rückblickend betrachtet Singh es daher als großes Glück, dass er während seines Studiums der Biochemie in Tübingen Prof. Dr. Hans-Georg Rammensee traf, der die Abteilung Immunologie des Interfakultären Instituts für Zellbiologie der Eberhard Karls Universität Tübingen leitete – und immer noch leitet. Bei diesem Ausnahme-Forscher hat Singh nicht nur promoviert: „Die Immatics gründete auf dem, was er geschaffen hat, er ist Teil unserer Entstehungsgeschichte. Er hat im Prinzip die Grundlagen für die moderne T-Zell-basierte Immuntherapie geschaffen, die darauf beruht, dass eine T-Zelle, also ein weißes Blutkörperchen, an eine Zielstruktur auf der Oberfläche einer Tumorzelle andockt. Diese Zielstruktur ist ein Peptid, das in ein sogenanntes HLA-Molekül eingebettet ist“, erläutert Singh. Und dann erklärt er für den Laien, was für Fachleute vermutlich offensichtlich ist: Sowohl in den Geschäftsräumen der Immatics als auch in der Abteilung Immunologie in der Universität Tübingen sind zahlreiche Abbildungen von Elchen zu finden: „Die Struktur des HLA-Moleküls hat Ähnlichkeit mit einem Elchkopf, deshalb ist er das Maskottchen der HLA-Immunologen in Tübingen.“

Die Körperpolizei greift ein!
Toni Weinschenk, ein weiterer Mitgründer und Mitglied des Vorstands der Immatics hat dieses Wissen aus der Universität Tübingen weiterentwickelt und eine Technologieplattform geschaffen, mit deren Hilfe man feststellen kann, welche Zielstrukturen auf einem Tumor vorhanden sind. T-Zellen docken normalerweise mit Hilfe von T-Zell-Rezeptoren an den Zielstrukturen an und bekämpfen so den Krebs. Manchmal hat das Immunsystem „vergessen“, diese Zielstrukturen zu erkennen und ist dank der Immatics-Technologie in der Lage, die Zielstruktur zu erkennen und zu bekämpfen. Dieses Thema beschäftigt Singh seit seiner Kindheit. Aus der Sicht des damals 7-Jährigen war das ein Job für die „Körperpolizei“. „Ich lag als Kind mit einer Infektion und hohem Fieber im Bett. Meine Mutter erklärte mir, dass in meinem Blut die Körperpolizei aufräumt, das hat mich sehr fasziniert“, erinnert sich Singh, der inzwischen selbst Vater von zwei Söhnen ist. „Diese Polizisten setzen wir jetzt in der Onkologie ein, indem wir ihnen durch eine Gentherapie einen Rezeptor einpflanzen. Und mit Hilfe dieser „Waffe“ können wir jetzt Tumorzellen sehr spezifisch identifizieren, um sie zu bekämpfen.“

Dass das nicht nur im Labor funktioniert, konnte Immatics inzwischen in ersten klinischen Studien mit Menschen zeigen. „Bei der Hälfte der Patienten konnten wir sehen, dass die Tumore binnen weniger Tage regelrecht anfingen zu schmelzen“, so Singh. „Es waren Patienten, die schon zahlreiche Vorbehandlungen hatten, bei denen nichts mehr funktionierte. Dennoch sind riesige Tumore binnen weniger Wochen geschrumpft. Das ist für mich, der seit Jahrzehnten daran arbeitet, ein wirksames Mittel gegen Krebs zu finden, ein wahnsinnig tolles Ergebnis.“ Jetzt ist der Blick schon nach vorne gerichtet. Im nächsten Schritt gilt es zu prüfen, ob und wie lange dieser Effekt auch anhält und damit nachhaltig einen medizinischen Nutzen für den Krebspatienten erzielt.

Keine heimlichen Ausflüge ins Labor
„Meine Motivation ist es seit Jahrzehnten, eine wirksame Waffe gegen den Krebs zu finden, darauf konzentriere ich mich.“ Wenn er sich mal nicht auf diesen Kampf konzentriert, entspannt sich der Familienvater am liebsten zu Hause. „Früher bin ich mit dem Gleitschirm geflogen, heute freue ich mich, wenn ich meinen Söhnen das Skifahren beibringen kann.“ Da er aus familiären Gründen in München wohnt, wo das Unternehmen, neben Houston in Texas, einen weiteren Standort hat, ist er häufig unterwegs. Längst ist der Unternehmer mehr in Büros als im Forschungslabor, was er durchaus auch bedauert: „Vor zehn Jahren hat mich die Forschung so wenig losgelassen, dass ich mich nachts heimlich ins Labor geschlichen habe. Heute fokussiere ich mich darauf, gemeinsam mit dem fantastischen Team das Unternehmen voranzutreiben.“ Seine größte Stärke sieht er in der Kommunikation: „Ich kann wohl ganz gut übersetzen – von der komplexen Forschung in etwas, das von Menschen verstanden wird. Das ist nicht nur in Interviews wichtig, sondern auch gegenüber Investoren.“

Denn Investoren sind für Biotech-Unternehmen wie Immatics nach wie vor von großer Bedeutung, da diese Unternehmen in der Regel erst nach Jahrzehnten Produkte anbieten können, mit denen sie auch Geld verdienen. Dietmar Hopp ist beispielsweise über seine Heidelberger Investmentgesellschaft dievini mit rund 26 Prozent größter Einzelaktionär von Immatics. Nach dem erfolgreichen Börsengang an die Nasdaq im Jahr 2020 wurde jüngst ein milliardenschwerer Vertrag mit dem US-Pharmakonzern Bristol Myers Squibb verkündet. Auf den Top-Deal reagierte die Börse mit einem Kurssprung. Es läuft also gut für die Immatics, die in den Jahren seit der Gründung auch immer mal wieder Rückschläge hinnehmen musste. Start-up-Unternehmen mit einer Marktbewertung von über einer Milliarde US-Dollar werden in der Branche „Einhörner“ genannt. Ob die sich nicht hervorragend mit den Elchen in der Tübinger Immatics-Zentrale verstehen würden, ist für Singh keine Frage: „Im Moment sind alle Börsen in Wallung und das hat nicht unbedingt etwas mit unseren Leistungen zu tun. Die kurzfristigen Ausschläge nach oben oder unten sind für mich nicht relevant. Wichtig ist, dass wir echte Werte für Krebspatienten schaffen.“

Lernen, Erfolge zu feiern
Dass das Unternehmen, neben Deutschland, auch in den USA ansässig ist, ergebe Sinn, erklärt Singh, der sowohl Geschäftsführer der Immatics Biotechnologies GmbH in Tübingen ist als auch CEO der US-amerikanischen Immatics US, Inc.: „Die Denkweise in den USA ist: Es gibt Unternehmen, die es schaffen und es gibt Unternehmen, die es eben nicht schaffen. Es liegt in der Natur eines Ventures, dass man ein Risiko eingeht. Ich liebe Deutschland, ich bin hier geboren, aber hier fokussieren wir uns oft zu sehr auf das Negative, die Möglichkeit des Scheiterns. Das ist zwar Teil der deutschen Kultur, hier sollten wir uns aber von den Amerikanern abschauen, Erfolge zu feiern. Wir können wahnsinnig stolz sein, dass zwei von drei Unternehmen weltweit, die die mRNA-Technologie beherrschen, in Deutschland sitzen. Das ist super.“ Wenn es um die Bewertung der eigenen Leistung geht, sind Singh Superlative aber fremd: „Bescheidenheit ist etwas, was wir in unserer Kultur bei Immatics verinnerlicht haben, auch das geht auf Prof. Rammensee zurück. Der wird seit Jahrzehnten hochgelobt und ist dennoch immer auf dem Boden geblieben, das hat mich sehr beeindruckt.“ Bei der Entdeckung der mRNA und ihrer Möglichkeiten, spielte ebenfalls Rammensee eine große Rolle. „Das ist direkt nebenan im gleichen Stockwerk hier in Tübingen passiert.“ Viele Jahre später wurde diese Entdeckung die Grundlage für die Entwicklung der ersten Impfstoffe gegen SARS-CoV-2. Singh gehörte aus Überzeugung zu den ersten Studienkandidaten der CureVac: „Daher hatte ich lange Zeit keinen Impfstatus.“ Das hat er aber längst nachgeholt und reist nach zwei Jahren Homeoffice wieder rund um den Globus: „Nur Zoom, da geh“ ich ein“, lacht er. Ob er jemals die Entscheidung in der Liquid Kelter Bar in Tübingen bereut habe? „Nein niemals, Immatics ist mein Leben.“

Über die BioRegio STERN Management GmbH:
Die BioRegio STERN Management GmbH ist Wirtschaftsentwickler für die Life-Sciences-Branche. Sie fördert im öffentlichen Auftrag Innovationen und Start-ups und trägt so zur Stärkung des Standorts bei. In den Regionen Stuttgart und Neckar-Alb mit den Städten Tübingen und Reutlingen ist sie die zentrale Anlaufstelle für Gründer und Unternehmer.
Die BioRegion STERN zählt zu den großen und erfolgreichen BioRegionen in Deutschland. Alleinstellungsmerkmale sind die bundesweit einzigartige Mischung aus Biotechnologie- und Medizintechnikunternehmen sowie die regionalen Cluster der Automatisierungstechnik, des Maschinen- und Anlagenbaus.

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Mit eigenem Kopf und eigenen Händen etwas Neues und Besseres schaffen

BioGrafie: Dr. Michael Burnet, Geschäftsführer Synovo GmbH

Mit eigenem Kopf und eigenen Händen etwas Neues und Besseres schaffen

Schafft Neues in der BioRegion STERN: Dr. Michael Burnet, Managing Director der Synovo GmbH (Bildquelle: Andreas Körner/BioRegio STERN Management GmbH)

(Stuttgart/Tübingen) – Dr. Michael Burnet ist Gründer, Geschäftsführer, Forscher und Erfinder. Fünf Unternehmen hat er bereits auf einen hoffnungsvollen Weg gebracht. Mit der Tübinger Synovo GmbH, einem pharmazeutischen Forschungsunternehmen, entwickelt er unter anderem Therapien gegen die Lungenentzündung, die Covid-19 so gefährlich macht. Mit der Qualizyme Diagnostics GmbH & Co KG in Graz, Österreich, produziert er ein erfolgreiches Frühwarnsystem für Wundinfektionen. Neben seiner Forschungs- und Geschäftsführungstätigkeit erfindet Burnet Küchenutensilien und Möbel. Im August wird der neue Synovo-Firmensitz in Tübingen eingeweiht – mit genug Platz für Hightech-Forschung und eine Drehbank.

Tropfende Milchkännchen können lästig sein. Vor allem bei Besprechungen mit wichtigen Kunden. „Milch hat aufgrund ihres Fettgehalts eine andere Oberflächenspannung als Wasser, Tee oder Kaffee; ich habe ein Kännchen aus Teflon entworfen, das dennoch absolut tropffrei funktioniert“, erklärt der promovierte Biochemiker, während er schwungvoll – und selbstverständlich, ohne zu kleckern – eingießt. Es ist bezeichnend für Dr. Michael Burnet, dass er sich nicht ärgert, sondern nach Lösungen sucht. Das gilt fürs Kaffeetrinken genauso wie für die Medizin.

Mit seinem Unternehmen Synovo forscht er im Auftrag von Kunden aus der pharmazeutischen Industrie an Projekten im Bereich der Optimierung entzündungshemmender und immunsuppressiver Arzneimittel. „Wir verdienen Geld, indem wir Lösungen für die Frühphase in der Pharmaforschung suchen“, erklärt Burnet. Fünf Firmen hat der 53-Jährige bis heute gegründet, „zwei davon dauerhaft profitabel“, wie er selbst sagt. Neben Synovo ist das das Unternehmen Qualizyme im österreichischen Graz. Hier werden Lösungen zur Wunddiagnostik entwickelt. „Eine nicht heilende Wunde hat eine Ursache, aber die Diagnostik in diesem Bereich ist noch sehr ‚basic‘. Unser Produkt kann detektieren, dass die Immunantwort aktiviert ist und eine Infektion droht.“ Geleitet wird Qualizyme von zwei jungen Wissenschaftlerinnen. Ausgezeichnet mit dem Phönix Gründerpreis, gehört das Unternehmen zu den meistversprechenden MedTech-Startups des Landes.

„Ich habe von Anfang an versucht, nicht am Tropf von Geldgebern zu hängen, wir beteiligen uns zwar an EU- und BMBF-Projekten, aber die machen nur rund sieben Prozent unseres Umsatzes aus.“ Burnet sucht nach dem perfekten Milchkännchen auch beim Thema Gesundheitswirtschaft. „Es gilt, moderne Produkte schneller in den Markt zu bringen, das macht sie auch günstiger. ‚Value based pricing‘ – der Erstattungspreis hängt direkt vom Nutzen ab – kann Biotech-Firmen generell sehr helfen, wenn es zu früheren Umsätzen führt.“ Wir in Deutschland könnten eine Vorreiterrolle übernehmen, sagt er und schwärmt von den Verhältnissen in Australien: „Wenn dort jemand klinische Entwicklung macht, erstattet der Staat 43 Prozent der Kosten. Dadurch gewinnt man frühen Zugang zu neuen Therapien und fördert einen sehr aktiven Forschungssektor.“ Forschung und Entwicklung sind aus seiner Sicht existenziell: „Erfindergeist ist enorm wichtig und viele Erfindungen werden von ganz normalen Leuten und in kleinen Firmen gemacht. Dafür braucht man erstmal nur einen Kopf – und dann ein Umfeld, in dem die Entwicklung finanziert wird.“

Ein Weltbürger, der sich als Europäer sieht
Mit dem Anliegen, Wissen zu vermehren, bleibt er einer Familientradition treu, die sogar in Wikipedia nachzulesen ist: Sein Großvater, Sir Frank Macfarlane Burnet, erhielt 1960, gemeinsam mit Peter Brian Medawar, den Nobelpreis für Medizin für die Entdeckung der erworbenen immunologischen Toleranz. Michael Burnets Vater beteiligte sich in Papua-Neuguinea als Ökonom an der Erforschung der Kuru-Krankheit. Diese Prionenkrankheit, die hierzulande erst durch das Auftreten von BSE bekannt wurde, breitete sich im 20. Jahrhundert epidemieartig im indigenen Volk der Fore aus – verursacht durch Endokannibalismus, also dem Verzehr von Fleisch verstorbener Stammesmitglieder.

Michael Burnet, der in Papua-Neuguinea aufwuchs, sprach während der ersten Jahre seines Lebens nur Pidgin und lernte, dass der Reichtum eines Landes viel mit der Gesundheit der Bevölkerung zu tun hat. Auch um nicht mit dem berühmten Großvater zu konkurrieren, entschied er sich zunächst für ein Studium der Agrarwissenschaften, bevor er Biochemiker wurde: „Ich habe aktiv etwas anderes als Medizin gewählt; dass ich letztlich doch in der Pharma- bzw. Medizinbranche arbeite, überrascht mich immer noch.“ Burnet studierte in Australien, ging anschließend nach Kanada, USA, Frankreich und Großbritannien. Er spricht Italienisch, Französisch, Deutsch und natürlich Englisch. „Als ich in einem Meeting mit einem Schweizer, einem Schwaben und einem Berliner saß, hatte ich den Eindruck, dass ich der Einzige war, der alles verstanden hat.“ Ein Weltbürger also, der sich als Europäer sieht und mit seiner Firma Synovo, die er 2004 gegründet hat, an drei Standorten in Tübingen tiefe Wurzeln geschlagen hat. Aktuell baut er auf eigenes Risiko einen neuen Firmensitz mit 100 Arbeitsplätzen. Fürs Erste genug Platz für seine 52 Mitarbeiter und weitere Unternehmen; denn ein Teil der hochwertigen neuen Laborräume wird erst einmal vermietet. Im August 2021 wird die Einweihung mit einem – je nach Pandemie-Status – mehr oder weniger rauschenden Fest gefeiert.

Auch die Entwicklung mehrerer Forschungsprojekte in Graz und Tübingen hängen direkt von der Pandemie ab. Nach dem Frühwarnsystem für Wundinfektionen entwickelt Qualizyme nun Schnelltests für COVID-19-Infektionen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Tests soll das System nicht auf dem Nachweis der RNA oder von Antikörpern beruhen, sondern auf dem direkten Nachweis von Viruspartikeln. Das Team der Synovo wiederum forscht bereits seit mehreren Jahren an einer innovativen Therapie gegen Lungenentzündung. „Durch unsere Studie konnten wir den Beweis erbringen, dass unser Wirkstoff SYD015 bei ARDS (Acute Respiratory Distress Syndrome) funktioniert. COVID könnte als spezielle Form des ARDS betrachtet werden.“ SYD015 ist ein so genannter Immunmodulator, der die gegen das Virus gerichteten Immunantworten des Körpers unterstützt, während er gleichzeitig Gewebe zerstörende „überschießende“ Immunreaktionen verhindert bzw. reduziert. Synovo entwickelt darüber hinaus Tests zum Antikörpernachweis gegen SARS-CoV-2 verwandte Proteine und Prozesse. Damit kann unter anderem abgeschätzt werden, ob die Impfantwort effektiv ist.

Immunmodulatoren als Lösung
Lungenentzündung, Wundinfektion, Krebs, Alzheimer – die Themen, mit denen sich Burnet beschäftigt, haben etwas gemeinsam: „Letztlich sind es aus meiner Sicht Infektionen und deren Langzeitauswirkung auf die Organsysteme von der Onkologie bis zur Augenheilkunde. Auch wenn es verschiedene Erkrankungen sind, geht es um die Hoch- oder Herunterregulierung der Immunantwort. In der Immuntherapie gegen Krebs wollen wir das Immunsystem hochregulieren. Morbus Crohn oder Asthma sind Beispiele dafür, dass zu viel Immunaktivität vorhanden ist, die herunterreguliert werden muss. Unsere Lösungen sind Immunmodulatoren.“ Dafür muss Burnet nicht nur Englisch und Schwäbisch verstehen, sondern auch die jeweiligen Spezialisten. „Ich versuche immer, ein integrativer Fachmann zu sein und ihre Sprache zu sprechen“, erklärt er.

Als passionierter Läufer – „meine Zehn-Kilometer-Zeit ist heute fünf Minuten schneller als vor 15 Jahren“ – braucht Burnet Ausdauer und Beharrlichkeit, um seine Ziele zu erreichen. Kommunikation und Teamarbeit sind ihm dabei extrem wichtig. Er engagiert sich in der BioRegion STERN seit der ersten Stunde. „Ein funktionierendes Netzwerk ist in der Branche unersetzlich. Nur als Teil einer Gesamtheit mit einem unterstützenden Umfeld schafft es das hiesige Cluster, erfolgreich zu werden.“ Selbstbewusst blickt Burnet in die Zukunft: „In 15 Jahren könnte sich die Biotechnologie in Tübingen umgewandelt haben in das Palo Alto oder Cupertino für die Life-Sciences. Wir müssen die Gelegenheit jetzt nutzen!“

Gerade hat sich Burnet – ganz nebenbei – damit beschäftigt, wie die Innenstadt von Tübingen in Pandemiezeiten wieder geselliger und trotzdem sicher sein kann. Dafür engagiert sich der Unternehmer gemeinsam mit anderen in der Stadt, um Konzepte zu entwickeln, die die Tübinger Wirtschaft zukünftig Covid-kompatibler machen. Er hat beispielsweise einen speziellen Tisch für die Außengastronomie entworfen und den Prototypen selbst hergestellt, ganz im Sinne seines Mottos: „Keine Firma ist komplett ohne Drehbank.“ Dass er neben Mikroskopen und PCR-Geräten daran auch weiterhin arbeitet, ist sicher: „Man braucht Erfindergeist. Ich glaube daran, dass man mit dem eigenen Kopf und den eigenen Händen etwas Neues und Besseres schaffen kann.“ In seinem Fall betrifft das garantiert nicht nur die Milchkännchen.

Über die BioRegio STERN Management GmbH:
Die BioRegio STERN Management GmbH ist Wirtschaftsentwickler für die Life-Sciences-Branche. Sie fördert im öffentlichen Auftrag Innovationen und Start-ups und trägt so zur Stärkung des Standorts bei. In den Regionen Stuttgart und Neckar-Alb mit den Städten Tübingen und Reutlingen ist sie die zentrale Anlaufstelle für Gründer und Unternehmer.
Die BioRegion STERN zählt zu den großen und erfolgreichen BioRegionen in Deutschland. Alleinstellungsmerkmale sind die bundesweit einzigartige Mischung aus Biotechnologie- und Medizintechnikunternehmen sowie die regionalen Cluster der Automatisierungstechnik, des Maschinen- und Anlagenbaus.

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